2.500 Unternehmen gegen TTIP – Wirtschaftsinitiative überreicht Unterschriftenliste an Bundeswirtschaftsministerium / Papier zu Pharma und Gesundheit veröffentlicht

Bei den 2.500 Unterzeichnern kommt die größte Zahl der Unternehmen aus Bayern und Nordrhein-Westfahlen, am stärksten vertreten sind das Handwerk und die freien Berufe. „Wir Mittelständler wurden nie gefragt, ob wir TTIP brauchen oder wollen. Die Informationen, die wir zu dem Thema erhalten haben, waren zudem mehr als dürftig. Trotzdem wurde in der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt, die Wirtschaft stünde geschlossen hinter TTIP. Das hat mich sehr geärgert“, erklärt Martina Römmelt-Fella, Mitinitiatorin von KMU gegen TTIP und Geschäftsführerin der Fella Maschinenbau GmbH. TTIP schade großen Teilen des Mittelstandes in Deutschland, so Römmelt-Fella. „Wir haben die Initiative im Herbst 2015 gestartet. Sie hat inzwischen die Diskussion in Kreisen der Wirtschaftsverbände, der Politik und der Medien erheblich verändert, weil sie endlich die erheblichen Risiken offengelegt hat.“ Inzwischen ist die Wirtschaftsinitiative regelmäßig Teil von öffentlichen Diskussionen und gefragter Gesprächspartner für die Medien. „Wir haben es geschafft, dass CETA und TTIP jetzt völlig zu Recht auch innerhalb der Wirtschaft kritisch diskutiert werden.“

„Die Unterzeichner von ‚KMU gegen TTIP‘ kommen aus allen Branchen“, so Frank Immendorf, ebenfalls Mitinitiator und Geschäftsführender Inhaber der Egovision GmbH. Mit 21 % ist das „Gewerbe und Handwerk“ am stärksten vertreten, gefolgt von den freien Berufen (20 %) und Handel (19 %). 21 % der Unterzeichner kommen aus Bayern, 15 % aus Nordrhein-Westfalen und 14 % aus Baden-Württemberg. „In ihrer Größenverteilung bilden die Unternehmen ziemlich genau den bundesdeutschen Durchschnitt mittelständischer Unternehmen ab“, so Immendorf weiter. Der größte Teil fällt mit 77 % auf Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern. Elf bis 50 Mitarbeiter haben 10 % der Unterzeichner, zwei Prozent haben bis zu 250 Mitarbeiter und ein Prozent ist noch größer.
 
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Wirtschaftsvereins UnternehmensGrün e.V. und Beirat von KMU gegen TTIP, hat das neue Hintergrundpapier zu den möglichen Auswirkungen von TTIP auf die Unternehmen der Pharma- und Gesundheitsbranche vorgestellt. „Die Deregulierungen, wie sie durch TTIP angestoßen würden, könnten die Kosten in dieser Branche, vor allem für Arzneimittel, deutlich steigern“, fasst Reuter zusammen. „Das bedroht unser solidarisch finanziertes Gesundheitswesen existenziell. Darunter werden vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen, die Arzt- und Zahnarztpraxen und die Apotheken leiden. Und natürlich auch die Verbraucher.“

Negative Auswirkungen auch auf weitere Branchen

Negative Folgen durch TTIP sind insbesondere für die Agrar- und Ernährungswirtschaft und regional ausgerichtete Handwerksbetriebe zu befürchten. TTIP könnte aber auch für mittelständische Maschinen€bauunternehmen oder kleinere Unternehmen aus der Elektronikindustrie zur unfairen Einbahnstraße werden: Aufgrund spezifischer Eigenarten von US-amerikanischen Produktzulassungsverfahren könnten amerikanische Unternehmen zwar einen vereinfachten Marktzugang zum europäischen Markt bekommen, europäische Unternehmen umgekehrt aber nicht zum amerikanischen Markt. KMU gegen TTIP kritisiert weiterhin, das kleine und mittelständische Unternehmen schon allein wegen der hohen Verfahrenskosten von durchschnittlich acht Millionen Euro de facto keinen Zugang zu Schiedsgerichten hätten und damit eine weitere Wettbewerbsverzerrung gegenüber den großen Konzernen stattfindet.

Hintergrund: Die Wirtschaftsinitiative „KMU gegen TTIP – kleine und mittlere Unternehmen gegen das Transatlantische Handelsabkommen“ – wurde im Herbst 2015 von fünf Unternehmen aus unterschiedlichen Bundesländern gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft möchte zu einer differenzierten Diskussion um TTIP beitragen und kritischen Stimmen aus den Reihen der Wirtschaft Gehör verschaffen. Aktuell haben über 2.500 Unternehmer*innen den Aufruf unterschrieben.

In der Reihe TTIP in der Diskussion ist bisher erschienen:

TTIP und Maschinenbau/Elektronikindustrie (www.kmu-gegen-ttip.de/content/download/1616/40948/file/160204_Pressemitteilung_KMU_gegen_TTIP_Factsheet%20Maschinenbau.pdf)
TTIP und Handwerk (www.kmu-gegen-ttip.de/content/download/1629/40989/file/160608_Faktenblatt_TTIP_in_der_Diskussion_Handwerk.pdf)
TTIP und Gesundheitswesen/Pharma (Veröffentlichung am 15. Juli 2016)
In der Videoreihe „TTIP – Stimmen aus der Wirtschaft“ stellen Initiatoren und Unterstützer sich und ihre Argumente gegen TTIP vor. Den Beitrag über Guido Körber / Code Mercenaries finden Sie unter: www.youtube.com/watch?v=MGJtDbdOFOQ

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.kmu-gegen-ttip.de.

Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft „KMU gegen TTIP DE“ // info@kmu-gegen-ttip.de
facebook.com/KMUgegenTTIP // twitter.com/KMUgegenTTIP_DE

Pressekontakt:

Kai Weller, Agentur Ahnen&Enkel
Mail: weller@ahnenenkel.com
Mobil: 0176 24569084




Konsequenzen des englischen Brexit

Eine erste Bilanz der Konsequenzen des Brexit kommt zu folgenden Ergebnissen:

1. Der Brexit spielt sozusagen am lebenden Objekt einmal durch, was es bedeutet, wenn in einer zentralen europäischen Frage eine grundlegend andere Alternative praktiziert wird. Bisher konnten solche Fragen nur theoretisch erörtert werden, nach dem Motto »was wäre,
wenn.«

– Griechenland aus dem Euro ausscheiden würde
– Österreich oder die Niederlande oder gar Frankreich aus der EU austreten würden
– Draghi eine andere Geldpolitik machen würde.

Schon jetzt, nach nur wenigen Wochen, wird deutlich, dass eine solche grundlegende »Schubumkehr« der Politik in einer zentralen europäischen Frage immense, um nicht zu sagen brutale Auswirkungen nach sich zieht. Solche Dinge müssen – wenn wirklich notwendig – außerordentlich gut vorbereitet und sorgfältig geplant werden.
Und noch eines wird deutlich: wenn es ernst wird, machen sich die Populisten vom Acker und überlassen es den sog. Alt- oder Systemparteien, die eingebrockte Suppe auszulöffeln.

2. In den Medien und in den öffentlichen Diskussionen wurden meist nur die schwierigen und problematischen EU-Aspekte wie Bürokratiemonster, Nettobeitrag, teure EURORettung erörtert. Erst bei einem Austritt wird sichtbar, welche großen Vorteile – z.B. Erasmus, wissenschaftliche Zusammenarbeit, London als englischer Türöffner zum europäischen Binnenmarkt – beim Verlassen der EU-Familie plötzlich verloren gehen.

3. Die anstehenden Scheidungsverhandlungen mit England werden zeigen, dass der von allen gewünschte Freihandel heute durch eine einfache Öffnung der Grenzen nicht mehr funktioniert. Wenn früher durch eine bloße Abschaffung der Zölle eine Grenzöffnung für Waren und Dienstleistungen möglich war, sind es heute hunderte ja wahrscheinlich tausende von denkbaren nationalen nichttarifären Barrieren, die einen freien Handel faktisch unmöglich machen. Hinzu kommen viele ausdenkbare Hürden bei der Berufsausbildung, bei der grenzüberschreitenden Verwendung von Kapital für Investitionen beim Handwerk und im Bankenwesen. Hinzu kommen Wettbewerbsverzerrungen durch nationale Regelungen im Umweltschutz, Verbraucherschutz und im Steuer- und Abgabenrecht für »Ausländer«. Ein offener Freihandel oder gar ein Binnenmarkt ist heute ohne eine Vielzahl gemeinsamer Regelungen nicht mehr möglich. Zwischen der EU und England müsste ein Freihandelsabkommen nach dem »Vorbild« TTIP ausgehandelt werden oder England begnügt sich mit der Rolle Norwegens: Alle EU-Regeln werden übernommen, ohne an ihrem Zustandkommen beteiligt zu sein.

4. Das negative Bürokratieimage der EU wird auch dadurch bewirkt, dass die EU häufig bei notwendigen technischen Harmonisierungen auch gleich Umwelt- und Verbraucherschutzaspekte mit berücksichtigt hat. Man hat aus diesem Grund viele Produkte nicht nur harmonisiert sondern gleich auch »verbessert«. Dies gilt etwa für die in England besonders diskutierten Regelungen für Staubsauger und Glühbirnen. Eine klare, auch argumentative Trennung beider Zielrichtungen hätte hier mehr Verständnis erhalten.

5. Gemeinsame europäische Regelungen müssen sich logischerweise am europäischen
Gemeinwohl ausrichten. Dass solche EU-weiten Kompromisse dann selten oder nie dem
Empfinden und Denken einer einzelnen Nation entsprechen, liegt auf der Hand. Es wird aber immer wieder mit großer Entrüstung als unverständlich dargestellt nach dem Motto »wie kann Europa so etwas beschließen, was wir doch in Deutschland (oder Österreich, oder Frankreich oder Polen) als völlig falsch empfinden«.

Fazit: Die Welt des 21.Jahrhunderts ist kompliziert ob uns das gefällt oder nicht. Wenn man alle Aspekte des Brexits berücksichtigt, wäre es für alle Beteiligten das Beste wenn er gar nicht umgesetzt werden würde. Schließlich hat auch das Volk ein Recht auf Irrtum.

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Dr. Ingo Friedrich
Europabüro:
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„Unternehmen gegen CETA und TTIP – Wirtschaftsinitiative überreicht 2.500 Unterschriften an Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.“

Pressekonferenz der Initiative „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gegen TTIP“:

Termin: Freitag, den 15.7.2016
Uhrzeit: 10:30 – 11:30 Uhr
Ort: Haus der Bundespressekonferenz / Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstr. 55, 10117 Berlin

Mit

Dr. Berend Diekmann, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Martina Römmelt-Fella, Geschäftsführerin Fella Maschinenbau GmbH, Mitinitiatorin „KMU gegen TTIP“
Frank Immendorf, Geschäftsführer Egovision GmbH, Mitinitiator „KMU gegen TTIP“
Guido Körber, Geschäftsführer Code Mercenaries, Beirat „KMU gegen TTIP“
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin UnternehmensGrün e.V., Beirat „KMU gegen TTIP“
Dr. Berend Diekmann wird auf dem Podium das Wirtschaftsministerium vertreten und Stellung zu den Positionen von „KMU gegen TTIP“ beziehen. Zum Ende der Pressekonferenz gibt es einen Fototermin zur Übergabe der Unterschriften durch die Initiatoren von „KMU gegen TTIP“ an Dr. Berend Diekmann als Vertreter des Wirtschaftsministeriums.

Hintergrund:

Im September 2015 haben fünf Unternehmerinnen und Unternehmer die unabhängige Wirtschafts-initiative “Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gegen TTIP” gegründet und dazu aufgerufen, gegen TTIP und ähnliche Freihandelsabkommen wie CETA zu unterzeichnen. Inzwischen haben über 2.500 Unternehmen aus ganz Deutschland unterzeichnet. Die Initiatoren von „KMU gegen TTIP“ sind davon überzeugt: Die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP schaden den wirtschaftlichen Interessen von weiten Teilen des Mittelstandes und ganzer Branchen in Deutschland.

