Forsa-Umfrage: 70 Prozent der SPD-Mitglieder gegen TTIP – foodwatch: Vizekanzler Sigmar Gabriel handelt gegen Bürgerinteressen

Pressemitteilung – Thema: Transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP

Berlin, 30. Juli 2015 Die SPD-Basis lehnt das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP mit großer Mehrheit ab. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.004 Parteimitgliedern hervor, die das Magazin Stern am Donnerstag veröffentlicht hat. Demnach sprechen sich 70 Prozent der Sozialdemokraten gegen, aber nur 23 Prozent der befragten Mitglieder für den geplanten Vertrag zwischen der EU und den USA aus.

Die Verbraucherorganisation foodwatch forderte den SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel auf, sich für einen Stopp der TTIP-Verhandlungen unter dem bisherigen Mandat einzusetzen. „Der Vizekanzler handelt offensichtlich gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger und gegen den Willen einer riesigen Mehrheit in seiner eigenen Partei“, erklärte Lena Blanken, Volkswirtin bei foodwatch. „Wessen Interessen vertritt er eigentlich?“

foodwatch spricht sich grundsätzlich für einen fairen Freihandel aus, nicht nur zwischen Europa und den USA. Die TTIP-Verhandlungen sind nach Auffassung der Verbraucherorganisation jedoch unter völlig falschen Vorzeichen begonnen worden: So gehe es weniger um klassischen Freihandel, also um Marktzugänge durch den Wegfall von Zöllen oder die Angleichung technischer Normen. Kern von TTIP seien vielmehr weitreichende Änderungen an demokratischen Verfahren – etwa durch die regulatorische Kooperation zwischen Verwaltungen und die Einführung von Schiedsgerichten für Klagen von Investoren gegen Staaten.

Links:

• Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP: www.ttip-aktion.foodwatch.de
• Fragen und Antworten zu TTIP: www.ttip-faq.foodwatch.de

Redaktionelle Hinweise und Quellen:

• Stern-Meldung zu den Umfrageergebnissen: tinyurl.com/stern-ttip
• Datenbasis nach Angabe des Stern: „Das Forsa-Institut befragte vom 10. bis 20. Juli 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL […] 1004 SPD-Mitglieder. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.“


Pressekontakt:

foodwatch e.V.
Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




„Völlig an der Sache vorbei“ – Die EU macht mit kleinen und mittleren Unternehmen Stimmung für TTIP – und stützt sich dabei allein auf die weniger als 1 Prozent exportorientierte Firmen.

Pressemitteilung

Berlin, 25.06.2015: Eine „verkehrte Umfrage ohne praktische Relevanz“ nennt Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Verbandes UnternehmensGrün e.V. , das jetzt von der Europäischen Union vorgelegte Papier zu den Auswirkungen eines möglichen Freihandelsabkommens mit den USA und Kanada (TTIP) auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Kommission stellt in Studie vorgebliche Vorteile durch TTIP heraus
Die Kommission der EU hat unter dem Titel „KMU und TTIP“ („Small and Medium Sized Enterprises and the Transatlantic Trade and Investment Partnership“) vorgebliche Vorteile für diese Unternehmen heraus gestellt.
Basis der Ergebnisse ist aber keine repräsentative Befragung. Stattdessen haben sich überwiegend exportorientierte Firmen an der Umfrage beteiligt. „Es überrascht nicht, wenn ohnehin international aufgestellte Firmen etwa im Maschinenbau darauf hoffen, dass bürokratische Hindernisse abgebaut
werden“, sagt Reuter. „Das trifft aber nicht den Punkt, an dem gerade die Kritik von kleinen und mittleren Unternehmen ansetzt.“
Nur 0,7 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa nehmen nach Daten der Europäischen Kommission am Import- und Exportgeschäft mit den USA teil. Laut EU exportieren nur 150.000 der insgesamt gut 20 Millionen KMU in Europa in die USA.

Mehrheit der Unternehmen rechnet mit massiven Nachteilen
Anders als die Unternehmen, die die EU hier zu Wort kommen lässt, rechne die überwältigende Mehrheit der KMU mit teils massiven Nachteilen, etwa für Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung, in der regionalen Energieproduktion und unter Landwirten tätig. „Gerade Produkte von Unternehmen, die in einem regionalen Lieferanten- und Erzeuger Netzwerk entstehen, werden von TTIP bedroht“, so Reuter. Die heutigen Regelungen der EU und des Bundes seien hart erkämpft worden und definierten hier sinnvolle Anforderungen an ökologische Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit oder etwa das Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen. Diese absehbaren Einschnitte von TTIP gerade für kleine und mittlere Unternehmen fänden in dem Papier der EU aber keine Berücksichtigung. „Was da von den Befürwortern von TTIP veröffentlicht wird, ist darum völlig an der Sache vorbei“, so Dr. Katharina Reuter.

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Pressekontakt
Dr. Katharina Reuter
Geschäftsführerin UnternehmensGrün
reuter@unternehmensgruen.de
+49 30 325 99 683




Neuer Rückenwind für Prokon-Genossenschaft

+++ Pressemitteilung +++

Bochum, 29.06.2015. Gemeinsam mit den Elektrizitätswerken Schönau und NATURSTROM spricht sich die GLS Bank für die Umwandlung in eine Genossenschaft aus. Sie übernehmen auch Anteile von Gläubigern.

