Nachhaltiger Konsum auf der Green City-Kleidertauschparty

Terminhinweis
München, den 9. Oktober 2015

Tauschen statt kaufen: Am 19. November 2015 lädt die Umweltorganisation Green City e.V. zu einer Kleidertauschparty in die Orange Bar ein. Gut erhaltene Hosen, Jacken und mehr wechseln in gemütlicher Atmosphäre ihre BesitzerInnen.

Jeder kann beliebig viele Stücke mitbringen und mitnehmen. Was übrig bleibt, geht als Spende an den gemeinnützigen Münchner Verwerter Diakonia. Kriterien für einzutauschende Kleidung gibt es keine, lediglich in gutem Zustand sollte sie sein. Mit den Kleidertauschpartys regt Green City e.V. zu bewusst nachhaltigem Konsum an und sorgt für umweltschonende Abwechslung im Kleiderschrank. Zur Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen gibt es unter www.greencity.de/kleidertauschpartys.

Termin: Donnerstag, 19. November 2015, ab 19:00
Veranstalter: Green City e.V.
Ort: Orange Bar, Zirkus-Krone-Straße 10, München
Eintritt: 3 Euro inklusive Freigetränk, für Green City-Mitglieder kostenlos

Hochauflösende Pressefotos können Sie kostenlos von unserem Presseportal
herunterladen: www.greencity/presse

Pressekontakt
Judith Fahrentholz

Tel (089) 890 668 – 313
Fax (089) 890 668 – 66
presse@greencity.de




SCHÜSCHU – Spielewunderwelten in einer Box

Pressemeldung

Ein junges Augsburger Unternehmen verspricht bald das vielleicht cleverste Aufbewahrungs- und Spielsystem auf den Markt zu bringen, das je erfunden wurde: SCHÜSCHU. Das aus umweltfreundlichem und recyclebaren Kunststoff hergestellte Spielzeug, sowie die dazugehörige Vielfalt an Erweiterungsmodulen, sind eine einzigartige Spielewelt für Kinder und Familien.
Um die Erstfinanzierung zu stemmen, hat sich das SCHÜSCHU Team für Crowdfunding entschieden. Die Kampagne auf Kickstarter startet am 22. Oktober 2015, für eine Dauer von 4 Wochen.

Wer kennt sie nicht, die Bilder von Kinderzimmern, in denen man den Fußboden vor lauter bunten Spielzeug kaum mehr sieht? Spielzeug, das teilweise nur ein paar Wochen interessant ist, sich nicht mit anderen Dingen kombinieren lässt, schnell kaputt geht und anschließend im Restmüll landet. Die zweifache Mutter und Unternehmerin Tünde Schießl aus Augsburg hat basierend auf diesen Erfahrungen in mehrjähriger Arbeit ein innovatives Aufbewahrungs- und Spielsystem entwickelt: SCHÜSCHU.
Im Zentrum steht eine Spielzeugbox, die multifunktional genutzt und in verschiedenste Objekte verwandelt werden kann. Zugleich soll SCHÜSCHU den Austausch von Kinder in unterschiedlichen Ländern ermöglichen, zu 100% aus recyclebaren Materialien bestehen und gemeinsam mit Kunden und Interessenten weiterentwickelt werden. „Eine Spielewunderwelt für die ganze Familie – und darüber hinaus, für alle Kinder weltweit!“, so die Gründerin, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Familie führt. Ihr Sohn hat das Projektmanagement übernommen, ihr Mann kümmert sich um die Finanzen und von der kleinen Tochter stammt der einzigartige Name SCHÜSCHU.

Das Aufbewahrungs- und Spielsystem baut auf einer Grundbox auf, die durch Erweiterungsmodule in verschiedenste Objekte verwandelt werden kann. So sind zum Projektstart ein Auto, ein Oktopus und ein Lernmodul verfügbar. Weitere Varianten wie ein Schaukelpferd, ein Schiff oder sogar eine Burg sind bereits in Planung. Die durchstanzten Wände der Box dienen dabei als Verankerungssystem der Module. Die Accessoires und Erweiterungen können nach dem Spielen in der Box verstaut werden, wodurch das Spielzeug gleichzeitig zum platzsparenden Aufbewahrungssystem wird – für die SCHÜSCHU Erweiterungsmodule, aber natürlich auch für alle anderen
Spielsachen.
SCHÜSCHU vereint wichtige pädagogische Werte: Es fördert einerseits die kreativen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder, bringt ihnen aber auch auf ganz natürliche und spielerische Weise bei, am Ende einer spannenden Unterwasserexpedition oder nach einem wilden Autowettrennen für Ordnung zu sorgen.

SCHÜSCHU ist dabei nicht nur ein kreatives, erweiterbares Spiel- und Aufbewahrungssystem, sondern es ist auch Teil eines umfangreichen, größeren Konzeptes, der „SCHÜSCHU WORLD“. Bestehend aus dem SCHÜSCHU MATE Programm – einem Brieffreund-Konzept für Kinder, der SCHÜSCHU APP und sogar einer eigenen SCHÜSCHU Animationsserie, stellt die SCHÜSCHU WORLD eine echte Bereicherung für Kinder und Familien dar.

Ein weiterer, besonderer Aspekt von SCHÜSCHU ist das Recyclingprogramm, das es
Eltern ermöglicht, alte Boxen zurückzuschicken und gegen eine neue Box einzutauschen. Nichts davon soll im Restmüll landen. Produziert wird die Box übrigens in Telgte bei Münster (DE), aus einem speziell für den Umgang mit Kindern geeigneten, umweltfreundlichem Kunststoff, der besonders leicht und robust ist. Auch dies ist ein wichtiges Anliegen des Augsburger Startups.

