Die ganze Vielfalt bei Naturland – Naturland & Partner auf BioSüd (25.09.) in Augsburg und BioNord (09.10.) in Hannover

Pressemitteilung, 19.09.2016

Die ganze Vielfalt bei Naturland

Augsburg/Hannover – „Naturland Qualität. Regional und weltweit“: Unter diesem Motto präsentiert Naturland auf der BioSüd in Augsburg und der BioNord in Hannover wieder eine einzigartige Produktvielfalt in Öko und Fair. Insgesamt 20 Naturland Partner nehmen an den Gemeinschaftsständen auf den Messen teil.

In der Vielfalt ihrer Produkte sind all diese Unternehmen miteinander verbunden durch das Naturland Qualitätsverständnis. Denn ob Säfte und Sirups vom heimischen Holunder, Feinkost aus der Toskana, Schokolade mit fairem Kakao aus Lateinamerika oder öko-faire Milch aus Brandenburg oder Oberbayern: Alle Lebensmittel mit Naturland oder Naturland Fair Zeichen werden nach den gleichen strengen Richtlinien hergestellt: Öko, Sozial und Fair.

Auf den beiden Bio-Regionalmessen können Sie die ganze Vielfalt in Naturland Qualität erleben. Auf der BioSüd nehmen 18 Naturland Partner am Gemeinschafsstand teil, sieben davon mit Naturland Fair Zertifizierung. 39 weitere Naturland Partner finden sich mit ihren Ständen auf der übrigen Messe verteilt. Auf der BioNord sind 15 Naturland Partner am Gemeinschaftsstand vertreten, sechs davon mit Naturland Fair Zertifizierung. Zusätzlich präsentieren 28 weitere Naturland Partner ihre vielfältigen Produkte in der Messehalle.

Holundersirup vom Naturland Geflügelhof

Erstmals mit dabei auf der BioSüd ist der Naturlandhof Heinzler aus dem Linzgau (Baden-Württemberg) mit Produkten aus seiner neuen Holunderlinie. Familie Heinzler führt einen Geflügelbetrieb, auf dem Bio-Puten im Freiland unter Holunderbüschen geradezu ideale Lebensbedingungen finden. Aus den Blüten werden dann der Holundersirup „Heinzler’s Holly“ und der Holundermuttersaft „Heinzler’s Holder“ gewonnen. Dafür haben die Heinzlers direkt vor Ort einen Verarbeiter gefunden. Was als artgerechte Gestaltung des Freilandgeheges begann, ist so inzwischen zum zweiten Standbein des Betriebs geworden.

Auf der BioNord ist die HerbaPack GmbH erstmals mit dabei am Naturland Gemeinschaftsstand. Das Unternehmen aus Thüringen ist spezialisiert auf Bio-Tee sowie exotische und einheimische Bio-Gewürze. HerbaPack pflegt enge Beziehungen und eine langfristige Zusammenarbeit mit seinen bäuerlichen Erzeugern in aller Welt und engagiert sich als Partner des Naturland Projekts www.oekobauer-gesucht.de auch für die Weiterentwicklung des heimischen Öko-Landbaus.

Hintergründe zur Entwicklung des Öko-Landbaus in Europa

Neben den innovativen Produkten unserer Partner finden Sie bei Naturland auch hilfreiche Materialien zur Verbraucherkommunikation über Öko sowie Hintergrundinformationen zur Entwicklung des Öko-Landbaus. So liefert die jüngste Ausgabe des Handbuchs „Ökologischer Landbau in Europa – Perspektiven und Entwicklungen“ genaue und umfassende Daten zur aktuellen Lage der Öko-Branche nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Naturland hat die deutsche Ausgabe des von der IFOAM EU-Gruppe herausgegebenen Handbuchs betreut.

Das Handbuch wird auf beiden Regionalmessen am Naturland Stand erhältlich sein – ebenso wie eine aktuelle FiBL-Studie zur Frage, wie die gemeinsame Agrarpolitik der EU den Öko-Landbau voranbringen könnte. Die Studie, die von Naturland gemeinsam mit dem Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der IFOAM EU-Gruppe herausgegeben wird, wurde durch die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Union kofinanziert.

