Personelle Veränderungen bei foodwatch beschlossen

Pressemitteilung

Berlin, 7. November 2106. Der Aufsichtsrat des foodwatch e.V. hat die formale Unterteilung des Vereins in zwei Einheiten mit künftig zwei eigenständigen Geschäftsführern beschlossen: einen Bereich „foodwatch International“ und einen Bereich „foodwatch Deutschland“. Von April 2017 an wird foodwatch International die gemeinsamen Aktivitäten aller nationalen foodwatch-Büros im Sinne einer Dachorganisation koordinieren.

Zum 1. April 2017 bestellte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am vergangenen Samstag Martin Rücker zum neuen Geschäftsführer von foodwatch Deutschland. Der bisherige Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt die Leitung dieses Bereichs von Thilo Bode, der die Organisation 2002 gegründet hatte.

Thilo Bode wird als Direktor foodwatch International fungieren und dazu Geschäftsführer des foodwatch e.V. bleiben. Stellvertretender Leiter von foodwatch International sowie Internationaler Kampagnendirektor wird Matthias Wolfschmidt, der bisherige stellvertretende Geschäftsführer und Kampagnenleiter von foodwatch in Deutschland. Ziel ist der Aufbau einer unabhängigen europäischen Verbraucherrechtsorganisation. In den vergangenen Jahren hatte foodwatch dazu bereits Büros in den Niederlanden (2010) und in Frankreich (2014) eröffnet.

Redaktionelle Hinweise:

– Portraits der foodwatch-Mitarbeiter zum Download: foodwatch.de/portraits
– CV Thilo Bode: tinyurl.com/bode-cv
– CV Martin Rücker: tinyurl.com/ruecker-cv
– CV Matthias Wolfschmidt: tinyurl.com/wolfschmidt-cv

Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Kindergarten-Gründung in Gaza – Nachhaltige Unterstützung in der Krisenregion

Karlsruhe, 06.10.2016

Von 23. bis 30. Oktober 2016 wird erneut ein Notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners in den Gaza-Streifen reisen, um kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Der Einsatz wurde unter anderem möglich durch zahlreiche Einzelspenden an die ehrenamtlichen Teammitglieder.

Seit vielen Jahren beruhigen sich die Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen kaum, die Bevölkerung ist permanenten Spannungen ausgesetzt. Der letzte notfallpädagogische Einsatz fand 2014 statt. Damals endete der bisher schlimmste Gazakrieg. Die Bilanz waren über 2200 getötete Palästinenser, darunter allein 500 Kinder. Tausende Menschen wurden verletzt, rund 20.000 Häuser zerstört oder beschädigt. Seit dem hat sich an der Situation vor Ort trotzdem kaum etwas verändert. Viele Familien sind über mehrere Generationen traumatisiert und werden durch die ständige Bedrohung und die wiederholt aufflammenden Konflikte immer wieder aufs Neue belastet. Besonders schlimm ist die Situation für die vielen Kinder und Jugendlichen.

Bereits 2009 kam es zu einem ersten notfallpädagogischen Einsatz im Gaza-Streifen, der aus Sicherheitsgründen jedoch nach wenigen Tagen abgebrochen werden musste. In der Zwischenzeit folgten zahlreiche Einsätze in den Gaza-Streifen, durch die Freundschaften und dauerhafte Kooperationen entstanden. Unser langjähriger Projektpartner trägt seit Jahren zum Wiederaufbau bei, wo ganze Straßenzüge dem Erdboden gleichgemacht wurden. Es entstand bereits ein Jugendzentrum und ein Child Friendly Space. Nun baut Reem Abu Jaber mit weitern Helfern einen Kindergarten und ein Bildungszentrum. Die Einrichtungen erschließen in Gaza ein pädagogisch neues Feld, bei dem die Erziehung des ganzen Menschen im Zentrum steht, betont Peter Elsen, Eurythmist und Mitglied des Notfallpädagogischen Teams. Der Bau des neuen Kindergartens ist schon weit fortgeschritten und kann nun mit Spendengeldern aus einem Sponsorenlauf im Rahmen des WOW-Day fertiggestellt werden. Die Einweihung wird dann noch in diesem Jahr stattfinden. Aus diesem Grund steht beim aktuellen Einsatz im Oktober neben der direkten pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die fachliche Schulung palästinensischer Pädagogen im Vordergrund. Die neuen und alten lokalen Mitarbeiter, die die Notfallpädagogen zum Teil schon aus vergangenen Einsätzen kennen, sollen weiter geschult und beraten werden. Kurze Fortbildungseinheiten und Praxisbeispiele sollen sie unterstützen und ihnen eine Hilfe beim Aufbau des Kindergartens und des Bildungszentrums sein.

Das vierköpfige Team besteht aus zwei Waldorf-Pädagogen, einem Sozial- & Erlebnispädagogen, einer Kunsttherapeutin und einem Eurythmisten. Sie alle sind erfahrene Notfallpädagogen und haben bereits mehrfach an Einsätzen im Gaza-Streifen teilgenommen.

Spendenkonto
GLS Bank Bochum BLZ 430 609 67 Konto 800 800 700
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS Stichwort „Notfallpädagogik“
Kontakt Presse:
Reta Lüscher-Rieger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik Tel.: 0721-354806 140
Fax: 0721-354806 180 E-Mail: r.luescher-rieger @freunde-waldorf.de Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Kurdistan-Irak (2013-2016).

