Gemeinsam die Zukunft sichern – Die Online-Plattform EcoCrowd startet am 18.05.2017 ihre eigene Crowdfunding-Kampagne

Pressemitteilung

Berlin (18.05.2017): Die Online-Plattform EcoCrowd startet am 18.05.2017 ihre eigene Crowdfunding-Kampagne. Sie unterstützt Iinanziell seit 2015 sozial und ökologisch nachhaltige Projekte sowie Startups. Die Unabhängigkeit von EcoCrowd soll damit ab September sichergestellt werden, da die bisherige KoIinanzierung durch das Bundesumweltministerium ausläuft.

Auf ecocrowd.de konnten innerhalb von zwei Jahren rund 300.000 € für über 70 ökologisch und sozial nachhaltige Projekte gesammelt werden.
Damit der Erfolg auch Zukunft möglich ist, setzt die Plattform auf die Stärke der eigenen Crowd. Mit den angestrebten Unterstützungen in Höhe von 7.000 € soll der Erhalt der Plattform gesichert werden.

Start der Crowdfunding-Kampagne:18. Mai 2017, 19 Uhr

Helfen Sie beim Erfolg der Kampagne mit:

EcoCrowd – Für mehr gute Ideen

Pressematerial:
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Presse

Über EcoCrowd
Die Crowdfunding-Plattform für nachhaltige Projekte ist ein Community-Projekt der Deutschen Umweltstiftung, an dem sich viele der mehr als 2.450 Stifterinnen und Stifter der Deutschen Umweltstiftung und aktuell mehr als 16.000 Online-Nutzer beteiligen.
EcoCrowd wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Die Deutsche Umweltstiftung
„Hoffnung durch Handeln“ – dies ist das Motto der am 31. März 1982 in Mainz auf Initiative von Hans Günter Schumacher und anderen gegründeten gemeinnützigen Deutschen Umweltstiftung. Die Deutsche Umweltstiftung ist ungebunden, politisch und wirtschaftlich unabhängig. Hinter der Deutschen Umweltstiftung stehen aktuell 2.463 Stifterinnen und Stifter (Stand: 17.05.2017). Damit ist sie nach Zahl der sie tragenden Personen die größte und älteste deutsche Bürgerstiftung – und damit selbst ein mustergültiges Beispiel für erfolgreiches Crowdfunding.

Kontakt:
Michael Golze
Projektleitung EcoCrowd

Deutsche Umweltstiftung
Greifswalder Strasse 4
10405 Berlin
Tel. 030 202384-280
michael.golze@deutscheumweltstiftung.de
www.deutscheumweltstiftung.de

www.ecocrowd.de
www.facebook.com/ecocrowd

https://www.instagram.com/ecocrowd/




Biokreis fordert: „Bienenkiller“ Neonicotinoide sofort verbieten!

PRESSEMITTEILUNG

Passau, 16.05.2017: Die EU-Mitgliedstaaten sollen sich laut Zeitungsberichten in ihrer Sitzung am 17./18. Mai mit einem Totalverbot von Neonicotinoiden beschäftigen. Die EU-Kommission will einen entsprechenden Vorschlag vorlegen, bei Zustimmung der Staaten könnte es noch heuer zu einem Verbot der synthetischen Insektizide kommen. Der ökologische Anbauverband „Biokreis“ fordert die politischen Vertreter und vor allem Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, sich hier eindeutig für ein Verbot des Bienengifts auszusprechen. „Vernünftige Landwirtschaft muss ohne diese Bienengifte funktionieren“, so Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer. Bio-Bauern produzieren Lebensmittel ohne Pestizide wie Glyphosat und ohne Neonicotinoide.

„Gehirndrogen“ für Insekten
Neonicotinoide sind hochwirksame Nervengifte und finden ihren Einsatz als Insektenvernichtungsmittel auf den Feldern der konventionellen Landwirtschaft. Die Insektizide wirken auf die Nerven von Insekten und lösen zum Beispiel bei Bienen unter anderem einen Gedächtnisverlust aus, der sie nicht mehr zu ihrem Stock zurückfinden lässt. Renommierte Bienenforscher gehen davon aus, dass diese „Gehirndrogen“ vorwiegend für das dramatische Bienensterben verantwortlich sind. Studien belegen, dass in Deutschland der Insektenbestand in den vergangenen Jahrzehnten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. Ohne Insekten gibt es keine Bestäubung von Pflanzen. Damit ist die Lebensgrundlage aller in Gefahr.

„Wir können unsere Bienen nicht schützen“
„Nicht nur wir Imker brauchen die Honigbiene“, sagt Biokreis-Imker-Berater Hubert Dietrich, „ihre Bestäubungsleistung ist unbezahlbar für unsere Lebensmittelproduktion. Wir dürfen nicht zulassen, dass noch mehr Bienen leichtfertig vernichtet werden und unser Öko-System immer mehr ins Wanken gerät. Wir können unsere Bienen nicht einsperren und deshalb vor den Ackergiften der konventionellen Landwirtschaft nicht schützen. Der einzige Schutz ist das Verbot dieser Gifte.“

Totalverbot als wichtiges Signal
Die Anwendung der bekanntesten Neonicotinoide – Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam – wurde bereits 2013 beschränkt. Die Hersteller der Insektizide klagen derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof gegen diese Anwendungsbeschränkung. „Ein Totalverbot wäre nun der angemessene Schritt und ein wichtiges Signal in die richtige Richtung“, so Sepp Brunnbauer. „Es darf nicht sein, dass die Interessen der Chemie-Industrie – ebenso wie in der Glyphosat-Debatte – schwerer wiegen als die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt!“ Der Biokreis fordert deshalb ein nationales Verbot sämtlicher Neonicotinoide wie es Frankreich bereits im vergangenen Jahr beschlossen hat.

