Letzte AOK Blade Night 2015

Terminhinweis
München, den 4. September 2015

Mit einem Wiesn-Special verabschiedet sich die AOK Blade Night der Umweltorganisation Green City e.V. am Montag, 7. September in das Saisonende. Viele Bladeguards kommen zum letzten Termin traditionell in Tracht, auch die TeilnehmerInnen sind herzlich eingeladen, in Lederhose und Dirndl mitzuskaten. Falls das Wetter hält, beginnt die Veranstaltung um 19:00 Uhr mit Programm auf dem Platz vor dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Um 21:00 Uhr startet der Skaterzug auf die Strecke Schwabing (Nord). Sie führt von der Theresienhöhe über die Hackerbrücke und die Dachauer Straße nach Schwabing. Die Münchner Prachtstraßen Leopold- und Ludwigstraße führen den Skaterzug über die Theresienstraße zurück zum Ausgangspunkt. Wie immer gilt dabei: Die Teilnahme ist kostenfrei. Für TeilnehmerInnen, die die AOK Blade Night schon länger kennen, ist es aber selbstverständlich sich jeden Montagabend eines der bunten, kultigen Starterbändchen zum Preis von zwei Euro zu kaufen. Auf diesen freiwilligen finanziellen Beitrag ist die Veranstaltung dringend angewiesen. Ob das Wetter am Montag einen Start zulässt, erfahren Interessierte am selben Tag ab 14:00 Uhr auf www.aok-bladenight.de. Dort gibt es auch einen Newsletter, der rechtzeitig darüber informiert, wann die AOK Blade Night im nächsten Jahr wieder startet.

Termin: 7. September 2015, 19:00 – 23:00 Uhr (Programm ab 19:00 Uhr, Start des Laufs um 21:00 Uhr, Ende gegen 23:00 Uhr)
Veranstalter: Green City e.V.
Ort: Platz vor dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Theresienhöhe, München
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei, ein freiwilliger Beitrag von 2 Euro ist erbeten
Ansprechpartnerin: Anna Hartmann, hartmann@greencity-projekt.de, (089) 890 668 -613

Den genauen Streckenverlauf können Sie auf dieser Karte einsehen:
http://www.aok-bladenight.de/images/strecken/Schwabing15.pdf
Kostenlose Fotos der AOK Blade Night können Sie hier herunterladen:
www.greencity.de/presse

Pressekontakt:
Judith Fahrentholz
089 / 890 668-313

presse@greencity.de




300 Euro für die Hebammenrufbereitschaft

Alzey, 04.09.2015

Mit Ihrem 21. Satzungsnachtrag hat die bundesweit geöffnete BKK advita beschlossen, die Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft erneut zu erhöhen.

Neben einer Vielzahl an naturheilkundlichen Zusatzleistungen stellt die BKK advita erneut für Ihre schwangeren Versicherten eine erweiterte Leistung zur Verfügung.

In den letzten Wochen der Schwangerschaft werden ab sofort die Kosten in Höhe von max. 300 € für die Hebammenrufbereitschaft übernommen. Damit während der Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und Baby ideal unterstützt wird, werden auch die Kosten für apothekenpflichtige Arzneimittel mit dem Wirkstoff Folsäure mit bis zu 30 € je Schwangerschaft erstattet.

In beiden Fällen reicht es aus die Originalrechnung bei der BKK advita einzureichen.

Das Gute an der BKK advita: in insgesamt 11 Kundencentern stehen wir werdenden Müttern persönlich für eine Beratung zur Verfügung. Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie unter Telefon 06731/9474-150.

Pressekontakt:

BKK advita
Tobias Palm, Markt
tobias.palm@bkk-advita.de
Telefon: 06731/9474-154

Über die BKK advita – die alternative Krankenkasse:
Die BKK advita legt besonderen Wert auf den Gedanken der Nachhaltigkeit. Daher ergänzt sie schulmedizinische Leistungen durch natürliche und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Behandlungsangebote. Dazu zählen alternative Therapieformen wie Homöopathie, Osteopathie oder Leistungen der Naturheilzahnkunde. Langfristig angelegte Präventionsmaßnahmen wie der „bio-fit-bonus“. Unterstützen auch die Eigenverantwortung ihrer Versicherten.

Der Sitz der BKK advita befindet sich in Mainz, die Hauptverwaltung befindet sich im rheinhessischen Alzey. Ursprünglich war sie eine Betriebskrankenkasse nur für die Mitarbeiter von drei Unternehmen (Schott AG, Carl Zeiss AG und KSB AG). Seit Ende 2010 ist die BKK advita nachhaltig ausgerichtet und bietet ihre Leistungen als geöffnete Krankenkasse bundesweit an. Weitere Informationen finden Sie unter www.bkk-advita.de




Mit dem Kajak über Mosel und Rhein an die Nordsee

Winningen, 2. September 2015
Der Winninger Fotodesigner Stephan Horch hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Er will mit seinem Kayak von der Mosel bis an die Nordsee paddeln. Sein Plan: Auf den zunehmenden Plastikmüll in Gewässern aufmerksam zu machen. Start der ca. 510 Kilometer langen Tour ist am 6. September 2015.
Plastik ist praktisch, Plastik ist hygienisch, Plastik ist stabil und leicht. Doch was hat Plastik in Gewässern verloren?

