CLEANRIVERPROJECT.DE mit dem Umweltpreis des Landkreises Mayen-Koblenz ausgezeichnet

Winningen, 16. November 2015: Der Winninger Fotodesigner und Hobbypaddler Stephan Horch hat mit seinem Umweltprojekt „CLEANRIVERPROJECT.DE“ den 2. Preis des Umweltpreises 2015 gewonnen, der alle
zwei jahre von der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ausgelobt wird.

Mit der Auszeichnung werden beispielhafte und vorbildliche Projekte, Initiativen und Ideen zur Erhaltung und Förderung von Natur und Umwelt im Landkreis gewürdigt. Gleichzeitig soll das Umweltbewusstsein der Bevölkerung gestärkt werden und als Anregung dienen, sich aktiv für den Schutz von Umwelt und Natur einzusetzen. „Das ist Stephan Horch mit seinem CLEANRIVERPROJECT besonders gelungen. Er setzt sich nicht nur persönlich für den Erhalt der Umwelt ein, er fördert damit auch die aktive Teilnahme in der Gesellschaft“, meinte die Fachkommission.

Der 42-jährige freute sich sehr über die Auszeichnung: „Dieser Preis ist die Bestätigung für mein Engagement sowie Motivation, weiterzumachen. Die ersten Nachahmer habe ich bereits gefunden, ich möchte jedoch noch viel mehr Menschen zum Mitmachen bewegen.“ Das Preisgeld in Höhe von 1.000,-€, das vom Ersten Kreisbeigeordneten Burkhard Nauroth im Forum Polch überreicht wurde, will Stephan Horch für den weiteren Ausbau des Projektes nutzen, um das partizipatorische Engagement in der Gesellschaft zu fördern und zu stärken.

Über CLEANRIVERPROJECT.DE:
CLEANRIVERPROJECT.DE ist ein Projekt von Stephan Horch – Installationskünstler und Fotodesigner sowie Freizeitpaddler – das ins Leben gerufen wurde, um mittels Fotokunst auf den zunehmenden Plastikmüll in Flüssen aufmerksam zu machen. Wann immer Stephan Horch mit seinem Kajak unterwegs ist, sammelt er den an ihm vorbeischwimmenden Müll ein. Bevor er ihn jedoch an Land ordnungsgemäß entsorgt, werden die Fundstücke visuell in Szene gesetzt und fotografiert.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial:
CLEANRIVERPROJECT
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Anja Häbel
Fon.: +49 (0) 160 – 96 424 929
media@cleanriverproject.de




9. Münchner Klimaherbst 2015 München in Zeiten des Klimawandels

Pressemitteilung
München, den 19. Oktober 2015

Ob Extremwettereignisse oder Hitzeinseln: Der Klimawandel ist auch in München spürbar. Die Hintergründe und Fakten erläutert der diesjährige 9. Münchner Klimaherbst noch bis 29. Oktober und stellt die Frage, wie Klimaanpassung in der Stadt gelingen kann. Interessent/innen erfahren, was sie selbst tun können und wie die Landeshauptstadt München der Erderwärmung entgegenwirkt.
Unter dem Motto „Politik. Macht. Klima. – und wir?“ stellte der Netzwerk Klimaherbst e.V., gemeinsam mit über 300 Partner/innen, ein vielseitiges Programm zu den Themen Klimapolitik und –diplomatie auf die Beine. Das komplette Veranstaltungsprogramm aus Workshops, Diskussionen und Mitmachaktionen sind auf www.klimaherbst.de zu finden.
Einige Highlights sind:

Stadtklima im Wandel – Grüne Strategien für eine lebenswerte Stadt
19. Oktober, 19 bis 21:30 Uhr, Gasteig, Vortragssaal der Stadtbibliothek, Rosenheimer Straße 5, München

München als stark verdichteter und wachsender urbaner Raum ist bei klimatischen Extremereignissen nach Meinung von Expert/innen sehr verwundbar. Das Stadtklima wirkt auf viele Lebensbereiche, deshalb verfolgt München eine Klimaanpassungs-Strategie. Grundlage für einen Stadtumbau ist die Klimafunktionskarte, ergänzt durch neue Modelle zur Entwicklung des Stadtklimas bis 2050. Hier können Interessent/innen diskutieren, ob München schon auf dem Weg zu einer klimagerechten Stadt ist.

Klimawandel – Klimaschwindel? Eine kritische Auseinandersetzung mit Klimaskeptikern und ihren Argumenten
20. Oktober, 18 bis 20 Uhr, münchner zukunftssalon, Waltherstraße 29, Rückgebäude, 2. Stock, München

Nicht alle teilen die zentralen Annahmen und Folgerungen der Klimaforschung. Klimaskeptiker in den USA, aber auch bei uns, stellen sich mit Büchern und Vorträgen gegen den wissenschaftlichen Mainstream. Sie behaupten, der Konsens unter Expert/innen über die Ursachen der globalen Erwärmung sei nicht nur falsch, sondern gefälscht: Wissenschaftskritik als Verschwörungstheorie. Ein Vortrag vergleicht die klimaskeptischen Argumentationslinien in den USA und Deutschland und zeigt die darin wirksamen Emotionalisierungsstrategien auf.

