Hendricks und Krautzberger zeichnen Gewinner des Bundespreises Ecodesign 2014 aus

Gemeinsame Pressemitteilung
15. November 2014

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, haben am 14. November in Berlin die Gewinner des Bundespreises Ecodesign 2014 ausgezeichnet. Insgesamt wurden 13 Projekte in den Wettbewerbskategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs prämiert. Dazu gehören energiesparende und reparaturfähige elektronische Produkte, innovative Transportsysteme für den Stadtverkehr, eine nachhaltige Modekollektion, umweltverträgliche Produktionsverfahren in der Leder-, Brillenglas- und Textilherstellung sowie ein Online-Spiel zur CO2-Reduzierung im Alltag.

Bundesumweltministerin Hendricks: „Zukunftsfähige Produkte sind eine wichtige Voraussetzung für einen umweltverträglichen Konsum. Dafür brauchen wir Menschen mit Ideenreichtum, Phantasie und unternehmerischem Mut. Der Bundespreis Ecodesign unterstützt und anerkennt ein solches Engagement. Die einzelnen Projekte haben einmal mehr gezeigt, dass ökologisch anspruchsvolle Modelle auch ästhetisch sehr ansprechend gestaltet werden können.“

Aus über 200 Einreichungen wählten die Umwelt- und Designexperten der Jury – darunter auch die Parlamentarische Staatssekretärin im BMUB, Rita Schwarzelühr-Sutter – die Nominierten und Preisträger aus. Der Juryvorsitzende Günter Horntrich sieht in den qualitativ hochwertigen Einreichungen ein klares Zeichen dafür, dass der Stellenwert des ökologischen Designs wächst und nachhaltige Gestaltung sich längst vom früheren Image des Öko-Looks verabschiedet hat.

UBA-Präsidentin Krautzberger hob die positiven Entwicklungen hervor, merkte aber auch an: „Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen, um ökologische Kriterien selbstverständlich in der Produktentwicklung zu verankern. Wichtig dabei sind vor allem rechtliche Vorgaben in der Ökodesignrichtlinie oder auch die Designausbildung. Denn eine nachhaltige, lebenswerte Zukunft muss gestaltet werden, und dafür brauchen wir engagierte Produktgestalter und Gestalterinnen.“

Die ausgezeichneten Projekte werden in einer Wanderausstellung präsentiert, die 2015 an unterschiedlichen Orten im Bundesgebiet gezeigt wird. Anfang Februar 2015 wird der Bundespreis Ecodesign erneut ausgeschrieben und geht damit bereits in die vierte Runde.
Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt loben den Bundespreis Ecodesign seit 2012 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin e. V. aus. Ein Projektbeirat unterstützt das Vorhaben.

Preisträger
Informationen über die mit dem Bundespreis Ecodesign 2014 ausgezeichneten Projekte finden Sie hier: http://www.bundespreis-ecodesign.de/de/wettbewerb/2014/preistraeger14.html
Bildmaterial der Preisverleihung finden Sie hier: http://www.picdrop.de/kuehnapfel-fotografie/Preisverleihung+Ecodesign++Druckdaten
Für weiteres Bildmaterial kontaktieren Sie uns: presse@bundespreis-ecodesign.de

Jury
Werner Aisslinger (Designer mit Schwerpunkt auf Produktdesign und Architektur)
Dr. Kirsten Brodde (Campaignerin Greenpeace e. V., Autorin)
Dr. Thomas Holzmann (Vizepräsident des Umweltbundesamtes)
Prof. em. Günter Horntrich (emeritierter Professor für Design und Ökologie an der KISD)
Theresa Keilhacker (Architektin mit Schwerpunkt auf nachhaltigem Planen und Bauen)
Dr. Dietlinde Quack (Leiterin der Gruppe Konsum im Bereich Produkte und Stoffströme und der Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen.de am Öko-Institut)
Rita Schwarzelühr-Sutter (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)
Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann (Kommunikationsdesigner, Schriftgestalter und Autor)

Projektbeirat
Victoria Ringleb, Allianz deutscher Designer (AGD)
Anne Farken, BMW Group DesignworksUSA
Prof. Matthias Held und Sabine Lenk, Deutsche Gesellschaft für Designtheorie
und -forschung (DGTF)
Lutz Dietzold, Rat für Formgebung
Prof. Susanne Schwarz-Raacke (Produktdesign), Prof. Heike Selmer (Modedesign)
und Prof. Dr. Zane Berzina (Textil- und Flächendesign), Kunsthochschule Berlin-
Weißensee (KHB)
Karin-Simone Fuhs und Dorothea Hess, ecosign/Akademie für Gestaltung
Dr. Stephan Kabasci und Hendrik Roch, Fraunhofer-Institut UMSICHT
Stephan Rabl, Handelsverband Deutschland (HDE)
Dr. Dominik Klepper, Markenverband
Johanna Kardel, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Entwicklung und Durchführung
Internationales Design Zentrum Berlin e. V. (IDZ)
www.idz.de




Über ein Jahr nach der Crowdfunding-Aktion: Leef baut seine nachhaltige&faire Produktion in Indien weiter aus

Presseinformation 29.10.2014

Berlin, 29.10.2014 // Nach mehr als einem Jahr nach ihrer Crowdfunding-Aktion ist die Leef Blattwerk GmbH weiterhin auf der Erfolgsspur. „Unsere Produktion haben wir nach über acht Monaten weiter ausgebaut. Hierbei ist uns wichtig, die lokalen Strukturen vor Ort in Indien zu wahren und Kleinunternehmer zu unterstützen, anstatt eine Fabrik zu bauen.“, erklärt Leef-Mitgründer Marcel Frank. „Zusätzlich bauen wir den Vertrieb im gesamten deutschsprachigen Raum aus und arbeiten an einer Produkterweiterung.“

Im Sommer 2013 startete Leef eine Crowdfunding-Aktion. Gemeinsam mit der deutschen Plattform Startnext standen innerhalb von drei Monaten die fehlenden 15.000 EUR bereit, die für den Kauf neuer Blätter und den Transport des ersten Containers mit Leef-Tellern benötigt wurden.