Pressekontakt
Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Friends of Waldorf Education
Abteilung Notfallpädagogik
Department Emergency Pedagogy

Neisser Str. 10
D- 76139 Karlsruhe

Tel +49 (0)721/354806 -183
Fax +49 (0)721/354806 -180
E-Mail r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
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www.facebook.com/FreundeNFP




Saatgut-Hilfe für Haiti | Landwirtschaft nach Hurrikan wieder aufbauen – BNN und Naturland richten Spendenkonto ein

Spendenaufruf, 18.10.2016

Hurrikan Matthew hat das Land Haiti, das zu den ärmsten der Welt gehört, schwer getroffen. Noch hat die reine Katastrophenhilfe oberste Priorität, um die Menschen mit dem unmittelbar Notwendigsten zu versorgen. Zugleich muss aber in der Landwirtschaft jetzt schon an die nächste Aussaat gedacht werden, damit die haitianischen Bauern nicht langfristig auf Lebensmittelhilfen angewiesen bleiben.

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und Naturland haben deshalb ein Spendenkonto eingerichtet, damit Haiti und seine Menschen auch über die unmittelbare Nothilfe hinaus die Unterstützung bekommen, die das gebeutelte Land nun dringend benötigt. Denn mit den Ernten, die der Hurrikan vernichtet hat, ist auch das Saatgut verloren gegangen, das die Bauern traditionell nach der Ernte für die neue Aussaat zurücklegen. Wenn im Januar nicht Mais, Hirse und Bohnen in den Boden kommen, ist eine weitere Anbausaison verloren.

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, BÖLW-Vorsitzender und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, hat seit Jahrzehnten enge Kontakte in das Land. Als Entwicklungshelfer hat er drei Jahre lang im jetzt am stärksten betroffenen Südwesten Haitis gearbeitet. Löwenstein ist vertraut mit der Situation im Land und mit der Arbeit vieler dort tätiger Entwicklungsorganisationen.

Eine davon ist die Nichtregierungs-Organisation ORE (Organization for the Rehabilitation of the Environment; www.oreworld.org). Ihr Tätigkeitsradius umfasst genau die Gegend, über die das Zentrum des Sturmes gezogen ist. ORE züchtet seit über 30 Jahren Saatgut zusammen mit den Bauern. Schon jetzt besorgt und verteilt ORE Gemüsesaatgut, das unmittelbar ausgesät werden kann. Aber auch für die Januar-Aussaat muss jetzt mit der Beschaffung begonnen werden. „Mit nachbaufähigem Saatgut soll den Bauern zudem eine Alternative geboten werden, damit sie nicht von gentechnisch verändertem Saatgut abhängig werden, das sie für jede Aussaat neu kaufen müssen“, sagte Löwenstein.

Unter dem Stichwort „Saatgut-Hilfe für Haiti“ haben der BNN und Naturland deshalb ein Spendenkonto eingerichtet, um ORE dabei zu unterstützen, dass die haitianischen Bauern schnell mit passendem Saatgut versorgt werden. Der BNN und Naturland werden als Grundstock 1.000 Euro in den Fonds einzahlen. Jede weitere Unterstützung ist willkommen – ob von Erzeugern, Verarbeitern, Handelsunternehmen oder Verbraucherinnen und Verbrauchern. Jede Spende zählt!

Spenden bitte auf folgendes Konto überweisen:

Kontoinhaber: Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Bank: Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
IBAN: DE72 7025 0150 0028 5993 97
BIC: BYLADEM1KMS
Verwendungszweck: Saatgut-Hilfe für Haiti
Bei Spenden bis zu 200 Euro erkennt das Finanzamt Ihren Überweisungsbeleg als Spendenbeleg an. Für höhere Spenden bitte vollständige Adresse auf dem Überweisungsformular angeben.

Kontakt:
Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Markus Fadl | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/89 80 82 31 | Email: m.fadl@naturland.de

Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V.
Michaelkirchstraße 17/18, 10179 Berlin
Marcel-Philipp Werdier | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030/847 12 24 56 | Email: werdier@n-bnn.de




Schiffstaufe der SEEKUH von One Earth – One Ocean e.V. in Kiel – erstes zertifiziertes Müllsammelschiff weltweit

München-Garching / Kiel, 26. September 2016 – Am Sonntag, den 25. September 2016 wurde das erste zertifizierte Müllsammelschiff weltweit im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages feierlich auf den Namen SEEKUH getauft. Der Spezialkatamaran zum Sammeln von Plastikmüll wurde von Günther Bonin, dem Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., entwickelt, hat eine Größe von etwa 12 x 10 Metern (L x B) und wiegt knapp sechs Tonnen. Das Schiff ist zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden. Für den vollständig durch Spenden finanzierten Bau der SEEKUH, einem Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff, wurden Mittel in Höhe von etwa einer viertel Million Euro gesammelt. Hauptsponsor ist die Mannheimer Röchlingstiftung.

Mit der klassischen Formel “Allzeit gute Fahrt und stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!” wurde die SEEKUH gestern im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages in Kiel feierlich mit einer Flasche Champagner von seiner Schiffspatin, Annuntiata Gräfin Hoensbroech von der Röchlingstiftung, getauft. Zahlreiche Medienvertreter waren ebenso anwesend wie die vielen Besucher des “Fests am Meer” im Kieler Hafen.

Die Schiffstaufe des weltweit einmaligen Spezialschiffs ist ein ganz besonderes Ereignis für Günther Bonin und sein Team, auf das alle sehr stolz sind, ist sie doch Endpunkt eines dreijährigen Projekts. Drei Jahre hat es gedauert, die SEEKUH von einer visionären Idee Günther Bonins zur Wirklichkeit werden zu lassen. Von der Konzeption der „Maritimen Müllabfuhr“ mit ihren Spezialschiffen über die konkrete Planung der ersten SEEKUH und deren langwierigen Finanzierung durch Spenden und der Genehmigung durch die entsprechenden Verwaltungsorgane und die Schiffsklassifikationsgesellschaft DNV GL bis hin zum Bau auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH zogen die Monate ins Land. Doch auch Rückschläge und Zeitverzögerungen entmutigten Bonin und sein Team nicht, alle glaubten fest an die Idee der SEEKUH. Neben unzähligen Kleinspenden ermöglichten vor allem die Röchlingstiftung und die Deutsche Telekom den Bau des Schiffes.