Mit dieser Frage beschäftigt sich der Winninger Fotodesigner und Installationskünstler Stephan Horch in seinem aktuellen Projekt „CLEANRIVERPROJECT”: „Angefangen hat alles mit meiner ersten Paddel-Tour vor rund drei Jahren, als mir auf dem Rhein ein Fußball entgegen kam. Ab dem Zeitpunkt fiel mir die Menge an Plastikmüll auf, der in unseren Gewässern schwimmt.” Seitdem geht Horch zweimal pro Woche mit seinem Wildwasser-Kajak auf die Mosel und sammelt den Abfall ein. Bevor er ihn ordnungsgemäß entsorgt, setzt er die Fundstücke visuell in Szene und macht skurrile Fotos daraus. „Plastikmüll ist ein Riesenproblem für Meere, Flüsse und Seen, aber auch für den Menschen. Achtlos weggeworfene Produkte unseres Alltags haben fatale Folgen für die Umwelt.Ich kann es nicht ändern, dass Plastik in unseren Gewässern landet. Mit meinen Fotos gebe ich dem Problem jedoch ein Gesicht und kann so zu einen bewussteren Umgang mit Plastikmüll sensibilisieren“, erklärt Horch. Auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage und einem Facebook-Profil veröffentlicht der Fotodesigner seine Fotos und fordert andere auf, mitzumachen. Schon lange paddelt der engagierte Umweltschützer nicht alleine, erste Clean-Up Events u.a. mit dem Campus Koblenz im Rahmen der SommerUni oder der Kanuabteilung Post-SV Koblenz wurden in den vergangenen Monaten bereits durchgeführt.

Mit zunehmendem öffentlichen Interesse ist die Idee entstanden, in vier Städten entlang der Wasserstrecke „Winningen/Mosel – Renesse/Niederlande”, die Stephan Horch in der Zeit von 6. bis 20. September 2015 abpaddeln wird, eine Wander-Ausstellung mit den aus dem Müll entstandenen Fotos zu realisieren.
„Über kleine Bäche und große Flüsse werden global gesehen 80% aller Plastiktüten, Flaschen oder Verpackungen in die Ozeane getragen. Für mich war es daher am naheliegendsten, die Strecke, die der Müll vor meiner Haustür bis zum Meer zurücklegt, abzupaddeln und mittels der Ausstellung meiner Bilder auf das Problem hinzuweisen. Wir haben die Fotos in geeigneter Größe auf nachhaltiges Material drucken und so Trägermaterial gemeinsam mit dem Bild zu einem Gesamt-Kunstwerk verschmelzen lassen.”
Die Vorbereitungen dafür laufen bereits jetzt auf Hochtouren – immerhin muss einiges organisiert und an vieles gedacht werden, um das Vorhaben auch finanziell realisieren zu können, denn bisher wird alles ausschließlich aus der eigenen Tasche bezahlt.

Finanziert werden soll die Tour durch „Crowdfunding”, das heißt mit kleinen und großen Spenden, die Stephan Horch im Internet auf der Plattform „Startnext” sammelt. Jedem Spender verspricht er dafür eine Gegenleistung in Form von Lesezeichen, umweltfreundlichen Reinigungsmitteln oder limitierten Abzügen der ausgestellten Bilder. Während der Tour wird Horch seine Erlebnisse in einem Blog mitteilen.

Am 06. September 2015 geht es zunächst auf die erste Etappe nach Neuwied, wo die Wander-Ausstellung mit dem Namen „CLEANRIVERPROJECT.DE // Paddeln und Fotokunst für saubere Flüsse” in Zusammenarbeit mit dem Bündnis 90/Die Grünen Neuwied eröffnet wird. Die Ausstellung kann kostenlos von 6. September bis einschließlich 17. Oktober in den Räumen des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Wied, Rheinstr. 69, 56564 Neuwied, während der Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 8.15 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.15 Uhr bis 17.00 Uhr, sowie freitags von 8.15 Uhr bis 12.00 Uhr, besucht werden.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial:
CLEANRIVERPROJECT
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Anja Häbel
Fon.: +49 (0) 160 – 96 424 929
media@cleanriverproject.de




Gerhard Schwarztrauber rockt die Bio-Weinszene

Presseinformation

Double perfekt.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Bio-Winzer des Jahres gekürt

Neustadt-Mußbach/Weinstraße, 1. September 2015
Er wollte es erst gar nicht glauben als er informiert wurde und hat erst mal gefragt ob das nun aus der Serie „Verstehen Sie Spaß“ sein soll. Aber es ist wahr.

Nachdem Schwarztrauber Anfang des Jahres bei Mundus Vini BioFach (ein internationaler Wettbewerb des Meininger Verlags) zum besten Bio-Erzeuger national 2015 gekürt wurde, setzte sich Gerhard Schwarztrauber aus Mußbach auch beim Genuss-Magazin Selection als bestes Bio-Weingut national und international 2015 an die Spitze.

Schwarztrauber meinte, dass sie im Weingut nach Bekanntgabe des Ergebnisses schon einige Sektkorken haben fliegen lassen. Schwarztrauber sieht es als Bestätigung für die gute Arbeit des jungen Teams und als weiteren Ansporn in Richtung: Bio-Weine auf höchstem Niveau.
Gerhard Schwarztrauber möchte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Als einer der ersten Bio-Winzer in der Pfalz hat er noch viel vor.

Aktuell habe man den Verkaufsraum im Weingut renoviert. Er präsentiere sich jetzt viel heller und freundlicher. Am 7. November werden bei illuminiertem Weinkeller die neuen Rotweine vorgestellt. Und im Juni 2016 lässt er es beim 30-jährigen Bioland-Jubiläum so richtig krachen.

Kontakt
Bioland-Weingut
Schwarztrauber

Gerhard Schwarztrauber
Geschäftsleitung
Dipl. Betriebswirt – Weinbautechniker

Lauterbachstraße 20
D-67435 Neustadt-Mußbach/Weinstraße
Tel. 0 63 21 – 96 85 61
Fax. 0 63 21 – 96 85 62
gerhard@schwarztrauber.com
www.schwarztrauber.com




Umstrittener Cholesterinsenker: foodwatch stellt Antrag auf Entzug der Lebensmittelzulassung für Unilevers Becel pro.activ

Pressemitteilung – Thema: Becel pro.activ

Berlin, 1. September 2015. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat bei der Europäischen Kommission den Antrag gestellt, der cholesterinsenkenden Margarine Becel pro.activ die Zulassung als Lebensmittel zu entziehen. Grund dafür sind eine Reihe wissenschaftlicher Studien. Diese bringen Produkte, die wie Becel pro.activ hochkonzentriert mit einem speziellen Wirkstoff (Phyto- bzw. Pflanzensterine) versehen sind, mit möglichen Nebenwirkungen in Verbindung.