Bei einer branchenübergreifenden Verhandlung drohen weniger starke Lobbygruppen zu Bauernopfern der Platzhirsche zu werden. Wenn beispielsweise die Interessen der Automobilindustrie gegen die der Agrarwirtschaft aufgewogen werden, dann besteht die Gefahr, dass ganze Branchen zur Verhandlungsmasse werden.

Negative Folgen durch TTIP sind insbesondere zu befürchten für die Agrar- und Ernährungswirtschaft und regional ausgerichtete Handwerksbetriebe, aber auch für mittelständische Maschinenbauunternehmen oder kleinere Unternehmen aus der Branche der Elektronikindustrie (Stichwort „Einbahnstraßen-Effekt“ für amerikanische Unternehmen). Diesen Unternehmen gibt “KMU gegen TTIP” eine Stimme.

Wir werden auf der Pressekonferenz ein neues Hintergrundpapier zu den Auswirkungen von TTIP auf kleine und mittlere Unternehmen aus dem Bereich Pharma/Gesundheitswesen vorstellen.

Weitere Aspekte der Pressekonferenz sind:

Wer sind die Unterzeichner von KMU gegen TTIP? (Übersicht über Unternehmen und Größenverteilung)
Was bedeutet TTIP für den mittelständischen Maschinenbau?
Was bedeutet TTIP für die Agrar- und Ernährungswirtschaft?
Was bedeutet TTIP für das Handwerk?

Wir bitten um Akkreditierung bis zum 13.07.2016.

Pressekontakt:

Kai Weller, Agentur Ahnen&Enkel, mobil: 0176 24569084, weller@ahnenenkel.com




Das UN World Food Programme eröffnet Innovation Accelerator um neue Lösungen gegen Hunger zu entwickeln

WFP-Pressemitteilung

11. Juli 2016

MÜNCHEN – Das UN World Food Programme (WFP) hat heute mit der Eröffnung seines Innovation Accelerators einen weiteren wichtigen Schritt getan, um die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen für eine Welt ohne Hunger zu beschleunigen. Der Accelerator – ein Instrument der Start-up-Szene – soll kreative neue Werkzeuge identifizieren und fördern, um effektiver in humanitären Krisen zu helfen und die Nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu erreichen.

Am Standort München bringt der Accelerator WFP-Mitarbeiter mit Experten und Unternehmern der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft aus aller Welt zusammen, um Lösungsansätze zu verfeinern, Prototypen zu entwickeln und zu testen und die Verbreitung von erfolgreichen Ideen zu beschleunigen. Diese Teams arbeiten für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten an ausgewählten Projekten, welche die humanitären Helfer des WFP selbst oder externe Ideengebern eingereicht haben.

„Jeden Tag arbeiten WFP und seine Partner dafür, dass die ärmsten und doch stärksten Menschen, die an den gefährdetsten Orten dieser Welt leben, lebensrettende Ernährungshilfe erhalten. Doch das ist nicht genug, um unser gemeinsames Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 zu erreichen“, erklärte WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin.

„Wir müssen mutig neue Ideen und Lösungen suchen, um mehr Nahrungsmittel verfügbar und zugänglich zu machen und allen Menschen überall die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder zu ernähren. Wir müssen so eng wie noch nie zusammenarbeiten und uns die Vorteile neuer Technologien und die Revolution in der Analyse groβer Datenmengen zu Nutze machen. So können wir die Art und Geschwindigkeit unserer Hilfe verändern – und die anhaltenden Herausforderungen überwinden, die Generationen in Hunger und Armut gefangen gehalten haben“, fügte Cousin hinzu.

Die Welt hat bereits große Fortschritte im Kampf gegen Hunger gemacht, die Zahl der Hungernden ist seit den 1990ern um 200 Millionen gesunken. Doch noch immer haben 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen. Der Innovation Accelerator ist ein wesentliches Mittel, um das zweite Nachhaltige Entwicklungsziel zu erreichen und Hunger bis 2030 zu beenden.

„Die Nachhaltigen Entwicklungsziele sind ambitioniert und verlangen, dass wir unsere derzeitigen Anstrengungen beschleunigen“, sagte Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Der Innovation Acclerator wird das immense Potential freisetzen, das deutsche Universitäten, Forschungsinstitute, die Privatwirtschaft und die Entwicklungsgemeinschaft zu bieten haben. Deutschland ist derzeit der zweitgrößte Geber des WFP, und die Investition in Innovation wird den Wert unserer finanziellen Unterstützung weiter steigern.“

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier fügte hinzu: „Deutschland unterstützt WFP allein in Syrien und der Region 2016 mit der Rekordsumme von 570 Millionen Euro. Aber Nothilfe allein reicht nicht aus.“

„Es wird weiter neue Wege brauchen, wenn wir erreichen wollen, dass auf unserem Planeten niemand mehr Hunger leiden muss. Dafür brauchen wir eine engere Verzahnung der humanitären Hilfe mit der Wirtschaft, der Forschung und der Zivilgesellschaft. Der Innovation Accelerator wird dazu beitragen, neue Technologien oder Geschäftsmodelle zum Wohle von Menschen in Not zu entwickeln“, sagte Steinmeier bei der offiziellen Eröffnung.

Der Innovation Accelerator wird großzügig vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Auswärtigen Amt und dem Bayrischen Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt. Schon heute fördert der Accelerator zwölf innovative Projekte aus WFP’s Hilfsprogrammen weltweit und wird dabei stark von Münchens Innovations- und Start-Up-Szene profitieren – aber auch dazu beitragen.