Münchner Konzerne für den Klimaschutz – Podiumsdiskussion mit BMW, Munich Re und Siemens 20. Oktober, 19 bis 21 Uhr, Munich Re, Princeton N6, Berliner Str. 95, München

Beim Klimaschutz sind alle gefragt. Die Politik fordert zunehmend die Beteiligung des Privatsektors, wenn es um Lösungen geht. München ist die Heimatstadt von führenden, global wirtschaftenden Dax-30-Unternehmen; Konzerne, die Verantwortung übernehmen. Im Dialog stellen BMW, Munich Re und Siemens dar, welche Bedeutung der Klimawandel für sie hat. Wie agieren sie, welchen Beitrag leisten sie für den Klimaschutz? Zuschauer/innen können Fragen mitbringen und Lösungswege diskutieren.

Szene. Macht. Klima. – und Du? – Aktiv werden für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in München
23. Oktober, 16 bis 20 Uhr, Import Export Kantine, Dachauer Str. 114, München

Überblick auf lokaler Ebene: Interessierte erfahren bei Einführungsgesprächen und Kurzvorstellungen Münchner Initiativen, wie sie im Bereich Nachhaltigkeit tätig werden können. Auf dem Marktplatz der Möglichkeiten treffen sie Gleichgesinnte oder verschaffen sich einen ersten Eindruck von der Münchner Nachhaltigkeitsszene. Jede/r ist eingeladen, Kontakte zu knüpfen.

Über den Münchner Klimaherbst
Der Münchner Klimaherbst findet 2015 bereits zum neunten Mal statt. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, einmal im Jahr möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Münchens, Jung wie Alt, für das Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ zu sensibilisieren. Initiiert im Jahr 2007 von einem Team der Münchner Volkshochschule, hat sich der Münchner Klimaherbst zu einer der wichtigsten und am meisten beachteten Veranstaltungsplattformen für Nachhaltigkeitsthemen in München entwickelt. Seit Februar 2015 wird er vom Netzwerk Klimaherbst e.V. getragen und zusammen mit der Umweltorganisation Green City e.V. organisiert. Ein umfangreiches Netzwerk an Initiativen und Vereinen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und auch einigen Unternehmen trägt Veranstaltungen bei. Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München fördert den Klimaherbst. In jedem Jahr hat der Münchner Klimaherbst einen thematischen Schwerpunkt, der sich an den Themen der UN-Bildungsdekade für eine nachhaltige Entwicklung orientiert. Im Jahr 2015 ist es das Thema „Politik. Macht. Klima. – und wir?“.

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner und Kontakte zu den einzelnen Veranstaltern. Bildmaterial können Sie hier herunterladen www.klimaherbst.de/downloads. Auf www.klimaherbst.de finden Sie außerdem Texte mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themenbereichen und eine Dokumentation der letzten acht Klimaherbste.

Ansprechpartner:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Stuiber
presse@klimaherbst.de
Fon: 089 / 890 668 -338




Gemeinsam Paddeln für saubere Flüsse – Mit dem Kajak von Winningen nach Stellendam Stephan Horch paddelte über Mosel und Rhein an die Nordsee

Pressemeldung

Winningen, 23. September 2015: Am Ende konnte er sein Glück kaum fassen. Der Winninger Fotodesigner
und Hobbypaddler Stephan Horch hat es geschafft: In 12 Tagen legte er die 440-Kilometer lange
Wasserstrecke von seinem Wohnort Winningen bis an die Nordsee mit seinem Kajak zurück, um auf
den zunehmenden Plastikmüll in Flüssen und Meeren aufmerksam zu machen. Parallel dazu ist seine
Wanderausstellung „CLEANRIVERPROJECT.DE // Paddeln und Fotokunst für saubere Flüsse“ mit den
aus dem Müll entstandenen Fotos gestartet. Das Geld für dieses Projekt sammelte er mit Hilfe von
Sponsoren sowie im Internet mittels Crowdfunding. Seine Reise war geprägt von Glücksmomenten,
allerdings gab es auch Situationen, in denen das Vorhaben unmöglich zu schaffen schien. Auch musste
er aufgrund der Wettervorhersagen kurzfristig von seiner im Vorfeld geplante Route abweichen.

