​TUTAKA – Die erste Plattform für ecoistisches Gastgeben ist offiziell gestartet

 
 
 

Auf Nimmerwiedersehen, Langeweile! Dieses Start-Up hatte genug von immer ähnlichen Hotel- und Gastroausstattungen, Einwegbesteck, unansehnlichen Einweg-Hotelslippern, Schadstoffen in Hotelkosmetik und Plastiktrinkhalmen. Passend zum EU-Beschluss umweltschädlichen Einweg-Produkten ab 2020 den Riegel vorzuschieben, halten Franziska Altenrath und Alexandra Herget Lösungen für Hoteliers, Gastronomen, Festival- und Eventbetreiber bereit, die sie auf einem digitalen Marktplatz namens TUTAKA präsentieren.

Warum ausgerechnet das Gastgewerbe? «In Hotels, Restaurants, auf Events und Festivals probieren die Menschen gerne mal etwas Neues aus und werden zu neuen Konsumverhalten und -mustern angeregt. Das Gastgewerbe kann neue Verhaltensweisen anregen und inspirieren!», erläutert Alexandra.

«Es gibt viele Gründe für Nachhaltigkeit», fährt Franziska fort. «Da sind die offensichtlichen Motivationen der Ressourceneffizienz, Plastik-Vermeidung und Klimawandel. Aber hinter Nachhaltigkeit steckt auch Qualität für den Gast und für die Mitarbeiter: Gesundheit und Wohlergehen, das Gemeinschaftsgefühl, zusammen den Wandel zu gestalten oder die bessere ästhetische und haptische Erfahrung. Nachhaltige Produkte differenzieren den Gastgeber und wirken positiv auf die neue Generation von Gästen und Arbeitnehmern. Wir nennen sie Ecoisten – Menschen, die Nachhaltigkeit wollen, weil es gut für die Welt ist und ihnen mehr Qualität bietet.»

So schauten die Gründerinnen bei der Auswahl ihrer Produkte genau hin – zum einen auf Nachhaltigkeitskriterien und zum anderen auf Mehrwerte, die dem Gast, dem Gastgeber und den Angestellten zu Gute kommen. Das Ergebnis ist ein spannender Mix aus unterschiedlichen Produkten und Services. Zu finden sind beispielsweise Kleiderbügel aus recyceltem Karton, diverse Trinkhalmalternativen, Gläser und Karaffen aus ausgedienten Weinflaschen, upgecycelte Yogamatten, Schürzen und Hotelslipper aus recycelten PET Flaschen oder Textilien wie Bettwäsche und Arbeitskleidung aus Bio-Baumwolle mit Fair-Trade Standard. Namhafte ecoistische Marken wie HYDROPHIL, soulbottles, KAYA & KATO, cotonea, Dibella, myboo, ÖKLO, myclimate, RECUP und viele mehr sind auf dem Marktplatz zu finden.

Seit Mitte März ist dieser online. Preise und Angebote können angefragt werden. «Viele unserer Lieferanten sind kleine Manufakturen oder Fabriken. Manches wird sogar noch in Handarbeit hergestellt», schmunzelt Alexandra über die operativen Hürden von echter Nachhaltigkeit.

Wer auf der Suche nach einer nachhaltigen Produktlösung ist, diese auf dem Marktplatz jedoch nicht findet, der kann sich direkt an TUTAKA wenden. “Wir haben noch zahlreiche Produkte und Services in der Pipeline,” verspricht Franziska Altenrath. “Wer nachhaltiger sein möchte, der soll auch dazu befähigt werden. Zu oft scheitert das Vorhaben an mangelnder Zeit und der Schwierigkeit, geeignete Kooperationspartner, Marken und Berater zu finden. Diese Hürde wollen wir nehmen.”

TUTAKA vermittelt aber nicht nur die angebotenen Produkte, sondern berät auch dazu, wie Nachhaltigkeit Greenwashing- und klischeefrei kommuniziert werden kann. Tatsächlich waren beide Gründerinnen zuvor in der Kommunikation beschäftigt und haben sich im Grafikdesign Studium in Berlin kennengelernt.

TUTAKA möchte Veränderung! Dass sie sich dafür eine herausfordernde Branche ausgesucht haben, schmälert den Elan nicht. Mit Marktplatz, Agentur und einem spannenden Netzwerk offerieren die Frauen ein ganzheitliches Angebot, das einen genaueren Blick mehr als wert ist.