„Die Idee des Crowdfundings bleibt nicht nur Mittel zum Zweck. Bei Leef steht das Gemeinschaftsdenken im Vordergrund“, so Marcel Frank. Mit seinem sozialen & nachhaltigen Produktionskonzept und durch den intensiven und persönlichen Einblick in die Idee und die Produktion will Leef den Menschen nahe bringen, dass sie mit ihrem Support etwas Gutes schaffen, unter anderem die Wegwerfkultur zum Umdenken anzuregen. Ziel ist es, in Indien vor Ort den Menschen zu helfen, nachhaltige und langfristige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die die Standards der gesamten Region erhöhen, ohne die Umwelt auszubeuten. Hierzu sind verschiedene verkaufsbegleitende Projekte in der Planung.

Presse & Kommunikation, Alexandra Barone, pr@leef.is, 030 / 21 80 80 70

Über uns
Leef ist ein Berliner Start-Up, das aus den Blättern der Areka Palme nachhaltige Einweg-Teller herstellt. Die Idee dazu entstand 2011, als Claudio Fritz-Vietta die lokale Benutzung von Areka Tellern in Indien entdeckte. Im Januar 2014 gründete Claudio gemeinsam mit Marcel Frank die Leef Blattwerk GmbH und die eigentliche Herstellung der Palmblattteller begann. Leef produziert seine Teller mit kleinen und mittelständischen, unabhängigen Produzenten in Südindien, mit denen in enger Zusammenarbeit westliche Standards in Produktion, Sicherheit und Nachhaltigkeit eingeführt wurden. Leef stellt zur Zeit 250.000 Teller im Monat her. Abnehmer sind Gastronomiebetriebe, Event- Veranstalter und Inhaber von Ladengeschäften sowie Handelsketten.

Bei Leef steht das Gemeinschaftsdenken im Vordergrund. Mit seinem sozialen & nachhaltigen Produktionskonzept und durch den intensiven und persönlichen Einblick in die Idee und die Produktion, will Leef den Menschen nahe bringen, dass sie mit ihrem Support etwas Gutes schaffen, unter anderem die Wegwerfkultur zum Umdenken anzuregen und gleichzeitig strukturschwache Regionen in Indien unterstützen.




Mit Design die Welt retten? Ecodesign konkret: Einflussmöglichkeiten und Grenzen

IDZ Designdiskurs im orangelab am 18. September 2014

Was ist Ecodesign und welche Kriterien gelten dafür? Was motiviert Unternehmen, in ökologisch verträgliche Produkte und Services zu investieren? Wer bestimmt unser Konsumverhalten? Inwieweit fördern oder verhindern Gesetze nachhaltiges Handeln? Drei ausgewählte Preisträger und Nominierte des Bundespreises Ecodesign diskutieren mit dem Publikum Handlungsspielräume und Einflussmöglichkeiten von Design. Holger Hampf von frog design, Lars Krückeberg von GRAFT und Michael Volkmer von Scholz & Volkmer stellen ihre Projekte vor. Moderiert wird die Diskussion von Cornelia Horsch, Direktorin des Internationalen Design Zentrums Berlin. Mehr dazu unter http://www.idz.de/de/sites/2939.html.

Hintergrund
Der IDZ Designdiskurs stellt den fachlichen Austausch und das Gespräch über designrelevante Themen in den Mittelpunkt. Mitglieder des Internationalen Design Zentrum Berlin und Gäste stellen ihre Positionen und Erfahrungen zu ausgewählten Fragestellungen vor und diskutieren diese gemeinsam mit dem Publikum. Im kritischen Diskurs werden unterschiedliche Haltungen und Kenntnisse sichtbar, es werden neue Impulse für ein vertieftes Designverständnis gesetzt und der Austausch innerhalb des IDZ Netzwerkes wird gefördert. Der Designdiskurs ist eine öffentliche Abendveranstaltung und findet mehrmals im Jahr im orangelab statt.

Termin
Donnerstag, 18. September 2014
Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr

Podium
Holger Hampf, Executive Creative Director, frog design, Projekt: Revolver – Personal Wind Turbine
Lars Krückeberg, Architekt, GRAFT, Projekt: Solarkiosk
Michael Volkmer, Geschäftsführer, Scholz & Volkmer, Projekt: Zeit statt Zeug

Moderation
Cornelia Horsch, Direktorin Internationales Design Zentrum Berlin

Ort
orangelab
Ernst-Reuter-Platz 2, 10587 Berlin

Eintritt
frei für Mitglieder des IDZ, 20 Euro für Gäste, 10 Euro für Studierende und ALGII-Empfänger/-innen

Anmeldung
verbindliche Anmeldung unter: http://www.idz.de/de/sites/2939.html
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