Aufgeben kam für den 42-Jährigen jedoch nicht in Frage: „Ich musste jeden Tag ca. 37 Kilometer
zurücklegen, um in der geplanten Zeit mein Ziel zu erreichen. Das Wetter hat mir mehr als einmal übel mitgespielt. Ich hatte an manchen Tagen das Gefühl, überhaupt nicht vorwärts zu kommen: Ich machte einen Paddelschlag nach vorne und wurde Dank Gegenwind, Wellen und wenig Strömung wieder
zwei Paddelschläge zurückgesetzt. Aber ich habe so viel positives Feedback, Gastfreundschaft und
Unterstützung von unglaublich vielen Menschen erfahren, die das Projekt über meinen Blog oder die
sozialen Netzwerke verfolgt haben, dass es für mich keine andere Möglichkeit gab, als einfach weiter
zu paddeln.“

Übernachtet hat Horch – bis auf wenige Ausnahmen – in seinem VW Bus, der während der Tour als Begleitfahrzeug dabei war. Gekocht wurde mit einem kleinen Gaskocher, zum Abendessen gab es Kohlenhydrate: „Paddeln ist anstrengend und verbraucht viele Kalorien. Mit Nudeln und Kartoffeln habe ich meine Kohlenhydratspeicher für den nächsten Tag wieder aufgefüllt.“ Nach eineinhalb Wochen tat dann auch der Hintern nicht mehr weh: „Irgendwann hat der Sitz sich an meine Position angepasst“, lacht der Hobbypaddler.

Knapp 35 Kilometer vor Erreichen des Meeres realisierte Stephan Horch zum ersten Mal, wie weit er es bis hier hin geschafft hat. Im Laufe des Freitags erhielt er die gute Nachricht, dass auch die Finanzierung für sein Projekt steht. Glücklich und zufrieden erreichte er am 18. September 2015 um 15.30 Uhr die Nordsee. Seine Familie war extra angereist, um diesen Glücksmoment mit ihm zu teilen: „Ich bin unendlich dankbar für die Unterstützung und die Motivation. Ich danke meinen Sponsoren, besonders dem Team von Ecover Deutschland, das den letzten fehlenden Betrag meiner Crowdfundingsumme kurz vor dem Ablaufen der Zeit aufgefüllt hat, sowie meinen Freunden und meiner Familie, die immer an mich und meinen Weg geglaubt haben.“ Am Ende seiner Reise freut er sich trotzdem erst mal auf eine warme Dusche und ein warmes Essen: „Die Tour hat mir viel Raum für Gedanken gegeben. Da sieht man einiges in einem anderen Licht als vorher. Grundbedürfnisse wie Schlafen und Essen rücken in den Vordergrund. Und man stellt schnell fest, dass materielle Dinge nicht das Entscheidende fürs Wohlbefinden sind. Man wird in einer guten Weise geerdet.“

Seine Reiseeindrücke hat Stephan Horch in seinem Blog unter http://cleanriverproject.de/category/
news/ sowie auf Facebook unter https://www.facebook.com/cleanriverproject.de festgehalten.
Alle Termine und Ausstellungsorte zur Wanderausstellung „CLEANRIVERPROJECT.DE // Paddeln und
Fotokunst für saubere Flüsse“ können auf der Homepage unter http://cleanriverproject.de/termine/
eingesehen werden.

Für alle, die sich ebenfalls für saubere Flüsse einsetzen möchten, verlosen Ecover Deutschland und
CLEANRIVERPROJECT einen Clean Up Erlebnistag für zwei Personen mit Übernachtung im Altmühltal.
Zusammen mit Stephan Horch paddeln der Gewinner und seine Begleitperson im Kajak durch das
idyllische Altmühltal und folgen seinem Beispiel. Der Termin findet am 10. Oktober 2015 statt. Die
Tour ist auch für Anfänger geeignet. Die gesamte Ausrüstung wird gestellt. Die Teilnahme erfolgt über www.ecover.de/cleanriver. Weitere Mit-Paddler sind ebenfalls herzlich willkommen.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial:
CLEANRIVERPROJECT
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Anja Häbel
Fon.: +49 (0) 160 – 96 424 929
media@cleanriverproject.de




Halbzeit auf dem Weg von der Mosel bis zur Nordsee – Stephan Horch paddelt für saubere Gewässer

Winningen, 14. September 2015: Die Hälfte der Zeit ist vorbei, die Hälfte der Strecke ist geschafft,
der Muskelkater hält sich in Grenzen. Zeit für Stephan Horch, der mit seiner Paddel-Tour von Winningen über Mosel und Rhein bis zur Nordsee auf den zunehmenden Plastikmüll in Gewässern
aufmerksam machen will, ein Zwischenresümee zu ziehen: „Ich komme gut vorwärts. Wenn ich allerdings den kompletten Müll einsammeln wollte, der mir unterwegs entgegen kommt, würde ich mein Ziel, bis Sonntag an der Nordsee anzukommen, nicht erreichen. Ich treffe unterwegs auf viele interessierte und hilfsbereite Menschen, die mich in der ersten Woche toll unterstützt haben.“