Auf Betreiben Unilevers hatte die Europäische Kommission „gelben Streichfetten mit Phytosterinzusatz“ und damit Becel pro.activ im Jahr 2000 die Zulassung als sogenannte „neuartige Lebensmittel“ (novel food) erteilt – und dabei auch auf ihre Sicherheit überprüft. Die europäische Novel-Food-Verordnung macht zur Vorgabe: Neuartige Lebensmittel „dürfen keine Gefahr für die Verbraucher darstellen“ (EU VO 258/97, Art. 3 Abs. 1). Zum Zeitpunkt der Zulassung lagen die heute bekannten, kritischen Studien allerdings noch nicht vor. „Die daraus resultierende Risikobewertung steht im Widerspruch zur Novel-Food-Verordnung, nach der ein Risiko für die Gesundheit der Verbraucher ausgeschlossen werden muss“, heißt es in dem Antrag auf Aberkennung der Zulassung, den foodwatch am Montag an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis übermittelte.

„Der Stand der Wissenschaft hat sich geändert. Es gibt ernstzunehmende Hinweise auf Nebenwirkungen, die Unilever und die anderen Hersteller nicht ausräumen können. Darauf muss die Europäische Kommission reagieren und den Produkten ihre Zulassung entziehen“, forderte Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von foodwatch. „Die Novel-Food-Verordnung ist klar: Ein Lebensmittel darf nicht zugelassen werden, wenn es Zweifel an seiner Sicherheit gibt. Genau dies ist bei Becel pro.activ der Fall.“

In den Jahren nach der Lebensmittelzulassung wurden mehrere Studien publiziert, die nahe legen, dass hochkonzentriert zugesetzte Pflanzensterine das verursachen könnten, was sie eigentlich verhindern sollen: Ablagerungen in den Gefäßen und damit ein erhöhtes Risiko auf Herzkrankheiten. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt unter Verweis auf mögliche Gesundheitsrisiken seit 2008, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit zugesetzten Pflanzensterinen von gesunden Menschen ohne Cholesterinproblem „ausdrücklich vermieden werden sollte“ – zugleich betont das BfR, dass diese Produkte eben „zu einem großen Teil von Personen verzehrt werden, die keinen erhöhten Cholesterinspiegel haben sowie auch von Kindern“.

foodwatch wehrt sich zudem presserechtlich gegen eine – nach Auffassung der Verbraucherorganisation nachweislich falsche – Aussage Unilevers, der zufolge es „aus wissenschaftlicher Sicht … keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen bei Becel pro.activ gebe. Nach einer Klage der Verbraucherorganisation wird das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg am heutigen Dienstag ein Urteil in zweiter Instanz fällen (Az 7 U 7/13; Termin zur Urteilsverkündung: Dienstag, 1. September 2015, 10 Uhr im Hanseatischen Oberlandesgericht, Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg – Sitzungssaal 210, 1. Stock). Während der mündlichen Verhandlung Ende Juli tendierte der Vorsitzende Richter jedoch dazu, das Unilever-Zitat nicht als belegbare Tatsachenbehauptung einzustufen, sondern als reine „Meinungsäußerung“. Als solche wäre sie unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt zulässig.

Matthias Wolfschmidt von foodwatch erklärte: „Auch wenn das Presserecht es nicht verhindern kann, dass Unilever Hinweise auf Nebenwirkungen leugnet, sind die entsprechenden Studien in der Welt. Die Europäische Kommission darf an der einmal erteilten Zulassung nicht festhalten, wenn an der Sicherheit der Produkte Zweifel bestehen.“

Link:
Informationen und E-Mail-Aktion zu Becel pro.activ: tinyurl.com/becelproactiv

Redaktionelle Hinweise:
– foodwatch-Antrag an die EU-Kommission: tinyurl.com/becel-antrag
– Termin: Urteilsverkündung am Dienstag, 1. September 2015, 10 Uhr im Hanseatischen Oberlandesgericht, Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg (Sitzungssaal 210, 1. Stock)
– Übersicht über die wissenschaftlichen Hinweise zu Nebenwirkungen von Becel pro.activ: tinyurl.com/studien-pflanzensterine
– Fragen & Antworten zu Becel pro.activ und zum Prozess: tinyurl.com/faq-becelproactiv
– Chronologie der Auseinandersetzung zwischen foodwatch und Unilever: tinyurl.com/becel-chronologie
– Bildmaterial unter www.foodwatch.de/material-abgespeist

Pressekontakt:
Martin Rücker, E-Mail: presse@foodwatch.de, Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Vorläufiger Abschlussbericht zur FAIR TRADE & FRIENDS 2015

Medien-Information 133 / 2015

– FAIR TRADE & FRIENDS liefert wichtige Markt-Impulse

– Messe weitet Einzugsgebiet aus

– „Fairer Handel ist angewandte Friedenspolitik“

– Hohe fachliche Qualität der Besucher

Dortmund (Kh) – Die FAIR TRADE & FRIENDS (28.-30.08.2015) lieferte auch in diesem Jahr wichtige Impulse für den Fairen Handel und zog rund 3.500 Besucher an. Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen ein zufriedenstellendes Ergebnis. Außerdem konnte die Messe durch eine hohe fachliche Qualität der Besucher überzeugen. „Gemeinsam mit unseren Förderern und Partnern ist es uns gelungen, die FAIR TRADE & FRIENDS zur Leitmesse des Fairen Handels auszubauen. In den kommenden Jahren werden wir konsequent daran arbeiten, weitere Zielgruppen für die Messe zu generieren“, bilanziert Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH. Zum sechsten Mal in Folge präsentierte die FAIR TRADE & FRIENDS der Zukunftsmarkt für Fairen Handel sowie ökologisch und sozial verträgliche Konsumgüter. 162 Aussteller aus 17 Nationen waren auf Deutschlands größter Messe zum Fairen Handel vertreten.

