Zwei neue Windparks für die Hunsrücker Energiewende

· 200 Horather und Merschbacher feiern Windparkeinweihung im Hunsrück
· Projektpartner loben die hervorragende Zusammenarbeit
· Sauberer Strom für 25.000 Haushalte

(Horath/Wiesbaden, 27. Juni 2017) Nach einer heißen Frühsommerwoche wehte ein kräftiger Wind zur Einweihung der Hunsrücker Windparks Horath und Merschbach am vergangenen Sonntag. Rund 200 Bürger aus den beiden Ortsgemeinden und der Region waren gekommen, um gemeinsam mit dem Projektentwickler ABO Wind und dem Betreiber Schöller Wind des Windparks Merschbach zu feiern.

Merschbachs Bürgermeisterin Iris Hornberg sagte: „Als einer der kleinsten Orte in der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf sind wir sehr stolz und freuen uns, dass wir zwei Windkraftanlagen realisieren konnten.“ Horaths Bürgermeister Egon Adams ergänzte: „Wir machen nicht viel Wind um unsere Dörfer, wir nutzen ihn lieber, um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“ Er betonte auch die Rolle der Pachteinnahmen für den Gemeindehaushalt: „Wir haben das ‚Tal der Tränen‘ verlassen und leisten zusätzlich noch den vereinbarten Solidarbeitrag für alle Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde.“ Die interkommunale Zusammenarbeit würdigte auch Marc Hüllenkremer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf: „Die Energiewende macht an Grenzen nicht Halt, darum ist es unsere Aufgabe, in der gesamten Region an einem Strang zu ziehen und das haben wir hier geschafft.“ Hüllenkremer lobte auch die Auftritte der Kita St. Martin und der DJK-Tanzgruppen Minis und Hoata Danz-Kids: „Es ist toll, dass ihr Kinder das Fest so mitgestaltet, denn um eure Zukunft geht es hier heute.“

ABO Wind ist mit der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf schon lange verbunden hat und hat seit dem Jahr 2002 dort nun bereits 25 Windkraftanlagen und den Lehrpfad Hunsrücker Windweg errichtet, sechs weitere Anlagen sind aktuell im Bau. „Vor 15 Jahren habe ich mein erstes Windparkfest ganz in der Nähe in Berglicht gefeiert“, erinnerte sich ABO Wind-Geschäftsleiterin Urta Steinhäuser. „Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen wieder ein Fest zu feiern.“ Steinhäuser bedankte sich bei allen Beteiligten der Gemeinden, der Kreisverwaltung und der Forstämter: „Die Arbeit mit Ihnen ist etwas Besonderes und wirklich einzigartig. Darum haben wir heute richtig etwas zu feiern.“

Auch Jörg Röver, Geschäftsführer der Schöller Wind GmbH, die den Windpark Merschbach betreibt, lobte die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Er wies auf die zeitgleich stattfindenden Demonstrationen gegen zwei marode belgische Atomkraftwerke hin und ergänzte: „Moderne Windparks wie diese beiden hier im Hunsrück sind nicht nur Teil der notwendigen Energiewende, sie sind der Anfang vom Ende der Atomenergie.“

Die neun Anlagen des Windparks Horath des Typs Vestas V112 mit 3,3 Megawatt Nennleistung gingen im September 2016 ans Netz. Im März 2017 folgten zwei Anlagen des Typs Vestas V126 mit ebenfalls 3,3 Megawatt Nennleistung in Merschbach. Insgesamt produzieren die elf neuen Anlagen rund 85 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom – so viel verbrauchen rund 25.000 durchschnittliche Haushalte. Sie ersparen der Umwelt den Ausstoß von rund 64.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Nach den Auftritten des Kindergartens und der Kindertanzgruppen begleitete der Musikverein Horath das Einweihungsfest musikalisch. Für Speisen und Getränke sorgten die Ortsgemeinde Merschbach sowie die Freiwillige Feuerwehr, der Musikverein, der Männergesangverein Cäcilia und die DJK aus Horath. Während die Kinder am Stand der Kita St. Martin Windrädchen basteln konnten und geschminkt wurden, informierten sich die Erwachsenen am ABO Wind-Stand über die Windenergie und besichtigten den Turmfuß der Windkraftanlage.

Lena Fritsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ABO Wind AG
Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden
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Planer und Bürger diskutierten Windparkprojekt kontrovers

Pressemitteilung

· ABO Wind will bis zu sechs Anlagen südöstlich von Nentershausen errichten
· Rund 60 Anwohner informierten sich bei einer Infomesse über das Vorhaben
· Internetseite www.windpark-nentershausen.de informiert Interessenten

(Wildeck-Richelsdorf/Wiesbaden, 2. Juni 2017) Lebhafte Debatten löst das Vorhaben von ABO Wind aus, im hessischen Nentershausen und Wildeck (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) einen Windpark mit sechs Windkraftanlagen zu errichten. Bei einer Informationsmesse des Unternehmens am gestrigen Nachmittag und Abend setzten sich rund 60 Besucher detailliert mit den Planungen auseinander. Projektleiter Michael Haag und weitere Experten informierten über das Projekt und beantworteten viele Detailfragen, die unter anderem die Bürgermeister Markus Becker (Ronshausen) und Alexander Wirth (Wildeck) stellten. Noch in diesem Juni will ABO Wind einen Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium Kassel einreichen.

