Naturland wächst regional und weltweit – Umsteller brauchen Rechtssicherheit: EU-Öko-Verordnung sinnvoll weiterentwickeln

Pressemitteilung, 18.01.2017

Gräfelfing – Naturland verzeichnet im zweiten Jahr in Folge deutliche Zuwächse bei Mitgliedsbetrieben und Fläche. Neben einem erneut starken Wachstum in Deutschland konnte der Öko-Verband in 2016 auch international zulegen, wobei vor allem die Entwicklung in Europa überdurchschnittlich positiv ausfiel. Insgesamt bewirtschaften aktuell 43.000 Naturland Bäuerinnen und Bauern in 46 Ländern der Erde eine Fläche von über 277.000 Hektar. Das sind rund 5.000 Bäuerinnen und Bauern mehr als vor einem Jahr. Die Fläche legte um 4,7 Prozent zu.

In Deutschland fielen die Zuwächse mit einem Flächenwachstum um 9,4 Prozent auf rund 165.000 Hektar erneut überdurchschnittlich gut aus. Dazu kommen noch rund 54.000 Hektar nach Naturland Richtlinien bewirtschaftete Waldfläche. Die Zahl der deutschen Naturland Betriebe stieg um 213 auf nun 3.127 (plus 7,3 Prozent).

„Die Nachfrage nach Bio aus Deutschland ist hoch. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass das Wachstum auch weiter anhalten kann“, sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese. Naturland sei weiterhin aktiv auf der Suche nach Umstellern in allen Bereichen. „Wir werden aber nur dann noch deutlich mehr Betriebe zur Umstellung bewegen, wenn die Politik endlich für Rechtssicherheit sorgt“, fügte Reese mit Blick auf die Revision der EU-Öko-Verordnung hinzu, wo nach drei Jahren Verhandlungen nach wie vor alles offen ist.

Starkes Wachstum in Europa – mehr Kleinbauern in Übersee

International trägt Europa mit Zuwächsen von gut 25 Prozent bei Flächen und Betriebszahlen überdurchschnittlich stark zu der positiven Entwicklung bei. Ein Schwerpunkt des Wachstums war Südeuropa, vor allem Italien und Spanien. Hintergrund ist die steigende Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher nach frischem Obst und Gemüse auch in den Wintermonaten.

Außerhalb von Europa konnten zahlreiche Kooperativen, die durch Naturland Zugang zum deutschen Markt bekommen, ihre Produktion ausweiten. Stärkere Zuwächse gab es beispielsweise in Uganda (Kaffee), Sri Lanka (Gewürze, Kokos) und Vietnam (Öko-Shrimps-Aquakulturen). Mehr als 4.300 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern profitieren davon und gehören nun auch zur Naturland Gemeinschaft. Erstmals zertifiziert Naturland nun auch einen Betrieb in Argentinien, der Zuckerrohr anbaut.

Dank eigener Mitarbeiter vor Ort sowie regelmäßiger Besuche sind dabei auch die internationalen Naturland Betriebe eng an den Verband angebunden. „Diese Nähe zu unseren Bauern – regional und weltweit – zeichnet Naturland zertifizierte Produkte aus“, sagte Reese. „Und wenn in einer Tafel Schokolade öko-fairer Kakao aus der Dominikanischen Republik, öko-fairer Rohrzucker aus Paraguay und öko-faire Milch aus Deutschland verarbeitet werden, dann gewinnen alle – Bauern, Verarbeiter, Handel und Verbraucher –, weil sie Teil einer Kette des gemeinsamen und verantwortungsvollen Handelns sind“, unterstrich der Naturland Geschäftsführer.

Kontakt

Markus Fadl
Pressesprecher
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Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
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Tierwohl-Label greift zu kurz Germanwatch: Neues Label darf Pflichtkennzeichnung für Produkte aus industrieller Tierhaltung nicht ersetzen

Germanwatch-Kommentar zur Initiative Tierwohl des Bundeslandwirtschaftsministeriums

Berlin (19. Jan. 2017). Zur heute vorgestellten Initiative Tierwohl des Bundeslandwirtschaftsministeriums sagt Reinhild Benning, Expertin für Landwirtschaft und Tierhaltung bei Germanwatch: „Tierwohl hört sich gut an, aber das Tierwohl-Label des Bundeslandwirtschaftsministers greift zu kurz. Verbraucherinnen und Verbraucher wollen kein Tierleid im Stall. Damit sie sich bewusst gegen Produkte aus industrieller Tierhaltung entscheiden können, müssen diese beim Kauf leicht erkennbar sein. Bisher ist das nur bei Eiern der Fall: Der Handel ist gesetzlich verpflichtet, alle Eier mit Ziffern von 0 für das Bio-Ei bis 3 für das Ei aus Käfighaltung zu kennzeichnen.“

Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben – so Germanwatch – mit Hilfe der Pflichtkennzeichnung für Eier das Tierleid in Käfigen weitestgehend abgewählt. „Der Marktanteil für nicht verarbeitete Frischeier aus Käfighaltung liegt gerade noch bei einem Prozent. Das hilft besonders Bauernhöfen anstatt der Agrarindustrie: In Niedersachsen gibt es endlich wieder mehr Hühner haltende Höfe mit kleineren Herden, mehrheitlich in Freiland- und Ökohaltung“, erklärt Benning. „Das Tierwohl-Label ist ein Versuch des Handels, eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für die Haltungsform auf allen Lebensmitteln von Tieren zu verhindern. Das Label ändert nichts daran, dass Konzerne und Discounter weiterhin Billigfleisch massiv bewerben dürfen, oft mit falschen Versprechen wie „Wiesenhof“ und „Bauernglück“, auch wenn die Tiere nie auf der Wiese waren und Bauern ruinöse Preise erhalten. Nur wenn diese legale Irreführung der Verbraucher gestoppt wird, haben Bauernhöfe mit tiergerechterer Haltung und zumeist geringerem Antibiotikaeinsatz eine faire Chance am Markt.“

Verbraucher legten zudem großen Wert darauf, dass Futterimporte für Tierhaltung in Deutschland nicht weiter Ernährungssouveränität und Regenwald in Ländern des Südens gefährdeten. Dies gewährleiste das sechseckige Biosiegel am ehesten. Indem Minister Schmidt nun für das Tierwohl-Label die gleiche Siegel-Kontur für Ökoprodukte und Nicht-Ökoprodukte vorschlage, trage er eher zur Verwirrung als zur Transparenz für Verbraucher bei.

Der Bundesrat hatte bereits im Jahr 2014 Vorschläge für eine Pflichtkennzeichnung auf den Weg gebracht, die von Bundesverbraucherminister Christian Schmidt bislang jedoch nicht konstruktiv aufgegriffen würden. Germanwatch fordert den Bundesrat auf, das Engagement für die Pflichtkennzeichnung mit mehr Nachdruck fortzusetzen, damit diese spätestens mit einer neuen Bundesregierung Ende des Jahres umgesetzt gesetzt werden kann.

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Reinhild Benning
Tel.: 030/2888 356-82
mobil: 0175/726 37 79

Stefan Küper
Pressesprecher

(Kontakt s.u.)

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Stefan Küper
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Revision der EU-Öko-Verordnung | Politik darf Ökolandbau nicht in die Sackgasse führen!

PRESSEMITTEILUNG

Der ökologische Anbauverband Biokreis warnt vor einer Einführung von Grenzwerten für Bio-Produkte, wie sie ein Vorschlag der EU-Ratspräsidentschaft zur Revision der EU-Öko-Verordnung vorsieht. Am 30.11. wollen die Verhandler in einem open-end-Trilog so viele Änderungsvorschläge wie möglich abschließen und in der Folge eine neue Verordnung schmieden. Steht der Kompromiss, muss dieser danach von EU-Parlament und -Rat formal angenommen werden.
Zu den Änderungen an der bestehenden Verordnung gehört auch die Vorlage, dass Bio-Produkte nicht mehr nach dem Prozess, in dem sie hergestellt wurden, sondern nach ihrer Beschaffenheit definiert werden. Damit würde das Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt. Denn eventuelle Verunreinigungen durch Pestizide stammen meist von konventionellen Feldern oder Rückständen bei der Verarbeitung. „Ausgerechnet Bio-Bauern, die mit ihrer Betriebsweise Böden, Wasser und Luft schützen, würden dafür büßen, was ihre konventionellen Kollegen verschulden“, sagt Gottfried Erves, bundespolitischer Sprecher des Biokreis, und fordert: „Die neue Öko-Verordnung darf nicht zur Bedrohung für den Ökolandbau werden.“

