15.000 € für biologisch-dynamische Landwirtschaft – tegut… und seine Kunden unterstützen

Medienmitteilung vom 21. Februar 2017
tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG

Auf der BioFach Messe in Nürnberg übergab der tegut… Geschäftsführer Thomas Gutberlet zusammen mit Thorsten Heil am 16. Februar eine Spende von 15.000 € an den Kultursaat e.V.. Der Leiter des Obst- und Gemüseeinkaufes freut sich, als Handelsunternehmen gemeinsam mit den Kunden einen Beitrag zur Stärkung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und zum Erhalt der Sortenvielfalt leisten zu können.

Biologisch-dynamische Produkte erfreuen sich steigender Beliebtheit
Michael Fleck bedankte sich: „Unsere Züchter bearbeiten alle wichtigen Gemüsearten“. Laut dem Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins Kultursaat fließe die Spende von tegut… und seinen Kunden in konkrete Sortenentwicklungsprojekte: „So unterstützen die Käufer des Saatgutes von Beginn an über den Entstehungsprozess bis hin zur Markteinführung“. Gutberlet freut sich, dass die Kunden bewusst zu biologisch-dynamischen Produkten und Saatgut ohne CMS greifen, und das trotz des breiten konventionellen Angebotes. Pro gekaufter Tüte Saatgut werden 0,25 € gespendet.

Bildquelle: Christoph Bollessen
Bildunterschrift: Gemeinsam für biologisch-dynamische Züchtung: Thomas Gutberlet überreicht die Spende von 15.000 € an Michael Fleck.
Von links: Thomas Gutberlet, tegut… Geschäftsführer; Petra Boje, Vorstand Bingenheimer Saatgut, Thorsten Heil, Bereichsleiter Obst- und Gemüseeinkauf tegut…, Michael Fleck, Geschäftsführer Kultursaat e.V. und André Wagner, stellvertretender Bereichsleiter Obst- und Gemüseeinkauf tegut…

Über tegut…
Die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG ist ein Handelsunternehmen mit rund 280 Lebensmittelmärkten in Hessen, Thüringen, Bayern sowie Göttingen, Mainz, Stuttgart und Ludwigsburg. Das Angebot frischer und ökologischer Lebensmittel, regionaler Bezug sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden stehen im Fokus des Vollsortimenters.
Bis zu 23 000 Produkte
tegut… bietet seinen Kunden rund 23 000 Produkte (gängige Markenprodukte sowie Eigenmarken in den Preis- und Qualitätsstufen tegut… kleinster Preis, tegut… Mehrwertmarke mit tegut… Reinheitsversprechen, tegut… vom Feinsten bis hin zu tegut… Bio und der Vielzahl weiterer Bio-Marken).
Vollsortimenter mit Fokus auf Bio
1982 hat tegut… erstmals Bio-Lebensmittel in sein Sortiment aufgenommen und erwirtschaftet heute mit über 3 000 Bio-Produkten 25,3 % seines Umsatzes. tegut… betreibt drei unterschiedliche Konzepte: Derzeit 122 Supermärkte (in Eigenregie mit 800 qm bis 2 500 qm Verkaufsfläche als Vollsortimenter mit bis zu 23 000 Artikeln), 120 inhabergeführte Nahversorger (mit bis zu 800 qm Verkaufsfläche und rund 7 500 angebotenen Artikeln) sowie 30 „tegut… Lädchen für alles“ (ab 120 qm auf dem Land und in Stadtquartieren mit rund 4 200 Produkten zur Nahversorgung).
Teil der Migros Zürich
Seit 2013 ist tegut… ein Teil der Genossenschaft Migros Zürich. 2016 beläuft sich der Netto-Umsatz auf 996 Mio. Euro (Vorjahr 980,9 Mio. Euro). Die Flächenproduktivität wurde 2016 um 1,2% gesteigert. Insgesamt sind 5.780 Menschen in den Märkten, den Logistikzentren und den Zentralen Diensten in Fulda für tegut… tätig. Weitere Informationen finden Sie unter www.tegut.com oder unter www. facebook.com/tegut

Ansprechpartnerin für die Medien:
Stella Kircher

Leitung Unternehmenskommunikation
Fon: 0661-104 641, Fax: 0661-104 990 641
kircher_s@tegut.com
tegut… gute Lebensmittel, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda




ECOVIN blickt auf eine erfolgreiche Biofach 2017 zurück

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 22. Februar 2017. Die Biofach in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bioprodukte. Jedes Jahr im Februar ist sie der Treffpunkt der Ökobranche. Mehr als 50.000 Menschen besuchten die Biofach und Vivaness (eine Messe für Naturkosmetik, welche parallel stattfand) in diesem Jahr.
ECOVIN war mit 12 Weingütern dabei und der zentrale Ansprechpartner in der seit letztem Jahr auf der Messe existierenden Erlebniswelt WEIN. Insgesamt konnten Weine von mehr als 300 Winzern verkostet werden. Neben den zahlreichen Winzerinnen und Winzern war auch der Bioweinhandel vertreten. Zwei offene Verkostungszonen luden zum Probieren ein.
Zentraler Anlaufpunkt in der Erlebniswelt WEIN war ein Vortragsbereich. Hier wurde ein kurzweiliges Programm angeboten. Jörg Hurrle, Seminarleiter bei Riegel Bioweine, gab in einer geführten Verkostung einen sehr guten Überblick zum Thema „Welcher Wein zu welchem Essen? Eine gelungen Kombination leicht gemacht“. Zum Feierabend-Schoppen am ersten Messetag wurden von ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas vier ausstellende Winzer mit je zwei Weinen vorgestellt.
Am zweiten Messetag stand die Ökozertifizierung bei Fachhandel und Gastronomie auf dem Programm. Brigitte Dierckes von der Gesellschaft für Ressourcenschutz vermittelte Wissenswertes aus erster Hand.
Unter dem Titel „Biowein und Klimaschutz“ stellten Dr. Kerstin Fröhle von der Bodenseestiftung und Ralph Dejas das ECOVIN Biodiversitätsprogramm vor. In der Weiterentwicklung wird dieses Maßnahmenpaket an den mediterranen Raum angepasst.
Die Preisverleihung des Mundus Vini Biofach Wettbewerbs stand anschließend auf dem Programm. Christoph Meininger und Christian Wolf vom Meininger Verlag übergaben die Urkunden an die Siegerweingüter. Auch zahlreiche ECOVIN Weingüter waren wieder mit dabei.
Einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Eine Auswahl an Siegerweinen präsentierte Wolfram Römmelt in insgesamt drei Tastings am Donnerstag (Weißwein), Freitag (Rotwein) und Samstag (Schaumwein).
Am Freitag wurde der biodynamische Weinbau bei der Veranstaltung „Demeter im Dialog“ näher beleuchtet. Nina Weis vom Demeter e.V. war hier im Gespräch mit Hartmut Heinz (Weingut im Zwölberich) und Paulin Köpfer (ECOVIN Weingut Zähringer).

Das Thema Pflanzenschutz treibt die Biowinzer seit dem letzten Jahr besonders um. Dr. Hermann Pilz vom Meininger Verlag moderierte eine Diskussionsrunde mit Beteiligung von Peter Riegel (Riegel Bioweine), Georg Forster (ECOVIN Weingut Georg Forster), Dr. Uwe Hofmann (Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten), Dietmar Johnen (Bündnis90/Die Grünen) und Ralph Dejas (ECOVIN). Hier wurde klar: Der Bioweinbau in Europa braucht gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen! Die Strategie in Deutschland und Österreich bspw. die europaweit zugelassene Kupfermenge von 6kg auf 3 kg pro Hektar und Jahr herabzusetzen, kann nur funktionieren, wenn das seit 2013 nicht mehr zur Verfügung stehende Kaliumphosphonat (KP) wieder zugelassen wird. Dies fordern die Verbände seit geraumer Zeit. Andere Länder wie Frankreich oder Italien dürfen die maximale Kupfermenge ausnutzen.
Ihnen steht ein sogenanntes Kupferkonto zu Verfügung. „Sollte es auf europäischer Ebene vorerst keine Zulassung von KP geben, muss eine Pflanzenschutzstrategie nach französischem Vorbild auch in Deutschland eingeführt werden. Alles andere schafft nur Missmut in der Branche“ kommentiert Ralph Dejas die aktuell prekäre Situation.

Die Meldung im pdf-Format und Bilder finden Sie auf unserer Homepage.
http://ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-blickt-auf-eine-erfolgreiche-biofach-2017-zurück

Pressekontakt

Susanne Sommer
Kommunikation und Projekte

Sie erreichen mich üblicherweise Mo.-Do. 8 – 16 Uhr & Fr. 8 – 14 Uhr

ECOVIN
Bundesverband Ökologischer Weinbau
Wormser Str. 162
55276 Oppenheim
T + 49 (0)61 33 16 40 | F + 49 (0)61 33 16 09
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Geberkonferenz in Oslo – Sieben Millionen Menschenleben in Zentralafrika bedroht

Oxfam und Norwegischer Flüchtlingsrat appellieren an Geberländer, ihre Hilfszusagen massiv aufzustocken

Berlin, 23.02.2017. Ohne eine deutliche Aufstockung der humanitären Hilfe bedrohen Hunger und Mangelernährung das Leben von über sieben Millionen Menschen in Zentral- und Westafrika. Davor warnen Oxfam und der Norwegische Flüchtlingsrat im Vorfeld einer Geberkonferenz, die am 24. Februar in Oslo stattfindet. Die Organisationen fordern von Geberländern deutlich mehr Finanzmittel für Nothilfe-Maßnahmen in der Tschadsee-Region.

Ausrichter der Konferenz sind Norwegen, Deutschland, Nigeria und die Vereinen Nationen. Sie veranschlagen eine Summe von 1,5 Milliarden US-Dollar, um die Hungerkrise in den Griff zu bekommen. Im vergangenen Jahr war der entsprechende Hilfsaufruf der Vereinten Nationen mit nur 52 Prozent stark unterfinanziert.

