Qualität aus Öko-Aquakultur und nachhaltiger Fischerei – Naturland auf der Fish International 2016 in Bremen

Pressemitteilung, 09.02.2016

Gräfelfing/Bremen – Nachhaltiger Fisch mit entsprechender hochwertiger Auslobung gewinnt im Lebensmitteleinzelhandel zunehmend an Bedeutung. Gerade beim wichtiger werdenden Ausbau der heimischen Fischproduktion spielt die Nachhaltigkeit der Erzeugung eine wichtige Rolle. Naturland ist der ideale Partner, um dieses wachsende Segment zu bedienen. Als Pionier der Ökologischen Aquakultur, Projektentwickler im Bereich der nachhaltigen handwerklichen Fischerei und Zertifizierer ist Naturland international angesehen. Hauptanliegen von Naturland ist stets die nachhaltige Nutzung der Ressourcen, in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht. Auf der Fish International, der Fachmesse für Fisch und Seafood in Bremen, ist Naturland mit einem Stand am Hotspot Traceability vertreten (Halle 5 F21).

Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich Naturland zum wichtigsten Öko-Standard für die Aquakultur entwickelt. Naturland zertifiziert rund 15 Arten: von heimischen Süßwasserfischen wie Forelle und Karpfen über Lachs, Mittelmeerarten wie Dorade und Wolfsbarsch, tropische Süßwasserfische wie Pangasius und Tilapia, bis hin zu Garnelen, Muscheln und verschiedenen Algenarten. In derzeit 17 Ländern wachsen die Tiere in artgerechten, naturnahen Anlagen auf.

Seit 2009 zertifiziert Naturland zudem auch nachhaltige Fischereien. Zum „Naturland Wildfisch“ Programm zählen z.B. Nilbarsch aus dem Viktoriasee, Hering aus der Ostsee und einheimische Süßwasserfische aus dem Großschutzgebiet Schaalsee. Das Naturland Wildfisch Zeichen steht nicht nur für nachhaltigen Fischfang im Einklang mit der Natur. Im Gegensatz zu anderen Zertifizierungen werden auch Sozialaspekte abgeprüft und die Verarbeitung der Produkte erfolgt konsequent ökologisch.

Naturland im Kongressprogramm der Messe

Besuchen Sie uns vom 14. – 16. Februar am Naturland Stand in Halle 5 F21 oder treffen Sie den Naturland Fischexperten Dr. Stefan Bergleiter auf einem Vortrag:

Sonntag, 14. Februar 2016

– Vortrag Verbraucher Erwartungen und klare Kriterien im Hinblick auf Zertifizierungen, 15.00 – 16.30 Uhr, Halle 5 A-58, Netzwerk Wasser und Technik

Montag, 15. Februar 2016

– Podiumsdiskussion BRANCHENDIALOG – Image Aquakultur / Tag der Aquakultur auch in Deutschland 10.30 – 13.00 Uhr, Halle 5 A-58, Netzwerk Wasser und Technik

– Vortrag Naturland Qualität in Aquakultur und Fischerei, 13.45 – 14.15 Uhr, Halle 5, F 21 Hotspot Traceability

Naturland Presse Info
Verantwortlich: Steffen Reese Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1 
82166 Gräfelfing 
Tel.: 089-898082-0 
Fax: 089-898082-90
naturland@naturland.de
www.naturland.de




Die ganze Vielfalt bei Naturland – Naturland und Partner auf der BIOFACH 2016

Pressemitteilung 02.02.2016

Gräfelfing/Nürnberg – „Naturland Qualität. Regional und weltweit“: Unter diesem Motto präsentiert Naturland auf der BIOFACH wieder eine einzigartige Produktvielfalt in Öko und Fair. Am Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 6 können Sie diese Vielfalt erleben, zum Beispiel wenn Bio-Spitzenkoch Tino Schmidt mehrmals täglich heimische und auch internationale Spezialitäten auf den Teller bringt – gemeinsam mit den Naturland Bauern, die diese Produkte erzeugt haben.

„Der Bauer und sein Koch“ lautet der Titel dieser mehrmals täglich wechselnden Koch-Shows, die einen neuen Anziehungspunkt auf der großen Bühne am Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 6 bilden. Knapp 60 nationale und internationale Partner und Gäste präsentieren dort ihre regionalen und internationalen Produkte. Insgesamt sind rund 130 Naturland Partner mit ihren Produkten auf der Messe vertreten – am Gemeinschaftsstand sowie in den Hallen 1, 2, 4, 5, 7 und 9.

Themenwelten „Naturland Fair“ und „Naturland in Griechenland“

Insgesamt 14 der Partner am Gemeinschaftsstand sind auch Naturland Fair zertifiziert. Immer mehr Unternehmen nutzen die 2010 eingeführte Zusatzzertifizierung, um ihr Engagement für eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft zu demonstrieren. Neben klassischen Fairhandelswaren aus den Ländern des Südens ist inzwischen der Anteil an Fair Produkten aus Europa deutlich gestiegen. Die ganze Vielfalt von öko-fairen Produkten aus Nord und Süd zeigt die Themenwelt Naturland Fair.

Neu ist die Themenwelt „Naturland in Griechenland“, auf der die griechischen Naturland Partner mit ihren Produkten präsentiert werden. Mehrere Hundert meist in Erzeugergemeinschaften organisierte griechische Naturland Kleinbauern produzieren Klassiker wie Olivenöl oder Schafskäse, aber auch Zitrusfrüchte und sogar Safran.