So hat er spontan Schlafmöglichkeiten bekommen und Gastfreundschaft erfahren. Auch wurde er auf der Etappe von Köln nach Bonn von einem Mit-Paddler begleitet, der sich ebenfalls für den Umweltschutz engagiert und extra einen Tag Urlaub für die Aktion genommen hat. Ohne diese und auch finanzielle Unterstützung ist das Vorhaben alleine nicht zu stemmen. Ein Großteil der Geldsumme, die für das Projekt benötigt wird, soll über „Crowdfunding“ auf der Internet-Plattform Startnext finanziert werden. Jeder Spender erhält als Gegenleistung ein sogenanntes „Dankeschön“, u.a. ein Produktpaket des Sponsors Ecover Deutschland, der CLEANRIVERPROJECT ebenfalls durch Spenden und Aktionen mit ausgewählten Handelspartnern unterstützt: „Ecover und ich haben die gleiche Motivation: Eine gesunde Welt von morgen, geprägt von Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Daher passen die Zusammenarbeit und das Engagement sehr gut zusammen.“ Noch bis Sonntag, den 20.09.2015, läuft die Crowdfunding-Kampagne. Bis dahin muss die komplette Summe zustande
kommen, denn die Spenden werden nur bei erfolgreicher Finanzierung von den Unterstützern eingezogen.

Die Wander-Ausstellung mit dem Namen „CLEANRIVERPROJECT.DE // Paddeln und Fotokunst für saubere Flüsse“ ist aktuell in den Räumen des Diakonischen Werkes Neuwied zu sehen. Alle weiteren Termine und Ausstellungsorte können auf der Homepage unter http://cleanriverproject.de/termine/ eingesehen werden.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial:
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Anja Häbel
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Mit dem Kajak über Mosel und Rhein an die Nordsee

Winningen, 2. September 2015
Der Winninger Fotodesigner Stephan Horch hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Er will mit seinem Kayak von der Mosel bis an die Nordsee paddeln. Sein Plan: Auf den zunehmenden Plastikmüll in Gewässern aufmerksam zu machen. Start der ca. 510 Kilometer langen Tour ist am 6. September 2015.
Plastik ist praktisch, Plastik ist hygienisch, Plastik ist stabil und leicht. Doch was hat Plastik in Gewässern verloren?

Mit dieser Frage beschäftigt sich der Winninger Fotodesigner und Installationskünstler Stephan Horch in seinem aktuellen Projekt „CLEANRIVERPROJECT”: „Angefangen hat alles mit meiner ersten Paddel-Tour vor rund drei Jahren, als mir auf dem Rhein ein Fußball entgegen kam. Ab dem Zeitpunkt fiel mir die Menge an Plastikmüll auf, der in unseren Gewässern schwimmt.” Seitdem geht Horch zweimal pro Woche mit seinem Wildwasser-Kajak auf die Mosel und sammelt den Abfall ein. Bevor er ihn ordnungsgemäß entsorgt, setzt er die Fundstücke visuell in Szene und macht skurrile Fotos daraus. „Plastikmüll ist ein Riesenproblem für Meere, Flüsse und Seen, aber auch für den Menschen. Achtlos weggeworfene Produkte unseres Alltags haben fatale Folgen für die Umwelt.Ich kann es nicht ändern, dass Plastik in unseren Gewässern landet. Mit meinen Fotos gebe ich dem Problem jedoch ein Gesicht und kann so zu einen bewussteren Umgang mit Plastikmüll sensibilisieren“, erklärt Horch. Auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage und einem Facebook-Profil veröffentlicht der Fotodesigner seine Fotos und fordert andere auf, mitzumachen. Schon lange paddelt der engagierte Umweltschützer nicht alleine, erste Clean-Up Events u.a. mit dem Campus Koblenz im Rahmen der SommerUni oder der Kanuabteilung Post-SV Koblenz wurden in den vergangenen Monaten bereits durchgeführt.

Mit zunehmendem öffentlichen Interesse ist die Idee entstanden, in vier Städten entlang der Wasserstrecke „Winningen/Mosel – Renesse/Niederlande”, die Stephan Horch in der Zeit von 6. bis 20. September 2015 abpaddeln wird, eine Wander-Ausstellung mit den aus dem Müll entstandenen Fotos zu realisieren.
„Über kleine Bäche und große Flüsse werden global gesehen 80% aller Plastiktüten, Flaschen oder Verpackungen in die Ozeane getragen. Für mich war es daher am naheliegendsten, die Strecke, die der Müll vor meiner Haustür bis zum Meer zurücklegt, abzupaddeln und mittels der Ausstellung meiner Bilder auf das Problem hinzuweisen. Wir haben die Fotos in geeigneter Größe auf nachhaltiges Material drucken und so Trägermaterial gemeinsam mit dem Bild zu einem Gesamt-Kunstwerk verschmelzen lassen.”
Die Vorbereitungen dafür laufen bereits jetzt auf Hochtouren – immerhin muss einiges organisiert und an vieles gedacht werden, um das Vorhaben auch finanziell realisieren zu können, denn bisher wird alles ausschließlich aus der eigenen Tasche bezahlt.

