Die Radlhauptstadt lädt zur Münchner Radlrallye – dem großen Kinder-Radlparcours

Presseveröffentlichung

Spaß, Bewegung und unabhängige Mobilität ­– all das bietet Kindern und Jugendlichen ihr Fahrrad. Deshalb findet am 17. September 2016 für alle radlbegeisterten Kinder und Jugendlichen im Alter von vier bis 14 Jahren und deren Familien die Münchner Radlrallye – der große Kinder-Radlparcours der Radlhauptstadt im Riemer Park statt. Von 12:00 bis 18:00 Uhr können sie auf ihrem eigenen Radl bis zu 25 verschiedene Stationen abfahren und Radl-Punkte sammeln. Dabei lernen sie Verkehrsregeln, trainieren bei Geschicklichkeitsübungen ihre Balance auf dem Fahrrad, bekommen wertvolle Radl-Tipps und treffen an den Stationen auf interessante Einrichtungen, wie Sportvereine, Feuerwehr oder Bayerisches Rotes Kreuz.

Die Münchner Radlrallye der Radlhaupstadt findet dieses Jahr zum ersten Mal statt und führt damit das erfolgreiche Konzept des vorherigen Fahrradparcours TruRieRad fort.

Diese und weitere abwechslungsreiche Checkpoints freuen sich auf den Besuch der jungen Radlerinnen und Radler:

Los geht die Münchner Radlrallye beim Online-Museum des Flughafen Riem mit einem fliegenden Rückblick in die Vergangenheit. Beim Bikepolo ist Geschicklichkeit gefragt, wenn die vier- bis 14-Jährigen mit Radl und einer Art Hockeyschläger ausgerüstet dem Ball hinterherjagen. Die Slackline-Station fordert Balance und Körpergefühl. „Wasser Marsch“ heißt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Riem. Hier schlüpfen die Kinder und Jugendlichen in Feuerwehruniformen und dürfen ein echtes Feuer löschen. An der TruRieRad-Station bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Eindruck von den Ursprüngen der Veranstaltung und paddeln in Kajaks um eine überdimensionale Piraten-Figur auf dem Riemer See. Spaß an einem fairen Umgang miteinander und Tipps zur Selbstverteidigung zeigt Horst Wodarz von WingRevolution. An der Station „Cornholes“ braucht es Geschick, wenn mit Maissäckchen um die Wette geworfen wird. Dass es gar nicht so leicht ist, beim Radfahren immer die Balance zu halten, zeigt die Station „Stop and Balance“, bei der die Kinder und Jugendlichen mit dem Radl über einen Baumstamm rollen. Von der Münchner Polizei erfahren sie, was der tote Winkel ist und wie sie sich im Straßenverkehr am besten verhalten, um nicht übersehen zu werden. Beim Feldhockey mit dem ASV München heißt es ran an die Feldhockeyschläger. Rund um die Welt geht es an der Station „Erdball“, wenn die Kinder aufblasbare Globen mit zwei Metern Durchmesser vor sich her rollen. Wie man seinen Freunden und Freundinnen bei kleineren Blessuren helfen kann, zeigt die Jugendabteilung des Bayerischen Roten Kreuzes. In der Grünwerkstatt von ECHO e.V. werden Plastikflaschen zu kleinen Kunstwerken. Kitzelnde Steinchen, pieksendes Gras und weiche Holzspäne – auf dem Barfußpfad können die Kinder mit ihren Füßen verschiedene Bodenbeläge erfühlen. Ein ganz besonderes Fahrerlebnis verspricht eine Radtour auf dem Lastenrad mit den Freien Lastenradlern. Bei Transpedal unterstützen die Kinder und Jugendlichen mit jedem erstrampelten Kilometer das Projekt „Bellevue di Monaco“ & „Fahrradpatenschaftsprojekt der Jugendhilfe Ostafrika“.

Und auch die Radlhauptstadt München ist mit zwei eigenen Stationen dabei: Was Katzenaugen mit Fahrradfahren zu tun haben und weshalb sie an keinem Radl fehlen dürfen, zeigt der Dunkeltunnel. Der zweite Checkpoint bleibt bis zum Veranstaltungstag eine Überraschung.

Privatpersonen, die Lust haben, die Münchner Radlrallye als ehrenamtliche Stations-Betreuer zu unterstützen, sind herzlich eingeladen. Interessierte melden sich bitte vorab beim Veranstalter Green City Projekt GmbH per Email an mensing@greencity-projekt.de.

Die Initiative „Radlhauptstadt München“ fördert den Fahrradverkehr in München. Sie wird im Auftrag der Landeshauptstadt München von der Bietergemeinschaft Green City e.V./Green City Projekt GmbH und helios organisiert. Weitere Informationen unter www.radlhauptstadt.de.

Pressefotos finden Sie kostenlos als Download unter: https://www.flickr.com/photos/49743195@N03/albums/72157664279386080

Kontakt

Bastian Mensing
Green City Projekt GmbH
(089) 890 668 620
E-Mail: mensing@greencity-projekt.de

Kerstin Stuiber
Telefon: (089) 890 668 -312
Telefax: (089) 890 668 –66
E-Mail: presse@radlhauptstadt.de




FAIR FRIENDS mit Besucher- und Ausstellerrekord

AKTUELLE
PRESSEMITTEILUNGEN

Nach insgesamt drei Messetagen ist die FAIR FRIENDS mit einer Steigerung der Besucherzahl zu Ende gegangen. Über 4.000 Besucher und Teilnehmer, und damit mehr als je zuvor, fanden vom 1. bis 3. September den Weg in die Messe Westfalenhallen Dortmund. Die FAIR FRIENDS 2016 folgte einem neuen, erweiterten Konzept und stellte mit rund 180 Ausstellern aus 15 Ländern auch unter diesem Gesichtspunkt einen neuen Rekord auf.

Mit ihren drei Themenwelten „Fairer Handel“, „Neue Lebensmodelle“ und „Gesellschaftliche Verantwortung“ zog die Messe Endverbraucher, aber auch sehr stark Fachbesucher an. Angesprochen waren zum Beispiel Fachleute aus dem Groß-, Fach- und Einzelhandel sowie aus der Gastronomie oder auch öffentliche Beschaffer und Einkäufer. Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH, sagt: „Im Zuge der konzeptionellen Neuausrichtung konnte der Anteil an qualifizierten Fachbesuchern spürbar gesteigert werden. In allen Hallen sah man Fachleute im intensiven Dialog und Austausch.“ In der Tat besuchte laut dem Ergebnis einer Besucherbefragung fast die Hälfte der Besucher die Messe eher aus beruflichem oder geschäftlichem Interesse.

