Veranstaltung zu „Crowdfunding für eine nachhaltige Zukunft“

Crowdfunding-Workshop auf der Sustainica 2016 in Düsseldorf

Vom 2.-5. Juni bringt die Sustainica Messe-, Konferenz und Kunstausstellung für nachhaltigen Lebensstil und Innovation in Einem in das NRW-Forum Düsseldorf. Inmitten dieser inspirierenden Atmosphäre empfängt euch EcoCrowd-Projektleiterin Saskia Letz (Deutsche Umweltstiftung) zum

Workshop „How to crowdfund my sustainable idea?“ (deutschsprachig):

Ihr erhaltet Best-Case-Einblicke von der nachhaltigen Crowdfunding-Plattform EcoCrowd und könnt u.a. folgende Fragen für euch persönlich abklopfen: „Passt Crowdfunding zu meinem Vorhaben?“ – „Wie funktioniert Crowdfunding?“ – „Wie baue ich meine Crowd auf?“

Geeignet für NGOs, Start-ups, sonstige Unternehmen, Studenten und private Umweltaktive. Nach den zwei aufeinanderfolgenden Workshop-Durchläufen von je 45 Minuten sind persönliche Beratungsgespräche möglich.

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Wann: Der Workshop findet am Freitag, 3. Juni, in zwei zueinander alternativen Zeiträumen statt: 17:15-18 Uhr und 18:45-19.30 Uhr
Wo: NRW-Forum Düsseldorf, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
Weitere Infos: http://www.sustainica.org/de/konferenz/

Saskia Letz
Projektleiterin EcoCrowd

Deutsche Umweltstiftung
Greifswalder Strasse 4
10405 Berlin
Tel. 030 202384-284

Homepage der Deutschen Umweltstiftung: www.deutscheumweltstiftung.de
Deutschlands nachhaltige Crowdfunding-Plattform: www.ecocrowd.de
JAHRBUCH ÖKOLOGIE: www.jahrbuch-oekologie.de
Neu: Das Buch zum Weltklimavertrag von Paris: www.unter2grad.de
Neues zur Atompolitik: www.antiatomblog.de
Tägliche Nachrichten zur Bürgerbeteiligung: www.bblog.de
Das KURSBUCH BÜRGERBETEILIGUNG: www.kursbuch.info
Briefe zur Transformation: www.movum.info




„Nudging, Schnäppchen oder Verbote… Wie bringt man Menschen wirklich dazu, nachhaltiger zu leben?“

Veranstaltung

Termin: Mittwoch, 8. Juni 2016, 19.00–22.00 Uhr
Ort: tippingpoints Bonn, Weiherstraße 38, 53111 Bonn
Teilnehmer: Freunde der Agentur, Netzaktivisten, Wissenschaftler, Journalisten, Blogger und Vertreter von NGOs

Der Verhaltensökonom Prof. Lorenz Götte von der Uni Bonn www.iame.uni-bonn.de/people/lorenz-goette wird über seine Erfahrungen rund um das Nudging berichten: Wie „schubst“ man Menschen in Richtung einer klimafreundlichen Lebensweise – geht es wirklich ganz ohne Verbote oder Gebote? Milan Wolfs vom preisgekrönten Bonner Startup http://www.wertewandel.de wird mit uns darüber diskutieren, welche Auswirkungen Bonusprogramme auf einen nachhaltigen Lebensstil haben.

Im Anschluss gibt es bei einem kleinen Buffet jede Menge Raum für informelle Diskussionen und entspanntes Netzwerken. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um kurze Rückmeldung, damit wir besser planen können, vielen Dank!

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Michael Adler, Robert Sedlak und das Team von tippingpoints Bonn

tippingpoints GmbH
Büro Bonn
Weiherstraße 38 • 53111 Bonn
Tel.: +49 (0)228 98585-45 • Fax: +49 (0)228 98585-50
tippingtalks@tippingpoints.de

Büro Berlin
Lübecker Straße 46
10559 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 34649714
Besuchen Sie uns auch online!
Die Agentur: www.tippingpoints.de
Der Verlag: www.fairkehr.de




E-Bike ersetzt Auto – Green City e.V. und der Schweizer E-Bike-Spezialist Stromer laden zur Pressefahrt in München

PRESSEEINLADUNG

Immer mehr BerufspendlerInnen steigen vom Auto aufs E-Bike um – doch Städte und Kommunen hängen mit dem Ausbau der Infrastruktur hinterher. Dabei könnten rund 25 Millionen Pendler das Auto stehen lassen und die Strecke zur Arbeitsstelle mit dem E-Bike bewältigen – ökologisch, ökonomisch sinnvoller und meist schneller als mit Auto oder ÖPNV. Hinzu kommt der Sport- und Fitness-Aspekt.

Und natürlich die Begeisterung für den Komfort der neusten E-Bikes: Eingebauter Diebstahlschutz und volle Vernetzung mit dem Smartphone, flink zum Ziel mit bis zu 45 km/h oder auch das schicke Design, das längst nicht mehr dem monströsen Elektroboliden der Anfangszeit entspricht. Die E-Bikes des Herstellers Stromer aus der Schweiz haben das Potential zum grünen SUV auf zwei Rädern.