Die FAIR TRADE & FRIENDS präsentierte eine Vielfalt von Topthemen im Bereich ethischen Wirtschaftens. Dazu gehörten Themen wie Re- und Upcycling, öko-faire Mode, Ethische
Geldanlagen und Gemeinschaftlicher Konsum. Geboten wird ein umfangreiches Programm mit Ausstellungen, Kochshows, Modenschauen, Re- und Upcycling-Workshops, Verkostungsaktionen, Schokoseminaren, Tauschbörsen und vielem mehr.

19 Produzenten aus Zentralasien und Nordafrika waren innerhalb der Sonderschau „Orient meets Occident“ vertreten, auch solche, die gerade auf dem Weg hin zu einer Fairtrade-Zertifizierung sind. „Dass die Messe ganz unmittelbar dazu beitragen kann, den Fairen Handel auch in Staaten zu unterstützen, in denen er sich erst noch etablieren muss, ist ein weiterer neuer und wichtiger Akzent“, sagte Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW,in seinem Grußwort anlässlich der Eröffnung der FAIR TRADE &
FRIENDS 2015.

„Die Messe FAIR TRADE & FRIENDS war für die 32 Teilnehmer der Sonderschau „Orients meets Occident“ eine großartige Chance, um den deutschen Markt des Fairen Handels kennen zu lernen und erste Kontakte zu knüpfen. Insbesondere die erfahreneren Produzenten aus der MENA Region haben bei der Messe vielversprechende neue Geschäftskontakte zu Fair Trade Importeuren in Deutschland aufbauen und Bestellungen platzieren können, die hoffentlich vielfach in langfristige Geschäftsbeziehungen münden. Den Produzenten aus Zentralasien bot die Messe eine gute Gelegenheit, um erste Erfahrungen für einen Markteintritt in Deutschland zu erwerben. Bei Gesprächen auf der Messe lernten sie, was beim Kunden in Deutschland gefragt ist und wie sie ihre Produkte für den deutschen Markt anpassen müssen. Ein wichtiger erster Schritt für den Zugang zum Fairen Handel in Deutschland“, sagte Belinda Knörr, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

„Fairer Handel ist angewandte Friedenspolitik“
Dortmund wurde neben den Städten Castrop Rauxel und Dinslaken auf der FAIR TRADE & FRIENDS als Fairtrade Town rezertifiziert. Hier stellte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau heraus: „Fairer Handel ist angewandte Friedenspolitik. Er bekämpft die Ursachen von Flucht, Bürgerkrieg und Verfolgung.“

Das ergänzende Rahmenprogramm wurde von den Besuchern insgesamt mit „gut“ bewertet. Vor allem Atmosphäre und Qualität überzeugten hier. Am beliebtesten zeigten sich die Schoko- Seminare, die Re- und Upcycling-Workshops und die Kochshows. Auch die Fachforen sind ein bedeutender Bestandteil der FAIR TRADE & FRIENDS. Acht von zehn Besuchern erachten diese für wichtig, davon knapp die Hälfte als sehr wichtig. Dies ergab eine Befragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut.

Die diesjährigen Fachforen richteten den Blick auf die Europäische Politik und deren globale Auswirkungen. „Großes Interesse fand das Thema öko-faire Mode“, resümiert Jürgen Sokoll, Fachkoordinator beim Eine Welt Netz NRW, Ideeller Träger der Messe. „Gut besucht war auch der Vortrag von Jan Spiele zum Thema öko-faires Gold. Eines der Highlights im Programm war natürlich der Besuch von Bruce Crowther, dem Gründer der weltweiten Fairtrade Town Bewegung.“

Die gefragtesten Angebotsbereiche der FAIR TRADE & FRIENDS 2015 waren: Bekleidung und Textilien, Lebensmittel, Re- und Upcycling-Produkte sowie der Service für Weltläden und den „fairen“ Einzelhandel.

FAIR TRADE & FRIENDS: größeres Einzugsgebiet
Die Besucher kamen neben Nordrhein-Westfalen unter anderem aus Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz Sachsen und Thüringen. Verglichen mit dem Vorjahr konnte die FAIR TRADE & FRIENDS ihr Einzugsgebiet erneut ausdehnen. 44 Prozent der Besucher legten 2015 für ihre Anreise über 50 bis über 300 Kilometer zurück. Auch ausländische Gäste waren unter den Besuchern – unter anderem aus den Niederlanden, Österreich und der Tschechischen Republik. Mehr als zwei Drittel der Besucher besuchen keine andere Messe vergleichbarer Thematik, sondern ausschließlich die FAIR TRADE & FRIENDS.

Wichtiges Forum für Fachleute und Endverbraucher
Mit einem Anteil von 52,4 Prozent Fachbesuchern kam die Messe auch in diesem Jahr ihrem Auftrag nach, die wirtschaftlichen Akteure des Fairen Handels zusammenzubringen. Vorrangig kamen die Besucher mit dem Ziel Informationen über bestimmte Produkte, Leistungen oder Techniken zu erhalten, sich über Neuheiten und Branchentrends zu informieren und für eine allgemeine Marktorientierung. Bei den reinen Fachbesuchern wurden Weiterbildung, Wissenserweiterung und Anregungen für die berufliche Tätigkeit ebenso als wichtige Beweggründe angesehen. Unter den Fachbesuchern befanden sich unter
anderem Vertreter aus dem Einzelhandel, aus Weltläden, sonstigen Zweigen, dem Dienstleistungssektor und der Öffentlichen Hand. Acht von zehn Besuchern haben in diesem Jahr auf der Messe auch eingekauft beziehungsweise geordert.