Fisch und Seafood nur mit Naturland Zeichen konsequent Öko

Die Vielfalt der konsequent ökologischen Produkte aus Naturland Aquakultur und nachhaltiger Fischerei (Naturland Wildfisch), auf die der Fachhandel heute zurückgreifen kann, steht im Mittelpunkt der Themenwelt „Naturland Fisch & Seafood“. Von heimischen Karpfen und Forellen über Hering, Lachs und Shrimps bis hin zu verschiedenen Algenarten werden alle zertifizierten Arten präsentiert und über die konkreten Projekte informiert, die hinter den Produkten stehen. Ergänzt wird das Informationsangebot durch verschiedene Verkostungsaktionen.

Ein Messerundgang mit Fachgespräch zum Thema „Verarbeitung ökologischer Aquakulturprodukte“ unter Leitung des Naturland Fisch-Experten Dr. Stefan Bergleiter findet am Freitag statt. Anmeldungen für den Rundgang, der in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angeboten wird, werden noch bis einschließlich Freitag, 5.2. unter seminare@fibl.org entgegen genommen.

Erstmals mit am Naturland Gemeinschaftsstand sind Naturland Bauer Erich Klas sowie die ISANA Naturfeinkost GmbH & Co. KG. Klas vermarktet Heuprodukte als Tiernahrung an Naturkostläden. ISANA wird neben dem frisch überarbeiteten Produktdesign seiner bekannten Feinkostmarke „Bioverde“ auch einen neuen Algensalat mit Sesam, Ingwer und Algen aus Naturland zertifizierter Wildsammlung präsentieren.

Naturland Restaurant mit Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger

Beliebter Treffpunkt im hektischen Messetreiben wird wieder die Naturland FairWöhnBar sein, wo neben öko-fairen Kaffee-Spezialitäten auch verschiedene herzhafte Snacks sowie Kuchen angeboten werden. Und auch für den großen Hunger ist gesorgt. Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger (Bio Kontor7) sorgt im zertifizierten Naturland Restaurant für ein umfassendes gastronomisches Angebot der allerersten Klasse: Vom deftigen Klassiker wie dem bayerischen Schweinebraten bis zum gerade erst prämierten Chiemgau-Risotto mit bayerischem Fisch ist für jeden etwas dabei

Im Kongressprogramm der Messe sowie auf den Bühnen am Naturland Gemeinschaftsstand ist Naturland wieder mit einer Reihe von Beiträgen vertreten. Ein Höhepunkt wird zudem wieder die traditionelle Stand-Party „Blue Night“ am Donnerstagabend (11.02., ab 18.15 Uhr).

Naturland auf der BIOFACH Nürnberg, 10. bis 13. Februar 2016:

Besuchen Sie uns an der Naturland Infotheke in Halle 6, Stand 257a, täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr (samstags bis 17.00 Uhr). Außerdem finden im Laufe der vier Messetage folgende Termine und Veranstaltungen von Naturland oder mit Naturland Beteiligung statt:

Donnerstag, 11. Februar:
• „Bio 3.0 – Mit Bio zu einer modernen, nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft.“ Mit FiBL-Direktor Urs Niggli und Naturland Präsidiumsmitglied Hans Bartelme, u.a. 11.00 – 12.30 Uhr. Saal St. Petersburg, NCC Ost
• Podiumsdiskussion „Is the new CAP capable of supporting sustainable farming or just continuing business as usual?“ Mit Sebastian Mittermaier (Naturland), Stephen Meredith (IFOAM EU Group) u.a. 12.00 – 12.45 Uhr. Raum Oslo, NCC Ost
• Prämierung „Schönste Veranstaltung der Bayerischen Öko-Erlebnistage 2015“ durch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Ausgezeichnet wird das Naturland Weingut am Stein, Würzburg. 13.00 – 14.00 Uhr. Demeter-Stand 311, Halle 7
• Podiumsdiskussion „Social accountability in organic farming: from values to practise.“ Mit Manfred Fürst, Leiter Naturland International, u.a. 16.00 – 17.30. Raum Riga, NCC Ost
• Standparty – Feiern Sie mit uns! Essen, Grüße und Musik. Ab 18.15 Uhr. Naturland Stand, Halle 6, Naturland Bühne

Freitag, 12. Februar:
• Messerundgang und Fachgespräch „Verarbeitung ökologischer Aquakulturprodukte – vorbildlich, innovativ und praxiserprobt.“ Mit Dr. Stefan Bergleiter (Naturland Aquakultur). 09.00 – 17.30 Uhr. Beginn in Halle 1, FiBL-Stand 1-549
• Podiumsdiskussion „Zurück in die Zukunft: mit Öko und Fair zu Bio 3.0.“ Mit Steffen Reese (Naturland Geschäftsführer), Valentin Thurn (Filmemacher Autor) u.a. Moderation: Winfried Wunden (Misereor). 14.00 – 15.30 Uhr. Raum Kiew, NCC Ost
• Podiumsdiskussion „Concepts and fundamental issues of the newly founded IFOAM Beekeeping Group.“ Mit Manfred Fürst und Peter Gänz (beide Naturland), Thomas Cierpka (IFOAM) u.a. 15.00 – 16.30 Uhr. Helsinki, NCC Ost

Naturland Presse Info  Verantwortlich:
Michael Stienen  Naturland Zeichen GmbH
Zeichen: ca. 6.200  Kleinhaderner Weg 6
82166 Gräfelfing
Tel.: 089-898082-70
Fax: 089-898082-81
zeichen.gmbh@naturland.de
www.naturlandzeichen.de




Einsatz von Medikamenten in der ökologischen Tierhaltung – Biokreis definiert letzte Entscheidungshoheit des Tierarztes in den Richtlinien

PRESSEMITTEILUNG

Passau, 03.02.2016: Eine Liste mit Anwendungsverboten und -beschränkungen für Medikamente gibt es nicht bei jedem Bio-Verband und ist nicht Standard in der ökologischen Tierhaltung. Der Biokreis e.V. hat ab dem Jahr 2014 mit der Aufnahme einer solchen Liste einen innovativen und ambitionierten Weg beschritten. Dieser Ansatz geht über die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung hinaus und soll dazu dienen, die Verwendung einiger zugelassener, aber vom Biokreis als kritisch eingestufter Medikamente auf ein minimales Maß zu reduzieren.