Doch welchen Herausforderungen müssen sich Großstädte, Verkehrspolitiker und auch die Hersteller von E-Bikes und Pedelecs stellen? Sind Schnellradwege, wie auch in München geplant, eine Lösung, wenn sie Platz einfordern, den derzeit PKWs für sich beanspruchen? Welchen Vorteil bietet das Pendeln mit einem E-Bike und wie sieht es mit dem Thema Sicherheit im Straßenverkehr aus?

In Kooperation mit der Umweltorganisation Green City e.V. und dem Schweizer E-Bike-Hersteller Stromer möchten wir Sie einladen, um diese und mehr Aspekte zum Thema E-Mobility bei einer akzentreichen Presserundfahrt mit dem E-Bike anzusprechen. Mit von der Partie ist auch die Stadträtin Bettina Messinger, Fahrradbeauftragte der SPD Stadtratsfraktion, die den spannenden Diskurs um die neue Fahrzeugklasse der Elektrofahrräder aus politischer Sicht bereichern wird.

Wann: Mittwoch, 18. Mai 2016, 11.00 Uhr
Wo: Start am Wittelsbacher Platz, Stopps an verkehrsrelevanten Punkten
Für Ihre Sicherheit ist gesorgt, Helme, die dazu noch kleidsam sind, stehen von Rockwell bereit.

Unsere ca. 60-minütige Rundfahrt endet mit Snacks sowie einem kleinen Get-together mit den Veranstaltern am Milchhäusl im Englischen Garten. Da nur eine begrenzte Anzahl an Stromer E-Bikes zur Verfügung steht, bitten wir bis zum 17.05. um eine verbindliche Zusage unter jung@kernpunktpr.de.

Wir freuen uns auf Sie und dynamische Gespräche und verbleiben mit den besten Grüßen

Green City e.V.
Andreas Schuster

…kernpunkt.PR
Gabriele Jung & Alexander Richter-Vrtič

Katja Sorg
Kommunikation/
Mitgliederbetreuung
Lindwurmstraße 88
2. Aufgang, 5. Stock
80337 München

Tel (089) 890 668 – 312
Fax (089) 890 668 – 66
presse@greencity.de
www.greencity.de




Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Hessen zukunftsfähig machen

Nachhaltigkeitskonferenz stößt Weiterentwicklung der Ziele und Indikatoren aus dem Jahr 2009 an / Ministerin Hinz: „Wir bleiben unserem Ansatz treu und arbeiten weiterhin partizipativ.“

„Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich das Land Hessen ambitionierte Ziele gesetzt. Es geht unter anderem um Artenvielfalt, Klimaschutz, eine zukunftsfähige Wirtschaft, Bildungsgerechtigkeit und Gesundheit, kurz: um Hessens Zukunft. Umso wichtiger ist es, die Ziele und die Indikatoren zur Überprüfung dieser Ziele mit Blick auf internationale Entwicklungen anzupassen. Genau das werden wir unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie in den kommenden zwölf Monaten tun. Denn wir brauchen in Hessen weiterhin ein schlagkräftiges Steuerungs- und Monitoringinstrument“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der 8. Nachhaltigkeitskonferenz im Wiesbadener Kurhaus. Hier trafen sich heute Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden, um auf die Arbeit der Nachhaltigkeitsstrategie zurückzuschauen und die Eckpfeiler für das kommende Jahr festzuzurren.

Bis 2017: Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie überprüfen

Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie war im Jahr 2009 ein Ziele- und Indikatorenset ausgearbeitet worden, um Schwerpunktthemen für konkrete Maßnahmen und Aktivitäten zu identifizieren. Diese Ziele und Indikatoren dienen als Leitlinie für alle Aktivitäten innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie, aber auch darüber hinaus im politischen Alltag und in der Verwaltung. Regelmäßige Fortschrittsberichte dokumentieren anhand der Indikatoren, wie nah Hessen den im Jahr 2009 formulierten Zielen bereits gekommen ist. Dieses Jahr hat die 8. Nachhaltigkeitskonferenz die Weiterentwicklung dieses Ziele- und Indikatorensets in den Mittelpunkt gestellt: „Diese Weiterentwicklung soll bis zur nächsten Nachhaltigkeitskonferenz in einem partizipativen Prozess erfolgen – denn nur gemeinsam getragene Ziele können ein Leitbild für das Handeln auf allen Ebenen darstellen“, betonte Hinz. „National und international ist im vergangenen Jahr viel passiert: Ich denke da an das Pariser Klimaabkommen, an die Verabschiedung der sogenannten SDGs (Sustainable Developement Goals) durch die Vereinten Nationen und an die Weiterentwicklung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Diese Entwicklungen werden wir berücksichtigen und unsere Ziele daran anlehnen“, so Hinz. „Das ist eine große Herausforderung. Aber in Hessen sind wir mit der Nachhaltigkeitsstrategie schon sehr weit. Darum bin ich mir sicher, dass es uns gelingen wird.“ Im kommenden Jahr werden auf der Basis der angepassten Ziele und Indikatoren neue Schwerpunktthemen formuliert, an denen – wie schon in den vergangenen Jahren – anschließend konkret gearbeitet wird.

