foodwatch fordert gesetzliche Vorgaben für Gesundheit von Nutztieren – massive Probleme in allen Haltungsformen – jedes vierte Tierprodukt stammt von einem kranken Tier

Pressemitteilung – Thema: Tierhaltung / Grüne Woche

Berlin, 17. Januar 2018. Im Vorfeld der Grünen Woche hat die Verbraucherorganisation foodwatch eine echte Tier-gesund-haltungswende gefordert: Viele Nutztiere litten unter schweren, vermeidbaren Krankheiten – egal ob in großen oder kleinen Ställen, in der Bio-Tierhaltung teilweise genauso wie in konventionellen Betrieben. foodwatch forderte die nächste Bundesregierung daher auf, gesetzliche Vorgaben für die Gesundheit von allen Nutztieren zu machen. Ziel müsse es sein, dass nur noch Lebensmittel von nachweislich gesunden Tieren in den Handel kommen. Die bisher diskutierten Vorschläge wie etwa ein freiwilliges Tierwohl-Label oder eine 0-1-2-3-Kennzeichnung der Haltungsform wären hingegen keine Lösung. Verbesserungen würden damit höchstens für einen kleinen Teil der Tiere erreicht, Fragen nach der Tiergesundheit würden nur eine untergeordnete Rolle spielen, so foodwatch.

„Angesichts massenhafter Erkrankungen, Schmerzen und Leiden kann von akzeptablem Tierschutz in Deutschlands Ställen keine Rede sein. Die Debatte um Tierhaltung kreist fast nur um formale Haltungsbedingungen wie etwa Platzbedarf oder Ausgestaltung der Ställe – obwohl wissenschaftlich längst erwiesen ist, dass die Tiergesundheit nicht allein von der Haltungsform beeinflusst wird, sondern entscheidend auch vom Stallmanagement. Es gibt auf manchen Höfen massive Gesundheitsprobleme und auf anderen so gut wie keine – und zwar unabhängig von der Haltungsform oder der Betriebsgröße“, sagte Matthias Wolfschmidt, Internationaler Kampagnendirektor von foodwatch. „Die gesetzlichen Grundlagen reichen offenkundig nicht aus, um Millionen von Nutztieren vor krankmachenden Lebensbedingungen zu schützen. Der Gesetzgeber weigert sich seit Jahren, die betriebsgenaue Erfassung, Auswertung und Verbesserung des gesundheitlichen Tierschutzes anhand klarer Kriterien vorzuschreiben und voranzutreiben.“

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Lebensmittel mit tierischen Zutaten zu einem großen Teil von kranken Nutztieren stammen. Demnach macht mindestens jede zweite Milchkuh einmal im Jahr haltungsbedingte Krankheiten durch, die größtenteils vermeidbar sind. Etwa jeder zehnte Liter Milch stammt von einer Kuh mit entzündetem Euter. Schlachthofbefunden zufolge litten etwa 40 Prozent aller Schweine an haltungsbedingten Krankheiten. Statistisch gesehen war zudem mindestens jedes vierte Hähnchen vorher ein kranker Hahn, wurden vier von zehn Eiern von einer Henne mit Knochenbrüchen gelegt. Als Faustregel müssen Verbraucherinnen und Verbraucher davon ausgehen, dass mindestens jedes vierte Tierprodukt von einem kranken Tier stammt, so foodwatch. Beim Einkauf ist dies allerdings nicht zu erkennen.

Die bisher diskutierten Ansätze kritisierte foodwatch als unzureichend für den im Grundgesetz vorgeschriebenen Tierschutz und als irreführend für die Verbraucherinnen und Verbraucher:

Das angekündigte staatliche Tierwohl-Siegel ist aus Sicht von foodwatch inakzeptabel. Nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Beirats von Agrarminister Schmidt könnte ein solches rein freiwilliges Siegel vielleicht 20 Prozent des Marktes abdecken. Für die große Mehrheit aller Nutztiere würde es also keinerlei Verbesserungen geben. Die Bundesregierung habe gemäß Artikel 20a Grundgesetz aber den verfassungsmäßigen Auftrag, nicht nur für einige, sondern für alle Nutztiere tiergerechte Bedingungen durchzusetzen, so foodwatch.

Ebenso sei die zurzeit diskutierte, an die bekannten Eier-Stempel angelehnte 0-1-2-3-Kennzeichnung für Fleisch völlig ungeeignet, um Leiden und Schmerzen der Nutztiere nachvollziehbar zu lindern oder zu verhindern, kritisierte foodwatch. Dieser Ansatz ignoriere den Stand der Wissenschaft, wonach es in allen Haltungsformen und allen Betriebsgrößen bisweilen massive tierschutzrelevante Versäumnisse gibt.

Die „Initiative Tierwohl“, an der sich vor allem die großen Handelskonzerne um Edeka, Lidl, Rewe, Aldi und Metro beteiligen, bezeichnete Matthias Wolfschmidt als „schlechten PR-Gag“, mit dem die Unternehmen von ihrer Verantwortung für die inakzeptablen Lebensbedingungen der Nutztiere ablenken wollten. Mit vorwiegend kosmetischen Maßnahmen könnten die Lebensbedingungen für die Tiere nicht substantiell verbessert werden. Den Bäuerinnen und Bauern werde nicht annähernd genügend Geld ausgezahlt, um eine nachweislich tiergerechte Haltung zu erreichen. Stattdessen werde den Verbraucherinnen und Verbrauchern vorgemacht, die Produkte aus den Supermärkten entstammten einer tiergerechten Haltung.