Das neue Konzept stößt auf große Zustimmung. 85 Prozent der Besucher halten die Zusammensetzung des Angebotes auf der FAIR FRIENDS 2016 für gut. Mehr als 95 Prozent haben sich auf der Messe wohlgefühlt.

Auch zwei Drittel der Aussteller halten die Konzeption der FAIR FRIENDS 2016 für richtig. Die Mehrheit beurteilt ihr geschäftliches Ergebnis auf der Messe als gut oder sehr gut. Die FAIR FRIENDS hat für sie nach eigenen Angaben große Bedeutung.

Breites Themenangebot
Insgesamt gab es auf der Messe über 65 Vorträge und Beiträge auf drei verschiedenen Bühnen. Hinzu kamen Podiumsdiskussionen und Workshops in den Hallen, zwei große Tagungen sowie sieben Ausstellungen. Erstmals auf der FAIR FRIENDS zu Gast war die „Delinale“, das „Food-Festival über den Wandel dessen, was wir trinken und essen“. Die „Delinale“ ist eine Mischung aus Vorträgen, Diskussion, Unterhaltung und Verkostung und regte die Besucher am Messe-Freitag besonders zum Nachdenken über nachhaltige Projekte, Ethik und guten Geschmack an.

Im Rahmen der 3. Kommunalen Nachhaltigkeitstagung und einem Treffen der „Fairtrade Towns“ trafen sich außerdem Vertreter der nordrhein-westfälischen Kommunen zum intensiven fachlichen Austausch. Die FAIR FRIENDS war ein Forum für fachliche Impulse, Vernetzung und auch für inspirierende Auszeichnungen.

Das RCE-Ruhr beispielsweise verfolgt das Ziel, das Thema Information und Bildung für nachhaltige Entwicklung über ein Netzwerk der Metropole Ruhr in die Gesellschaft zu tragen (RCE = Regional Centre of Expertise on Education for Sustainable Development). Gleich zwei Dortmunder Akteure konnten sich über eine prominente Auszeichnung durch das RCE freuen. KITZ.do, das Schülerlabor in Dortmund, wurde für seine Förderung der außerschulischen, naturwissenschaftlichen Umweltbildung von Kindern und Eltern geehrt. Die FAIR FRIENDS hingegen wurde für ihr Messekonzept ausgezeichnet, das besonderes Augenmerk auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung legt. Ungewöhnlich hierbei: Die FAIR FRIENDS ist weltweit die erste Messe, die diese vom United Nations University Institute for the Advanced Study of Sustainability in Tokyo unterstützte Zertifizierung erhalten hat.

Die Klasse 9F der Euregio-Gesamtschule in Rheine wurde auf der FAIR FRIENDS als „Faire Schulklasse – Klasse des Fairen Handels“ ausgezeichnet. Die gleichnamige Kampagne ist eine bundesweite Aktion der Fairtrade Initiative Saarbrücken. Insgesamt haben fast 50 Schulklassen die Messe besucht, um sich zu informieren und an Workshops teilzunehmen.

An prominenten Gästen mangelte es auf der FAIR FRIENDS 2016 ebenfalls nicht. Der Fußballer Neven Subotic stellte seine Stiftung vor, die Kindern in den ärmsten Regionen der Welt sicheren Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. Schauspieler Moritz Zielke präsentierte eine der ältesten und gesündesten Wandfarben überhaupt: die Kaseinfarbe auf Quarkbasis. Und Ole Plogstedt, TV-Koch und Tour-Koch der Toten Hosen, steuerte ein Grußwort zur Eröffnung der „Delinale“ bei.

Ausblick auf kommendes Jahr
2017 findet die FAIR FRIENDS vom 7. bis 9. September statt. Für kommendes Jahr ist bereits ein wichtiges Netzwerktreffen der internationalen Nachhaltigkeitsszene angekündigt: 2017 werden alle europäischen RCEs ihre regelmäßig stattfindende Konferenz im Rahmen der FAIR FRIENDS durchführen. Es gibt derzeit 39 RCEs in 20 europäischen Ländern.

Auch rund 85 Prozent der Aussteller wollen schon jetzt auf der nächsten FAIR FRIENDS 2017 wieder dabei sein. Unter den Besuchern können sich 93 Prozent den erneuten Messebesuch im kommenden Jahr wieder vorstellen.

FAIR FRIENDS 2016 –
Das sagten die Aussteller

Lisa Herrmann, Koordinatorin der bundesweiten Kampagne „Fairtrade Towns“:
„Die FAIR FRIENDS war ein schöner Ort für unsere Tagung. Man bekam auch Einblicke in das weitere Umfeld unseres Themas. Rund 100 Teilnehmer aus allen NRW-Fairtrade-Towns waren hier, unter anderem Nachhaltigkeitsbeauftragte und Einkäufer der Kommunen, aber auch Vertreter der Zivilgesellschaft.“

Achim Holtrup, stv. Leiter des Dienstleistungszentrums Wirtschaft der Stadt Dortmund:
„Wir sind erfreut, dass sich die FAIR FRIENDS für das Thema CSR geöffnet hat. Das CSR-Netzwerk der Stadt Dortmund möchte sich bekannt machen, wirbt um neue Mitglieder. Tatsächlich hatten wir neue Kontakte auf der Messe. Dortmund strebt an, ein CSR-Kompetenzzentrum in NRW zu werden.“

Tobias Lüke, CSR-Manager bei TEDi:
„Natürlich erwartet uns zunächst keiner auf einer Nachhaltigkeitsmesse. Aber es war sehr spannend hier. Es haben sich interessante Gespräche entwickelt. Wir haben viel darüber gelernt, was wir verbessern müssen, um die Zielgruppe dieser Messe zu erreichen. Image-Verbesserung ist dabei ein schöner Nebeneffekt. Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiges Thema.“

Marie-Lucie Linde, Redaktion N-Kompass:
„Wir haben als Medienpartner das CSR-Fachprogramm mitgestaltet. So ein Messeformat gab es bisher im Ruhrgebiet nicht. Es waren bereits erste CSR-Berater und Unternehmensvertreter hier. Das ist auf jeden Fall ausbaubar. Das Thema hat viel Potenzial.“

Dirk Sander, Social Impact Lab Duisburg:
„Das war hier die erste große Plattform zum Thema Social Entrepreneurs in NRW, und dieser Ansatz sollte unbedingt weitergeführt werden. Für uns war es eine erfolgreiche Messe. Wir konnten große Aufmerksamkeit verzeichnen.“

Jens Schneiders, Geschäftsführer bei Beeming Box:
„Wir waren erstmals auf der Messe, und es hat sich gelohnt. Ich hatte bis zu 150 Gespräche an einem Tag. Das Publikum ist hier im Ruhrgebiet sehr aufgeschlossen. Es gab auch viele qualitativ hochwertige Kontakte.“