SCHÜSCHU ist eine ganze Welt in einer Box: Eine einzigartige Kombination aus Spielzeug und Aufbewahrungssystem, die Platz spart und mit ihren unzähligen Möglichkeiten eine ganze Kindheit begleitet und die gesamte Familie begeistert.
Zur Finanzierung der ersten Boxen starten die Gründer am 22. Oktober eine 4- wöchige, internationale Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter.
www.schueschu.com

Zusammenfassung:
• Geeignet für Kinder von 1,5 bis 8 Jahren
• Grundbox 32cm x 38cm x 58cm (BxHxL)
• Gewicht: 2,9 kg
• 100% recyclebar
• BPA-frei
• Robust, haltbar, hohe Sicherheit für Kinder
• 100 % produziert in Deutschland
• Umweltfreundlich verpackt
• Recyclingprogramm für alte SCHÜSCHU Boxen
• Umfangreiche SCHÜSCHU WORLD Features

Kontakt Presse
The White Fox / Klötzer & Ledig GbR
Doina Kocherhans
doina.kocherhans@thewhitefox.de
Mobil: +49 (0)151 40417967

Kontakt Unternehmen
Schüschu GmbH
Döllgaststr. 5
86199 Augsburg
Telefon: 0821-3498416
Fax: 0821-3498418
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Crowdfunding von Bienenretter-Naturkosmetik gestartet. Mit bienenfreundlicher Naturkosmetik gegen das Bienensterben und für eine bessere Welt.

PRESSEMITTEILUNG

Frankfurt, 26.09.2015
Beim UN Gipfel für Nachhaltige Entwicklung in New York hat sich die Welt selbst gerade das größte Versprechen aller Zeiten gegeben. Doch jetzt müssen den Worten Taten folgen. Wie so etwas im Kleinen gehen kann, zeigt eine Bildungsinitiative aus Frankfurt. Sie will nicht nur ‚reden‘ sondern mit bienenfreundlicher Naturkosmetik gegen das Bienensterben kämpfen und gleichzeitig die Welt nachhaltig zu einem besseren Ort machen. Für die Gründung eines Sozialunternehmens ist gerade eine Crowdfunding Kampagne auf www.startnext.com/bienenretter gestartet.

„Bienenretter Naturkosmetik entstand aus der Idee, heimische Bienenprodukte mit öko-fairen Naturstoffen für eine wirkungsvolle Naturkosmetik zu kombinieren“, erklärt der Gründer Christian Bourgeois. „Dabei wollen wir mit wirkungsvollen und fairen Produkten einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltigen Lebensstil leisten.“

Die ersten Produkte sind bioaktive Salben mit Honig, Propolis, Arganöl und Sanddorn zur regenerierenden Pflege von Gesicht, Hände, Füße und Körper. Die honigsüßen Wirkstoffe erleben zurzeit ein Revival in der Medizin. Die antioxidative Wirkung von Propolis, dem Kittharz der Bienen, hatten sich schon die alten Ägypter als Heilmittel zu eigen gemacht. Diese positiven Eigenschaften hat das Team zusammen mit einem Frankfurter Naturkosmetik Unternehmen im vergangen Jahr in einer Kleinserie entwickelt.

In der Kosmetik gibt es kaum fair gehandelte Produkte und die vielen Bio-Labels sind für Verbraucher verwirrend. Daher ist Transparenz wichtig. Alle Inhaltstoffe sind in deutscher Sprache angegeben und woher sie stammen. Öko-faires Arganöl, Shea- und Kakaobutter stammen aus Frauenkooperativen in Afrika und unterstützen dort die Lebensgrundlage vieler Familien – ja ganzer Dörfer. Die aktuellen Flüchtlingsereignisse zeigen, wie wichtig nachhaltige Entwicklung in vermeintlich fernen Ländern auch in unserem eigenen Interesse ist. Ein Großteil der Gewinne aus dem Verkauf fließt in das Bienenretter-Bildungsprojekt.

Mit einer eigenständigen Manufaktur wird im nächsten Jahr die Naturkosmetik selbst produziert werden. Mit der Crowdfunding Kampagne sollen die Mittel für deren Aufbau zusammen kommen. Eine Schwarmfinanzierung funktioniert wie bei den Bienen: Viele kleine Beiträge können Großes schaffen. Für Unterstützer der Kampagne warten dabei viele attraktive Dankeschöns: von der Bienenpatenschaft über das Wohlfühlpaket bis zur süßen Honig-Post ist für jeden Geschmack etwas mit dabei.
www.startnext.com/bienenretter

Text Zeichenanzahl: 2.472 Fotos: www.bienenretter.de/presse

Über Bienenretter Bildungsprojekt:
Im Frankfurter Bildungsprojekt Bienenretter erleben Kinder, Jugendliche und Erwachsene, was Nachhaltigkeit bedeutet. Die Botschaft der altersgerechten Workshops für Schulklassen und Kita-Gruppen ist einfach: Zusammenhänge verstehen, Fähigkeiten und Stärken vertiefen und schließlich mit Verantwortung handeln. Die Biene wird dabei zur Botschafterin für nachhaltige Entwicklung und Biologische Vielfalt. Das mehrfach ausgezeichnete Projekt wurde 2011 vom gemeinnützigen Träger FINE Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V. ins Leben gerufen.

Ansprechpartner:
Christian Bourgeois | mail@bienenretter.de | Tel.: 0176 4000 3294
FINE Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V. | Bockenheimer Landstr. 106 | 60323 Frankfurt am Main




aquabook – Die geniale Wasserflasche

PRESSEMELDUNG

aquabook ist eine wiederverwendbare Wasserflasche im DIN A5 Format, welche Komfort, besonderes Design und Nachhaltigkeit vereint. Die Message von aquabook ist simpel – und genial: stay hydrated, stay genius!

Felix Durst und David Ziegler, zwei junge Unternehmer aus München, haben eine Vision: Ihr aquabook, eine clever designte Trinkflasche, soll ein Must-Have für alle werden, die viel unterwegs sind und ein klares Statement für nachhaltigen Konsum setzen möchten. Wie der Name schon sagt, ist das aquabook eine Wasserflasche, die dank ihres Din A5 Buchformats perfekt in Laptoptasche oder Uni-Rucksack passt und dabei auch noch gut aussieht. Das Projekt soll nun durch Kickstarter finanziert werden, die Kampagne startet am 12. Oktober 2015.