Naturland auf der BioSüd, 25. September 2016, Augsburger Schwabenhallen:

Besuchen Sie den Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 5, Stand 5-F06, von 09.00 bis 17.30 Uhr. Sie finden dort folgende Naturland Partner:

Biopilzhof GmbH
followfood GmbH / followfish
Friedrich Bläuel & Co. GmbH / Mani Bläuel
GEPA – The Fair Trade Company
Gläserne Molkerei GmbH
Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH
Isana Naturfeinkost GmbH & Co. KG / bio-verde
Käserebellen GmbH
LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs-GmbH
Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG
Merchant & Friends – The Coffee Roasters
Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG
Naturlandhof Heinzler
Ökofrost GmbH / Biopolar
Pichler Biofleisch Vertriebs-GmbH & Co. KG
Sanatur GmbH
Schlossbrauerei Stein Wiskott GmbH & Co. KG
Wechsler Feinfisch GmbH / BioMare

Naturland auf der BioNord, 09. Oktober 2016, Deutsche Messe Hannover:

Besuchen Sie den Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 4, Stand 4-G10, von 09.00 bis 17.30 Uhr. Sie finden dort folgende Naturland Partner:

Biopilzhof GmbH
Friedrich Bläuel & Co. GmbH / Mani Bläuel
followfood GmbH / followfish
GEPA – The Fair Trade Company
Gläserne Molkerei GmbH
HerbaPack GmbH
Lobetaler Bio-Molkerei, Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH
Isana Naturfeinkost GmbH & Co. KG / bio-verde
Käserebellen GmbH
LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs GmbH
Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG
Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG
Ökofrost GmbH / Biopolar
Sanatur GmbH
Wechsler Feinfisch GmbH / BioMare

Kontakt:
Martina Romanski
Marketing/PR

Naturland Zeichen GmbH
Kleinhaderner Weg 6
82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 73
Fax: +49 (0) 89 – 89 80 82 973
www.naturland.de
www.oekobauer-gesucht.de




Öko-Landbau stärken als Antwort auf Krise der Landwirtschaft – Naturland zu den Beratungen des Bundestags zum Agrarhaushalt 2017

Pressemitteilung, 06.09.2016

Gräfelfing/Berlin – Naturland fordert die Bundestagsabgeordneten auf, den zaghaften Entwurf der Bundesregierung zum Agrarhaushalt 2017 zu korrigieren. „Mit seinem völlig mutlosen Haushaltsentwurf verschenkt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Chance, einen Weg aus der aktuellen Krise der konventionellen Landwirtschaft zu weisen“ sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Dienstag in Gräfelfing: „Wir brauchen aber keine Politik des Durchwursteln, sondern ein klares Signal für mehr Öko-Landbau als Antwort auf die Krise. Jetzt ist es an den Abgeordneten, durch Korrekturen am Entwurf des Bundesministeriums in den anstehenden Beratungen dieses positive Signal doch noch zu setzen“, sagte Hohenester.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt wird am Donnerstag den vom Kabinett beschlossenen Haushaltsentwurf für sein Ressort erstmals im Bundestag vorstellen. Schmidt hatte sich in der Vergangenheit zwar immer wieder zum Ziel der Bunderegierung bekannt, den Öko-Landbau auf 20 Prozent auszuweiten. Im Haushaltsentwurf ist von diesem ambitionierten Ziel allerdings nichts zu sehen.

So verharrt ausgerechnet das zentrale Instrument für eine Ausweitung des Öko-Landbaus, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), auf der Stelle. „Wir fordern eine Aufstockung des BÖLN von derzeit 17 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro, um einen wirklichen Durchbruch in der Fläche zu erreichen“, sagte Hohenester.

Zukunftsstrategie droht zum Papiertiger zu werden

Dank der starken Nachfrage nach Bio-Produkten stellt die ökologische Lebensmittelwirtschaft für immer mehr Bauern eine echte Alternative zur konventionellen Massen-Produktion dar. Darüber hinaus ist der Öko-Landbau die Form der Landwirtschaft, die Umwelt und Klima schont. Dies hat eigentlich auch Bundesminister Schmidt erkannt und im Sommer 2015 mit der „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ ein Programm zur Beschleunigung der Ausweitung des Öko-Landbaus angekündigt.

„Allerdings zieht Minister Schmidt daraus keinerlei finanzielle Konsequenzen“, kritisierte Hohenester. „Und ohne ausreichend finanzielle Ausstattung droht die Zukunftsstrategie zum Papiertiger zu werden“, warnte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

„Jetzt müssen die Abgeordneten des Bundestags ein klares Signal für mehr Öko und für eine echte Veränderung im Agrarbereich geben. Nur durch eine signifikante Aufstockung des BÖLN kann die Bundesregierung ihre eigenen ehrgeizigen Ziele zur Ausweitung des Öko-Landbaus erreichen“, unterstrich Hohenester abschließend.

Pressekontakt

Markus Fadl
Pressesprecher

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.

Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
www.naturland.de, www.oekobauer-gesucht.de




Ausgezeichnete Umweltbildung: Green City e.V. ist Lernort des UNESCO Weltaktionsprogramms

Pressemitteilung
München, 17. August 2016

Die Münchner Umweltorganisation Green City e.V. wurde im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung für seine Bildungsprojekte und die gelebte Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das UNESCO Weltaktionsprogramm ist der Nachfolger der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Wie kann Nachhaltigkeit fest in den Strukturen der deutschen Bildungslandschaft verankert werden? Beim ersten nationalen Agendakongress BNE verliehen die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Verena Metze-Mangold Auszeichnungen an gute Beispiele gelebter Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Green City e.V. wurde als einer von deutschlandweit 65 Lernorten ausgezeichnet, die Nachhaltigkeit in den Strukturen des deutschen Bildungssytems verankern und damit eine Vorreiterrolle einnehmen.