Florian Eidner, einer der Gründer von binee:
„Die Messe hat uns auf jeden Fall etwas gebracht. Wir hatten hier die Möglichkeit, mit Vertretern kommunaler und privater Unternehmen in Kontakt zu treten, unter anderem von REWE und der Real-Supermarktkette. Wir möchten unser Recycling-System im Handel platzieren. Die Messebesucher können dabei als Multiplikatoren wirken und uns auch Feedback geben. Wir hatten gute Gespräche auf der FAIR FRIENDS.“

Augustus Klufio, Business Development Manager bei Akoma, Aussteller der Sonderfläche „Global Sustainable Community“:
„Die Messe war für uns eine gute Marktforschung. Bisher sind wir in Großbritannien und in Ghana aktiv. Es gab hier erste Kontakte, um zukünftig auch in Deutschland zu verkaufen. Wir konnten ein besseres Verständnis für den deutschen Markt entwickeln und sind zufrieden.“

Michael Beckmann vom Viva con Agua:
„Wir haben hier unseren Verein, aber auch unsere Produkte – Wasser und Toilettenpapier – vorgestellt und sind sehr zufrieden. An einem Messetag hatten wir gleich drei Kontakte zu potenziellen Partnern aus der Gastronomie. Auch der Chefeinkäufer einer Bäckereikette war hier. Unseren Stand haben wir mit Wasserverkäufen vollständig refinanziert.“

Jörg Weber, Prokurist bei areal water technologies:
„Im Hinblick auf Zukunftsthemen sind wir auf dieser Messe genau richtig. Wir hatten einige gute Kontakte zu Leuten, die sich wirklich für das Thema interessieren. Gut ist, dass hier auf der Messe Netzwerke ansprechbar sind und dass es auch internationale Kontakte gibt.“

Elisabeth Arnold, Referentin Marketing & Kommunikation bei der UDI Beratungsgesellschaft:
„Für mich und meine Kollegen war es die schönste Messe bisher. Wir hatten bei uns am Stand sehr gute, tiefgehende, qualitativ hervorragende und auch sehr interessante Gespräche.“

Iris Dimitrijević, Geschäftsführung FarmEins:
„Die Messe ist für uns noch besser gelaufen als erwartet. Viele Besucher mit und ohne Haustier waren sehr am Thema artgerechte und nachhaltige Tiernahrung interessiert. Insbesondere das Angebot an Accessoires und Zubehör, ausschließlich aus regionalen Manufakturen, hat großen Anklang gefunden. Es gab auch Gespräche mit Fachbesuchern. Wir hatten Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet von Rostock bis München, sogar aus der Schweiz. Wir sind im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei, dann mit einem größeren Sortiment an Produkten für Katzenbesitzer.“

Peter Reichenbach, Vorsitzender des RCE-Ruhr:
„Das neue Messekonzept hat auch neue Aussteller angezogen. Die UNESCO fordert beim Thema Nachhaltigkeit die aktive Vernetzung der Akteure. Genau das hat hier in unserer Halle funktioniert. Hier war immer was los – ein echter Marktplatz.“

Manfred Tari, Sprecher und Initiator der „Delinale“, des Festivals für Feinkost und Kochkunst:
„Der Ansatz der FAIR FRIENDS ist wunderbar. Das Thema ‚Fairness‘ braucht in Zeiten wie diesen Unterstützung und Beachtung. Insofern war die ‚Delinale 2016‘ mit dem Thema ‚Edition Sozialer Wandel‘ gut aufgehoben auf der Messe.“

Zusammenfassung: Die FAIR FRIENDS 2016 auf einen Blick:

Name:
FAIR FRIENDS – Messe für neue Lebensmodelle, Fairen Handel und gesellschaftliche Verantwortung

Datum:
1. bis 3. September 2016

Veranstalter:
Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH

Unterstützer:
Stadt Dortmund
DSW 21
Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.
RCE-Ruhr United Nations University
Globale Netzwerkinitiative „sevengardens“
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
CSR-Netzwerk Dortmund
Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland

Besucherzielgruppe:
Auf der FAIR FRIENDS sind alle willkommen, die sich für nachhaltiges Handeln interessieren und über Zukunftstrends in diesem Sektor informieren möchten. Ordern respektive einkaufen können hier Fachleute aus dem Groß-, Fach- und Einzelhandel, der Gastronomie ebenso wie öffentliche Beschaffer und Endverbraucher.

Belegte Hallen:
Westfalenhallen 2, 2N, 3A und 3B

Thematische Schwerpunkte:

Halle 2 und 2N
Themenwelt „Fairer Handel“: Faire Arbeitsbedingungen, fair und gerecht hergestellte und gehandelte Produkte
Halle 3B
Themenwelt „Neue Lebensmodelle“: Ideen, Projekte und Erzeugnisse aus Bereichen wie alternative Ernährungs- und Lebensformen, nachhaltige Designstrategien, Nahmobilität sowie Re- und Upcycling
Halle 3A
Themenwelt „Gesellschaftliche Verantwortung“: Themen und Herausforderungen im CSR-Umfeld mit Diskussionsmöglichkeiten, Produkt- und Dienstleistungsinnovationen

Rahmenprogramm:
– Rund 65 Vorträge und Beiträge auf drei verschiedenen Bühnen. Hinzu kommen Podiumsdiskussionen und Workshops in den Hallen, zwei große Tagungen sowie sieben Ausstellungen mit attraktiven Fotos und – – Informationen
– Die Delinale
– ComedySPLASH

Sonderflächen:
– Gemeinschaftsfläche „Global Sustainable Community“ (GIZ)
– Social Entrepreneurs – Gemeinschaftsfläche für innovative Start-ups mit nachhaltigen Geschäftsideen (Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen)
– CSR Best Practice – Unternehmen präsentieren ihre Nachhaltigkeitsprojekte

Aussteller:
180 aus 15 Ländern

Besucher:
Mehr als 4.000

Pressekontakt
Dr. Andreas Weber
Marketing- und Unternehmenskommunikation
Zentralbereichsleitung
Telefon: +49 (0) 231 1204-514
Fax: +49 (0) 231 1204-724
Mobil: +49 (0) 172 2395-359
Andreas.Weber@westfalenhallen.de




Öko-Landbau stärken als Antwort auf Krise der Landwirtschaft – Naturland zu den Beratungen des Bundestags zum Agrarhaushalt 2017