Kontakt:
Ronja Zöls
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktionsleitung bioNachrichten

Biokreis e.V.
Stelzlhof 1
94034 Passau
T: 0851 / 756 50-17
F: 0851 / 756 50-25
zoels@biokreis.de
www.biokreis.de
www.bionachrichten.de




tegut… übernimmt herzberger Bäckerei Positive Entscheidung des Kartellamtes und der Aufsichtsgremien

Medienmitteilung vom 16.05.2017

Zukünftig gehört die herzberger Bäckerei zur tegut… Gruppe. Das grüne Licht des Kartellamtes und der Aufsichtsgremien macht den Weg frei. Die gesamte Gesellschaft wird übernommen und produziert weiterhin für tegut… und Drittkunden. In den rund 280 Supermärkten werden die Kunden nach der Übernahme die Brot- und Backwaren weiterhin in Bio-Verbandsqualität finden. Bis 2013 waren beide Unternehmen Teil von tegut…. Nach dem Übergang des Handelsgeschäftes und der Logistik von tegut… zur Genossenschaft Migros Zürich war die herzberger Bäckerei Teil der W-E-G Stiftung & Co. KG. tegut… blieb der Hauptabnehmer der produzierten Brot- und Backwaren.

Wertschöpfung in der Region
„Wir freuen uns, dann wieder innerhalb der Unternehmensgruppe die Kundenwünsche umzusetzen. Die Abstimmung zwischen Vertrieb und Produktion erfolgt nun direkt“, freut sich Thomas Gutberlet nach der finalen Vertragsunterzeichnung. Der tegut… Geschäftsführer betont, dass nun endlich gestartet werden kann: „In den letzten Wochen konnten wir Pläne schmieden, aber erst jetzt dürfen die Prozesse anlaufen, die beide Unternehmen verschmelzen“. Themen wie der optimale Logistikprozess, die Vernetzung der IT oder die formale Eingliederung der Mitarbeiter in die tegut… Gruppe stehen nun an erster Stelle. Derzeit sind 165 Mitarbeitende in der herzberger beschäftigt. Ziel sei es, dass die Kunden, trotz der neuen Kooperationsgrundlagen, auf die gewohnten herzberger Produkte zählen können.

Nachfrage nach Bio-Brot- und Backwaren ungebremst
Neue Ideen rund um das Sortiment habe man auch schon, ergänzt Eloy Gut. Denn der Bedarf an Brot- und Backwaren in Bio-Qualität steige ungebremst bei den tegut… Kunden aber auch im gesamten Markt. Mit dem Kauf sei man für die Zukunft strategisch noch besser aufgestellt. Für das Geschäftsleitungsmitglied – verantwortlich für den Einkauf – ist klar, dass nun auch im Sinne der Drittkunden in die Produktionsanlagen investiert werden kann. „Wir nutzen die Chance, den Produktionsprozess nun genau zu durchleuchten und auf den neusten technischen Stand zu bringen“. Ende Mai sollen bereits erste kleinere Umbauarbeiten im laufenden Betrieb starten. „Mit dem Know-How unserer Mutter Migros und dem seit 1992 aufgebauten Fachwissen der herzberger Bäckerei rund um die nachhaltige Bio-Produktion können wir uns nun auch für das Drittkundengeschäft gut aufstellen“, so Gut. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Über tegut…
Die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG ist ein Handelsunternehmen mit rund 280 Lebensmittelmärkten in Hessen, Thüringen, Bayern sowie Göttingen, Mainz, Stuttgart und Ludwigsburg. Das Angebot frischer und ökologischer Lebensmittel, regionaler Bezug sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden stehen im Fokus des Vollsortimenters.
Bis zu 23 000 Produkte
tegut… bietet seinen Kunden rund 23 000 Produkte (gängige Markenprodukte sowie Eigenmarken in den Preis- und Qualitätsstufen tegut… kleinster Preis, tegut… Mehrwertmarke mit tegut… Reinheitsversprechen, tegut… vom Feinsten bis hin zu tegut… Bio und der Vielzahl weiterer Bio-Marken).
Vollsortimenter mit Fokus auf Bio
1982 hat tegut… erstmals Bio-Lebensmittel in sein Sortiment aufgenommen und erwirtschaftet heute mit über 3 800 Bio und Naturkosmetik-Artikeln 25,3 % seines Umsatzes. tegut… betreibt drei unterschiedliche Konzepte: Derzeit 122 Supermärkte (in Eigenregie mit 800 m2 bis 2 500 m2 Verkaufsfläche als Vollsortimenter mit bis zu 23 000 Artikeln), 120 inhabergeführte Nahversorger (mit bis zu 800 m2 Verkaufsfläche und rund 7 500 angebotenen Artikeln) sowie 30 „tegut… Lädchen für alles“ (ab 120 m2 auf dem Land und in Stadtquartieren mit rund 4 200 Produkten zur Nahversorgung).
Teil der Migros Zürich
Seit 2013 ist tegut… ein Teil der Genossenschaft Migros Zürich. 2016 beläuft sich der Netto-Umsatz auf 996 Mio. Euro (Vorjahr 980,9 Mio. Euro). Die Flächenproduktivität wurde 2016 um 1,2 % gesteigert. Insgesamt sind 5.780 Menschen in den Märkten, den Logistikzentren und den Zentralen Diensten in Fulda für tegut… tätig. Weitere Informationen finden Sie unter www.tegut.com oder unter www.facebook.com/tegut

