ABO Invest steigert Stromproduktion um 58 Prozent

· Wind wehte 2015 wie prognostiziert
· Umfinanzierung spart Zinskosten
· Weitere Engagements in Deutschland und Finnland geplant

(Wiesbaden, 1. Februar 2016) Im Kalenderjahr 2015 hat ABO Invest (inklusive Erstattungen)
318 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Das entspricht fast genau dem prognostizierten Wert (315 Millionen Kilowattstunden). Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Produktion um 58 Prozent. Zum stolzen Wachstum trugen vor allem jene sieben Windparks bei, die ABO Invest in den vergangenen 24 Monaten in Betrieb genommen hat. Zudem war das Windangebot besser als im Jahr zuvor. Während die Prognose 2014 um fast acht Prozent verfehlt wurde, schnitt das Portfolio 2015 um ein knappes Prozent besser ab als erwartet.

Besonders erfolgreich waren im zurückliegenden Jahr der neu erworbene finnische Windpark Haapajärvi (mehr als zehn Prozent) und der irische Windpark Glenough (plus fünf Prozent). In Summe leicht hinter den Erwartungen zurück blieben die deutschen (minus ein Prozent) und französischen (minus drei Prozent) Windparks sowie die Biogasanlage Samswegen (minus drei Prozent). „Das Jahr 2015 hat einmal mehr bestätigt, dass unsere Strategie der regionalen Streuung aufgeht“, sagte Vorstand Andreas Höllinger. „Erfreulich ist zudem, dass mit Haapajärvi unser erstes finnisches Projekt so gut gestartet ist.“

Eine erfreuliche Nachricht für Aktionäre der ABO Invest ist zudem die erreichte Zinsreduktion für einen laufenden Kredit zur Finanzierung des Windparks Glenough über aktuell noch 27 Millionen Euro. Dank der neuen Konditionen spart ABO Invest barwertig rund zwei Millionen Euro. Ein weiterer Erfolg ist der vereinbarte Rückkauf von Genussscheinen im Umfang von 7,8 Millionen Euro. Die Genussscheine dienten der Finanzierung des Eurowind-Portfolios mit den Windparks Glenough, Cuq, Repperndorf, Düngenheim und Broich. Der Rückkauf dieser Genussscheine, die ursprünglich bis 2023 mit 6,7 Prozent verzinst werden sollten, spart jährlich gut eine halbe Million Euro Zinsen. „Unser Ziel ist es, den Unternehmenswert der ABO Invest jährlich um mindestens sieben Prozent zu steigern“, sagt Vorstand Andreas Höllinger. „Der Zinssatz der Genussscheine liegt so dicht an unserer Zielrendite, dass eine vorzeitige Ablösung vorteilhaft ist.“

Zur Tilgung der Genussscheine verwendet ABO Invest freie Liquidität sowie Zuflüsse aus anstehenden Kapitalerhöhungen, die noch nicht konkretisiert sind. Zudem verhandelt ABO Invest zurzeit eine Ausweitung ihrer Kreditlinien. In Summe soll die vorzeitige Tilgung der Genussscheine zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote beitragen, die aktuell bei rund 16 Prozent liegt.

Während das Windkraft-Portfolio insgesamt von Januar 2011 bis Januar 2016 knapp eine Milliarde Kilowattstunden produzierte und die Prognose annähernd erreichte, verfehlte der 2013/14 in Betrieb genommene Windpark Clamecy die Erwartung bislang um rund 20 Prozent. ABO Invest plant daher, den Windpark zu veräußern. Die Neubewertung der Beteiligung in Höhe von 65 Prozent, die ABO Invest an Clamecy hält, ist voraussichtlich mit einem Verlust von 1,0 bis 1,5 Millionen Euro verbunden.

Noch keine endgültige Entscheidung ist über den beabsichtigten Kauf eines zweiten Windparks in Finnland gefallen. Ende 2015 hatte ABO Invest dafür eine Reservierungszahlung geleistet. Da weiterhin offen ist, ob der genehmigte und baureife Windpark Eingang in das auf 2.500 Megawatt begrenzte aktuelle finnische Tarifsystem findet, fließt die Reservierungszahlung zunächst an ABO Invest zurück. Es besteht weiterhin die Chance, dass Projekte, die eine Vergütungszusage bereits erhalten haben, wegen mangelnder Baureife von der Liste gestrichen werden und das von ABO Invest ins Auge gefasste Projekt nachrückt. Für diesen Fall ist ein Kauf weiterhin geplant.