Matthias Wolfschmidt von foodwatch: „Es ist geradezu zynisch, den Eindruck zu erwecken, Siegel oder formale Haltungs-Kennzeichnungen könnten die teils dramatischen Zustände in den Ställen grundlegend verbessern. Das geplante Tierwohl-Label ist genauso wie eine Haltungskennzeichnung nur eine Pseudo-Lösung, die eine echte Verbesserung in der Nutztierhaltung eher verhindert. Wir brauchen klare gesetzliche Vorgaben für die Erfassung und Verbesserung der Gesundheit von allen Nutztieren. Es ist höchste Zeit für eine Tier-gesund-haltungs-wende!“

Matthias Wolfschmidt: „Das Schweinesystem – Wie Tiere gequält, Bauern in den Ruin getrieben und Verbraucher getäuscht werden“, S. Fischer Verlag. 235 Seiten, 18 Euro.

Link:
E-Mail-Aktion von foodwatch für eine Tierhaltungswende: www.tierhaltungswende.de

Quellen und weiterführende Informationen:
– Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium zum Thema Nutztierhaltung (März 2015): www.tinyurl.com/ztc8hwn
– Ausgewählte Studien zur Tiergesundheit: www.studien-tiergesundheit.foodwatch.de

Pressekontakt:
Andreas Winkler
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 290




Klares Mandat für eine andere Landwirtschaft | Koalitionsverhandlungen müssen auf Forderungen der „Wir haben es satt“-Demonstration eingehen

Pressemitteilung Germanwatch

Berlin (22. Jan. 2017). Als klares Signal an die Koalitionsverhandlungen einen Wandel zu einer nachhaltigen Agrarpolitik einzuläuten, bewertet die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die „Wir haben es satt“-Demonstration vom Samstag. Angeführt von einer Rekordzahl an Bäuerinnen und Bauern haben rund 33.000 Menschen eine grundlegende Veränderung der Landwirtschaftspolitik gefordert. „Die wachsende Beteiligung an dieser Demonstration ist ein klares Signal, dass Bauern und Verbraucher immer stärker Verbündete für einen Wandel in der Agrarpolitik sind um in der Lebensmittelerzeugung auf bäuerlichen Betrieben Wertschöpfung statt Wachstum zu sichern“, sagt Agrarexpertin Reinhild Benning, die für Germanwatch die Demonstration mit organisiert hat. „CDU, CSU und SPD sollten die nun beginnenden Koalitionsverhandlungen daran ausrichten. Die in den Sondierungen vereinbarten allgemeinen Ziele müssen konsequent in Richtung einer nachhaltigen Agrarpolitik weiter entwickelt werden.“

Dazu gehöre es, die Gelder aus der EU-Agrarpolitik künftig so weit wie möglich zu nutzen, um kleinere Betriebe, Arten-, Klima- und Tierschutz sowie ländliche Entwicklung zu fördern, so Benning. In den nächsten Jahren müsse zudem ein Schwerpunkt darauf liegen, den Übergang von einer industrialisierten Landwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit durch einen verlässlichen und gezielt genutzten Finanzrahmen zu unterstützen.

„Damit Verbraucherinnen und Verbraucher eine nachhaltigere, tierfreundlichere Landwirtschaft durch ihre Kaufentscheidung besser unterstützen können, muss gleichzeitig für Industrie und Handel eine Kennzeichnungspflicht eingeführt werden, die Hinweise zur Tierhaltung und zum Einsatz von Gentechnik gibt“, so Benning.

„Mit immer mehr Exporten kann Deutschland seiner Verantwortung für die Welternährung und einer im weltweiten Maßstab nachhaltigen Landwirtschaft nicht gerecht werden“, ergänzt Tobias Reichert, Teamleiter Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch. „Wir brauchen ein hohes Engagement der Entwicklungshilfe, die konsequent an kleinbäuerlicher Landwirtschaft ausgerichtet werden muss, damit die Menschen in armen Ländern sich selbst ernähren können. Zudem brauchen wir auch eine Handelspolitik die dies zulässt.“

Kontakte für Medien:

Tobias Reichert
Teamleiter Welternährung, Landnutzung, Handel bei Germanwatch
Tel.: 030 / 2888 356 3
reichert@germanwatch.org

Stefan Küper
Pressesprecher Germanwatch
(Kontakt s.u.)

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Stefan Küper
Pressesprecher

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Unterschätzte Alleskönner – Heimische Erbsen und Bohnen sind gesund für Mensch, Tiere und Boden

Pressemitteilung 17.11.2017

Hohenkammer – Als Tierfutter und zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit finden Körnerleguminosen schon lange im Öko-Landbau Verwendung, sind sie doch die ideale Alternative zu Import-Soja und Mineraldünger. Mit ihrem hohen Eiweißgehalt werden heimische Hülsenfrüchte wie Erbse und Bohne auch für die menschliche Ernährung wieder zunehmend vom Verbraucher wahrgenommen.

Naturland ist Projektpartner im Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne, das sich zum Ziel gesetzt hat, Anbau und Verarbeitung beider Kulturen in Deutschland zu unterstützen sowie Nachfrage und Angebot zusammenzubringen. Das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung geförderte Netzwerk umfasst ökologische wie auch konventionelle Betriebe. Für den Bereich Öko-Landbau unterstützen Irene Jacob und Werner Vogt-Kaute von der Fachberatung für Naturland Betriebe das Projekt.