Finanziert werden soll die Tour durch „Crowdfunding”, das heißt mit kleinen und großen Spenden, die Stephan Horch im Internet auf der Plattform „Startnext” sammelt. Jedem Spender verspricht er dafür eine Gegenleistung in Form von Lesezeichen, umweltfreundlichen Reinigungsmitteln oder limitierten Abzügen der ausgestellten Bilder. Während der Tour wird Horch seine Erlebnisse in einem Blog mitteilen.

Am 06. September 2015 geht es zunächst auf die erste Etappe nach Neuwied, wo die Wander-Ausstellung mit dem Namen „CLEANRIVERPROJECT.DE // Paddeln und Fotokunst für saubere Flüsse” in Zusammenarbeit mit dem Bündnis 90/Die Grünen Neuwied eröffnet wird. Die Ausstellung kann kostenlos von 6. September bis einschließlich 17. Oktober in den Räumen des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Wied, Rheinstr. 69, 56564 Neuwied, während der Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 8.15 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.15 Uhr bis 17.00 Uhr, sowie freitags von 8.15 Uhr bis 12.00 Uhr, besucht werden.

Weitere Informationen und aktuelles Bildmaterial:
CLEANRIVERPROJECT
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Anja Häbel
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Das WeGreen Shopping Add-on: Grüner Einkaufen von Amazon bis Zalando

PRESSEMELDUNG

Berlin, 29.04.2015Nachhaltiges Einkaufen ist immer noch zu kompliziert und zeitaufwändig. Im Dschungel von Produktsiegeln, Initiativen und NGOs verliert man schnell den Überblick. WeGreen ist ein Social Impact Business Unternehmen, dessen Geschäftsmodell dort ansetzt und Interessenten die Suche nach fair hergestellten Produkten erleichtert.

Wir haben die Nachhaltigkeitsampel entwickelt, die automatisch erkennt, wie fair und umweltfreundlich ein Produkt ist. Auf WeGreen.de haben bereits über 10 Millionen Besucher die Nachhaltigkeitsampel für 4 Millionen Produkte gesehen. Mehr als 400 Partner, wie Verbraucherschützer und NGOs, ergänzen unsere Datenbank und halten sie aktuell. Das macht WeGreen weltweit einmalig.

Jetzt möchten wir einen Schritt weiter gehen und grünes Online-Shopping für jeden und überall ermöglichen. Dafür wollen wir das WeGreen Shopping Add-on für die Browser Firefox, Chrome & Co. entwickeln und kostenlos zur Verfügung stellen. Mit dem Add-on wird die WeGreen Nachhaltigkeitsampel in allen großen Onlineshops, von Amazon bis Zalando, direkt neben den Produkten eingeblendet. So kann man einfach erkennen, wie fair und umweltfreundlich diese sind oder nicht.
Für die Entwicklung des Add-ons brauchen wir Ihre Hilfe, da wir das Projekt nicht alleine realisieren können. Wir würden uns freuen, Sie als Unterstützer gewinnen zu können.

Beispiele und Informationen finden Sie auf http://startnext.com/wegreen

Pressekontakt

Maurice Stanszus
Gründer und Geschäftsführer

Christian Boettcher
Mitgründer

Tel.: 01573 / 2903132
presse@wegreen.de
http://www.startnext.com/




Frankfurter „Bienenretter“ erhalten Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

+++Pressemeldung+++
17.04.2015 Das Frankfurter Bildungsprojekt „Bienenretter“ wird am 1. Mai als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wird von Frau Marlene Haas, Vize-Präsidentin der IHK Frankfurt, im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Übergabe der Auszeichnung findet im Rahmen der Messe „Essen in Hessen“ des Grüne-Soße-Festivals am 1. Mai 2015 um 15:00 auf dem Roßmarkt statt.

Was 2011 als gemeinnütziges Bildungsprojekt des FINE Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung e.V. begann, ist weit mehr als Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die abstrakten Begriffe „Nachhaltigkeit und Biodiversität“ werden am Beispiel der Bienen greifbar und begreifbar. Die Bienen spielen in unserer Natur eine Schlüsselrolle. Abhängigkeiten zwischen Schutz biologischer Vielfalt, sozialer Verantwortung und wirtschaftlichem Handeln werden gemeinsam vermittelt und reflektiert. Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt.