Marion Lieser, Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland, die an der Regierungskonferenz in Oslo und am Forum der Zivilgesellschaft am Tag vorher teilnimmt, erklärt dazu: „Die Gefahr einer Hungersnot ist im Nordosten Nigerias ganz real. Nach Jahren der Gewalt sind Millionen Menschen am Ende ihrer Kräfte. Sie können keine Nahrungsmittel anbauen oder kaufen, sind von humanitärer Hilfe abgeschnitten. Viele sind bereits gestorben.“

„Humanitäre Hilfe konnte die Lebenssituation vieler Menschen verbessern. Doch ohne zusätzliche Finanzmittel und den dringend nötigen Zugang zu Gebieten, in denen Menschen von Hilfslieferungen abgeschnitten sind, werden Hunger und Mangelernährung zunehmen, was viele Menschen das Leben kosten wird.“

Elf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

Ursprung der Krise ist der Konflikt zwischen nigerianischem Staat und der islamistischen Gruppierung Boko Haram. Dieser hat sich in den vergangenen vier Jahren intensiviert und nach Niger, Tschad und Kamerun ausgebreitet. Über 2,6 Millionen Menschen, davon 1,5 Millionen Kinder, sind auf der Flucht, und fast elf Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. In Borno, einem Bundesstaat im Nordosten Nigerias, könnten bis zu 400.000 Menschen Hunger leiden.

Zwar haben die nigerianischen Regierungstruppen Gebiete von Boko Haram zurückerobert, die fragile Sicherheitslage und anhaltende Gewalt in diesen Gebieten behindern Oxfam und andere Hilfsorganisationen jedoch dabei, die notleidenden Menschen zu erreichen. Einige Gebiete sind wegen andauernder Kämpfe oder weil sie von Boko Haram kontrolliert werden noch immer völlig unzugänglich für humanitäre Organisationen.

Menschenrechtsverletzungen halten an

Viele Menschen sind weiterhin Menschenrechtsverletzungen und Bedrohungen ausgesetzt, darunter sexuelle Gewalt, Entführungen, Folter, Mord, Zwangsrekrutierungen und willkürliche Verhaftungen. Im Nordosten Nigerias ist Schätzungen zufolge jede dritte Frau von sexueller Gewalt betroffen.

Militärische und politische Ziele beim Kampf gegen Boko Haram dominieren gegenüber humanitären Zielen. Es hat zu lange gedauert, bis Regierungen, Hilfsorganisationen und Geberländer auf die Krise reagiert haben. Inzwischen ist aber eine große Nothilfeoperation im Gange, durch die viele Menschenleben gerettet werden konnten.

Weiterführende Informationen:

• Die Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland, Marion Lieser, nimmt am Freitag (24.2.) an der Regierungskonferenz in Oslo sowie am Donnerstag (23.2.) am Forum der Zivilgesellschaft teil. Informationen zur Regierungskonferenz unter http://oslohumanitarianconference2017.org
Interviewanfragen bitte an: Steffen Küßner, 030-453069-710, 0177-8809977, skuessner@oxfam.de

• Am Tag vor der Regierungskonferenz findet ein Forum der Zivilgesellschaft statt. Mehr Informationen unter http://www.oslohumanitariancivilsocietymeeting2017.org

• Aus Anlass der Oslo-Konferenz haben mehrere internationale Hilfsorganisationen in der vergangenen Woche eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, „Seven Steps to Saving Lives and Assisting People in Nigeria and Lake Chad Basin“. Themen sind: humanitärer Schutz und Zugang zur Zivilbevölkerung; dringender Handlungsbedarf speziell in den Bereichen Ernährungssicherung und Bildung; Koordinierung der Nothilfe vor Ort;Minimalstandards für die Rückkehr von Binnenvertriebenen und Stärkung der lokalen Widerstandsfähigkeit. http://www.oslohumanitariancivilsocietymeeting2017.org/programcivil.cfm

Pressekontakt:

Steffen Küßner, Tel.: 030-45 30 69 710, E-Mail: skuessner@oxfam.de

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 19 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern.

Mehr unter www.oxfam.de

Oxfam Deutschland e.V.
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland




In 80 Tagen um die Waldorf-Welt – „Zukunftsblick“ Bulli Tour | Ehemalige Freiwillige besuchen Schulen in ganz Deutschland

Egal ob in Deutschland, Europa oder weltweit – zahlreiche Freiwilligendienstleistende blicken begeistert auf ihr Freiwilligenjahr zurück.
Zukunftsblick ist eine Initiative von den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners, die Schüler*innen inspirieren und über einen möglichen Weg nach der Schule informieren will. Ehemalige Freiwillige, die in Einrichtungen in Deutschland und weltweit tätig waren und nun wieder zurück sind, berichten in Schulen von den Erfahrungen ihres Freiwilligendienstes.
Mit einem VW-Bulli, einem Schatz an Erfahrungen und Bildern sowie einem Moderationskoffer und Infomaterial gehen sie von März bis zu den Sommerferien auf Tour und wollen mit dem „Zukunftsblick“ einen Raum für Oberstufenschüler*innen an ca. 100 schaffen.