Bei der 8. Nachhaltigkeitskonferenz wurde außerdem auf die Arbeit der vergangenen zwölf Monate zurückgeblickt. „Wir sind wieder ein großes Stück vorangekommen. Bei den Schwerpunktthemen Klimaschutz und Klimawandelanpassung sowie Biologische Vielfalt haben wir gemeinsam vielfältige, zukunftsweisende Ergebnisse erarbeitet“, betonte Ministerin Hinz.

Zentrale Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr

Der im vergangenen Jahr neu einberufene Steuerungskreis Klimaschutz und Klimawandelanpassung hat mit einer Onlinesammlung von Klimaschutz- und Klimawandelaktivitäten in Hessen 352 bereits laufende Maßnahmen identifiziert. Das zeigt: In ganz Hessen arbeiten Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sehr aktiv an Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Der Steuerungskreis hat außerdem einen breiten Beteiligungsprozess zur Diskussion des Maßnahmenpaketes für den „Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025“ angestoßen. Hierbei werden bei Veranstaltungen unterschiedlichste Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger eingebunden. Gestern fiel der Startschuss für die Online-Beteiligung der Öffentlichkeit: Bis zum 17. Juni 2016 kann ein großer Teil der Maßnahmenvorschläge unter www.klimaschutzplan-hessen.de eingesehen und kommentiert werden. Bereits Ende des Jahres soll der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ dem Kabinett zur Verabschiedung vorgelegt werden.

Im Rahmen des Schwerpunktthemas Biologische Vielfalt haben hessische Unternehmen Interessensbekundungen für Artenpatenschaften unterzeichnet. Sie verankern damit das Thema Biodiversität in ihr betriebliches (Umwelt-)Management und übernehmen Verantwortung für Biologische Vielfalt. Die Kampagne „Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt“ motiviert Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Kindergärten und Kommunen, mehr für den Erhalt und den Schutz der Biologischen Vielfalt zu tun. Zentrales Element der Kampagne sind zahlreiche Mitmach-Aktionen. Seit dem Auftakt der Kampagne im Rahmen der Veranstaltung „Hessen aktiv: Gemeinsam für Biologische Vielfalt“ im September 2015 sind mehr als 160 Beiträge mit rund 600 Fotos zu „wilden Ecken“ in Hessen auf der Kampagnenwebsite eingetragen worden. „Die Botschafter und Botschafterinnen der Partnerinstitutionen, mit denen wir die Kampagne gemeinsam umsetzen, tragen mit ihrem Engagement wesentlich zum Erfolg bei“, unterstrich Umweltministerin Priska Hinz. Die Kampagne findet ihren abschließenden Höhepunkt beim 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit am 22. September 2016, der ebenfalls dem Schwerpunktthema gewidmet ist und unter dem Motto „Beobachten – Erleben – Schützen: Hessen aktiv für Biologische Vielfalt“ stattfindet.

Jugendstudie „Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“

Bei der Nachhaltigkeitskonferenz wurde darüber hinaus die Jugendstudie der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen „Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“ veröffentlicht. Sie basiert auf den Ergebnissen der repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2015 und fragt nun nach den Gründen für das Lebensgefühl und den Wünschen der jungen Menschen in Hessen. Dafür wurden Interviews geführt und Jugendliche in Jugendforen eingeladen.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass es bei den Jugendlichen eine hohe Bereitschaft gibt, an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft aktiv mitzuwirken. Oft fehlt ihnen neben Schule oder Studium und anderen Freizeitaktivitäten dafür aber die notwendige Zeit. Darüber hinaus wünschen sich die jungen Menschen mehr Anerkennung für ihr Engagement. Eine höhere Wertschätzung würde aus Sicht der Jugendlichen die Zahl der ehrenamtlich Engagierten weiter erhöhen.
Lesen Sie dazu auch die weiterführenden Informationen.

Weitere Infos:
www.hessen-nachhaltig.de
www.klimaschutzplan-hessen.de
www.wildes-hessen.de

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressestelle: Mischa Brüssel de Laskay
65189 Wiesbaden, Mainzer Straße 80

E-Mail: pressestelle@umwelt.hessen.de
Internet: www.umweltministerium.hessen.de
Twitter: www.twitter.com/umwelthessen

Telefon: 0611 / 815 1020
Telefax: 0611 / 815 1943




Abstimmung im EU-Parlament: foodwatch fordert verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Milch, Milchprodukten und verarbeitetem Fleisch

Pressemitteilung

Berlin, 11. Mai 2016. Eine überwältigende Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher wünscht sich bei Lebensmitteln zuverlässige Angaben darüber, woher die Zutaten stammen. Das haben Umfragen – etwa durch infratest dimap im Mai 2014 – ergeben. Am Donnerstag (12.05.2016) stimmt das EU-Parlament über eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Milch, Milchprodukten und verarbeitetem Fleisch ab. Das Votum könnte Signalwirkung haben. „Neun von zehn Konsumentinnen und Konsumenten wollen klare Herkunftsangaben bei Lebensmitteln. Das darf das EU-Parlament nicht ignorieren“, sagte Lena Blanken, Expertin für Lebensmittelkennzeichnung bei der Verbraucherorganisation foodwatch. „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen endlich das Recht haben zu erfahren, woher ihre Lebensmittel kommen. Eine verbindliche Herkunftskennzeichnung für alle Hauptzutaten ist überfällig.“