93,7 Prozent der Besucher gaben bei der Befragung an, die Ziele, mit denen sie zur Messe gekommen waren, erreicht zu haben, davon gaben 19,9 Prozent an, diese sehr gut erreicht zu haben. Kein einziger unter ihnen konnte seine Ziele nicht erreichen.

FAIR & FRIENDS AWARD: die Preisträger
Eine Milliarde Euro gaben deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher für fair gehandelte Produkte aus. Die Weltläden und auch der Lebensmitteleinzelhandel leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die Sensibilität für den Fairen Handel nachhaltig zu stärken. Um Händlerinnen und Händler für ihr besonderes Engagement auszuzeichnen, verlieh die Messe Westfalenhalle Dortmund GmbH in Kooperation mit dem Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland, dem Eine Welt Netz NRW und dem Weltladen Dachverband am Messefreitag den FAIR & FRIENDS AWARD. In der Kategorie „Einzelhandel“ ging der 1. Preis an „Georgs Fairkauf Findorff“ in Bremen. Den zweiten Platz machte das „Atelier Jordan“ in Berlin und Platz drei belegte „REWE Hennig“ in Münster. „Der FAIR & FRIENDS AWARD schafft einen wichtigen Anreiz für den stationären Einzelhandel, sich dem Fairen Handel mit noch mehr Engagement zu widmen“, sagte Thomas Schäfer, Hauptgeschäftsführer vom Einzelhandelsverband Westfalen-
Münsterland e.V.

In der Kategorie „Weltladen“ gab es gleich vier Gewinner. Platz eins ging an den Weltladen Lübeck. Den zweiten Platz belegten der Weltladen Landau und der Weltladen Aachen und den dritten Preis erhielt der Weltladen Schwäbisch Hall.

Hohe Zufriedenheit und fachliche Qualität der Besucher
Die Besucher zeigten sich insgesamt rundum zufrieden. Bestnoten erhielten die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals sowie die Informationsmöglichkeiten auf der Messe, der Messestandort Dortmund als Veranstaltungsort und der Messetermin der FAIR TRADE & FRIENDS.

Neun von zehn Besuchern sprachen sich bereits jetzt dafür aus, die Messe auch im kommenden Jahr zu besuchen.

2016 findet die FAIR TRADE & FRIENDS vom 2. bis 4. September statt.

Acht von zehn Ausstellern gaben bei der Befragung an, ihre Erwartungen seien ganz und teilweise erfüllt worden. Bei weiteren 3 Prozent wurden die Erwartungen sogar übertroffen. Die fachliche Qualität der Besucher wurde von den Ausstellern im Schnitt noch besser bewertet als 2014.

Breites Bündnis an Partnern und Förderern
Der Erfolg der FAIR TRADE & FRIENDS ist auch dem großen Engagement ihrer Förderer und Partner zu verdanken. Allen voran das Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, das NRW-EU Ziel 2-Programm sowie die Stadt Dortmund als Förderer, das Eine Welt Netz NRW als Ideeller Träger und der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland als Kooperationspartner der Messe.

FAIR TRADE & FRIENDS 2015 –
Das sagten die Aussteller

Jessica Reyes Rodriguez, Queen and Princess:
„Die Messe macht sehr viel Spaß. Wir hatten viele schöne Kontakte und gute Gespräche und die Besucher kamen von weit her. Für uns hat es sich sehr gelohnt.“

Jana Schüttpelz, Moogoo Creative Africa:
„Es ist gut gelaufen. Wir sind mit dem Umsatz zufrieden. Wir haben viele neue Kontakte gemacht und auch die Weltläden haben direkt bei uns eingekauft.“

Werner Helmich, Helmich Import <> Export:
Wir sind sehr zufrieden. Die Besucher zeigten sich sehr interessiert an unserem Olivenöl aus Albanien. Wir waren überrascht von der großen Resonanz und dem Umsatz, den wir hier machen konnten. Wir unterstützen die Bauern in Albanien bereits seit 1994. Gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Flüchtlingsproblematik ist es wichtig dafür zu sorgen, dass die Menschen dort Arbeit haben.“

Eva-Maria Knappe, Oikocredit Westdeutscher Förderkreis:
„Oikocredit wächst enorm. Auch auf der FAIR TRADE & FRIENDS wurde deutlich, dass das Interesse an Ethischem Investment gewachsen ist.“

Edith Malzer, Karma Fair Trade:
„Von den Kontakten, die wir zu den Weltläden hatten, ist es noch besser als letztes Jahr. Dortmund ist, was die Fachbesucher angeht gut gewachsen. Für uns ist die Kontaktpflege sehr wichtig. Hier können wir direkt mit unseren Kunden in Interaktion treten und unsere neuen Produkte vorstellen. Wir hatten auch viele Bestellungen. Gefragt sind derzeit Upcycling-Produkte wie unsere Schlauchtaschen.“

Frank Metzler, Mitinhaber Planet Upcycling:
„Die FAIR TRADE & FRIENDS bietet ein vielfältiges Spektrum. Für uns ist es die größte Messe, die wir machen. Es wurde deutlich, dass die Weltläden gezielt auf der Suche nach neuen Produkten sind. Deshalb überlegen wir zukünftig mit unseren eigenen Produkten auch gezielt Weltläden und andere faire Läden anzusprechen. Sehr erfreulich war, dass unsere Upcycling-Workshops in der Nähwerkstatt sehr gut angenommen wurden.“

Ingo Schlotter, Vertrieb dwp:
„Wir sind zufrieden. Nach wie vor kommen viele Weltläden, auch über NRW hinaus. Wir konnten gezielt informieren und Aufträge schreiben. Es waren durchgehend sehr angenehme Kontakte. Es gab niemanden, mit dem wir gesprochen haben, der nichts gekauft hat.“