Von der Idee zum fertigen Schiff

Immer mehr Menschen erkennen in Plastikmüll eines der drängendsten Umweltprobleme der weltweiten Ozeane. Bereits heute befinden sich mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren und jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu. Bis zum Jahre 2050 werden mehr Plastikteile als Fische in den weltweiten Meeren schwimmen. Plastikmüll hat eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren und gelangt letztlich als Mikroplastik (kleinste Teilchen) durch die Nahrungsaufnahme der Fische auch in unsere Nahrungskette. Damit schadet Plastik in den Ozeanen nicht nur dem fragilen Ökosystem, sondern insbesondere auch uns Menschen.

Mit ihrem Konzept der „maritimen Müllabfuhr“, bei der Plastikmüll von Spezialschiffen aus dem Meer gefischt und wiederverwertet wird, will die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V Menschen dazu aufrufen, dieses drängende Menschheitsproblem aktiv zu bekämpfen. Die SEEKUH, die für den Einsatz in küstennahen Regionen und Flussmündungen konzipiert ist, ist nun das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff des Konzepts. Der auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaute Katamaran wurde als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen (praktisch dem TÜV für Schiffe) und kann neben dem Müllsammeln auch Wasseranalysen vornehmen. In 2017 soll die SEEKUH einige Monate in Hong Kong eingesetzt werden, ehe sie im Sommer 2017 an der deutschen Ostseeküste Wasserproben analysiert und Müll einsammelt.

Die Katamaranform ermöglicht es bei einem Tiefgang von nur 60 Zentimetern, zwischen den beiden Rümpfen eine Netztkonstruktion ins Wasser abzusenken, mit der der Plastikmüll bis in eine Tiefe von zwei Metern herausgefischt wird. Damit sich keine Lebewesen in den Netzen verfangen, fährt die durch zwei Außenbordmotore à 63 PS angetriebene SEEKUH in Schrittgeschwindigkeit. In Gegenden mit hohem Müllaufkommen im Wasser kann sie mit ihren Netzen täglich mehrmals 2-3 Tonnen sammeln oder bei hohen Verunreinigungen am Strand den Müll nach dem Baggerprinzip direkt an Land schieben. Später sollen HOCHSEEKÜHE – autark durch Wind- und Sonnenenergie angetrieben – auf hoher See selbständig Plastikmüll sammeln.

“Ich bin sehr stolz, nach fünf Jahren der Überzeugungsarbeit nun endlich die SEEKUH fertig und im Wasser zu haben, um die Öffentlichkeit auf das dringende Problem des Plastikmülls und des Marine Littering hinzuweisen”, erklärt Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. “Mein großer Dank gilt all jenen, die mich und meine Idee über Jahre begeitet, unermüdlich geholfen und nicht zuletzt Geld bezahlt haben, um diese Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.”

Die Familie Röchling, die auf eine beinahe 200-jährige unternehmerische Tradition zurückblickt, hat ihre unternehmerische Verantwortung schon früh auch als soziale Verantwortung verstanden und bereits im 19. Jahrhundert wohltätige Einrichtungen für ihre Mitarbeiter, aber auch für die Bevölkerung insgesamt errichtet. Mit der Röchling Stiftung setzt die Familie heute ihr soziales Engagement fort. Nachdem das Familienunternehmen heute ein führender Anbieter innovativer Produkte aus Hochleistungs-Kunststoffen ist, kann die Stiftung auf eine hohe Kompetenz im Bereich Kunststoff zugreifen und diese wirkungsvoll zum Schutze der Umwelt einsetzen – wie in der Kooperation mit OEOO. So hat die Stiftung nun auch einen Großteil der Baukosten für die SEEKUH finanziert.

 

One Earth – One Ocean e. V.

Die Umweltorganisation One Earth – OneOcean mit Sitz in München Garching hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch Öl und Schadstoffen zu befreien. Bereits heute schwimmen auf den Weltmeeren riesige Teppiche aus Plastikmüll, der größte davon im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, d.h. wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. Schreitet die Verschmutzung im derzeitigen Tempo weiter voran, werden die Meere in wenigen Jahren vollständig vermüllt sein.

 

Gründer von One Earth – One Ocean (OEOO) ist Günther Bonin, 60, ehemals Inhaber einer IT-Firma und passionierter Segler. Seine Vision der „maritimen Müllabfuhr“ gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziell von ihm entwickelten Geräten auf den Meeren eingesammelt, sortiert und zerkleinert. Trennung und Recycling des Mülls erfolgt an Land. In einer späteren Phase soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Tankern in Öl rückverwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 900 Liter Öl rückgewinnen. Seit 2015 hat Bonin sein IT-Unternehmen umgewidmet in eine AG zur Reinigung von Gewässern, um den Verein administrativ zu unterstützen.

Was wie die Utopie eines Idealisten klingt, nimmt mittlerweile konkrete Formen an. Mehr als 100 Unternehmen und Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung und die Deutsche Telekom AG, unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Weise. Auch Thomas Hahn, der bei BMW Oracle das Siegerschiff des America’s Cup mitkonstruierte, unterstützt OEOO bei der Entwicklung der Müllschlucker-Schiffe. Im September 2016 wird die erste SEKUH ihre Arbeit aufnehmen. 2013 wurde One Earth – One Ocean e.V. für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award 2013, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/pages/One-Earth-One-Ocean/163573257046660

 

 

One Earth – One Ocean e. V.