Ein entscheidender Strategie-Baustein für das Überleben der Wild- und Honigbienen im städtischen Raum sieht Bienenretter in gezielten Ansiedlungsmaßnahmen begleitet von einem vielfältigen Nahrungsangebot. In der jüngsten Saatgut-Aktion „Lass deine Stadt aufblühen!“ haben Freunde der Bienenretter bereits bundesweit über 3.000 qm Blumenwiesen speziell für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge angelegt.
Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. „Bienenretter trägt über den konkreten Beitrag im Projekt hinaus dazu bei, mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu motivieren. Wir danken ihnen ausdrücklich dafür!”, lobt die Jury. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält Bienenretter einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung Bienenretter einen wertvollen Beitrag leistet.

Die Mehr Informationen zum Projekt Bienenretter können Sie auf der Webseite www.bienenretter.de erhalten.

Über den Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt
Das ausgezeichnete Projekt hat am Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden.

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, ihre Wechselwirkungen untereinander und zur Umwelt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Lebensräume. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen. Ab dem Tag der Verleihung am 1. Mai wird das Projekt Bienenretter auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Übergabe der Auszeichnung: 1. Mai 2015 um 15:00 auf dem Roßmarkt auf der Messe „Essen in Hessen“ des Grüne-Soße-Festivals

Ansprechpartner für das Projekt Bienenretter:

Christian Bourgeois
FINE Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V.

Bockenheimer Landstr. 106
60323 Frankfurt am Main
Telefon: 0176 40 00 32 94
Fax: 069 43 05 74 81
bourgeois@fine-institut.de
www.fine-institut.de

Weitere Infos zu dem ausgezeichneten Projekt unter:
www.bienenretter.de

Ansprechpartner bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt:

Arno Todt
Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt
nova-Institut GmbH
Industriestraße 300
50354 Hürth
Telefon: 02233-481452
geschaeftsstelle@nova-Institut.de
www.undekade-biologischevielfalt.de




RESET Spezial: Flüchtlingshilfe 2.0 – Wie kann Flüchtlingshilfe im digitalen Zeitalter aussehen?

Berlin, 7. April 2015. Laut Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) sind aktuell 51 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. So viele waren es seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Sie sind Flüchtlinge, Asylsuchende oder Binnenvertriebene. RESET.org veröffentlicht vom 7. bis 14. April das Spezial „Flüchtlingshilfe 2.0 – Wie kann Flüchtlingshilfe im digitalen Zeitalter aussehen?“ und stellt jeden Tag Projekte vor, die digitale Tools für die Flüchtlingsarbeit nutzen.

Foto CC Lizenz BY-SA 2.0, Quelle: http://bit.ly/1Gh768B
Foto CC Lizenz BY-SA 2.0, Quelle: International Committee of Red Cross

 

 

RESET hat für das Spezial „Flüchtlingshilfe 2.0“ z.B. mit Katharina Kestler und Lisa Groß, zwei Aktivistinnen des Watch The Med Alarmphones gesprochen. Sie erzählen, wie das Alarmphone in Seenot geratenen Flüchtlingen hilft. Der Artikel „Finde deinen Nächsten: Refunite bringt Flüchtlingsfamilien wieder zusammen“ zeigt, wie über einen Online-Service Flüchtlinge ihre Angehörigen und Freunde wiederfinden. In „Multimedia trifft Mulitkulti“ stellt RESET die App Gherbtna vor, die syrische Flüchtlinge in der Türkei unterstützt, an Informationen zu gelangen.

„Die Zahl der Flüchtlinge weltweit steigt rasant. Für diese Flüchtlingsströme müssen schnell umfassende Lösungen gefunden werden,“ sagt RESET-Gründerin Uta Mühleis. „Mit unserem RESET-Spezial stellen wir innovative Projekte vor, die im Kleinen mit digitalen Tools die Flüchtlingsarbeit unterstützen. Wir haben uns dabei ganz bewusst für Projekte entschieden, die einen positiven Wandel vorantreiben.“

Mehr Infos zum Spezial: http://reset.org/blog/reset-spezial-fluechtlingshilfe-20-%E2%80%93-wie-kann-fluechtlingshilfe-im-digitalen-zeitalter-aussehen

Alle Artikel sind unter http://reset.org/tags/fluechtlingshilfe-20 zu finden.

Laura Holzäpfel
RESET Redaktionsleitung
laura@reset.org

Über RESET: Die Internet-Plattform RESET.org ist die aktuellste und umfassendste Informations- und Aktionsplattform für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit im deutschsprachigen Raum. RESET informiert täglich über innovative Lösungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, vermittelt Hintergrundwissen und unterstützt Projekte, die mit neuen Technologien einen positiven Wandel vorantreiben.  Für diesen Beitrag wurde die 2007 ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftungsgesellschaft RESET bereits drei Mal in Folge von der UNESCO sowie von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.