Am Donnerstag steht eine Entscheidung von großer energiepolitischer Tragweite an: Prokon könnte eine erfolgreiche Energie-Genossenschaft werden. Die Zustimmung ist beachtlich: Mehr als die Hälfte der rund 75.000 Prokon-Anleger haben bereits erklärt, Mitglied der Genossenschaft werden zu wollen.

Dennoch: Nach der bundesweiten und einseitigen Kampagne von EnBW gegen das Genossenschaftsmodell sind einige Genussrechteinhaber verunsichert. Deswegen stellen die GLS Bank, die Elektrizitätswerke Schönau und die NATURSTROM AG klar, dass sie hinter dem Genossenschaftsmodell stehen.

„Wir sehen eine große Chance darin, dass einer der größten Windparkentwickler Deutschlands in Bürgerhand weiterbetrieben wird“, erklärt Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank. Die drei Unternehmen haben jahrzehntelange Erfahrung mit der dezentralen Energiewende und engagieren sich im Bündnis Bürgerenergie e.V.

„Als Energie-Genossenschaft, die von engagierten Mitgliedern getragen wird, ist Prokon wirtschaftsfähig und aussichtsreich aufgestellt“, so Jorberg weiter. Deswegen sind die GLS Bank, die Elektrizitätswerke Schönau und die NATURSTROM AG bereit, Anteile an der Prokon eG zu übernehmen. Das Angebot richtet sich an Gläubiger, die einen höheren Betrag in Genussrechte investiert haben und dadurch auf den letzten Metern noch entscheidend dazu beitragen können, Mehrheiten für das Genossenschaftsmodell zu sichern. Voraussetzung ist, dass der Insolvenzverwalter die Zustimmungserklärung und die Vollmacht für die Freunde von Prokon per Post bis zum 1. Juli erhält.

Die Umsetzung des Angebots übernimmt die GLS Treuhand, die eng mit der GLS Bank zusammenarbeitet, als Ansprechpartnerin.

Über die GLS Bank
Die GLS Bank bietet ihren Kunden alle Leistungen einer Hausbank, wie sozial-ökologisch sinnvolle Geldanlagen, Girokonto, Sparangebote, Zahlungsverkehr, Finanzierungen und Beteiligungen. Über ihre Partnereinrichtung GLS Treuhand ist auch der Bereich Stiften und Schenken abgedeckt. Die GLS Bank bietet Ihren Kunden an, Mitglied und somit Eigentümer der Bank zu werden. Mit zielgerichtet sozial-ökologischen Investitionen und einer umfassenden Transparenz bietet sie ihren Mitgliedern und Kunden einen dreifachen Gewinn: menschlich, zukunftsweisend, ökonomisch.

Über die EWS Schönau
Die Elektrizitätswerke Schönau sind ein bundesweit tätiger Ökostromversorger mit über 160.000 Kunden. Das Energieversorgungsunternehmen ist aus einer Initiative von engagierten Bürgern und Bürgerinnen hervorgegangen, die sich nach der Katastrophe von Tschernobyl gegründet hatte. Das bürgereigene Unternehmen gehört zu 100% der Netzkauf EWS eG, arbeitet konsequent an der Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien und setzt sich für Energieeinsparung und Energieeffizienz ein.

Über die NATURSTROM AG
Die NATURSTROM AG gehört zu den führenden unabhängigen Anbietern von Strom und Gas aus Erneuerbaren Energien. Sie versorgt bundesweit mehr als 240.000 Haushalte, Institutionen und Gewerbekunden mit naturstrom sowie mehr als 13.000 mit naturstrom biogas. Außerdem setzt NATURSTROM auf den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien – 250 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von NATURSTROM bereits ans Netz gegangen. Aufgrund ihrer Vorreiterrolle bei der Systemintegration Erneuerbarer Energien im Ökostromhandel erhielt die NATURSTROM AG den Europäischen Solarpreis 2013.

Ansprechpartner
Christof Lützel
Pressesprecher + Prokurist
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 234 5797 5178, Fax +49 234 5797 5157
E-Mail: christof.luetzel@gls.de

Tanja Gaudian
Pressesprecherin
Tel. +49 7673 8885 122, Fax +49 7673 8885 19
E-Mail: t.gaudian@ews-schoenau.de

Dr. Tim Loppe
Pressesprecher + Teamleiter Presse & Medien
Tel. +49 211 77900 363, Fax +49 211 77900 599
E-Mail: loppe@naturstrom.de




Nordirak: Kindheit im Flüchtlingslager

Karlsruhe, 16. Juni 2015

Sherin*, 9 Jahre, drängt sich an die Notfallpädagogin. Seit das ehrenamtliche deutsche Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. im Flüchtlingslager arbeitet, weicht sie der Einsatzleiterin kaum von der Seite. Was das jesidische Mädchen, das mit ihrer Familie aus dem Sindjar-Gebirge geflohen ist, alles durchmachen musste können die Notfallpädagogen nur erahnen. Sie spricht nicht darüber.