Günther Bonin

Gründer und Vorstand

Lichtenbergstr.8

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Tel: +49 (0) 89 54 84- 2361

Fax: +49(0) 89 54 84 -2369

info@oneearth-oneocean.com

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Grüne Welle Kommunikation

Frank Brodmerkel

Pressekontakt

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D-80639 München

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Das UN World Food Programme eröffnet Innovation Accelerator um neue Lösungen gegen Hunger zu entwickeln

WFP-Pressemitteilung

11. Juli 2016

MÜNCHEN – Das UN World Food Programme (WFP) hat heute mit der Eröffnung seines Innovation Accelerators einen weiteren wichtigen Schritt getan, um die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen für eine Welt ohne Hunger zu beschleunigen. Der Accelerator – ein Instrument der Start-up-Szene – soll kreative neue Werkzeuge identifizieren und fördern, um effektiver in humanitären Krisen zu helfen und die Nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu erreichen.

Am Standort München bringt der Accelerator WFP-Mitarbeiter mit Experten und Unternehmern der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft aus aller Welt zusammen, um Lösungsansätze zu verfeinern, Prototypen zu entwickeln und zu testen und die Verbreitung von erfolgreichen Ideen zu beschleunigen. Diese Teams arbeiten für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten an ausgewählten Projekten, welche die humanitären Helfer des WFP selbst oder externe Ideengebern eingereicht haben.

„Jeden Tag arbeiten WFP und seine Partner dafür, dass die ärmsten und doch stärksten Menschen, die an den gefährdetsten Orten dieser Welt leben, lebensrettende Ernährungshilfe erhalten. Doch das ist nicht genug, um unser gemeinsames Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 zu erreichen“, erklärte WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin.

„Wir müssen mutig neue Ideen und Lösungen suchen, um mehr Nahrungsmittel verfügbar und zugänglich zu machen und allen Menschen überall die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder zu ernähren. Wir müssen so eng wie noch nie zusammenarbeiten und uns die Vorteile neuer Technologien und die Revolution in der Analyse groβer Datenmengen zu Nutze machen. So können wir die Art und Geschwindigkeit unserer Hilfe verändern – und die anhaltenden Herausforderungen überwinden, die Generationen in Hunger und Armut gefangen gehalten haben“, fügte Cousin hinzu.

Die Welt hat bereits große Fortschritte im Kampf gegen Hunger gemacht, die Zahl der Hungernden ist seit den 1990ern um 200 Millionen gesunken. Doch noch immer haben 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen. Der Innovation Accelerator ist ein wesentliches Mittel, um das zweite Nachhaltige Entwicklungsziel zu erreichen und Hunger bis 2030 zu beenden.

„Die Nachhaltigen Entwicklungsziele sind ambitioniert und verlangen, dass wir unsere derzeitigen Anstrengungen beschleunigen“, sagte Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Der Innovation Acclerator wird das immense Potential freisetzen, das deutsche Universitäten, Forschungsinstitute, die Privatwirtschaft und die Entwicklungsgemeinschaft zu bieten haben. Deutschland ist derzeit der zweitgrößte Geber des WFP, und die Investition in Innovation wird den Wert unserer finanziellen Unterstützung weiter steigern.“

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier fügte hinzu: „Deutschland unterstützt WFP allein in Syrien und der Region 2016 mit der Rekordsumme von 570 Millionen Euro. Aber Nothilfe allein reicht nicht aus.“

„Es wird weiter neue Wege brauchen, wenn wir erreichen wollen, dass auf unserem Planeten niemand mehr Hunger leiden muss. Dafür brauchen wir eine engere Verzahnung der humanitären Hilfe mit der Wirtschaft, der Forschung und der Zivilgesellschaft. Der Innovation Accelerator wird dazu beitragen, neue Technologien oder Geschäftsmodelle zum Wohle von Menschen in Not zu entwickeln“, sagte Steinmeier bei der offiziellen Eröffnung.

Der Innovation Accelerator wird großzügig vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Auswärtigen Amt und dem Bayrischen Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt. Schon heute fördert der Accelerator zwölf innovative Projekte aus WFP’s Hilfsprogrammen weltweit und wird dabei stark von Münchens Innovations- und Start-Up-Szene profitieren – aber auch dazu beitragen.

„Bayern ist stolz, den Aufbau eines WFP-Büros in München zu unterstützen. Durch enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungsinstituten in Bayern können wir kluge und nachhaltige Lösungen für eine Welt ohne Hunger finden“, erklärte Helmut Brunner, Bayrischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Neben WFP-Exekutivdirektorin Cousin, Minister Müller, Minister Steinmeier und Staatsminister Brunner nahmen mehr als 200 geladene Gäste aus aller Welt an der Eröffnung teil, die durch enge Zusammenarbeit sowie kreative Anwendung von innovativen Ansätzen und Technologien eine Welt ohne Hunger schaffen wollen. Zum Start des Accelerators stellten Projektteams und externe Start-Ups den Gästen ihre ambitionierten Ideen vor, um Hunger in der Welt zu beenden.

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WFP ist die größte humanitäre Organisation und bekämpft den Hunger weltweit. In Krisensituationen und bei Naturkatastrophen leistet WFP rasche Nothilfe. WFP-Entwicklungsprogramme helfen zugleich die Ursachen des Hungers langfristig zu beseitigen. WFP unterstützt jährlich etwa 80 Millionen Menschen in rund 80 Ländern.