Kurzfristig beabsichtigt ABO Invest, den Windpark Wennerstorf in Niedersachsen (30 Kilometer südwestlich von Hamburg) zu erwerben. Der aus vier Anlagen des Typs AN Bonus 1,3 MW/62 bestehende Windpark mit einer Nennleistung von 5,2 Megawatt ging 2003 in Betrieb. An dem Bürgerwindpark hatten sich mehr als hundert Kommanditisten beteiligt. Die Laufzeit der Beteiligung war im Verkaufsprospekt auf zwölf Jahre begrenzt worden. ABO Invest plant, die Anteile nun für knapp 65 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises zu erwerben. „Der Windpark Wennerstorf passt gut in unser Portfolio, weil wir in dieser Region noch nicht aktiv sind“, sagt Vorstand Höllinger. „Zudem sind bei einem Bestandspark mit langjährigen Ertragsdaten die Prognosen der künftigen Stromerzeugung besonders zuverlässig.“

Pressekontakt
Alexander Koffka
ABO Invest AG

Die Bürgerwindaktie

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Keine Beanstandungen nach aktueller Kontrolle in Glonn: Herrmannsdorfer Landwerkstätten bleiben Vorbild-Betrieb

Stellungnahme des Biokreis zu den Vorwürfen gegen die Herrmannsdorfer Landwerkstätten

PRESSEMITTEILUNG

Passau, 01.02.2016: Der Biokreis e.V., Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung, hat das Prüfinstitut Lacon zur Durchführung einer außerordentlichen Kontrolle beim Mitgliedsbetrieb „Herrmannsdorfer Landwerkstätten“ in Glonn beauftragt. Heute, 1. Februar 2016, besuchten ein Kontrolleur der Kontrollstelle Lacon und ein Vertreter des Biokreis die Herrmannsdorfer Landwerkstätten und überprüften nach medienwirksamen Anschuldigungen von Tierrechtsaktivisten in der vergangenen Woche den landwirtschaftlichen Betrieb.

Antibiotika-Gaben begründet und ordnungsgemäß dokumentiert
Die Vorwürfe bezogen sich vor allem auf den Einsatz des Antibiotikums „Enro-Sleecol“ (Wirkstoff „Fluorchinolone“), für welches es in der ökologischen Tierhaltung Anwendungsbeschränkungen gibt. Die Kontrolle hat ergeben, dass im Jahr 2015 fünf Zuchtsauen und 28 Ferkel, Läufer beziehungsweise Absetzer mit diesem Antiobiotikum behandelt wurden. Insgesamt gehörten rund 600 Schweine, davon 35 Zuchtsauen, zum Bestand. Die Verabreichungen wurden ordnungsgemäß dokumentiert. Der Einsatz war vom zuständigen Tierarzt angeordnet und entsprechend begründet worden. Eine Begründung erfordern die Biokreis-Richtlinien für den Fall, dass Arzneimittel mit Anwendungsbeschränkungen eingesetzt werden. Im Rahmen der Routinediagnostik wurden regelmäßig Proben von erkrankten Tieren entnommen und die verursachenden Erreger bakteriologisch untersucht. Entsprechend den Ergebnissen wurden die Tiere behandelt. „Die Herrmannsdorfer haben sich hier vorbildlich verhalten, die Dokumentation ist lückenlos. Auch die Wartezeiten bis zur Schlachtung, die laut Biokreis-Richtlinien nach Antiobiotika-Gaben verdoppelt werden müssen, sind in jedem Fall erfüllt“, sagt Josef Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis.

Biokreis wird Austausch und Dialog noch verstärken
Der Einsatz jener Präparate verstößt nicht gegen gesetzliche Standards oder die EU-Ökoverordnung. Auch wenn der Biokreis in seinen verbandseigenen Richtlinien seinen Mitgliedern empfiehlt, bestimmte Präparate nur ausnahmsweise zu verwenden, ist es im Einzelfall und zum Schutz des Tieres manchmal nötig, auch diese Medikamente einzusetzen. Laut Tierschutzgesetz sind Tierhalter verpflichtet, Leiden bei Tieren zu verhindern und bei Erkrankungen entsprechend zu behandeln. So standen auch in diesen Fällen die Gesundheit der Tiere und das Tierwohl im Vordergrund.

Der Biokreis und die Herrmannsdorfer Landwerkstätten haben vereinbart: Künftig sollen Austausch, Dialog und Diskussion noch intensiver und nachhaltiger stattfinden, verbunden mit dem Ziel, die Weiterentwicklung der ökologischen Tierhaltung nach den strengen Biokreis-Richtlinien zu fördern.

Kontakt: Ronja Zöls, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit, zoels@biokreis.de
Biokreis e.V., Stelzlhof 1, 94034 Passau, Tel: 0851/75650–0

Biokreis – Wir machen Bio lebendig! Rund 1000 Landwirte und 120 Verarbeiter wirtschaften bundesweit nach unseren Richtlinien. Auch 200 Verbraucher gehören zu unseren Mitgliedern. Gemeinsam gestalten wir kreativ und konsequent ökologischen Landbau. Wir stehen seit 1979 für regionale, vertrauensvolle Netzwerke, Tierwohl, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung und treten basisdemokratisch mit neuen Ideen, politischer Arbeit und wirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere ganzheitliche Vorstellung von Ökolandbau sowie dessen Weiterentwicklung ein.




Umstrittene Energydrinks: Nach Verbot in Lettland fordert foodwatch auch in Deutschland eine Altersgrenze ab 18 Jahren für Red Bull, Monster und Co.

Pressemitteilung – Thema: Energydrinks

Berlin, 1. Februar 2016. Nachdem in Lettland koffeinhaltige Energydrinks nicht länger an Minderjährige verkauft werden sollen, fordert die Verbraucherorganisation foodwatch auch in Deutschland eine Altersgrenze von 18 Jahren für Red Bull, Monster und Co. Mediziner weltweit warnen seit langem vor den Risiken der aufputschenden Getränke, die vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt sind. Bundesernährungsminister Christian Schmidt lehnt regulative Maßnahmen in Deutschland bisher jedoch ab.