Um Kinder wie Sherin dauerhaft bei der Verarbeitung ihrer schrecklichen Erlebnisse zu helfen, haben die Freunde der Erziehungskunst in Kooperation mit UNICEF im Nordirak neun lokale Pädagogen eingestellt und ein Büro eingerichtet. Zur Ausbildung des lokalen Teams befand sich von 29. Mai bis 12. Juni ein ehrenamtliches deutsches Team vor Ort. Das notfallpädagogische Team bestand aus erfahrenen Erlebnispädagogen, Kunsttherapeuten, Waldorferziehern sowie einem Heilpädagogen.

Gemeinsam mit den lokalen Kollegen konnte das notfallpädagogische Team in vier UNICEF-Schulen vormittags mit ca. 770 traumatisierten Kindern arbeiten. Die Arbeit mit den Kindern war gleichzeitig Teil der praktischen Ausbildung der lokalen Pädagogen. In Vor- und Nachgesprächen wurden die Workshops besprochen und analysiert. Nach und nach wurde die Leitung der pädagogischen und therapeutischen Angebote in die Hände der irakischen Kollegen übergeben. Nachmittags wurde die Fortbildung des lokalen Teams in Workshops zum Methodenverständnis weitergeführt. Auch die Traumatisierungen der Teammitglieder wurden thematisiert und notfallpädagogisch begleitet.

Nach den schrecklichen Erfahrungen der Flucht sind die Lebensumstände im Flüchtlingslager für alle Bewohner zusätzlich belastend, bei Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius wird die Hitze in den Zelten schon früh morgens unerträglich. Doch es gibt keinen Ort wohin die Menschen gehen könnten, keine Kühlung. Wasser und Strom sind nur unregelmäßig verfügbar. Ohne Perspektiven können die Flüchtlinge ihrer Opferrolle nicht entkommen. Auch die Lehrer, die in den UNICEF-Schulen unterrichten, fühlen sich machtlos. Deshalb wurden auch für sie Fortbildungen zu den Methoden der Notfallpädagogik angeboten. Hier konnte auf das Grundlagenwissen aufgebaut werden, dass den Lehrern bereits während des letzten Einsatzes im März dieses Jahres vermittelt werden konnte. Für viele der Lehrer stand die Frage nach dem Umgang mit aggressivem und destruktivem Verhalten der Kinder im Vordergrund. In den Workshops wurden Ihnen Erklärungen für die traumabedingten Verhaltensänderungen der Kinder gegeben und mögliche pädagogische Antworten diskutiert. So sollen die Lehrer selbst gestärkt werden und ein stabilisierender Unterricht erreicht werden.

Auch für Eltern wurden Beratungen angeboten. Über 100 Mütter und Väter informierten sich über die Auswirkungen von Traumatisierungen auf ihre Kinder, über mögliche Belastungsreaktionen und einen stützenden und stabilisierenden Umgang.

Nach Ende des notfallpädagogischen Einsatzes des deutschen Teams wird die Arbeit nun von den lokalen Pädagogen übernommen. Unterstützt werden sie dabei weiterhin von einer Projektleiterin, die Arbeit vor Ort koordinieren wird.

*Name geändert

Notfallpädagogik: Pädagogische Erste Hilfe
In gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen zu den äußeren Schäden seelische Verletzungen, die meistens sehr schwer wiegen. Viele Betroffene verlieren ihr inneres Gleichgewicht und erkranken an Trauma-Folgestörungen. Die Freunde der Erziehungskunst arbeiten mit waldorfpädagogischen Methoden und verwandten Therapieformen, um bei der Verarbeitung des Erlebten zu unterstützen. Gleichzeitig sollen die Selbstheilungskräfte der Betroffenen angeregt werden. So helfen bspw. erlebnispädagogische Übungen dabei, das Vertrauen in sich selbst und seine Mitmenschen zu stärken. Bewegungsspiele dienen dazu, schockartige Erstarrungen zu lösen. Maltherapeutische Übungen schaffen non-verbale Ausdrucksmöglichkeiten, durch die Distanz zum Erlebten hergestellt werden kann.
Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst ist bereits seit 2013 in der autonomen Region Kurdistan im Irak tätig. Im Rahmen zahlreicher Einsätze konnte bereits vielen Kindern weltweit geholfen werden ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und sogenannte Trauma-Folgestörungen abzumildern.

Kontakt Presse:

Clara Krug
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.krug@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

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Stichwort „Notfallpädagogik“

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Kurdistan-Irak (2013-2015) Bosnien und Herzegowina (2014) und Nepal (2015).

Bewegungsspiele

Erlebnispädagogik

Balanceübung




Neumarkter Lammsbräu: Nachhaltigkeitspreis 2015 verliehen

PRESSEINFORMATION

• Höchste Bewerberzahlen seit Bestehen des Preises
• Fünf Preisträger in fünf Kategorien ausgezeichnet

Neumarkt, 18. Juni 2015 – Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hat heute in einem Festakt die Verleihung seines Nachhaltigkeitspreises 2015 begangen.

Aus der Rekordbewerberzahl von 147 Stück wählte die hochkarätig besetzte Jury in diesem Jahr in fünf Kategorien engagierte Menschen und Organisationen aus, die einen Beitrag zu besseren Umwelt- und Lebensbedingungen leisten. Die jährlich verliehenen „Lämmchen“ sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert, sollen zum Weitermachen motivieren und möglichst viele Menschen zum Umdenken bewegen. Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde 2015 bereits zum 14. Mal verliehen.

Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu: „Nur gemeinsam ist man stark. Gerade in Sachen Nachhaltigkeitsengagement. Mit unserem Nachhaltigkeitspreis leisten wir deshalb seit Jahren einen Beitrag dazu, dass gute Ideen auch außerhalb unseres Unternehmens vorankommen – und die tollen Bewerberzahlen zeigen uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind.“

Die Preisträger 2015:
• Privatperson/Einzelperson: Der Ingenieur Leo Pröstler war Verkäufer von Stahlwerken, bis er erkannte, dass die damit verbundene Art des Wirtschaftens keine Zukunft hat. Er machte einen radikalen Schnitt, wurde Leiter des Öko-Instituts und Gründer des Umweltversands Waschbär. Daneben kümmert sich Pröstler seit rund zwei Jahrzehnten intensiv um die Aufforstung von Mischwäldern in Costa Rica und fördert damit die dortige Biodiversität.

• Privatpersonen/Vereine und Institutionen: Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft ist ein Zusammenschluss von rund 150 Höfen und Initiativen, die sich für die Umsetzung der Solidarischen Landwirtschaft, kurz: „Solawi“, in Deutschland engagieren. Bei der Solawi finanzieren Bewohner einer Region gemeinsam einen landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Betrieb. Sie teilen sich die Erträge und Risiken. Ziel ist die Erhaltung einer vielfältigen Landwirtschaft, in der wertvolle Lebensmittel entstehen.

• Unternehmen: Mit der Teekampagne hat Die Projektwerkstatt – Gesellschaft für kreative Ökonomie mbH den Marktführer im deutschen Teeversandhandel gegründet. Der größte Einzelimporteur von Darjeeling Tee weltweit verkauft seine bio-zertifizierten Produkte direkt nach der Ernte in Großpackungen, was Lager-, Verpackungs- und Versandkosten spart. Dadurch können rund 50 % der Erlöse direkt an die Teegärten in Indien gehen. Gleichzeitig wird die die ökologische Landwirtschaft im Anbaugebiet befördert.

• Medienschaffende: GEOlino extra ist ein Wissensmagazin für Kinder, das sich in jeder seiner Ausgaben einem besonderen Lebensraum, seiner Faszination und Bedeutung aber auch seiner Gefährdung und Zerbrechlichkeit widmet. GEOlino extra stellt dabei immer auch Menschen vor, die helfen oder versuchen, etwas zum Besseren zu verändern. So werden die Kinder für die Herausforderungen unserer Zeit sensibilisiert und es wird ihnen nahegebracht, wie man selbst aktiv werden kann. Das 50. Heft wurde dabei zum Jubiläum ganz und gar unter das Motto „Wie wir die Welt retten“ gestellt und ist ein Mit- und Mutmach-Heft geworden.

• Mitarbeiter/Lieferanten: In der Erzeugergemeinschaft für ökologische Braurohstoffe (EZÖB) haben sich rund 140 Bio-Bauern zusammengeschlossen, die allesamt „Überzeugungstäter“ sind. Sie schaffen auf ihren rein ökologisch bewirtschafteten Feldern Nischen für bedrohte Arten, setzen Kulturlandpläne um und betreiben Umweltbildung. Seit mehr als 25 Jahren ist die EZÖB damit die wichtigste Säule der Rohstoffversorgung von Deutschlands größter Bio-Brauerei und wesentlicher Baustein einer zukunftsorientierten Landwirtschaft in der Region.

Unter den Laudatoren finden sich auch diese Jahr renommierte Nachhaltigkeits-Verfechter wie Ursula Sladek, Mitbegründerin der Elektrizitätswerke Schönau, Dr. Alexander Gerber, Vorstand von Demeter e.V., Johannes Gutmann, Gründer und Chef der Sonnentor Kräuterhandels GmbH, und Susanne Horn, Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu. Aber auch die nächste Generation ist mit Emilia Kuschka (10 Jahre) und Felix Horn (9 Jahre) bereits vertreten.

Die Jury wählte die prämierten Projekte in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren aus und bestand 2015 aus der Juryvorsitzenden Ilona Jerger (Umweltjournalistin und Buchautorin) sowie Prof. Dr. Volker Stahlmann i.R. (Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg), Prof. Dr. Maximilian Gege (Vorstandsvorsitzender B.A.U.M.), Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender BUND) und Susanne Horn (Generalbevollmächtigte Neumarkter Lammsbräu).

Zum Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu
Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde erstmals im Jahr 2002 verliehen. Er ging aus dem Deutschen Umweltpreis hervor, den Lammsbräu-Inhaber Dr. Franz Ehrnsperger 2001 erhielt. Das Preisgeld investierte der Unternehmer in eine neue Flaschenwaschanlage, die weniger Energie und Wasser verbraucht. Das dadurch gesparte Geld stiftet er seitdem den Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises – insgesamt jährlich 10.000 Euro. Bislang wurden 51 Projekte in den Kategorien Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen, Medienvertreter und Lammsbräu-Mitarbeiter ausgezeichnet. Der Lammsbräu-Nachhaltigkeitspreis ist einer der bedeutendsten Nachhaltigkeitspreise in Deutschland.