Stella Kircher
Leitung Unternehmenskommunikation
Fon: 0661-104 641, Fax: 0661-104 990 641, kircher_s@tegut.com, tegut… gute Lebensmittel, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda

Stella Kircher
Leitung Unternehmenskommunikation
Fon: 0661-104 641, Fax: 0661-104 990 641
kircher_s@tegut.com
tegut… gute Lebensmittel, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda




Nach foodwatch-Kritik: Rossmann stoppt Verkauf von mineralölbelastetem Brotaufstrich

Pressemitteilung

Berlin, 15. Mai 2017. Rossmann hat den Verkauf eines Brotaufstrichs seiner Bio-Eigenmarke gestoppt. „Die Sortimentsleitung hat noch am Freitag entschieden, den Verkauf des Produktes ‚EnerBiO Paprika-Chili, Pflanzliche Pastete‘ in allen Rossmann-Drogeriemärkten einzustellen“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Verbraucherorganisation foodwatch. Zuvor hatte foodwatch den Rückruf gefordert, weil eine Laboranalyse der Zeitschrift Öko-Test (Mai-Ausgabe) in dem Produkt krebsverdächtige Mineralöle nachgewiesen hatte. In seiner ersten Reaktion hatte Rossmann es zunächst abgelehnt, den belasteten Brotaufstrich aus dem Verkauf zu nehmen.

„Rossmanns Verkaufsstopp ist ein richtiger und überfälliger Schritt. Dass die Drogeriekette erst nach öffentlicher Kritik und Medienberichten reagiert, zeigt wie dringend wir eine gesetzliche Regelung brauchen: Die Bundesregierung und die EU müssen endlich strenge Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln festlegen. Wir dürfen den Gesundheitsschutz nicht allein den Händlern und Herstellern überlassen“, sagte Johannes Heeg von foodwatch.

Öko-Test hatte in einer aktuellen Laboruntersuchung in 17 von 22 veganen Brotaufstrichen Mineralölverunreinigungen entdeckt. Vier Produkte enthielten die besonders gefährlichen aromatischen Mineralöle (MOAH), die laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unter Verdacht stehen, krebserregend und erbgutverändernd zu sein. Während die Drogerieketten dm und Müller nach Bekanntwerden der Ergebnisse die betroffenen Produkte aus dem Sortiment genommen hatten, lehnte Rossmann einen Verkaufsstopp in der vergangenen Woche zunächst ab. Man teile die Einschätzung über die gesundheitlichen Gefahren von mineralölbelasteten Lebensmitteln nicht, hieß es in einer öffentlichen Stellungnahme. Nun lenkte Rossmann ein und nahm sowohl die „Paprika-Chili Pastete“ seiner Eigenmarke Enerbio als auch die belastete „Tartex Brotzeit Tomate“ von Allos aus dem Sortiment, wie das Unternehmen gegenüber foodwatch erklärte. In anderen Geschäften wird der Tartex-Aufstrich weiter verkauft. Allos teilte foodwatch mit, man habe nach Bekanntwerden der Ergebnisse einen Lieferanten gewechselt.

Mit einer E-Mail-Aktion unter www.mineraloel-aktion.foodwatch.de fordert foodwatch die Europäische Kommission auf, die Verbraucherinnen und Verbraucher durch gesetzliche Vorgaben vor den in zahlreichen Lebensmitteln vorkommenden Mineralölbelastungen zu schützen. Bereits mehr als 120.000 Menschen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden haben sich dieser Forderung angeschlossen. Solange es keine europäische Regelung gibt, fordert foodwatch die Bundesregierung auf, nationale Grenzwerte zu erlassen.

Link:
– E-Mail-Aktion gegen Mineralöle in Lebensmitteln: www.mineraloel-aktion.foodwatch.de

Quellen und weiterführende Informationen:
– Schreiben von Rossmann an foodwatch (15. Mai): www.tinyurl.com/k5742fa
– Stellungnahmen der Hersteller zu Mineralöl-Funden (12. Mai): www.tinyurl.com/l6sy2s9
– Öko-Test-Laboranalyse von veganen Brotaufstrichen: www.tinyurl.com/lv23scu
– EFSA-Opinion zu Mineralöl in Lebensmitteln: www.tinyurl.com/p9kausf

Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Dario Sarmadi
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




G20 muss Antibiotikamissbrauch in Tierfabriken eindämmen

Pressemitteilung Germanwatch

Vor G20-Gesundheitsministertreffen: Germanwatch warnt vor Ausbreitung resistenter Keime und fordert Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung

Berlin (18. Mail 2017). Weltweit wird eine doppelt so große Menge an Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt wie zur Behandlung von Krankheiten bei Menschen. Studien prognostizieren einen weltweiten Anstieg des Verbrauchs von Veterinärantibiotika um 67 Prozent bis zum Jahr 2030. Vor dem morgen beginnenden G20-Gesundheitsministertreffen sieht die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Regierungen der G20-Staaten in der Pflicht, energisch gegen die Ursachen für den wachsenden Antibiotikaeinsatz in Tierhaltungen vorzugehen. Denn jede Antibiotikagabe im Stall vergrößert das Risiko, dass sich antibiotikaresistente Keime bilden. Diese stellen auch für Menschen ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar.