Die meisten der Besucher stehen den Planungen kritisch bis ablehnend gegenüber. Viele halten die Vorrangfläche für falsch gewählt, haben grundsätzliche Vorbehalte gegen Windkraftnutzung im Forst oder befürchten Beeinträchtigungen durch Schall und Schatten. Heinrich Fleischmann aus dem Nentershausener Ortsteil Süß gab sich hingegen als klarer Befürworter zu erkennen. „Auch wenn ich mich damit nicht bei allen Nachbarn beliebt mache: In meinen Augen ist es notwendig, solche Windparks zu errichten, damit die Energiewende funktioniert.“ So wie der gelernte Elektrotechniker nutzten viele Bürger die Veranstaltung um in angenehmer Atmosphäre und freundlichem Ton umso leidenschaftlicher über das Für und Wider des Windparks zu debattieren.

Die geplanten Wald-Anlagen im „Richelsdorfer Gebirge“ liegen im Vorranggebiet HEF 15 des Teilregionalplans Energie Nordhessen, den die Landesregierung im Mai 2017 verabschiedet hat. Der Windpark würde jährlich annähernd 70 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren, so viel verbrauchen rund 20.000 durchschnittliche Haushalte. Der Anlagentyp steht noch nicht fest: Durch das neue Vergütungssystem mit Ausschreibungen verlängert sich die Projektdauer, darum beantragt ABO Wind am Standort Nentershausen erstmals eine typenunabhängige Genehmigung. So kann das Unternehmen später die effizienteste und modernste verfügbare Anlage auswählen. Die Anlagen werden eine Gesamthöhe zwischen 215 und 245 Metern haben. Bei den Generatoren sind Nennleistungen zwischen 2,4 und 5 Megawatt denkbar.

Den Zeitpunkt der Infomesse hat ABO Wind bewusst gewählt. „Kurz vor Antragsstellung liegen jetzt nahezu alle Gutachten und Fotomontagen des späteren Windparks vor“, erklärte Michael Haag. „Die Anwohner können sich also ein genaues Bild machen und uns alle Fragen stellen, die sie zum Windpark und zur Windenergie allgemein haben.“ Auf zahlreichen Postern präsentierte ABO Wind den Stand der Planung, unter anderem das aktuelle Parklayout, die Abstände zu den Siedlungen, die Gutachten zu Schall und Schattenwurf sowie Informationen zur Windmessung. Die ABO Wind-Bauleitung und Volker Neumann vom Forstamt Rotenburg informierten über den Windparkbau im Wald. Heiko Köstermeyer vom Gutachterbüro Simon & Widdig berichtete von den Ergebnissen der naturschutzfachlichen Untersuchungen am Standort. In persönlichen Gesprächen erklärte der Biologe zum Beispiel, dass das Planungsgebiet nicht auf der Route der Zugvögel liegt. Auf Karten hatte er Erkenntnisse dargestellt, wo im Umfeld der geplanten Anlagen Rotmilane beobachtet worden sind.

Für viele Besucher waren vor allem die Visualisierungen interessant – Fotomontagen, die von 17 verschiedenen Punkten in der Umgebung aus perspektivisch korrekt verdeutlichen, wie der Windpark aussehen wird. Im Lauf der kommenden Monate werden alle Antragsunterlagen im Rahmen des von ABO Wind gewählten förmlichen Genehmigungsverfahrens öffentlich ausliegen und die Bürger haben die Möglichkeit, Einwendungen vorzubringen.

Alle Poster der Infomesse sind auf der Website www.windpark-nentershausen.de zu finden. Dort stellt ABO Wind auch alle Neuigkeiten zum Projekt und später Fotos vom Windparkbau zur Verfügung. Das Unternehmen hat in Hessen bislang 102 Anlagen mit insgesamt 200 Megawatt Leistung errichtet.

Lena Fritsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ABO Wind AG
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ABO Wind mit guten Perspektiven in Deutschland und international

Pressemitteilung

· Jahresüberschuss auf 16,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt
· Aktionäre erhalten zwei Dividenden von zusammen 0,50 Euro
· 2017 trägt Finnland wesentlich zum Erfolg bei
· Aktuell sind mehr Windparks im Bau als je zuvor

(Wiesbaden, 12. Mai 2017) Der Jahresabschluss 2016 unterstreicht nach Überzeugung des Vorstands die guten Perspektiven der ABO Wind. „Die Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit trägt Früchte – sonst wäre dieses Rekordergebnis nicht möglich gewesen“, sagt Matthias Bockholt. Der Jahresüberschuss 2016 des Konzerns beträgt 16,5 Millionen Euro und liegt damit mehr als doppelt so hoch wie im bereits guten Geschäftsjahr 2015. Der Umsatz hat mit 122 Millionen Euro erstmals die Schwelle von 100 Millionen Euro überschritten. Die Gesamtleistung liegt bei 145 Millionen Euro. Der vollständige Abschluss steht auf der Internetseite zur Verfügung: https://www.abo-wind.com/de/unternehmen/ueber-abo-wind/geschaeftsberichte.html

Eigenkapital auf 67 Millionen Euro gewachsen
Dank kontinuierlicher Geschäftserfolge ist das Eigenkapital der Gesellschaft sukzessive gewachsen auf nunmehr 67 Millionen Euro. Inklusive Mezzanine-Mitteln beträgt die Eigenkapital-Quote 55 Prozent. Auch der größte Teil des Jahresüberschusses 2016 fließt in die Rücklage. Zugleich profitieren die Aktionäre vom Erfolg. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 20. Juni vor, 2017 zwei Dividenden auszuschütten. Neben der auf 0,30 Euro je Aktie erhöhten regulären Dividende wird im Oktober zusätzlich eine „Jubiläumsdividende“ ausgeschüttet. Da ABO Wind 2016 zwanzigsten Geburtstag feierte, erhalten Aktionäre weitere 0,20 Euro. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs steigt die Dividendenrendite damit auf knapp fünf Prozent.