Die Vision der beiden Jungunternehmer basiert auf einer sehr ernstzunehmenden Thematik: Nach wie vor erhöht sich der globale Verbrauch von Einwegflaschen jährlich um ganze 10%. Jahrzehntelang wurden die Konsumenten durch die Tricks der Getränkeindustrie dazu gebracht, abgefülltes Wasser zu kaufen, indem diese ihnen dank geschickter Marketingstrategien weismachten, es sei gesünder oder schmecke besser als normales Leitungswasser. Tatsächlich stammen jedoch bspw. 48% des verkauften abgefüllten Wassers in den USA ohnehin aus staatlichen Wasserquellen – sprich Leitungswasser – welches den Konsumenten rund 3.000 mal teurer verkauft wird. Hinzu kommt, dass für die Bereitstellung von Flaschenwasser im Gegensatz zu Leitungswasser ca. 2.000 mal mehr Energie benötigt wird und die Flaschen nach einmaligem Gebrauch meist sofort im Müll landen. Davon gelangen laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen weltweit rund 80 Prozent über Flüsse in die Ozeane.

aquabook möchte dagegen halten und als wiederverwendbare Wasserflasche in ansprechendem Design zu umweltbewusstem Verhalten motivieren. Den Gründern war es dabei wichtig, dass ihre Ansprüche auch im Namen ihres Produkts reflektiert werden. So war die Verschmelzung des Begriffes Wasser, mit dem des Buches als Sinnbild für Wissen und Genialität, eine logische Schlussfolgerung. „Wir glauben, dass Bildung und ganz allgemein Wissen eine wichtige Grundlage ist, den Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Und um die Gehirnaktivität aufrecht zu erhalten und zu unterstützen, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Wasser ausschlaggebend. Studien haben gezeigt, dass Wassertrinken die Gehirnleistung sogar deutlich erhöht.“
Das aquabook ist für smarte, aktive Menschen entworfen, die durch bewussten Konsum einen Beitrag leisten möchten. Die buchförmige Trinkflasche passt dabei gleichzeitig zu einem aktiven, arbeitsreichen Alltag und hilft, an langen Arbeitstagen im Büro oder in der Bibliothek, die Gehirnzellen mit ausreichend Wasser fit zu halten. Dank seiner schmalen Form passt das aquabook mühelos in jede Tasche und sieht dabei neben aller Pragmatik v.a. auch noch gut aus!

Das aquabook, wie auch der Deckel, werden in verschiedenen Farben erhältlich sein. So hat jeder die Möglichkeit, seine ganz persönliche Lieblingsfarbkombination zusammenzustellen. Darüber hinaus bieten die zwei jungen Unternehmer die Option, mit Hilfe eines hochentwickelten UVDigital Druckverfahrens das aquabook durch ein Foto oder einen Namen zu personalisieren. Auf diese Weise wird es zu einem tollen, persönlichen Geschenk, oder für Firmen oder Vereine, zu einem besonderen Merchandise- und Werbeartikel.

Die Herstellung erfolgt vollständig in Deutschland, aus hochwertigem TRITAN® (Eastman Chemicals), einem BPS- und BPA-freien und recyclebaren Kunststoff, der gewährleistet, dass das aquabook trotz seines leichten Gewichts extrem stabil ist. Zudem kann man es aufgrund seiner Temperaturresistenz für Heißgetränke verwenden. Dank einer speziellen Reinigungslösung werden hohe Hygienestandards geboten: Die aquabrush, eine eigens für das aquabook entworfene Bürste, ist separat erhältlich, ebenso wie Reinigungstabletten, die zu 100% biologisch abbaubar sind.

Alle Produkte werden CO2-neutral verschickt. Um den CO2-Ausstoß weiter zu kompensieren, wird jeder aquabook Sendung ein Briefchen mit Baumsamen beigelegt, mit denen der stolze aquabook Besitzer seinen ökologischen Fußabdruck zusätzlich reduzieren kann.

aquabook ist intelligentes Trinken: eine geniale Wasserflasche, die geniale Köpfe mit Wasser versorgt!

Die Kampagne startet am 12. Oktober 2015 für eine Dauer von 31 Tagen auf www.kickstarter.com.

Zusammenfassung:
• DIN A5 Format: 148 x 210 x 35 mm / 5.8 x 8.3 x 1.4 inch
• 0.75l / 25oz
• Gewicht: ca. 250 gr. / 8.8 oz.
• 100% recyclebar
• Temperaturresistent
• Bruchsicher
• Spülmaschinenfest
• BPS- und BPA-frei
• Personalisierbar durch UV-Digital Printing Technologie
• aquabook in fünf verschiedenen Farben erhältlich: clean lucent, bold blue, wild pink, fast green und dapper grey
• Deckel in fünf verschiedenen Farben erhältlich: arctic white, pitch black, neon pink, neon orange und sparkling chrome
• Umweltfreundliche Verpackung (recycelte Kartonbox, CO2-neutraler Versand)
• 100 % produziert in Deutschland

Über uns
ZED Innovations ist ein junges Unternehmen mit der Vision, innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die das moderne Leben erleichtern. Wir fokussieren uns auf Umweltverträglichkeit, höchste Qualität und kontemporäres Design, um clevere Lösungen für alltägliche Themen anzubieten.

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CETA-Leak: foodwatch veröffentlicht geheimes Verhandlungsmandat – Dokumente zeigen: Schiedsgerichte für Investoren waren bei europäisch-kanadischem Freihandelsabkommen ursprünglich gar nicht vorgesehen

Pressemitteilung – Thema: Freihandelsabkommen

Berlin, 1. Oktober 2015. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat das unter Verschluss gehaltene europäische Verhandlungsmandat für das CETA-Abkommen mit Kanada im Internet veröffentlicht. Nach dem Mandat für einen TTIP-Vertrag zwischen EU und USA kommt damit ein weiteres zentrales Dokument der geplanten Freihandelszonen an die Öffentlichkeit.

