50 frische Schriften für “nachhaltige Botschaften”

Freiburg, 16. November 2022. Frische, unverwechselbare Schriften für typisches “grünes” Design.

Die Schriftenmanufaktur “GreenFont” hat 2022 über 50 frische Alphabete speziell für nachhaltige Botschaften und grüne Corporate Designs entwickelt – organisch, nicht immer geradlinig, unverwechselbar. Alle Zeichen der “Berlin-Edition” sind handgezeichnet und digitalisiert für digitale Medienproduktion und typisch für einen grünen Lifestyle.

Im GreenFont Online-Shop www.greenfont.de angeboten werden, neben den über 200 typischen “grünen” Fonts, exklusiv die im goetheanistischen Stil entworfenen “RO.Schriften” des Grafikes und Malers Walther Roggenkamp.

Kontakt/Pressekontakt
GreenFont
Andreas Sauer, Grüne Helden
Sonnenbergstraße 15
79117 Freiburg i.Br.

mail@gruenehelden.de
Tel.: 0172-9760880

GreenFont und RoSchriften sind lizenzsierte, digitale Schriftenprodukte von Andreas Sauer, Grüne Helden für die Nutzung auf dem Computern und für die Darstellung von Texten auf Internetseiten.

Die „Berlin Edition“ sind von Andreas Sauer neu entwickelte, zeitgemäße Schriften Typen für das typische Green Design. Dynamisch, hangezeichnet, einmalig. Einige Schriften bassieren auf Entwürfen von Walther Roggenkamp aus den 60er Jahren.
Die neo-grünen Schriftdesigns sind nach den U- und S-Bahn-Stationen der Trendmetropole Berlin benannt.

Andreas Sauer – Green Designer, Schrift Designer und Illustrator studiert nach einer Berufsausbildung Freie Malerei und Grafik Design in Stuttgart und Freiburg. Er lernt u. a. bei Walther Roggenkamp das zeichnen von Schriften im “goetheanistischen” Stil. Beim Ro.Schriftenprojekt “bildhafte Schriften” (1988-1996) ist er hauptverantwortlich für die Entwicklung, Reinzeichnung und Digitalisierung. Andreas Sauer ist Inhaber der Agentur Grüne Helden (gegründet 1987).




ecogift – Eine nachhaltige Geschenkbox

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit besteht für viele wieder das gleiche Problem: was schenke ich meinen Liebsten nur dieses Jahr wieder? Unter dem Weihnachtsbaum kommt dann für die Beschenkten oft die böse Überraschung, ein Geschenk, welches man so nicht erwartet hatte und eigentlich auch gar nicht haben will. Egal ob ein Haustier, Kleidung oder Elektronik. Das Geschenk landet entweder ungenutzt im Schrank oder geht wie über 20 Millionen andere Artikel in die Retoure und belastet somit die Umwelt, bei einem Haustier ist das Ausmaß natürlich noch schlimmer. Gleichzeitig will man aber auch nicht jedes Jahr einen unpersönlichen Gutschein oder Bargeld verschenken, schließlich sollte ja doch noch ein Päckchen unter dem Baum liegen, oder?

Genau aus diesem Grund hat das StartUp ecogift seine Geschenkboxen ins Leben gerufen!

ecogifts sind Geschenkboxen, welche gefüllt sind mit nachhaltigen und innovativen Produkten von StartUps, das verschafft der Box eine ganz persönliche Note. Gleichzeitig sind alle Produkte Konsumprodukte und landen somit garantiert nicht im Schrank, schließlich ist es doch viel zu spannend die ganzen neuen Dinge mal zu testen! Jedes ecogift schafft einen großen Mehrwert für die vielen StartUps sowie die Umwelt. Mit einem ecogift, so die Gründer verschenkt man nicht irgendeine Geschenkbox, sondern eine Geschichte und Sinnhaftigkeit.

Jedes ecogift pflanzt mindestens einen Baum. Außerdem werden die Boxen mit viel Liebe von den Gründern handverpackt und versendet, wer will kann seine eigene Nachricht an seine Liebsten noch in die Box packen lassen.