Absolutes Behandlungsverbot nicht möglich
Die deutsche und europäische Rechtslage in der Behandlung landwirtschaftlicher Nutztiere spricht allerdings mit Blick auf Tierschutz und Tierwohl dem behandelnden Tierarzt als qualifiziertem Entscheidungsträger stets die letzte Entscheidungshoheit zu. Über diese Bestimmungen kann und möchte sich der Biokreis zur Wahrung eines größtmöglichen Tierwohls nicht hinwegsetzen. Von daher ist es dem Verband in letzter Konsequenz nicht möglich, gegenüber dem Tierhalter ein absolutes Behandlungsverbot hinsichtlich eines in Deutschland veterinärrechtlich zugelassenen Medikaments auszusprechen. Dramatische Folge eines solchen Vorgehens wäre unter Umständen, ein vermeidbares Leiden des Tieres in Kauf zu nehmen.

Neuer Zusatz in den Richtlinien
„Wir werden diesen komplexen Sachverhalt im Zuge einer noch exakteren Beschreibung der Verfahrensabläufe zukünftig in unsere Richtlinien integrieren, um Verbraucher weiterhin umfänglich über die Praxis der ökologischen Nutztierhaltung aufzuklären“, sagt Jörn Bender, Fachreferent des Biokreis in der Arbeitsgemeinschaft Tierwohl der Ökoverbände. An die Öko-Kontrollstellen wurde dieses Verfahren in Schulungen seit jeher kommuniziert.

Verband weist erneut auf Liste mit Anwendungsbeschränkungen hin
Trotzdem rät der Verband seinen rund 1000 landwirtschaftlichen Mitgliedern deutlich davon ab, entsprechende Medikamente einzusetzen, solange Behandlungsalternativen bestehen. Auf die Liste mit den Anwendungsbeschränkungen für Medikamente wurden die für den Biokreis zuständigen und unabhängigen Kontrollstellen und auch die Biokreis-Landwirte mit der Bitte um Weitergabe an den jeweiligen Hof-Tierarzt kürzlich noch einmal hingewiesen. „Die Aufnahme und Aufrechterhaltung der Liste mit Anwendungsbeschränkungen für Medikamente ist eine konsequente Fortsetzung der anspruchsvollen Richtlinien und Tierwohlaktivitäten unseres Verbandes“, sagt Josef Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis.

Kontakt: Ronja Zöls, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit, zoels@biokreis.de
Biokreis e.V., Stelzlhof 1, 94034 Passau, Tel: 0851/75650–0

Biokreis – Wir machen Bio lebendig! Rund 1000 Landwirte und 120 Verarbeiter wirtschaften bundesweit nach unseren Richtlinien. Auch 200 Verbraucher gehören zu unseren Mitgliedern. Gemeinsam gestalten wir kreativ und konsequent ökologischen Landbau. Wir stehen seit 1979 für regionale, vertrauensvolle Netzwerke, Tierwohl, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung und treten basisdemokratisch mit neuen Ideen, politischer Arbeit und wirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere ganzheitliche Vorstellung von Ökolandbau sowie dessen Weiterentwicklung ein.




ECOVIN Einführungskurs Ökologischer Weinbau – mehr als eine Hilfe bei der Umstellung

PRESSEMITTEILUNG

Bad Münster am Stein, 29.01.2016. Der einwöchige Einführungskurs von ECOVIN fand in diesem Jahr vom 25. bis 29. Januar 2016 auf der Ebernburg in Bad Münster am Stein an der Nahe statt.

28 interessierte Winzerinnen und Winzer hörten zahlreiche aufschlussreiche Vorträge z.B. zu den Themen Ökosystem Weinberg und Boden bzw. Düngung im ökologischen Weinbau von Dr. Uwe Hofmann (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten | Mainz). Ausführlich und anschaulich informierte Frederik Heller (Berater Ökologischer Weinbau RLP im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück | Oppenheim) zum Thema Begrünung im ökologischen Weinbau. Ulrich Hamm (Fachgruppe Oenologie am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück) sprach über Besonderheiten der Öko-Weinbereitung und Andreas Hattemer vom Weingut Kronenhof ergänzte mit seinen praktischen Erfahrungen. Beate Fader (Beraterin Ökologischer Weinbau RLP im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück | Oppenheim) hielt zwei Vorträge zur Pflanzengesundheit im ökologischen Weinbau. Dr. Karl Josef Schirra (DLR Rheinpfalz | Neustadt, Fachgebiete: Phytomedizin, Entomologie im Weinbau) referierte in gewohnt kurzweiliger Form über tierische Schädlinge mit Schwerpunkt Kirschessigfliege. Christian Deppisch von der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim berichtete über die Unterstockbearbeitung in Flach- und Steillagen und diskutierte den Einsatz von Herbiziden im Weinbau aus verschiedenen Blickrichtungen. Viele Informationen über Richtlinien, Kontrolle und zu Deklarationsfragen bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Matthias Stein (Kontrollverein Ökologischer Landbau | Karlsruhe). Die Teilnehmenden erhielten außerdem eine Einführung in den biodynamischen Weinbau. Matthias Wolff (Berater beim Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg) überzeugte durch seine Einführung zum Thema. Dr. Jürgen Fritz (Universität Kassel | Witzenhausen) hielt einen Vortrag zum Thema *Bedeutung der Präparate und deren Einsatz in der Praxis*. Johanna Döring (Hochschule Geisenheim) berichtete über den Langzeitversuch INBIODYN der Hochschule Geisenheim.