Eveline Lemke kandidiert für Aufsichtsrat
Ebenfalls von der Hauptversammlung zu beschließen, ist die Nachfolge des ausscheidenden Aufsichtsrats Jürgen Koppmann. Der frühere Vorstand der Umweltbank ist wieder für die Bank tätig und legt sein Mandat bei ABO Wind daher nieder. „Wir freuen uns, dass wir die frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke gewonnen haben“, sagt Vorstand Bockholt. Lemke engagiert sich seit vielen Jahren für Klimaschutz und erneuerbare Energien. Aktuell ist sie Präsidentin der international ausgerichteten Karlshochschule. Das passt gut zur Strategie der ABO Wind, in noch mehr Ländern aktiv zu werden. Bei der Hauptversammlung kandidiert sie als Aufsichtsrätin. Tagesordnung und auszulegende Unterlagen stehen auf der Internetseite zur Verfügung: https://www.abo-wind.com/de/unternehmen/ueber-abo-wind/hauptversammlung.html

Gutes Geschäftsjahr 2017 erwartet
Auch 2017 erwartet der Vorstand ein sehr gutes Geschäftsjahr. In der ersten Jahreshälfte befanden und befinden sich mehr Windparks im Bau als je zuvor. Rund 20 Projekte mit 180 Megawatt Gesamtleistung gehen 2017 den Planungen zufolge in Deutschland, Finnland und Frankreich ans Netz. Während 2016 außerordentliche Erfolge in Argentinien zum hervorragenden Ergebnis beitrugen, ist für 2017 mit einem ungewöhnlich großen Beitrag der finnischen Tochtergesellschaft zu rechnen, die aktuell drei Windparks mit 60 Megawatt Gesamtleistung errichtet. Der Vorstand erwartet für 2017 eine Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres und beim Jahresüberschuss ein wiederum zweistelliges Millionenergebnis − wenn auch nicht ganz auf der Höhe des Jahres 2016.

Marktanteil in Deutschland soll wachsen
Im Heimatmarkt Deutschland ist ABO Wind seit Jahren mit großem und stetigem Erfolg tätig. Das zum Januar 2017 novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) erhöht den Wettbewerb, indem es für die Vergütung des Windstroms Ausschreibungsverfahren vorschreibt. „Wir sehen uns für diesen Wettbewerb gut gerüstet, wollen unseren Marktanteil erhöhen und uns zudem als Serviceanbieter für die Wartung und Optimierung laufender Windparks etablieren“, sagt Vorstand Bockholt.

Internationalisierung schreitet voran
Zugleich verstärkt ABO Wind die Anstrengungen zur Internationalisierung. Neben dem ertragreichen Engagement in Finnland trägt auch die Projektentwicklung in der Republik Irland weiter zum Erfolg bei. Mit dem Bau des seit 2010 vierten irischen Windparks Cappawhite (16 Megawatt) wird ABO Wind planmäßig in den nächsten Wochen beginnen. Wegen Engpässen beim Stromnetz erfolgt die Inbetriebnahme erst 2018. Auch in den beiden folgenden Jahren könnte nach aktueller Planung jeweils ein irischer Windpark ans Netz gehen. Frankreich bleibt nach Deutschland der wichtigste Markt für ABO Wind und soll in den nächsten Jahren kontinuierlich zum Geschäftserfolg beitragen. Erfreulich sind diesbezüglich auch die energiepolitischen Ziele des neuen Präsidenten Emmanuel Macron.

In Argentinien und Spanien arbeitet ABO Wind an der Entwicklung neuer Projekte ebenso wie an weiteren Verkäufen und Dienstleistungsverträgen. Positiv entwickeln sich auch die Planungen von Windparks und Photovoltaikanlagen im Iran. Dort sind bezüglich der Finanzierung allerdings noch Hürden zu überwinden. Darüber hinaus engagiert sich ABO Wind zunehmend in weiteren Ländern beispielsweise in Afrika und hat dazu mehrere Kooperationen geschlossen. Europaweit hat ABO Wind aktuell Projekte mit mehr als 3.000 Megawatt Leistung in Planung sowie außerhalb Europas knapp 1.000 Megawatt. Sie sind die Basis für weitere gute Geschäftsjahre.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Lena Fritsche, ABO Wind AG, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden, Tel.: (0611) 267 65-617, presse@abo-wind.de

ABO Wind ist ein erfolgreicher Windkraft-Projektentwickler aus Wiesbaden. Seit 1996 hat das Unternehmen rund 600 Windenergieanlagen mit 1.300 Megawatt Leistung ans Netz gebracht.