Folgen Sie uns auf Twitter @WFP_de| @WFPInnovation | Besuchen Sie unsere Webseite: www.wfp.org/de | www.innovation.wfp.org

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

(E-Mailadresse: vorname.nachname@wfp.org)
Maria Smentek, WFP/Berlin – in München, Tel. +40 172 345 7184
Frances Kennedy, WFP/Rom, Tel. +39 06 6513 3725, Tel. Mob. +34 67600806
Gregory Barrow, WFP/London, Tel. +44 20 72409001, Mob. +44 7968 008474
Gerald Bourke, WFP/New York, Tel. +1-646-5566909, Mob. +1-646 525 9982

Hinweis für Journalisten:
Hochauflösendes Bildmaterial können Sie hier herunterladen: https://www.dropbox.com/sh/9867wez19i9m7y7/AAAxJb_CQiGZ2RauFdvZ0u82a?dl=0




Greenpicks unterzeichnet Worldwide Charter for Fair International Commerce

weltweite Charta für Fairen Internationalen Handel

weltweite Charta für Fairen Internationalen Handel
© Greenpicks: weltweite Charta für Fairen Internationalen Handel

Internationaler Online Marktplatz unterstützt Initiative der International Businesses Standards Organization IBSO

Köln, 15. Juni 2016 – Greenpicks – Eco & Upcycling Market hat die Weltweite Charta für Fairen Internationalen Handel (Worldwide Charter for Fair International Commerce) der International Businesses Standards Organization IBSO unterzeichnet. Die globale Initiative fördert Unternehmen, die nachhaltig und fair handeln. Die Charta unterstützt internationale Unternehmen, die besonders für soziale und ökologische Werte einstehen und dabei folgenden Verhaltenskodex einhalten: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und andere international anerkannte Prinzipien (www.standardizations.org/charter).

„Mit der Teilnahme an dieser globalen Initiative wollen wir unser Engagement zeigen, zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung sowie zur ökologischen Nachhaltigkeit beizutragen und die Menschenrechte in der ganzen Welt zu fördern.“, so die Gründerin und Inhaberin von Greenpicks Annette Husmann.

Auf dem Online-Marktplatz für nachhaltige Produkte www.greenpicks.de präsentieren Hersteller und Händler Produkte, die den Nachhaltigkeitskriterien von Greenpicks entsprechen. Die der unterzeichneten Charta zugrunde liegenden Werte und Prinzipien wie Einhaltung der Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz sind dadurch automatisch sowohl für die vertretenen Anbieter als auch für die angebotenen Produkte erfüllt.

Die weltweite Charta für Fairen Internationalen Handel ist ein nichtkommerzielles Projekt und 100% kostenlos und freiwillig für die Unterzeichner. Die International Businesses Standards Organization (IBSO) ist eine weltweit unabhängige Non-Profit-Organisation, die evaluative und ethische Standards für internationale Marktteilnehmer und für die Weltwirtschaftsgemeinschaft insgesamt entwirft, fördert und pflegt. Als Teilnehmer des Global Compact der Vereinten Nationen (UN), integriert IBSO die UN-Kernwerte in ihre täglichen Aktivitäten.

Über Greenpicks – Eco & Upcycling Market
Greenpicks – Eco & Upcycling Market ist ein international ausgerichteter zweisprachiger Online-Marktplatz für Upcycling-Produkte, grüne, ökologische und nachhaltige Waren. Upcycling, Design und Nachhaltigkeit werden auf einer Plattform gebündelt. Gegründet wurde der Online-Marktplatz 2012 unter dem Namen “Öko- und Upcycling Markt” mit dem Ziel, ökologischen, ethischen und sozial verantwortlichen Konsum zu fördern. Verbraucher können aus einer breiten Produktpalette wählen – und das sowohl auf Deutsch wie auf Englisch. Dabei hat jeder einzelne Anbieter auf der Plattform seinen eigenen Online-Shop. Für mehr Information: www.greenpicks.de




Menschenrechte vor Profit – Unterschriftenaktion von Südwind

Unterschriftenaktion

Die Bundesregierung soll deutsche Unternehmen verpflichten, die Menschenrechte auch im Auslandsgeschäft zu achten. Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition und fordern Sie gemeinsam mit uns und einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis Angela Merkel und Sigmar Gabriel auf, sich für einen ambitionierten Aktionsplan einzusetzen.

Werden auch Sie aktiv und unterschreiben Sie hier: https://www.openpetition.de/petition/online/menschenrechte-vor-profit

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Zum Hintergrund:

Smartphone, Markenkleidung, Schokolade – hinter diesen alltäglichen Dingen verbergen sich Geschichten von Hunger, Armut und Menschenrechtsverletzungen. Ob Landvertreibungen, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen oder Hungerlöhne – Unternehmen in Deutschland nehmen Menschenrechtsverletzungen entlang ihrer globalen Lieferketten vielfach in Kauf. Die Achtung der Menschenrechte in den Auslandsbeziehungen gilt als freiwillige Angelegenheit.

Eine Chance auf Veränderung könnte der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte bieten, den die Bundesregierung im Juni vorlegen möchte. Vieles deutet aber darauf hin, dass dieser nur unverbindliche Empfehlungen und Beratungsangebote statt gesetzliche Verpflichtungen vorsehen wird.

Wir fordern indes für den Nationalen Aktionsplan:
– eine gesetzlich verankerte menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen
– Klagemöglichkeiten für Opfer von Menschenrechtsverletzungen
– die Kopplung von öffentlichen Aufträgen und Außenwirtschaftsförderung an die Erfüllung der Sorgfaltspflicht.

Setzen Sie sich gemeinsam mit uns für einen ambitionierten Aktionsplan ein.