„Das Hauptproblem ist die weltweite Entwicklung weg von bäuerlichen Haltungsformen und hin zu industriellen Massentierhaltungen“, sagt Germanwatch-Agrarexpertin Reinhild Benning. „Viele Tiere auf engem Raum und ohne Auslauf werden in der Regel häufiger krank und haben daher einen deutlich höheren Antibiotikabedarf als in tiergerechteren Haltungsformen wie etwa Weidehaltung. Zudem sind in einigen G20-Staaten noch immer Antibiotika zur Mastbeschleunigung erlaubt.“
Fleisch, das mit Antibiotikaresistenzen belastet ist, stellt einen Übertragungsweg für Resistenzen auf den Menschen dar. Bei staatlichen Kontrollen in Supermärkten wurden auf 66 Prozent des deutschen Masthuhnfleisches Antibiotikaresistenzen gefunden. Rund ein Drittel des deutschen Hühnchenfleisches wird exportiert, teils in Länder, in denen die G20 ein besseres Krisenmanagement gegen Infektionen unterstützen wollen. Reinhild Benning: „Wer ernsthaft die Ausbreitung von Infektionskrankheiten bekämpfen und Gesundheitssysteme verbessern will, darf nicht tatenlos zusehen, wenn bei der Billigfleischproduktion Antibiotika systematisch verschleudert und resistente Keime mit den Fleischexporten global gestreut werden. Bisher fehlt die sorgfältige Abwägung der G20-Gesundheitsminister, was ihnen wichtiger ist: Der bestmögliche Erhalt und ein besserer Zugang zu wirksamen Antibiotika oder der Zugang zu billigem Fleisch zum Vorteil der G20-Fleischindustrie.“

Die G20-Staaten müssten mit gutem Beispiel voran gehen. Die für die Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika – also Wirkstoffe, die erst eingesetzt werden, wenn gängige Antibiotika nicht mehr wirken – dürften in der Tierhaltung nicht mehr eingesetzt werden. In den bisherigen Beschlüssen der G20, die einige Fortschritte zu Antibiotika enthalten, fehlen Regeln zu Reserveantibiotika in Mastanlagen, die den Missbrauch der lebenswichtigen Arzneien beenden. Hier müssen die Gesundheitsminister nachlegen. „Im nächsten Schritt muss die Weltgemeinschaft der Ausweitung der industriellen Tierhaltung und dem damit einhergehenden regelmäßig hohen Antibiotikaeinsatz einen Riegel vorschieben“, so Benning. Germanwatch empfiehlt, die bäuerliche Landwirtschaft mit regional angepassten Tierrassen und heimischen Futtermitteln weltweit als Leitbild für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit zu etablieren.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, dass ohne rasches politisches Handeln im Jahr 2050 weitaus mehr Menschen an resistenten Keimen als an Krebs sterben werden. In Deutschland sterben bereits derzeit zirka 15.000 Menschen pro Jahr, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Regeln, um den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung deutlich zu senken, könnten vergleichsweise rasch umgesetzt werden, während andere Maßnahmen erheblich mehr gesamtgesellschaftlichen Aufwand benötigten. „Billigfleisch aus industriellen Tierhaltungen ist nur scheinbar billig“, betont Benning. „In Wirklichkeit bezahlen wir das billige Fleisch mit Risiken und erhöhten Kosten für unsere Gesundheit. Wenn Antibiotika wirkungslos werden, sterben weltweit wieder mehr Menschen an Krankheiten, die besiegbar schienen: Tuberkulose, Lungenentzündung oder Malaria.“

Kontakt für Medien:

Reinhild Benning
Germanwatch-Agrarexpertin
mobil: 0175-72 63 779

Stefan Küper
Pressesprecher

Germanwatch e.V.
Dr.Werner-Schuster-Haus
Kaiserstr. 201
D-53113 Bonn

Tel. +49 (0)228 / 604 92-23, Fax -19
mobil: 0151 / 252 110 72
E-Mail: kueper@germanwatch.org
www.germanwatch.org




Streetcasting „We love Radl“: Die Radlhauptstadt München sucht den größten Radlfan!

Terminhinweis

12.05.17

Anlässlich des Radljubiläums veranstaltet die Radlhauptstadt München das Streetcasting „We love Radl“ – präsentiert von der Stadt München und M-net – und lädt alle Radlbegeisterten ein, sich mit ihrem Lieblingsgefährt in einem Clip portraitieren zu lassen. Gesucht wird Münchens größter Radlfan! Zwischen 19. Mai und 5. Juni 2017 dreht ein mobiles Filmteam die Liebeserklärungen an insgesamt zehn Standorten in München. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Chance auf Sachpreise im Gesamtwert von über 6.000 Euro.