„Bayern ist stolz, den Aufbau eines WFP-Büros in München zu unterstützen. Durch enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungsinstituten in Bayern können wir kluge und nachhaltige Lösungen für eine Welt ohne Hunger finden“, erklärte Helmut Brunner, Bayrischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Neben WFP-Exekutivdirektorin Cousin, Minister Müller, Minister Steinmeier und Staatsminister Brunner nahmen mehr als 200 geladene Gäste aus aller Welt an der Eröffnung teil, die durch enge Zusammenarbeit sowie kreative Anwendung von innovativen Ansätzen und Technologien eine Welt ohne Hunger schaffen wollen. Zum Start des Accelerators stellten Projektteams und externe Start-Ups den Gästen ihre ambitionierten Ideen vor, um Hunger in der Welt zu beenden.

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WFP ist die größte humanitäre Organisation und bekämpft den Hunger weltweit. In Krisensituationen und bei Naturkatastrophen leistet WFP rasche Nothilfe. WFP-Entwicklungsprogramme helfen zugleich die Ursachen des Hungers langfristig zu beseitigen. WFP unterstützt jährlich etwa 80 Millionen Menschen in rund 80 Ländern.

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Gregory Barrow, WFP/London, Tel. +44 20 72409001, Mob. +44 7968 008474
Gerald Bourke, WFP/New York, Tel. +1-646-5566909, Mob. +1-646 525 9982

Hinweis für Journalisten:
Hochauflösendes Bildmaterial können Sie hier herunterladen: https://www.dropbox.com/sh/9867wez19i9m7y7/AAAxJb_CQiGZ2RauFdvZ0u82a?dl=0




15. Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis verliehen

PRESSEINFORMATION

· Erstmals Sonderpreis Innovation ausgelobt

· Ehrenpreis für Dr. Hans Rudolf Herren (Präsident des Stiftungsrats von Biovision und Präsident des Millennium Institutes)

Neumarkt, 07. Juli 2016 – Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hat heute im Rahmen eines Festaktes die Preisträger seines Nachhaltigkeitspreises 2016 geehrt.

Bereits zum 15. Mal verlieh das Oberpfälzer Traditionsunternehmen seine mit jeweils 2.000 Euro dotierten „Lämmchen“ an fünf Preisträger in fünf Kategorien. Außerdem wurde dieses Jahr ein Ehrenpreis und erstmals auch der neue Sonderpreis für Innovation vergeben. Die hochkarätig besetzte Jury wählte dafür aus 107 engagierten Menschen und Organisationen diejenigen Bewerber aus, die sich in ganz besonderer Weise um die Erhaltung unserer Umwelt und die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen verdient gemacht haben. Ziel der Preisverleihung ist neben der Anerkennung des Engagements, die Geehrten zum Weitermachen zu motivieren und guten Ideen eine Plattform zu bieten.

Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu: „Wenn wir als Gesellschaft wirklich nachhaltig sein wollen, dann dürfen wir uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben, müssen Neues wagen und Bewährtes weitertragen. Mit unserem Nachhaltigkeitspreis unterstützen wir deshalb gute Ideen, helfen sie bekannter zu machen und regen zur Nachahmung an. Der dieses Jahr erstmals verliehene Innovationspreis fördert beispielsweise die Weiterentwicklung in der Biobranche und hilft dabei, den Aufbau einer ökologischen Tierzucht zu ermöglichen.“

Die Preisträger 2016:

• Sonderpreis „Innovation“: Mit der Züchtung von Hühnern für den Öko-Landbau setzt die Ökologische Tierzucht gGmbH den Grundsatz „Bio von Anfang an“ um. Die Ziele der Initiative von Bioland und Demeter sind unter anderem die Eignung der Tiere für die Auslaufhaltung und Aufzucht mit heimischem Futter sowie gute Eignung sowohl als Legehennen wie auch in der Mast. Die Zucht liegt komplett in bäuerlicher Hand und bietet erstmals eine sinnvolle Alternative zu den von weltweit drei Konzernen beherrschten konventionellen Zuchtvorhaben.

• Einzelperson: Roland Einsiedel ist ein Pionier des ökologischen Landbaus. Schon vor dem Mauerfall setzte er sich für den naturnahen Landbau in den östlichen Bundesländern ein. Heute ist der ehemalige Landwirtschaftsdozent ist ein Netzwerker zwischen den ökologischen Anbauverbänden und seine Fortbildungsseminare erfüllen höchste fachliche Ansprüche. Mit seinem engagierten Einsatz für eine ökologische Landwirtschaft, gegen Agrogentechnik und für hochwertige Umweltbildung hat er viel für die ökologische Lebensmittelwirtschaft erreicht.

• Vereine und Institutionen: Mellifera e.V. setzt sich phantasievoll dafür ein, die Bedeutung der Bienen für die Agrarkultur auch einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen. Mit einer Lehrimkerei wurden Tausende an die Bienenhaltung herangeführt. Die „Bienenkiste“ ermöglicht es, dass jeder auf einfachste Weise selbst Bienen halten kann. Mellifera hat darüber hinaus maßgeblich eine natürliche Behandlungsmethode der Varroamilbe mitentwickelt und ist politisch aktiv: Der Verein hat entscheidenden Anteil daran, dass es auf deutschen Äckern keine Gentechnik gibt.

• Unternehmen: Die Bürgerwerke e.G. – Energie in Gemeinschaft ist mittlerweile der größte Zusammenschluss von Energiegenossenschaften in Deutschland. Mehr als 10.000 Mitglieder liefern bundesweit Bürgerstrom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Transparent und fair sind sie ein Gegenmodell zu den Energieriesen und tragen durch die regionale Wertschöpfung zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei – unbeirrt von politischen Querschüssen.

• Medienschaffende: Christiane Grefe schreibt seit Jahrzehnten über ökologische und soziale Themen – auch in Büchern, die große Aufmerksamkeit erzielen. Sie steht für kluge und kritische Berichterstattung, für Kontinuität, Seriosität und Engagement. Was sie stets antreibt, sind ihre Neugierde und die Erkundung der Spannungsfelder zwischen Mensch und Technik, Wirtschaft und Umweltschutz sowie Armut und Reichtum.