Pressemitteilung, 06.09.2016

Gräfelfing/Berlin – Naturland fordert die Bundestagsabgeordneten auf, den zaghaften Entwurf der Bundesregierung zum Agrarhaushalt 2017 zu korrigieren. „Mit seinem völlig mutlosen Haushaltsentwurf verschenkt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Chance, einen Weg aus der aktuellen Krise der konventionellen Landwirtschaft zu weisen“ sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Dienstag in Gräfelfing: „Wir brauchen aber keine Politik des Durchwursteln, sondern ein klares Signal für mehr Öko-Landbau als Antwort auf die Krise. Jetzt ist es an den Abgeordneten, durch Korrekturen am Entwurf des Bundesministeriums in den anstehenden Beratungen dieses positive Signal doch noch zu setzen“, sagte Hohenester.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt wird am Donnerstag den vom Kabinett beschlossenen Haushaltsentwurf für sein Ressort erstmals im Bundestag vorstellen. Schmidt hatte sich in der Vergangenheit zwar immer wieder zum Ziel der Bunderegierung bekannt, den Öko-Landbau auf 20 Prozent auszuweiten. Im Haushaltsentwurf ist von diesem ambitionierten Ziel allerdings nichts zu sehen.

So verharrt ausgerechnet das zentrale Instrument für eine Ausweitung des Öko-Landbaus, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), auf der Stelle. „Wir fordern eine Aufstockung des BÖLN von derzeit 17 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro, um einen wirklichen Durchbruch in der Fläche zu erreichen“, sagte Hohenester.

Zukunftsstrategie droht zum Papiertiger zu werden

Dank der starken Nachfrage nach Bio-Produkten stellt die ökologische Lebensmittelwirtschaft für immer mehr Bauern eine echte Alternative zur konventionellen Massen-Produktion dar. Darüber hinaus ist der Öko-Landbau die Form der Landwirtschaft, die Umwelt und Klima schont. Dies hat eigentlich auch Bundesminister Schmidt erkannt und im Sommer 2015 mit der „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ ein Programm zur Beschleunigung der Ausweitung des Öko-Landbaus angekündigt.

„Allerdings zieht Minister Schmidt daraus keinerlei finanzielle Konsequenzen“, kritisierte Hohenester. „Und ohne ausreichend finanzielle Ausstattung droht die Zukunftsstrategie zum Papiertiger zu werden“, warnte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

„Jetzt müssen die Abgeordneten des Bundestags ein klares Signal für mehr Öko und für eine echte Veränderung im Agrarbereich geben. Nur durch eine signifikante Aufstockung des BÖLN kann die Bundesregierung ihre eigenen ehrgeizigen Ziele zur Ausweitung des Öko-Landbaus erreichen“, unterstrich Hohenester abschließend.

Pressekontakt

Markus Fadl
Pressesprecher

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.

Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
www.naturland.de, www.oekobauer-gesucht.de




Kühe und Milchproduktion – Ab sofort neues Bildungsangebot an weiterführenden Schulen

** Pressemitteilung
** Mensch Tier Bildung e.V.

Ab diesem Schuljahr bietet der gemeinnützige Verein Mensch Tier Bildung e.V. Workshops und Projekttage zum Thema „Kühe und Milchproduktion“ an. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an alle weiterführenden Schulen in Berlin, Brandenburg und Hessen. Die teilnehmenden Jugendlichen erhalten fundierte Informationen zu den Bedürfnissen und den konkreten Lebensbedingungen von Kühen in der Milchwirtschaft. Dabei werden die politischen und ethischen Dimensionen der Nutzung von Tieren in der Landwirtschaft diskutiert.

Berlin, 05.09.2016: Milch, Käse, Butter und Co. sind für viele Menschen alltägliche Lebensmittel. Aber unter welchen Bedin­gungen werden sie eigentlich hergestellt? Wie werden Rinder in der Milchwirtschaft gehalten? Während Medien und Öffentlichkeit seit einigen Jahren verstärkt über den Umgang mit Tieren in der Landwirt­schaft diskutieren, kommt das Thema in der Schule oft noch zu kurz. Diese Lücke möchte der Verein Mensch Tier Bildung e.V. schließen.

Dr. Sandra Franz, Geschäftsführerin des Vereins, meint dazu: „Mit unserem Bildungsangebot wollen wir Jugendlichen ermöglichen, sich kritisch mit dem Mensch-Tier-Verhältnis auseinanderzusetzen. Wir unterstützen sie dabei, auf der Basis von Fachwissen eigene begründete Urteile und Positionen zu entwickeln und sich an der gesellschaftlichen Debatte zu beteiligen.“

Die Bildungsangebote werden von geschulten Wissenschaftlerinnen und Pädagogen durchgeführt. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich auf www.mensch-tier-bildung.de gerne weiter informieren oder den Verein direkt kontaktieren. Kontakt: kontakt@mensch-tier-bildung.de oder 0152-32753130.

Pressekontakt: Dr. Sandra Franz, Mobil: 0152-32753130, E-Mail: s.franz@mensch-tier-bildung.de

Der gemeinnützige Verein Mensch Tier Bildung e.V. wurde 2015 von Wissenschaftler_innen, Pädagog_innen und ehrenamtlich Engagierten in Berlin gegründet. Er leistet emanzipatorische Bildungsarbeit zum gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnis. Der Verein möchte zur Auseinandersetzung mit dem vorherrschenden Mensch-Tier-Verhältnis anregen und darin unterstützen, ein kritisches Bewusstsein bezüglich gesellschaftlicher Fragen zu entwickeln und sich zu diesen mündig zu positionieren.

_________________________

Mensch Tier Bildung e.V. – Workshops und Impulse zum gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnis
Oppelner Straße 26
10997 Berlin

Email: s.franz@mensch-tier-bildung.de
Web: www.mensch-tier-bildung.de
Tel.: 0152-32753130




Bioseide als Entwicklungschance für Handwerk und Handel in Nord-Indien

Seidentraum und GIZ starten nachhaltige Textilproduktion in Meghalaya
In Meghalaya, einem schönen Hügelland in der Nordost-Ecke Indiens, leben 12,5% der ländlichen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Durch den Klimawandel mit steigenden Temperaturen und geringeren Niederschlägen werden die bisherigen landwirtschaftlichen Aktivitäten (wie zum Beispiel Fischzucht) weiter eingeschränkt. Als alternative Möglichkeit zur Einkommensgenerierung ist jetzt geplant, eine nachhaltige und faire textile Kette von der Seidenzucht bis hin zur Produktion von Kleidung aufzubauen.

Die natürlichen Ressourcen für die Intensivierung der Seidenproduktion sind vorhanden und die Jahrhunderte lange handwerkliche Tradition der Eri-Seidenzucht und Verarbeitung bietet eine hervorragende Grundlage, innovative Techniken einzuführen und neue Produkte herzustellen.. Durch die Einbeziehung lokaler Akteure und NGOs sowie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Projektpartner werden faire und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen geschaffen.