„Bravo Lettland – traurig, traurig, Herr Minister Schmidt. Lettland nimmt die eindringlichen Warnungen der Wissenschaft ernst und macht das einzig Richtige: Red Bull und Co. gibt’s erst ab 18. In Deutschland hingegen dürfen die umstrittenen Wachmacher weiter ungeniert an Kinder und Jugendliche verkauft werden“, kritisierte Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelmarketing bei foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte den Verbraucherminister auf, endlich auch in Deutschland einen Verkaufsstopp der Getränke an Minderjährige umzusetzen. Über eine E-Mail-Protestaktion unter www.foodwatch.de/aktion-energyshots unterstützen bereits mehr als 28.000 Verbraucher die foodwatch-Forderung.

Energydrinks werden mit Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Nierenversagen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht. Das Parlament in Lettland hatte im Januar ein Verkaufsverbot für Minderjährige beschlossen, das ab 1. Juni 2016 gelten soll. Damit ist das baltische Land nach Litauen der zweite EU-Mitgliedsstaat mit einer Altersgrenze ab 18 Jahren für die umstrittenen Getränke. Die Forderung nach einer Altersgrenze haben neben foodwatch und der Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen bereits Experten der Weltgesundheitsorganisation, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie Verbraucherschutzpolitiker von SPD und Grünen vertreten. Das Bundesernährungsministerium lehnt dies jedoch bislang ab – stattdessen kündigte Minister Christian Schmidt im Herbst dieses Jahres eine steuerfinanzierte, rund 100.000 Euro teure Aufklärungskampagne an, durch die der Konsum von Energydrinks bei Jugendlichen reduziert werden soll.

Einer im Mai 2015 publizierten Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zufolge konsumiert fast jeder dritte Erwachsene Energydrinks. Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Produkte – anders als etwa der ebenfalls stark koffeinhaltige Kaffee – gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt: 68 Prozent der Teenager greifen zu den Getränken.

Link:
– E-Mail-Aktion: Keine Energy-Drinks an Kinder! www.foodwatch.de/aktion-energydrinks

Quellen:
– Entscheidung des lettischen Parlaments zu Energydrinks: tinyurl.com/jg9xvbv
– Studie von WHO-Experten zu Gesundheitsrisiken durch Energy Drinks (2014): journal.frontiersin.org/article/10.3389/fpubh.2014.00134/full
– Aktuelle Koffein-Risikobewertung der EFSA (2015): www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4102.htm
– Konsumstatistiken der EFSA zu Energy Drinks (2013): www.efsa.europa.eu/de/supporting/doc/394e.pdf

Pressekontakt:
Andreas Winkler
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Mineralöl-Nachweis durch Stiftung Warentest: foodwatch fordert Rückruf von Olivenölen

Pressemitteilung

– Potenziell krebserregende Substanzen im Olivenöl u.a. von Livio
– Auch Bio-Olivenöle von Alnatura und Mani Bläuel betroffen
– Belastete Produkte im Einzelhandel und z.B. bei Amazon erhältlich

Berlin, 28. Januar 2016. In einer an diesem Donnerstag bekannt gewordenen Laboranalyse sind erneut Verunreinigungen von Lebensmitteln mit potenziell krebserregenden aromatischen Mineralölen (MOAH) nachgewiesen worden. Betroffen sind nach Angaben von Stiftung Warentest sechs Olivenöle. Die Verbraucherorganisation foodwatch forderte Hersteller und Händler auf, unverzüglich einen Rückruf der Produkte zu veranlassen und ihren Verkauf zu stoppen.

„Die Olivenöle stellen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Ihr Verkauf muss sofort gestoppt werden“, erklärte Luise Molling von foodwatch. Sie forderte gesetzliche Konsequenzen: „Angesichts des x-ten Nachweises von gefährlichem Mineralöl in Lebensmitteln hat die Bundesregierung zu erklären, warum sie noch immer Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher verweigert. Es ist offensichtlich, dass die Lebensmittelbranche das Problem nicht im Griff hat. Ernährungsminister Christian Schmidt muss sichere Grenzwerte für Mineralölverunreinigungen festlegen – für die besonders kritischen aromatischen Mineralöle muss Null-Toleranz gelten.“

Stiftung Warentest zufolge sind folgende Olivenöle mit den potenziell krebserregenden und erbgutverändernden aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet:

– Alnatura Italienisches Oliven Öl nativ extra D.O.P. Dauno Gargano g. U. (Bio)
– Gaea Region Kalamata Peleponnes Natives Olivenöl extra
– Herdade Paço do Conde Portugal Natives Olivenöl extra („hoch belastet”)
– L’Estornell Arbequina-Picual Natives Olivenöl extra („hoch belastet”, verkauft u.a. via Amazon)
– Livio Natives Olivenöl extra 100% griechische Koroneiki-Oliven („hoch belastet”)
– Mani Bläuel Kalamata g. U. Olivenöl nativ extra (Bio, „hoch belastet”)

Alle (!) 26 getesteten Olivenöle waren den Testern zufolge mit gesättigten Mineralölen (MOSH) kontaminiert die sich im Körper anreichern und Organe schädigen können. Der vollständige Test soll im Februar-Heft der Zeitschrift „test“ veröffentlicht werden.