Mit dem „Lämmchen“ prämiert die Neumarkter Lammsbräu Projekte, die alle Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen, die aber bisher von der Öffentlichkeit wenig beachtet werden. Der Preis soll engagierten Menschen somit nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Aufmerksamkeit bringen und zur Nachahmung anregen.

Weitere Informationen zur Neumarkter Lammsbräu finden sich unter www.lammsbraeu.de

Neumarkter Lammsbräu
Gebr. Ehrnsperger KG
Amberger Straße 1
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Tel. 09181 404-0
info@lammsbraeu.de

Pressekontakt:
Dr. Daniel Haussmann, Thomas Pfaff Kommunikation
Höchlstraße 2
81675 München
Tel. 089 992496-54
haussmann@pfaff-kommunikation.de




Eine Woche Radl-Shuttle in der Lindwurmstraße: Green City e.V. zieht positive Zwischenbilanz

Pressemitteilung
München, den 18. Juni 2015

Seit einer Woche radeln die Akteure der Umweltorganisation Green City e.V. in einem Radl-Shuttle gemeinsam mit PendlerInnen täglich um 8:30 Uhr auf der Münchner Lindwurmstraße. 30 bis 40 RadlerInnen nehmen jeden Morgen die Chance war, sicher und entspannt an ihre Arbeitsplätze in der Innenstadt zu kommen. Denn sie fahren gemeinsam auf einer der zwei Fahrspuren – statt sich auf dem engen Radweg zu drängen. Die AutofahrerInnen reagieren gelassen.

Für Andreas Schuster, Mobilitäts-Experte bei Green City e.V., ist es jeden Morgen auf’s Neue spannend, ob genügend PendlerInnen zum Startpunkt an den Stemmerhof kommen. 16 müssen es mindestens sein, um nach den Paragraphen 27 und 2(4) der Straßenverkehrsordnung als „geschlossener Verband“ auf der Fahrbahn fahren zu dürfen. Bis jetzt konnte er jeden Morgen um 8:30 Uhr das Startsignal geben, denn es nehmen in der Regel 30 bis 40 RadlerInnen teil, um gemeinsam Richtung Innenstadt zum Sendlinger Tor zu fahren. Schuster erklärt: „Laufend stoßen neue Münchnerinnen und Münchner dazu. Andere nutzen täglich die Möglichkeit und man kennt sich mittlerweile.“ Alle eint die Begeisterung, sich nicht mehr mit FußgängerInnen einen viel zu schmalen Raum zu teilen und an den Einmündungen auf abbiegende Autofahrer achten zu müssen. Besonders freut Schuster, dass auch die AutofahrerInnen das Radl-Shuttle gelassen aufnehmen: „Da wir auf der rechten Spur fahren, können Autos problemlos überholen. Damit haben wir eines unserer Ziele erreicht: Keine anderen Verkehrsteilnehmer zu blockieren, sondern Teil des fließenden Verkehrs zu sein.“

Ein weiteres Ziel von Green City e.V. ist es, den Platzverbrauch zu verdeutlichen und damit eine Diskussion anzuregen, welchem Verkehrsteilnehmer wie viel Raum zur Verfügung steht. Die Erfahrung der letzten Woche zeigt: Das Radl-Shuttle mit seinen 30 bis 40 Teilnehmenden benötigt ungefähr so viel Platz wie sechs bis acht Autos, in denen in der Regel nur je eine Person sitzt. Es müssten allerdings fünf Personen in jedem Pkw sitzen, um auf gleichem Raum so viele PendlerInnen wie im Radl-Shuttle zu befördern.

Green City e.V. würde sich freuen, wenn das Beispiel Schule macht und sich auf allen gefährlichen Straßenabschnitten RadlerInnen zu einem Radl-Shuttle zusammenschließen. Tipps zur Organisation gibt die Organisation auf ihrer Homepage unter www.greencity.de/themen/mobilitaet/radl-shuttle-sicher-an-den-arbeitsplatz. Der „Radl-Shuttle“ ist eine Aktion der Kampagne #MucOhneMief, mit der sich Green City e.V. für eine neue Verkehrskultur in München einsetzt.

Über Green City e.V.
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltorganisation für ein lebenswerteres München aktiv. 20 MitarbeiterInnen setzen sich zusammen mit rund 1.000 Ehrenamtlichen und Mitgliedern für stadtverträgliche Mobilität, verantwortungsvollen Umgang mit Energie, nachhaltige Stadtgestaltung, und Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. 150 Projekte und Veranstaltungen pro Jahr bieten Umweltschutz zum Anfassen und Mitmachen. Weitere Informationen unter www.greencity.de

Ihre Ansprechpartner bei Green City e.V.:
Judith Fahrentholz, Kommunikation
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -313
Andreas Schuster, Mobilität
Mail: andreas.schuster@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -317

Hochauflösende Pressefotos können Sie hier herunterladen:
https://www.greencity.de/wp-content/uploads/2015/06/GreenCity_Radlshuttle.zip
Weitere Bilder zu Green City e.V. finden Sie auf www.greencity.de/downloads




5 Jahre FairBleiben in Dortmund – Concept Store für Öko-Textilien hat sein Sortiment erweitert

PRESSE-INFORMATION

Concept Store für Öko-Textilien hat sein Sortiment erweitert

Mode ohne Nebenwirkungen: Für immer mehr Menschen sind Bio-Qualität und fairer Handel wichtige Kriterien beim Kleiderkauf. Das merkt auch Andrea von der Heydt, Inhaberin des Fachgeschäftes FairBleiben für umweltschonende Mode und Accessoires. Spätestens seit die 46-Jährige noch einmal erweitert hat, kommen die Kunden sogar aus Münster, Hamm und Bochum in den Heiligen Weg 3-5 zwischen Fußgängerzone und Kaiserstraße.