• Mitarbeiter: AG Zukunft – bei der Neumarkter Lammsbräu heißt das „Auszubildende gestalten Zukunft“. Die Nachwuchskräfte treiben durch kreative Ideen zu Themen wie zum Beispiel Biodiversität oder dem Erhalt der Artenvielfalt das Unternehmen insgesamt voran und helfen auch dabei, sie umzusetzen. Die wissbegierigen, engagierten jungen Menschen wirken durch ihr Nachhaltigkeitsstreben darüber hinaus als Botschafter, die die von Lammsbräu gelebte Nachhaltigkeitskultur auch außerhalb des Standortes fördern.

• Ehrenpreis: Dr. Hans Rudolf Herren widmet sein Leben der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Afrika und einem globalen Kurswechsel in der Landwirtschaft. Der Öko-Landbau-Pionier rettete in einer groß angelegten biologischen Schädlingsbekämpfungsaktion 200 Mio. Menschen vor einer Hungersnot. Dafür erhielt er den Welternährungspreis. 1998 gründete er Biovision, die Stiftung für nachhaltige Entwicklung, in der er Präsident des Stiftungsrats ist. Seit 2005 ist er zudem Präsident des Millennium Institute.

Auch unter den Laudatoren finden sich renommierte Nachhaltigkeits-Verfechter wie das Jurymitglied des Nachhaltigkeitspreises Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender BUND), Dr. Alexander Gerber (Vorstand Demeter e.V.), Prof. Dr. Christian Borgemeister (Direktor am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn) und Susanne Horn, Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu.

Die Jury wählte die prämierten Projekte in einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus und bestand 2016 aus der Juryvorsitzenden Ilona Jerger (Umweltjournalistin und Buchautorin) sowie Dr. Alexander Gerber (Vorstand von Demeter), Dieter Brübach (Geschäftsführer B.A.U.M.), Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender BUND) und Susanne Horn (Generalbevollmächtigte Neumarkter Lammsbräu).

Zum Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu

Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde erstmals im Jahr 2002 verliehen. Er ging aus dem Deutschen Umweltpreis hervor, den Lammsbräu-Inhaber Dr. Franz Ehrnsperger 2001 erhielt. Das Preisgeld investierte der Unternehmer in eine neue Flaschenwaschanlage, die weniger Energie und Wasser verbraucht. Das dadurch gesparte Geld stiftet er seitdem den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises – insgesamt jährlich 10.000 Euro. Bislang wurden 51 Projekte aus 1.122 Bewerbungen in den Kategorien Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen, Medienvertreter und Lammsbräu-Mitarbeiter ausgezeichnet. Der Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis ist einer der bedeutendsten Nachhaltigkeitspreise in Deutschland.

Weitere Informationen zur Neumarkter Lammsbräu finden sich unter www.lammsbraeu.de

Pressekontakt:
Antonia Green

Dr. Antonia Green
Thomas Pfaff Kommunikation
Höchlstraße 2
D-81675 München

Fon: +49-89-992496-51
Fax: +49-89-992496-53
green@pfaff-kommunikation.de

Druckfähiges Bildmaterial zum diesjährigen Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis:

· https://we.tl/afOj229CZF
· u.a. Preisträger einzeln und als Gruppenbild, „Lämmchen“-Auszeichnung
· Bildquelle: „Neumarkter Lammsbräu/Hubert Bösl“




Öko und Fair wirkt – vielfältig und vielerorts | Naturland Fair auf der Fair Handels Messe Bayern in Augsburg

Pressemitteilung, 11.07.2016

Gräfelfing – Immer mehr Label weisen Produkte als nachhaltig aus. Echte Nachhaltigkeit entsteht aber nur dann, wenn Produkte ökologisch erzeugt und fair gehandelt wurden. Beides vereint Naturland Fair seit 2010 in einem Zeichen. Wie das konkret wirkt, von Lateinamerika über die Türkei bis ins Voralpenland, macht Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli in Augsburg erlebbar.

Wie Nord und Süd zusammenkommen und welchen konkreten Nutzen die Erzeuger davon haben, zeigt sich an einem Produkt wie den Naturland Fair zertifizierten schokolierten Haselnüssen der Fair-Handelsgenossenschaft dwp eG. Die öko-fairen Rohstoffe stammen aus dem Süden und dem Norden: Haselnüsse aus der Türkei, Kakao von der Dominikanischen Republik, Zucker aus Paraguay und Milch aus dem Berchtesgadener Land. Der Öko- als auch der Fair-Anteil betragen 100 Prozent. Diese Beispiele beleuchtet Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern und zeigt die ganze Vielfalt öko-fairer Produkte aus Nord und Süd.

Vielfältige Regionen – vielfältige Wirkungen

Die Haselnüsse, die dwp mit Schokoglasur in deutsche Läden bringt, stammen von bäuerlichen Kleinbetrieben an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Preise, die das Fairhandelsunternehmen Isik dafür zahlt, kommen auch den Erntehelfern der Bauern zu Gute: Neben einem angemessenen Lohn erhalten sie feste Unterkünfte sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Schulausbildung und der medizinischen Versorgung. Den Kakao wiederum liefert die Kooperative Cooproagro in der Dominikanischen Republik. Die Kooperative konnte dank der Fair-Prämie wichtige Infrastruktur wie Straßen und Brücken sowie Gemeindezentren errichten. Und in Paraguay ist es der Kauf einer Zuckermühle – finanziert durch Mehreinnahmen aus dem Fairen Handel – der den Zuckerrohrbauern mehr Unabhängigkeit und bessere Auszahlungspreise ermöglicht.

Doch Naturland Fair wirkt auch in Deutschland: Überdurchschnittliche Milchpreise und eine verlässliche Handelsbeziehung geben den Bauern im Berchtesgadener Land die notwendige Perspektive, um ihre Betriebe auch in der nächsten Generation weiterzuführen. Damit tragen die Milchwerke Berchtesgadener Land zum Erhalt einer bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft und der Bewahrung der alpinen Kulturlandschaft bei.