Bremse für Bio-Flow
Die Ablösung der Prozesskontrolle durch die Produktkontrolle ist ein völlig falscher Weg. Wenn ein Landwirt durch die konsequente Einhaltung der Bio-Richtlinien nicht mehr sichergehen kann, dass er am Ende ein ökologisches Produkt produziert hat, wird das wirtschaftliche Risiko für ihn zu groß. Denn höhere Produktionskosten müssen mit höheren Preisen ausgeglichen werden. Dieser Unsicherheitsfaktor könnte die aktuell positive Entwicklung des Ökolandbaus in Europa merklich bremsen − das wäre umso dramatischer, da sich die Nachfrage nach Bio-Produkten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. Außerdem kann aus der Bewertung des Endprodukts keine Aussage darüber gemacht werden, wie nachhaltig und artgerecht tatsächlich gewirtschaftet wurde. „An der Güte von Milch lässt sich nicht mit Sicherheit ablesen, ob es der Kuh wirklich gut geht“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer.

Weiterentwicklung statt Bruch
Die politischen Rahmenbedingungen müssen zukünftig so gestaltet werden, dass sich der Ökolandbau bestmöglich entwickeln kann. Da sich die Prozesskontrolle in den vergangenen Jahren bewährt hat, sollte sie nicht abgeschafft, sondern weiterentwickelt werden. Wichtig wäre es, Importe aus dem Ausland besser zu kontrollieren und die Prozesskontrolle dahingehend zu optimieren. Enge, regionale und vertrauensvolle Netzwerke, wie sie der Biokreis seit seiner Gründung pflegt, sollten auf dem Markt durch sicheren und transparenten grenzüberschreitenden Handel komplementiert werden.

Die Defizite bei der Überwachung und sachgerechten Umsetzung der Kontrolle insbesondere in Drittländern, aber auch in der EU sind bekannt, insbesondere wenn es um Verdachtsfälle oder festgestellte Verstöße geht. Dies war einer der Hauptgründe für die Revision des Bio-Rechts. Die vom EP eingebrachte „Liste wichtiger Aufgaben zur Verbesserung der Umsetzung“ sollte in der Öko-Verordnung verankert werden.

Qualität vor Geschwindigkeit!
Nach fast drei Jahren Verhandlungen über ein neues Bio-Recht wollen die Verhandlungspartner bis zum 12.12. zu einem Abschluss kommen. Seit dem Wechsel der Verhandlungsführung im Sommer von den Niederlanden zur Slowakei ist Bewegung in die Sache gekommen. Die Bereitschaft zur Einigung ist bei allen Beteiligten gewachsen. Die Verhandlungen sind nach zwölf Trilog-Runden weit fortgeschritten. Ob eine Einigung gelingen wird, wird sich im Dezember entscheiden. Es gibt zwar deutliche Fortschritte bei den Regeln für Erzeugung und Verarbeitung sowie über die Struktur und die Ermächtigungen einer neuen EU-Öko-Verordnung. Allerdings sind auch noch viele wichtige Fragen offen. „Bei aller Eile muss weiter sorgfältig gearbeitet werden“, sind sich Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer und bundespolitischer Sprecher Gottfried Erves einig. „Wir Bio-Unternehmer brauchen praxistaugliche Regeln und Rechtssicherheit.“

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Kölner Premiere der Bioweinverkostung Stadt | Land | WEIN ein voller Erfolg

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 16.11.2016. Bioweinverkostung Stadt | Land | WEIN am 13.11.2016 mit 29 Weingütern in der Rheinloft Cologne in Köln. 350 Besucherinnen und Besucher kamen, um über 200 Bioweine zu verkosten. Winzervesper am 12.11.2016 in der TEMMA Filiale in Köln-Braunsfeld begeisterte 31 Weininteressierte.

Das vergangene Wochenende stand in Köln ganz im Zeichen des ökologischen Weinbaus. Zum ersten Mal initiierte ECOVIN, der Bundesverband Ökologischer Weinbau, die Bioweinmesse Stadt | Land | WEIN und das Winzervesper in Köln.

Winzervesper- Essen und Verkosten zwischen Verkaufsregalen

Am Abend des 12.11.2016 lud ECOVIN gemeinsam mit TEMMA zu einem Vesper der besonderen Art. Die 31 Gäste hatten umringt von Weinregalen die Gelegenheit Weine der vier Weingüter Castel Peter (Pfalz), Forster (Nahe), Melsheimer (Mosel) und Riffel (Rheinhessen) in einer gemütlichen Atmosphäre zu verkosten. Dazu servierte das Team von TEMMA Wurst- und Käsespezialitäten.