Der Anbau von Erbsen und Bohnen hat viele Vorteile. Die Leguminosen erweitern die Fruchtfolgen, helfen die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und steigern die Nährstoffverfügbarkeit. Zudem dienen sie als Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber und fördern so die biologische Vielfalt. Erbsen und Bohnen enthalten außerdem wertvolles Eiweiß, das als Tierfutter ideal geeignet ist. Der Bedarf an regional erzeugten Eiweißfuttermitteln ist aber bisher deutlich höher als das Angebot. Um Anbau und Vermarktung zu fördern, haben sich bundesweit 75 landwirtschaftliche und verarbeitende Demonstrationsbetriebe zu dem Netzwerk zusammengeschlossen.

Erbsennudeln als „Low-Carb“ Alternative

Ein weiterer Projektpartner des Netzwerks ist der Naturland Betrieb Geflügelhof Schubert in Igensdorf bei Erlangen. Öko-Bauer Peter Schubert baut auf 15 Hektar Ackerfläche mit Erfolg Soja, Ackerbohnen und Erbsen an. „Sie bringen nicht nur Stickstoff in den Boden, sondern sind auch ein extrem wertvolles eiweißreiches Futter“, sagt Schubert. 90 bis 95 Prozent seiner Ernte verwendet er als Hühnerfutter. Aus einem kleinen Teil der Erbsenernte macht Schubert Bio-Erbsennudeln. Sie werden als Low-Carb Alternative zu herkömmlichen Nudeln vermarktet, weil sie weniger Kohlenhydrate und viel mehr Eiweiß enthalten. Schubert bietet die veganen Varianten Natur, Chili, Spinat, Tomate und Basilikum an.

„Hülsenfrüchte haben ernährungsphysiologisch viele Vorteile“, erläutert Fachberaterin Irene Jacob: „Sie sind eiweiß- und ballaststoffreich sowie reich an sekundären Pflanzenstoffen. Es steckt viel Potenzial in Produkten aus Erbsen und Bohnen. Die Verbraucher müssen sie jedoch erst kennenlernen.“

Informationsveranstaltungen zur Vermarktung von Hülsenfrüchten als Lebensmittel

Im Einzelhandel beschränkt sich die Auswahl an Hülsenfrüchten bislang noch vor allem auf importierte Ware, obwohl das Interesse von Verbrauchern an regional erzeugten Produkten stark zunimmt. Aus diesem Grund organisiert das Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne zwei Informationsveranstaltungen, in denen Möglichkeiten und Beispiele aufgezeigt werden, wie heimische Hülsenfrüchte in der Humanernährung Verwendung finden können.

Die erste Veranstaltung findet am 27. November um 10.00 Uhr in der Freien Waldorfschule am Illerblick in Ulm statt, die zweite am 1. Dezember um 9.30 Uhr im Haus der Wissenschaft in Braunschweig. Mehr Informationen dazu unter www.naturland.de/termine.

Kontakt
Monika Grimmer

Naturland Presse Info  Verantwortlich:
Jens Binder Erzeugerring für naturgemäßen Landbau e.V.
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85411 Hohenkammer
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Fax: 08137-6372-919
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ECOVIN Jahrgangsbericht 2017

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 26.10.2017. Die Traubenernte ist abgeschlossen. Die Mitglieder im Bundesverband der ökologisch arbeitenden Weingüter Deutschlands, ECOVIN, sind in der letzten Oktoberwoche fertig geworden. Die Mosel setzt hier gewöhnlich den Schlussakzent, so auch in diesem Jahr. Die Mengen sind im Durchschnitt aller deutschen Anbaugebiete um einiges geringer ausgefallen als im langjährigen Mittel. Die Qualitäten überzeugen jedoch.

Das Weinjahr 2017 startete teilweise noch mit der Eisweinlese. Am 7. Januar erntete zum Beispiel Reinhard Schäfer im Bottwartal, Württemberg, 100 Liter Trollinger Eiswein des Jahres 2016 bei -10° C mit einem Mostgewicht von 180° Oechsle. Bereits zwei Monate später, Mitte März, herrschte schon fast Freibadwetter in weiten Teilen der deutschen Anbaugebiete. Dies forcierte einen recht frühen und rasanten Austrieb der Reben, welche zum Teil dem Frost am 19./20. April zum Opfer fielen. Diese kalten Nächte haben neben dem Weinbau auch den Obst- und Gemüsebau hart getroffen, was erklärt, warum die diesjährige Traubenernte so klein ausfällt. Die Lese begann schon sehr früh, Ende August, und war mancherorts bereits Ende September abgeschlossen.

An der Ahr hielten sich die Frostschäden in Grenzen. Verluste gab es aber auch hier. Austriebsschädlinge wie Rombenspanner und Erdraupen stellten die ökologisch wirtschaftenden Winzer vor Herausforderungen. Probleme mit Pilzkrankheiten waren an der Ahr eher untergeordnet, allerdings breitete sich die Botrytis im Verlauf der Reifung der Trauben aus, was zu leichten Verlusten führte. Der Leseverlauf war daher recht hektisch, eine mehrfache Auslese der Trauben war notwendig und führte dazu, dass die Menge etwa 30 % unter dem normalen Ertrag lag.

In vielen Teilen Badens war der Herbst wider allen Erwartungen nach dem Frost-Schock Ende April zufriedenstellend hinsichtlich Menge und Qualität. Über die Regionen gesehen liegt die Menge nur leicht unter dem langjährigen Betriebsdurchschnitt, was natürlich auch dem niedrigen Ertragsniveau auf Bioflächen generell geschuldet ist. Im mittleren Markgräflerland mussten die Winzer teils erhebliche Frostschäden hinnehmen. Insbesondere der für die Region typische Gutedel lag weit unter dem Durchschnitt. Vom Kaiserstuhl wurde ein ausgezeichneter Herbst gemeldet, mit hohen, fast schon überdurchschnittlichen Erträgen und sehr guten Zuckergehalten.