Hier geht es zur Petition!
https://www.openpetition.de/petition/online/menschenrechte-vor-profit

Ansprechpartnerin:

Eva-Maria Reinwald
SÜDWIND
Tel.: 0228-763698-21
E-Mail: reinwald@suedwind-institut.de

Getragen wird die Petition durch die Verbände CorA, Forum Menschenrechte und VENRO sowie die Einzelorganisationen Brot für die Welt, CIR, Germanwatch, INKOTA-netzwerk, MISEREOR, Oxfam, SÜDWIND, terre des hommes und ver.di

Es grüßt Sie herzlich

Sandra Grigentin-Krämer

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising /
Public Relations and Fundraising
SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene
Kaiserstraße 201
53113 Bonn

Tel.: +49 (0)228-763698-14
Fax: +49 (0)228-763698-22

E-Mail: grigentin-kraemer@suedwind-institut.de
Website: www.suedwind-institut.de




Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Hessen zukunftsfähig machen

Nachhaltigkeitskonferenz stößt Weiterentwicklung der Ziele und Indikatoren aus dem Jahr 2009 an / Ministerin Hinz: „Wir bleiben unserem Ansatz treu und arbeiten weiterhin partizipativ.“

„Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich das Land Hessen ambitionierte Ziele gesetzt. Es geht unter anderem um Artenvielfalt, Klimaschutz, eine zukunftsfähige Wirtschaft, Bildungsgerechtigkeit und Gesundheit, kurz: um Hessens Zukunft. Umso wichtiger ist es, die Ziele und die Indikatoren zur Überprüfung dieser Ziele mit Blick auf internationale Entwicklungen anzupassen. Genau das werden wir unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie in den kommenden zwölf Monaten tun. Denn wir brauchen in Hessen weiterhin ein schlagkräftiges Steuerungs- und Monitoringinstrument“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der 8. Nachhaltigkeitskonferenz im Wiesbadener Kurhaus. Hier trafen sich heute Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden, um auf die Arbeit der Nachhaltigkeitsstrategie zurückzuschauen und die Eckpfeiler für das kommende Jahr festzuzurren.

Bis 2017: Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie überprüfen

Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie war im Jahr 2009 ein Ziele- und Indikatorenset ausgearbeitet worden, um Schwerpunktthemen für konkrete Maßnahmen und Aktivitäten zu identifizieren. Diese Ziele und Indikatoren dienen als Leitlinie für alle Aktivitäten innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie, aber auch darüber hinaus im politischen Alltag und in der Verwaltung. Regelmäßige Fortschrittsberichte dokumentieren anhand der Indikatoren, wie nah Hessen den im Jahr 2009 formulierten Zielen bereits gekommen ist. Dieses Jahr hat die 8. Nachhaltigkeitskonferenz die Weiterentwicklung dieses Ziele- und Indikatorensets in den Mittelpunkt gestellt: „Diese Weiterentwicklung soll bis zur nächsten Nachhaltigkeitskonferenz in einem partizipativen Prozess erfolgen – denn nur gemeinsam getragene Ziele können ein Leitbild für das Handeln auf allen Ebenen darstellen“, betonte Hinz. „National und international ist im vergangenen Jahr viel passiert: Ich denke da an das Pariser Klimaabkommen, an die Verabschiedung der sogenannten SDGs (Sustainable Developement Goals) durch die Vereinten Nationen und an die Weiterentwicklung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Diese Entwicklungen werden wir berücksichtigen und unsere Ziele daran anlehnen“, so Hinz. „Das ist eine große Herausforderung. Aber in Hessen sind wir mit der Nachhaltigkeitsstrategie schon sehr weit. Darum bin ich mir sicher, dass es uns gelingen wird.“ Im kommenden Jahr werden auf der Basis der angepassten Ziele und Indikatoren neue Schwerpunktthemen formuliert, an denen – wie schon in den vergangenen Jahren – anschließend konkret gearbeitet wird.

Bei der 8. Nachhaltigkeitskonferenz wurde außerdem auf die Arbeit der vergangenen zwölf Monate zurückgeblickt. „Wir sind wieder ein großes Stück vorangekommen. Bei den Schwerpunktthemen Klimaschutz und Klimawandelanpassung sowie Biologische Vielfalt haben wir gemeinsam vielfältige, zukunftsweisende Ergebnisse erarbeitet“, betonte Ministerin Hinz.

Zentrale Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr

Der im vergangenen Jahr neu einberufene Steuerungskreis Klimaschutz und Klimawandelanpassung hat mit einer Onlinesammlung von Klimaschutz- und Klimawandelaktivitäten in Hessen 352 bereits laufende Maßnahmen identifiziert. Das zeigt: In ganz Hessen arbeiten Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sehr aktiv an Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Der Steuerungskreis hat außerdem einen breiten Beteiligungsprozess zur Diskussion des Maßnahmenpaketes für den „Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025“ angestoßen. Hierbei werden bei Veranstaltungen unterschiedlichste Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger eingebunden. Gestern fiel der Startschuss für die Online-Beteiligung der Öffentlichkeit: Bis zum 17. Juni 2016 kann ein großer Teil der Maßnahmenvorschläge unter www.klimaschutzplan-hessen.de eingesehen und kommentiert werden. Bereits Ende des Jahres soll der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ dem Kabinett zur Verabschiedung vorgelegt werden.