Von der Heydt hat mit dem Umzug Richtung Dortmunder Innenstadt nicht nur ihre Ladenfläche, sondern auch das Sortiment erweitert. Neben Oberbekleidung wie Hosen und Röcken, Kleidern, Hemden, Shirts, Pullis, Hoodies oder Longsleeves gibt es bei FairBleiben auch Unterwäsche und Nachtwäsche aus Biobaumwolle, Strumpfwaren, Schals, Mützen, Taschen und Accessoires. Witzige Geschenkideen wie Eierbecher aus Schallplatten oder Schlüsselbretter aus alten Büchern komplettieren ihr Angebot um Upcycling-Artikel.

Damit hebt sich der Ökomode-Laden klar von anderen Concept Stores ab. Selbst das Strandhandtuch fehlt hier nicht. Und auch Männer werden fündig: Ob Hanf-Jeans, Bambus-Viskose-Shirt oder Kapuzenjacke aus recyceltem Polyester – fair steht ihm nämlich genauso gut. Dass Öko-Kleidung stylish aussehen, dafür sorgen hochwertige Designer Labels aus der Eco Fashion Szene, z.B. HempAge, KnowledgeCotton Apparel, Bleed, recolution, Lana oder Living Crafts.

Allein preislich steht die grüne Mode herkömmlicher Markenware in nichts mehr nach. Das lässt sich unter www.fairbleiben.com überprüfen. Andrea von der Heydt bietet auf ihrer Homepage Vieles auch online zum Kauf an, darunter immer wieder rabattierte Einzelposten. Speziellen Kundenwünschen geht die Inhaberin gerne persönlich nach. Menschen mit empfindlicher Haut sind z.B. gut beraten, auf Hanf zu setzen. Stoff mit diesen Naturfasern ist besonders hautfreundlich und atmungsaktiv.

Hanf ist mehr als eine ökologische Investition. Hanf benötigt nur einen Bruchteil der Bewässerung von Baumwolle. Wie Leinen ist er gerade im Sommer sehr angenehm zu tragen, da er durch seine hohe Saugkraft und Luftdurchlässigkeit thermoregulierend wirkt – natürliche Funktionskleidung!
Auch im fünften Jahr ihres Bestehens setzt Andrea von der Heydt nicht nur bei ihrem Warenangebot auf nachhaltig produzierte und ökologisch einwandfreie Ware. Dies gewährleisten vertraute und anerkannte Gütesiegel wie GOTS, Fair Wear und Fairtrade. Und auch die Ladeneinrichtung ist in großen Teilen FSC-zertifiziert oder Secondhand. Alle Spots strahlen mit Strom aus erneuerbaren Energien. Flyer und Prospekte werden auf Ökopapier und klimaneutral gedruckt. Online bestellte Ware kommt klimaneutral nach Hause. FairBleiben auf der ganzen Linie also – im Sinne der Geschäftsinhaberin: Andrea von der Heydt ist aktives Mitglied im ÖkoNetzwerk Dortmund e.V.

FairBleiben
Inhaberin:Andrea von der Heydt
Heiliger Weg 3-5
44135 Dortmund
0231-53461552
www.FairBleiben.com

PRESSEBILDER

FairBleiben Kleider 2

FairBleiben Jeans

FairBleiben Inhaberin




Ausblick mit Sinn – GLS Bank stellt Hamburgs erstes innerstädtisches Windrad auf ihr Dach

+++ Pressemitteilung +++

Hamburg, 17. Juni 2015. Transparenz und Kundennähe, Kulturwandel in der Bankenwelt. Die Ziele der GLS Bank sind in der neuen Hamburger Filiale direkt spürbar. So hat sie gut sichtbar eine Windkraftanlage auf ihr Dach gestellt. Am 17. Juni 2015 weiht die erste sozial-ökologische Bank der Welt die Räumlichkeiten in der Düsternstr. 10 offiziell ein. Mit dabei sind neben GLS Vorstandssprecher Thomas Jorberg auch Christina Jagdmann, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, und Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie.

GLS Bank mit Windrad auf dem Dach
„Mit diesem Schritt erfüllen wir im Jahr unseres 40-jährigen Bestehens auch in Hamburg unser Filialkonzept, das sich an den Werten der GLS Bank orientiert“, erklärt GLS Vorstandssprecher Thomas Jorberg. „Auf der Dachterrasse haben wir die erste innerstädtische Windkraftanlage in Hamburg errichtet. Es handelt sich um eine 1,2 kW Anlage VK 58 der Firma Amperius, Vertical Windpower Technologies aus Breitenworbis“ so Jorberg weiter. Mit dem Windrad möchte die GLS Bank ein deutlich sichtbares Zeichen zu Erneuerbaren Energien in Hamburg setzten.