Auch in Württemberg war eine schnelle Ernte angesagt. Vor allem die frühreifen roten Rebsorten wie Acolon, Regent oder Dornfelder liefen Gefahr, den Fruchtfliegen zum Opfer zu fallen und mussten zügig gelesen werden. Die Frostschäden in weiten Teilen Württembergs führten dazu, dass sich die übrig gebliebene Energie in den Trauben konzentrierte, die noch gelesen werden konnten. So berichtet Andreas Stutz aus Heilbronn von einem Mostgewicht von 108° Oechsle beim Muscaris. Es gab aber auch Fraßschäden durch Wildschweine, Rehe, Vögel und Mäuse, welche aufgrund der Frostschäden im Obst und Gemüsebau wenig weitere Nahrungsangebote vorfanden.

Der rheinhessische Sommer war durchwachsen und geprägt von zahlreichen Wetterkapriolen. Besonders dramatisch wirken sich Starkregenereignisse und Hagel aus, wenn die Beeren beginnen weich zu werden. Dies führte neben dem Frost Ende April zu Reduktionen der Erntemenge zwischen 10 % und 90 %. „Dort, wo die Trauben ohne Schäden geerntet werden konnten, präsentiert sich ein Topjahrgang mit hoher Reife und knackiger Säure. Also ein perfekter Body-Mass-Index! Der Unterschied in diesem Jahr zwischen Freud und Leid ist groß“ so Erik Riffel, Vorsitzender der rheinhessischen ECOVIN Mitglieder.

An der Nahe und in der Pfalz präsentiert sich ein ähnliches Bild. Ein schneller Herbst mit unterdurchschnittlichen Mengen, aber tollen Qualitäten. Sebastian Rook vom Weingut Brühler Hof in Volxheim freut sich bereits jetzt schon bei der Probe der Jungweine der Sorten der Burgunderfamilie oder Rieslinge: „Bei entsprechender Kulturführung konnten diese perfekt am Stock ausreifen und lassen jetzt schon die Herzen höher schlagen.“
Auch aus Franken und von der Mosel werden nach Selektion sehr gute bis hervorragende Qualitäten gemeldet. Der Weinfreund kann sich auf fruchtige, aromatisch frische Weine freuen, allerdings wird es sicherlich moderate Preissteigerungen geben. An Herausforderungen mangelt es den Biowinzern in Zeiten des Klimawandels nicht. Um diese zu meistern, bedarf es auch fairer Wertschätzung.

Die Meldung im pdf- Format und Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.
Vielen Dank für eine Veröffentlichung.
Herzliche Grüße aus Oppenheim

Susanne Sommer
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Neuer Akteur auf dem Bio-Milchmarkt – Sepp Forstner ist bundesweiter Biokreis-Milchmarkt-Experte

Aktuelles

25.10.2017
Personal: Neuer Akteur auf dem Bio-Milchmarkt – Sepp Forstner ist bundesweiter Biokreis-Milchmarkt-Experte
Biokreis-Fachberater Sepp Forstner ist neuer bundesweiter Milchmarkt-Experte im Biokreis. Der 29-Jährige fungiert damit als erster Ansprechpartner für die Vermarktung von Bio-Milch, die Koordination mit Molkereien, Milch-Verarbeitern und dem Bio-Milchhandel. Auch Marktgespräche zu Standards und Qualitätssicherung gehören zu seinen Aufgaben. „Wir freuen uns, Sepp Forstner mit dieser Position betrauen zu können“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer, „er kennt sich mit Bio-Milch von der Erzeugung bis zur Vermarktung hin bestens aus und kann seine Kenntnisse und Erfahrungen als bundesweiter Bio-Milchmarkt-Experte für den Biokreis optimal bündeln und einsetzen.“

Bio-Heumilch mit Verein und Struktur

Landwirtschaftsmeister Sepp Forstner bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Frau Veronika einen Milchviehbetrieb in Bad Endorf im Chiemgau. Darüber hinaus ist er im Biokreis als Berater für landwirtschaftliche Erzeugung tätig und hat sich als solcher im Verband einen Namen gemacht. In den vergangenen Monaten brachte er ein Projekt zur Erzeugung von Bio-Heumilch auf den Weg. Die „Bio-Heumilch-Bauern Bayern“, derzeit 14 Bio-Bauern, liefern ihre Biokreis-Heumilch an die Andechser Molkerei Scheitz. Sowohl die Organisation als auch die Vermarktung hat Sepp Forstner in die Wege geleitet und betreut. Derzeit wird die Bio-Heumilch bei Rewe und Edeka angeboten. „Mit diesem Projekt hatte ich die Möglichkeit, tiefe Einblicke in den deutschen Bio-Milchmarkt zu gewinnen, die Branche kennen zu lernen und mir umfassende Kenntnisse und Kontakte zu verschaffen. Daher freue ich mich, auch künftig auf diesem Gebiet wirken zu können“, sagt Sepp Forstner.