Die Münchner Umweltorganisation zeigt, dass Klimaschutz Spaß macht und Lebensqualität nicht mit klimaschädlichen Aktivitäten zusammenhängt. Dabei redet Green City e.V. nicht nur über die Senkung von Treibhausgasen, sondern treibt diese mit konkreten Maßnahmen und Aufklärungsarbeit voran. Umweltbildungsprojekten zum Thema Energieeinsparung und Energieeffizienz, Aktivitäten zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs sowie gemeinschaftliche Begrünungsaktionen demonstrieren, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung funktioniert. Alle Projekte von Green City e.V. fördern aktive Teilhabe, um eigenverantwortlich die Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Damit sorgt Green City für gutes Klima und erreicht pro Jahr knapp 8000 Lernende.

Veronika Fröhlich aus dem Umweltbildungsteam von Green City e.V. freut sich über die Auszeichnung: „Mit unseren Projekten wie der Energieschule München oder Carrotmob macht Schule zeigen wir unseren TeilnehmerInnen, wie sie selbst mit einfachen Verhaltensänderungen Einfluss auf eine nachhaltige Zukunft nehmen können und legen den Grundstein für ein umweltbewusstes Leben. Dass wir dafür nun von der UNESCO als Lernort ausgezeichnet wurden, macht uns stolz.“

Green City stellt seine Bildungsprojekte auch auf der Homepage www.bne-portal.de vor.

Hochaufgelöste Pressefotos können Sie hier kostenfrei herunterladen:
https://goo.gl/9kpfIm

Ihre AnsprechpartnerInnen bei Green City e.V.:
Katja Sorg, Kommunikation
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -312
Veronika Fröhlich, Umweltbildung
Mail: veronika.fröhlich@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -330

Über Green City e.V.
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltorganisation für ein grüneres München aktiv. 25 MitarbeiterInnen setzen sich zusammen mit rund 1.500 Ehrenamtlichen und Mitgliedern für stadtverträgliche Mobilität, verantwortungsvollen Umgang mit Energie, nachhaltige Stadtgestaltung, und Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. 150 Projekte und Veranstaltungen pro Jahr bieten Umweltschutz zum Anfassen und Mitmachen. Weitere Informationen unter www.greencity.de.

Über Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO Weltaktionsprogramm (2015-2019) ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben.




Bundesregierung muss Zukunftschancen durch Umschichtung der EU-Agrargelder nutzen

Pressemitteilung vom 17.08.2016

Mainz/Darmstadt/Gräfelfing, 17. August 2016. Bioland, Demeter und Naturland fordern die Bundesregierung auf, jetzt 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen der 1. Säule zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutzmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. Dieser Spielraum der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) muss genutzt werden, um die nationalen Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Einkommen nachhaltig wirtschaftender Betriebe langfristig zu sichern.

Für eine Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit ermöglicht es die EU, 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen aus der 1. Säule für gezielte Agrarumweltmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. In Deutschland werden bisher nur 4,5 Prozent umgewidmet. So verpasst die Bundesregierung bislang die Chance, wichtige Ziele ihrer Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen.
„Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Ziele im Umweltschutz und zur Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der Agrarfläche erreichen will, muss sie die EU-Agrargelder entsprechend umwidmen“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. „Mit der Umschichtung von weiteren 10,5 Prozent stünden den Bundesländern ab 2019 jährlich rund 500 Mio. Euro für eine Honorierung der Betriebe für Mehrleistungen im Umwelt-, Klima-, und Tierschutz zur Verfügung. Die Bezahlung dieser öffentlichen Güter sichert so einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen Einkommen.“

In einigen Bundesländern sind schon jetzt, im ersten Drittel der Förderperiode, wichtige Agrarumweltmaßnahmen und die Ökolandbauförderung wegen Unterfinanzierung gestrichen worden. So werden im Saarland keine neuen Anträge für die Förderung des Ökolandbaus angenommen. In Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden weitere wichtige Agrarumweltmaßnahmen gestoppt. „Hier werden echte Rückschritte bei der Ökologisierung der Landwirtschaft riskiert“, warnt Demeter Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schmid, und weiter: „Landwirte brauchen Planungssicherheit, um auf ökologischen Landbau umzustellen, gerade in der derzeitigen Preiskrise. Deshalb muss die Bundesregierung jetzt eine zukunftsweisende Entscheidung treffen, die den Ländern erlaubt, diese Planungssicherheit wiederherzustellen und Landwirte bei der Entscheidung für den Ökolandbau zu unterstützen.“