Zuletzt hatte die Marke „Lafer. Lecker. Leben“ im Januar wegen hoher MOAH-Werte den Verkauf einer Pfeffer-Spezialität („Malabar-Pfeffer schwarz“) gestoppt. Ebenfalls im Januar kritisierte Ökotest Dr.-Oetker-Produkte aufgrund von MOSH-Belastungen. Im Dezember 2015 wurde aufgrund von Analysen des bayerischen Landesgesundheitsamtes bekannt, dass mehrere Schokoladen-Adventskalender mit MOSH und MOAH verunreinigt waren. Zuvor hatte foodwatch Ende Oktober die Ergebnisse eines umfangreichen Labortests mit 120 Produkten aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden veröffentlicht. In Deutschland waren demnach 31 von 42 Produkten (74 Prozent) mit gesättigten Mineralölen (MOSH) verunreinigt. Jedes fünfte getestete Lebensmittel (9 von 42) war zudem mit den besonders kritischen aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet.

Links:
– E-Mail-Aktion für einen besseren Schutz vor Mineralölbelastungen: www.mineraloel-aktion.foodwatch.de

Quellen und weiterführende Informationen:
– Stiftung Warentest zum Olivenöltest: www.tinyurl.com/stiwa-oliven
– Öko-Test zu Dr. Oetker: www.tinyurl.com/oekotest-oetker
– Testergebnisse foodwatch: www.mineraloel-test.foodwatch.de
– Presseerklärung zum Verkaufsstopp der Lafer-Pfefferspezialität: www.tinyurl.com/pm-lafer
– LGL Bayern zur Adventskalender-Untersuchung: www.tinyurl.com/advent-bayern
– foodwatch-Hintergrundpapier Mineral-Öl: www.mineraloel-hintergrund.foodwatch.de
– Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Mineralöl: tinyurl.com/ovgvtkz

Pressekontakt:
Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Wegen Bericht in der Sendung FAKT (ARD) über ökologische Schweinehaltung greift die Soko Tierschutz die Herrmannsdorfer Landwerkstätten massiv an

PRESSEMITTEILUNG
Passau, 28.01.2016: In der Sendung FAKT vom 26. Januar 2016 hat die ARD die ökologische Schweinehaltung thematisiert und dabei auch über den Biokreis-Betrieb Herrmannsdorfer Landwerkstätten berichtet. Die Soko Tierschutz greift nun die Herrmannsdorfer Landwerkstätten massiv an. Auch Bild-Zeitung und Süddeutsche Zeitung haben das Thema aufgegriffen.

Dabei werden im Wesentlichen folgende Vorwürfe erhoben: Antibiotika-Gaben an Bio-Schweine, hohe Sterblichkeitsraten bei Ferkeln und die Haltung von Muttersauen in Kastenständen. Karl Schweisfurth, der die Herrmannsdorfer Landwerkstätten leitet und allen Journalisten und Interessierten Einblick in seinen Betrieb gewährt, hat zu sämtlichen Vorwürfen offen Stellung bezogen.

Antibiotika-Gaben niemals prophylaktisch
„Wenn eines unserer 600 Tiere erkrankt ist oder sich verletzt hat, verwenden wir seit Jahren bei der Versorgung vorrangig homöopathische Präparate und andere alternative Heilmittel. Wenn diese Mittel nicht helfen, wird einem kranken Tier nach Rücksprache mit dem Tierarzt – wenn nötig und im Sinne des Tierwohls – ein Antibiotikum gegeben. Ein Tier darf nach den Bio-Richtlinien innerhalb eines Jahres nur einmal mit Antibiotika behandelt werden. So wird das natürlich auch bei uns praktiziert. Niemals würden wir prophylaktisch einem gesunden Tier Antibiotika verabreichen“, so Karl Schweisfurth.

Zur hohen Sterblichkeitsrate erklärt Karl Schweisfurth: „Im letzten Jahr haben wir pro Wurf ungewöhnlich viele Ferkel bekommen – bis zu 20. Üblich sind durchschnittlich zwölf bis maximal 14 Schweinchen. Derart große Würfe führen leider häufig auch dazu, dass mehr Ferkel als üblich schwach auf die Welt kommen und geringe Überlebenschancen haben. So stieg die Sterblichkeitsrate im Jahr 2015 zeitweise auf ungewöhnlich hohe 25 Prozent. Erfreulicherweise hat sich die Sterblichkeitsrate mittlerweile wieder normalisiert.“