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Glyphosat-Ausstieg jetzt! – Naturland fordert klares Votum von Bundesminister Schmidt im Europäischen Rat

Pressemitteilung, 24.10.2017

Gräfelfing – Nach dem klaren Votum des Europäischen Parlaments für einen endgültigen Glyphosat-Ausstieg muss jetzt auch das Bundeslandwirtschaftsministerium seinen Widerstand gegen ein Verbot des Ackergifts aufgeben. „Die Zeit ist reif, das Totalherbizid endlich komplett aus dem Verkehr zu ziehen. Das muss nun auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einsehen“, sagte Naturland Präsident Hubert Heigl am Dienstag in Gräfelfing. Heigl fordert den Bundesminister auf, bei der Abstimmung am Mittwoch im Europäischen Rat ebenfalls klar für den Ausstieg zu votieren.

„Christian Schmidt muss jetzt endlich Farbe bekennen. Die Bundesregierung darf den Ausstieg nicht noch einmal durch ihre Enthaltung blockieren, sondern muss sich an die Seite von Frankreich, Italien und der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten stellen, die alle für einen Ausstieg sind“, forderte der Naturland Präsident. Die jüngsten Enthüllungen im Zusammenhang mit den sogenannten Monsanto-Papers zeigten klar und deutlich, wie die Gefahren des Ackergifts vom Hersteller über Jahrzehnte hinweg systematisch ignoriert und kleingeredet wurden – und das mithilfe zum Teil unlauterer Praktiken.

„Es wird Zeit, dass Europa die kritischen Einwände und Enthüllungen endlich ernst nimmt und Glyphosat verbietet“, unterstrich Heigl: „Dass erfolgreicher Ackerbau auch ohne Ackergifte möglich ist, beweist der Öko-Landbau seit Jahrzehnten. Für ein effektives Unkrautmanagement brauche es stattdessen Vielfalt in der Fruchtfolge, eine intelligente Verteilung der Kulturen und den Einsatz modernster Technik in der mechanischen Bodenbearbeitung“, sagte der Naturland Präsident.

Zivilgesellschaft und Wissenschaft fordern Ausstieg

Der Streit über eine erneute Zulassung von Glyphosat schwelt seit rund zwei Jahren; die bisherige Genehmigung läuft Ende 2017 aus. Kritische Wissenschaftler fordern schon lange ein Verbot des Wirkstoffs, den die internationale Agentur für Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsbehörde WHO (IARC) als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft hat. Auch über 1,3 Millionen EU-Bürger haben in einer Europäische Bürgerinitiative ein Verbot von Glyphosat gefordert. Dennoch war das Verbot im vergangenen Jahr mehrfach im Europäischen Rat gescheitert, unter anderem wegen der unklaren Haltung Deutschlands.

Am Dienstag nun hat auch das Europäische Parlament mit großer Mehrheit verlangt, die Zulassung für Glyphosat innerhalb der nächsten fünf Jahre auslaufen zu lassen. Die Parlamentarier stellten zudem eine Übergangsregelung in Aussicht, um konventionellen Landwirten die Umstellung auf nachhaltigere Alternativen zu erleichtern.

Markus Fadl
Pressesprecher

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Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
www.naturland.de, www.oekobauer-gesucht.de




Biokreis tritt Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser bei

PRESSEMITTEILUNG

Neumarkt, 23.06.2017. Biokreis ist jetzt Mitglied in der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. Damit bekräftigt nach Bioland, Demeter und Naturland bereits der vierte deutsche Ökolandbauverband seine umfassende Unterstützung für das Bio-Mineralwasser-Siegel und das damit verbundene Wasserschutzengagement der Qualitätsgemeinschaft.

Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer: „Bio-Mineralwasser ist die konsequente Übertragung der Bio-Idee auf unser wichtigstes Lebensmittel. Das Bio-Mineralwasser-Siegel steht für kontrolliert höchste Wasserqualität aus reinen Quellen und das aktive Bestreben, diese durch nachhaltige Bewirtschaftung und Förderung des Ökolandbaus auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Ein Ansatz, der gerade in Zeiten des zunehmenden Einsatzes von Ackergift und sonstiger Agrochemie in der konventionellen Landwirtschaft absolut notwendig und unterstützenswert ist.“

Dr. Franz Ehrnsperger, Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser: „Mit dem Biokreis jetzt schon den vierten deutschen Ökolandbauverband als Mitglied unserer Qualitätsgemeinschaft begrüßen zu können ist eine große Freude und eine weitere Bestätigung unseres umfassenden Bio-Mineralwasser-Konzepts. Als breites Bündnis von Verbrauchern, Verarbeitern und Landwirten haben die Pioniere von Biokreis die Idee des ökologischen Landbaus in Deutschland ganz entschieden mit vorangebracht. Wir sind uns sicher, dass wir gemeinsam auch in Sachen Wasser noch viel erreichen werden.“