Unter dem Titel *Neue Reben braucht das Land –Pilzwiderstandsfähige Rebsorten* erzählte Klaus Rummel – ECOVIN Winzer der ersten Stunde- lebhaft von seinen Erfahrungen mit PIWI Rebsorten. Von der Qualität der PIWI Weine konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Verkostung der Weine überzeugen.
Auch die Praxis kam in der Woche nicht zu Kurz. Der Besuch bei ECOVIN Winzer Georg Forster aus Rümmelsheim zeigte die praktische Umsetzung des ökologischen Weinbaus. Georg Forster vermittelte den ganzheitlichen Ansatz des Handelns in seinem Familienbetrieb. Im Rahmen des Besuches beim Weingut Forster referierte ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas über die Arbeit des ECOVIN Bundesverbandes und das Thema Nachhaltigkeit. Eine zweite Exkursion führte die Gruppe nach Volxheim zum ECOVIN Weingut Brühler Hof, welches bereits seit knapp 30 Jahren ökologisch bewirtschaftet wird. Hans-Peter und Sebastian Müller berichteten anschaulich von den Abläufen im Weingut und der Arbeit mit Freiwilligen des weltweiten Programms WWOOF. Einen Abschluss des Seminars bildete der Workshop an meist eigenen Betriebsbeispielen. Die Teilnehmenden ermittelten die Chancen die sich durch eine Umstellung ergeben und betrachten die hauptsächlichen Aspekte einer Umstellung.

Das Resümee des Einführungskurses fiel bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aus. Sie konnten mit vielen neuen Eindrücken, gefestigtem Wissen und vielen Tipps zu einer erfolgreichen Umstellung zurück in ihre Betriebe gehen.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Die Nachricht im pdf-Format und Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.

Veranstaltungen und Mitgliederservice
Sigrid Großmann

Di – Do 8 – 15 Uhr

ECOVIN
Bundesverband Ökologischer Weinbau
Wormser Str. 162
55276 Oppenheim
T + 49 (0)61 33 16 40 | F + 49 (0)61 33 16 09
s.grossmann@ecovin.de




Keine Beanstandungen nach aktueller Kontrolle in Glonn: Herrmannsdorfer Landwerkstätten bleiben Vorbild-Betrieb

Stellungnahme des Biokreis zu den Vorwürfen gegen die Herrmannsdorfer Landwerkstätten

PRESSEMITTEILUNG

Passau, 01.02.2016: Der Biokreis e.V., Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung, hat das Prüfinstitut Lacon zur Durchführung einer außerordentlichen Kontrolle beim Mitgliedsbetrieb „Herrmannsdorfer Landwerkstätten“ in Glonn beauftragt. Heute, 1. Februar 2016, besuchten ein Kontrolleur der Kontrollstelle Lacon und ein Vertreter des Biokreis die Herrmannsdorfer Landwerkstätten und überprüften nach medienwirksamen Anschuldigungen von Tierrechtsaktivisten in der vergangenen Woche den landwirtschaftlichen Betrieb.

Antibiotika-Gaben begründet und ordnungsgemäß dokumentiert
Die Vorwürfe bezogen sich vor allem auf den Einsatz des Antibiotikums „Enro-Sleecol“ (Wirkstoff „Fluorchinolone“), für welches es in der ökologischen Tierhaltung Anwendungsbeschränkungen gibt. Die Kontrolle hat ergeben, dass im Jahr 2015 fünf Zuchtsauen und 28 Ferkel, Läufer beziehungsweise Absetzer mit diesem Antiobiotikum behandelt wurden. Insgesamt gehörten rund 600 Schweine, davon 35 Zuchtsauen, zum Bestand. Die Verabreichungen wurden ordnungsgemäß dokumentiert. Der Einsatz war vom zuständigen Tierarzt angeordnet und entsprechend begründet worden. Eine Begründung erfordern die Biokreis-Richtlinien für den Fall, dass Arzneimittel mit Anwendungsbeschränkungen eingesetzt werden. Im Rahmen der Routinediagnostik wurden regelmäßig Proben von erkrankten Tieren entnommen und die verursachenden Erreger bakteriologisch untersucht. Entsprechend den Ergebnissen wurden die Tiere behandelt. „Die Herrmannsdorfer haben sich hier vorbildlich verhalten, die Dokumentation ist lückenlos. Auch die Wartezeiten bis zur Schlachtung, die laut Biokreis-Richtlinien nach Antiobiotika-Gaben verdoppelt werden müssen, sind in jedem Fall erfüllt“, sagt Josef Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis.

Biokreis wird Austausch und Dialog noch verstärken
Der Einsatz jener Präparate verstößt nicht gegen gesetzliche Standards oder die EU-Ökoverordnung. Auch wenn der Biokreis in seinen verbandseigenen Richtlinien seinen Mitgliedern empfiehlt, bestimmte Präparate nur ausnahmsweise zu verwenden, ist es im Einzelfall und zum Schutz des Tieres manchmal nötig, auch diese Medikamente einzusetzen. Laut Tierschutzgesetz sind Tierhalter verpflichtet, Leiden bei Tieren zu verhindern und bei Erkrankungen entsprechend zu behandeln. So standen auch in diesen Fällen die Gesundheit der Tiere und das Tierwohl im Vordergrund.