Windenergie Brandenburg: Hoher Zubau für 2017 erwartet – BWE ruft Bürger zur Beteiligung an Regionalplanung auf – in der Uckermark gehen die (Wind-) Lichter aus

Pressemitteilung

Berlin/Potsdam, 22. März 2017: Mit knapp 500 MW lag der Zubau der Windenergie in Brandenburg 2016 deutlich über dem des Vorjahres. Für 2017 erwartet der Verband ähnlich hohe Werte, ab 2018 wird der Windkraftausbau deutlich zurückgehen. Das gab der Bundesverband WindEnergie (BWE) Berlin/Brandenburg heute auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt. Um langfristig Rückhalt für die Windenergie zu sichern, fordert der Verband dazu auf, Bürger, Kommunen und Interessensgruppen stärker in die Regionalplanung einzubinden.

In Brandenburg wurden 2016 genau 173 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 493,80 MW errichtet. „Damit liegen wir fast ein Viertel über dem Zubau aus dem Vorjahr“, so Jan Hinrich Glahr, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin / Brandenburg im BWE. Für die Übergangsjahre 2017 und 2018 können 290 Anlagen bzw. 876,6 MW noch unter Fortschreibung der stark degressiv ausgestalteten EEG-Festvergütung umgesetzt werden. Deshalb rechnet der Verband für 2017 noch einmal mit einem hohen Zubau von bis zu 600 MW neu installierter Windkraft. 2018 wird sich der jährliche Zubau dann möglicherweise auf 300 MW abflachen, bevor 2019 nur noch Projekte aus Ausschreibungen realisiert werden können.

„Wegen der aktuellen Umstellung im Vergütungssystem für Windenergie erleben wir einen kurzfristigen Anstieg des Zubaus“, erklärt Glahr. Ab diesem Jahr wird bundesweit nur noch eine begrenzte Menge Windenergie ausgeschrieben. Den Zuschlag bekommt, wer den Strom am günstigsten anbietet. „Der Wettbewerb nimmt damit deutlich zu. Viele Projektierer haben sich daher darauf konzentriert, weit fortgeschrittene Genehmigungsverfahren noch 2016 abzuschließen. Diese Anlagen können nun bis Ende 2018 errichtet werden“, so Glahr.

Im Ländervergleich liegt Brandenburg beim Zubau an vierter Stelle hinter Niedersachsen (900,40 MW), Schleswig-Holstein (651,20 MW) und Nordrhein-Westfalen (564,45 MW). Wie schon in den Vorjahren entspricht das einem Anteil des bundesweiten Brutto-Leistungszubaus von etwa zehn Prozent. Damit stehen, Stand Dezember 2016, insgesamt 3.630 Windenergieanlagen in Brandenburg mit einer Leistung von 6.337 MW.

Mit 43 Anlagen wurden im Landkreis Teltow-Fläming die meisten Windenergieanlagen errichtet, gefolgt von Dahme-Spreewald (24 Anlagen) und Elbe-Elster (18 Anlagen). Die meisten Genehmigungen für neue Bauprojekte gab es mit 82 Anlagen in der Uckermark. In Barnim und Märkisch Oderland wurden 2016 zwar nur wenige Windenergieanlagen errichtet (zwei bzw. fünf Anlagen), allerdings wurden Genehmigungen für 24 bzw. 19 weitere Anlagen abgeschlossen.

Glahr ging im Rahmen der Pressekonferenz auch auf eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) zu den Beschäftigungszahlen in der Windbranche ein: „In Brandenburg und Berlin waren 2015 insgesamt 9.390 Menschen direkt oder indirekt in der Windbranche beschäftigt. Allein durch Betrieb und Wartung der Anlagen entstanden 2.620 Arbeitsplätze“, so Glahr. „Gegenüber 2012 sind das 1330 mehr Beschäftigte.“

Verlässliche Regionalplanung ist Voraussetzung für Akzeptanz

Mit der Regionalplanung wird festgelegt, wo Windenergieanlagen gebaut werden dürfen. „Während in einigen Gebieten Brandenburgs die Regionalplanung noch immer nicht abgeschlossen ist, hat man in Uckermark-Barnim alle Interessensgruppen direkt an der Planung beteiligt“, erklärte Jan Schröder, Geschäftsführer des Windplaners NOTUS Energy aus Potsdam. Ein Erfolgsmodell: „Uckermark-Barnim hat mit großem Konsens über zwei Prozent seiner Landesfläche als Eignungsgebiet für Windenergie ausgewiesen. Damit liegt die Region voll im Plan der Brandenburger Energiestrategie 2030.“ Anlässlich der Pressekonferenz hat der BWE Berlin/Brandenburg sein Positionspapier zur Brandenburger Regionalplanung veröffentlicht. Darin fordert der Verband unter anderem, klare und landesweit einheitliche Regeln sowie ausreichend Planungsspielraum für die Kommunen, um bei der rechtssicheren Ausweisung von Windflächen voran zu kommen.