Rund 40 Prozent der Agrar-Direktzahlungen landen bei den Verpächtern und tragen somit wesentlich zur Steigerung der Pachtpreise bei. Dies schmälert die Einkommenswirkung für die Landwirte. Die erste Säule bleibt ineffizient. Auch die Umweltleistungen, die mit der 1. Säule über das Greening erbracht werden, leisten keinen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele. „Die Agrar-Direktzahlungen haben trotz des 2014 eingeführten Greening´s keinen bedeutenden positiven ökologischen Effekt. Im Gegenteil, in der derzeitigen Höhe zementieren sie die Verhältnisse und schwächen das Budget für effektive Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahme der 2. Säule“, sagt Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland. „Entscheidend ist daher, dass so viele Mittel wie möglich umgeschichtet werden. Es muss zweckgebunden in landwirtschaftliche Betriebe investiert zu werden: für Öko-Landbau, Arbeitsplätze, Klima-, Tier- und Gewässerschutz“, betont Hohenester.

Zum Positionspapier der Verbände „Zukunftschancen der Gemeinsamen Agrarpolitik für Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz nutzen“
http://www.naturland.de/images/Pressemitteilungen/PMs2016/160728-Verbndepapier-GAP-Zukunftschancen-nutzen.pdf

Ansprechpartner:

• Bioland:
Geschäftsleiter Agrarpolitik und Kommunikation: Gerald Wehde
Tel.: 06131/239 79 20
E-Mail: gerald.wehde[at]bioland.de

• Demeter:
Politik und Öffentlichkeitsarbeit: Antje Kölling
Tel.: 030/54 86 08 84
E-Mail: antje.koelling[at]demeter.de

• Naturland:
Referent Agrarpolitik Sebastian Mittermaier
Tel.: 089/89 80 82 27
E-Mail: s.mittermaier[at]naturland.de




Infos für Praktiker zum Öko-Pflanzenbau – Naturland zeigt ökologischen Landbau auf den DLG-Feldtagen vom 14. bis 16. Juni in Haßfurt

Pressemitteilung, 02.06.2016

Gräfelfing/Haßfurt – Wie ökologischer Pflanzenbau in der Praxis erfolgreich funktioniert, das zeigt Naturland als einziger Öko-Verband interessierten Fachbesuchern auf den DLG-Feldtagen auf dem Gut Mariaburghausen im unterfränkischen Haßfurt. Auf mehreren Demo-Parzellen können verschiedene ökologische Sortenversuche und neue Anbaustrategien begutachtet werden.

„Wir präsentieren altbekannte und bewährte Sorten, aber auch Sorten, die gerade aus der Öko-Wertprüfung kommen und damit in diesem Sommer neu auf den Markt kommen, wie z.B. der Winter-Weizen Adesso“, erklärt Werner Vogt-Kaute, Fachberater und Ansprechpartner für die DLG-Feldtage bei Naturland. Besucher können sich am Naturland Stand zudem über ökologische Maschinen-, Dünge- und Pflanzenschutzstrategien informieren.

Neue Öko-Züchtungen bei Winter-Erbsen

Im Öko-Landbau sind Körnerleguminosen wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen neben Klee das zentrale Element in der Fruchtfolge. Die Stickstoff bindenden Pflanzen ersetzen im Zusammenspiel mit organischem Dünger den im Öko-Landbau verbotenen mineralischen Stickstoffdünger. Sortenwahl und richtige Anbaustrategien von Leguminosen sind somit elementar für den Öko-Landwirt.
Mit dabei im Feldversuch sind die beiden neu zugelassenen Winter-Erbsen der Naturland Marktgesellschaft, Pandora und Specter. Sie sind langstrohig und weißblühend, eine Kombination, die es bislang noch nicht gab. Bisher waren alle langstrohigen Winter-Erbsen buntblühend und damit bitterstoffhaltig. Die neuen weißblühenden, bitterstoffarmen Sorten lassen sich wesentlich besser verfüttern und standen daher schon lange auf der Wunschliste von Geflügel- und Schweinehaltern. Die Langstrohigkeit im Gemengeanbau mit Getreide bedeutet zudem eine gute Unkrautunterdrückung.

Kompetente Beratung für Umstellungsinteressenten

Naturland ist der einzige Öko-Verband unter den Ausstellern bei den DLG-Feldtagen. „Es ist wichtig, dass wir als erfahrene Öko-Bauern auch auf stark konventionell geprägte Messen gehen, um den Öko-Landbau voran zu bringen“, erläutert Naturland Fachberater Werner Vogt-Kaute, der vor Ort als Ansprechpartner für die Fachbesucher zur Verfügung steht. „Nur so kommen wir zu der dringend notwendigen Ausweitung der Öko-Anbaufläche in Deutschland“, betont Vogt-Kaute.