Stadt | Land | WEIN – stimmungsvolle Weinverkostung

Etwa 350 Besucher, unter ihnen auch Gastronomen und Fachhändler, folgten der Einladung des ECOVIN Verbandes in die Rheinloft Cologne an der Frankenwerft in Köln. Inmitten der beeindruckenden Kulisse konnten die Besucherinnen und Besucher über 200 Bioweine von 29 Weingütern aus 7 deutschen Weinbaugebieten verkosten und die Winzerinnen und Winzer persönlich kennenlernen. „Ein Wahnsinn, wir sind mehr als zufrieden mit unserer Stadt | Land | WEIN Premiere hier in Köln. Wir konnten in der ersten halben Stunde bereits über 100 Besucherinnen und Besucher in dieser tollen Location empfangen. Ein super Publikum!“ bestätigt ECOVIN Bundesvorsitzender Andreas Hattemer.

Während der Verkostung fanden zwei Vorträge zum Thema Ökologischer Weinbau statt. „Die Seminare waren gut besucht, wir merkten, dass das Kölner Publikum nicht nur gerne Biowein trinkt, sondern auch erfahren will wie er an-und ausgebaut wird“ resümiert Sonja Kanthak, Fachreferentin bei ECOVIN und Dozentin der Seminare.

Die Begeisterung der Kölnerinnen und Kölner freute die teilnehmenden Winzerinnen und Winzer: „Wir werden auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder in Köln bei Stadt | Land | WEIN dabei sein, wir haben heute viele Stammkunden wiedergetroffen, aber auch neue Kontakte geknüpft“ sagt Simone Gutting vom Weingut Mohr-Gutting.

Glückliche Teilnehmer, glückliche Winzer- Stadt | Land | WEIN Köln, ein Erfolg auf ganzer Linie.

Teilnehmende Weingüter:

Ahr
Bäcker

Baden
Dr. Benz Kirchberghof
Reblandhof
Philipp Rieger

Mosel
Arns und Sohn
Brohl
Christoph Koenen
Dr. Frey
Melsheimer
Scholtes
Staffelter Hof
Karl Weber
Roman Herzog

Nahe
Forster

Pfalz
Bergdolt Klostergut St. Lamprecht
Castel Peter
Mohr-Gutting

Rheinhessen
Goldschmidt
Hemer
Hothum
Kronenhof
Riffel
Seck
Schönhals
Wedekind
Marc Weinreich

Württemberg
Halter
Lauffener Weingärtner
Klopfer

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Die Meldung im pdf-Format sowie Bildmaterial gibt es auf unserer Homepage.

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Susanne Sommer
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100 Imker kamen zum Biokreis-Imkertag nach Nürnberg

PRESSEMITTEILUNG

Vom Gedächtnis der Bienen und den Herausforderungen der Bio-Imkerei

Passau, 15.11.2016: Mehr als 100 Interessierte lockte der Biokreis-Imkertag 2016 am 12. November in den Tiergarten Nürnberg. Biokreis-Imker und Imker mit Interesse an der Bio-Imkerei gingen zusammen der Frage nach, was Bio in der Bienenhaltung bedeutet.

Bienen als Indikatoren für den Zustand der Natur
Zum Auftakt präsentierte Gastredner Prof. Dr. Randolf Menzel, Neurobiologe und Zoologe, seine Forschungsergebnisse zum Einfluss von Pflanzenschutzmitteln auf das Gedächtnis der Bienen. Bereits allerkleinste Mengen von Pestiziden wie Thiacloprid – häufig eingesetzt im Rapsanbau – beeinträchtigen das Nervensystem und damit die Gedächtnisleistung der Bienen. Thiacloprid stört die Kommunikation der Bienen untereinander und die Orientierung der Tiere. Beobachtet man die Verhaltensweisen der Bienen, kann man somit Rückschlüsse auf den Zustand unserer Kulturlandschaft ziehen.

Herausforderungen der Bio-Imkerei
Den Imkern standen die Biokreis-Berater für Imkerei, Hubert Dietrich und Marc Schüller, sowie Florian Fischer von der Kontrollstelle Lacon als Gesprächspartner zur Verfügung. Marc Schüller verdeutlichte anhand der Biokreis-Richtlinien das zentrale Ziel der Bio-Imkerei, das Bienenwesen zu achten, die Bienen zu stärken und eine hohe Qualität der Bienen-Produkte zu garantieren. Die konkrete Umsetzung bot reichlich Stoff für Fragen und kritische Diskussionen. Und so war der Biokreis-Imkertag auch eine rege Austauschplattform für erfahrene Bio-Imker und Bio-Neulinge, die im nächsten Jahr fortgeführt wird.