Das StartUp plant nun bis Weihnachten über 200 Geschenkboxen auszuliefern und hofft, dass viele Menschen sich dieses Jahr für ein Sinnhaftes und nachhaltiges Geschenk entscheiden.

Wenn du also noch kein Weihnachtsgeschenk hast dieses Jahr und die Situation kennst bzw. einfach mal wieder keine Zeit hast ein Geschenk herauszusuchen, dann schau doch einfach mal bei der Kampagne von ecogift vorbei und unterstütze das Projekt durch deinen Kauf.

ecogift ist ein junges StartUp gegründet von zwei Studenten aus Göppingen im Süden Deutschlands. Die zwei haben bereits ein weiteres StartUp, einen nachhaltigen online Marktplatz. Durch diesen sind sie zu den ganzen StartUps und deren tolle Produkte gekommen. Die Boxen werden von den beiden persönlich in der eigenen Garage verpackt und hergerichtet. Sie setzten sich für StartUps und die Nachhaltigkeit im Besonderen ein!




Neues Online-Magazin “Elysium.digital”: Alles rund um Leben und Sterben

Wir begegnen ihm täglich, ob im Freundes- oder Familienkreis oder in den Nachrichten: Der Tod bewegt uns alle. Nun gibt es dazu auch ein erstes journalistisches Angebot in Deutschland zu diesem Thema: www.elysium.digital. Das Online-Magazin veröffentlicht Grundlagenthemen ebenso wie Ratgeber und Beiträge zu aktuellen Diskussionen – und das ohne Befangenheit, mit Herz und Verstand.
Dem Thema die Schwere zu nehmen ist eines der Ziele von Elysium.digital. Es sind nicht nur Angst und Trauer, die mit dem Sterben verbunden werden. So gibt es beispielsweise auf der Web-Site einen wachsenden Bereich zum Thema Humor. Reportagen und Interviews gehören ebenso dazu wie Grundlagen-Berichteeine Ratgeber-Rubrik, aber auch Literarisches, Musikalisches und vielfältige Beiträge zum Thema Spiritualität und Tod sowie Trauerritualen und Jenseitsvorstellungen.

Wie gestalte ich für einen lieben, verstorbenen Menschen eine würdige Trauerfeier? Wie bereite ich mich – und meine Angehörigen und Freunde – auf den Abschied vor? Wie begleitete ich Menschen auf seinem letzten Weg? Diese und andere Fragen werden im Ratgeber-Teil beantwortet. Im Bereich „Grundsätzliches“ finden die Leser Videos, Gedichte und Grundlegendes aus verschiedenen Bereichen, so auch zu „Humor und Sterben“, der Quantenphysik und dem Innenleben von palliativen Einrichtungen.

Neben Literatur- und Filmtipps unter „Aktuelles“ gibt es das stark wachsende Magazin. Hier werden Menschen porträtiert und in Gesprächen vorgestellt, die beispielsweise in der Hospiz-Bewegung, als Bestatter oder Trauerredner aktiv sind, ebenso wie Menschen, die einen Verlust oder eine lebensbedrohliche Erkrankung erlebt haben, von denen wir lernen können. Ohne Scheu vor Tabus werden hier Fragen gestellt und beantwortet.

Gegründet wurde Elysium.digital von Michael Ziegert, Journalist und Unternehmer, und Lisa Freund, die auf eine vieljährige praktische Erfahrung als Sterbebegleiterin, Autorin, Supervisorin und Seminarleiterin zurückblicken kann. Elysium.digital sieht, dass jedes Ende auch ein neuer Anfang ist. Abschied und Neubeginn sind nicht nur ein schmerzhafter, sondern auch ein kreativer Prozess, in dem wir innerlich wachsen können.