Abwägen zwischen Wohl der Sau und der Ferkel
Die Fixierung von Muttersauen in Kastenständen finde in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten nicht mehr statt. „Der Film gibt nicht den aktuellen Zustand wieder. Seit Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema, wie wir die Abferkelung gut gestalten. Wir wägen ab zwischen dem Wohlbefinden der Sau und dem Leid der Ferkel, wenn sie erdrückt werden. Eine Sau wiegt 250 Kilo, ein frisch geborenes Ferkel durchschnittlich 1,6 Kilo. Wenn sich die Sau aus Versehen auf ein Ferkel legt, hat es keine Chance. Als wir unseren Stall im Jahr 2000 neu gebaut haben, waren Bio-Ställe mit der Möglichkeit, die Sauen zu fixieren, das anerkannt modernste System. Deswegen haben wir sie damals eingebaut. War eine Sau unruhig, haben wir maximal sieben Tage die Fixierung eingesetzt. Einmal am Tag konnte die Sau in den Auslauf. Mittlerweile sind Stallsysteme entwickelt worden, in denen die freie Abferkelung ohne erhöhte Ferkelsterblichkeit
möglich ist. Deswegen haben wir Ende 2015 umgerüstet und seitdem werden die Sauen bei uns nicht mehr fixiert.“

„Fleischerzeugung ist immer ein Kompromiss“
„Jede Form der Nutztierhaltung steht natürlich im Gegensatz zu einem Leben in der freien Natur“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer, „doch die ökologische Tierhaltung bietet die bestmöglichen Zucht-, Haltungs- und Schlachtbedingungen.“ Die Gaben von Antibiotika bei Krankheit und Kastenstände für Schweine sind in den Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft erlaubt. „Fleischerzeugung ist immer ein Kompromiss. Aber eine bessere Alternative als die ökologische Tierhaltung gibt es nicht.“

Der Biokreis setzt sich in besonderem Maße für die stetige Weiterentwicklung des Tierwohls ein. Im Vergleich zur konventionellen Brancheninitiative Tierwohl sind die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung äußerst streng und umfassend. Über diese Anforderungen geht der Biokreis mit seinen Richtlinien aber noch hinaus. Außerdem wird eine von den ökologischen Anbauverbänden entwickelte Tierwohl-Checkliste im Zuge der unabhängigen Öko-Kontrolle jährlich abgeprüft.

Einen Überblick des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) über die Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Schweinehaltung finden Sie anbei.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktionsleitung bioNachrichten

Kontakt:
Ronja Zöls
Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
zoels@biokreis.de
Biokreis e.V.
Stelzlhof 1
94034 Passau
Tel: 0851/75650–0




ECOVIN mit 10 Weingütern auf der Biofach in Nürnberg

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 27.01.2016. ECOVIN präsentiert sich vom 10. -13. Februar 2016 wieder mit 10 Mitgliedsbetrieben auf der Weltleitmesse für Biolebensmittel Biofach. Als Partner der Messe gestaltet ECOVIN das Veranstaltungsprogramm innerhalb der *Erlebniswelt Wein* mit.

Mehr als 2.000 Aussteller zeigen vom 10.-13. Februar 2016 auf der BioFach in Nürnberg ihre Produkte. ECOVIN ist seit mehr als 25 Jahren mit dabei. In diesem Jahr freut sich der ökologische Weinbauverband wieder mit 10 ECOVIN Betrieben auf der Sonderfläche der Biofach vertreten zu sein. In der *Erlebniswelt Wein* in Halle 7 präsentieren sich insgesamt über 40 nationale und internationale Weingüter, zudem findet an allen Tagen ein spannendes Programm rund um Wein statt. Der Besucher kann sich hier über aktuelle Themen der Weinbranche informieren. Trends im Bioweinmarkt, die Zertifizierung von Gastronomie und Fachhandel sowie Einsatz sozialer Medien in der Weinbranche sind nur einige Vorträge, die stattfinden werden. Von Donnerstag bis Samstag können am Nachmittag die Gewinnerweine des Mundus Vini Biofach verkostet werden. Einen genauen zeitlichen Ablauf finden Sie kurz vor der Biofach auf unserer Homepage und natürlich vor Ort auf der Messe.

Folgende ECOVIN Weingüter sind in Halle 7 rund um den ECOVIN Stand 731 vertreten:
Bioweingut Franz Braun | Ransbach
Ökologisches Weingut Wedekind | Nierstein
Weingut Castel Peter | Bad Dürkheim
Ökologisches Weingut Schäfer-Heinrich | Heilbronn
Weingut Glöckner | Bretzenheim
Weingut Halter | Neckarsulm
Weingut Eugen Schönhals | Biebelnheim
Weingut Zähringer | Heitersheim
Weingut Forster | Rümmelsheim
Weingut Weinreuter | Leingarten

Die Meldung im pdf-Format sowie Bilder finden Sie auf unserer Homepage.
http://www.ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-mit-10-weingütern-auf-der-biofach-nürnberg

ECOVIN
Bundesverband Ökologischer Weinbau
Wormser Str. 162
55276 Oppenheim
T + 49 (0)61 33 16 40 | F + 49 (0)61 33 16 09
info@ecovin.de




Mehr als schön – Bewerben Sie sich um den Bundespreis Ecodesign 2016!

Berlin, 26.01.2016

Unter dem Motto „Mehr als schön“ haben Bundesumweltministerium (BMUB) und Umweltbundesamt (UBA) den Bundespreis Ecodesign zum fünften Mal ausgeschrieben. Der Bundespreis Ecodesign zeichnet Vorreiter auf dem Gebiet des ökologischen Designs aus. Gestalterische und ökologische Aspekte werden dabei gleichwertig bewertet.

Bewerbungen um die höchste Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland können bis zum 11. April 2016 unter www.bundespreis-ecodesign.de eingereicht werden!