Im Rahmen des Schwerpunktthemas Biologische Vielfalt haben hessische Unternehmen Interessensbekundungen für Artenpatenschaften unterzeichnet. Sie verankern damit das Thema Biodiversität in ihr betriebliches (Umwelt-)Management und übernehmen Verantwortung für Biologische Vielfalt. Die Kampagne „Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt“ motiviert Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Kindergärten und Kommunen, mehr für den Erhalt und den Schutz der Biologischen Vielfalt zu tun. Zentrales Element der Kampagne sind zahlreiche Mitmach-Aktionen. Seit dem Auftakt der Kampagne im Rahmen der Veranstaltung „Hessen aktiv: Gemeinsam für Biologische Vielfalt“ im September 2015 sind mehr als 160 Beiträge mit rund 600 Fotos zu „wilden Ecken“ in Hessen auf der Kampagnenwebsite eingetragen worden. „Die Botschafter und Botschafterinnen der Partnerinstitutionen, mit denen wir die Kampagne gemeinsam umsetzen, tragen mit ihrem Engagement wesentlich zum Erfolg bei“, unterstrich Umweltministerin Priska Hinz. Die Kampagne findet ihren abschließenden Höhepunkt beim 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit am 22. September 2016, der ebenfalls dem Schwerpunktthema gewidmet ist und unter dem Motto „Beobachten – Erleben – Schützen: Hessen aktiv für Biologische Vielfalt“ stattfindet.

Jugendstudie „Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“

Bei der Nachhaltigkeitskonferenz wurde darüber hinaus die Jugendstudie der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen „Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“ veröffentlicht. Sie basiert auf den Ergebnissen der repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2015 und fragt nun nach den Gründen für das Lebensgefühl und den Wünschen der jungen Menschen in Hessen. Dafür wurden Interviews geführt und Jugendliche in Jugendforen eingeladen.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass es bei den Jugendlichen eine hohe Bereitschaft gibt, an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft aktiv mitzuwirken. Oft fehlt ihnen neben Schule oder Studium und anderen Freizeitaktivitäten dafür aber die notwendige Zeit. Darüber hinaus wünschen sich die jungen Menschen mehr Anerkennung für ihr Engagement. Eine höhere Wertschätzung würde aus Sicht der Jugendlichen die Zahl der ehrenamtlich Engagierten weiter erhöhen.
Lesen Sie dazu auch die weiterführenden Informationen.

Weitere Infos:
www.hessen-nachhaltig.de
www.klimaschutzplan-hessen.de
www.wildes-hessen.de

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressestelle: Mischa Brüssel de Laskay
65189 Wiesbaden, Mainzer Straße 80

E-Mail: pressestelle@umwelt.hessen.de
Internet: www.umweltministerium.hessen.de
Twitter: www.twitter.com/umwelthessen

Telefon: 0611 / 815 1020
Telefax: 0611 / 815 1943




Notfallpädagogische Krisenintervention in Ecuador

Karlsruhe, 27. April 2016

Am 16.04.2016 wurde Ecuador von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert, eines der schwersten in der Geschichte des Landes. Viele Nachbeben folgten. Inzwischen ist die Zahl der Toten auf über 650 gestiegen. Vor allem Kindern fällt es schwer, solche Ereignisse zu verarbeiten, sie verlieren buchstäblich den Boden unter den Füßen. Um diese traumatisierten Kinder zu unterstützen, reist ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. von 02. bis 17.Mai in die Region Manabí. Der notfallpädagogische Einsatz findet in Kooperation mit „Aktion Deutschland Hilft“ statt.

Bei einem derartigen Beben verlieren viele Kinder das Vertrauen in die Stabilität ihres Umfelds, ihr ganzes Weltbild kann durch eine solche Katastrophe erschüttert werden. Inzwischen kam es zu über 500 weiteren heftigen Nachbeben, die die Menschen in ständiger Angst leben lassen. Kinder haben oft besondere Schwierigkeiten, ihre Erfahrungen von Angst, Zerstörung und Tod einzuordnen und zu überwinden, so kann es zu posttraumatischen Belastungsreaktionen kommen. Mit notfallpädagogischen Methoden können diese Kinder stabilisiert werden und so Trauma-Folgestörungen vermieden werden.

„So wichtig die Behandlung von Wunden, Brüchen und anderen körperlichen Folgen des Erdbebens auch ist – die psychologischen Auswirkungen einer solchen Katastrophe belasten die Betroffenen meist noch lange nach dem Beben.“ bringt Manuela Roßbach (Geschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“) es auf den Punkt.
In kunst- und erlebnispädagogischen Workshops haben betroffene Kinder die Möglichkeit, den traumatischen Erlebnissen neue, schöne Erfahrungen entgegenzusetzen. „Somit kann sich die Trauma bedingte seelische Erstarrung lösen und das Erlebte leichter verarbeitet werden“, erklärt Bernd Ruf, der Einsatzleiter. Die sonst so freudigen ecuadorianischen Kinder sollen wieder lachen dürfen.

Auch die Eltern und nahen Bezugspersonen sind oft traumatisiert, sie sind nicht oder nur bedingt in der Lage, ihren Kindern zu helfen. Zudem sind sie häufig mit den traumabedingten Verhaltensänderungen ihrer Kinder überfordert. Für sie werden Beratungen angeboten, die ihnen ein besseres Verständnis der posttraumatischen Reaktionen ermöglichen sollen.

Das ehrenamtliche notfallpädagogische Team besteht aus 12 erfahrenen PädagogInnen und TherapeutInnen, vier davon kommen aus Deutschland, die übrigen aus dem südamerikanischen Raum. Viele der Teammitglieder haben bereits langjährige Erfahrung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern nach Katastrophen oder humanitären Krisen.