Uckermark: Die Nacht wird wieder dunkel

Ab Mitte 2018 soll in der Uckermark die bisher vorgeschriebene Befeuerung der Windkraftanlagen fast vollständig abgeschaltet werden. Die Betreiber der Windräder werden bis dahin ein gemeinsames Radarsystem aufgebaut haben, welches erkennt, ob sich ein Flugzeug oder Hubschrauber den Windenergieanlagen nähert: Erst dann gehen die roten Warnlampen an. Mit etwa 400 angeschlossenen Windenergieanlagen wird in der Uckermark das bundesweit größte Areal auf diese sogenannte Bedarfsgerechte Befeuerung umgestellt. „Die Windbranche hat viele Jahre daran gearbeitet, eine technische Lösung für die Bedarfsgerechte Befeuerung zu entwickeln. Im vergangenen Jahr wurde die Technologie endlich vom Gesetzgeber zugelassen. Wir setzen sie nun in der Praxis um“, erklärte Jan Hinrich Glahr. „Wichtig wäre, jetzt eine bundesweit einheitliche Regelung zum Einsatz dieser Technologie zu erreichen. Nur so lässt sich verhindern, dass Windplaner, die diese Technik einsetzen, im Ausschreibungssystem einen Wettbewerbsnachteil haben. Bisher ist auch noch nicht gelöst, wie die nachträgliche Aufrüstung von Bestandsanlangen mit dieser Technologie finanziert werden kann“, so Glahr.

Lausitz: Leuchtturm-Region für Sektorenkopplung

Glahr ging auch auf den Strukturwandel in der Braunkohleregion Lausitz ein: „Wir verfügen in der Lausitz über sehr viel günstige Energie aus Windenergie, die regional genutzt werden kann.“ Grund sei, dass mit dem Stichjahr 2020 viele Altanlagen aus dem EEG-System fallen, aber weiterhin günstigen Strom produzieren. „Wir haben hier die einmalige Gelegenheit, Erzeuger und Verbraucher von Energie regional zusammenzubringen und damit Infrastrukturanreize für die Region zu schaffen“, so Glahr weiter. Die Lausitz könne damit zu einer Leuchtturm-Region für die in Zukunft so wichtige und viel beschworene Sektorenkopplung werden.

Kontakt BWE

Jan Hinrich Glahr
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Landesverband Berlin-Brandenburg
Gregor-Mendel-Straße 36
14469 Potsdam
Tel: 0331 27342-884
Fax: 0331 27342-886
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Starkes Interesse an Off-Grid mit Wind und Sonne auf der Energy Storage

Pressemitteilung

• Viele Besucher auf der Erneuerbaren-Energie-Insel von ABO Wind
• Abgelegene Orte profitieren von umweltfreundlicher Technik
• Speicher, PV- und Windenergie senken Stromkosten

(Wiesbaden, 17. März 2017) ABO Wind hat bei der sechsten Energy Storage-Konferenz vom 14. bis 16. März in Düsseldorf Lösungen für Off-Grid-Systeme mit Wind, Sonne und Speichern vorgestellt. Zahlreiche Besucher informierten sich auf der Erneuerbaren-Energie-Insel des Wiesbadener Unternehmens. „Strom aus Wind und Sonne ist an vielen Standorten ohne Netzanschluss nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch deutlich günstiger als die bisher üblichen Diesel-Aggregate. Besonders interessant ist das für Minen, vom Versorgungsnetz abgeschiedene Siedlungen oder Inseln“, sagt Jörg Wirtz, Projektleiter in der Abteilung für Zukunftsenergien bei ABO Wind. Dank Photovoltaik und Windenergieanlagen in Kombination mit Speichertechnologien müssen Tankfahrzeuge deutlich weniger Diesel in isolierte Gegenden transportieren. Der Strom wird stattdessen hauptsächlich ressourcenschonend vor Ort produziert, gespeichert und genutzt. Im Idealfall macht ein solches Off-Grid-System mit Wind und Sonne Dieselgeneratoren völlig obsolet.

ABO-Wind Gründer und Vorstand Jochen Ahn ist von diesem Ansatz überzeugt: „Als einer der erfahrensten Projektierer Europas bringen wir auf diesem Feld unsere Expertise aus mehr als zwei Jahrzehnten ein. Von der Planung über die Finanzierung bis zum Bau setzen wir alle Schritte zur erfolgreichen Implementierung von Off-Grid-Projekten um.“ Experten analysieren dafür im Vorfeld die Bedürfnisse des Kunden und berechnen, welche Kombination von Windenergieanlagen, Photovoltaiksystemen und Energiespeichern optimale Ergebnisse erzielt.

Auf der die Energy Storage begleitenden internationalen Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2017) haben Experten aus der Zukunftsabteilung von ABO Wind außerdem Konzepte zum Aufbau eines deutschlandweiten Netzes von Wasserstofftankstellen sowie integrierte Speicherlösungen mit Redox-Flow-Batterien zur Energieversorgung von Gewerbeparks vorgestellt.

Mehr Informationen zu den Speicherprojekten von ABO Wind gibt es unter www.abo-wind.de/energie-insel.