Bisher muss in der Europäischen Union die Herkunft für das meiste frische Obst und Gemüse verpflichtend angegeben werden. Bei frischen Eiern haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, einen Code zu dechiffrieren, der Auskunft über den Legeort gibt. Und bei unverarbeitetem Rindfleisch wurde eine Kennzeichnungspflicht in Folge des BSE-Skandals eingeführt. Diese gilt seit dem vergangenen Jahr auch für unverarbeitetes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch. Herkunftsangaben bei Milch, Milchprodukten und verarbeitetem Fleisch (also zum Beispiel Wurst und Schinken aber auch in Lasagne oder Gulasch) hat die Lebensmittelindustrie dagegen bislang verhindert. Sie verweist dabei immer wieder auf die angeblich zu hohen Kosten.

Doch dass Herkunftsangaben die Produkte nicht viel teurer machen, beweist die Firma Frosta. Der Hamburger Tiefkühlhersteller nennt die Ursprungsorte auf der Verpackung – und veranschlagt dafür laut eigenen Angaben nur wenige Cent. Dazu sagte foodwatch-Expertin Lena Blanken: „Am Geld kann es nicht liegen, dass sich die Branche und die Europäische Union so vehement gegen Transparenz bei der Herkunft stemmen. In Wahrheit sind die Gründe ganz andere: Die Lebensmittelwirtschaft kann oder will die Rückverfolgbarkeit der Zutaten bis heute nicht gewährleisten, und die EU will die Verhandlungen über Handelsabkommen wie TTIP nicht mit der Forderung nach konsequenter Herkunftstransparenz belasten.“

In der Europäischen Union wird schon seit mehr als fünf Jahren über verpflichtende Herkunftsangaben bei Lebensmitteln debattiert. Weil sich das EU-Parlament nicht einigen konnte, wurde die EU-Kommission beauftragt, die Folgen für eine Kennzeichnung einzelner Lebensmittelgruppen abzuschätzen. Die Ergebnisse dieser Prüfaufträge liegen inzwischen vor. Sie prognostizieren Mehrkosten durch eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung und sprechen sich deshalb bei Milch und Milchprodukten nur unter Vorbehalt für bzw. bei Fleisch als Zutat gegen entsprechende Maßnahmen aus.

Der zuständige Fachausschuss des EU-Parlaments hatte demgegenüber im März mehrheitlich für verpflichtende Herkunftsangaben bei Milch, Milchprodukten und Produkten mit Fleisch gestimmt. Würde das Plenum diesem Votum folgen, wäre das ein starkes Signal an die EU-Kommission. Zwar ist die Resolution des Parlaments rechtlich nicht bindend, die Kommission wäre aber aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der endlich die Wünsche der allermeisten Verbraucherinnen und Verbraucher respektiert.

Links:

– Chronologie zu verpflichtenden Herkunftsangaben: tinyurl.com/hpnyjkq
– Resolutionstext tinyurl.com/jee94at
– Pressemitteilung foodwatch vom 02. Juni 2015 zu TTIP und Herkunftskennzeichnung: tinyurl.com/j2dpzyv

Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Sylvie Ahrens
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Notfallpädagogische Krisenintervention in Ecuador

Karlsruhe, 27. April 2016

Am 16.04.2016 wurde Ecuador von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert, eines der schwersten in der Geschichte des Landes. Viele Nachbeben folgten. Inzwischen ist die Zahl der Toten auf über 650 gestiegen. Vor allem Kindern fällt es schwer, solche Ereignisse zu verarbeiten, sie verlieren buchstäblich den Boden unter den Füßen. Um diese traumatisierten Kinder zu unterstützen, reist ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. von 02. bis 17.Mai in die Region Manabí. Der notfallpädagogische Einsatz findet in Kooperation mit „Aktion Deutschland Hilft“ statt.

Bei einem derartigen Beben verlieren viele Kinder das Vertrauen in die Stabilität ihres Umfelds, ihr ganzes Weltbild kann durch eine solche Katastrophe erschüttert werden. Inzwischen kam es zu über 500 weiteren heftigen Nachbeben, die die Menschen in ständiger Angst leben lassen. Kinder haben oft besondere Schwierigkeiten, ihre Erfahrungen von Angst, Zerstörung und Tod einzuordnen und zu überwinden, so kann es zu posttraumatischen Belastungsreaktionen kommen. Mit notfallpädagogischen Methoden können diese Kinder stabilisiert werden und so Trauma-Folgestörungen vermieden werden.