Die Naturland Fachberatung erwartet Sie auf dem Außengelände an Stand VC23 und steht für alle Fragen von Umstellungsinteressenten oder bereits ökologisch wirtschaftenden Betrieben zur Verfügung. Sollten Sie sich für eine Umstellung nach Naturland Richtlinien interessieren, können Sie sich direkt am Stand ein Umstellungsinfo-Paket abholen oder unter www.oekobauer-gesucht.de bestellen.

„Dieser Messeauftritt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.“

Markus Fadl

Pressesprecher

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Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.

Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing

Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31
Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389

www.naturland.de
www.oekobauer-gesucht.de




Basis-Kurs Solidarische Landwirtschaft 08. – 10. Juli 2016 auf Hof Tangsehl

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft bietet auch dieses Jahr wieder einen Basis-Kurs für Initiativen und Solidarhöfe im Aufbau sowie für Interessierte an. Der Kurs richtet sich an interessierte Einsteiger (Erzeuger und Verbraucher) sowie Netzwerker und Menschen, die sich in ihrem beruflichen Kontext fortbilden wollen. Wir bieten eine fundierte Einführung in die Wirtschaftsform Solawi und gehen ganz praktisch an die Planung und den Aufbau eines Solidarhofes heran. Dabei werden allgemeine Faktoren, Schritte und Prozesse verdeutlicht, die speziell für den Aufbau einer Solawi wichtig sind (z.B. bei Kommunikation, Organisation und Planung). Wir lernen mit verschiedenen Methoden und im lebendigen Austausch mit den Menschen vom Solawi-Hof Tangsehl die Kernaspekte von Solawi kennen.

Unser Ziel ist, dass die TeilnehmerInnen am Ende eine Vorstellung davon haben, wie sie eine Solawi selbst ins Leben rufen können, was dabei zu beachten ist und welche Potentiale dieses Konzept für die Zukunft bietet. Weiterführende Beratung, Kontakte und Materialien werden wir ebenfalls zur Verfügung stellen.

Referenten

M.Sc. Katharina Kraiß: Studium in Witzenhausen; Gründungsmitglied und Begärtnerte in der Solawi Freudenthal. Vertritt die Solawi Freudenthal im Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und ist im Netzwerk in der Koordination und Geschäftsstelle aktiv. Bachelorarbeit und Masterarbeit zum Thema CSA / Solidarische Landwirtschaft.

M.Sc. Gabriel Erben: Studium in Witzenhausen; aktives Solawi-Mitglied der Solawi Freudenthal seit 2012. Masterarbeit zum Thema Arbeitsbedingungen in der Solidarischen Landwirtschaft. Seit 2015 Bildungs-Veranstaltungen zum Thema Solawi.

Weitere Infos unter www.solidarische-landwirtschaft.org

Der organisatorische Rahmen Kursprogramm-Übersicht
Wann

Freitag 08.07. bis Sonntag 10.07.2016

Wo

Solawi-Hof Tangsehl, Tangsehl 2, 21369 Nahrendorf

Kosten

200 € inklusive Unterkunft, Verpflegung, Material und Seminarbeitrag

TeilnehmerInnen

10 – 25

Referenten

Gabriel Erben, Katharina Kraiß und die Hofleute in Tangsehl

Kontakt

Gabriel Erben // +49 (0) 151 59443169

Anmeldung

Per Email mit Namen und Kontakt (Adresse, Tel.) an anmeldung@solidarische-landwirtschaft.org bei Anzahlung von 50€ mit Verw.-Zweck Solawi-Workshop 2016 auf das Konto des Trägervereins

Anmeldeschluss 20.06.2016

Solidarische Finanzierung

Wir bemühen uns in Absprache um Kostenverteilung nach dem solidarischen Prinzip. Zudem beantragen wir Fördermittel, um ggf. die Kosten zu senken.

Freitag

ab 15:00 Uhr Ankommen in Tangsehl

16:30 Kennenlernen und Einstieg ins Thema

18:00 Abendessen

21:00 Austausch und Ausklang am Lagerfeuer

Samstag

08:30 Frühstück

09:30 Gründung/Aufbau/Konzeptentwicklung

11:00 Hofführung

13:00 Mittagessen

14:30 Wirtschaftlichkeit

16:00 Kaffeepause

16:30 Prozesse/Erfolgsfaktoren

18:00 Abendessen

21:00 Austausch und Ausklang am Lagerfeuer

Sonntag

08:30 Frühstück

09:30 Thema Reflexion

11:00 Ausblick/Potentiale

12:30 Mittagessen

14:00 Abfahrt

Stand März 2016 – Änderungen vorbehalten

Trägerverein
Solidarische Landwirtschaft e.V.
Gemeinnütziger Verein (Spendenbescheinigungen auf Anfrage)
Registergericht Kassel: VR 4941 – Steuernummer: 2625087842 – K06
Bankverbindung: GLS Bank – IBAN: DE07 4306 0967 4052 5311 00 – BIC: GENODEM1GLS




Richtlinienänderung in der Mitgliederversammlung Biokreis beschließt aktualisierte Medikamentenliste für die Tierhaltung