Pädagogische Erste Hilfe nach der Katastrophe
Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst basiert auf waldorfpädagogischen Methoden und verwandten Therapieformen. Im Rahmen zahlreicher Einsätze weltweit konnte bereits vielen Kindern geholfen werden, ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und sogenannte Trauma-Folgestörungen zu mildern.
Ein rhythmisch gestalteter Tagesablauf, geregelte Essens- und Schlafenszeiten, Ruhe- und Aktionsphasen sollen den Kindern und Jugendlichen einen neuen Orientierungsrahmen, Sicherheit und Halt geben. Durch die Anregung der Selbstheilungskräfte der Betroffenen wird der Verarbeitungsprozess gefördert und unterstützt. Mit erlebnispädagogischen Übungen soll das Vertrauen in sich selbst und seine Mitmenschen gestärkt werden. In den kunst- und erlebnispädagogischen Kursen haben betroffene Kinder die Möglichkeit den traumatischen Erlebnissen neue und schöne Erfahrungen entgegenzusetzen. Bewegungs- und Klatschspiele bringen Freude, lösen innere Erstarrungen und unterstützen die körperliche Koordination

Um ihren Einsatz finanzieren zu können, sind die Freunde der Erziehungskunst auf die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender angewiesen.

Spendenkonto:
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS
Stichwort „Notfallpädagogik Ecuador“

Kontakt Presse:

Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Christoph Herrmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 140
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.herrmann@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Bosnien und Herzegowina (2014), Nepal (2015), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Kurdistan-Irak (2013-2016) und Deutschland (2014-2016)




Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser zum Weltwassertag: „Das Wasser schützen, bevor es zu spät ist“

PRESSEINFORMATION

Neumarkt, 21. März 2016. Der UN-Weltwassertag am 22. März 2016 mahnt: Sauberes Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, ist ein UN-Menschenrecht. Gleichzeitig ist es weltweit gefährdet – auch in einem wasserreichen Land wie Deutschland. Grund sind menschgemachte Verunreinigungen wie Pestizide, Nitrat und andere Schadstoffe aus Industrie und intensiver Landwirtschaft, die mehr und mehr in unser Wasser einsickern. Dr. Franz Ehrnsperger Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.: „Die Zahlen des Umweltbundesamts und der Bundesanstalt für Gewässerkunde sprechen eine deutliche Sprache: Schon 2010 waren 37 Prozent des deutschen Grundwassers in chemisch schlechtem Zustand.[1] Seitdem sind aber beispielsweise die Verkaufszahlen für Pestizide in Deutschland nochmals um rund 5300 Tonnen gestiegen (2010: 40.844 t; 2014: 46.103 t).[2] Man kann sich ausrechnen, welche Effekte das hatte. Bayern meldet nicht umsonst schon Pestizidnachweise bei 45,2 Prozent seiner Grundwassermessstellen.[3]“

Für Ehrnsperger und seine Mitstreiter von der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser sind die Konsequenzen klar: „Wir müssen unser Wasser schützen, bevor es zu spät ist. Wir dürfen einfach nicht zulassen, dass unsere Lebensgrundlage in zunehmend mit Stoffen belastet wird, die da nicht hin gehören und deren langfristige Wirkung auf Mensch und Umwelt noch nicht einmal abschließend geklärt ist. Die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser leitet daraus konkret zwei Maßnahmen ab, mit denen sich die Qualität unseres Wassers erhalten lässt und für die sich die Bio-Mineralwasser-Brunnen schon heute aktiv einsetzen:

1. Kein Einsatz von Pestiziden und Co.
2. Förderung des komplett agrochemiefreien Ökolandbaus

Denn wirklicher Wasserschutz wird nur gelingen, wenn man das Problem an der Wurzel packt und den Eintrag von Schadstoffen in unsere Böden von Anfang an radikal unterbindet.“

Über die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.
Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 ein für einen behutsamen Umgang mit unserem wichtigsten Lebens-Mittel, dem Wasser. Sie wacht über die Richtlinien für das Qualitätssiegel „Bio-Mineralwasser“ und sensibilisiert Branche und Verbraucher für die Problematik der zunehmenden Wasserverschmutzung. Um das Zertifikat zu erlangen, müssen Mineralbrunnen 45 streng gefasste Kriterien erfüllen, die den Verbrauchern ein Höchstmaß an Qualität und Transparenz sowie nachhaltige Produktionsbestimmungen garantieren. Die Richtlinien wurden von unabhängigen Experten erarbeitet und werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Deren Einhaltung überwacht die Biokontrollstelle BCS Öko-Garantie GmbH. Als bundesweit erstes Bio-Mineralwasser wurde bereits 2009 das „BioKristall“ des Bio-Pioniers Neumarkter Lammsbräu zertifiziert, es folgten Ensinger in Baden-Württemberg (Ensinger Gourmet), Voelkel in Niedersachsen (BioZisch-Limonade) und Lammsbräu (now-Limonade) sowie Gehring-Bunte aus Nordrhein-Westfalen (Christinen Mineralwasser) und die PreussenQuelle Rheinsberg (PreussenQuelle, PreussenQuelle Theodor) aus Brandenburg. Mehr Informationen über Bio-Mineralwasser finden Sie unter www.bio-mineralwasser.de

[1] Richter/Völker: Die Wasserrahmenrichtlinie – Auf dem Weg zu guten Gewässern, UBA 2010, S. 35 und Berichtsportal WasserBLIcK, BfG, Stand 22.03.2010.
[2] https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutzmitteleinsatz-in-der-landwirtschaft.
[3] Landesamt für Umwelt Bayern (2014):„Grundwasser für die öffentliche Wasserversorgung: Nitrat und Pflanzenschutzmittel. Berichtsjahre 2008 – 2012“; abrufbar unter https://www.lfu.bayern.de/wasser/grundwasserbeschaffenheit/nitrat_psm/doc/nitrat_psm_08_12.pdf.

Pressekontakt
Dr. Daniel Haussmann
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