„So wichtig die Behandlung von Wunden, Brüchen und anderen körperlichen Folgen des Erdbebens auch ist – die psychologischen Auswirkungen einer solchen Katastrophe belasten die Betroffenen meist noch lange nach dem Beben.“ bringt Manuela Roßbach (Geschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“) es auf den Punkt.
In kunst- und erlebnispädagogischen Workshops haben betroffene Kinder die Möglichkeit, den traumatischen Erlebnissen neue, schöne Erfahrungen entgegenzusetzen. „Somit kann sich die Trauma bedingte seelische Erstarrung lösen und das Erlebte leichter verarbeitet werden“, erklärt Bernd Ruf, der Einsatzleiter. Die sonst so freudigen ecuadorianischen Kinder sollen wieder lachen dürfen.

Auch die Eltern und nahen Bezugspersonen sind oft traumatisiert, sie sind nicht oder nur bedingt in der Lage, ihren Kindern zu helfen. Zudem sind sie häufig mit den traumabedingten Verhaltensänderungen ihrer Kinder überfordert. Für sie werden Beratungen angeboten, die ihnen ein besseres Verständnis der posttraumatischen Reaktionen ermöglichen sollen.

Das ehrenamtliche notfallpädagogische Team besteht aus 12 erfahrenen PädagogInnen und TherapeutInnen, vier davon kommen aus Deutschland, die übrigen aus dem südamerikanischen Raum. Viele der Teammitglieder haben bereits langjährige Erfahrung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern nach Katastrophen oder humanitären Krisen.

Pädagogische Erste Hilfe nach der Katastrophe
Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst basiert auf waldorfpädagogischen Methoden und verwandten Therapieformen. Im Rahmen zahlreicher Einsätze weltweit konnte bereits vielen Kindern geholfen werden, ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und sogenannte Trauma-Folgestörungen zu mildern.
Ein rhythmisch gestalteter Tagesablauf, geregelte Essens- und Schlafenszeiten, Ruhe- und Aktionsphasen sollen den Kindern und Jugendlichen einen neuen Orientierungsrahmen, Sicherheit und Halt geben. Durch die Anregung der Selbstheilungskräfte der Betroffenen wird der Verarbeitungsprozess gefördert und unterstützt. Mit erlebnispädagogischen Übungen soll das Vertrauen in sich selbst und seine Mitmenschen gestärkt werden. In den kunst- und erlebnispädagogischen Kursen haben betroffene Kinder die Möglichkeit den traumatischen Erlebnissen neue und schöne Erfahrungen entgegenzusetzen. Bewegungs- und Klatschspiele bringen Freude, lösen innere Erstarrungen und unterstützen die körperliche Koordination

Um ihren Einsatz finanzieren zu können, sind die Freunde der Erziehungskunst auf die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender angewiesen.

Spendenkonto:
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS
Stichwort „Notfallpädagogik Ecuador“

Kontakt Presse:

Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Christoph Herrmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 140
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.herrmann@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Bosnien und Herzegowina (2014), Nepal (2015), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Kurdistan-Irak (2013-2016) und Deutschland (2014-2016)




Kampagne zur Unterstützung inhaftierter chinesischer Arbeitsrechtsaktivisten

Pressemitteilung

Bonn/Berlin, 28.04.2016: SÜDWIND und INKOTA unterstützen eine Petition, die sich an Firmen richtet, die Schuhe in chinesischen Firmen produzieren lassen. Beide Nichtregierungsorganisationen fordern von diesen Unternehmen, sich gegenüber der chinesischen Regierung für die sofortige Freilassung zweier inhaftierter Arbeitsrechtsaktivisten einzusetzen.

Mit einer Onlinekampagne und symbolischen Protestaktionen solidarisieren sich AktivistInnen weltweit mit den Demonstrationen in Hongkong zum 1. Mai, um die beteiligten Firmen aufzufordern, gegen die brutalen Repressionen, denen ArbeitsrechtaktivistInnen in China ausgesetzt sind, vorzugehen.

Am 3. Dezember 2015 wurden Zeng Feiyang und Meng Han, Vertreter des ArbeiterInnenzentrums Panyu, bei einer Razzia gegen Arbeitsrechtsorganisationen verhaftet. Diese Verhaftungen stehen in direktem Zusammenhang mit den Protesten in der Lide Schuhfabrik, bei der letztes Jahr mehr als 2.500 ArbeiterInnen teilgenommen und die schlussendlich für die Beschäftigten zu erfolgreichen Verhandlung mit dem Management geführt haben. Den beiden Inhaftierten drohen lange Haftstrafen.

In der Fabrik wurden Schuhe für Firmen wie Calvin Klein, Ralph Lauren und den internationalen Zulieferer Li&Fung hergestellt.
Diese Petition, die die sofortige Freilassung Feiyangs und Hans fordert, erscheint zeitgleich mit der neuen Studie “So wird ein Schuh draus – Arbeitsbedingungen in der chinesischen Schuhproduktion” der Kampagne Change Your Shoes, die zu den globalen Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette von Schuhen arbeitet.

Für die Studie wurden Beschäftigte in drei Zulieferfabriken europäischer Marken befragt, u.a. auch in der Lide Fabrik.
„Die befragten Beschäftigten berichten u.a. von zu niedrigen Löhnen, unfreiwilligen Überstunden, mangelndem Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, dem Einsatz von staatlicher Gewalt, um Streiks zu unterdrücken, nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen und Abfindungszahlungen“, erläutert Anton Pieper vom SÜDWIND Institut, einer der Autoren der Studie.