Was ist Bio in einem Tiergarten?
Nebenbei bot der Imkertag auch Einblick in zwei Betriebe des Tiergartens, die durch den Biokreis zertifiziert sind. Das Tiergartenrestaurant Waldschänke überzeugte in der Mittagspause mit einem vielfältigen Bio-Buffett. Der Weg zur Waldschänke wurde verbunden mit einem Spaziergang durch die weitläufige Waldlandschaft des Tiergartens. Gerd Schlieper, Futtermeister des Tiergartens, wusste dabei allerlei Spannendes über die Futterproduktion zu berichten – in Nürnberg fressen die Tiere Bio!

Bilder: Daniel Decombe

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Biokreis – Wir machen Bio lebendig! Rund 1200 Bio-Bauern und 150 Lebensmittel-Verarbeiter wirtschaften bundesweit nach unseren Richtlinien. Auch 200 Verbraucher gehören zu unseren Mitgliedern. Gemeinsam gestalten wir kreativ und konsequent ökologischen Landbau. Wir stehen seit 1979 für regionale, vertrauensvolle Netzwerke, Tierwohl, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung und treten basisdemokratisch mit neuen Ideen, politischer Arbeit und wirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere ganzheitliche Vorstellung von Ökolandbau sowie dessen Weiterentwicklung ein.




Deutschland braucht wirksames Gentechnik-Anbauverbot | Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Naturland kritisieren Gesetzentwurf

Pressemitteilung

Fulda – Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Naturland fordern die Bundesregierung auf, den Anbau genetisch manipulierter Pflanzen auf ihrer Kabinettssitzung am 2. November bundeseinheitlich zu verbieten. „Das Kabinett muss das von Bundesminister Schmidt eingebrachte Gesetz dringend korrigieren, sonst wird das angestrebte Anbauverbot zum Papiertiger“, warnt Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsmitglied Peter Warlich anlässlich des Treffens der Naturland Landesvorsitzenden in Fulda.

Das von Bundeagrarminister Schmidt vorgelegte Gesetz sieht vor, dass neben dem Bundeslandwirtschaftsministerium fünf weitere Ministerien einem Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen zustimmen müssen, wenn Deutschland ein Verbot im EU-Zulassungsverfahren über die EU-Kommission erwirken will (sog. Opt out). Wenn sich die sechs Ministerien darauf nicht einigen, kann der Bund nur noch mit Zustimmung des Bundesrates ein nationales Verbot erlassen, oder er überlässt es allein den Bundesländern, jeweils für ihr Gebiet Anbauverbote zu erlassen. „Minister Schmidt macht sich hier einen schlanken Fuß, indem er die Verantwortung für ein Anbauverbot auf die Bundesländer abwälzt, dadurch droht Deutschland ein Gentechnik-Flickenteppich zu werden“, warnt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Naturland Bäuerin Gertraud Gafus.

Verbraucher lehnen Gentechnik ab

„Die Mehrheit der deutschen Verbraucher will keine Gentechnik auf deutschen Äckern. Das kann die Bundesregierung nicht ignorieren“, sagt Gafus. „Bundeskanzlerin Merkel und ihre Kabinettskollegen stehen in der Pflicht, die Verbraucher und die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft durch ein konsequentes und bundesweites Anbauverbot zu schützen“, so Gafus weiter.

Die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft ist schon jetzt mit Kontaminationen konfrontiert. Die Vorbeugung von Kontaminationen stellt einen gewaltigen technischen Aufwand dar und sorgt für enorme Kosten. Diese Kosten werden am Ende nicht von den Verursachern sondern von den Verbrauchern und Landwirten getragen. „Durch ein aufgeweichtes Anbauverbot steigen die Risiken für Kontaminationen und stellen für Landwirte ein existenzbedrohendes Risiko dar“, so Naturland Bauer Peter Warlich.