PRESSEMITTEILUNG

Passau, 18.03.2016: Der ökologische Anbauverband Biokreis e.V. hat am 11. März seine
jährlich stattfindende Mitgliederversammlung in Hohenbercha (Landkreis Freising)
abgehalten. Dabei beschlossen Landwirte, Verarbeiter und Verbraucher gemeinsam unter
anderem eine Änderung des Anhangs IX der Biokreis-Richtlinien, der eine Liste mit
anwendungsbeschränkten und verbotenen Medikamenten in der Tierhaltung enthält. Biokreis
Landwirte sind dazu angehalten, die anwendungsbeschränkten Medikamente möglichst nicht
einzusetzen. Dennoch ist die Verabreichung bei Alternativlosigkeit und Begründung und
Dokumentation durch den behandelnden Tierarzt möglich. Anwendungsverbotene Medikamente
hingegen dürfen keinesfalls eingesetzt werden und sind mit Sanktionen und einer
Aberkennung der Produkte als Biokreis-Ware verbunden.

Tierarzt muss Kenntnisnahme bestätigen
„Unser Ziel war es, die Verfahren zur Medikamentengabe in der Tierhaltung klar und transparent zu kommunizieren und sowohl für Kontrollstellen als auch für Landwirte, Verarbeiter und Verbraucher nachvollziehbar zu machen“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer. Ein wichtiger Aspekt der Richtlinienänderung ist es, dass der Tierarzt die Kenntnisnahme der Liste durch seine Unterschrift bestätigen muss. Die Verbotsliste wurde auf drei Wirkstoffe reduziert, die teilweise krebserregende, mutationsauslösende oder andere gewichtige Nebenwirkungen haben. Festgehalten wurde in der Mitgliederversammlung auch, dass die Medikamentenliste
ständig aktualisiert werden muss.

Neue Besetzung im Vorstand
Auf der Mitgliederversammlung wurde außerdem ein neuer Verbrauchervertreter des Vorstands gewählt. Helmut Prenzyna aus der Oberpfalz wird künftig die Verbraucherseite im Vorstand vertreten. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Franz Strobl (Bayern) sowie Gottfried Erves (NRW), Niko Gottschaller (Bayern), Michael Mack (Baden- Württemberg) und Gerhard Hoffmann (Rheinland-Pfalz) bilden sie künftig das oberste Gremium des Biokreis e.V.

Kontakt:
Ronja Zöls
Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
zoels@biokreis.de
Biokreis e.V.
Stelzlhof 1
94034 Passau
Tel: 0851/75650–0

Biokreis – Wir machen Bio lebendig! Rund 1000 Landwirte und 120 Verarbeiter wirtschaften bundesweit nach unseren Richtlinien. Auch 200 Verbraucher gehören zu unseren Mitgliedern. Gemeinsam gestalten wir kreativ und konsequent ökologischen Landbau. Wir stehen seit 1979 für regionale, vertrauensvolle Netzwerke, Tierwohl, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung und treten basisdemokratisch mit neuen Ideen, politischer Arbeit und wirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere ganzheitliche Vorstellung von Ökolandbau sowie dessen Weiterentwicklung ein.




100.000 Unterschriften gegen Unkrautmittel Glyphosat – foodwatch fordert: Vorsorgeprinzip anwenden, Neuzulassung von Glyphosat stoppen!

Pressemitteilung – Thema: Glyphosat

Berlin/Paris/Amsterdam, 7. März 2016. Vor der für Montag erwarteten Entscheidung der EU über eine weitere Zulassung von Glyphosat protestieren mehr als 100.000 Verbraucherinnen und Verbraucher in einer Online-Petition der Verbraucherorganisation foodwatch gegen das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel. Innerhalb weniger Tage unterzeichneten 109.673 Menschen aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden einen Eil-Appell unter www.glyphosat-aktion.foodwatch.de an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis und forderten, das im europäischen Lebensmittelrecht verankerte Vorsorgeprinzip anzuwenden.

„Die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat sind unter Wissenschaftlern umstritten. Das bedeutet: Für eine Neuzulassung von Glyphosat fehlt die Grundlage. Das europäische Vorsorgeprinzip muss konsequent angewendet werden – Glyphosat darf nicht weiter zugelassen werden, solange der Streit unter Wissenschaftlern andauert“, forderte foodwatch-Pressesprecher Andreas Winkler.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten genutzte Unkrautvernichtungsmittel. In Europa läuft die derzeit geltende Zulassung Mitte 2016 aus. Die Europäische Kommission muss über eine Neuzulassung des Wirkstoffs als Pflanzenschutzmittel entscheiden. Im März 2015 stufte die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Stoff als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein. Anders als die WHO-Krebsforscher bewertete die europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) Glyphosat in ihrer im November 2015 veröffentlichten Analyse als „wahrscheinlich nicht krebserregend“.