“Sowohl die Studie als auch die Fälle der inhaftierten Arbeitsrechtsaktivisten machen deutlich, dass Arbeitsrechtsverletzungen in der chinesischen Schuhindustrie noch immer ein häufiges Phänomen sind. Nun muss international Druck aufgebaut werden, um die sofortige Freilassung der Aktivisten zu erwirken“, so Pieper.

Mehr Informationen sowie die Petition finden Sie hier

Studie
Fact-Sheet
Ansprechpartner:
Anton Pieper, SÜDWIND, Tel.: 0228-763698-18 E-Mail: pieper@suedwind-institut.de

„Change Your Shoes“ ist eine Initiative von 18 Menschenrechts- und Arbeitsrechtsorganisationen, die sich für eine nachhaltige und ethische Schuhlieferkette einsetzen. Indem die Kampagne die KonsumentInnen für einen nachhaltigen Lebensstil sensibilisiert, Lobbyarbeit bei PolitikerInnen und Labelorganisationen leistet und Unternehmen drängt ihre Sorgfaltspflichten wahrzunehmen, zielt die Kampagne darauf ab, die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Schuh- und Lederindustrie zu verbessern.

Die Kampagne „Change Your Shoes“ wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt sowie von Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, durch Brot für die Welt und von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt sind allein die Herausgebenden verantwortlich.

Sandra Grigentin-Krämer

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising /
Public Relations and Fundraising
SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene
Kaiserstraße 201
53113 Bonn

Tel.: +49 (0)228-763698-14
Fax: +49 (0)228-763698-22

E-Mail: grigentin-kraemer@suedwind-institut.de
Website: www.suedwind-institut.de




Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung durch ökologisches Design – Fachforum und Ausstellung bei der Woche der Umwelt

Pressemitteilung

Berlin, 26. April 2016

Mit einem Fachforum zum Thema „Kreislaufwirtschaft in der Mode“ und der Ausstellung „Weiterdenken“ informieren das Umweltbundesamt (UBA) und das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) über ökologisches Design. Die Ausstellung und das Fachforum finden im Rahmen der „Woche der Umwelt“ am 7. und 8. Juni im Park des Schlosses Bellevue statt.

Bei dem Fachforum am 8. Juni diskutieren Friederike von Wedel-Parlow von der ESMOD Berlin und Brigitte Zietlow vom Umweltbundesamt über Möglichkeiten zur Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung in der Mode- und Textilbranche wie Closed-Loop-Design, Recycling- und Rückgabesysteme. Das Label PYUA zeigt, wie Outdoor-Bekleidung umweltverträglich hergestellt werden kann. Die Designerin Natacha Aedo Duran erklärt das Kreislaufsystem ihrer Kollektion URBEON. Moderiert wird die Diskussion von der Modedesignerin Magdalena Schaffrin.

Die Ausstellung „Weiterdenken“ präsentiert die Preisträger des Bundespreises Ecodesign 2015. Projekte aus den Bereichen Mobilität, Logistik, Mode, Energie sowie Ernährung zeigen herausragende Beispiele für ökologisches Design.

Das Fachforum und die Ausstellung sind Teil des Umweltkommunikationsprojektes „Ecodesign als Beitrag zu einer umweltverträglichen und materialeffizienten Produktgestaltung“, das vom IDZ mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt wird. Das Projekt möchte kleine und mittlere Unternehmen, Designbüros und Agenturen für das Thema Ecodesign sensibilisieren und sie für die Anwendung ökologischer Prinzipien gewinnen. Das im Herbst 2015 begonnene Vorhaben hat eine Laufzeit von drei Jahren, in diesem Zeitraum sind deutschlandweit Qualifizierungsworkshops sowie Vorträge, Podiumsdiskussionen und weitere Veranstaltungen geplant.

Die „Woche der Umwelt“ findet 2016 bereits zum fünften Mal statt. Bundespräsident Joachim Gauck und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) laden am 7. und 8. Juni gemeinsam zu einer einzigartigen Umweltschau in den Park des Schlosses Bellevue ein. Rund 200 Aussteller aus Deutschland und der Schweiz präsentieren Ideen und Projekte zu den Themen Klimaschutz, Energie, Ressourcen, Boden und Biodiversität, Mobilität und Verkehr sowie Bauen und Wohnen. In den einzelnen Pavillons finden Projektpräsentationen statt, ergänzt durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm und hochkarätig besetzte Diskussionsrunden auf der Hauptbühne und in rund 80 Fachforen.