Naturland Fair setzt höchsten Standard

Dass nur die Verbindung von Öko und Fair wirklich nachhaltig ist, hat auch die Stiftung Warentest unlängst einmal mehr bestätigt. Die Tester bewerteten sechs verschiedene Nachhaltigkeitssiegel und kamen dabei zu dem klaren Ergebnis: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“ Rainforest Alliance und UTZ Certified, die im Handel am häufigsten anzutreffen sind, wurden dagegen als die Siegel mit den „geringsten Ansprüchen“ bzw. „wenig anspruchsvollen Kriterien“ bewertet.

Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli im Kongress am Park in Augsburg

Naturland Stand im Foyer „Klassik Radio“
Vortrag „Fairer Handel wirkt: 5 Jahre Naturland Fair Zertifizierung“, Freitag, 17.00 – 17.45 Uhr, Raum „Mercedes Benz“
Öffnungszeiten: Freitag, 13.30 bis 19.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Naturland Presse Info
Verantwortlich: Steffen Reese
Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel.: 089-898082-31
Fax: 089-898082-90
naturland@naturland.de
www.naturland.de




foodwatch fordert: „Monster Energy“ muss Gesundheitswerbung stoppen – EU-Parlament votiert gegen Werbeversprechen auf Energydrinks

Pressemitteilung – Thema: Energydrinks

Berlin, 08. Juli 2016. Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert den Energydrink-Produzenten „Monster Energy“ auf, alle Gesundheitsversprechen von den Dosen seiner Energy Drinks zu verbannen. Einen Tag zuvor hatte sich das Europäische Parlament in einer Entschließung gegen die Werbeversprechen für Koffein ausgesprochen und seine Entscheidung mit Gesundheitsgefahren für Kinder und Jugendliche begründet.

„Das Votum des EU-Parlaments ist ein klares Signal an Monster Energy: Gesundheitsbotschaften wie eine ‚höhere Konzentrationsfähigkeit‘ oder ‚zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung‘ haben auf den gefährlichen Koffeinbomben nichts zu suchen. Kinder und Jugendliche trinken ohnehin schon zu viele Energydrinks, mit verheerenden gesundheitlichen Folgen. Monster Energy darf diese Entwicklung mit profitablen Werbehinweisen nicht weiter befeuern“, sagte Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelmarketing bei foodwatch.

Derzeit druckt Monster Energy Gesundheitsversprechen, sogenannte Health Claims, auf „Monster Rehab Lemon“, „Monster Rehab Green Tea“ und „Monster Absolutely Zero“. Monster Energy ist nach Red Bull Deutschlands zweitgrößter Energydrink-Hersteller. Seit Dezember 2012 sind in der EU nur noch zugelassene Gesundheitsversprechen erlaubt; das Zulassungsverfahren für Werbeversprechen zu Koffein hatte sich aufgrund gesundheitlicher Bedenken bislang jedoch verzögert.

Der Beschluss des EU-Parlaments richtet sich gegen ein Vorhaben der EU-Kommission, vier Werbeversprechen für Koffein zu erlauben: Koffein helfe demnach, die „Ausdauerleistung“ oder das „Leistungsvermögen“ zu steigern, die „Konzentration“ zu verbessern oder die „Aufmerksamkeit“ zu steigern. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte zuvor die Wirkweise von Koffein untersucht und die betroffenen vier Slogans als wissenschaftlich abgesichert bewertet. Die Entschließung des Europäischen Parlaments ist indes verbindlich. Die EU-Kommission muss ihren Vorschlag ändern oder komplett zurückziehen.

Energydrinks werden mit Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Nierenversagen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht. Neben foodwatch fordern Experten wie die Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen, Fachleute der WHO und auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Altersgrenzen für den Verkauf von Energydrinks. Lettland und Litauen haben solche Regelungen kürzlich eingeführt. Das Bundesernährungsministerium lehnt dies jedoch bislang ab – stattdessen hat Minister Christian Schmidt eine steuerfinanzierte, rund 100.000 Euro teure Aufklärungskampagne gestartet, durch die der Konsum von Energydrinks bei Jugendlichen reduziert werden soll.

„Christian Schmidt ist auf dem Holzweg. Jugendliche werden wohl kaum auf Ernährungstipps der Bundesregierung hören. Lettland und Litauen machen es vor: Minderjährige sollten die gefährliche Wachmacher nicht kaufen dürfen“, erklärte Oliver Huizinga. In Litauen sind die Verkaufszahlen für Energydrinks ein Jahr nach der Einführung der Ab-18-Altersgrenze um acht Prozent eingebrochen.

Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Produkte – anders als etwa der ebenfalls stark koffeinhaltige Kaffee – gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt: 68 Prozent der Jugendlichen greifen zu den Energydrinks. Jeder vierte von ihnen trinkt drei oder mehr Dosen auf einmnal und überschreitet dadurch die für Erwachsene empfohlene maximale Einzeldosis von 200mg Koffein.

Link:

– E-Mail-Aktion von foodwatch zu Energydrinks: foodwatch.de/aktion-energydrinks

Redaktionelle Hinweise:

– Produkt-Fotos zum Download
– Pressemeldung des Europaparlaments zum Votum über Energydrinks: tinyurl.com/zgemn3j
– WHO Studie zu Gesundheitsrisiken von Energydrinks: bit.ly/1sGPj4y

Pressekontakt:

foodwatch e.V.
Dario Sarmadi
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Über 16.000 Münchner radeln durch die Sommernacht

Pressemitteilung
10/7/2016

Bei sommerlichen Temperaturen nutzten am gestrigen Samstag, 9. Juli über 16.000 Radlfans die Gelegenheit, auf autofreien Straßen durch München zu radeln. Die Radlhauptstadt München lud zur Radlnacht – präsentiert von M-net. In diesem Jahr war zum ersten Mal der Königsplatz Start- und Zielort des großen Radlcorsos.