Link:
E-Mail-Protestaktion gegen eine Neuzulassung von Glyphosat: www.glyphosat-aktion.foodwatch.de

Pressekontakt:
Andreas Winkler
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Rekordbeteiligung: ECOVIN mit 36 Weingütern auf der ProWein in Düsseldorf

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 03.03.2016. ECOVIN präsentiert sich vom 13.-15. März 2016 mit einer Rekordbeteiligung von 36 Mitgliedsbetrieben auf der internationalen Fachmesse ProWein in Düsseldorf. Eine Neuheit in diesem Jahr ist die *organic lounge*, ein Treffpunkt mit spannendem Vortragsprogramm und Bio-Catering, die ECOVIN zusammen mit den Partnerverbänden Bioland und Demeter organisiert.

Der traditionelle Gemeinschaftsstand von ECOVIN findet sich an altbewährter und zentraler Stelle in Halle 13 C 79-90. Vier Weingüter sind zum ersten Mal am ECOVIN Stand dabei: von der Mosel das Weingut Thorsten Melsheimer aus Reil, das Weingut Staffelter Hof aus Kröv und das ECOVIN Neumitglied Weingut Hoffmann Simon aus Piesport. Erstmalig ist mit dem Weingut Sturm aus Leutesdorf bei Neuwied ein Weingut vom Mittelrhein am ECOVIN Stand vertreten.
An einem offenen Verkostungstisch können Besucher die charakteristischen Spitzenweine der teilnehmenden Weingüter verkosten.

In der von den drei Bioverbänden betriebenen *organic lounge* finden interessante Veranstaltungen zum organisch-biologischen und biodynamischen Weinbau statt.
Ob eine Verkostung der PIWI Gewinnerweine oder eine Talkrunde mit dem Buchautor und Tatort Kommissar Andreas Hoppe, eine Diskussion darüber, was biologischer Weinbau mit Klimaschutz zu tun hat oder das Thema Orange Wine, hier findet das Fachpublikum Anregungen zu aktuellen Themen. Die *organic lounge* wird am Sonntag, 13. März 2016 um 10.30 Uhr offiziell durch die amtierende Deutsche Weinkönigin Josefine Schlumberger eröffnet.
Das Team der *organic kitchen* um Karsten Bessai verwöhnt den Besucher an allen Messetagen mit frischen Speisen aus der Bioküche. Das gesamte Programm finden Sie auf der ECOVIN Homepage.

Folgende 21 ECOVIN Weingüter finden Sie auf dem Gemeinschaftsstand Halle 13 C 79-90:
Weingut Abril, Baden
Weingut Brohl, Mosel
Weingut Brüder Dr. Becker, Rheinhessen
GenussWeingut Castel Peter, Pfalz
Weingut Karl-Werner Faust, Rheingau
Weingut Georg Forster, Nahe
Weingut Johanninger, Rheinhessen/ Nahe
Weingut Hirschhof, Rheinhessen
Weingut Hoffmann-Simon, Mosel
Weingut Hothum, Rheinhessen
Weingut Mohr-Gutting, Pfalz
Weingut Lorenz, Rheinhessen
Weingut Melsheimer, Mosel
Weingut Neumer, Rheinhessen
Weingut Riffel, Rheinhessen
Weingut Thomas Schaurer, Pfalz
Weingut Schönhals, Rheinhessen
Weingut Karl Sonntag, Mosel
Weingut Staffelter Hof, Mosel
Weingut Sturm , Mittelrhein
Weingut Zähringer, Baden

Am Demeter Stand weitere 2 ECOVIN Weingüter mit Doppelmitgliedschaften:
Weingut Gustavshof, Rheinhessen 13 D 80
Weingut Isele, Baden 13 D 80

Auf der Messe sind 13 weitere ECOVIN Weingüter vertreten:
Weingut Graf von Kanitz, Rheingau 14 E20
Weingut Hemer, Rheinhessen 14 D39
Weingut Hirth, Württemberg 13 D120
Weingut Hoflößnitz, Sachsen 14 F71
Weingut Klopfer, Württemberg 13 A121
Weingut Klumpp, Baden 13 E116
Lauffener Weingärtner, Württemberg 14 B60
Weinkontor A. & J. Pflüger, Pfalz 14 B02
Bio- Weingut Rieger, Baden 13 A117
Ökologisches Weingut Schmidt, Baden 13 B110
Weingärtner Stromberg- Zabergäu, Württemberg 14 B60
Weingut Weinreuter, Württemberg 13 D120
Öko- Weingut Zur Römerkelter, Mosel 13 A62

Die Meldung im pdf-Format finden Sie auf unserer Homepage.