TTIP – Bundesregierung und EU-Kommission verschleiern Folgen für Entwicklungsländer – Ökonomen rechnen mit drastischen Einkommensverlusten für Menschen in ärmsten Regionen der Welt

Pressemitteilung – Thema: Freihandelsabkommen

Berlin, 6. Februar 2015. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat der Bundesregierung und der Europäischen Kommission vorgeworfen, die Auswirkungen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP zu verschleiern. “Der Studienlage zufolge ist TTIP ein echtes Armutsprogramm für Menschen in den ärmsten Ländern der Welt – darüber sprechen weder Bundeskanzlerin Angela Merkel noch Vizekanzler Sigmar Gabriel noch Jean-Claude Juncker aufrichtig”, kritisierte foodwatch-Sprecher Martin Rücker. “Mehr noch: Die Bundesregierung hat eine hochgradig dubiose Studie vorgelegt, mit der die erwartbaren negativen Folgen für Entwicklungsländer verschleiert werden.”

Am 21. Januar hatte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Studie des ifo-Instituts vorgestellt, der zufolge ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA keine nennenswerten negativen Folgen auf Entwicklungsländer habe (Gabriel Felbermayr et al.: “Mögliche Auswirkungen der Transatlantischen Handels-und Investitionspartnerschaft (TTIP) auf Entwicklungs-und Schwellenländer”). Ein Vertreter der Europäischen Kommission bezeichnete TTIP daraufhin nach Medienangaben als “Goldgrube” für Entwicklungsländer.

In einer für die Bertelsmann Stiftung erstellten Studie hatte das ifo-Institut unter Federführung desselben Autors dagegen vor “dramatischen” Verlusten für Entwicklungsländer (“Verlierer”) gewarnt und – je nach Ausgestaltung des TTIP-Abkommens – berechnet, dass die Menschen in Ländern wie Guinea mit einem Real-Einkommensverlust von bis zu minus 7,4 Prozent, in Botswana von bis zu minus 4,1 Prozent zu rechnen hätten. Das ifo-Institut rückt von diesen Berechnungen auch nicht ab, hat für die neue Studie im Auftrag des BMZ jedoch seine Annahmen verändert:

– Das ifo-Institut unterstellt in der BMZ-Studie, dass es zu so genannten Spillover-Effekten kommt – dass TTIP also auch zu Handelserleichterungen in Drittländern außerhalb der Freihandelszone führe. Das ifo-Institut selbst schreibt jedoch: “Die empirische Evidenz für diese Annahme ist allerdings dünn.”

– Die genannten Spillover-Effekte stellt das ifo-Institut als unabdingbare Voraussetzung dafür dar, die negativen Folgen von TTIP für Entwicklungsländer abzumildern. Um diese Effekte “möglichst wahrscheinlich” zu machen, machen die Ökonomen eine Reihe von “Empfehlungen”, die letztlich dazu führen würden, dass Entwicklungsländer mehr oder weniger der Freihandelszone beitreten: Vom Abbau von Zöllen auch für Drittstaaten über eine Einbindung von Entwicklungsländern in TTIP-Gremien zur Verabredung gemeinsamer Standards bis hin zum Vorschlag: “die [Welthandelsorganisation] WTO reformieren”. Solche Vorschläge mögen zwar wünschenswert sein – sie sind jedoch größtenteils unrealistisch, stehen überhaupt nicht auf der politischen Agenda oder liegen in der Entscheidungskompetenz Dritter, können also gar nicht von den TTIP-Partnern EU und USA als Ausgleich für die negativen Folgen des Abkommens beschlossen werden. So werden durch ein ganzes Bündel von unrealistischen Annahmen die erwarteten negativen Effekte “weggerechnet”.

– Zudem hat das ifo-Institut “Expertengespräche” durchgeführt, in denen vor allem Wirtschaftslobbyisten, d.h. potenzielle TTIP-Profiteure, die Einschätzung vertraten, dass die negativen Folgen von TTIP “nicht bedeutend” seien. Die Aussagen flossen zwar nicht in Modellberechnungen ein, prägen jedoch das Gesamtbild der Studie.

Eine ausführliche Auswertung der beiden ifo-Studien hat foodwatch heute in einem Hintergrundpapier veröffentlicht. Letztlich erwähnen die Wissenschaftler den entscheidenden Hinweis in ihrer Studie für das Bundesministerium selbst nach Durchsicht des Verhandlungsmandats, das die Regierungen der EU-Staaten der Europäischen Kommission erteilt haben: “Die entwicklungspolitische Verträglichkeit wird allerdings unter den Zielen des Abkommens nicht explizit gefordert.”

foodwatch-Sprecher Martin Rücker: “Wohlstand für alle – so heißt sinngemäß das Argument, mit dem die TTIP-Befürworter das Abkommen durchsetzen wollen. Dieselbe Bundesregierung, die mangelnde Transparenz bei den TTIP-Verhandlungen beklagt, schweigt die erwarteten Folgen von TTIP für Entwicklungsländer erst tot und tut jetzt auch noch so, als sei alles doch gar kein Problem – mithilfe einer Studie, die die Grenze zur Unseriosität deutlich überschritten hat.”