Über die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.
Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 ein für einen behutsamen Umgang mit unserem wichtigsten Lebens-Mittel, dem Wasser. Sie wacht über die Richtlinien für das Qualitätssiegel „Bio-Mineralwasser“ und sensibilisiert Branche und Verbraucher für die Problematik der zunehmenden Wasserverschmutzung. Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft sind u.a. die Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis. Um das Bio-Mineralwasser-Siegel der Qualitätsgemeinschaft zu erlangen, müssen Mineralbrunnen 45 streng gefasste Kriterien erfüllen, die den Verbrauchern ein Höchstmaß an Qualität und Transparenz sowie nachhaltige Produktionsbestimmungen garantieren. Die Richtlinien wurden von unabhängigen Experten erarbeitet und werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Deren Einhaltung überwacht die Biokontrollstelle BCS Öko-Garantie GmbH. Als bundesweit erstes Bio-Mineralwasser wurde bereits 2009 das „BioKristall“ des Bio-Pioniers Neumarkter Lammsbräu zertifiziert, es folgten Ensinger in Baden-Württemberg (Ensinger Gourmet), Voelkel in Niedersachsen (BioZisch-Limonade) und Lammsbräu (now-Limonade), Gehring-Bunte aus Nordrhein-Westfalen/Brandenburg (Christinen Bio-Mineralwasser und Carat), die PreussenQuelle Rheinsberg aus Brandenburg, die Johann Spielmann GmbH (Landpark Bio-Quelle) aus Nordrhein-Westfalen, Bad Dürrheimer aus Baden-Württemberg und Labertaler Heil- und Mineralquellen aus Bayern (Stephanie Gourmet). Mehr Informationen über Bio-Mineralwasser finden Sie unter www.bio-mineralwasser.de

Über Biokreis e.V.
Rund 1200 Bio-Bauern und 150 Lebensmittel-Verarbeiter wirtschaften bundesweit nach den Richtlinien des ökologischen Anbauverbands mit Hauptsitz in Passau. Auch 200 Verbraucher gehören zu den Mitgliedern. Gemeinsam gestalten sie kreativ und konsequent ökologischen Landbau. Der Biokreis steht seit 1979 für regionale, vertrauensvolle Netzwerke, Tierwohl, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung und tritt basisdemokratisch mit neuen Ideen, politischer Arbeit und wirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für seine ganzheitliche Vorstellung von Ökolandbau sowie dessen Weiterentwicklung ein. Mehr Informationen über den Biokreis finden Sie unter www.biokreis.de

Kontakt
Ronja Zöls
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktionsleitung bioNachrichten

Biokreis e.V.
Stelzlhof 1
94034 Passau
T: 0851 / 756 50-17
F: 0851 / 756 50-25
zoels@biokreis.de
www.biokreis.de
www.bionachrichten.de




Das Tierwohl im Fokus! AWARE: Internationaler Workshop zu Tierschutzinspektionen im Öko-Landbau

Pressemitteilung 15.03.2017

Bristol, 14.03.2017 – Mehr
Das Tierwohl im Fokus!
AWARE: Internationaler Workshop zu Tierschutzinspektionen im Öko-Landbaukompetenz für Öko-Kontrolleure: Dies ist das Ziel des durch die Europäische Union geförderten AWARE-Projekts. Sowohl die Öko-Verordnung der Europäischen Union als auch die Richtlinien der Anbauverbände sollen für Öko-Tiere ein gutes Leben gewährleisten. Sie legen für die ökologische Tierhaltung strenge Maßstäbe fest. Angekündigte und unangekündigte Kontrollen von Öko-Kontrollstellen müssen zuverlässig dafür sorgen, dass Tierschutzdefizite auf Öko-Betrieben rasch erkannt und zügig abgestellt werden. Kontrolleure auf Öko-Betrieben müssen für solche Kontrollen besonders befähigt werden.

Im AWARE-Projekt kooperieren Öko-Kontrollstellen, Verbände und Universitäten aus ver-schiedenen europäischen Ländern unter Koordination der Kontrollstelle GfRS aus Göttingen. „Wer als Bio-Kontrolleur Öko-Tierhaltungen prüfen will, braucht besondere Tierschutzkompetenzen“, sagt GfRS-Geschäftsführer Dr. Jochen Neuendorff. „Das Projekt baut auf Vorarbeiten eines durch zwei deutsche Bundesländer geförderten Vorhabens, die gemeinsame Tierwohlkontrolle deutscher Anbauverbände und das englische AssureWell-Projekt auf.“

Auf einem internationalen Projektseminar, das vom 14.-15. März 2017 in Bristol / Vereinigtes Königreich stattfand, vereinbarten die Projektpartner nun gemeinsam angewandte, tierbezogene Kriterien und Prüfkonzepte für unterschiedliche Nutztierrassen, die europaweit Verwendung finden können. „Diese Vorgehensweise ermöglicht eine flexible Umsetzung in den EU-Mitgliedsstaaten bei Anwendung harter, tierbezogener Kriterien“ so Chris Atkinson von der Soil Association. „So möchten wir den unterschiedlichen Verhältnissen in den verschiedenen Ländern Rechnung tragen und Gestaltungsspielraum lassen.“

In der nächsten Projektphase wird unter Federführung der Universität Göttingen ein entsprechendes Trainingscurriculum für Bio-Kontrolleure erstellt.

Weitere Informationen: AWARE; Dr. Jochen Neuendorff, Prinzenstraße 4, D-37073 Göttingen, Telefon: +49-551-58657, Fax: +49-551-58774

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser, und die Kommission kann nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben haftbar gemacht werden.