Termine:

Fr. 19.5. 13 – 19 Uhr E Bike Days, Coubertinplatz
Sa. 20.5. 16 – 20:30 Uhr Streetlife Festival
So. 21.5. 11 – 19 Uhr Streetlife Festival
Di. 23.– Mi. 24.5. 12 – 17 Uhr Geschwister-Scholl-Platz
Do. 25.5. 15 – 20 Uhr Max-Joseph-Platz
Fr. 2.– Sa. 3.6. 14 – 19 Uhr Rotkreuzplatz
So. 4.– Mo. 5.6. 14 – 19 Uhr Harras

Veranstalter: Radlhauptstadt München
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei

Es gibt viele Möglichkeiten, die Liebe zum Radl zu zeigen. Beim Streetcasting „We love Radl“ können Radlfans ihre Liebeserklärung portraitieren lassen. Im Zeitraum vom 19. Mai bis 5. Juni 2017 dreht ein mobiles Filmteam die witzigen, kreativen oder liebevollen Beiträge an insgesamt zehn Standorten in München. Eine Jury wählt aus allen Beiträgen die zwölf besten Clips aus, für die ab 11. Juni 2017 ein öffentliches Online-Voting auf www.radlhaupstadt.de startet. Die Prämierung der drei Erstplatzierten findet am 24. Juni 2017 während der Radlnacht statt. Zu gewinnen gibt es Sachpreise im Gesamtwert von über 6.000 Euro. Als erster Preis lockt ein Gutschein für ein Customized Bike im Wert von 4.000 Euro, gestellt von M-net.

Mehr Informationen finden Sie auf www.radlhauptstadt.de.

Kontakt
Franziska Bär
Telefon: (089) 890 668 -321
Telefax: (089) 890 668 –66
E-Mail: presse@radlhauptstadt.de

Pressefotos
Kostenlos als Download unter: https://goo.gl/1rT4Ux




Krebsverdächtige Mineralöle: Drogerieketten dm und Müller stoppen Verkauf von veganen Bio-Brotaufstrichen – Rossmann und Allos verkaufen belastete Produkte weiter – foodwatch fordert gesetzliche Grenzwerte

Pressemitteilung

Berlin, 12. Mai 2017. Nach dem Fund von gesundheitsgefährdendem Mineralöl haben die Drogerieketten dm und Müller den Verkauf zweier Bio-Brotaufstriche gestoppt. Betroffen sind die „dm Bio Pastete Tomate“ und die „Bio Primo Gourmet Pastete Kräuter“ von Müller, wie die Unternehmen schriftlich gegenüber der Verbraucherorganisation foodwatch erklärten. Die Zeitschrift Ökotest (Mai-Ausgabe) hatte in einer Laboranalyse bei 17 von 22 veganen Brotaufstrichen Mineralölverunreinigungen entdeckt. Vier Produkte enthielten die besonders gefährlichen sogenannten aromatischen Mineralöle (MOAH), darunter die Brotaufstriche von dm und Müller. Auch die „Ener Bio Paprika-Chili Pastete“ der Drogeriekette Rossmann sowie die „Tartex Brotzeit Tomate“ von Hersteller Allos waren mit MOAH belastet – diese Produkte stehen aber weiterhin in den Regalen, die Unternehmen lehnen einen Verkaufstopp ab.

„Während dm und Müller konsequent handeln, indem sie den Verkauf unverzüglich stoppen, liegen belastete Lebensmittel von Rossmann und Allos weiter in den Regalen – das ist völlig unverantwortlich“, erklärte Johannes Heeg von foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte Rossmann und Allos auf, den Verkauf ihrer gesundheitsgefährdenden Ware ebenfalls zu stoppen.

Die in den Brotaufstrichen nachgewiesenen aromatischen Mineralöle (MOAH) stehen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unter Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein. Auch dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge sollte kein nachweisbarer Übergang von MOAH auf Lebensmittel stattfinden. Trotzdem hat die Drogeriekette Rossmann den Verkauf ihres mit Mineralölen belasteten Brotaufstrichs nicht gestoppt. Man teile die Einschätzung über die gesundheitlichen Gefahren von mineralölbelasteten Lebensmitteln nicht, erklärte das Unternehmen gegenüber foodwatch. Auch der Hersteller Allos hat sein Produkt nicht aus dem Verkauf genommen. Man habe den Lieferanten gewechselt, schrieb das Unternehmen an foodwatch.

„Wenn Hersteller wissen, dass ihre Lebensmittel mit krebsverdächtigen Mineralölen verunreinigt sind, dann müssen sie diese ohne Wenn und Aber sofort aus dem Verkehr ziehen“, so Johannes Heeg von foodwatch. „Die unterschiedlichen Reaktionen der Unternehmen auf die Mineralöl-Funde in ihren Produkten zeigen: Wir dürfen den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht den Herstellern und Händlern überlassen. Bundesregierung und EU müssen endlich sichere Grenzwerte für Mineralöle vorschreiben.“

Mit einer E-Mail-Aktion unter www.mineraloel-aktion.foodwatch.de fordert foodwatch die Europäische Kommission auf, die Verbraucher durch gesetzliche Vorgaben an die Hersteller vor den in zahlreichen Lebensmitteln vorkommenden Mineralölbelastungen zu schützen. Bereits mehr als 120.000 Menschen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden haben sich dieser Forderung angeschlossen. Solange es keine europäische Regelung gibt, fordert foodwatch die Bundesregierung auf, nationale Grenzwerte zu erlassen.