Für Schüler*innen ist es heute schwerer denn je zu wissen, wie es nach der Schule weitergehen soll. Zu viele Ansprüche, Karrieretipps und Möglichkeiten versperren den Weg zu sich selbst und der eigenen Berufung. Aufgewachsen in einer auf Perfektion getrimmten Gesellschaft, in der es alles im Überfluss gibt, ist es nicht leicht den Ort zu finden, an dem man wirklich gebraucht werde. „Macht das Sinn?“ ist die alles bestimmende Frage. Neben Infoveranstaltungen und Präsentationen bieten die Ehemaligen auch interaktive Zukunfts-Workshops oder Projekttage an. Die Schüler*innen beschäftigen sich mit der eigenen Biografie und entwicklungspolitischen Themen. Sie erfahren, wo sie als Freiwillige gebraucht werden und wie sie aus einer neuen Perspektive die Welt entdecken können.

Freiwilligendienste sind eine Welt zum Mitgestalten und Zusammenarbeiten. Sie bieten die Chance persönlich zu wachsen und Orientierung bezüglich des Ausbildungs- und Berufswegs zu finden.
Die Initiative Zukunftsblick bringt diese Welt nun in die Schulen.

Ist ihre Schule schon dabei? Melden Sie jetzt Ihr unverbindliches Interesse an: http://freunde-waldorf.de/zukunftsblick
Kontakt Presse:
Christoph Herrmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Freiwilligendienste
Tel.: 0721-354806 140
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.herrmann@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Freiwilligendienste
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger @freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de




Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften aufgefordert – IHK Frankfurt am Main hat Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit eingerichtet

Die IHK Frankfurt am Main hat die Mitgliedsunternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften aufgefordert. „Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung, sondern ein Konzept, unsere Art zu leben und zu wirtschaften zukunftsfähig zu machen,“ heißt es in einem Positionspapier, das die IHK-Vollversammlung verabschiedet hat.
Der Klimawandel, ein verändertes Verständnis von Wohlstand und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen stellen neue Herausforderungen. Auch die Europäische Union verlangt von Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2017 eine Berichterstattung zur Nachhaltigkeit. Große kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Kreditinstitute und Versicherungen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind direkt, kleine und mittlere Unternehmen über die Zulieferketten indirekt davon betroffen. Beispielsweise können Unternehmen darüber berichten, ob und wie sie sicherstellen, dass die Zulieferer grundlegend Menschenrechte einhalten oder inwieweit bereits Leistungsindikatoren wie etwa Umweltkennzahlen bestimmt wurden.

„Vor diesem Hintergrund haben wir in der IHK Frankfurt einen Prozess angestoßen, um die Aufgabenstellung des nachhaltigen Wirtschaftens für die Unternehmen in unserer Region zu übersetzen“, so Marlene Haas, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt. In einer Arbeitsgruppe, in der Vertreter aller relevanten Branchen beteiligt waren, wurde ein Positionspapier „Nachhaltiges Wirtschaften“ entwickelt. Am 14. Dezember 2016 hat die IHK-Vollversammlung das Papier einstimmig angenommen. Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck. „Unter nachhaltigem Wirtschaften versteht die IHK Frankfurt am Main einen Prozess, in dem Unternehmen ihr Kerngeschäft wirtschaftlich erfolgreich, aber auch sozial und ökologisch verantwortlich, betreiben und dabei ihre gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben“, ergänzt Haas.
In welcher Art und Weise Unternehmen ihre Aktivitäten nachhaltig ausrichten, hängt auch von der Größe sowie den Branchen und Märkten ab, in denen sie agieren. Die Leitfragen, die sich Unternehmen auf dem Weg des nachhaltigen Wirtschaftens zu stellen haben, sind: Was sind die wesentlichen Handlungsfelder, in denen ein Unternehmen Verantwortung übernehmen kann und will? Welche Anspruchsgruppen beeinflussen das unternehmerische Handeln? Warum ist das Unternehmen erfolgreich am Markt und welchen Beitrag wird mit dem Unternehmen am Markt für das Gemeinwohl getan.

„Es ist uns wichtig, Unternehmen Mut zu machen, sich auf den Weg des nachhaltigen Wirtschaftens einzulassen. Dabei ist es ratsam, nicht alles gleichzeitig anzupacken, sondern Wesentliches zu identifizieren und damit anzufangen“, sagt Jens Scheller, Geschäftsführer des Freilichtmuseum Hessenpark GmbH, als Teilnehmer der Arbeitsgruppe Nachhaltiges Wirtschaften. „Nachhaltigkeit ist nicht nur eine abstrakte Sache, sondern muss auf jede spezifische unternehmerische Situation angepasst werden.“

„Die Impulse aus dem Positionspapier werden wir breit in die Unternehmerschaft tragen“, sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt. Auch die IHK selbst werde sich in die Pflicht nehmen. Zur Bündelung der Aktivitäten rund um das Thema Nachhaltigkeit ist seit Beginn des Jahres in der IHK ein Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit eingerichtet worden.