Die Rundfahrt startete um 20:30 Uhr auf dem Königsplatz, viele Teilnehmende waren jedoch schon am Nachmittag dort und genossen bei schönstem Wetter das Bühnenprogramm mit Live-Musik der Bands El Rancho und Palo Santo. Großen Zuspruch fanden außerdem die kostenlose Fahrrad-Waschanlage und die Beach-Area des Telekommunikationsdienstleisters M-Net, der sich bereits zum zweiten Mal auf der Radlnacht engagierte. Auf einer „Social Media Wall“, die live Tweets und Postings mit dem Hashtag #Radlnacht auf einer Leinwand veröffentlichte, konnten die Radlerinnen und Radler ihre Schnappschüsse und Kommentare zur Radlnacht mit allen teilen.

Bei der Radlnacht feierte außerdem eine weitere Radl-Aktion ihren Auftakt: Das Stadtradeln München. Ziel der Aktion ist es, die Münchnerinnen und Münchner zu motivieren, innerhalb des Aktionszeitraums vom 9. bis 29. Juli 2016 möglichst viele Radlkilometer zu sammeln und auf www.stadtradeln-muenchen.de einzutragen. Mit im Gepäck hatte das Stadtradel-Team auf dem Königsplatz neben einem Infostand außerdem eine spannende Attraktion für besonders mutige Radlfans: einen Fahrrad-Looping, in dem schwindelfreie Besucher hoch hinaus um die eigene Achse radeln konnten.

Um 20:30 Uhr gab Schirmherr Oberbürgermeister Dieter Reiter das Startsignal und der Radl-Corso setzte sich in Bewegung. Vom Königsplatz fuhr der Zug zunächst über Stiglmaierplatz und Nymphenburger Straße bis zur Hackerbrücke. Von hier führte die Route weiter über die Theresienwiese, Kapuzinerstraße, entlang der Isar und über die Prinzregentenstraße zum Highlight der Route: dem Altstadtringtunnel. Über den Odeonsplatz ging es dann durch Schwabing zurück zum Ausgangspunkt. Im Anschluss versammelten sich ab ca. 22:00 Uhr viele Radlerinnen und Radler auf dem Königsplatz, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Die rund 12 Kilometer lange Strecke musste während des Veranstaltungszeitraums teilweise gesperrt werden. Die Green City Projekt GmbH, die die Radlnacht im Auftrag der Radlhauptstadt München durchführte, dankt der Münchner Polizei, dem Bayerischen Roten Kreuz und den vielen Ehrenamtlichen. Nur mit Hilfe ihres großen Einsatzes war ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung möglich.

Die nächste Radlhauptstadt-Veranstaltung folgt am 26. bis 28. August: Beim 1. Münchner RadlKULT – dem Radkulturfestival der Radlhaupstadt feiern verschiedene lokale Fahrradakteure gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern, was sie verbindet: Die Liebe zum Radl. Weitere Informationen gibt es schon jetzt auf www.radlhauptstadt.de.

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Naturata AG blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück

PRESSEMITTEILUNG

Marbach, 08. Juli 2016. Die Naturata AG präsentiert ihre Unternehmensergebnisse für das Geschäftsjahr 2015 und kann erneut auf ein gelungenes Geschäftsjahr zurückschauen. Trotz stellenweiser Rohstoffengpässe konnte das Unternehmen auch im vergangenen Jahr sein Wachstum fortführen. Unter anderem trugen diverse Verkaufsaktionen und der (Re-)Launch von Produkten, wie der veganen Remoulade oder vier neuer Tomatenprodukte, dazu bei.

Wie schon in den vergangenen Jahren boomt der Mega-Trend „Bio“. Die Endverbraucher setzen sich verstärkt mit ihrer Ernährung auseinander und entscheiden sich immer häufiger für ökologisch produzierte Lebensmittel. Diese Entwicklung verschafft dem Naturkost- Fachhandel weiterhin ein adäquates Wachstum. Laut dem Bundesverband Naturwaren (BNN) verzeichnete der deutsche Bio – Fachhandel 2015 ein Umsatzplus von über 10 Prozent.

An ihr überdurchschnittlich hohes Umsatzwachstum von 11,6% im Jahr 2014 konnte die Naturata AG nicht ganz anknüpfen. Mit dem Umsatzwachstum in Deutschland ist das Unternehmen dennoch zufrieden und freut sich vorallem über die gute Umsatzsteigerung im Ausland. Dazu trugen zahlreiche Verkaufsaktionen mit dem Handel, der Besuch der Weltleitmesse Biofach und Regionalmessen und zwei Reportagen in den Magazinen Schrot & Korn und eve mit begleitenden Verkaufsaktionen bei.

Das Sortiment aus rund 300 Artikeln konnte 2015 wieder erfolgreich erweitert werden. So wurde im ersten Halbjahr die Produktgruppe „Tuben“ nicht nur in ein neues Design gehüllt, sondern auch durch eine neue vegane Remoulade ergänzt, die aufgrund des aktuellen Vegan-Trends hohen Anklang fand. In der zweiten Jahreshälfte wurde außerdem die Produktgruppe Öle & Essige relaunchiert und es kamen neue Rot- und Weißweinessige – jeweils in demeter oder Bio-Qualität – hinzu. Mit dem Ziel die bereits starke Marktstellung im Bereich der Tomatenprodukte auszubauen, wurden vier Neuprodukte im Tomatensegment eingeführt: Zwei Tomatensugos, eine Tomatenpolpa sowie die Geschälten Tomaten. Die beiden letzteren sind auch in kleineren Einheiten erhältlich – perfekt auf kleinere Haushalte abgestimmt.

Die Naturata AG ist bereit, neue Weichen für die Zukunft zu stellen: 2015 hat das Unternehmen begonnen, sein Motto „Naturata im Wandel“ in die Tat umzusetzen – nicht nur mit dem Start einer Re-positionierung der Markenidentität, sondern auch durch Zuwachs im Vorstand, eine umfassende Optimierung der IT-Infrastruktur sowie eine vielversprechende Nominierung für den LEA-Preis („Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden- Württemberg“).