Link:
– E-Mail-Aktion gegen Mineralöle in Lebensmitteln: www.mineraloel-aktion.foodwatch.de

Redaktionelle Hinweise:
– Stellungnahmen der Hersteller zu Mineralöl-Funden: www.tinyurl.com/l6sy2s9
– Öko-Test-Laboranalyse von veganen Brotaufstrichen: www.tinyurl.com/lv23scu
– EFSA-Opinion zu Mineralöl in Lebensmitteln: www.tinyurl.com/p9kausf

Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Dario Sarmadi
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




ABO Wind mit guten Perspektiven in Deutschland und international

Pressemitteilung

· Jahresüberschuss auf 16,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt
· Aktionäre erhalten zwei Dividenden von zusammen 0,50 Euro
· 2017 trägt Finnland wesentlich zum Erfolg bei
· Aktuell sind mehr Windparks im Bau als je zuvor

(Wiesbaden, 12. Mai 2017) Der Jahresabschluss 2016 unterstreicht nach Überzeugung des Vorstands die guten Perspektiven der ABO Wind. „Die Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit trägt Früchte – sonst wäre dieses Rekordergebnis nicht möglich gewesen“, sagt Matthias Bockholt. Der Jahresüberschuss 2016 des Konzerns beträgt 16,5 Millionen Euro und liegt damit mehr als doppelt so hoch wie im bereits guten Geschäftsjahr 2015. Der Umsatz hat mit 122 Millionen Euro erstmals die Schwelle von 100 Millionen Euro überschritten. Die Gesamtleistung liegt bei 145 Millionen Euro. Der vollständige Abschluss steht auf der Internetseite zur Verfügung: https://www.abo-wind.com/de/unternehmen/ueber-abo-wind/geschaeftsberichte.html

Eigenkapital auf 67 Millionen Euro gewachsen
Dank kontinuierlicher Geschäftserfolge ist das Eigenkapital der Gesellschaft sukzessive gewachsen auf nunmehr 67 Millionen Euro. Inklusive Mezzanine-Mitteln beträgt die Eigenkapital-Quote 55 Prozent. Auch der größte Teil des Jahresüberschusses 2016 fließt in die Rücklage. Zugleich profitieren die Aktionäre vom Erfolg. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 20. Juni vor, 2017 zwei Dividenden auszuschütten. Neben der auf 0,30 Euro je Aktie erhöhten regulären Dividende wird im Oktober zusätzlich eine „Jubiläumsdividende“ ausgeschüttet. Da ABO Wind 2016 zwanzigsten Geburtstag feierte, erhalten Aktionäre weitere 0,20 Euro. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs steigt die Dividendenrendite damit auf knapp fünf Prozent.

Eveline Lemke kandidiert für Aufsichtsrat
Ebenfalls von der Hauptversammlung zu beschließen, ist die Nachfolge des ausscheidenden Aufsichtsrats Jürgen Koppmann. Der frühere Vorstand der Umweltbank ist wieder für die Bank tätig und legt sein Mandat bei ABO Wind daher nieder. „Wir freuen uns, dass wir die frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke gewonnen haben“, sagt Vorstand Bockholt. Lemke engagiert sich seit vielen Jahren für Klimaschutz und erneuerbare Energien. Aktuell ist sie Präsidentin der international ausgerichteten Karlshochschule. Das passt gut zur Strategie der ABO Wind, in noch mehr Ländern aktiv zu werden. Bei der Hauptversammlung kandidiert sie als Aufsichtsrätin. Tagesordnung und auszulegende Unterlagen stehen auf der Internetseite zur Verfügung: https://www.abo-wind.com/de/unternehmen/ueber-abo-wind/hauptversammlung.html

Gutes Geschäftsjahr 2017 erwartet
Auch 2017 erwartet der Vorstand ein sehr gutes Geschäftsjahr. In der ersten Jahreshälfte befanden und befinden sich mehr Windparks im Bau als je zuvor. Rund 20 Projekte mit 180 Megawatt Gesamtleistung gehen 2017 den Planungen zufolge in Deutschland, Finnland und Frankreich ans Netz. Während 2016 außerordentliche Erfolge in Argentinien zum hervorragenden Ergebnis beitrugen, ist für 2017 mit einem ungewöhnlich großen Beitrag der finnischen Tochtergesellschaft zu rechnen, die aktuell drei Windparks mit 60 Megawatt Gesamtleistung errichtet. Der Vorstand erwartet für 2017 eine Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres und beim Jahresüberschuss ein wiederum zweistelliges Millionenergebnis − wenn auch nicht ganz auf der Höhe des Jahres 2016.

Marktanteil in Deutschland soll wachsen
Im Heimatmarkt Deutschland ist ABO Wind seit Jahren mit großem und stetigem Erfolg tätig. Das zum Januar 2017 novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) erhöht den Wettbewerb, indem es für die Vergütung des Windstroms Ausschreibungsverfahren vorschreibt. „Wir sehen uns für diesen Wettbewerb gut gerüstet, wollen unseren Marktanteil erhöhen und uns zudem als Serviceanbieter für die Wartung und Optimierung laufender Windparks etablieren“, sagt Vorstand Bockholt.