Insgesamt machte foodwatch unter www.ceta-leak.foodwatch.de drei geleakte CETA-Dokumente öffentlich, klassifiziert mit der Geheimhaltungsstufe „Restreint UE/EU Restricted“: Den ursprünglichen Mandatstext von April 2009, einen Änderungsentwurf von 2010 sowie die schließlich im Juli 2011 vorgenommene Ergänzung des Mandats. Aus den Papieren geht hervor: Die umstrittenen Schiedsgerichte spielten für die Aufnahme der Verhandlungen jedenfalls auf Seiten der EU überhaupt keine Rolle. Entsprechende Investorenschutzklauseln wurden erst zwei Jahre später, 2011, endgültig in die Verhandlungsleitlinien aufgenommen – dann jedoch als verbindliche Zielvorgabe, die erheblich stärker betont wird als beispielsweise das Recht, gemeinwohlbasierte Schutzstandards zu erlassen.

„Schiedsgerichte waren keineswegs immer ein so unverzichtbarer Bestandteil von CETA, wie es heute auch von der Bundesregierung dargestellt wird. Als die Verhandlungen aufgenommen wurden, spielte eine Paralleljustiz für Investoren für die EU noch gar keine Rolle – jetzt, da der CETA-Vertrag ausgehandelt ist, heißt es plötzlich: Daran lässt sich nichts ändern“, kritisierte foodwatch-Sprecher Martin Rücker. „Die geleakten Dokumente zeigen: Die Debatte über die Freihandelsabkommen wird nach wie vor nicht offen und aufrichtig geführt.“

Auf Anfrage von foodwatch hatte sich EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zuletzt für eine Veröffentlichung des CETA-Mandats ausgesprochen, gleichzeitig aber betont, dass dies von den Mitgliedsstaaten entschieden werden müsste. Der Europäische Rat lehnte eine Veröffentlichung jedoch ab. Nun wurden die Dokumente foodwatch zugespielt. Sie geben bemerkenswerte Einblicke in die Vorgaben der EU-Staaten für die Verhandlungslinie der Europäischen Kommission:

• Im ursprünglichen Mandat von 2009 waren weitreichende Vereinbarungen über Investitionsschutz, insbesondere die umstrittenen Schiedsgerichte (ISDS), überhaupt nicht vorgesehen. Erst in der ergänzten Fassung von 2011 heißt es: „Das Abkommen muss einen wirksamen und dem aktuellen Stand entsprechenden Mechanismus für die Streitbeilegung zwischen Investor und Staat vorsehen.“ (Ergänzung der Verhandlungsrichtlinien, Punkt 26 d). Während Vizekanzler Sigmar Gabriel eine Zeit lang den Eindruck erweckte, es könne ein CETA-Abkommen ohne Investorenschutzklauseln geben, war die Europäische Kommission in Wahrheit längst politisch an die Maßgabe gebunden, genau dies zwingend durchzusetzen. Diese Vorgabe wurde von der schwarz-gelben Vorgängerregierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit beschlossen.
• Durch diese „Muss“-Vorgabe werden Schiedsgerichte stärker gewichtet als etwa das „Recht der Vertragsparteien, auf der Grundlage des ihnen angemessen erscheinenden Schutzniveaus die zur Verwirklichung legitimer Gemeinwohlziele erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen“ – darauf „soll“ lediglich die Präambel des CETA-Vertrags „verweisen“. Zudem wird das Regulierungsrecht im CETA-Mandat mit auslegungsfähigen Einschränkungen versehen („sofern diese Maßnahmen keine ungerechtfertigte Diskriminierung oder versteckte Beschränkung des internationalen Handels darstellen“; Verhandlungsrichtlinien, Punkt 5).
• Im Gegensatz zum CETA-Dokument erklärt das TTIP-Verhandlungsmandat Schiedsgerichte nicht zum „Muss“, sondern lediglich zum „Sollte“-Ziel (TTIP-Verhandlungsleitlinien, Punkt 23). Das lässt die jüngste Entwicklung in neuem Licht erscheinen: So hatte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström für TTIP einen neuartigen Investitionsgerichtshof anstelle klassischer Schiedsgerichte vorgeschlagen, jedoch keine Änderungen bei CETA vorgesehen. Gleichzeitig sind die Vorgaben des Verhandlungsmandates weder rechtsverbindlich noch unabänderlich – eine Abkehr von den Schiedsgerichten ist also auch bei CETA eine Frage des politischen Willens.

foodwatch erneuerte die Forderung, das CETA-Abkommen nicht zu ratifizieren und die TTIP-Verhandlungen unter den gegebenen Voraussetzungen zu stoppen. Die Problematik der Schiedsgerichte für Investoren ist nach Auffassung der Verbraucherorganisation auch bei TTIP mit den Malmström-Vorschlägen nicht gelöst: Zum einen könnten US-amerikanische Firmen den CETA-Vertrag nutzen, um über eine kanadische Niederlassung Schiedsklagen einzureichen. Zum anderen geht die Einrichtung eines Investitionsgerichtshof am Kern der Kritik vorbei: Es bliebe dabei, dass ein Sonder-Klageweg für Investoren eingerichtet werden soll. Unternehmen würden ihn nutzen, wenn sie sich davon bessere Chancen auf Schadenersatz versprechen als vor den ordentlichen staatlichen Gerichten.