Der Biokreis und die Herrmannsdorfer Landwerkstätten haben vereinbart: Künftig sollen Austausch, Dialog und Diskussion noch intensiver und nachhaltiger stattfinden, verbunden mit dem Ziel, die Weiterentwicklung der ökologischen Tierhaltung nach den strengen Biokreis-Richtlinien zu fördern.

Kontakt: Ronja Zöls, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit, zoels@biokreis.de
Biokreis e.V., Stelzlhof 1, 94034 Passau, Tel: 0851/75650–0

Biokreis – Wir machen Bio lebendig! Rund 1000 Landwirte und 120 Verarbeiter wirtschaften bundesweit nach unseren Richtlinien. Auch 200 Verbraucher gehören zu unseren Mitgliedern. Gemeinsam gestalten wir kreativ und konsequent ökologischen Landbau. Wir stehen seit 1979 für regionale, vertrauensvolle Netzwerke, Tierwohl, handwerkliche Lebensmittelverarbeitung und treten basisdemokratisch mit neuen Ideen, politischer Arbeit und wirksamer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere ganzheitliche Vorstellung von Ökolandbau sowie dessen Weiterentwicklung ein.




Wegen Bericht in der Sendung FAKT (ARD) über ökologische Schweinehaltung greift die Soko Tierschutz die Herrmannsdorfer Landwerkstätten massiv an

PRESSEMITTEILUNG
Passau, 28.01.2016: In der Sendung FAKT vom 26. Januar 2016 hat die ARD die ökologische Schweinehaltung thematisiert und dabei auch über den Biokreis-Betrieb Herrmannsdorfer Landwerkstätten berichtet. Die Soko Tierschutz greift nun die Herrmannsdorfer Landwerkstätten massiv an. Auch Bild-Zeitung und Süddeutsche Zeitung haben das Thema aufgegriffen.

Dabei werden im Wesentlichen folgende Vorwürfe erhoben: Antibiotika-Gaben an Bio-Schweine, hohe Sterblichkeitsraten bei Ferkeln und die Haltung von Muttersauen in Kastenständen. Karl Schweisfurth, der die Herrmannsdorfer Landwerkstätten leitet und allen Journalisten und Interessierten Einblick in seinen Betrieb gewährt, hat zu sämtlichen Vorwürfen offen Stellung bezogen.

Antibiotika-Gaben niemals prophylaktisch
„Wenn eines unserer 600 Tiere erkrankt ist oder sich verletzt hat, verwenden wir seit Jahren bei der Versorgung vorrangig homöopathische Präparate und andere alternative Heilmittel. Wenn diese Mittel nicht helfen, wird einem kranken Tier nach Rücksprache mit dem Tierarzt – wenn nötig und im Sinne des Tierwohls – ein Antibiotikum gegeben. Ein Tier darf nach den Bio-Richtlinien innerhalb eines Jahres nur einmal mit Antibiotika behandelt werden. So wird das natürlich auch bei uns praktiziert. Niemals würden wir prophylaktisch einem gesunden Tier Antibiotika verabreichen“, so Karl Schweisfurth.

Zur hohen Sterblichkeitsrate erklärt Karl Schweisfurth: „Im letzten Jahr haben wir pro Wurf ungewöhnlich viele Ferkel bekommen – bis zu 20. Üblich sind durchschnittlich zwölf bis maximal 14 Schweinchen. Derart große Würfe führen leider häufig auch dazu, dass mehr Ferkel als üblich schwach auf die Welt kommen und geringe Überlebenschancen haben. So stieg die Sterblichkeitsrate im Jahr 2015 zeitweise auf ungewöhnlich hohe 25 Prozent. Erfreulicherweise hat sich die Sterblichkeitsrate mittlerweile wieder normalisiert.“

Abwägen zwischen Wohl der Sau und der Ferkel
Die Fixierung von Muttersauen in Kastenständen finde in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten nicht mehr statt. „Der Film gibt nicht den aktuellen Zustand wieder. Seit Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema, wie wir die Abferkelung gut gestalten. Wir wägen ab zwischen dem Wohlbefinden der Sau und dem Leid der Ferkel, wenn sie erdrückt werden. Eine Sau wiegt 250 Kilo, ein frisch geborenes Ferkel durchschnittlich 1,6 Kilo. Wenn sich die Sau aus Versehen auf ein Ferkel legt, hat es keine Chance. Als wir unseren Stall im Jahr 2000 neu gebaut haben, waren Bio-Ställe mit der Möglichkeit, die Sauen zu fixieren, das anerkannt modernste System. Deswegen haben wir sie damals eingebaut. War eine Sau unruhig, haben wir maximal sieben Tage die Fixierung eingesetzt. Einmal am Tag konnte die Sau in den Auslauf. Mittlerweile sind Stallsysteme entwickelt worden, in denen die freie Abferkelung ohne erhöhte Ferkelsterblichkeit
möglich ist. Deswegen haben wir Ende 2015 umgerüstet und seitdem werden die Sauen bei uns nicht mehr fixiert.“

„Fleischerzeugung ist immer ein Kompromiss“
„Jede Form der Nutztierhaltung steht natürlich im Gegensatz zu einem Leben in der freien Natur“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer, „doch die ökologische Tierhaltung bietet die bestmöglichen Zucht-, Haltungs- und Schlachtbedingungen.“ Die Gaben von Antibiotika bei Krankheit und Kastenstände für Schweine sind in den Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft erlaubt. „Fleischerzeugung ist immer ein Kompromiss. Aber eine bessere Alternative als die ökologische Tierhaltung gibt es nicht.“

Der Biokreis setzt sich in besonderem Maße für die stetige Weiterentwicklung des Tierwohls ein. Im Vergleich zur konventionellen Brancheninitiative Tierwohl sind die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung äußerst streng und umfassend. Über diese Anforderungen geht der Biokreis mit seinen Richtlinien aber noch hinaus. Außerdem wird eine von den ökologischen Anbauverbänden entwickelte Tierwohl-Checkliste im Zuge der unabhängigen Öko-Kontrolle jährlich abgeprüft.