Internationalisierung schreitet voran
Zugleich verstärkt ABO Wind die Anstrengungen zur Internationalisierung. Neben dem ertragreichen Engagement in Finnland trägt auch die Projektentwicklung in der Republik Irland weiter zum Erfolg bei. Mit dem Bau des seit 2010 vierten irischen Windparks Cappawhite (16 Megawatt) wird ABO Wind planmäßig in den nächsten Wochen beginnen. Wegen Engpässen beim Stromnetz erfolgt die Inbetriebnahme erst 2018. Auch in den beiden folgenden Jahren könnte nach aktueller Planung jeweils ein irischer Windpark ans Netz gehen. Frankreich bleibt nach Deutschland der wichtigste Markt für ABO Wind und soll in den nächsten Jahren kontinuierlich zum Geschäftserfolg beitragen. Erfreulich sind diesbezüglich auch die energiepolitischen Ziele des neuen Präsidenten Emmanuel Macron.

In Argentinien und Spanien arbeitet ABO Wind an der Entwicklung neuer Projekte ebenso wie an weiteren Verkäufen und Dienstleistungsverträgen. Positiv entwickeln sich auch die Planungen von Windparks und Photovoltaikanlagen im Iran. Dort sind bezüglich der Finanzierung allerdings noch Hürden zu überwinden. Darüber hinaus engagiert sich ABO Wind zunehmend in weiteren Ländern beispielsweise in Afrika und hat dazu mehrere Kooperationen geschlossen. Europaweit hat ABO Wind aktuell Projekte mit mehr als 3.000 Megawatt Leistung in Planung sowie außerhalb Europas knapp 1.000 Megawatt. Sie sind die Basis für weitere gute Geschäftsjahre.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Lena Fritsche, ABO Wind AG, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden, Tel.: (0611) 267 65-617, presse@abo-wind.de

ABO Wind ist ein erfolgreicher Windkraft-Projektentwickler aus Wiesbaden. Seit 1996 hat das Unternehmen rund 600 Windenergieanlagen mit 1.300 Megawatt Leistung ans Netz gebracht.




Klimaklage gegen RWE: Oberlandesgericht verhandelt Berufung am 13. November

Pressemitteilung Germanwatch

Zeitgleich zu den politischen Verhandlungen beim UN-Klimagipfel in Bonn wird es in Hamm juristisch um den Klimawandel und die Bewältigung seiner Folgen gehen. Vor dem OLG wird in der Berufung verhandelt, ob ein Energiekonzern als großer Mitverursacher des Klimawandels anteilig für den Schutz vor durch die Erderwärmung entstehende Risiken aufkommen muss. Der peruanische Bergführer und Kleinbauer Saúl Luciano Lliuya klagt dazu nun in zweiter Instanz gegen RWE.

Bonn/Hamm (12. Mai 2017). Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat nun entschieden, dass die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya am 13. November (Montag, 12:30 Uhr) mündlich verhandelt wird. Für den öffentlichen Verhandlungstermin ist eine Dauer von rund zwei Stunden angesetzt. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (6. – 17. Nov.), was dem Fall auch international noch zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren dürfte.

Die Rechtsanwältin des Klägers, Dr. Roda Verheyen (Hamburg), zeigt sich erfreut über die Entscheidung des OLG Hamm. „Ich bin zuversichtlich, dass der nun angesetzten ersten Verhandlung die Beweisaufnahme folgen wird – dann geht es endlich um die Beweiskette: Ist das Überflutungsrisiko eine Folge des globalen Klimawandels und damit auch eine Folge der Emissionen der Beklagten? Das werden wir belegen.“
Saúl Luciano Lliuya ergänzt: „Ich freue mich, dass wir damit eine zweite Chance erhalten, unser Anliegen vor Gericht darzulegen. Wir wollen zeigen, warum RWE mitverantwortlich ist für die Risiken, die uns hier in Huaraz bedrohen. Wissenschaftlichen Studien zufolge wächst der See oberhalb meiner Heimatstadt wegen der beschleunigten Gletscherschmelze immer weiter an – und diejenigen, die mit ihren Emissionen zum Problem beitragen, wollen nichts mit unserer Notlage zu tun haben? Man muss kein Jurist sein um zu erkennen, dass das Unrecht ist.“

Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, ergänzt: „Das Verfahren ist ein Präzedenzfall. Saúl Luciano Lliuya möchte erreichen, dass RWE seinem Anteil an der Verursachung des Klimawandels entsprechend für Schutzmaßnahmen an einem Gletschersee oberhalb der Andenstadt Huaraz aufkommt. Dieses Verfahren hat große Bedeutung für viele weitere vom Klimawandel bedrohte Menschen weltweit.“ Dem Teil der Stadt, in dem Luciano Lliuya und seine Familie wohnen, droht wegen der durch den Klimawandel beschleunigten Gletscherschmelze akute Flutgefahr. Ein Abbruch des schmelzenden Gletschers über dem vollen See könnte zu einer verheerenden Flutwelle führen, von der laut Studien bis zu 50.000 Menschen direkt betroffen wären. RWE lehnt die Forderung jedoch ab.
Germanwatch unterstützt Luciano Lliuyas Anliegen und berät ihn. Für die Anwalts- und Gerichtskosten des Klägers in diesem Musterverfahren tritt die Stiftung Zukunftsfähigkeit ein und ruft zu Spenden auf.