Pressekontakt
Susanne Sommer
Kommunikation und Projekte

Mo.-Do. 8 – 16 Uhr & Fr. 8 – 14 Uhr

ECOVIN
Bundesverband Ökologischer Weinbau
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Molkerei Berchtesgadener Land sagt „Nein!“ zu TTIP

Klare Stellungnahme gegen das Freihandelsabkommen / Molkereiprodukte heute und morgen ohne Gentechnik

Von 22.-26.2.2016 steht die zwölfte TTIP-Verhandlungsrunde zwischen den USA und der EU in Brüssel an. Tritt die dort verhandelte Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) in Kraft (geplant: 2016), wird das gravierende negative Folgen für die Agrarwirt-schaft in Deutschland haben. So ist davon auszugehen, dass z.B. das Thema Gentechnik Einzug in Deutschland hält, wie es die amerikanischen Agrarkonzerne wollen. „TTIP bedroht unsere Molkereigenossenschaft sowie die gesamte alpenländische Kulturlandschaft, die sich durch ein Höfesterben deutlich verändern wird“, äußert sich Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land. Gentech-Kennzeichnungsregeln werden voraus-sichtlich eingeschränkt bzw. ganz abgeschafft. „Eine stärkere Orientierung auf den Export ist für die kleinen Landwirte unserer Genossenschaft keine Lösung. Ein liberalisierter transatlantischer Markt wird den Preis- und Kostendruck auf die Milch nochmal verschärfen. Das gefährdet die Existenz vieler deutscher und insbesondere bayerischer Landwirte“, sagt Pointner. Deshalb bezieht die Molkerei Berchtesgadener Land ganz klar gegen TTIP Stellung.

80 % der deutschen Bundesbürger wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. In Zukunft könnten jedoch gentechnisch veränderte und ungekennzeichnete Produkte auf der Tagesordnung stehen – dann nämlich, wenn die zwischen der EU und den USA geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft in Kraft tritt. Dem Druck der amerikanischen Großkonzerne wird die EU nicht standhalten können. Gentech-Zulassungsverfahren werden vereinfacht oder ganz gestrichen, US Gentech-Produkte den EU-Markt fluten. Damit wird der Druck steigen, gentechnisch veränderte Pflanzen auch in der EU anzubauen.

„TTIP bedroht unsere Molkerei-genossenschaft und die alpenländische Kulturlandschaft.“Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land.
„TTIP bedroht unsere Molkerei-genossenschaft und die alpenländische Kulturlandschaft.“ Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land.

Auch wenn die EU Kommission beteuert, dass TTIP die EU-Gentechnikgesetzgebung unangetastet lässt, besteht Grund zur Sorge. Denn die Agro-Gentechnik ist wie jeder andere Bereich Verhandlungssache und läuft damit hinter verschlossen Türen ab. Das Entscheidende ist : Die EU-Gentechnikgesetzgebung ließe sich diskret erledigen. Zwar blieben die Gesetze zunächst auf dem Papier bestehen, aber die Verhandlungspartner einigen sich auf die gegenseitige Anerkennung von Standards und Pro-dukten. Das bedeutet: Was in einem Wirtschaftsraum zugelassen ist, ist auch im anderen zugelassen, und zwar zu den Bedingungen, die im jeweils anderen Wirtschaftsraum gelten. In der Folge könnten die USA den EU-Markt mit einer Vielzahl von Gentech-Pflanzen fluten und dies ohne Kennzeichnung. Damit wäre der zweite Schritt vorprogrammiert: Die Vertragspartner, die ein „lebendiges Abkommen“ verabschiedet haben und jederzeit weitere „Handelshemmnisse“ abbauen können, könnten die Angleichung von Standards vornehmen – Zulassungsverfahren von Gentech-Pflanzen und Kennzeichnungsregeln würden „harmonisiert“. Dabei ist es eher unwahrscheinlich, dass die USA die vergleichsweise höheren EU Standards übernimmt: Zu einflussreich ist die Gentechnik-Lobby.

Milchprodukte: Natürlich ohne Gentechnik – jetzt und in Zukunft

Aus diesen Gründen spricht sich die Molkerei Berchtesgadener Land ganz klar gegen TTIP aus: „TTIP verhindert die weitere Kennzeichnung von Lebensmitteln, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen erzeugt werden, bzw. erschwert die Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung z. B. von Milch von Tieren, die keine Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen erhalten haben. Das ist nicht im Sinne unserer Kunden!“, äußert sich Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land. Laut EU-Gentechnik-Recht sind Milch, Fleisch oder Eier von Tieren, die Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen erhalten haben, nicht kennzeichnungspflichtig. Bei den Produkten der Molkerei Berchtesgadener Land kann sich der Verbraucher allerdings sicher sein: „Alle Landwirte – Bio- und Bergbauern – der Molkereigenossenschaft füttern verpflichtend nur traditionell, und garantiert ohne Gentechnik“, bestätigt Pointner. Für den Verbraucher ist dies an dem hellgrünen „Ohne Gentechnik“-Siegel der Bundesregierung auf den Milchverpackungen deutlich erkennbar.