Dr. Matias Langer, Geschäftsführer von Seidentraum, berichtet: „Es ist so schön zu erleben, mit welcher Hingabe die Frauen in Meghalaya die Seide verarbeiten. Sie freuen sich über das Interesse an ihren Produkten aus Peace Silk und sind offen für jegliche Unterstützung.“

Es ist geplant, die biologische Seidenzucht zu intensivieren, Handspinnräder und Handwebstühle einzuführen und die Färbetechniken mit heimischen Pflanzen zu verbessern. Das Projekt „Socio-economic empowerment of rural women artisans working in the eri silk value chain in Meghalaya“ ist unter dem Dach der Indisch-Deutschen Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt und gehört zu den Maßnahmen der Klimawandelanpassung in Nordost-Indien.

Designer und Labels sind als Partner im Zuge des Produktdesigns willkommen. Die Vermarktung der Naturtextilien in Europa erfolgt über Seidentraum sowie Händler und Messen.

Kontakt
Dr. Matias Langer
Karl-Friedrich-Str. 1
04316-Leipzig
Tel. 0341-3314052
Fax 0341-3314072
email@seidentraum.eu
www.seidentraum.eu
www.bio-seide.de




125.047 Menschen gegen CETA: Campact, foodwatch und Mehr Demokratie reichen größte Verfassungsbeschwerde der Geschichte ein

Pressemitteilung – Freihandel:

– Handelsabkommen mit Kanada verstößt in vier Punkten gegen das Grundgesetz
– Einstweilige Anordnung soll „vorläufige Anwendung“ von CETA verhindern
– Bild-Aktionen heute in Erfurt und morgen in Karlsruhe

Erfurt/Karlsruhe/Berlin, 30. August 2016. Die Organisationen Campact, foodwatch und Mehr Demokratie haben heute beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das Handelsabkommen CETA eingereicht. 125.047 Menschen haben sich der Beschwerde „Nein zu CETA“ angeschlossen – es ist damit die größte Bürgerklage in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Verteilt auf mehr als 70 Kartons, wurden die Vollmachten am heutigen Dienstag in Erfurt in einen Laster geladen und auf den Weg nach Karlsruhe gebracht. Das in Erfurt ansässige gemeinnützige Christophoruswerk hatte die Vollmachten erfasst und sortiert. – Morgen (Mittwoch) Vormittag sollen die Vollmachten, mit denen sich die Bürgerinnen und Bürger der CETA-Beschwerde anschließen, an das Bundesverfassungsgericht übergeben werden.

+++ ACHTUNG REDAKTIONEN: BILD-TERMIN IN KARLSRUHE AM MITTWOCH, 31. 8., 10.45 UHR IM SCHLOSSPARK NEBEN DEM BUNDESVERFASSUNGSGERICHT +++

Nach Einschätzung der Organisationen verstößt das geplante Abkommen zwischen der EU und Kanada gleich in vier Punkten gegen das Grundgesetz. Das Bündnis hat beim Bundesverfassungsgericht zudem eine einstweilige Anordnung beantragt: Damit würde das Gericht den deutschen Vertreter im Handelsministerrat – nach dem Stand der Dinge Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel – auffordern, gegen die geplante „vorläufige Anwendung“ von CETA zu stimmen, mit der das Abkommen bereits vor einer Abstimmung im Bundestag in Kraft gesetzt werden soll. Eine solche „vorläufige Anwendung“ soll in diesem Herbst vom Ministerrat beschlossen werden.

„Die vorläufige Anwendung von CETA ist brandgefährlich, denn damit werden Fakten geschaffen. Demokratisch nicht legitimierte Gremien und investorenfreundliche Schiedsgerichte würden bereits anfangen zu arbeiten, das Vorsorgeprinzip könnte ausgehebelt werden – das alles ohne Zustimmung des Bundestages“, erklärte Roman Huber, geschäftsführender Bundesvorstand der Vereins Mehr Demokratie.

„Es steht außer Frage, dass CETA schädlich ist für die Demokratie und deshalb abgelehnt werden muss. Vor dem Bundesverfassungsgericht wollen wir klären lassen, ob das Abkommen zusätzlich noch gegen das Grundgesetz verstößt“, ergänzte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode.

Jörg Haas von Campact sagte: „Über 125.000 Bürger stehen hinter dieser Verfassungsbeschwerde. Sie senden ein klares Signal: Wir kämpfen für unsere Demokratie – bis vor das Verfassungsgericht! Angesichts wachsender Politikverdrossenheit täten Bundesregierung und Parteien gut daran, dieses Signal sehr ernst zu nehmen.”

Ansatzpunkt für die Verfassungsbeschwerde ist, dass CETA den Einfluss von Parlamenten schwächen würde, wodurch auch die Stimmen von Wählerinnen und Wählern weniger wert wären. Prof. Dr. jur. Bernhard Kempen, Direktor des Instituts für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht an der Universität Köln, hat als Prozessvertreter des Bündnisses in seinem Schriftsatz an das Verfassungsgericht vier Punkte aufgeführt, die nach Auffassung der Beschwerdeführer nicht vereinbar mit dem Grundgesetz sind:

– Durch CETA sollen europäisch-kanadische Ausschüsse weitreichende Befugnisse erhalten. Sie können den Vertrag unter Umgehung der Parlamente auslegen und sogar verändern. Das oberste CETA-Gremium, der „gemischten Ausschuss“, soll allein mit Vertretern der Exekutive besetzt werden, Parlamentarier und deutsche Vertreter sind nicht vorgesehen.

– Die geplanten Investitionsgerichte würden eine unzulässige Paralleljustiz mit Sonderrechten für kanadische Investoren einrichten. Dies wäre eine Diskriminierung europäischer Investoren, denen dieser Weg verschlossen bliebe. Allein die Möglichkeit, dass ein Schiedsgericht den deutschen Staat zu hohen Schadenersatzzahlungen verpflichten könnte, hätte erheblichen Einfluss auf Regulierung und Gesetzgebung.

– Das Vorsorgeprinzip – ein Kernelement der europäischen Regulierungspolitik – ist im CETA-Vertrag nicht hinreichend abgesichert. Damit wären viele Verbesserungen beim Umwelt- oder Gesundheitsschutz praktisch ausgeschlossen.

– Vorläufige Anwendung: Noch bevor die nationalen Parlamente in den EU-Staaten über CETA abgestimmt haben, soll der Vertrag „vorläufig“ angewandt werden – womöglich über Jahre hinweg. Damit würde die „vorläufige“ Anwendung endgültige Fakten schaffen: Denn den negativen Folgen des Abkommens wären die Bürgerinnen und Bürger voll und ganz ausgesetzt, lange vor einem Votum des Bundestages.