Das Positionspapier steht unter folgendem Link zum Download bereit: www.frankfurt-main.ihk.de/NH

Kontakt:

Pressestelle der IHK Frankfurt am Main und der
IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen
Pressesprecher: Reinhard Fröhlich
Fon: +49 69 2197 1254
E-Mail: r.froehlich@frankfurt-main.ihk.de

Pressereferentin: Anne Waldeck
Fon: +49 69 2197 1584
E-Mail: a.waldeck@frankfurt-main.ihk.de

IHK Frankfurt am Main
Börsenplatz 4
60313 Frankfurt am Main

Besuchen Sie uns auf:
http://www.frankfurt-main.ihk.de




Bundespreis Ecodesign 2017 – Überzeugen Sie mit umweltverträglichen Produkten, nachhaltigem Service Design und zukunftsweisenden Konzepten!

Bis zum 10. April 2017 können Sie sich online um den Bundespreis Ecodesign 2017 bewerben!

Der vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt ausgelobte Bundespreis Ecodesign ist die höchste Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland. Er zeichnet nachhaltige und herausragend gestaltete Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus. Gestalterische und ökologische Aspekte werden gleichwertig bewertet.

Neben umweltverträglichen Produkten, spielen durchdachte Dienstleistungen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft eine immer größere Rolle. Beim Bundespreis Ecodesign sind – neben bereits auf dem Markt erhältlichen Produkten – auch Ideen und Konzepte, Services oder Produkt-Dienstleistungsangebote gesucht, die wegweisend sind. Diese können greifbar oder virtuell, erlebnisorientierter oder praktischer Natur sein. Zeigen Sie uns Ihre Version einer weniger rohstoff- und stärker dienstleistungsbasierten Zukunft!

Zum Beispiel müssen neue Arten der Organisation und Mobilität gedacht werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher wieder enger an regionale Produkte und Dienstleistungen zu binden – wie es etwa das von der Scholz & Volkmer GmbH ins Leben gerufene Kiezkaufhaus (nominiert 2016) tut.

Zum Beispiel können auch kleine Gesten wie Aufkleber an Briefkästen, die Nachbarn zum Teilen einladen, schon Großes bewirken – wie das Projekt Pumpipumpe (prämiert 2013) des Meteor Collectif zeigt.

Zum Beispiel kann aus einem Konzept für ein umwelt- und fahrerfreundliches Nutzfahrzeug für die Deutsche Post Realität werden – wie es die Erfolgsgeschichte der von Poschwatta Automotive Design konzipierten StreetScooter (prämiert 2014) beweist.

Zum Beispiel kann ein Leasingsystem für Jeans gleichzeitig Nutzerbedürfnisse bedienen und die Umwelt schonen – wie LEASE A JEANS / COTTON LEASE (nominiert 2015) von MUD Jeans International BV deutlich macht.

In unserer Online-Ausstellung mit den nominierten und prämierten Beiträgen der vergangenen Jahre finden Sie weitere Beispiele.

Bewerbung
Der Wettbewerb ist in vier Kategorien ausgeschrieben: Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs.
Eine Vorschau des Bewerbungsbogens sowie eine Kurzinformation zum Preis finden Sie im Downloadbereich. Hintergrundinformationen zum Thema Ecodesign sowie eine Übersicht der wichtigsten Ecodesign-Kriterien können Sie ebenfalls auf der Internetseite des Bundespreises Ecodesign einsehen.

Bewertungsverfahren
Die Qualität der Einreichungen wird in einem mehrstufigen Verfahren von Expertinnen und Experten aus dem Umweltbundesamt, dem Projektbeirat und der interdisziplinär besetzen Jury bewertet.
Innovationsgehalt, Gestaltungsqualität und Umwelteigenschaften stehen bei der Bewertung im Vordergrund. Auch Auswirkungen auf die Alltagskultur sowie das Verbraucherverhalten werden berücksichtigt. In jeder Kategorie können mehrere Preise vergeben werden.

Auszeichnung und Benefits
Nach der Preisverleihung durch die Bundesumweltministerin werden die nominierten und prämierten Beiträge öffentlichkeitswirksam in verschiedenen Medien, in einer Online-Ausstellung auf der Internetseite des Bundespreises Ecodesign sowie in einer Wanderausstellung auf Messen und in Museen präsentiert. Renommierte Medienpartner aus dem Design- und Wirtschaftsbereich werden über die ausgezeichneten Projekte berichten. Die Preisträger/-innen und Nominierten erhalten für Ihre Einreichung eine Auszeichnung in der jeweiligen Kategorie sowie das Recht, damit zu werben. Die Gewinner/-innen des Nachwuchspreises erhalten zusätzlich einen Geldpreis in Höhe von 1.000 Euro.
Hier finden Sie einen Überblick über die Benefits.

Fristen und Termine
Anmeldefrist: bis 10. April 2017
Bewertung durch das Expertengremium und Vorauswahl: bis Anfang Juli 2017
Jurysitzung: 11. September 2017 im Kunstgewerbemuseum in Berlin
Preisverleihung: 27. November 2017 im Bundesumweltministerium in Berlin

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung unter:
bundespreis-ecodesign.de




Vegan Street Day 2017 – tierfreundlich feiern in Stuttgart und Dortmund

Das größte und älteste vegane Straßenfest Deutschlands findet am 4. Juni in Stuttgart und am 12. August in Dortmund statt.