Zum Magazin „Elysium.digital: Leben – Sterben – Tod – Werden“:

Das Online-Magazin „Elysium.digital“ veröffentlicht Beiträge zum letzten aller Themen. Dabei arbeiten die Journalisten und Autoren überkonfessionell und fühlen sich einer Ethik verpflichtet, die alle Menschen als gleich ansieht, nicht erst im Tod. Gleichzeitig wird auf eine Berichterstattung wert gelegt, die Themen sachlich und ohne Scheu vor Tabus angeht. Neben Beiträgen zu Grundsatzthemen der Hospiz-Arbeit, der Palliativ-Medizin und der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase werden Artikel veröffentlicht, in denen Menschen in ihrer Begegnung mit lebensbedrohlicher Erkrankung, Sterben und Tod und Trauer vorgestellt werden, aktuelle Diskussionen werden aufgegriffen. Auch Beiträge zu Suizid und Sterbehilfe wird es geben ebenso wie Artikel aus angrenzenden Bereichen wie dem Umgang mit Koma, lebensbedrohlicher Erkrankung oder Demenz. Gegründet wurde Elysium.digital im Oktober 2016 von Michael Ziegert, Journalist und Unternehmer, und Lisa Freund, die auf eine vieljährige praktische Erfahrung als Sterbebegleiterin, Autorin, Supervisorin und Seminarleiterin zurückblicken kann.




Mit Engel, ohne Plastik

oekom verlag legt erstes Druckerzeugnis mit neuem Blauen Engel vor und verzichtet künftig auf Einschweißfolien für Bücher.

Ressourcen schonen, Klima und Artenvielfalt schützen, Müll vermeiden – diese Prinzipien haben für den oekom verlag herausragende Bedeutung. Bei der Herstellung seiner Publikationen orientiert sich oekom daher an den Kriterien des Blauen Engels für umweltschonende Druckerzeugnisse (RAL-UZ 195). An der Entwicklung dieses anspruchsvollen Umweltzeichens war der Verlag federführend beteiligt und hat damit dazu beigetragen, einen hohen Standard in die Verlagsbranche zu tragen. Nun gilt es, Druckereien dafür zu gewinnen, sich mit dem Umweltzeichen zertifizieren zu lassen, Verlage zu motivieren, sich diesem Prozess anzuschließen, und schließlich die Leserinnen und Leser vom Mehrwert solcher Druckerzeugnisse zu überzeugen.

Mit dem Buch »FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen« > von Frank Herrmann (ET 25.7.16) macht oekom den nächsten Schritt in Sachen nachhaltiges Publizieren und erfüllt alle Kriterien des Blauen Engels für Druckerzeugnisse: hoher Altpapieranteil, Einsatz nachwachsender Rohstoffe, Farben, Lacke und Klebstoffe, die eine hochwertige Wiederverwertbarkeit ermöglichen, Verzicht auf umwelt- und gesundheitsbelastende Einsatzstoffe und Materialien, verminderter Energieeinsatz sowie weniger umweltbelastende Emissionen. Dem ersten oekom-Buch mit diesem Siegel werden weitere folgen.

Auch bei der Verpackung bleibt oekom seinen Prinzipien treu und verzichtet ab Herbst 2016 auf das Einschweißen seiner Paperback-Ausgaben in Plastikfolie. »Mit unserem Frühjahrs-Bestseller ´Besser leben ohne Plastik` > haben wir bereits einen ersten Versuch gestartet und bislang ausschließlich positives Feedback von KundInnen und Handel bekommen«, berichtet Verleger Jacob Radloff. Sollte dieses Vorgehen auch langfristig akzeptiert werden, wird es im oekom verlag ab dem nächsten Jahr auch keine Hardcover-Bücher mit einer derartigen Schutzhülle mehr geben.

Frank Herrmann, »FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen«, 328 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-808-9, 19,95 Euro / 20,60 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Anneliese Bunk & Nadine Schubert, »Besser leben ohne Plastik«, 112 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-784-6, 12,95 Euro /13,30 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Kontakt
Anke Oxenfarth
oekom verlag GmbH
Leiterin Stabsstelle Nachhaltigkeit
Waltherstraße 29, 80337 München
Fon 089/54 41 84-43
Fax 089/54 41 84-49
Email oxenfarth@oekom.de
www.oekom.de

Informationen zum nachhaltigen Publizieren: www.nachhaltig-publizieren.de >

Für Bestellungen von Rezensionsexemplaren wenden Sie sich bitte an:

Bettina Reinemann
oekom verlag GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Waltherstraße 29
80337 München

Fon 089/54 41 84-34
Fax 089/54 41 84-49
Email reinemann@oekom.de >

www.oekom.de >

www.facebook.com/oekom >

https://twitter.com/oekomverlag >

Aktuelles aus dem Verlag erfahren Sie über den monatlichen Newsletter:
http://www.oekom.de/allgemeine-verlagsinformationen/newsletter.html >

Eine Übersicht über unsere AutorInnen-Veranstaltungen erhalten Sie hier:
http://www.oekom.de/allgemeine-verlagsinformationen/aktuelles/veranstaltungen.html >

Wenn Sie unsere Presseinformationen nicht mehr beziehen möchten, senden Sie eine E-Mail an: presse@oekom.de. >




“Basin özgürlügü hepimizi ilgilendirir.” “Pressefreiheit geht uns alle an.” – Türkisch-deutsche Sonderausgabe der taz am 3. Mai 2016

Berlin, 25. April 2016

Einladung zur Pressekonferenz und zur Diskussion

“taz.die günlük gazete”: taz.die tageszeitung erscheint erstmalig auf 16 Seiten in türkischer und deutscher Sprache.

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2016 druckt die taz eine Sonderausgabe zum Thema “Pressefreiheit in der Türkei”. Alle Texte werden in türkischer und deutscher Sprache erscheinen, zwei JournalistInnen von den türkischen Zeitungen Agos und Birgün werden eine Woche lang zu Gast im Berliner Redaktionsbüro sein. Sie stellen die Inhalte der Sonderausgabe gemeinsam mit der taz zusammen und beantworten auf 16 Seiten grundlegende Fragen: Warum reagiert die türkische Regierung so paranoid auf eine kritische Presse? Wie gehen unabhängige ReporterInnen mit der Repression um? Warum spielt Satire in der türkischen Medienlandschaft eine so bedeutende Rolle?

Am kommenden Freitag, den 29. April lädt die taz zur Pressekonferenz und stellt die Arbeit des türkisch-deutschen Redaktionsteams und die Gäste aus der Türkei vor. Am Montag, den 2. Mai um 19.30 Uhr laden wir zur Diskussion mit den türkischen Gästen ins taz.café. Angefragt für die Veranstaltung ist auch Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis ’90/Die Grünen.

Pressefreiheit geht uns alle an. Nicht erst seit der Causa um Jan Böhmermanns Schmähgedicht sind die massiven Verletzungen der Pressefreiheit seitens der türkischen Regierung ein Thema, das auch Deutschland berührt. Seit im April das äußerst fragwürdige Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei in Kraft getreten ist, haben sich die Zahlen von ankommenden MigrantInnen in Deutschland drastisch reduziert. Man kann zynisch sagen: Europa hat sich frei gekauft. Aber man muss auch fragen: Zu welchem Preis?

Offiziell gilt die Türkei nun als privilegierter Partner der EU, erhält Finanzhilfen und Visaerleichterungen. Konkret bedeutet das aber auch, dass eine repressive, minderheiten- und frauenfeindliche Regierung aufgewertet wird, und dass deren massive Eingriffe in die Pressefreiheit von der EU und insbesondere von der Bundesregierung stur ignoriert werden. Dabei sind die besorgniserregenden Umstände, unter denen JournalistInnen in der Türkei arbeiten, hinlänglich bekannt. Die regierungskritischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül müssen mit lebenslangen Haftstrafen rechnen, weil sie über Waffenexporte der Türkei an syrische Islamisten berichteten. Im Südosten des Landes werden ReporterInnen auf offener Straße hingerichtet. Oppositionelle Medien müssen tagtäglich mit Anzeigen wegen “Beleidigung des Präsidenten” oder “Verdacht auf Unterstützung terroristischer Organisationen” rechnen.