Redaktioneller Hinweis:

– Bild-Termin in Karlsruhe am Mittwoch, 31.8., um 10.45 Uhr im Schlosspark am Bundesverfassungsgericht

Links:

– Hintergrundpapier zur Verfassungsbeschwerde: tinyurl.com/ceta-verfassungsbeschwerde
– Der Schriftsatz der Verfassungsbeschwerde sowie eine Zusammenfassung des Prozessvertreters Prof. Dr. jur. Kempen stehen ab 31.8., 0.00 Uhr zum Download bereit unter: www.freihandel-material.foodwatch.de

Pressekontakte:

– Campact: Svenja Koch, koch@campact.de, 0 42 31 / 95 75 90
– Mehr Demokratie: Anne Dänner, presse@mehr-demokratie.de, 030 / 42 08 23 70
– foodwatch: Martin Rücker, presse@foodwatch.de, 0 30 / 2 40 47 62 90
– Vor Ort in Erfurt (30.8.): Ralf-Uwe Beck, Mehr Demokratie, 01 72 / 7 96 29 82
– Vor Ort in Karlsruhe (31.8.): Jörg Haas, Campact, 01 52 / 22 88 87 99




Ernährungsminister Schmidt täuscht Öffentlichkeit mit Falschaussage zur Zuckerabgabe

Pressemitteilung

– Erfahrungen aus anderen Ländern belegen Lenkungsfunktion einer Zuckerabgabe
– WHO für Steuern, um Zuckerkonsum zu senken und Rezepturänderungen zu erreichen
– Ernährungsbildung alleine ist keine geeignete Maßnahme gegen Übergewicht

Berlin, 29. August 2016. Bundesernährungsminister Christian Schmidt hat Forderungen nach einer Herstellerabgabe für besonders zuckerhaltige Getränke zurückgewiesen – seine Absage allerdings mit einer Falschaussage begründet. Anders als von Herrn Schmidt dargestellt, haben Lebensmittelsteuern in anderen Ländern nachweisbare Lenkungswirkungen entfaltet. „Der Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckergesüßter Getränke und Adipositas, Diabetes und anderen Krankheiten ist klar belegt. Der Minister muss offenbar schon die Öffentlichkeit täuschen um zu rechtfertigen, warum er ein entschlossenes Handeln ablehnt“, kritisierte Oliver Huizinga von foodwatch. „Ein Kuschelkurs mit der Lebensmittelwirtschaft ist hier fehl am Platz, denn von allein wird sie ihr überzuckertes Getränke-Angebot sicher nicht wesentlich verbessern.“

Christian Schmidt: „Steuern“ erzielen nicht die erwünschte Wirkung

„Die Einführung von Strafsteuern auf Lebensmittel ist der falsche Weg. Erfahrungen in anderen EU-Ländern zeigen, dass dies in aller Regel nicht die gewünschte Lenkungswirkung hat“, hatte Ernährungsminister Schmidt am vergangenen Mittwoch gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) gesagt. Anlass war die Veröffentlichung einer foodwatch-Marktstudie, der zufolge 274 (59 Prozent) von 463 untersuchten „Erfrischungsgetränken“ überzuckert sind. Neben foodwatch fordern u.a. der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Diabetesgesellschaft sowie Gesundheitspolitiker von CDU und SPD eine Hersteller-Abgabe für besonders zuckerhaltige Getränke, wie sie ab 2018 in Großbritannien vorgesehen ist.

Richtig ist: Erfahrungen aus anderen Ländern, die solche Maßnahmen bereits ergriffen haben, belegen den Einfluss auf das Einkaufsverhalten. In Mexiko, aber auch in Finnland und Frankreich, ging der Zuckergetränke-Konsum nach Einführung einer Steuer zurück. In Dänemark führte eine Steuer auf gesättigte Fette zu einem Verkaufsrückgang der betroffenen Lebensmittel um bis zu 15 Prozent. In Ungarn änderten zudem 40 Prozent der Hersteller nach Einführung einer Zuckersteuer ihre Rezepturen: 30 Prozent von ihnen entfernten die besteuerte Zutat komplett, 70 Prozent verringerten den Anteil. Folgerichtig empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation in dem aktuellen Maßnahmenplan der Kommission „Ending Childhood Obesity” (ECHO) explizit Steuern auf Zuckergetränke.

„Anders als von Bundesminister Schmidt unterstellt, geht es bei der britischen Hersteller-Abgabe in erster Linie nicht um eine ‚Lenkungswirkung‘ für die Verbraucher, sondern eine ‚Lenkungswirkung‘ für die Industrie. Sie hat das Ziel, die Hersteller zu Zuckersenkungen zu bewegen. Daher hat die britische Regierung zwischen Ankündigung und Einführung einen Zwei-Jahres-Zeitraum gelassen“, so Oliver Huizinga von foodwatch. „Ernährungsminister Schmidt hat das Thema verfehlt.“

Minister Christian Schmidt hatte seinen Ansatz laut dpa so erklärt: „Mein Ziel ist es, die Menschen von einem gesunden Lebensstil zu überzeugen. (…) Deshalb setze ich auf Transparenz, Information und Ernährungsbildung, am besten als eigenes Schulfach.“ Bereits im September 2015 hatte Herr Schmidt zudem in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel geschrieben: „…wir können diese Probleme nicht mit Gesetzen und Verboten lösen. Stattdessen ist Bildung und ein hohes Maß an Transparenz für einen gesunden Lebensstil und eine gesunde Ernährungsweise wichtig. Für beides sorge ich.“

Richtig ist jedoch, dass die Bundesregierung bereits seit vielen Jahren auf Ernährungsbildung setzt – und es damit nicht geschafft hat, den Konsum stark gezuckerter Lebensmittel einzudämmen. „Herr Schmidt ist auf dem Holzweg. Solange Süßigkeiten mit Comicfiguren und Fußballprofis beworben werden und das Angebot an Erfrischungsgetränken hauptsächlich aus Zuckerbomben besteht, kann ein Unterrichtsfach Ernährung allein die Fettleibigkeits- und Diabetes-Epidemie unmöglich bekämpfen. Das zeigen die Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten“, so Oliver Huizinga von foodwatch.

Mit gutem Grund formuliere die WHO in ihrem aktuellen Maßnahmenplan drei Kernforderungen: Steuern oder Abgaben auf Zuckergetränke, Beschränkungen der an Kinder gerichteten Werbung, verbraucherfreundliche Kennzeichnung der Nährwerte. Forderungen, die nicht nur von foodwatch unterstützt werden.