Stuttgart und Dortmund, 21.02.2017: Auch 2017 findet wieder der Vegan Street Day (VSD) –Deutschlands größtes und ältestes veganes Straßenfest – in Stuttgart und Dortmund statt. Tierrechtsorganisationen informieren den ganzen Tag über ihre Arbeit, Veganismus und Tierrechtsthemen. Ein umfangreiches Bühnenprogramm bietet Spaß und Unterhaltung. Nicht-vegan lebende Menschen sind ausdrücklich willkommen. Der VSD findet in Stuttgart am Pfingstsonntag, den 4. Juni und in Dortmund am Samstag, den 12. August statt.

Der VSD in Stuttgart präsentiert die abwechslungsreiche und leckere vegane Lebensweise.

Beim VSD in Stuttgart können alle Besucher und Besucherinnen an rund 90 Informations- und Verkaufsständen vegane Produkte erwerben, ein umfangreiches Bühnenprogramm mit Kochshows, Live-Musik, bunten Showeinlagen und Vorträgen erleben, sowie Tipps und Informationen zur tierfreundlichsten Lebensweise erhalten. Neben internationalen Leckereien und veganen Bio- und Rohkost-Spezialitäten werden auch tierversuchsfreie Kosmetik, Haushaltsartikel, T-Shirts und lederfreie Produkte und Accessoires wie Gürtel und Schuhe angeboten. Die ganztägige Ausstellung „Vegan Street Art“ und ein eigener Bereich mit Kinderprogramm komplettieren wie immer das Angebot.

Der VSD in Dortmund stellt den politischen Veganismus und Tierrechtsaktivismus in den Mittelpunkt.

Der Fokus des Dortmunder VSD liegt wie bereits letztes Jahr auf politischem Veganismus und Tierrechtsaktivismus. Aber auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Kostproben – wie veganer Käse und Pflanzenmilch – sollen Passantinnen und Passanten davon überzeugen, wie lecker die vegane Lebensweise ist. Ein Bühnenprogramm mit Vorträgen und Livemusik sowie ein eigener Kinderbereich komplettieren das Angebot. „Die unermessliche Gewalt an den sogenannten Nutztieren werden wir nicht durch individuellen Konsum allein beenden. Der VSD soll dazu anregen, sich aktiv für eine tierfreundliche Gesellschaft einzusetzen“, erklärt Sandra Franz, Pressesprecherin des Veranstalters Animal Rights Watch.

Zwei Städte – zwei Termine

Jeweils 11 Uhr geht los: zunächst am Pfingstsonntag, den 4. Juni auf dem Stuttgarter Markt- und Schillerplatz. Am Samstag, den 12. August folgt dann bereits zum zwölften Mal der „Klassiker“ in Dortmund auf dem Reinoldikirchplatz. Organisiert wird das Event von der Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch e.V. (ARIWA).

Die Aussteller- und Programmübersichten finden Sie jeweils wenige Wochen vorab auf: www.vegan-street-day.de.

Pressefotos:

www.vegan-street-day.de/presse

Pressekontakt:

Sandra Franz: E-Mail: presse@vegan-street-day.de, Mobil: +49 1577 6633353

Veranstalter:

Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) ist eine gemeinnützige, bundesweit tätige Tierrechtsorganisation. ARIWA deckt die Zustände in der Tierindustrie auf und fördert eine tierfreundliche, vegane Lebensweise. Die bundesweit verteilten Ortsgruppen führen Kampagnen und Aktionen gegen Tierausbeutung und für die Anerkennung von Tierrechten durch.




Neue SÜDWIND-Studie erschienen: „Nachhaltigkeit braucht Gerechtigkeit. Die Bedeutung existenzsichernder Löhne und Einkommen für eine Green Economy“

Pressemitteilung

Bonn, 21. Februar 2017: Unsere Weltwirtschaft kann und wird erst dann nachhaltig sein, wenn nicht nur ökologische Kriterien in allen Wertschöpfungsketten eingehalten werden, sondern auch grundlegende Menschenrechte. Das wird gestützt von den Ergebnissen einer heute vorgelegten SÜDWIND-Studie, die den Aspekt existenzsichernder Löhne und Einkommen thematisiert. Demnach sind zwar bei der Definition existenzsichernder Löhne und Einkommen erhebliche Fortschritte erzielt worden, es mangelt aber noch an einer flächendeckenden Umsetzung.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) fordert ein verändertes Wirtschaftssystem, eine „Green Economy“, die zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise führen soll. Dabei sollen ökologische Reformen mit sozialen Verbesserungen verknüpft werden. „Endlich wird anerkannt, dass eine Transformation der Weltwirtschaft nur dann nachhaltig sein kann, wenn ökologische Verbesserungen von sozialen Fortschritten begleitet werden“, sagt Friedel Hütz-Adams, Autor der Studie. In den vergangenen Jahren haben sich parallel zu den Diskussionen über eine ökologisch orientierte Transformation die Auseinandersetzungen darüber intensiviert, welche Verantwortung Unternehmen in ihren Wertschöpfungsketten für die Einhaltung von Menschenrechten haben.„Ein zentraler Aspekt bei der Umsetzung von grundlegenden Menschenrechten ist die Zahlung existenzsichernder Löhne für Beschäftigte sowie existenzsichernder Einkommen für selbständige Bäuerinnen und Bauern. Ohne existenzsichernde Löhne und Einkommen werden sich Armut, Hunger und ein fehlender Zugang zu Bildung und Gesundheit nicht dauerhaft reduzieren lassen“, so Hütz-Adams weiter.