ECOVIN blickt auf eine erfolgreiche Biofach 2017 zurück

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 22. Februar 2017. Die Biofach in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bioprodukte. Jedes Jahr im Februar ist sie der Treffpunkt der Ökobranche. Mehr als 50.000 Menschen besuchten die Biofach und Vivaness (eine Messe für Naturkosmetik, welche parallel stattfand) in diesem Jahr.
ECOVIN war mit 12 Weingütern dabei und der zentrale Ansprechpartner in der seit letztem Jahr auf der Messe existierenden Erlebniswelt WEIN. Insgesamt konnten Weine von mehr als 300 Winzern verkostet werden. Neben den zahlreichen Winzerinnen und Winzern war auch der Bioweinhandel vertreten. Zwei offene Verkostungszonen luden zum Probieren ein.
Zentraler Anlaufpunkt in der Erlebniswelt WEIN war ein Vortragsbereich. Hier wurde ein kurzweiliges Programm angeboten. Jörg Hurrle, Seminarleiter bei Riegel Bioweine, gab in einer geführten Verkostung einen sehr guten Überblick zum Thema „Welcher Wein zu welchem Essen? Eine gelungen Kombination leicht gemacht“. Zum Feierabend-Schoppen am ersten Messetag wurden von ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas vier ausstellende Winzer mit je zwei Weinen vorgestellt.
Am zweiten Messetag stand die Ökozertifizierung bei Fachhandel und Gastronomie auf dem Programm. Brigitte Dierckes von der Gesellschaft für Ressourcenschutz vermittelte Wissenswertes aus erster Hand.
Unter dem Titel „Biowein und Klimaschutz“ stellten Dr. Kerstin Fröhle von der Bodenseestiftung und Ralph Dejas das ECOVIN Biodiversitätsprogramm vor. In der Weiterentwicklung wird dieses Maßnahmenpaket an den mediterranen Raum angepasst.
Die Preisverleihung des Mundus Vini Biofach Wettbewerbs stand anschließend auf dem Programm. Christoph Meininger und Christian Wolf vom Meininger Verlag übergaben die Urkunden an die Siegerweingüter. Auch zahlreiche ECOVIN Weingüter waren wieder mit dabei.
Einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Eine Auswahl an Siegerweinen präsentierte Wolfram Römmelt in insgesamt drei Tastings am Donnerstag (Weißwein), Freitag (Rotwein) und Samstag (Schaumwein).
Am Freitag wurde der biodynamische Weinbau bei der Veranstaltung „Demeter im Dialog“ näher beleuchtet. Nina Weis vom Demeter e.V. war hier im Gespräch mit Hartmut Heinz (Weingut im Zwölberich) und Paulin Köpfer (ECOVIN Weingut Zähringer).

Das Thema Pflanzenschutz treibt die Biowinzer seit dem letzten Jahr besonders um. Dr. Hermann Pilz vom Meininger Verlag moderierte eine Diskussionsrunde mit Beteiligung von Peter Riegel (Riegel Bioweine), Georg Forster (ECOVIN Weingut Georg Forster), Dr. Uwe Hofmann (Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten), Dietmar Johnen (Bündnis90/Die Grünen) und Ralph Dejas (ECOVIN). Hier wurde klar: Der Bioweinbau in Europa braucht gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen! Die Strategie in Deutschland und Österreich bspw. die europaweit zugelassene Kupfermenge von 6kg auf 3 kg pro Hektar und Jahr herabzusetzen, kann nur funktionieren, wenn das seit 2013 nicht mehr zur Verfügung stehende Kaliumphosphonat (KP) wieder zugelassen wird. Dies fordern die Verbände seit geraumer Zeit. Andere Länder wie Frankreich oder Italien dürfen die maximale Kupfermenge ausnutzen.
Ihnen steht ein sogenanntes Kupferkonto zu Verfügung. „Sollte es auf europäischer Ebene vorerst keine Zulassung von KP geben, muss eine Pflanzenschutzstrategie nach französischem Vorbild auch in Deutschland eingeführt werden. Alles andere schafft nur Missmut in der Branche“ kommentiert Ralph Dejas die aktuell prekäre Situation.

Die Meldung im pdf-Format und Bilder finden Sie auf unserer Homepage.
http://ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-blickt-auf-eine-erfolgreiche-biofach-2017-zurück

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Susanne Sommer
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Naturland und Partner auf der BIOFACH 2016 – Die ganze Vielfalt bei Naturland

Pressemitteilung 02.02.2016

Gräfelfing/Nürnberg – „Naturland Qualität. Regional und weltweit“: Unter diesem Motto präsentiert Naturland auf der BIOFACH wieder eine einzigartige Produktvielfalt in Öko und Fair. Am Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 6 können Sie diese Vielfalt erleben, zum Beispiel wenn Bio-Spitzenkoch Tino Schmidt mehrmals täglich heimische und auch internationale Spezialitäten auf den Teller bringt – gemeinsam mit den Naturland Bauern, die diese Produkte erzeugt haben.

„Der Bauer und sein Koch“ lautet der Titel dieser mehrmals täglich wechselnden Koch-Shows, die einen neuen Anziehungspunkt auf der großen Bühne am Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 6 bilden. Knapp 60 nationale und internationale Partner und Gäste präsentieren dort ihre regionalen und internationalen Produkte. Insgesamt sind rund 130 Naturland Partner mit ihren Produkten auf der Messe vertreten – am Gemeinschaftsstand sowie in den Hallen 1, 2, 4, 5, 7 und 9.

Themenwelten „Naturland Fair“ und „Naturland in Griechenland“

Insgesamt 14 der Partner am Gemeinschaftsstand sind auch Naturland Fair zertifiziert. Immer mehr Unternehmen nutzen die 2010 eingeführte Zusatzzertifizierung, um ihr Engagement für eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft zu demonstrieren. Neben klassischen Fairhandelswaren aus den Ländern des Südens ist inzwischen der Anteil an Fair Produkten aus Europa deutlich gestiegen. Die ganze Vielfalt von öko-fairen Produkten aus Nord und Süd zeigt die Themenwelt Naturland Fair.