Link: Selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative “STOP TTIP”: www.foodwatch.de/aktion-ttip

Redaktionelle Hinweise:

– foodwatch-Hintergrundpapier: TTIP und die Folgen für Entwicklungsländer: bit.ly/1vuqZXG
– FAQ – Fragen und Antworten zu TTIP, CETA und TiSA: www.ttip-faq.foodwatch.de

– Gabriel Felbermayr et al.: “Mögliche Auswirkungen der Transatlantischen Handels-und Investitionspartnerschaft (TTIP) auf Entwicklungs- und Schwellenländer” (ifo-Studie für das BMZ, 21.01.2015): bit.ly/18Rce71

– Gabriel Felbermayr et al.: “Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (THIP): Wem nutzt ein transatlantisches Freihandelsabkommen?“ (ifo-Studie für die Bertelsmann-Stiftung, 2013): bit.ly/18Rcy5G

Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Martin Rücker
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Energy Drinks: EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde bestätigt Gesundheitsrisiko für Jugendliche – foodwatch fordert Verkaufsstopp von Red Bull & Co. an Minderjährige

Berlin, 19.01.2015
Eine aktuelle Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA bestätigt: Vor allem Jugendliche nehmen durch Energy Drinks gefährlich viel Koffein zu sich. Die Verbraucherorganisation foodwatch forderte Bundesernährungsminister Christian Schmidt auf, die Warnungen aus der Wissenschaft endlich ernst zu nehmen und den Verkauf der umstrittenen Wachmacher an Kinder und Jugendliche zu untersagen. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen schon länger, den Verkauf an Kinder und Jugendliche einzuschränken.

„Die EU-Lebensmittelbehörde sowie die zuständige deutsche Behörde warnen vor Risiken der Energy Drinks, Experten der Weltgesundheitsorganisation empfehlen einen Verkaufsstopp an Minderjährige – aber Bundesernährungsminister Schmidt ignoriert beharrlich alle Warnungen“, kritisierte Oliver Huizinga von der Verbraucherorganisation foodwatch.

Die aktuelle Studie der EFSA zeigt, dass Jugendliche, die besonders oft zu Energy Drinks greifen, zu viel Koffein zu sich nehmen. Im Rahmen einer aktuellen Risikobewertung hatte die Behörde vergangene Woche erstmals einen Höchstwert für Koffein ermittelt: Bei einer Dosis von drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht hätten Erwachsene keine Nebenwirkungen durch Koffein zu erwarten, so die Studie. Auch für Kinder und Jugendliche könnten drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als Orientierungswert dienen. Ein 12-jähriger Junge mit 50 kg Körpergewicht überschreitet nach dieser Rechnung schon mit einer 0,5 L Dose eines Energy Drinks diese Grenze. Millionen Jugendliche in Europa konsumieren allerdings regelmäßig deutlich mehr der Getränke: In fünf von 13 EU-Mitgliedstaaten, die die EFSA-Forscher untersucht hatten, nehmen Jugendliche mehr Koffein auf als empfohlen. In Deutschland gelten bis zu 6,6 Prozent der Jugendlichen als „Hochverzehrer“ und überschreiten die EFSA-Höchstmengen für Koffein. Als wesentliche Quelle für die Koffeinaufnahme unter Jugendlichen nennt die EFSA Energy Drinks.

Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Produkte – anders als etwa der ebenfalls stark koffeinhaltige Kaffee – gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt: Einer früheren EFSA-Studie zufolge greifen 68 Prozent der Teenager zu den Getränken. Davon sind laut EFSA 12 Prozent „high cronic consumers“ (Konsum mindestens viermal wöchentlich) sowie 12 Prozent „high acute consumers“ (mehr als ein Liter pro Konsum). Hochverzehrer sind besonders gefährdet, Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen zu erleiden.

Das deutsche Lebensmittelrecht gebietet es, „den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Vorbeugung gegen eine oder Abwehr einer Gefahr für die menschliche Gesundheit sicherzustellen“ (LFGB, § 1 (1)). Vorsorgliche Maßnahmen gebietet auch das übergeordnete europäische Lebensmittelrecht.

Ende 2014 hatte Litauen als weltweit erstes Land ein Abgabeverbot von Energy Drinks an Kinder und Jugendliche in Kraft gesetzt.

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