Bewerbung:
Der Wettbewerb ist in vier Kategorien ausgeschrieben: Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs.
Eine Vorschau des Bewerbungsbogens, die eine Übersicht über die Fragen und Anforderungen bietet sowie eine Kurzinformation zum Bundespreis finden Sie im Downloadbereich.
Des Weiteren finden Sie auf der Internetseite des Bundespreises Hintergrundinformationen zum Thema Ecodesign und eine Übersicht der wichtigsten Ecodesign-Kriterien.

Fristen und Termine:
Anmeldefrist: bis 11. April 2016
Bewertung durch das Expertengremium und Vorauswahl: bis Ende Juni 2016
Jurysitzung: 10. Oktober 2016 in Berlin
Preisverleihung: 28. November 2016 im Bundesumweltministerium in Berlin

Bewertungsverfahren:
Die Qualität der Einreichungen wird in einem mehrstufigen Verfahren von Fachexperten aus dem Umweltbundesamt, dem Projektbereit und der interdisziplinär besetzen Jury bewertet. Innovationsgehalt, Gestaltungsqualität und Umwelteigenschaften stehen bei der Bewertung im Vordergrund. Auch Auswirkungen auf die Alltagskultur und das Verbraucherverhalten werden berücksichtigt. In jeder Kategorie können mehrere Preise vergeben werden.

Auszeichnung:
Nach der Preisverleihung durch die Bundesumweltministerin werden die nominierten und ausgezeichneten Beiträge öffentlichkeitswirksam in verschiedenen Medien, in einer Online-Ausstellung auf der Internetseite des Bundespreises sowie in einer Wanderausstellung auf Messen und in Museen präsentiert. Renommierte Medienpartner aus dem Design- und Wirtschaftsbereich werden über die Gewinner berichten. Die Preisträger und Nominierten erhalten eine Auszeichnung in der jeweiligen Kategorie sowie das Recht, damit zu werben. Die Gewinner des Nachwuchspreises erhalten zusätzlich einen Geldpreis in Höhe von 1.000 Euro.
Einen Überblick über die Benefits finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung unter:
www.bundespreis-ecodesign.de

Für Fragen steht Bundespreis-Ecodesign-Team am IDZ gerne zur Verfügung.

________________________

Büro Bundespreis Ecodesign
Internationales Design Zentrum Berlin e. V. (IDZ)
Columbiadamm 10
12101 Berlin

T | +49 (0)30 280 95 111 | F +49 (0)30 280 95 112
info@bundespreis-ecodesign.de
www.bundespreis-ecodesign.de

www.facebook.com/BundespreisEcodesign
twitter.com/bundespreiseco




Titel verteidigt: Gerhard Schwarztrauber erneut deutscher Bio-Winzer des Jahres

Beim diesjährigen Wettbewerb Mundus Vini BioFach des Meininger Verlags, bei dem knapp 500 zertifizierte Bioweine Anfang Dezember 2015 verkostet wurden, konnte das Weingut mit insgesamt fünf Medaillen an den letztjährigen Erfolg anknüpfen: Es erhielt zweimal Großes Gold und dreimal Gold und wurde somit erneut bester deutscher Bio-Winzer.
Das familiengeführte Weingut liegt in Mußbach an der Weinstraße, einem der besten Weinanbaugebiete der Pfalz. In diesem Jahr feiert es das 30-jährige Jubiläum als Mitglied im Bioland-Verband: Als Pionier der Bio-Winzer-Bewegung hat sich das Weingut bereits 1986 als eines der ersten in der Pfalz dem Bioland-Verband angeschlossen.
Bereits im vergangen Jahr erhielt Gerhard Schwarztrauber die Auszeichnung als bester deutscher Bio-Winzer des Jahres bei Mundus Vini BioFach. Außerdem beim Weinmagazin „Selection“ als bestes Weingut national und international ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Wettbewerb siehe unten oder
https://www.meininger.de/de/mundus-vini-biofach/verkostungsergebnisse/mundus-vini-biofach-2016

Weitere Informationen zu unserem Weingut finden Sie im Rheinpfalz-Text von Herrn Claus Jürgen Holler vom 21.01.16

oder

Gerhard Schwarztrauber
gerhard@schwarztrauber.com
Lauterbachstr. 20
67435 Neustadt-Mußbach
Tel. (06321) 968561
www.schwarztrauber.com


MUNDUS VINI BIOFACH 2016
MUNDUS VINI BioFach
Dienstag, 19. Januar 2016 – 10:15
Events
Verkostungen

Aus fünfzehn Ländern nahmen Weine bei MUNDUS VINI BIOFACH 2016 teil / Credits: Ralf Ziegler, AdLumina
Bereits zum siebten Mal haben der Große Internationale Weinpreis MUNDUS VINI und die Weltleitmesse BIOFACH zum Großen Internationalen Bioweinpreis MUNDUS VINI BIOFACH eingeladen: knapp 500 zertifizierte Bio-Weine wurden Anfang Dezember 2015 im Meininger Verlag in Neustadt an der Weinstraße verkostet, die besten 209 Weine mit den Medaillen Silber, Gold und Großes Gold prämiert.