Ausstellung:
7. und 8. Juni 2016 im Park Schloss Bellevue, Berlin
Standnummer: 189
Öffnungszeiten: am 7. Juni von 8:00 bis 18:00 Uhr, am 8. Juni von 8:00 bis 17:00 Uhr
Weitere Informationen unter: www.woche-der-umwelt.de

Fachforum:
8. Juni 2016, 14:00 bis 15:00 Uhr
Fachforum F6 „Ressourcen“ im Park Schloss Bellevue
Thema: „Kreislaufwirtschaft in der Mode“

Begrüßung: Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes

Moderation: Magdalena Schaffrin, Gründerin des GREENshowrooms und der Ethical Fashion Show Berlin

Es diskutieren: Natacha Aedo Duran, Modedesignerin, Nominiert in der Kategorie Nachwuchs des Bundespreises Ecodesign 2015 für das Projekt Urbeon

Timo Perschke, Geschäftsführer von Sportsman´s Delight GmbH / PYUA, Preisträger Bundespreis Ecodesign 2013

Prof. Friederike von Wedel-Parlow, Leiterin des Internationalen Masterprogramms SUSTAINABILITY IN FASHION an der ESMOD Berlin, Jurymitglied des Bundespreises Ecodesign 2016

Brigitte Zietlow, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Umweltbundesamt im Textilbereich
Weitere Informationen unter: www.woche-der-umwelt.de

Anmeldung zur Woche der Umwelt bis zum 2. Mai unter: www.woche-der-umwelt.de/anmeldung

Kontakt
IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e. V.
Columbiadamm 10 | 12101 Berlin

Ansprechpartnerin für Pressefragen:
Christiane Caldari-Winkler
T +49 (0)30 61 62 321-21
F +49 (0)30 61 62 321-19
c.caldari-winkler@idz.de




„Basin özgürlügü hepimizi ilgilendirir.“ „Pressefreiheit geht uns alle an.“ – Türkisch-deutsche Sonderausgabe der taz am 3. Mai 2016

Berlin, 25. April 2016

Einladung zur Pressekonferenz und zur Diskussion

„taz.die günlük gazete“: taz.die tageszeitung erscheint erstmalig auf 16 Seiten in türkischer und deutscher Sprache.

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2016 druckt die taz eine Sonderausgabe zum Thema „Pressefreiheit in der Türkei“. Alle Texte werden in türkischer und deutscher Sprache erscheinen, zwei JournalistInnen von den türkischen Zeitungen Agos und Birgün werden eine Woche lang zu Gast im Berliner Redaktionsbüro sein. Sie stellen die Inhalte der Sonderausgabe gemeinsam mit der taz zusammen und beantworten auf 16 Seiten grundlegende Fragen: Warum reagiert die türkische Regierung so paranoid auf eine kritische Presse? Wie gehen unabhängige ReporterInnen mit der Repression um? Warum spielt Satire in der türkischen Medienlandschaft eine so bedeutende Rolle?

Am kommenden Freitag, den 29. April lädt die taz zur Pressekonferenz und stellt die Arbeit des türkisch-deutschen Redaktionsteams und die Gäste aus der Türkei vor. Am Montag, den 2. Mai um 19.30 Uhr laden wir zur Diskussion mit den türkischen Gästen ins taz.café. Angefragt für die Veranstaltung ist auch Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis ’90/Die Grünen.

Pressefreiheit geht uns alle an. Nicht erst seit der Causa um Jan Böhmermanns Schmähgedicht sind die massiven Verletzungen der Pressefreiheit seitens der türkischen Regierung ein Thema, das auch Deutschland berührt. Seit im April das äußerst fragwürdige Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei in Kraft getreten ist, haben sich die Zahlen von ankommenden MigrantInnen in Deutschland drastisch reduziert. Man kann zynisch sagen: Europa hat sich frei gekauft. Aber man muss auch fragen: Zu welchem Preis?

Offiziell gilt die Türkei nun als privilegierter Partner der EU, erhält Finanzhilfen und Visaerleichterungen. Konkret bedeutet das aber auch, dass eine repressive, minderheiten- und frauenfeindliche Regierung aufgewertet wird, und dass deren massive Eingriffe in die Pressefreiheit von der EU und insbesondere von der Bundesregierung stur ignoriert werden. Dabei sind die besorgniserregenden Umstände, unter denen JournalistInnen in der Türkei arbeiten, hinlänglich bekannt. Die regierungskritischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül müssen mit lebenslangen Haftstrafen rechnen, weil sie über Waffenexporte der Türkei an syrische Islamisten berichteten. Im Südosten des Landes werden ReporterInnen auf offener Straße hingerichtet. Oppositionelle Medien müssen tagtäglich mit Anzeigen wegen „Beleidigung des Präsidenten“ oder „Verdacht auf Unterstützung terroristischer Organisationen“ rechnen.

„Während der Böhmermann-Debatte konnte man den falschen Eindruck bekommen, die Pressefreiheit sei nicht in der Türkei, sondern in Deutschland bedroht“, sagt taz-Chefredakteur Georg Löwisch. „Am 3. Mai ist Zeit für ein Zeichen der Solidarität mit den Journalistinnen und Journalisten in der Türkei. Weil wir ihre Sache zu unserer Sache machen, werden die taz-Sonderseiten nicht nur in deutscher, sondern auch in türkischer Sprache erscheinen.“

Neben zahlreichen AutorInnen, die aus der Türkei berichten werden, sind zwei JournalistInnen eingeladen, um die Sonderausgabe vor Ort mit der taz zu produzieren:

Gözde Kazaz, 28, ist Redakteurin bei der Wochenzeitung Agos, die vom 2007 ermordeten türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink gegründet wurde. Zuvor war sie beim unabhängigen Radiosender Acik Radyo tätig. Kazaz beschäftigt sich vor allem mit den Themengebieten Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Umweltbewegungen.