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2016 – Ein Jahr der großen Herausforderungen

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim. 28.10.2016. Es ist geschafft. Die 2016er Weintrauben sind nun geerntet und die Moste gären im Keller. Wenn man die Winzerinnen und Winzer um ihre Einschätzung zum Jahrgang bittet, bekommt man zunächst gesagt, dass die Qualitäten hervorragend sind, zumindest die der Trauben, die geerntet werden konnten. Das ist der Wermutstropfen, denn es gibt teils hohe Mengenverluste. Es lassen sich keine Aussagen darüber treffen, ob es das eine Anbaugebiet stärker als das andere getroffen hätte. Es gibt Betriebe mit starken Verlusten, aber auch genauso welche mit sehr zufriedenstellenden Erntemengen, sogar innerhalb einer Region.
Dieser Sommer war über alle Anbaugebiete hinweg zunächst viel zu feucht. Gerade um die Zeit der Rebblüte herum, Mitte Juni, hatte es fast pausenlos geregnet. Kein leichter Landregen, sondern lokale Starkregenereignisse, die so manchen kleinen Bach innerhalb kürzester Zeit über die Ufer treten ließen und ganze Dörfer verwüsteten. In der sensiblen Phase der Blüte ist die Weinrebe besonders anfällig für den Befall durch die Peronospora, den sogenannten falschen Mehltau. Und der hatte in diesem Jahr optimale Bedingungen. Die zweite Hälfte des Sommers, ab Ende Juli bis in den September hinein, war für die Trauben perfekt. Das warme und trockene Wetter hat zu hervorragenden Qualitäten geführt.
Um den falschen Mehltau zu bekämpfen, gibt es im ökologischen Weinbau nur eingeschränkte Möglichkeiten. Erlaubt sind verschiedene Kupferpräparate, welche in entsprechenden Abständen im Rahmen des Pflanzenschutzes ausgebracht werden. Aufgrund der vielen Starkregenereignisse war es in diesem Jahr für die Biowinzer extrem kräftezehrend.
Eine weitere Möglichkeit, die Risiken zu minimieren ist der Anbau pilzresistenter Sorten, die sogenannten PIWIS. Diese sind weit weniger anfällig, waren in diesem Jahr aber auch betroffen. PIWIS ersetzen zudem nicht die klassischen Sorten wie Riesling oder Spätburgunder, sie ergänzen das Portfolio der Betriebe lediglich.
In Verbindung mit den Kupfermitteln hatten die Winzer bis 2013 durch den Einsatz von Kalium-Phosphonat als Pflanzenstärkungsmittel die Bekämpfung der Peronospora gut im Griff. Bereits Ende der 1980er Jahre, kurz nach Gründung des ECOVIN Verbandes, hat man sich im Bioweinbau gemeinsam mit den Beratern Gedanken gemacht und Kalium-Phosphonat als effektives Mittel gegen den falschen Mehltau identifiziert. Kalium-Phosphonat wird von der Pflanze aufgenommen und regt die pflanzeneigenen Abwehrkräfte an. Es ist toxikologisch unbedenklich und zu guter Letzt wird es bei heftigem Regen nicht direkt wieder abgewaschen. Doch dann traten 2013 Änderungen im europäischen Pflanzenschutzgesetz in Kraft, welche Kalium-Phosphonat der Gruppe der Pflanzenschutzmittel zuordneten. Solche haben komplizierte Listungsverfahren zur Folge, und dieses hängt an einer wichtigen Stelle fest. Auf die Problematik hat ECOVIN seit Jahren hingewiesen. „Es ist äußerst wichtig, dass Kalium-Phosphonat, von der EU für den Bioweinbau wieder zugelassen wird. Wir brauchen Planungssicherheit im Pflanzenschutz. Nur so wird der ökologische Weinbau wieder zukunftsfähig! Wichtig ist nun, dass die Zeit bis zur nächsten Saison, intensiv genutzt wird, um in Verhandlungen mit Brüssel, unser Ziel zu erreichen.“ so Andreas Hattemer, Vorsitzender von ECOVIN.

Die Pressemitteilung im pdf-Format und Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.

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Die genetische Grundlage unserer Ernährung ist in Gefahr – Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober

Pressemitteilung am 13. Oktober 2016

Gräfelfing – Zum Tag der Welternährung am 16. Oktober macht Naturland auf die Bedeutung der Kleinbauern zur Ernährungssicherung aufmerksam. Auch der gerade erschienene Welthunger-Index 2016 setzt auf die nachhaltige Steigerung der Produktivität von Kleinbauern. Der freie Zugang zu Saatgut und Sortenvielfalt ist dabei eine Voraussetzung – was aber jetzt mit der Übernahme von Monsanto durch Bayer passiert, ist genau das Gegenteil.