Einen Überblick des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) über die Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Schweinehaltung finden Sie anbei.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktionsleitung bioNachrichten

Kontakt:
Ronja Zöls
Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
zoels@biokreis.de
Biokreis e.V.
Stelzlhof 1
94034 Passau
Tel: 0851/75650–0




Mehr Öko mit Naturland: 276 neue Betriebe allein in Deutschland

Pressemitteilung, 08.01.2015

Naturland auf der IGW: Mit Partnern und Schülerprogramm in der Bio-Halle

Gräfelfing/Berlin – Nach zwei eher verhaltenen Jahren kann Naturland wieder ein deutliches Betriebs- und Flächenwachstum verzeichnen. In Deutschland liegen die Zuwächse prozentual sogar im zweistelligen Bereich. 2015 stieg die Zahl der deutschen Naturland Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf über 2.900 Bauernhöfe, wie der Öko-Verband im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) mitteilte. Bei der Fläche betrug das Wachstum knapp elf Prozent auf gut 150.000 Hektar. Dazu kommen noch etwa 54.000 Hektar nach Naturland Richtlinien bewirtschafteter Waldfläche.

„Neben der aktuellen Krise im konventionellen Milchmarkt, die viele Bauern zum Umstellen bewogen hat, ist diese positive Trendwende auch ein Ergebnis der verbesserten Förderbedingungen in den Bundesländern“, kommentierte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester die Zahlen. „Wir sind bei Naturland zuversichtlich, dass dieses Wachstum auch 2016 anhalten und sich auf weitere Betriebsarten ausweiten wird“, sagte Hohenester.

Auch international konnte Naturland seine Stellung als einer der weltweit bedeutendsten Öko-Verbände weiter ausbauen. Aktuell bewirtschaften außerhalb Deutschlands rund 35.000 Bäuerinnen und Bauern in 43 Ländern eine Fläche von etwa 118.000 Hektar nach Naturland Richtlinien. Das entspricht einem Zuwachs von rund 5.000 Hektar oder 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schwerpunkt dieser positiven Entwicklung in 2015 war Europa. Für 2016 zeichnet sich darüber hinaus bereits jetzt ab, dass es auch in Südamerika und Asien wieder ein deutlicheres Betriebs- und Flächenwachstum geben wird.

Den Boden entdecken: Spannendes Schülerprogramm am Naturland Stand auf der IGW

Auf der Internationalen Grünen Woche vom 15. bis 24. Januar in Berlin können sich die Messebesucher bei Naturland in der Biohalle (1.2b) darüber informieren, was gesunde Böden alles leisten und was Öko-Bauern tun, um diese lebenswichtige Ressource zu schützen. Naturland wird mit einer Aktionsfläche sowie einem Gemeinschaftsstand mit mehreren Naturland Partnern präsent sein. Dabei wird vor allem für Kinder und Jugendliche viel geboten.

Auf der Aktionsfläche (Stand 230) des Naturland e.V. wird unter der Leitung unseres Kooperationspartners „Wissenschaft für Kids mit Tüftelfaktor“ die Grundlage des Öko-Landbaus, der Boden, genauer betrachtet. Wochentags testen Schüler Leguminosen wie Klee oder Lupinen auf ihre Kräfte und Besonderheiten. Am Pigmentetisch wird Erde gesiebt, gemörsert, gemischt und eine selbstgestaltete „Höhlen“- Tapete zeigt, wie bunt die Welt unter Tage sein kann.

Der große Maulwurfstisch lädt darüber hinaus auch am Wochenende zum Spielen ein: „Schafft der Maulwurf alle Aufgaben?“ Und im großen Regenwurmschaukasten zeigen 500 Regenwürmer, welche Bedeutung Tiere für das Erdreich haben. Beim Boden-Memory-Spiel können Kinder ihr erlerntes Wissen gleich anwenden und eine kleine Überraschung gewinnen.

Öko-faire Spezialitäten am Stand „Naturland & Partner“

Am Stand „Naturland & Partner“ direkt nebenan (Stand 231) erwarten die Gäste im Naturland Café verschiedene Kaffeespezialitäten, Kaltgetränke, Schokoriegel und Kuchen – natürlich alles in Öko-Qualität. Außerdem sind zwei Naturland Fair Partner als Aussteller mit am Stand vertreten: Beim Weingut Seck können die Besucher rheinhessische Spitzenweine kosten, bei der Hofpfisterei Ludwig Stocker GmbH kann man erfahren, was ein traditionelles Natursauerteigbrot ausmacht.

SpeiseGut, ein Naturland Fair zertifizierter Landwirtschafts- und Gemüsebaubetrieb aus Berlin, präsentiert Säfte und kaltgepresste Öle aus seiner Schauölmühle am Kladower Damm. Auch die Naturland Partner LaSelva Toskana Feinkost-Vertriebs-GmbH und Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG sind mit Produktpräsentationen vertreten. Die präsentierten Produkte der Molkerei sind zudem Naturland Fair zertifiziert.