Daniel Duarte, Gründer koawach:
„Wir sind zum ersten Mal auf der FAIR TRADE & FRIENDS und sind zufrieden. Wenn man ein neues Produkt vorstellen will, ist man hier gut aufgehoben. Die Endverbraucher haben unsere Produkte gut angenommen. Der Umsatz war in Ordnung. Und wir sind hier auf der Messe mit REWE Dortmund in Kontakt getreten.“

Den Abschlussbericht zur FAIR TRADE & FRIENDS 2015 finden Sie hier als PDF: http://www.westfalenhallen.de/messen/fair/downloads/fair/FAIR133.15ap.pdf

Honorarfreie Pressefotos können Sie hier downloaden, bitte auf die Box „Fotos zum Download“ klicken: http://www.westfalenhallen.de/messen/fair/2525.php

Medienkontakt:
Karolin Heinrigs
Marketing- und Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0) 231 1204-556
Fax: +49 (0) 231 1204-724
Karolin.Heinrigs@westfalenhallen.de




Streetlife Festival am 12./13. September 2015 Münchens größtes Straßenfest

Pressemitteilung

München, den 27. August 2015
Am 12. und 13. September verwandeln sich die Münchner Ludwig- und Leopoldstraße zwischen Odeonsplatz und Georgenstraße in eine grüne Oase und Spielstraße. Die Rede ist vom Streetlife Festival, auf dem die Umweltorganisation Green City e.V. gemeinsam mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München die Vision eines nachhaltigen und lebenswerten Münchens realisiert. Mit dem Festival möchte Green City e.V. alternative Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Raums erlebbar machen und dafür werben, Städte nicht für Autos, sondern für die Menschen zu planen.

Um diesem Credo Rechnung zu tragen, bietet ein über 200 Meter langes „Ludwigstadion“ des Telekommunikationsdienstleisters M-net viel Platz für Sport und Abenteuer. Sein Herzstück bildet ein BMX- und Skate-Parcours des M-net EX&HOP Contests. Neben hochklassigen Profi-Wettkämpfen gibt es hier für BesucherInnen die Möglichkeit, von internationalen Top-FahrerInnen die Grundlagen des BMX-Sports zu lernen. Wer Lust auf mehr hat, kann danach bei den Schwertkämpfen von den „Gladiatores München“, beim Swing Dance mit dem „Vintage Club“ oder einem der vielen anderen Sportangebote reinschnuppern. Weiter nördlich schließt sich mit den „Space Invaders“ ein innovativer Kulturbereich an, in dem beispielsweise die Urban Art Gallery „MUCA“ zu Streetart-Workshops einlädt und die „Make Munich“ mit einer eignen Mini-Messe die neuesten Trends der Maker-Szene vorstellt.

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Streetlife Festivals vergrößert Green City e.V. den Mensch- und Umweltbereich auf über 500 Meter Länge und macht es damit zu einem der größten Umweltfestivals Europas. Unter dem Motto „Lebensraum statt Autoverkehr“ entsteht rund um das Siegestor mit der großen Green City-Insel eine ausgedehnte Ruhezone inmitten des Festivals – einem Ort, der sonst durch den starken Verkehr kaum Aufenthaltsqualität bietet. Mit dabei sind außerdem ein FairWert Basar mit ökologisch und fair erzeugten Produkten und dutzende Initiativen und Verbände zu den Themen Menschenrechte, Suchtprävention, Tierschutz und bürgerschaftliches Engagement. Die S-Bahn München, die zum ersten Mal den Mensch- und Umweltbereich präsentiert, lädt auf einer eigenen Bühne am Samstag um 18:30 Uhr und am Sonntag um 13:30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zweite Stammstrecke. Ganz im Süden, auf dem Odeonsplatz, ist traditionell das „BioErleben“-Festival zu Gast und bietet mit Kochshows, einem Nutztiergarten und Bio-Herstellern Infos rund um gesunde, biologische Ernährung. Wer mit Kindern zum Streetlife Festival kommt, sollte auf jeden Fall einen Abstecher in das Lilalu-Kinderland am Geschwister-Scholl-Platz machen. Dort gibt es viel Platz zum Toben, Basteln und um sich in Zirkusakrobatik zu üben.

Auch die Musik kommt dank fünf Bühnen nicht zu kurz. Am Professor-Huber-Platz präsentiert der Radiosender 95,5 Charivari tagsüber Rock- und Pop-Konzerte und am Samstagabend um 22:30 Uhr eine „Silent Disco“, die dank Kopfhörern das Feiern auf der Straße ermöglicht, ohne AnwohnerInnen zu stören. Feiern können die BesucherInnen auch auf einem „Electronic-Dancefloor“ der Dreschwerk-Bühne mit DJ-Gigs und Live-Visuals. Weitere Konzerthighlights gibt es mitten auf dem Oskar-von-Miller-Ring: Auf diesem sonst toten Platz präsentiert der Musiksender M94,5 aufstrebende Indie- und Alternative-Bands. Gediegener geht es hingegen auf der Odeonsplatz- und der Lastenradbühne zu: Hier stehen Weltmusik, Großformat-Swing und akustische Kleinkunst auf dem Programm. Geöffnet ist das Streetlife Festival am Samstag von 16:00 bis 2:00 Uhr und am Sonntag von 11:00 bis 20:00 Uhr. Nördlich davon schließt sich die Parallelveranstaltung Corso Leopold an. Mehr Informationen gibt es unter www.streetlife-festival.de.

Über Green City e.V.
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltorganisation für ein grüneres München aktiv. 20 MitarbeiterInnen setzen sich zusammen mit rund 1.000 Ehrenamtlichen und Mitgliedern für stadtverträgliche Mobilität, verantwortungsvollen Umgang mit Energie, nachhaltige Stadtgestaltung, und Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. 150 Projekte und Veranstaltungen pro Jahr bieten Umweltschutz zum Anfassen und Mitmachen. Weitere Informationen unter www.greencity.de.