„Die Macht der Saatgut- und Pestizidkonzerne bedroht schon heute die genetische Grundlage unsere Ernährung“, warnt der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester anlässlich des Welternährungstags. Eine große genetische Bandbreite ist jedoch wichtig, damit sich Kulturpflanzen an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen können. Genau das fordern auch die Nachhaltigkeitsziele, denen sich Deutschland verpflichtet hat.

Nachhaltigkeitsziele fordern genetische Vielfalt im Kampf gegen Hunger

Vor gut einem Jahr sind auf dem Sondergipfel der Vereinten Nationen die „Sustainable Development Goals“ (SDGs) verabschiedet worden. Im Nachhaltigkeitsziel 2 geht es darum, den Hunger zu beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung zu erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Explizit wird darin gefordert, die genetische Vielfalt von Saatgut und Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustieren zu bewahren und auch den Zugang dazu zu sichern. Mit der Fusion von Bayer und Monsanto entsteht dagegen ein Megakonzern, der weltweit fast ein Drittel des Saatgutes kontrollieren wird.

Kleinbauern bei der ökologischen Intensivierung unterstützen

Der Öko-Landbau setzt auf autarke, standortgerechte Anbausysteme. Angepasste Lösungen sind vielfältig und leben von einer Vielfalt an lokalen Sorten, die an Klima und Umwelt angepasst sind und Kleinbauern gute Erträge sichern. Ein gutes Beispiel dafür findet man in Peru, auf über 3.500 Metern Höhe. Die Naturland Kleinbauernkooperative Agropia kultiviert über 400 verschiedene Kartoffelsorten, die gute und sichere Erträge trotz der schwierigen lokalen Bedingungen bringen.

Das Modell Bayer-Monsanto hingegen setzt auf patentiertes Hochleistungssaatgut im Kombipaket mit Kunstdünger und Pestiziden, für das nicht nur die Bauern teuer bezahlen. „Wenn Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf Bayer setzt, dann macht er den Bock zum Gärtner“, kommentiert Hohenester. Schmidt hatte die Übernahme begrüßt und die feste Erwartung geäußert, dass Bayer seine Nachhaltigkeitsstrategie auch auf die neuen Unternehmensteile übertragen werde.

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Andreas Ziermann
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Klimaschutz braucht wirksame Ziele – Naturland fordert erhebliche Nachbesserungen am Klimaschutzplan der Bundesregierung

Pressemitteilung, 30.09.2016

Gräfelfing – Naturland fordert in einer Stellungnahme zum Klimaschutzplan 2050 erhebliche Nachbesserungen am Entwurf der Bundesregierung. „Ohne die Festschreibung wirksamer und verbindlicher Etappenziele zur CO2-Reduktion wird Deutschland die Klimaziele von Paris nicht erreichen können. Die Bundesregierung muss jetzt ihren eigenen Ankündigungen zum Klimaschutz Taten folgen lassen und den Klimaschutzplan 2050 ambitioniert nachbessern“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Freitag in Gräfelfing. Andernfalls drohe der ganze Plan zur Farce zu werden, warnte er.

Anfang September hatte das Bundesumweltministerium den Klimaschutzplan 2050 zur nationalen Umsetzung des Klimaabkommens von Paris vorgelegt. Im Abstimmungsprozesses zwischen Kanzleramt, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium wurde das Papier dann immer weiter zusammengestrichen. So fehlen im fertigen Entwurf wirksame Ziele zur CO2-Reduktion für alle wesentlichen Sektoren, vom Verkehr über die Landwirtschaft bis zum Energiesektor.

Potenzial des Öko-Landbaus für den Klimaschutz nutzen

Dabei ist allein die Landwirtschaft für rund zwölf Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Klimaziele können deshalb nur erreicht werden, wenn die Emissionen aus der Landwirtschaft wie geplant bis 2050 halbiert werden. Doch dafür braucht es einen grundlegenden Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft hin zu mehr Ökologie und Nachhaltigkeit, forderte Hohenester: „Wir müssen mehrere Hebel gleichzeitig bedienen. Die Nutztierhaltung muss an die Fläche angepasst werden, der Konsum tierischer Lebensmittel muss sinken und das Dauergrünland muss geschützt werden“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Wie die Landwirtschaft vom Mitverursacher des Klimawandels zu einem entscheidenden Teil der Lösung des Problems werden kann, zeigt seit Jahrzehnten der Öko-Landbau. So können humusreiche Öko-Böden mehr CO2 aufnehmen und speichern als sie abgeben. Durch die Flächenbindung in der Tierhaltung wiederum haben Öko-Betriebe geringere Tierzahlen und einen geringeren Futtermittelbedarf, wodurch die Treibhausgasemissionen – insbesondere der Methan-Ausstoß – deutlich reduziert werden.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass Umweltministerin Barbara Hendricks die Ausweitung des Öko-Landbaus auf 20 Prozent bis 2030 als Maßnahme gegen den Klimawandel im Klimaschutzplan verankert hat“, betonte Hohenester. Um dieses Ziel zu erreichen, muss allerdings das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) deutlich aufgestockt werden. Darüber hinaus müssen die Forschungsmittel für den Öko-Landbau signifikant erhöht werden, forderte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