Kontakt

Dr. Daniel Duben
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ABO Wind AG
Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden
Tel: (0611) 267 65-577; Fax: -599
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VKU-Innovationspreis für zwei Grüner Strom-geförderte Projekte

Aktiv-Stadthaus in Frankfurt und Mieterstrommodell in Konstanz mit dem VKU-Innovationspreis 2017 prämiert / Beide Projekte mit Hilfe des Grüner Strom-Labels realisiert

Bonn, 16. März 2017. Mit dem Aktiv-Stadthaus in Frankfurt und dem Konstanzer Mieterstrommodell sind zwei Grüner Strom-geförderte Projekte mit dem Innovationspreis 2017 des Verbandes für kommunale Unternehmen e.V. (VKU) ausgezeichnet worden. Durch den Bezug von Grüner Strom-zertifiziertem Ökostrom generieren Kunden Fördergelder, mit denen Energiewende-Projekte wie Wind- und Sonnenkraftwerke verwirklicht werden. So konnten die Frankfurter Mainova und die Stadtwerke Konstanz mit Hilfe ihrer zertifizierten Ökostromprodukte insgesamt rund 480.000 Euro in die beiden Projekte investieren.

Beide Projekte setzten sich gegen 40 Mitbewerber durch. Die fünf Preisträger wurden am 14. März 2017 im Rahmen der VKU-Verbandstagung in Berlin ausgezeichnet.

„Wir freuen uns, dass zwei Grüner Strom-geförderte Projekte mit dem VKU-Innovationspreis 2017 ausgezeichnet wurden. Dies bestätigt einmal mehr, dass unsere Förderlogik die Energiewende voran bringt“, erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Bisher konnten so schon über 1.000 Projekte verwirklicht werden, 300 weitere befinden sich aktuell in der Umsetzung.“ Kernkriterium des Ökostromlabels Grüner Strom ist, dass die Stromanbieter einen festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde Ökostrom in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren.

Das mitten in der Frankfurter City gelegene Aktiv-Stadthaus erhält den Preis in der Kategorie ‚Kommunale Energiewirtschaft‘. Über das Jahr gesehen wird in dem 74-Parteien-Miethaus mehr Strom durch Sonnenenergie produziert als die Bewohner verbrauchen. Dazu wurden Photovoltaik-Module nicht nur auf dem Dach verbaut, sondern auch in die Fassade integriert. Zudem verfügt das Gebäude über Stromspeicher, die nicht verbrauchten Solarstrom dem hauseigenen E-Car-Sharing zur Verfügung stellen. Etwa 330.000 Euro der Projektkosten stammen aus der Grüner Strom-Förderung.

Das Konzept des direkten Energieverbrauchs am Erzeugungsort setzen auch die Stadtwerke Konstanz in ihrem ‚Konstanzer Mieterstrommodell‘ um: Die Stadtwerke verkaufen Strom und Wärme aus einem Blockheizkraftwerk im Gebäude und einer Photovoltaik-Dachanlage direkt an die Mieter. Das Besondere an diesem Mieterstrommodell ist die Differenzierung nach tatsächlicher Stromnutzung und Stromerzeugung. So können die Mieter ihr Verbrauchsverhalten an die Stromerzeugung anpassen und davon auch finanziell profitieren. Rund 150.000 Euro wurden im Sinne der Grüner Strom-Kriterien zur Verwirklichung des Projekts genutzt. Das ‚Konstanzer Mieterstrommodell‘ erhielt den Sonderpreis ‚Regionale Energiewende‘.

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten im Rahmen der Grüner Strom-Zertifizierung finden Sie unter: http://www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/garantierte-investitionen/foerderprojekte/

Zu den Preisträgern des VKU-Innovationspreises 2017 gelangen Sie über folgenden Link: http://www.vku.de/veranstaltungen/innovationspreis.html

Über den Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.
Ansprechpartner
Christian Knops, 0228 92667 14, c.knops@gruenerstromlabel.de




ABO Wind lädt bei der Energy Storage auf die Erneuerbare-Energie-Insel ein

Pressemitteilung

• Wiesbadener Unternehmen präsentiert Off-Grid-Lösungen mit Erneuerbaren
• Abgelegene Orte können von umweltfreundlicher Technik profitieren
• PV- und Windenergie senken Stromkosten
• Mehr Informationen gibt es auf der Energy Storage in Halle 8b / B02

(Wiesbaden, 09. März 2017) ABO Wind präsentiert auf der diesjährigen Energy Storage-Konferenz vom 14. bis 16. März in Düsseldorf Konzepte für Off-Grid-Systeme mit Wind, Sonne und Speichern. Im Unterschied zur Energieerzeugung mit Dieselgeneratoren zeichnet sich der Ansatz des Wiesbadener Unternehmens durch den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen aus. Strom aus Wind und Sonne ist an vielen Standorten ohne Netzanschluss nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch deutlich günstiger als die bisher üblichen Varianten zur Energieversorgung. „Das ist besonders interessant für Orte wie Minen, vom Versorgungsnetz abgeschiedene Siedlungen oder Inseln“, sagt Jörg Wirtz, Projektleiter in der Abteilung für Zukunftsenergien bei ABO Wind. Dank Photovoltaik und Windenergieanlagen in Kombination mit modernen Speichertechnologien müssen Tankfahrzeuge deutlich weniger Diesel in isolierte Gegenden transportieren. Der Strom wird stattdessen hauptsächlich ressourcenschonend vor Ort produziert, gespeichert und genutzt. Im Idealfall macht ein solches Off-Grid-System mit Wind und Sonne Dieselgeneratoren völlig obsolet.