Ihre Ansprechpartner bei Green City:
Judith Fahrentholz, Kommunikation
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -313
Manuel Schaumann, Projektleitung
Mail: schaumann@greencity-projekt.de, Tel: (089) 890 668 -617

Pressefotos können Sie kostenlos hier herunterladen: www.greencity.de/presse.




AOK Blade Night lädt zu 1999er-Party

Terminhinweis

München, den 28. August 2015 – Zweimal musste sie bereits wegen Regenwetters ausfallen: Die „Let’s Party Like It’s 1999“- Feier der AOK Blade Night. Am kommenden Montag, 31. August, hoffen die Veranstalter von der Umweltorganisation Green City e.V. nun, dass sie stattfinden kann. Die Party steigt zu Ehren des/der zweimillionsten TeilnehmerIn der AOK Blade Night seit Beginn der Veranstaltung im Jahr 1999. Damit begeisterte die größte europäische Nachtskateveranstaltung mehr Menschen auf Münchens Straßen, als die Isarmetropole
EinwohnerInnen hat.

Um dies zu feiern, sind alle BladerInnen eingeladen, sich im 90er-Jahre Look zu verkleiden und ab 19:00 Uhr auf dem Platz vor dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums gemeinsam zu tanzen und zu skaten. Der Radiosender und Partner M94.5 spielt dafür an diesem Montag ausschließlich Hits aus dem Jahr 1999. Um 21:00 Uhr startet der Skaterzug wie gewohnt, dieses Mal steht die Strecke Schwabing (Nord) auf dem Programm. Sie führt von der Theresienhöhe über die Hackerbrücke und die Dachauer Straße nach Schwabing. Die Münchner Prachtstraßen Leopold- und Ludwigstraße führen den Skaterzug über die Theresienstraße zurück zum Ausgangspunkt. Ob das Wetter am Montag einen Start zulässt, erfahren Interessierte am selben Tag ab 14:00 Uhr auf www.aok-bladenight.de oder www.greencity.de. Bei gutem Wetter findet die AOK Blade Night bis 7. September 2015 jeden Montagabend statt.

Termin:
Jeden Montag bis 7. September 2015, 19:00 – 23:00 Uhr
(Programm ab 19:00 Uhr, Start des Laufs um 21:00 Uhr, Ende gegen 23:00 Uhr)

Veranstalter:
Green City e.V.

Ort:
Platz vor dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Theresienhöhe, München

Kosten:
Die Teilnahme ist kostenfrei, ein freiwilliger Beitrag von 2 Euro ist erbeten

Ansprechpartnerin:
Anna Hartmann
hartmann@greencity-projekt.de
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Hanseatisches Oberlandesgericht verkündet Urteil im Prozess um cholesterinsenkende Margarine Becel pro.activ

Pressemitteilung – Terminhinweis

– Termin: Dienstag, 1. September 2015, 10 Uhr im Hanseatischen Oberlandesgericht, Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg (Sitzungssaal 210, 1. Stock)

Berlin/Hamburg, 30. August 2015. Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg wird am kommenden Dienstag (1. September 2015, 10 Uhr) ein Urteil im Prozess um die umstrittene cholesterinsenkende Margarine Becel pro.activ erwartet. Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte Hersteller Unilever vorgeworfen, Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen zu verschleiern und Risiken für Verbraucher in Kauf zu nehmen. Vor der Pressekammer geht es in zweiter Instanz um die Frage, ob der Nahrungsmittelkonzern Aussagen zur Sicherheit des Produkts weiter verbreiten darf (Az 7 U 7/13).

Unter Verwendung von Zitaten eines Wissenschaftlers hatte Unilever im Jahr 2011 in einer Pressemitteilung behauptet, dass es bei Becel pro.activ „aus wissenschaftlicher Sicht … keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen gebe. „Das ist nachweislich falsch“, erklärte foodwatch-Klageführer Oliver Huizinga. „Eine ganze Reihe wissenschaftlicher Studien hat Hinweise darauf geliefert, dass die der Margarine in hoher Konzentration zugesetzten Pflanzensterine das verursachen könnten, was sie eigentlich verhindern sollen: Ablagerungen in den Gefäßen und damit ein erhöhtes Risiko auf Herzkrankheiten. Unilever kann die Sicherheit seines Produktes nicht belegen.“ Ziel der Klage ist es, dem Konzern die weitere Verbreitung seiner Aussage untersagen zu lassen.

In der mündlichen Verhandlung am 28. Juli tendierte das Oberlandesgericht jedoch dazu, das Unilever-Zitat – wie bereits die Vorinstanz – als bloße „Meinungsäußerung“ einzustufen. Darauf zielte auch die Verteidigung von Unilever ab, eine solche „Meinung“ dürfte der Hersteller schließlich weiterhin verbreiten, egal ob sie wahr oder unwahr ist. foodwatch sieht in dem Zitat dagegen eine „Tatsachenbehauptung“. Diese wäre nur dann zulässig, wenn Unilever einen Beleg für ihre Richtigkeit vorlegen könnte. Der Vorsitzende Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht sagte, dass die Aussage „in einer Werbeanzeige schon eine gefährliche Sache“ wäre – in einer Pressemitteilung jedoch eine zulässige Meinungsäußerung sein könnte. Die aus Verbrauchersicht entscheidende Frage, nämlich wie sicher bzw. riskant Becel pro.activ tatsächlich ist, spielte bei der Verhandlung keine Rolle.

In erster Instanz hatte das Landgericht Hamburg die foodwatch-Klage am 14. Dezember 2012 abgewiesen – ebenfalls ohne die Unilever-Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt oder das Produkt auf seine Sicherheit hin zu überprüfen (Az 324 O 64/12).