Neu ist die Themenwelt „Naturland in Griechenland“, auf der die griechischen Naturland Partner mit ihren Produkten präsentiert werden. Mehrere Hundert meist in Erzeugergemeinschaften organisierte griechische Naturland Kleinbauern produzieren Klassiker wie Olivenöl oder Schafskäse, aber auch Zitrusfrüchte und sogar Safran.

Fisch und Seafood nur mit Naturland Zeichen konsequent Öko

Die Vielfalt der konsequent ökologischen Produkte aus Naturland Aquakultur und nachhaltiger Fischerei (Naturland Wildfisch), auf die der Fachhandel heute zurückgreifen kann, steht im Mittelpunkt der Themenwelt „Naturland Fisch & Seafood“. Von heimischen Karpfen und Forellen über Hering, Lachs und Shrimps bis hin zu verschiedenen Algenarten werden alle zertifizierten Arten präsentiert und über die konkreten Projekte informiert, die hinter den Produkten stehen. Ergänzt wird das Informationsangebot durch verschiedene Verkostungsaktionen.

Ein Messerundgang mit Fachgespräch zum Thema „Verarbeitung ökologischer Aquakulturprodukte“ unter Leitung des Naturland Fisch-Experten Dr. Stefan Bergleiter findet am Freitag statt. Anmeldungen für den Rundgang, der in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angeboten wird, werden noch bis einschließlich Freitag, 5.2. unter seminare@fibl.org entgegen genommen.

Erstmals mit am Naturland Gemeinschaftsstand sind Naturland Bauer Erich Klas sowie die ISANA Naturfeinkost GmbH & Co. KG. Klas vermarktet Heuprodukte als Tiernahrung an Naturkostläden. ISANA wird neben dem frisch überarbeiteten Produktdesign seiner bekannten Feinkostmarke „Bioverde“ auch einen neuen Algensalat mit Sesam, Ingwer und Algen aus Naturland zertifizierter Wildsammlung präsentieren.

Naturland Restaurant mit Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger

Beliebter Treffpunkt im hektischen Messetreiben wird wieder die Naturland FairWöhnBar sein, wo neben öko-fairen Kaffee-Spezialitäten auch verschiedene herzhafte Snacks sowie Kuchen angeboten werden. Und auch für den großen Hunger ist gesorgt. Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger (Bio Kontor7) sorgt im zertifizierten Naturland Restaurant für ein umfassendes gastronomisches Angebot der allerersten Klasse: Vom deftigen Klassiker wie dem bayerischen Schweinebraten bis zum gerade erst prämierten Chiemgau-Risotto mit bayerischem Fisch ist für jeden etwas dabei

Im Kongressprogramm der Messe sowie auf den Bühnen am Naturland Gemeinschaftsstand ist Naturland wieder mit einer Reihe von Beiträgen vertreten. Ein Höhepunkt wird zudem wieder die traditionelle Stand-Party „Blue Night“ am Donnerstagabend (11.02., ab 18.15 Uhr).

Naturland auf der BIOFACH Nürnberg, 10. bis 13. Februar 2016:

Besuchen Sie uns an der Naturland Infotheke in Halle 6, Stand 257a, täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr (samstags bis 17.00 Uhr). Außerdem finden im Laufe der vier Messetage folgende Termine und Veranstaltungen von Naturland oder mit Naturland Beteiligung statt:

Donnerstag, 11. Februar:
• „Bio 3.0 – Mit Bio zu einer modernen, nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft.“ Mit FiBL-Direktor Urs Niggli und Naturland Präsidiumsmitglied Hans Bartelme, u.a. 11.00 – 12.30 Uhr. Saal St. Petersburg, NCC Ost
• Podiumsdiskussion „Is the new CAP capable of supporting sustainable farming or just continuing business as usual?“ Mit Sebastian Mittermaier (Naturland), Stephen Meredith (IFOAM EU Group) u.a. 12.00 – 12.45 Uhr. Raum Oslo, NCC Ost
• Prämierung „Schönste Veranstaltung der Bayerischen Öko-Erlebnistage 2015“ durch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Ausgezeichnet wird das Naturland Weingut am Stein, Würzburg. 13.00 – 14.00 Uhr. Demeter-Stand 311, Halle 7
• Podiumsdiskussion „Social accountability in organic farming: from values to practise.“ Mit Manfred Fürst, Leiter Naturland International, u.a. 16.00 – 17.30. Raum Riga, NCC Ost
• Standparty – Feiern Sie mit uns! Essen, Grüße und Musik. Ab 18.15 Uhr. Naturland Stand, Halle 6, Naturland Bühne

Freitag, 12. Februar:
• Messerundgang und Fachgespräch „Verarbeitung ökologischer Aquakulturprodukte – vorbildlich, innovativ und praxiserprobt.“ Mit Dr. Stefan Bergleiter (Naturland Aquakultur). 09.00 – 17.30 Uhr. Beginn in Halle 1, FiBL-Stand 1-549
• Podiumsdiskussion „Zurück in die Zukunft: mit Öko und Fair zu Bio 3.0.“ Mit Steffen Reese (Naturland Geschäftsführer), Valentin Thurn (Filmemacher Autor) u.a. Moderation: Winfried Wunden (Misereor). 14.00 – 15.30 Uhr. Raum Kiew, NCC Ost
• Podiumsdiskussion „Concepts and fundamental issues of the newly founded IFOAM Beekeeping Group.“ Mit Manfred Fürst und Peter Gänz (beide Naturland), Thomas Cierpka (IFOAM) u.a. 15.00 – 16.30 Uhr. Helsinki, NCC Ost

Naturland Presse Info 
Verantwortlich: Michael Stienen 

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