In verschiedenen Branchen wird derzeit versucht, die Höhe existenzsichernder Löhne und Einkommen festzulegen. Diese Bemühungen werden in der Studie erörtert und erste Ergebnisse zusammengefasst. Dabei zeigen sich in einigen Bereichen bereits erhebliche Fortschritte bei der Definition dessen, was „existenzsichernd“ bedeutet und was erforderlich ist, um eine Existenzsicherung zu erreichen. „Es bleibt viel zu tun. Alle Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette werden bei der Umsetzung des grundlegenden Menschenrechts auf existenzsichernde Löhne und Einkommen mitarbeiten müssen, denn es wird deutliche Veränderungen in Wertschöpfungsketten geben. Dies wird Einfluss auf die Preise vieler Produkte haben.“

Die von Engagement Global im Auftrag des BMZ und von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderte Studie sowie das zusammenfassende Fact Sheet sind Teil des Projekts „Green Economy“. Beide können über http://www.suedwind-institut.de/publikationen/2017/ oder info@suedwind-institut.de bestellt werden und stehen ebenfalls unter: http://www.suedwind-institut.de/publikationen/2017/ zum Download bereit.

Kontakt:
Friedel Hütz-Adams
Telefon: 0228- 763698-15
E-Mail: huetz-adams@suedwind-institut.de




So wichtig wie Essen und Trinken – Psychosoziale Hilfe für traumatisierte Kinder

Seit 2011 kommt es in Syrien und den angrenzenden Gebieten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Opfer dieser Kämpfe sind vor allem die Kinder. Die meisten von ihnen haben Unvorstellbares hinter sich und sind kaum in der Lage, ihre Erlebnisse allein zu verarbeiten. Vor allem die langfristigen Folgen, die sogenannten Traumafolgestörungen, sollten nicht unterschätzt werden. Auch Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“ bestätigt, dass die Traumata von Betroffenen zeitnah behandelt werden müssen, da man nur so Spätfolgen vorbeugen kann. Die Freunde der Erziehungskunst reisten deshalb 2013 zu einem ersten notfallpädagogischen Einsatz in die Region Kurdistan. Seither fanden bereits zahlreiche Einsätze im Nordirak statt, der zwölfte endete am vergangenen Freitag.

Inzwischen liegt der Fokus vor Ort weniger auf der akuten Krisenintervention, als vielmehr auf der traumapädagogischen Arbeit. Auch andere Hilfsorganisationen beobachten mittlerweile, dass besonders Kinder Anzeichen von posttraumatischen Belastungsstörungen, wie Angstzustände, Aggressivität oder Schlafstörungen zeigen.
In den Child Friendly Spaces und durch die notfallpädagogischen Angebote werden räumlich, sozial und psychologisch sichere Orte geschaffen, in denen sich die Kinder, trotz ihrer Fluchterfahrungen und der existentiellen Nöte, gesund entwickeln können.
Um Sicherheit und Kontinuität im Alltag erfahrbar zu machen, ist es notwendig, auch Lehrer und Eltern in die Arbeit einzubinden. Ihre eigenen Erfahrungen und die schwierigen Lebensumstände in den Lagern machen das oft nicht einfacher. Häufig befindet sich ein Elternteil noch immer in IS-Gefangenschaft; Lehrer sehen sich mit minimalen Raum- und Materialausstattungen sowie überfüllten Klassenzimmern konfrontiert. Viele haben kaum Ressourcen, Kindern die Aufmerksamkeit und Zuwendung zu geben, die diese brauchen um sich von den traumatisierenden Erlebnissen zu erholen. Das Ziel ist es, sie selbst zu stabilisieren und über traumabedingte Verhaltensauffälligkeiten und Bedürfnisse von Kindern fortzubilden. So werden den Kindern Sicherheit und Kontinuität sowie stabile Beziehungen im Alltag vermittelt und sie können psychosozial stabilisiert werden.

In den Flüchtlingscamps werden die Elternberatungen und Lehrerseminare von einem Waldorfpädagogen und einem Arzt durchgeführt. Bereits seit 2015 werden lokale Mitarbeiter kontinuierlich aus- und weitergebildet. Neben der fachlichen Ausbildung wird Wert darauf gelegt, dass die Mitarbeiter zunehmend selbstständig in ihrer Arbeit werden -durch die Verwendung ausgewählter Methoden werden sie in Workshops dazu angeregt.

Seit Herbst 2016 werden zudem Seminare für angehende Lehrer an der Universität Dohuk angeboten. Sie werden von einer erfahrenen Traumapädagogin durchgeführt, die praktischen Teile übernehmen die lokalen Pädagogen. Nach dem Einführungsseminar im November wurden nun Prinzipien und Methoden der traumapädagogischen Arbeit vertieft.