„Unilever stellt ein Quasi-Medikament mit unbekanntem Nutzen und möglichen Risiken für jedermann zugänglich ins Kühlregal, nimmt sich einen Wissenschaftler, der mit seiner Autorität alle vorhandenen Hinweise auf Nebenwirkungen einfach leugnet, und entzieht sich einer Faktenprüfung, weil die Aussage über die Sicherheit des Produkts nur eine ‚Meinung‘ sein soll – damit darf der Konzern nicht durchkommen“, erklärte foodwatch-Klageführer Oliver Huizinga. „Wenn dieses Modell Schule macht und sich Verbraucher nicht einmal darauf verlassen können, dass die Aussagen von Wissenschaftlern über mögliche Risiken eines Lebensmittels wahr sein müssen, haben wir ein ernsthaftes Problem.“

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte bereits 2008 in einer Stellungnahme festgehalten, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit zugesetzten Pflanzensterinen von gesunden Menschen ohne Cholesterinproblem „ausdrücklich vermieden werden sollte“ und diese Empfehlung mit möglichen Gesundheitsrisiken begründet. Die französische Lebensmittelsicherheitsbehörde ANSES wies zudem erst 2014 auf den fehlenden Beleg für einen gesundheitlichen Nutzen hin. Es gebe keinen Beweis, dass Lebensmittel mit zugesetzten Pflanzensterinen Herzkrankheiten vorbeugen.

foodwatch forderte Unilever auf, die Becel pro.activ-Margarine nicht länger frei für jedermann im Supermarkt anzubieten, sondern das Produkt wie ein Medikament zu behandeln und es im Falle einer arzneimittelrechtlichen Zulassung auf Rezept in der Apotheke zu verkaufen. Dies würde sicherstellen, dass gesunde Menschen ohne erhöhten Cholesterinspiegel nicht länger mithilfe eines Brotaufstrichs ohne Not an ihren Blutwerten herumdoktern und dass Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen des Produkts vor einer Zulassung umfassender untersucht werden müssten.

Link:
Informationen und E-Mail-Aktion zu Becel pro.activ: tinyurl.com/becelproactiv

Redaktionelle Hinweise:
– Termin: Urteilsverkündung am Dienstag, 1. September 2015, 10 Uhr im Hanseatischen Oberlandesgericht, Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg (Sitzungssaal 210, 1. Stock)
– Übersicht über die wissenschaftlichen Hinweise zu Nebenwirkungen von Becel pro.activ: tinyurl.com/studien-pflanzensterine
– Fragen & Antworten zu Becel pro.activ und zum Prozess: tinyurl.com/faq-becelproactiv
– Chronologie der Auseinandersetzung zwischen foodwatch und Unilever: tinyurl.com/becel-chronologie
– Bildmaterial unter www.foodwatch.de/material-abgespeist

Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0) 1 74 / 3 75 16 89
(auch am Dienstag vor Ort in Hamburg)




Geheimniskrämerei bei Freihandelsabkommen geht weiter: EU und Bundesregierung lehnen Herausgabe des CETA-Verhandlungsmandates ab

Pressemitteilung – Thema: Freihandelsabkommen CETA

Berlin, 31. August 2015. Das Verhandlungsmandat für das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA bleibt Verschlusssache. Auf Anfrage der Verbraucherorganisation foodwatch lehnten sowohl das Bundeswirtschaftsministerium als auch die Europäische Kommission und der Europäische Rat die Veröffentlichung des Dokuments ab. Im Zuge der Debatte über das Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA hatten sich alle Akteure für mehr Transparenz ausgesprochen.

foodwatch kritisierte es als völlig unverständlich, dass das CETA-Verhandlungsmandat vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden soll. Das europäisch-kanadische Abkommen ist bereits fertig ausverhandelt und muss nur noch politisch beschlossen werden. In dem Mandat ist festgehalten, welchen Auftrag die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten der Europäischen Kommission für die Verhandlungen erteilt haben. „Durch einen Vergleich des Verhandlungsmandats mit dem vorliegenden Vertragsentwurf ließe sich bewerten, ob sich das Verhandlungsergebnis im Rahmen des Auftrags bewegt oder nicht – genau das ist offenbar unerwünscht“, erklärte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Das Verhandlungsmandat zum geplanten TTIP-Abkommen hatte die Europäische Kommission erst nach langem Hin und Her und auf großen öffentlichen Druck hin publik gemacht – was die TTIP-Befürworter als große Transparenzinitiative verkauften. Es sei nicht nachvollziehbar, so Bode, weshalb bei CETA andere Maßstäbe gelten sollten.

Unter www.ceta-mandat.foodwatch.de startete foodwatch heute eine E-Mail-Aktion an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sowie Ratspräsident Donald Tusk mit dem Ziel, die Veröffentlichung des CETA-Verhandlungsmandates zu erreichen.

Mit unterschiedlichen Begründungen hatten dies sowohl die Bundesregierung als auch die EU-Instanzen abgelehnt. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte sich für nicht zuständig: „Das CETA-Mandat ist ein EU-Dokument, Sie müssten sich hierzu daher bitte an die EU-Kommission wenden“, schrieb ein Sprecher in einer E-Mail an foodwatch. Die Europäische Kommission verwies schriftlich an den Rat: „Die EU-Kommission kann Ihnen da leider nicht weiterhelfen, Sie müssten sich hier an den Rat wenden, der das Mandat erteilt hat und seine Zustimmung zur Freigabe geben muss.“ Von einem Sprecher des Europäischen Rates erhielt foodwatch die lapidare Antwort: „Wir können Ihnen das CETA-Verhandlungsmandat nicht senden, weil es sich nicht um ein öffentliches Dokument handelt. Das tut mir leid.“ (Übersetzung durch foodwatch, englischer Original-Wortlaut: „We cannot send you the CETA negotiating mandate as it is not a public document. I am sorry about that.“).

Link:
E-Mail-Protestaktion von foodwatch zur Veröffentlichung des CETA-Verhandlungsmandates: www.ceta-mandat.foodwatch.de

Redaktioneller Hinweis:
Schriftverkehr zwischen foodwatch und Bundeswirtschaftsministerium, EU-Kommission und EU-Rat: tinyurl.com/pkys4kf

Pressekontakt:

Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90