ABO Wind ist außerdem auf der begleitenden Internationalen Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2017) vertreten. Experten aus der Zukunftsabteilung des Wiesbadener Unternehmens präsentieren im Rahmen der Posterausstellung Konzepte zum Aufbau eines deutschlandweiten Netzes von Wasserstofftankstellen sowie eine integrierte Speicherlösung mit Redox-Flow-Batterien zur Energieversorgung eines Gewerbeparks.

Mehr Informationen zu den Speicherprojekten von ABO Wind gibt es auf der Energy Storage in Halle 8b / B02 sowie unter www.abo-wind.de/energie-insel.

Kontakt:

Dr. Daniel Duben
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Grüner Strom-Label: Höchste Qualitätsstandards im europäischen Vergleich für Ökostromlabels bestätigt

Viele Ökostromprodukte erfüllen laut einer Untersuchung der europäischen Verbraucherorganisation BEUC die Kundenerwartungen nicht / Grüner Strom-Label erzielt bestes Ergebnis in Deutschland

Bonn, 08. März 2017. Eine Studie des Dachverbandes europäischer Verbraucherorganisationen BEUC zu den Ökostrommärkten in Europa ergab, dass über 15 Millionen Haushalte inzwischen Ökostrom beziehen. Doch viele vermeintlich „grüne“ Tarife liefern weder echten Ökostrom noch führen sie zu einem Ausbau erneuerbarer Energien. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich somit auch nur auf wenige Ökostromlabels verlassen. In Deutschland erzielt das Grüner Strom-Label laut BEUC das beste Ergebnis.

„Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung ist, dass es eklatante Qualitätsunterschiede bei Gütesiegeln für Ökostrom gibt“, erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Ein Ökostromlabel kann Verbraucherinnen und Verbrauchern nur dann eine Orientierungshilfe bieten, wenn es anspruchsvolle und auf den nationalen Markt abgestimmte Prüfstandards anlegt.“

In der im Januar 2017 veröffentlichten Studie untersuchte BEUC zwölf Ökostromlabels in Europa anhand von fünf Kriterien:

  • Transparenz sicherstellen: Ein Ökostromlabel sowie seine Kriterien und Entscheidungsprozesse sollen unabhängig, transparent und verständlich sein.
  • Kopplung von Strommenge und -herkunft: Herkunftsnachweise und Strommengen sollen aus demselben Ökokraftwerk stammen.
  • Umweltanforderungen an Ökokraftwerke etablieren: Bestehende Energieerzeugung und der Bau neuer Erneuerbarer-Energien-Anlagen sollen möglichst umweltverträglich sein.
  • Fossile Energieerzeugung ausschließen: Auch die Gesamtaktivitäten der Anbieter in Bezug auf die Stromproduktion aus fossilen Energien sollen mit betrachtet werden.
  • Zusatznutzen garantieren: Ein Ökostromlabel soll nicht nur die Herkunft von Ökostrom betrachten, sondern auch den Ausbau erneuerbarer Energien nachweislich fördern.

Die Untersuchung hat ergeben: Das Grüner Strom-Label erfüllt als einziges Ökostromlabel auf dem deutschen Strommarkt alle fünf Kriterien zur vollsten Zufriedenheit. Kern des Grüner Strom-Zertifizierungsmodells ist, dass pro verbrauchter Kilowattstunde Ökostrom ein fester Förderbetrag in naturverträgliche Erneuerbare-Energien-Anlagen wie Wind- oder Solarkraftwerke investiert wird.

Die europäische Verbraucherorganisation reiht sich damit in die Liste unabhängiger Marktbeobachter ein, die die hohen Qualitätsstandards des Gütesiegels Grüner Strom immer wieder bestätigen. So zum Beispiel die Verbraucherzentrale Niedersachsen, die in einem detaillierten Marktcheck nur das Grüner Strom-Label mit der Bestnote ‚sehr empfehlenswert‘ bewertete. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch die anerkannten Einkaufsratgeber ÖKO-TEST und Nachhaltiger Warenkorb.

Weitere Informationen zur Untersuchung ‚A ‘Green Electricity’ Market That Works For Consumers’ finden Sie hier: http://www.beuc.eu/press-media/news-events/need-fix-%E2%80%98green-electricity%E2%80%99-markets-consumers

Über den Grüner Strom Label e.V.

Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.




KGAL erwirbt zwei Windparks in Schweden

Grünwald, 09.02.2017 – Die KGAL Gruppe erwirbt zwei Windparks mit einer Größe von 15,4 MW in Südschweden. Damit baut der Asset- und Investmentmanager seine Position im skandinavischen Windenergiemarkt aus. Verkäufer ist das schwedische Unternehmen Eolus Vind AB.

Mit dem Erwerb der beiden schwedischen Windparks setzt die KGAL Gruppe ihre Positionierung in Nordeuropa fort. Ende 2015 hat der Asset- und Investmentmanager mit dem Kauf des finnischen Windparks Silovuori den Markteinstieg in Skandinavien realisiert. Die aktuelle Transaktion umfasst insgesamt sieben Windkraftanlagen des Typs Vestas V100 mit einer installierten Leistung von jeweils 2,2 MW auf einer Nabenhöhe von 95 Metern.