Spendenkonto
GLS Bank Bochum BLZ 430 609 67 Konto 800 800 700
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS Stichwort „Notfallpädagogik“

Kontakt Presse:
Reta Lüscher-Rieger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik Tel.: 0721-354806 140
Fax: 0721-354806 180 E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Haiti (2016) und Kurdistan-Irak (seit 2013).




Niger: Ausnahmezustand in Grenzregion zu Nigeria verschärft humanitäre Krise

[PRESSE-INFO]

Oxfam-Bericht beschreibt Auswirkungen auf den Alltag der Menschen

Berlin, 3.2.2017. In der Region Diffa im westafrikanischen Niger droht eine ernste Nahrungsmittelkrise, warnt die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam in einem aktuellen Bericht. Ein Grund ist die radikalislamische Gruppierung Boko Haram aus Nigeria, die auch auf der anderen Seite der Grenze in Niger operiert. Entscheidend ist jedoch der Ausnahmezustand, den die nigrische Regierung 2015 über die südöstliche Region Diffa verhängt hat. Seitdem sind die Haushaltseinkommen in der Region um bis zu neunzig Prozent eingebrochen.

Markus Nitschke, Referent für Krisen und Konflikte bei Oxfam Deutschland, erklärt: „Der Ausnahmezustand untergräbt die Lebensgrundlage der Menschen in Diffa. Er behindert das Wirtschaftsleben der gesamten Region. Deswegen breitet sich der Hunger immer weiter aus. Viele Menschen sind inzwischen von humanitärer Hilfe abhängig. Andere gehen erhebliche Risiken ein, damit ihre Familien überleben können. Zudem stellen die Menschen, die ihre angestammte Umgebung verlassen mussten, eine zusätzliche Belastung für diejenigen Dörfer dar, in denen sie Zuflucht gefunden haben. Der Preis, den die Bevölkerung für den Kampf gegen Boko Haram zahlt, ist zu hoch. Darum muss die Regierung den Ausnahmezustand lockern: Die Bevölkerung muss wieder in die Lage versetzt werden, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Grenzüberschreitender Handel kommt zum Erliegen

Der aktuelle Oxfam-Bericht „Red gold and fishing in the Lake Chad Basin“ beschreibt, welche Folgen der Ausnahmezustand auf den Alltag der Menschen in der Region hat: Im Zuge der Notstandsregelung wurden in Diffa Märkte geschlossen, die Fischerei im Tschadsee untersagt und der Nachschub an Düngemitteln und Treibstoff beschränkt. Damit fehlen dringend benötigte Ressourcen für den Anbau von Pfeffer, der wegen seiner wichtigen Rolle für die regionale Exportwirtschaft auch als „rotes Gold“ bezeichnet wird. Der grenzüberschreitende Handel zwischen Niger und Nigeria ist fast völlig zum Erliegen gekommen.

Zugang zu Ackerflächen massiv eingeschränkt

Massiv eingeschränkt wurde auch die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung in Diffa. Familien mussten vorübergehend ihre Dörfer und ihr Ackerland verlassen. Weite Teile der Region wurden militärisches Sperrgebiet, einschließlich des Tschadsees, und sind für die Zivilbevölkerung gesperrt.

Laut einer von Oxfam für den Bericht durchgeführten Umfrage ist der Anteil der Bevölkerung, der vom Pfefferanbau lebt, seit Beginn des Konflikts um 96 Prozent gesunken. Diejenigen, die weiterhin Pfeffer anbauen, können damit heute nur noch gut die Hälfte des Einkommens erwirtschaften, die sie vor dem Konflikt hatten. Kleinbauern und Farmpächter sagten, sie könnten heute im Schnitt nur noch ein Fünftel der Ackerfläche nutzen, die ihnen früher zur Verfügung stand.

Wer trotz Ausnahmezustand und Verbot weiterhin an der Fischerei festhält, muss sich nicht nur vor Boko-Haram-Angriffen fürchten, sondern auch davor, vom Militär aufgegriffen und angeklagt zu werden. Diese Sorge teilen auch viele kleinbäuerliche Produzent/innen, die die Grenze zu Nigeria überqueren, um sich dort Treibstoff und Düngemittel zu beschaffen, was zurzeit illegal ist.

Weiterführende Informationen:

– Link zum Bericht „Red gold and fisching in the Lake Chad Basin“: https://www.oxfam.de/system/files/report-red-gold-fishing-lake-chad-010217-en.pdf
– Der Bericht „Red gold and fishing in the Lake Chad Basin“ basiert auf der umfangreichen Oxfam-Analyse „A Modified Emergency Market Mapping Analysis and Protection Analysis: Smoked fish and dried red pepper income market systems Diffa Region, Eastern Niger“. Diese steht unter folgendem Link zum Download bereit: http://policy-practice.oxfam.org.uk/publications/a-modified-emergency-market-mapping-analysis-and-protection-analysis-smoked-fis-620163

Pressekontakt:

Steffen Küßner, Tel.: 030-45 30 69 710, 0177-8809977, E-Mail: skuessner@oxfam.de

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 18 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.200 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern.

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