Link:
– Geleaktes CETA-Mandat: www.ceta-leak.foodwatch.de

Redaktionelle Hinweise:
– TTIP-Mandat: tinyurl.com/poxx2e8

Pressekontakt:

foodwatch e.V.
Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Einladung zum Pressegespräch: Wie TTIP und CETA unsere Demokratie gefährden

TERMIN-ERINNERUNG: PRESSEGESPRÄCH AM 5. OKTOBER 2015 UM 10:30 UHR

Sehr geehrte Damen und Herren,

nie wurde über Freihandelsverträge so intensiv diskutiert wie über TTIP und CETA, die geplanten Abkommen zwischen der EU und den USA bzw. Kanada. Ein wesentlicher Aspekt: Die Auswirkungen der Verträge auf die Demokratien in Europa. Jenseits der umstrittenen Schiedsgerichte ist jedoch in der öffentlichen Debatte noch wenig bekannt, wie genau TTIP und CETA sich auf demokratische Prozesse auswirken. Welchen Einfluss werden die Abkommen haben – auf die Autonomie demokratisch gewählter Parlamente, auf den Einfluss der EU bei der Gestaltung der Globalisierung und auf das Recht, auch in Zukunft selbst Standards beim Umweltschutz oder bei Arbeitnehmer- und Verbraucherrechten zu setzen?

Warum und wie TTIP und CETA unsere Demokratie gefährden, möchten wir Ihnen in einem Pressegespräch erläutern, zu dem wir Sie herzlich einladen:

Termin: Montag, den 5. Oktober 2015, 10:30 Uhr

Ort: Habel Weinkultur, Luisenstr. 19, 10117 Berlin

mit: foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode

Zur besseren Planung wären wir Ihnen für eine Rückmeldung, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen, sehr dankbar – formlos telefonisch unter (0 30) 24 04 76 – 290, per Mail an presse@foodwatch.de oder mit dem beiliegenden Antwortbogen per Fax.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Rücker
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit




Energiegeschichten ergänzen Hängeseilbrücke

Pressemitteilung


• ABO Wind eröffnet Rundweg und Ausstellung im Mörsdorfer Heimatmuseum
• Einnahmen aus der Windkraft ermöglichen Hängeseilbrücke

(Mörsdorf/Wiesbaden, 3. Oktober 2015) Die Hunsrücker Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg weihen an diesem Wochenende die „Geierlay“ ein, die längste Hängeseilbrücke Deutschlands. ABO Wind trägt mit „Energiegeschichten“ zu dem touristischen Großprojekt bei: ein Rundweg mit Infoschildern zur Windkraft sowie eine Ausstellung im neu eröffneten Mörsdorfer Heimatmuseum. Beim Geierlay-Eröffnungsfest am 3. und 4. Oktober ist ABO Wind mit einer Spielstation für Kinder vertreten und informiert interessierte Besucher über die Windenergie.

Auf dem Fußweg von Mörsdorf zur Hängeseilbrücke bietet ein Lehrpfad Einblick in die Technik der Windkraftanlagen, die Energiewende sowie die Entstehung der örtlichen Windparks. Für Kinder erklärt die Figur Erni Wind auf einer Infotafel, wie aus Wind Strom entsteht. Im Heimatmuseum, das ABO Wind gemeinsam mit der Gemeinde neu gestaltet hat, erfahren Besucher vom Leben in Mörsdorf damals und heute. Die Ausstellung mit Haushaltsgeräten aus verschiedenen Jahrzehnten verdeutlicht, wie die Nutzung von Energie das Leben der Menschen von Grund auf veränderte.

Die Windenergie trägt nicht nur zur modernen und klimafreundlichen Stromversorgung der Region bei, sie war auch ein wichtiger Baustein bei der Verwirklichung der Hängeseilbrücke. Bürgermeister Marcus Kirchhoff erklärt: „Wir haben etwa fünf Jahre gebraucht, um das Projekt umzusetzen. Entscheidend war, dass die Gemeinde das Projekt mit den Einnahmen aus der Windkraft dauerhaft tragen kann. Kurz gesagt: Ohne Windkraft keine Brücke.“

Die letzten drei der insgesamt elf Windkraftanlagen des Typs Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 141 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern werden aktuell fertiggestellt und gehen im November 2015 in Betrieb. Dann werden die elf Anlagen im Durchschnitt jährlich 74 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen – so viel verbrauchen 62.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. Die Windparks reduzieren den Kohlendioxidausstoß um jährlich 56.000 Tonnen.

Vor Baubeginn beauftragte ABO Wind in beiden Windparks archäologische Grabungen, die eine Vielzahl an Fundstücken zu Tage förderten. In Mörsdorf Nord fanden die Archäologen beispielsweise Reste eines eisenzeitlichen Grabhügels und mehrere frührömische Grabgärten mit Urnen. In Mörsdorf Süd wurden ebenfalls Grabgärten mit Keramikgefäßen sowie Mühlsteinfragmente gefunden.

ABO Wind-Abteilungsleiter Dr. Thomas Treiling, zuständig für die Planung in Rheinland-Pfalz und im Saarland, erläutert das zusätzliche Engagement des Unternehmens in Mörsdorf: „Mit den Energiegeschichten bedanken wir uns für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mörsdorf. Besonders freut uns, dass die Einnahmen aus unseren Windparks Projekte wie die Hängeseilbrücke ermöglichen, da sie den Hunsrück als Tourismusregion stärken.“

Unter www.windpark-moersdorf.de informiert das Unternehmen über die Entstehung der Windparks und dokumentiert den Bau mit einer Bilderserie. Auch die ABO Wind-Energiegeschichten werden nach der Einweihung an diesem Wochenende auf der Internetseite vorgestellt.