Der Windpark Gunillaberg liegt rund 20 km westlich der Stadt Jönköping und wird aus vier Anlagen bestehen. Drei weitere Turbinen werden im Windpark Lunna in der Gemeinde Askersund errichtet. Die Fertigstellung beider Projekte ist für August 2017 geplant. Die Windparks Lunna und Gunillaberg sind Bestandteil eines institutionellen Fonds für Erneuerbare Energien. Die Gesamtleistung der KGAL im Bereich Wind umfasst mit dem Kauf der beiden Windparks nun rund 630 MW.

„Wir sind sehr zuversichtlich, mit den Windparks Lunna und Gunillaberg ein nachhaltiges Windprojekt für unseren institutionellen Fonds erworben zu haben. Mit Eolus Vind konnte die KGAL zudem einen sehr erfahrenen und verlässlichen Partner für den Markteintritt in Schweden gewinnen“, betont Matej Lednicky, Leiter Transaktionsmanagement Wind der KGAL Investment Management GmbH.

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Grüner Strom: Ökostromlabel passt Fördersystem für Energiewende-Projekte an

Ökostromlabel der Umweltverbände garantiert Investitionen in den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien / Förderbeträge pro zertifizierter Kilowattstunde für Privat- und Großkunden zum 1.1.2017 neu festgesetzt

Bonn, 31. Januar 2016. Das Grüner Strom-Label garantiert pro zertifizierter Kilowattstunde Ökostrom feste Förderbeträge, die in Erneuerbare-Energien-Anlagen wie Wind- oder Solarkraftwerke investiert werden. Zum 1. Januar 2017 hat das von Umweltverbänden wie BUND und NABU getragene Ökostrom-Gütesiegel den Mindestförderbetrag für Privatkunden auf 0,5 Cent reduziert und mit 0,1 Cent eine neue Förderkomponente für Großkunden eingeführt. Damit schließt der Grüner Strom Label e.V. ein wichtiges Kapitel in seinem Zukunftsprozess ‚Naturverträgliche Energiewende‘ ab und reagiert auf die aktuellen Marktgegebenheiten.

„Das Grüner Strom-Label ist das einzige Ökostrom-Gütesiegel bundesweit, das an geförderte Erneuerbare-Energien-Anlagen naturschutzfachliche Anforderungen stellt, die über das gesetzliche Maß hinausgehen“, erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Nur durch substanzielle und fest definierte Mindestförderbeträge je verbrauchter Kilowattstunde Ökostrom lässt sich der naturverträgliche Ausbau erneuerbarer Energien durch ein Ökostrom-Label forcieren und nachweisen.“

Deshalb haben der Grüner Strom Label e.V. (GSL) und seine Trägerverbände, unter anderem BUND, NABU, Deutscher Naturschutz-Ring und EUROSOLAR, bereits 2014 das Projekt ‚Naturverträgliche Energiewende‘ ins Leben gerufen. Ziel dieses Zukunftsprozesses ist die Transformation des Energiesektors hin zu einer ökologisch, wie auch ökonomisch nachhaltigen Energieversorgung. Das Grüner Strom-Label dient dabei als Schnittstelle zwischen Umweltverbänden und Energiewirtschaft.

In der ersten Projektphase wurde ein Stakeholder-Prozess initiiert, an dem sich 24 Umwelt- und Verbraucherverbände, Energieanbieter sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft beteiligten. Resultat war der 2015 in Kraft getretene neue Kriterienkatalog für das Grüner Strom-Label, in dem die Umweltanforderungen an neue Ökokraftwerke präzisiert und teils verschärft wurden.

In einem nächsten Schritt erfolgt nun nach Beratungen mit über 15 Stakeholdern die Anpassung der Förderbeträge. Damit wird es Energieanbietern ermöglicht, im Privatkunden- und Großkundensegment neue Ökostromprodukte aufzusetzen. Für Kunden, die weniger als zehntausend Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, wird der Mindestförderbetrag von 1,0 auf 0,5 Cent je Kilowattstunde reduziert. Für preissensible Großkunden mit einem Jahresverbrauch ab drei Millionen Kilowattstunden können nun Ökostromprodukte mit einem Förderbetrag von 0,1 Cent je Kilowattstunde konzipiert werden.

„Gerade den Haushalten und Kleinbetrieben wird die EEG-Umlage zugunsten der Großindustrie einseitig aufgebürdet, obwohl die Volkswirtschaft und der Klimaschutz insgesamt profitieren. Deshalb wollen wir es den Energieanbietern ermöglichen, für ihre Angebote an hochwertigem Ökostrom eine breitere Kundenbasis zu finden“, erläutert Dr. Werner Neumann, GSL-Vorstandsmitglied und Sprecher Arbeitskreis Energie beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). „Durch ihren Strombezug können nun auch Mittelstand und Industrie sowie öffentliche Verwaltungen naturverträgliche Energiewende-Projekte nachweislich fördern, anstelle von Schein-Ökostrom der außer für das eigene Marketing keinen Zusatznutzen bringt.“

Der aktualisierte Kriterienkatalog tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft.

2017 wird der GSL den begonnenen Dialogprozess zum Thema Naturverträgliche Energiewende fortsetzen. Alle interessierten Gruppen sind dazu eingeladen, sich am Austausch zu beteiligen.

Den aktuellen Kriterienkatalog des Grüner Strom-Labels finden Sie unter: http://www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/unabhaengige-zertifizierung/