Kooperation mit „Lebendige Alster“
„Mit dem Umwelt-Projekt „Lebendige Alster“ sind wir seit über einem Jahr im Gespräch, um am Herrengrabenfleet vor unserer Haustür, an der Ellerntorsbrücke die Fleetstadt als Wanderkorridor und Lebensraum für verschiedene Tierarten weiterzuentwickeln“, so GLS Regionalleiter Dirk Grah. Die Alster soll zusammen mit ihrer Niederung ein lebendiger Korridor in der Stadt Hamburg werden – für Natur und Mensch. Die GLS Bank unterstreicht mit dieser Kooperation erneut, wie wichtig die Unterstützung von Menschen ist, die sich aktiv für die Umwelt einsetzen.

Wachstum in Hamburg
Die GLS Bank ist seit 1993 in Hamburg. 2015 gibt es im Raum Hamburg knapp 24.000 Kundinnen und Kunden. Das macht im Verhältnis zur Gesamtbank ca. 13 Prozent aus. „Da brauchten wir einfach mehr Platz“, so Dirk Grah. Hamburg ist einer von sechs Filialstandorten der Bochumer GLS Bank. Die Filialen sollen die Bank direkt erlebbar machen. „Der Kundenkontakt wird hier an der Ellentorsbrücke noch aktiver“, freut sich Grah auf die kommende Zeit. Denn gerade für Veranstaltungen ist nun mehr Raum vorhanden. Die Veranstaltungsebene bietet 170 Gästen Platz. „Wir suchen den Dialog mit Kunden und Interessierten. Wie kann sozial-ökologisches Bankgeschäft, wie nachhaltiges Wirtschaften aussehen?“ beschreibt Grah die Leitgedanken der Filialveranstaltungen.

Schon am 24. Juni wird es in Hamburg wieder eine Veranstaltung geben, diesmal zum Thema Gründungsmanagement. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen finden Sie unter:
www.gls.de/termine_hamburg

Pressekontakt:
Christof Lützel
Pressesprecher / Prokurist
Stabsleiter Öffentlichkeitsarbeit
christof.luetzel@gls.de
presse@gls.de

GLS Bank
Christstr. 9
44789 Bochum

Telefon +49 (0) 234 57 97 5178
Fax +49 (0) 234 57 97 5157
Mobil +49 (0) 173 2 78 69 63




Mit dem Green City-Radlshuttle täglich sicher in die Stadt

Pressemitteilung

München, den 11. Juni 2015
Sicher zum Arbeitsplatz! Unter diesem Motto organisierte die Umweltorganisation Green City e.V. am 11. Juni um 8:30 Uhr stadteinwärts auf der Lindwurmstraße zum ersten Mal einen „Radlshuttle“ für BerufspendlerInnen. Interessierte RadlerInnen sammelten sich dafür an der Ampel vor dem Stemmerhof in der Plinganser Straße, um gemeinsam auf einer der zwei Fahrspuren sicher und entspannt auf der Lindwurmstraße Richtung Innenstadt zu fahren – statt sich auf dem engen Radweg zu drängen. Am Sendlinger Tor löste sich der „Radlshuttle“ auf. Fortan möchte Green City e.V. diesen Service allmorgendlich werktags in der Lindwurmstraße anbieten und hofft, dass er sich dort und anderswo in München etabliert.

Die Idee reifte aus dem Bedürfnis vieler RadfahrerInnen, sicher zu Arbeit zu gelangen. Andreas Schuster, Mobilitäts-Experte bei Green City e.V. erklärt: „Auf den schmalen Radwegen und angrenzenden Gehwegen herrscht jeden Morgen aufgrund der großen Anzahl von PendlerInnen gefährliche Enge. Der zur Verfügung stehende Platz reicht bei weitem nicht aus. Wie soll das erst werden, wenn der Radverkehr nach dem erklärten Ziel der Landeshauptstadt München in den nächsten Jahren zunimmt?“ Seit Green City e.V. sein Büro in der Lindwurmstraße bezogen hat, sehen und erleben die Umweltschützer selbst täglich brenzlige Situationen. Sie wissen, dass im Rathaus die Problematik bekannt ist, aber auch dass die derzeitige Stadtregierung aus CSU und SPD bislang keine Lösung vorgelegt hat. Deshalb hat Green City sich nun selbst um eine Lösung gekümmert und möchte mit dem „Radlshuttle“ die Sicherheit für RadfahrerInnen und FußgängerInnen erhöhen. Dafür macht sich die Umweltorganisation Paragraph 27 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu nutze. Er sieht vor, dass 15 oder mehr RadfahrerInnen einen sogenannten „geschlossenen Verband“ bilden, der sinngemäß gleiche Rechte wie ein Fahrzeug genießt. Dies bedeutet beispielsweise, dass der komplette Radlerzug über eine rote Ampel fahren darf, wenn die/der Erste der Gruppe sie noch bei Grün passiert. Zudem ist die Radwegbenutzungspflicht nach Paragraph 2 (4) StVO aufgehoben und die RadlerInnen dürfen auf der Fahrbahn zu zweit nebeneinander fahren. Schuster ist wichtig, dass die Umweltschutzakteure mit ihrer Aktion nicht die AutofahrerInnen provozieren wollen: „Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind Teil des Verkehrs!“ Er zieht ein zufriedenes Resümee: „Es haben fast doppelt so viele RadlerInnen teilgenommen, wie erwartet. Sie haben heute morgen davon erfahren und sich spontan angeschlossen. Unsere wichtigste Erkenntnis: Alle AutofahrerInnen haben gelassen auf uns reagiert. Da sind die BürgerInnen weiter als Politik und Planer. Sie teilen sich die vorhandene Fläche und respektieren einander. Manchmal muss man Dinge eben einfach nur machen!“ Er würde sich freuen, wenn das Beispiel Schule macht und sich auf allen gefährlichen Straßenabschnitten RadlerInnen zu einem „Shuttle“ zusammenschließen. Interessenten können sich dafür gerne bei Green City e.V. melden: andreas.schuster@greencity.de, (089) 890 668 -319. Der „Radlshuttle“ ist eine Aktion der Kampagne #MucOhneMief, mit der sich Green City e.V. für eine neue Verkehrskultur in München einsetzt.