Link:

– foodwatch-Marktstudie zum Download: tinyurl.com/getraenke-studie

Quellen und weiterführende Informationen:

– Zitate von Bundesernährungsminister Christian Schmidt: dpa am 24.8.2016 „Zusammenfassung 1600 (…) Sehr süße Getränke – Foodwatch will Zucker-Abgabe für Hersteller
– Gastbeitrag von Bundesminister Christian Schmidt auf tagesspiegel.de vom 14.9.2015:tagesspiegel.de/wirtschaft/bundesernaehrungsminister-zu-werbeverboten-totalverbote-sind-verfassungsrechtlich-bedenklich/12312050.html
– Statements der WHO-Kommission „ECHO“ zur Zuckersteuer (S. 18):apps.who.int/iris/bitstream/10665/204176/1/9789241510066_eng.pdf
– Studie zur Wirkung der Zuckersteuer in Mexiko: bmj.com/content/352/bmj.h6704
– Bewertung der Zuckersteuer durch das mexikanische Gesundheitsministerium: insp.mx/epppo/blog/4063-tax-sugar-sweetened-beverages.html
– Analyse der WHO (Europa) zur Lenkungswirkung von Lebensmittelsteuern in Dänemark, Finnland, Ungarn und Frankreich: euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0008/273662/Using-price-policies-to-promote-healthier-diets.pdf
– Bewertung der Lebensmittelsteuer in Ungarn durch die WHO: euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0004/287095/Good-practice-brief-public-health-product-tax-in-hungary.pdf?ua=1
– Infos zur britischen Hersteller-Abgabe für Zuckergetränke: tinyurl.com/jutpbh8
– Strategiepapier der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten: dkfz.de/de/krebspraevention/Downloads/150612_DANK-Strategiepapier.pdf
– Ärzte fordern gesetzliche Maßnahmen gegen überzuckerte Lebensmittel: aerzteblatt.de/nachrichten/70180

Pressekontakt:

foodwatch e.V.
Dario Sarmadi
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




München liebt das Radl: So bunt war der 1. Münchner RadlKULT der Radlhauptstadt München

Pressemitteilung
28/8/2016

Wie kreativ und vielfältig die Münchner Radlszene ist, erlebten Fahrrad-Fans beim 1. Münchner RadlKULT vom 26. bis 28. August 2016 im Kreativquartier am Leonrodplatz. Von Freitag- bis Sonntagabend feierten verschiedene lokale Fahrradakteure auf Einladung der Radlhauptstadt gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern, was sie verbindet: Die Liebe zum Radl. Von Miniradrennbahn, Bikepolo-Turnier und Lastenrad-Parcours über Do-it-Yourself-Workshops und Rikscha-Kaffee-Lounge bis zu Radl-Disko, dem International Cycling Film Festival und vielem mehr war für alle Radlfans etwas geboten.

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Münchnerinnen und Münchner unserer Einladung gefolgt sind. Sie bewiesen mal wieder, wie groß die Begeisterung für das Radl in unserer Stadt ist. Außerdem bedanken wir uns bei allen Akteuren der Fahrradszene, die den 1. Münchner RadlKULT zu einer gelungenen Veranstaltung dieses Radlsommers gemacht haben. Sie alle leisten einen unschätzbaren Beitrag für München auf dem Weg zur Radlhauptstadt.“, erklärt Wigand von Sassen, Projektleiter der Initiative Radlhauptstadt München.

So drehte sich von Freitag bis Sonntagabend im Kreativquartier am Leonrodplatz alles rund ums Radl. Folgendes Programm erwartete die Besucherinnen und Besucher:

Freitag, 26. August, ab 21:00 Uhr
Los ging es am Freitagabend mit dem Screening des Dokumentarfilms „Cyclique“ in Kooperation mit dem DOK.fest, bei dem die Besucherinnen und Besucher in die Welt der Fahrradkuriere in Lausanne eintauchen konnten.

Samstag, 27. August, 14:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag, 28. August, 11:00 bis 18:00 Uhr
An beiden Tagen erlebten die Besucherinnen und Besucher ein sportliches Programm.
Auf einer Miniradrennbahn konnten sie ihre Rennradfähigkeiten testen oder im Parcours Einräder, Lastenräder (www.freie-lastenradler.de), Hochräder und Räder mit invertierter Lenkung (beides Bikekitchen Augsburg) ausprobieren. Beim zweitägigen Bikepolo-Turnier der Vereine aus München, Nürnberg, Ulm, Ingolstadt, Regensburg und Augsburg zeigten die Profis, was sie können. Wer den ausgefallenen Sport selbst einmal ausprobieren wollte, hatte hierzu am Sonntag die Gelegenheit.
Beim Schnell-Klapp-Cup konnten Falträder (Transpedal) nicht nur um die Wette gefaltet, sondern auch getestet werden. Die Akteure der Bikekitchen München luden zum Lanzenkampf auf dem Rad, auf der Transpedal-Rallye konnten Radlfans München aus der Perspektive eines Radlkuriers entdecken und natürlich war auch für die kleinsten Radler etwas geboten: Sie konnten auf dem Lauf- und Kinderradparcours von TrailXperience üben.

Wie künstlerisch und kreativ das Thema Fahrrad interpretiert werden kann, bewiesen folgende Aktionen: Der Radlbazi schweißte Kunst aus Schrott, Detlef Schmitz (Werkbox3) baute mit Kindern Windräder aus alten Fahrradteilen, Samstag Rad gestaltete ein Vintage-Rad neu, BAM Original baute ein Rad aus Bambus, die Clean-Your-Bike-Radwaschanlage reinigte mitgebrachte Räder und die Bikekitchens aus München und Augsburg halfen bei kleinen Rad-Reparaturen und boten Plattenflickkurse an. In der Kaffee-Rikscha-Lounge konnten sich die Besucherinnen und Besucher entspannen oder in der Waldperlacher Tauschrikscha ihre mitgebrachten Bücher tauschen. Außerdem gab es eine Lesung aus der Welt der Kuriere, Shows von Biketrial Munich und ein Tattoo-Studio für Fahrräder.
Im Waschraum erwartete die Besucherinnen und Besucher eine Ausstellung mit Rädern des Künstlers Christopher Lewis (Samstag Rad) und Fotografien von Colin Stewart sowie Kurzfilme unterschiedlicher Künstler.

Abendprogramm am Samstag, 27. August, ab 19:00 Uhr
Abends läutete ein Empfang in der Ausstellung mit Fotograf Colin Stewart und Christopher Lewis (Samstag Rad) das Abendprogramm ein. Im Anschluss folgte das Kurzfilmspecial des International Cycling Film Festival in der Mucca-Halle. Ab 22:30 Uhr startete die Morgenwelt-Fahrraddisco mit DJ Amré Ibrahim aka FOLLOW THE WHITE RABBIT im Import Export.