Lena Fritsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ABO Wind AG

Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden
Tel: (0611) 267 65-617; Fax: -599
Mobil: 0152 567 11 617
lena.fritsche@abo-wind.de
www.abo-wind.de

HR Amtsgericht Wiesbaden HRB 12024
Vorstand Dr. Jochen Ahn, Matthias Bockholt, Andreas Höllinger
Aufsichtsratsvorsitzender RA Jörg Lukowsky
Sitz der Gesellschaft Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden




TTIP und CETA schwächen Wahlrecht der Bürger und Einfluss der Parlamente – foodwatch-Analyse zeigt Gefahren der Abkommen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Pressemitteilung – Thema: Freihandelsabkommen

Berlin, 5. Oktober 2015. Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA schwächen das Wahlrecht der Bürger und den Einfluss von Abgeordneten. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag in Berlin vorgestellte Analyse der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. Demnach fehlt dem gesamten Verfahren vom Beschluss der Verhandlungsmandate über die Transparenz der Verhandlungen bis hin zur Verabschiedung der Abkommen eine ausreichende demokratische Legitimation. Zudem werden mit den Verträgen Bindungen eingegangen, die die Befugnisse von Parlamenten in der Zukunft beschneiden und damit den Wert einer Stimme bei Bundestags- oder Europawahlen reduzieren.

„CETA und TTIP nehmen anders als klassische Freihandelsabkommen entscheidenden Einfluss auf die Weiterentwicklung wichtiger gesellschaftspolitischer Bereiche – jedoch ohne die erforderliche demokratische Legitimation. Die gewählten Parlamente spielen weder bei den Verhandlungen noch bei der Verabschiedung der Verträge und erst recht nicht bei künftiger Regulierung im Rahmen der Verträge eine angemessene Rolle. Damit verletzen CETA und TTIP das Demokratieprinzip und schwächen die demokratische Teilhabe der europäischen Bürger an politischen Entscheidungen. CETA und TTIP sind eine Gefahr für die Demokratie“, fasste foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode seine Kritik zusammen.

Mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis ruft foodwatch für den kommenden Samstag zu einer bundesweiten Großdemonstration gegen die Abkommen CETA zwischen EU und Kanada sowie TTIP zwischen EU und USA auf (10.10.2015, Beginn 12 Uhr am Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof).

Die foodwatch-Analyse zeigt in 7 Thesen die Gefahren der beiden Freihandelsabkommen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Sie wurde in den vergangenen Monaten mit den Anregungen zahlreicher Staats- und Völkerrechtler sowie weiterer Juristen erarbeitet. Die Thesen in Kurzform:

1. Die Aufnahme von Verhandlungen über CETA und TTIP ist nicht ausreichend demokratisch legitimiert. Am Beschluss des Verhandlungsmandates und damit den Vorfestlegungen für die Verhandlungen war kein Parlament beteiligt – obwohl die Abkommen, anders als klassische Freihandelsverträge, weitreichenden Einfluss auf gesellschaftspolitische Bereiche haben werden.

2. Die Verhandlungsführung verstößt gegen das Demokratieprinzip. Es fehlt die Transparenz, weil noch nicht einmal Abgeordnete so viele Verhandlungspapiere zu sehen bekommen, dass sie den Stand der Gespräche nachvollziehen können. Eine solche demokratische Rückkopplung und ein öffentlicher Diskurs sind jedoch geboten, wenn es nicht nur um Zölle, sondern um gesellschaftspolitische Regulierung geht.

3. Die geplanten Schiedsgerichte unterminieren den Rechtsstaat und schwächen die staatliche Souveränität. Auch die jüngsten Kompromissvorschläge von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström ändern nichts daran: Für ausländische Konzerne soll eine Sonderjustiz nach Handelsrecht eingerichtet werden – diese werden sie nutzen, um Staaten auf Schadenersatz zu verklagen, wenn sie sich auf diesem Weg mehr Hoffnung auf Erfolg machen als vor ordentlichen Gerichten.

4. Der Einfluss von Wählern und Abgeordneten auf zukünftige Standards wird nicht größer, sondern kleiner. Wie alle völkerrechtlich bindenden Verträge werden TTIP und CETA die Spielräume der Gesetzgeber einengen. Zum Problem wird das, weil die Verträge so weit in gesellschaftspolitische Bereiche hineinwirken: In Zukunft wird eine Verbesserung von Standards, ob bei Lebensmittelgesetzen, Landwirtschaft oder Umweltschutz, nur möglich sein, wenn dies TTIP- und CETA-kompatibel ist oder die USA bzw. Kanada zustimmen. Parlamentarier können also nicht mehr so frei über Standards entscheiden wie bisher, ihr Einfluss wird beschränkt. In dem Maße, in dem der Einfluss der Volksvertreter schwindet, verliert auch das Wahlrecht der Bürger an Wert.

5. Wichtige Regelungen können ohne Beteiligung der Parlamente verabschiedet werden. Im Zuge der sogenannten regulatorischen Kooperation mit den USA bzw. Kanada sollen eigens eingerichtete Ausschüsse auch völkerrechtlich bindende Entscheidungen treffen und Annexe zu den Abkommen ändern können. Besetzt sind die Ausschüsse mit Vertretern der Exekutive, etwa von Regulierungsbehörden. Eine Parlamentsbeteiligung ist nach dem CETA-Entwurf und nach den bekannt gewordenen TTIP-Texten nicht geplant.

6. CETA und TTIP verkleinern Europas Spielraum bei der Gestaltung der Globalisierung. Die Abkommen unterliegen den Bestimmungen der Welthandelsorganisation WTO, gehen aber über diese hinaus. Sie schränken damit den völkerrechtlichen Rahmen für Regulierung weiter ein. Das heißt: Eine neue Regulierung für mehr Umweltschutz oder Verbraucherrechte könnte, auch wenn sie nach WTO-Recht möglich wäre, nach TTIP unzulässig sein. Die EU verkleinert damit ihre Möglichkeiten, den Welthandel und damit die Globalisierung über die Fortentwicklung des WTO-Rechts mitzugestalten.

7. Bei der Verabschiedung der Abkommen haben die Parlamente nur eingeschränkte Rechte. EU-Parlament und wohl auch nationale Abgeordnete müssen die Verträge zwar ratifizieren. Doch Änderungen an den Texten dürfen sie nicht durchsetzen, sie können nur mit Ja oder Nein stimmen – das ist unzureichend angesichts der im Vorfeld verhinderten Beteiligung der Volksvertreter an der Debatte über die Vertragsinhalte. Hinzu kommt: Auch ohne Beschluss der nationalen Parlamente kann die Europäische Kommission die Verträge vorläufig zur Anwendung bringen. Ihre Bestimmungen sind dann bis auf Weiteres voll gültig und rechtskräftig – ohne vorheriges Votum der Volksvertreter.