Die NATURATA AG zählt zu den führenden Anbietern von Lebensmitteln biologischer und bio- dynamischer Herkunft. Das umfangreiche Naturkost-Sortiment umfasst rund 300 Premium- Produkte, von denen ein Großteil nach Demeter* zertifiziert ist und das Fairtrade-Label trägt. 1976 zunächst als Großhandelsunternehmen ins Leben gerufen, hatte sich NATURATA der Idee verschrieben, Naturkosteinzelhändler auf dem noch jungen Biomarkt zuverlässig mit hochwertigen Produkten in Demeter- und Bio-Qualität zu versorgen. Diesem Leitmotiv folgt die NATURATA AG bis heute und entwickelt konsequent Produkte, die dank natürlicher Inhaltsstoffe bester Qualität und schonender Verarbeitungsverfahren Bio-Genuss auf höchstem Niveau garantieren.

NATURATA Produkte sind im deutschen Naturkostfachhandel erhältlich und werden darüber hinaus in 30 Länder weltweit exportiert. Jeder Schritt und jedes Produkt steht im Einklang mit dem Unternehmensziel, ein gesundes Miteinander von Mensch und Umwelt zu fördern. Faire, langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften, nachhaltiges Wirtschaften und die Förderung sozialer und umweltorientierter Themen sind wesentlicher Bestandteil der Unternehmens- philosophie.

Nähere Informationen zur NATURATA AG und zu NATURATA Produkten finden Sie unter:
www.naturata.de

* Demeter steht für bio-dynamisches Wirtschaften und geht über die Ansprüche der EG-Öko-Verordnung weit hinaus. Nach dem Prinzip, dem Boden mehr zurückzugeben, als ihm entzogen wird, werden Qualität und Fruchtbarkeit der Böden durch nachhaltige Bewirtschaftung langfristig verbessert. Demeter-Produkte sind frei von künstlichen Aromen, jeglichen Hilfsstoffen, Jod und Nitritpökelsalz und enthalten nur wenige erlaubte Zusatzstoffe. Demeter-Höfe setzen vollständig auf bio-dynamische Anbauweise, eigene Tierhaltung und Futtererzeugung und verzichten auf das schmerzhafte Enthornen ihrer Rinder – für Lebensmittel mit Charakter und gesunden Genuss.

Pressekontakt
Liane Maxion
NATURATA AG
Fon: +49 7144 8961-40
Fax: +49 7144 8961-41
E-Mail: l.maxion@naturata.de




KGAL legt neuen Erneuerbare Energien-Fonds ESPF 4 auf – Die Ausweitung der Investitionsstrategie bietet institutionellen Investoren erhöhte Renditechancen

Grünwald, 06.07.2016 – Die KGAL legt den vierten Enhanced Sustainable Power Funds (ESPF 4) auf und baut damit europaweit die führende Marktstellung in diesem Segment aus. Der neue Fonds 4 bietet institutionellen Investoren die Möglichkeit, von den bestehenden Wachstumschancen sowie der Stabilität von Erneuerbaren Energien zu profitieren. Im Fokus der Investitionsstrategie steht erstmals das gesamte Spektrum der Wertschöpfungskette in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und anderen Technologien der Erneuerbaren Energien. Während in reifen Märkten bereits in der Entwicklungs- und Bauphase investiert werden soll, runden sogenannte Brownfield-Investitionen in Wachstumsmärkten das Portfolio ab. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten in Europa.

Der Fonds hat ein Zielvolumen von 500 Millionen Euro und ist für institutionelle Anleger strukturiert. Die KGAL hat aufgrund ihrer langjährigen Präsenz auf den Erneuerbare Energie-Märkten eine breite Projektpipeline aufgebaut, um sowohl bei Projektentwicklungen als auch im Sekundärmärkt zu investieren. Der ESPF 4 trifft hier auf einen Markt, für den global vor allem aber in Europa großes Wachstum erwartet wird: Der Anteil der europäischen Kapazitäten für Erneuerbare Energien wird voraussichtlich von 45 % im Jahr 2015 auf 70 % im Jahr 2040 wachsen, was einem zusätzlichen Kapazitätsausbau von bis zu 1.000 GW und einem Kapitalbedarf von mehr als einer Billion Euro bis 2040 entspricht.

Europa besitzt einen gut entwickelten und wettbewerbsfähigen Markt für Erneuerbare Energien mit einem verbindlichen politischen Bekenntnis, den CO2-Ausstoß und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Zudem sind die fortschreitende Urbanisierung und Elektrifizierung starke Argumente für eine steigende Stromnachfrage und ein langfristig attraktives Strompreisniveau. Ein Vergleich der Stromgestehungskosten zeigt, dass sich die Kosten von Wind- und Solarenergie heute bereits auf einem ähnlichen Niveau mit fossilen Energieträgern wie Kohle befinden.

„Die Geschwindigkeit der Erneuerbare Energien-Märkte verlangt eine flexible, regional breit diversifizierte sowie nach Investitionszyklen optimierte Investitionsstrategie. Das zunehmende Interesse nach Assets aus dem Bereich Erneuerbare Energien hat zu einem enormen Druck auf Renditen für Bestandsobjekte geführt, so dass derzeit nur in Einzelfällen noch risikoadäquate Renditen erzielt werden können. Die Konzeption des ESPF 4 greift diese Entwicklung auf und bietet Investoren die Möglichkeit, chancenorientiert am Wachstum der Erneuerbaren Energien teilzunehmen“, so Michael Ebner, Geschäftsführer der KGAL Investment Management GmbH und verantwortlich für den Bereich Infrastructure innerhalb der KGAL Gruppe.

Gert Waltenbauer, CEO der KGAL Gruppe führt weiter aus: „Die KGAL ist seit 14 Jahren im Bereich der Erneuerbaren Energien als Investor tätig und hat durch aktives Asset Management ihres europaweiten Projektportfolios mit einem Wert von rund 2,4 Milliarden Euro eine bemerkenswerte Leistungsbilanz und tiefe Expertise geschaffen. Mit ihren mehr als 50 Mitarbeitern im Bereich Infrastructure ist sie deshalb bestens aufgestellt, um für ihre Investoren auch bei dieser verbreiteteren Investitionsstrategie Werte zu schaffen.“

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