Zusatzprogramm am Sonntag, 28. August, 11:00 bis 18:00 Uhr
Im Dirtpark des Tretlager e.V. in der Fideliostraße 153 zeigten BMXer und Dirtbiker ihr Können.

Der Besuch auf dem Radkulturfestival der Radlhauptstadt München ist kostenlos.
Weitere Informationen zum Programm stehen auf www.radlhauptstadt.de/radlkult

Kontakt Presse
Katja Sorg
Telefon: (089) 890 668 -312
Telefax: (089) 890 668 –66
Email: presse@radlhauptstadt.de

Kontakt Veranstalter
Stefanie Praml
Telefon: (089) 890 668 -613
Telefax: (089) 890 668 –66
Email: praml@greencity-projekt.de

Pressefotos
Kostenlos als Download unter https://www.flickr.com/photos/49743195@N03/albums/72157672972901566




Herbaria ist Sponsor des ersten Bio-Bauerntag auf dem ZLF (Zentrallandwirtschaftsfest)

Der 1. Bio-Bauerntag findet am Freitag, den 23.09.2016 im Rahmen des Bayerischen Zentrallandwirtschaftsfests statt.
An diesem Tag des ökologischen Landbaus gibt es zahlreiche Öko-Aktionen und außerdem den ersten Bio-Bauerntag in der Festzelt Tradition des ZLF. Eröffnet wird der Bio-Bauerntag um 10 Uhr durch den Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Als Überraschung wird es eine spezielle Premiere sowie musikalische und kulturelle Beiträge geben. Dazu dürfen natürlich bayerische Bio-Schmankerl nicht fehlen. Alle Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern sind recht herzlich zum ersten Bio-Bauerntag auf dem ZLF eingeladen. Die Herbaria Kräuterparadies GmbH aus Fischbachau ist Sponsor des 1. Bio-Bauerntags und freut sich schon auf eine grandiose Veranstaltung in München.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.lvoe.de/sticky/1-bio-bauerntag-auf-dem-zlf-2016.html

Außerdem:
Herbaria nimmt an den Öko-Erlebnistagen 2016 teil!
Jedes Jahr engagieren sich im Rahmen der Bayerischen Öko-Erlebnistage Bio-Hersteller und -Verarbeiter sowie am Öko-Landbau interessierte Menschen, um Verbrauchern die hohe Qualität von Bio-Produkten und die Leistungen des Öko-Landbaus für Mensch, Natur und Umwelt näher zu bringen. Während des Aktionszeitraumes finden bayernweit Veranstaltungen statt, bei denen Sie den Öko-Landbau und die ökologische Lebensmittelherstellung live erleben können: Hoffeste, Führungen, Vorträge, Kochaktionen, Wanderungen und Erntedankfeste – da kommt keine Langeweile auf!

Die Herbaria Kräuterparadies GmbH aus Fischbachau bietet im Rahmen der Öko-Erlebnistage am 8. September 2016 um 18 Uhr einen informativen Vortrag zum Thema „Wo der Bio-Pfeffer wächst“. Veranstaltungsort ist der Werksverkauf auf dem Herbaria-Gelände (Hagnbergstraße 12 / 83730 Fischbachau).

Weitere Informationen zu Veranstaltungen in Ihrer Nähe finden Sie auch unter http://www.oekoerlebnistage.de/allgemeines/oeko-erlebnistage-2016/

Kontakt
Herbaria Kräuterparadies GmbH
Lisa-Maria Heimgartner *Marketing / Produktmanagement*

Tel: +49 8028 9057 29 * Fax: +49 8028 9057 56
E-Mail: lisa.heimgartner@herbaria.de




Einreichung der bislang größten Verfassungsbeschwerde: Mehr als 125.000 klagen gegen CETA

Einladung zu Presse-/Fototerminen in Erfurt und Karlsruhe

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit mehr als 125.000 Bürger-Vollmachten ist „Nein zu CETA“ die größte Verfassungsbeschwerde in der Geschichte der Bundesrepublik. Am 31. August reicht ein Bündnis aus Campact, foodwatch und Mehr Demokratie die Beschwerde gegen das Freihandelsabkommen CETA beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen!

Zunächst werden die Vollmachten am 30. August in Erfurt auf einen Transporter geladen. Im dortigen gemeinnützigen Christophoruswerk wurden die Vollmachten sortiert und erfasst. Sie können als Pressevertreter beim Einladen anwesend sein, fotografieren und Interviews führen.

1. Termin: Dienstag, den 30. August 2016 um 11:00 Uhr
Ort: Christophoruswerk Erfurt-Vieselbach, Bahnhofsallee 5, 99198 Erfurt

mit:
– Ralf-Uwe Beck, Bundesvorstandssprecher Mehr Demokratie e.V.
– Andreas Otto, Geschäftsführer Christophorus Dienstleistungen gGmbH

Am folgenden Tag, dem 31. August, wird der Transporter vormittags vor dem Bundesverfassungsgericht eintreffen. Kläger aus der Region werden den Kleinlaster in Empfang nehmen und die beschrifteten Kartons mit den Vollmachten aufstapeln und medienwirksam ins Gebäude tragen. Zudem stehen Vertreter der drei Organisationen Campact, foodwatch und Mehr Demokratie für Interviews zur Verfügung.

2. Termin: Mittwoch, den 31. August 2016 um 10:45 Uhr
Treffpunkt: Schlosspark neben dem Bundesverfassungsgericht Karlsruhe, 76131 Karlsruhe,
Stadtplanlink: https://campact.org/CETA-Karlsruhe

mit:
– Roman Huber, geschäftsführender Bundesvorstand Mehr Demokratie e.V.
– Lena Blanken, Volkswirtin, foodwatch e.V.
– Jörg Haas, Campaigner Campact e.V.

Für eine Rückmeldung, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen, sind wir dankbar – formlos telefonisch oder per Mail an eine der drei Organisationen. Für das Betreten des Geländes des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe sollten sie sich sicherheitshalber anmelden unter presse@campact.de.

Mit freundlichen Grüßen

Svenja Koch, Sylvie Ahrens und Anne Dänner

Pressekontakte:

Campact, Svenja Koch, presse@campact.de
04231 / 95 75 90

foodwatch, Sylvie Ahrens, presse@foodwatch.de
030 / 24 04 76 290, 0174 / 375 16 89

Mehr Demokratie, Anne Dänner, presse@mehr-demokratie.de
0178 / 816 3017, 030 / 420 823 70