Weitere Informationen und Hintergründe zum „Fall Huaraz“: http://germanwatch.org/de/der-fall-huaraz

Terminhinweis: Verhandlung am OLG Hamm, 13.11., 12:30 Uhr
Kontakt für Medien:
Stefan Küper
Pressesprecher Germanwatch
(Kontakt s.u., am Vormittag per Handy)

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Stefan Küper
Pressesprecher

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Nachhaltigkeit trifft Bank

Pressemeldung

Alzey, Nürnberg, 11.05.2017

Die erste umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands verleiht den alternativen Gesundheitspreis an die UmweltBank AG in Nürnberg.
Preis zeichnet ökologisches Engagement sowie Gesundheitsförderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

„Es gibt nur wenige Bankhäuser, die sich dem Thema Nachhaltigkeit so intensiv widmen, wie Sie das tun“, leitete Norbert Pasternack, Vorstand der BKK advita seine Laudatio ein. Der von der BKK advita gestiftete alternative Gesundheitspreis 2016 wurde am 9.5.2017 der UmweltBank AG in Nürnberg verliehen. Sie erhielt den Preis für Ihr Engagement in den Bereichen Umweltmanagement und Mitarbeitergesundheit. „Die Bank zeigt, dass es auch ethisch korrekt zugehen kann“, Pasternack weiter, „und sie vergisst dabei nicht, dass die Mitarbeitergesundheit mit einer intakten Umwelt zusammenhängt“.

Neben einer Vielzahl umweltfreundlicher Aspekte, die das Handeln der Bank bestimmen, setzt diese sich bereits seit vielen Jahren intensiv für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. „Wir setzen intern die gleichen Maßstäbe an unserer Aktivitäten, wie wir das auch mit den geförderten Projekten tun“, so Goran Bašić, Vorstand der Bank.

Das sind beispielsweise ökologische Dienstreisen, aber auch ein kostenloses ÖPNV Ticket für die Festangestellten. Hinzu kommen kostenlose Sportkurse oder eine firmeninterne Aktion „Banker on Bike“, die die Mitarbeitergesundheit im Unternehmen fördern soll. Die umweltfreundliche Beschaffung bei Lebensmitteln, Möbeln, Arbeitsmitteln und der Bezug von Ökostrom runden die breite Palette der Aktivitäten ab. Und obwohl die Bank einen Kodex „Qualität vor Quantität“ in der Kundenberatung streng befolgt, so glänzt sie doch mit sehr guten Geschäftsergebnissen.

„Mit unserem neuen Gesundheitspartner BKK advita haben wir nun auch die Betriebliche Gesundheitsförderung weiter professionalisiert“, freut sich Stefan Weber, ebenfalls Vorstand der UmweltBank AG.

Pressekontakt:
Dr. Gabriele Ackermann
Leiterin Kunden und Marketing
BKK advita
gabriele.ackermann@bkk-advita.de
0174 329 9658

Über den Alternativen Gesundheitspreis

Die BKK advita zeichnet seit 2012 kleine bis mittlere Unternehmen, deren Gesundheitsmanagementkonzepte eine Verbindung zu ökologischen Aspekten herstellen und die dazu beitragen, dass die Gesundheit und die Motivation der Mitarbeiter in den Unternehmen gesteigert werden, mit dem alternativen Gesundheitspreis aus. Die Systematik der Verleihung hat 2016 einen Relaunch erfahren. Während zuvor der Preis im Bewerberverfahren durch eine Jury festgelegt wurde, wird der Preis nun direkt an Unternehmen verliehen, die sich zudem im Betrieblichen Gesundheitsmanagement nachhaltig engagieren.

Ziel ist es, vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen dazu zu animieren, interessante und nachhaltige Gesundheitskonzepte zu installieren.

Über die BKK advita

Die BKK advita ist die erste umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands. Im Fokus stehen hierbei die Verbindung zwischen Umwelt und Gesundheit sowie der Gedanke der Nachhaltigkeit. So werden schulmedizinische Leistungen durch eine Vielzahl natürlicher und auf Nachhaltigkeit ausgelegter Behandlungsangebote, wie beispielsweise Homöopathie, Osteopathie, Biofeedback oder Leistungen der Naturheilzahnkunde ergänzt. Langfristig angelegte Vorsorge- und Präventionsleistungen dienen dem persönlichen Gesundheitsmanagement der Versicherten. Werber können Ihre Prämie für Baumpatenschaften spenden und die Zusammenarbeit im Finanzsektor erfolgt mit nachhaltig orientierten Banken. Der Ökostrombezug sowie die Reduktion von Verbrauchsgütern runden die Klimaschutzaktivitäten ab.

Der Sitz der BKK advita befindet sich in Mainz, die Hauptverwaltung befindet sich im rheinhessischen Alzey. Ursprünglich war sie eine Betriebskrankenkasse nur für die Mitarbeiter von drei Unternehmen (Schott AG, Carl Zeiss AG und KSB AG). Seit Ende 2010 ist die BKK advita nachhaltig ausgerichtet und bietet ihre Leistungen als geöffnete Krankenkasse bundesweit an. Weitere Informationen finden Sie unter www.bkk-advita.de.