Link:

– Informationen zur bundesweiten Stopp-TTIP-Demo am 10.10. in Berlin: www.ttip-demo.de

Redaktionelle Hinweise:

– foodwatch-Hintergrundpapier zu den Auswirkungen von TTIP und CETA auf die Demokratie: tinyurl.com/ttip-demokratie

Pressekontakt:

foodwatch e.V.
Martin Rücker

E-Mail: presse@foodwatch.de

Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90
Am Samstag währen der Demo: +49 (0) 174 3 75 16 89




„Industrieverband spricht nicht für den Mittelstand“ – Initiative KMU gegen TTIP weist Aussagen der neuen BDI-Werbekampagne zurück

Pressemitteilung

Frankfurt, 5.10.2015: Die Wirtschaftsinitiative „KMU gegen TTIP“ verwahrt sich gegen den Anspruch des BDI, für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland zu sprechen. „So wie TTIP geplant ist, kann es die Existenz gerade vieler regional agierender Unternehmen gefährden“, so die Initiatorin der Kampagne Martina Römmelt-Fella, Geschäftsführerin Fella Maschinenbau GmbH.

Am kommenden Wochenende findet in Berlin die gemeinsame Anti-TTIP-Demonstration von Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden und einem breiten Bündnis gesellschaftlicher Gruppen statt. Mit Blick auf die entscheidenden Wochen für TTIP hat der BDI eine von der Werbeagentur MSL Group gestaltete Plakatkampagne „Ein starkes TTIP für Deutschland“ an mehreren großen Plätzen gestartet. Darin sollen die „Vorteile und Chancen von TTIP für den deutschen und europäischen
Handel, Arbeitnehmer, den Mittelstand und Verbraucher“ aufgezeigt werden.

„Dass der Mittelstand geschlossen hinter TTIP steht, ist eine mutwillige Falschaussage. Allein aus dem Kreis der Unternehmen hat der Aufruf „KMU gegen TTIP“ binnen kürzester Zeit rund 1250 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner gefunden, die sich weder vom BDI noch von den Industrieund Handelskammern vertreten fühlen“, erklärt Römmelt-Fella.

Während der BDI behauptet, KMU würden von „klaren und fairen Regeln profitieren“, wissen die Praktiker der betroffenen Unternehmen: So wie TTIP heute angelegt ist, nutzt es vor allem den großen Konzernen, die sich leichter neue Absatzmärkte erschließen und ihre Interessen wirkungsvoll gegen lokale Standards durchsetzen können. Unter den deutschen KMU exportiert dagegen nur eine sehr kleine Minderheit in die USA.

„In dieses Abkommen wurde zu viel hinein gepackt: Öffentliche Daseinsvorsorge, Kultur, Landwirtschaft und mehr. Wir mussten zu dem Schluss kommen, dass diese Verhandlungen erst einmal gestoppt werden müssen, da das Abkommen von Grund auf zu breit angelegt ist. Für einen Neustart der Verhandlungen bestehen wir darauf, zur Positivliste zurückzukehren – also zu „wissen was drin ist“. Verbunden mit konkreten Anforderungen an Standards, Transparenz und demokratischen Abläufe. Bei Neuverhandlungen darf es auch keine Einschränkung der Demokratie durch Regulierungsräte oder andere Verfahren mehr geben, die parlamentarische Entscheidungsverfahren aushöhlen würden“, so Initiatorin Martina Römmelt-Fella.
Frank Immendorf, Mitinitiator und Inhaber Messebau Egovision GmbH, ergänzt: „Dass der BDI hunderttausende Euro in die Hand nimmt, um ganz Berlin zu plakatieren, wird nichts nützen. Die Bürgerinnen und Bürger und die Vertreter der Unternehmen, die an fairem Handel interessiert sind, werden viel zahlreicher sein als die Plakate der Werbeagentur. Die Mittel des BDI hätte der deutsche Mittelstand für andere Projekte weit besser ausgeben können: Für die Stärkung von Umwelt-, Sozial und Verbraucherschutzstandards sowie für Maßnahmen zum Schutz regionaler
Wirtschaftsstrukturen etwa durch regionale Herkunftsnachweise.“

Hinweis an die Redaktionen: Nutzen Sie die Gelegenheit die Macher von KMU-gegen-TTIP zu treffen. Martina Römmelt-Fella spricht heute Abend auf der Verdi-Veranstaltung „Berlin, Berlin – Darum fahren wir da hin!“ ab 19:00 Uhr im Saalbau-Südbahnhof in Frankfurt am Main. Von 18:00 bis 18:45 stehen dort Martina Römmelt-Fella und Frank Immendorf für ein Pressegespräch zur Verfügung.

Mehr über die Initiative und unterzeichnen auf: www.kmu-gegen-ttip.de

„KMU gegen TTIP“ – eine von mehr als 150 Unterstützerorganisationen der Demonstration:
www.ttip-demo.de/home/netzwerk/

Pressekontakt:
Kai Weller, Agentur Ahnen&Enkel
Mobil: 0176 24569084
Email: weller@ahnenenkel.com
Gerne vermitteln wir Ihnen auch Interviews mit den Initiatoren.

Hintergrund:
Initiatoren des Aufrufes unter www.kmu-gegen-ttip.de sind die Inhaber/innen der Unternehmen Fella Maschinenbau GmbH (Odenwald bei Frankfurt a.M.), der Brauerei Clemens Härle KG (Leutkirch im Allgäu), der Egovision GmbH (Lohmar), der Ulrich Walter GmbH /Lebensbaum (Diepholz) und der Velokonzept Saade GmbH (Berlin). Aus ihrer Sicht verstößt TTIP gegen demokratische Verfahren, gefährdet die Standards in Europa und bringt Nachteile für ihre Unternehmen und die regionale Wirtschaft.