Elfmal wurde die höchste Auszeichnung Großes Gold von den 50 Juroren vergeben, fünf davon gehen an deutsche Winzer. Weitere 108 Weine konnten mit ihrer Qualität überzeugen und erhielten dafür die Auszeichnung Gold, an 90 Weine verlieh die internationale Jury die Silbermedaille.

Besonders erfolgreich waren 2016 die deutschen Biowinzer, gefolgt von Italien und Spanien. Insgesamt 71 von 128 eingereichten deutschen Bio-Weinen wurden mit einer Medaille ausgezeichnet. Mit 32 Auszeichnungen lagen die Pfälzer Erzeuger dieses Jahr deutlich vor den Kollegen aus Franken und Rheinhessen (jeweils 10) im nationalen Medaillenspiegel. Die Großes Gold-Medaillen verteilen sich auf die Anbaugebiete Pfalz (4) und Rheinhessen (1).
International entfiel Großes Gold zweimal auf Italien, je ein Großes Gold geht nach Frankreich, Spanien und Australien. Mit insgesamt 71 Medaillen sichern sich die deutschen Winzer den Spitzenplatz im Medaillenspiegel vor Italien (56) und Spanien (40).

Beim Bio-Erzeuger des Jahres gibt es dieses Jahr eine doppelte Titelverteidigung:
Sowohl das Weingut Schwarztrauber aus Neustadt-Mußbach (Pfalz) sowie die toskanische Fattoria La Vialla stellten in diesem Jahr erneut die beste Kollektion (national und international) und wurden von der internationalen Jury wieder als beste Bio-Erzeuger geehrt.

Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der BIOFACH in Nürnberg (link is external) am 10. Februar 2016 statt.




KGAL Investorenumfrage im Bereich Erneuerbare Energien: Trend zu höheren Renditen erkennbar

PRESSEINFORMATION

Grünwald, 26.01.2016 – Stabilität und Sicherheit sind 2015 für institutionelle Investoren im Bereich der Erneuerbaren-Energien-Investments noch wichtiger als Renditemaximierung. Das ergab eine Umfrage des Asset Managers KGAL unter institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen, die insgesamt ein Anlagevolumen von ca. 700 Mrd. Euro repräsentieren. Dennoch ist ein Trend zu risikoreicheren Assets mit höheren Renditeerwartungen zu erkennen. Für 63% der Befragten ist die Stabilität der Ausschüttungen zentrales Investmentkriterium, für 51% die Sicherung der Vermögenswerte. Dabei setzt die Mehrheit (56%) auf eine Portfolio-Diversifikation.

Die Befragung, die 2015 bei institutionellen Investoren durchgeführt wurde, erfasst sowohl den Status quo der bereits getätigten Erneuerbaren-Energien-Investitionen als auch die Präferenz zukünftiger Investments.

Photovoltaik und Wind Onshore liegen vorne
2015 dominieren noch die „Klassiker“: Die Befragten investierten bisher vor allem in Photovoltaik (91%) sowie Windenergie Onshore (84%). Nur in Einzelfällen wurde bereits in Wasserkraft, Bioenergie, Windenergie Offshore, Solar- und Geothermie investiert. Insgesamt ist anzumerken, dass 70% der Investoren aktuell gemischte Portfolien bevorzugen.

Wasserkraft gewinnt an Beliebtheit
Bei den Präferenzen für zukünftige Investments belegt das Thema Wasserkraft den zweiten Rang nach der Windenergie: 84% der Investoren beurteilen Wasserkraft als sehr interessant oder interessant. Windenergie Onshore liegt mit 90% vorne, Photovoltaik mit 83% knapp dahinter auf Platz 3. 42% der Befragten bekunden auch Interesse an Investitionen in Windenergie Offshore – ein Asset, an dem sich der Trend zu höheren Renditeerwartungen abzeichnet.

Marktkenntnis ist entscheidendes Kriterium
Bei der Wahl eines Asset Managers sind für Investoren folgende Entscheidungsfaktoren relevant: Marktkenntnis und spezielle Expertise in der Assetklasse (95%). Erst danach folgen Kriterien wie Rendite/Risiko-Profil der Produkte (77%), die Anlagestrategie (65%) und der Track Record (53%).

Unterschiedliche Renditeerwartungen bei Erneuerbaren Energien
Die erwarteten Renditen variieren je nach Art der Energieerzeugung. Bei Windenergie Onshore (58%) und Photovoltaik (56%) werden Renditen von 5 bis 7% als marktkonform angesehen. Bei Windenergie Offshore, die generell mit höheren Risiken verbunden ist, erwartet die Mehrheit entsprechend höhere Renditen im Bereich von 7 bis 10%. Im Fall von Investitionen in Wasserkraft hingegen ist ein Großteil der Umfrageteilnehmer mit moderaten 3 bis 5% zufrieden.

„Das überrascht nicht, denn die Wasserkraft, als älteste Energiequelle der Menschheit, wird als Garant für Stabilität gesehen, obwohl die Erfahrungen der Investoren mit dieser Form der Energieerzeugung noch gering sind. Gleichzeitig steigt das Interesse an höherrentierlichen Investitionsmöglichkeiten“, kommentiert Michael Ebner, Sprecher der Geschäftsführung der KGAL Investment Management GmbH & Co. KG und verantwortlich für den Bereich Infrastruktur.