Über Green City e.V.
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltorganisation für ein lebenswerteres München aktiv. 20 MitarbeiterInnen setzen sich zusammen mit rund 1.000 Ehrenamtlichen und Mitgliedern für stadtverträgliche Mobilität, verantwortungsvollen Umgang mit Energie, nachhaltige Stadtgestaltung, und Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. 150 Projekte und Veranstaltungen pro Jahr bieten Umweltschutz zum Anfassen und Mitmachen. Weitere Informationen unter www.greencity.de.

Ihre Ansprechpartner bei Green City e.V.:
Judith Fahrentholz, Kommunikation
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -313
Andreas Schuster, Mobilität
Mail: andreas.schuster@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -317

Hochauflösende Pressefotos können Sie hier herunterladen:
https://www.greencity.de/wp-content/uploads/2015/06/GreenCity_Radlshuttle.zip
Weitere Bilder zu Green City e.V. finden Sie auf www.greencity.de/downloads.




meinwoody – zukunft(s)pflanzen

PRESSETEXT

Coburg, 12.06.2015
Das Aufziehen des eigenen Gemüses oder Kräuter ist sehr viel einfacher, als man zunächst erahnen mag – dank meinwoody kann das nun jeder! Und falls das nicht reicht: warum nicht einfach den eigenen Baum aufziehen und damit den Planeten Erde aktiv unterstützen?

Mitten in Deutschland, genauer gesagt in Coburg/Bayern, haben sich drei umweltbewusste Entrepeneure 2011 zur Aufgabe gemacht, das Konzept des „urban gardenings“ neu zu erfinden. Umweltfreundlich, authentisch und zu 100% organisch werden ausschließlich natürliche Produkte angeboten, die keinen Müll entstehen lassen. Im Gegenteil: ein wunderschönes und sehr köstliches Ergebnis kann dabei entstehen. Die Samen werden im Komplett-Set samt Kokosfasertopf versendet, welcher aus Kokosfasern zusammengepresst wird. Ein absoluter Garant für eine tatsächlich organische Aufzucht – egal, ob auf dem Balkon oder einfach nur auf dem Fensterbrett.

„meinwoody möchte einen grundlegenden Wandel in der Denkweise über das Saatgut und die Gartenkultur herbeiführen – und aufzeigen, wie einfach man diese bewahren und vereinfachen kann. Deshalb bietet unser Online-Store auch allen eine Möglichkeit, bestehende Umweltstrukturen aufzubrechen und diese neu zu definieren. Die Zukunft zu pflanzen, Eigenverantwortung zu übernehmen, und diese zu kommunizieren ist unsere Mission.“, erklärt Geschäftsführer Ozan Durukan. Zusammen mit Ayhan Durukan und Michael Beetz haben sie ihren Traum wahrgemacht: „Wir versuchen stets mit gutem Beispiel voranzugehen, weil wir uns sicher sind, dass sonst keinerlei Veränderung herbeigerufen werden würde.“

Das Saatgut wird von sicheren Quellen bezogen und man benötigt nicht zwingend einen grünen Daumen, um die Pflanzen aufzuziehen – schließlich bietet meinwoody eine ausgiebige Hilfestellung für alle angehenden Gärtner-/innen. Ohne Zweifel ist es ein erhebendes Gefühl, wenn nach wenigen Monaten der Pflanzenpflege – zum Beispiel die eigenen, organischen Tomaten – geerntet werden können. Zudem werden auch verschiedene Baum-Anzuchtsets angeboten, die besonders unsere „tree2b“ – Kunden erfreut. Mit der dazugehörigen Personalisierung symbolisiert dieses Geschenk perfekt die wachsende und umweltfreundliche Zukunft.

2015 wird wieder ein aufregendes Jahr für das Team. Eine Crowdfunding-Kampagne auf EcoCrowd wurde durch die Deutsche Umweltstiftung initiiert und soll fÜr weitere Innovationen des meinwoody-Teams sorgen.

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