Erk Acarar, 43, ist Redakteur bei der Tageszeitung Birgün. Zuvor arbeitete er bereits u.a. für Milliyet, Cumhuriyet, Sabah. Acarer ist Autor mehrerer Romane und Sachbücher. Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit der Flüchtlingskrise und den Beziehungen zwischen IS, Al-Nusra und der Türkei. Er ist kürzlich mit dem renommierten Metin-Göktepe-Preis ausgezeichnet worden.

Wir laden Sie herzlich zur Pressekonferenz zur Sonderausgabe mit Gözde Kazaz & Erk Acarer ein:
Termin: Freitag, den 29.April 2016, 11.30 Uhr
Ort: taz. die tageszeitung,
Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin
(im Konferenzraum, erster Stock)

Auch zur Diskussion laden wir herzlich ein:
„Basin özgürlügü hepimizi ilgilendirir.“ „Pressefreiheit geht uns alle an.“
mit:
Gözde Kazaz, Redaktion Agos
Erk Acarer, Redaktion Birgün
Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis ’90/Die Grünen (angefragt)
Deniz Yücel, Die Welt (angefragt)

Moderation: Doris Akrap, Redaktion taz.am wochenende

Termin: Montag, den 2. Mai 2016, 19.30 Uhr
Ort: taz.café,
Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin

Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Marlene Halser
taz.die tageszeitung
Ressortleiterin taz2/Medien

marlenehalser@taz.de
Tel. 030 / 25 902 169




Premiere beim Jazz-FrühStück auf dem Giesinger Grünspitz

Terminhinweis
München, 25. April 2016

Am Donnerstag, den 5. Mai startet die Reihe „FrühStück – Jazz am Morgen“ auf dem Giesinger Grünspitz mit einer musikalischen Premiere in die Saison 2016. Von 11:00 bis 13:00 Uhr spielt das neu formierte Trio Brändle Schwager May exklusiv für die GiesingerInnen hochklassigen Jazz – von Funk und Modern-Jazz über Latin bis Soul. Wie im letzten Jahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Kalte Getränke gibt es vor Ort, ihr Frühstück dürfen sich die BesucherInnen gerne selbst mitbringen.

Termin: Donnerstag, 5. Mai 2016, 11:00 bis 13:00 Uhr,
Ausweichtermin bei Regen: Samstag, 7. Mai 2016, 11:00 bis 13:00 Uhr
Veranstalter: Green City e.V.
Ort: Giesinger Grünspitz, Tegernseer Landstraße 104, 81359 München,
Eintritt: Der Eintritt ist frei, Spenden für die Musiker sind jedoch willkommen, da die Veranstaltung künftig nur so realisiert werden kann.

Informationen zu den Musikern:
Paul Brändle (Gitarre) spielt im Paul Brändle Trio mit wechselnden Gastsolisten z.B. Martin Seiler (New York), Harald Kuhn, Christoph Hörmann oder Matthias Gmelin und im Gitarren Duo Johannes Emminger. Brändle wurde 2012 Landessieger bei Jugend Jazzt und gewann 2014 den ersten Preis beim Nachwuchswettbewerb „Jump n’Jazz“ der Fürther Jazzvariationen. Er spielt seit 2014 in der Konzertbesetzung des Landes Jugendjazzorchester Bayern. Neben der Lehrertätigkeit an der Musikschule Wertingen ist Paul Brändle Dozent an der Neuen Jazzschool München.
André Schwager (Piano) arbeitet mit internationalen Jazz-Musikern wie Andreas Hofmeir, Gabor Bolla, Mike Hucknall – Simply Red, Joscha Arnold, Wolfgang Zenk, Patrick Scales, Peter O’Mara, Hannes Beckmann, Ganes, Lancy Falta, Les Babacools, Gladys Mwachiti, Leslie Mandoki – Soulmates, den Münchner Philharmonikern und vielen mehr.
Guido May (Schlagzeug) ist einer der gefragtesten europäischen Schlagzeuger. Neben der jahrelangen Zusammenarbeit mit der Funklegende Pee Wee Ellis und dessen Projekten „Funk Assembly“ oder „Still Black, Still Proud – An African Tribute to James Brown“, spielte er unter anderen mit Größen wie Fred Wesley, Maceo Parker, Diana Krall, Chio Freeman, Manu Dibango, Claudio Riditi, Kenny Wheeler und den „New York Voices“.

Die mit Kastanienbäumen bewachsene 2.000 Quadratmeter große Grünfläche an der Tegernseer Landstraße, Ecke Martin-Luther-Straße ist seit Mitte 2014 in öffentlicher Hand. Bis die Fläche endgültig umgestaltet und aufgewertet werden kann, veranstaltet Green City e.V. dort zusammen mit lokalen Akteuren und im Auftrag der „Sozialen Stadt Giesing“ ökologische und kulturelle Aktionen und Projekte.

Hochauflösende Pressefotos können Sie kostenlos von unserem Presseportal
herunterladen: www.greencity.de/presse

Pressekontakt
Katja Sorg
(089) 890 668-312
presse@greencity.de