Entscheidungsfaktoren für Investitionen
Die bestimmenden Risiko- und Einflussfaktoren bei der Investitionsentscheidung sind v.a. Länderrisiken, die Stabilität gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie die Nachfrage- und Preisentwicklung bei Elektrizität. „Der staatlichen Förderung einzelner Arten der Energieerzeugung wird hingegen immer weniger Bedeutung zugemessen. Wer heute in Erneuerbare Energien investiert, ist bereit, deutlich mehr Marktrisiken als früher zu akzeptieren, erwartet aber auch höhere Renditen“, sagt Ebner.

Das Thema Sicherheit dominiert hingegen bei der Auswahl der für Investments am besten geeigneten Regionen. Sonnenreiche Regionen wie Südeuropa, Afrika und Asien/Pazifik stehen heute noch nicht so hoch im Kurs. Westeuropa, Nordeuropa und Nordamerika werden derzeit präferiert. „Diese Regionen punkten eindeutig bei so wichtigen Rahmenbedingungen wie vorhandene Infrastruktur, beherrschbares Länderrisiko und politische Sicherheit. Dennoch behalten wir auch die sonnenreichen Regionen wie z. B. Chile und Australien für künftige Investments im Auge“, so Ebner.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Turbulenzen in einigen Währungsräumen bevorzugen 65% der teilnehmenden Investoren Euro-Investments. Immerhin 35% akzeptieren auch andere Währungen.

Fazit
Auch wenn die Investoren, laut der Umfrage in 2015, derzeit im Bereich der Erneuerbaren-Energien-Investments mit Renditen von 5 bis 7% zufrieden sind, nimmt das Interesse an höher rentierlichen Fonds zu. Damit sind allerdings auch höhere Risiken, wie z. B. Länder- oder Währungsrisiken, verbunden, die entsprechend gemanagt werden müssen. Es empfiehlt sich deshalb bei der Wahl des Asset Managers auf erfahrene Unternehmen zu setzen, die einen soliden Track Record vorweisen können.

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Leseräume als Hochsicherheitstrakt: Welche Auflagen Abgeordnete bei der Einsicht in TTIP-Dokumente akzeptieren müssen

Pressemitteilung – Thema: Freihandelsabkommen

– Bundestagsabgeordnete erhalten erstmals Einsicht in Verhandlungspapiere
– Parlamentarier werden dabei unter Aufsicht gestellt
– Verschwiegenheitserklärung und Abgabe von Handys sind Pflicht, Kopien verboten

Berlin, 26. Januar 2016. Gut zweieinhalb Jahre nach Beginn der Verhandlungen über das transatlantische Handelsabkommen TTIP sollen Bundestagsabgeordnete Einblick in wichtige Verhandlungsdokumente erhalten. In der kommenden Woche soll dazu ein Leseraum im Bundeswirtschaftsministerium eröffnet werden. Die Verbraucherorganisation foodwatch kritisierte jedoch, dass die Auflagen und Restriktionen für die Parlamentarier die dringend benötigte öffentliche Debatte über den europäisch-US-amerikanischen Vertrag weiterhin verhindern würden.

Abgeordnete dürfen die Leseräume an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten und nur nach Voranmeldung nutzen – für die Dokumenteneinsicht haben EU-Kommission und USA zudem strenge Bedingungen ausgehandelt, wie das Bundeswirtschaftsministerium gegenüber foodwatch bestätigte:

– Abgeordnete dürfen die Dokumente nur unter Aufsicht einsehen;
– vorher müssen sie eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnen, in der sie zusichern, den Inhalt der Dokumente nicht mit unbefugten Dritten zu teilen;
– Handys, Laptops und andere elektronische Geräte sind nicht erlaubt;
– die Parlamentarier dürfen sich handschriftliche Notizen machen, aber keine Kopien der Dokumente anfertigen.

„Dass Abgeordneten nun Einsicht in Dokumente erhalten, ist längst überfällig – die Bedingungen dafür sind jedoch inakzeptabel, weil sie aus dem Leseraum eine Art Hochsicherheitstrakt machen und Dokumente, die uns alle angehen, weiterhin behandelt werden wie militärische Geheimpapiere. Ausgerechnet beim Freihandel sollen Abgeordnete ihr freies Mandat mit einer Schweigepflicht einschränken – das passt nicht zusammen. Der Zugang zu den Papieren wird zwar gewährt, die dringend nötige öffentliche Debatte über TTIP jedoch weiterhin unterbunden“, erklärte Lena Blanken, Volkswirtin bei foodwatch. „Das transatlantische Abkommen soll tief in die Bereiche unseres täglichen Lebens eingreifen, deshalb müssen Abgeordnete und Öffentlichkeit darüber diskutieren können. Es ist schädlich für die Demokratie, dass grundlegende gesellschaftspolitische Fragen im Geheimen verhandelt werden. Es muss jetzt eine Debatte stattfinden. Ist der Vertrag erst fertig ausgehandelt, wird es zu spät sein: Denn die Parlamentarier können dazu nur ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sagen, aber nichts am Text verändern.“

Pressekontakt:
Martin Rücker, E-Mail: presse@foodwatch.de, Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90