Das Naturland Engagement für den Fairen Handel zeigt sich auch darin, dass das Forum Fairer Handel als Aussteller am Naturland Gemeinschaftsstand mit vertreten ist. Unter dem Titel „Boosting Organic: making the CAP effective“ gibt es Informationen darüber, wie die gemeinsame Agrarpolitik der EU den Öko-Landbau voranbringen kann.

Bereits zum sechsten Mal in Folge wird zum Beginn der Grünen Woche am Samstag (16.1.) auch wieder die bundesweite „Wir haben es satt“-Demonstration stattfinden. Naturland gehört zu den Trägern der Demonstration, an der im vergangenen Jahr 50.000 Menschen teilgenommen und eine andere, ökologische Landwirtschaft gefordert hatten.

Naturland auf der Internationalen Grünen Woche Berlin, 15. bis 24. Januar 2016:

Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Verlängerte Öffnungszeiten am 16./22./23. Januar von 10.00 bis 20.00 Uhr. Biohalle 1.2b/230+231, Messegelände Eingang Süd
15. Januar, 12.30 bis 13.15 Uhr: Seminar „Öko-Landbau – Für die nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume. Die Gemeinsame Agrarpolitik wirkungsvoll umsetzen.“ Veranstalter: Naturland e.V. und IFOAM EU. Halle 6.3, Pressezentrum, Raum B
15. Januar, 18.30 Uhr: Bio-Empfang des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf der Grünen Woche. Messegelände, Marshallhaus
16. Januar, 11.00 Uhr: Preisverleihung „Bayerns beste Bio-Produkte 2016“ durch Landwirtschaftsminister Helmuth Brunner. Bayernhalle (22b), große Bühne
16. Januar, 12.00 Uhr: Großdemonstration des Bündnisses „Wir haben es satt!“, Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz. Die Naturland Demo-Teilnehmer treffen sich um 11.15 Uhr am Uhrturm auf dem Potsdamer Platz.

———————————————————

Markus Fadl

Pressesprecher

Naturland

Verband für ökologischen Landbau e.V.

Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing

Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389

m.fadl@naturland.de, www.naturland.de




Naturland gratuliert Felix Löwenstein zum Bundesverdienstkreuz

03.12.2015, Pressemitteilung
Hohenester würdigt Verdienste des langjährigen Naturland Präsidiumsmitglieds

Gräfelfing – Naturland gratuliert seinem langjährigen Präsidiumsmitglied Dr. Felix Prinz zu Löwenstein zur Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Joachim Gauck. „Felix Löwenstein ist seit vielen Jahren eine der prägendsten Persönlichkeiten für Naturland wie auch für die gesamte Öko-Branche. Es erfüllt mich persönlich mit großer Freude, dass sein herausragendes Engagement für den ökologischen Gedanken nun mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt wird“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Donnerstag in Gräfelfing.

Hohenester würdigte insbesondere auch die Verdienste Löwensteins als Gründungsvorsitzender des Branchenverbands BÖLW. „Wenn die Ziele des Öko-Landbaus heute allgemein anerkannt sind als ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, so ist dies zu einem ganz erheblichen Teil auch Felix Löwenstein zu verdanken. Im BÖLW hat er die Öko-Branche zusammengeführt und verleiht ihr bis heute eine gemeinsame, nämlich seine starke Stimme“, unterstrich der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Entwicklung von Naturland über lange Jahre maßgeblich mitbestimmt

Bei Naturland war Löwenstein insgesamt 16 Jahre lang, von 1998 bis 2014, als Mitglied im Präsidium des Öko-Verbands ehrenamtlich aktiv – und damit länger als jeder andere Naturland Bauer. Löwenstein prägte den Verband in dieser Zeit durch eine ganze Reihe richtungsweisender Entscheidungen maßgeblich mit. „Ich denke gerne an die vielen gemeinsamen Sitzungen zurück, bei denen wir immer in freundschaftlicher Atmosphäre um den richtigen Weg für Naturland und den Öko-Landbau gerungen haben.“

Felix Prinz zu Löwenstein studierte Agrarwissenschaften in Weihenstephan und schloss das Studium 1982 mit der Promotion ab. Danach verbrachte er drei Jahre als Entwicklungshelfer auf Haiti, bevor er 1986 den elterlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb nahe Darmstadt übernahm und 1992 auf Bio umstellte. Seitdem wird das Hofgut Habitzheim nach Naturland Richtlinien bewirtschaftet. Als Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist Löwenstein der politische Vertreter der deutschen Öko-Branche. Er ist Autor zweier vielbeachteter Bücher zum Thema Öko-Landbau und Welternährung.

Markus Fadl
Pressesprecher

Naturland
Verband für ökologischen Landbau e.V.

Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing

Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31
Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
m.fadl@naturland.de, www.naturland.de




Naturland zur UN-Klimakonferenz in Paris – Potenzial des Öko-Landbaus für den weltweiten Klimaschutz nutzen

Pressemitteilung, 24.11.2015

Gräfelfing – Der ökologische Umbau der Landwirtschaft muss ein zentraler Bestandteil der Strategie im Kampf gegen den Klimawandel werden. „Konventionelle Landwirtschaft und exzessiver Fleischkonsum sind für mehr als ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dass es auch anders geht, macht der Öko-Landbau seit Jahrzehnten erfolgreich vor“, sagte Hans Hohenester, Öko-Landwirt und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Dienstag in Gräfelfing mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Paris.

„Wenn wir dieses Potenzial endlich konsequent nutzen, kann die Landwirtschaft einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen“, unterstrich Hohenester. Er forderte die Bundesregierung auf, das seit Jahren in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verankerte Ziel von mindestens 20 Prozent Öko-Landbau endlich aktiv und mit Nachdruck zu verfolgen.