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Auch bei Öko-Kaffee gibt es Unterschiede – Naturland zum Welttag des Kaffees am 1. Oktober

Pressemitteilung, 29.09.2016

Gräfelfing – Am 1. Oktober ist Weltkaffeetag. Kaffee ist das mit Abstand meist getrunkene Getränk in Deutschland. Der Pro-Kopf-Konsum lag im vergangenen Jahr bei 162 Litern. Die Verbraucher sind anspruchsvoll was seine Zubereitung betrifft, aber auch ein Blick auf den Anbau lohnt. Kaffee wird auf über zehn Millionen Hektar in 70 Ländern rund um den Globus angebaut, wobei die Anbauweisen sehr verschieden sind. „Naturland-Kaffee wird in standortgerechten Anbausystemen mit Schattenbäumen kultiviert und leistet dadurch einen echten Beitrag für Umwelt und Klima“, betont der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester anlässlich des Weltkaffeetages.

Im Wesentlichen wird Kaffee in zwei verschiedenen Anbauverfahren erzeugt, in Monokultur oder als Mischkultur in Agroforstsystemen. Naturland geht im Kaffeeanbau weit über die EU-Öko-Verordnung hinaus und schreibt in seinen Richtlinien standortgerechten Kaffeeanbau in Agroforstsystemen mit Schattenbäumen vor. Dieses besonders nachhaltige Anbausystem geht mit vielen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen einher.

Vielfältige Umweltleistungen und Klimaschutz

Kaffee-Agroforstsysteme erbringen vielfältige Umweltleistungen: Sie schützen den Boden vor Erosion, tragen zum Schutz von Wassereinzugsgebieten bei und dienen als Puffer gegen Klimaextreme. Auch liegen die meisten Kaffeeanbaugebiete in Gebieten mit hoher Artenvielfalt, weshalb ihnen eine überragende Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität zukommt. Viele Studien belegen eine wesentlich höhere Zahl von Tier- und Pflanzenarten in Kaffee-Agroforstsystemen als in Sonnenkaffee-Plantagen.

20 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus der Vernichtung von Tropenwäldern. Naturnahe Agroforstsysteme mit Kaffee leisten dagegen einen Beitrag zur Erhaltung des tropischen Waldgürtels. Studien belegen zudem, dass ökologische Schattenkaffeepflanzungen mindestens eine Tonne mehr Kohlenstoff pro Hektar binden als Kaffeeplantagen ohne Schattenbäume, weil mehr Biomasse erzeugt wird, die im Boden zu Humus aufgebaut wird. Das entspricht 3,7 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr.

Nachhaltig und multifunktional – ein Plus für die Bauern

Ein diversifiziertes Anbausystem, wie es Naturland Kaffee-Bauern pflegen, ist resilient, das bedeutet, es kann sich besser an Klimaveränderungen anpassen, was zunehmend wichtiger wird. Darüber hinaus bringen die vielen nutzbaren Bäume insbesondere für Kleinbauern auch wirtschaftliche Vorteile. Für die Selbstversorgung ernten sie Bananen, Avocados, Mangos, Heilpflanzen, Brennholz, Bauholz und viele weitere Produkte. Diese zusätzlichen Einkommensquellen tragen zu einer größeren wirtschaftlichen Sicherheit und Unabhängigkeit der Landwirte bei.

Dass nur die Verbindung von Öko und Fair wirklich nachhaltig ist, hat unlängst auch die Stiftung Warentest (05/2016) bestätigt. In einem Vergleich von sechs verschiedenen Zertifizierungen kamen die Prüfer zu dem klaren Urteil: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“

Pressesprecher
Markus Fadl

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
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