9. Münchner Klimaherbst 2015

Über 60 Veranstaltungen zu den Themen Klimapolitik, Kapitalismus und Klimadiplomatie

München bietet im Oktober einen Vorgeschmack auf Paris! Mit Blick auf die im November startende UN-Klimakonferenz widmet sich der diesjährige Münchner Klimaherbst unter anderem den Themen Klimapolitik, Kapitalismus und Klimadiplomatie.

„Politik. Macht. Klima. – und wir?“ Dieser Frage geht der neu gegründete Verein Netzwerk Klimaherbst e.V. zwischen dem 12. und 29. Oktober nach: Wie viel Macht besitzt die Politik im Hinblick auf den Klimawandel wirklich? Welchen Einfluss haben Bürgerinnen und Bürger darauf?

Ein breites Bündnis aus Initiativen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und Unternehmen bringt unter der Trägerschaft des Netzwerk Klimaherbst e.V. mit rund 60 Veranstaltungen Bayerns größte Veranstaltungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit auf den Weg. Das komplette Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Filmen, Kunstaktionen und -ausstellungen, Kinderprogramm und vielem mehr finden Sie ab sofort auf www.klimaherbst.de. Auf einige Highlights möchten wir Sie aufmerksam machen:

Klima und Städte im Wandel – Auftakt mit Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber

12. Oktober, 18:00 bis 21:00 Uhr, Alter Rathaussaal, Marienplatz 15, München

Nach der feierlichen Eröffnung des Klimaherbstes durch Münchens neue Referentin für Gesundheit und Umwelt, Stephanie Jacobs, übernimmt Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber das Wort. Laut ihm sollten sich die 194 Regierungen beim Weltklimagipfel Ende des Jahre in Paris auf die Minimierung von Klimarisiken einigen, denn ein Großteil an Ressourcen wie Kohle, Öl, Erdgas müssen im Boden bleiben und dürfen nicht abgebaut und zu Treibhausgasen verbrannt werden. In seinem Vortrag liefert er mittels physikalischer Grundlagen Antworten auf Klimafragen und erklärt was Städte zu einer klimaverträglichen Gesellschaft beitragen können. Sebastian Copeland, Fotograf und Umweltaktivist, liefert zum Abschluss Impressionen bereits sichtbarer Auswirkungen der Klimaänderung.

Münchner Konzerne für den Klimaschutz – Podiumsdiskussion mit BMW, Munich Re und Siemens

20. Oktober, 19:00 bis 21:00 Uhr, Munich Re, Princeton N6, Berliner Straße 95, München

Beim Klimaschutz sind alle gefragt! Die Politik fordert zunehmend die Beteiligung des Privatsektors, wenn es um Lösungen geht. München ist die Heimatstadt von führenden, global wirtschaftenden Dax-30-Unternehmen; Konzerne, die Verantwortung übernehmen. Die Münchner Rück Stiftung stellt BMW, Munich Re sowie Siemens auf das Podium und fragt, welche Bedeutung der Klimawandel für sie hat.

Niemand flieht ohne Grund – Auf der Flucht vor dem Klima
21. Oktober, 19:00 bis 21:00 Uhr, Gasteig, Rosenheimer Straße 5, München

Die Folgen der globalen Erwärmung zerstören weltweit Lebensgrundlagen. Durch den Anstieg der Meere gehen dicht besiedelte Küstengebiete verloren, Böden erodieren, langdauernde Dürrezeiten zerstören Ackerflächen. Den betroffenen Menschen bleibt nur die Flucht – regional und international. Gleichwohl gelten sie im Sinne des Völkerrechts nicht als Flüchtlinge. Was kann, was muss geschehen, um all jene zu unterstützen, die durch den Klimawandel ihrer Existenz beraubt sind?

Coole Klimapolitik für München? – Feierlicher Abschluss
29. Oktober, 18:00 bis 21:00 Uhr, Amerikahaus, Karolinenplatz 3, München

Nach über zwei spannenden Veranstaltungswochen stehen Münchner Stadträte Rede und Antwort: Die Umweltorganisation Green City e. V. diskutiert, was auf lokaler Ebenen passieren muss, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Zuschauerinnen und Zuschauer können ihre Fragen mitbringen und mit Münchens Politikerinnen und Politikern nach Lösungswegen suchen.

Über den Münchner Klimaherbst
Der Münchner Klimaherbst findet 2015 bereits zum neunten Mal statt. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, einmal im Jahr möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Münchens, Jung wie Alt, für das Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ zu sensibilisieren. Initiiert im Jahr 2007 von einem Team der Münchner Volkshochschule, hat sich der Münchner Klimaherbst zu einer der wichtigsten und am meisten beachteten Veranstaltungsplattformen für Nachhaltigkeitsthemen in München entwickelt. Seit Februar 2015 wird er vom Netzwerk Klimaherbst e.V. getragen und zusammen mit der Umweltorganisation Green City e.V. organisiert. Ein umfangreiches Netzwerk an Initiativen und Vereinen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und auch einigen Unternehmen trägt Veranstaltungen bei. Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München fördert den Klimaherbst. In jedem Jahr hat der Münchner Klimaherbst einen thematischen Schwerpunkt, der sich an den Themen der UN-Bildungsdekade für eine nachhaltige Entwicklung orientiert. Im Jahr 2015 ist es das Thema „Politik. Macht. Klima. – und wir?“.

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner und Kontakte zu den einzelnen Veranstaltern. Bildmaterial können Sie hier herunterladen www.klimaherbst.de/downloads. Auf www.klimaherbst.de finden Sie außerdem Texte mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themenbereichen und eine Dokumentation der letzten acht Klimaherbste.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Stuiber
presse@klimaherbst.de
Fon: (089) 890 668 -338