„Wir brauchen eine klare Festlegung, bis wann dieses Ziel erreicht werden soll. Und wir brauchen ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Öko-Landbau als Leitbild einer nachhaltigen, umwelt- und klimaschonenden Landwirtschaft“, forderte der Naturland Präsidiumsvorsitzende. Dann könne die von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt geplante „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ zu einem wichtigen Baustein der Klimapolitik des Bundes werden.

Zum Hintergrund:

Die Landwirtschaft produziert laut Weltagrarbericht durch Tierhaltung, Düngung und Energieverbrauch 14 Prozent der weltweiten Treibhausgase. Rechnet man die Rodungen von Urwäldern für den Futtermittelanbau hinzu, sind es sogar 30 Prozent. Der Öko-Landbau schneidet hierbei deutlich besser ab als die konventionelle Landwirtschaft, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen.

Öko-Bauern verzichten auf mineralische Stickstoffdünger, deren Herstellung große Mengen fossiler Energie verschlingt und dabei Treibhausgase freisetzt. Stattdessen wird die Bodenfruchtbarkeit durch den Anbau so genannter Leguminosen gefördert, die Stickstoff aus der Luft im Boden anreichern. Durch gezielten Humusaufbau können ökologisch bewirtschaftete Ackerflächen überdies CO2 langfristig im Boden binden. Gesunde Böden sind weniger betroffen von Erosion, können Wasser besser speichern und sind so besser geeignet, Herausforderungen des Klimawandels wie extremen Trockenheiten zu trotzen.

Die Tierhaltung ist im Öko-Landbau direkt an die zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche gebunden. Öko-Bauern halten weniger Tiere, was eine Überdüngung der Böden verhindert und zugleich weniger Treibhausgase verursacht. Funktionieren kann das aber nur, wenn die Verbraucher weniger Fleisch essen, dafür aber in besserer, ökologischer Qualität.

Naturland Presse Info
Steffen Reese

Naturland
Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 30
naturland@naturland.de
www.naturland.de




Mit Praxisbeispielen vor Ort Demeter bei der EuroTier 2014

Bei der Fachmesse EuroTier vom 11. bis 14. November in Hannover präsentiert sich die biodynamische Demeter-Gemeinschaft dem Fachpublikum. Am Gemeinschaftsstand in Halle 26 – D06 warten kompetente Ansprechpartner und eindrucksvolle Praxisbeispiele. Das Hühnermobil Weiland der Firma Stallbau Iris Weiland zeigt die vollmobile Hühnerhaltung.

Thomas Müller, Betriebsleiter auf dem Demeter-Hofgut Brachenreute aus Überlingen am Bodensee, berichtet von den Erfahrungen mit zwei Hühnermobilen mit jeweils 1.200 Legehennen.

Kompetenz in Sachen Rohstoffe bringt das Unternehmen Dreher Agrarrohstoffe ein. Dank langjähriger Kontakte zu Bio-Landwirten, landwirtschaftlichen Genossenschaften und privaten Landhändlern in Deutschland, Europa und weltweit organisiert Dreher eine optimale Rohstoffversorgung weitgehend unabhängig von regionalen Witterungseinflüssen.

Interessant ist der Kontakt auch für alle, die Möglichkeiten zum Vertragsanbau für ganz spezielle Kulturen sondieren möchten.

Die Demeter-Beratung mit kompetenten Ansprechpartnern bietet die zentralen Informationen für die Umstellung auf die Biodynamische Wirtschaftsweise, erläutert Richtlinien und Zertifizierung im Demeter e.V. und kann zum Pilot-Tierwohlprojekt in NRW und dem Marktgeschehen Auskunft geben. Fach-Publikationen werden bereitgestellt.

Demeter-Fachforen zur EuroTier 2014
Demeter ist mit zwei Themen in den Fachforen vertreten. Wesensgemäße Nutztierhaltung und Tiergesundheitsmanagement stehen am Donnerstag in Halle 25, Stand B25 und am Freitag in Halle 11, Stand B50 im Mittelpunkt.

Zum Thema „Biodynamisches Milchviehmanagement – wie fühlt sich die Kuh am wohlsten?“ werden am Donnerstag, 13. November von 17 bis 17.45 Uhr die Demeter-Beraterin und – Landwirtin Ruth Laakmann vom Schanzenhof (97 Milchkühe) und der Demeter-Landwirt Florian Gleißner von der Domäne Fredeburg (30 Milchkühe) berichten.

Der Vortrag fokussiert das Management von hörnertragenden Milchkühen und Rindern hinsichtlich der Anforderungen an den Stall sowie den Einfluss der Haltung auf die Tiergesundheit. Er findet in Halle 25, Stand B25 statt.

Am Freitag, 14. November von 10 bis 10.45 Uhr werden Demeter-Futtermittellieferant und Landwirt Joost-Meyer zu Bakum (Meyerhof zu Bakum) gemeinsam mit Demeter-Landwirt Peter Schubert (Geflügelhof Schubert) zum Thema „Erfahrungen in der ökologischen und biologisch-dynamischen Geflügelfütterung – Herausforderungen und Lösungen“ sprechen.

Die zentralen Gesichtspunkte in der ökologischen und biodynamischen Legehennenfütterung werden vorgestellt und diskutiert sowie individuelle Lösungsansätze aufgezeigt. Das Forum findet in Halle 11, Stand B50 statt.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Brandschneise 1 | 64295 Darmstadt
Tel.: 06155 8469-0
Fax: 06155 8469-11
E-Mail: presse@demeter.de
www.demeter.de

Renée Herrnkind
Tel.: 06155 8469-50 oder 06441 8977127
Fax: 06441 8977125
E-Mail: renee.herrnkind@demeter.de