“Während der Böhmermann-Debatte konnte man den falschen Eindruck bekommen, die Pressefreiheit sei nicht in der Türkei, sondern in Deutschland bedroht”, sagt taz-Chefredakteur Georg Löwisch. “Am 3. Mai ist Zeit für ein Zeichen der Solidarität mit den Journalistinnen und Journalisten in der Türkei. Weil wir ihre Sache zu unserer Sache machen, werden die taz-Sonderseiten nicht nur in deutscher, sondern auch in türkischer Sprache erscheinen.”

Neben zahlreichen AutorInnen, die aus der Türkei berichten werden, sind zwei JournalistInnen eingeladen, um die Sonderausgabe vor Ort mit der taz zu produzieren:

Gözde Kazaz, 28, ist Redakteurin bei der Wochenzeitung Agos, die vom 2007 ermordeten türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink gegründet wurde. Zuvor war sie beim unabhängigen Radiosender Acik Radyo tätig. Kazaz beschäftigt sich vor allem mit den Themengebieten Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Umweltbewegungen.

Erk Acarar, 43, ist Redakteur bei der Tageszeitung Birgün. Zuvor arbeitete er bereits u.a. für Milliyet, Cumhuriyet, Sabah. Acarer ist Autor mehrerer Romane und Sachbücher. Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit der Flüchtlingskrise und den Beziehungen zwischen IS, Al-Nusra und der Türkei. Er ist kürzlich mit dem renommierten Metin-Göktepe-Preis ausgezeichnet worden.

Wir laden Sie herzlich zur Pressekonferenz zur Sonderausgabe mit Gözde Kazaz & Erk Acarer ein:
Termin: Freitag, den 29.April 2016, 11.30 Uhr
Ort: taz. die tageszeitung,
Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin
(im Konferenzraum, erster Stock)

Auch zur Diskussion laden wir herzlich ein:
“Basin özgürlügü hepimizi ilgilendirir.” “Pressefreiheit geht uns alle an.”
mit:
Gözde Kazaz, Redaktion Agos
Erk Acarer, Redaktion Birgün
Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis ’90/Die Grünen (angefragt)
Deniz Yücel, Die Welt (angefragt)

Moderation: Doris Akrap, Redaktion taz.am wochenende

Termin: Montag, den 2. Mai 2016, 19.30 Uhr
Ort: taz.café,
Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin

Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Marlene Halser
taz.die tageszeitung
Ressortleiterin taz2/Medien

marlenehalser@taz.de
Tel. 030 / 25 902 169




Grundrecht auf Glück

Zu den faszinierendsten Begegnungen, die ich in den zurückliegenden Jahren erlebte, zählt mein Zusammentreffen mit Ha-Vinh Tho. Es inspirierte mich und öffnete den Horizont für Neues. Dieser „Wanderer zwischen den Welten“ eint nicht nur als Mensch fernöstliche Tradition mit westlichem Denken, ohne dass dies aufgesetzt oder künstlich wirkt. Was er sagt, regt zum Umdenken an. Zugleich spornt es an, eigene Pläne weiter zu treiben – allein durch sein Vorbild als Pädagoge, dessen Wurzeln in der Anthroposophie gründen und als Zen-Meister begeistert Tho, wie Freunde ihn nennen dürfen, seine Zuhörer. Er versteht es Brücken zu bauen, die tragfähig sind und auf denen sich Menschen begegnen können.

Es schien mir ein Glücksfall, ihn ein Stück auf seinem interessanten Weg begleiten zu dürfen und dabei Einblicke in seine Denk- und Lebensweise zu erhaschen. Die Gespräche und der Austausch mündeten in einem Buch: Grundrecht auf Glück. Es beschreibt Bhutans Vorbild für ein gelingendes Miteinander und belegt dass die im kleinen Himalaya-Land entwickelte Entwicklungsphilosophie des Bruttonationalglücks keine Utopie, sondern eine Chance für uns alle ist. Gross National Happiness, das ganzheitliche Wertesystem, das auch und gerade ein gesundes Wirtschaften anstrebt – ist machbar. Es wird auch unsere Art zu konsumieren ändern – nachhaltiger und sozialer gestalten -, wenn wir nicht mehr dem Fetisch der Ökonomie huldigen und den Homo oeconomicus wie ein Götzenbild auf dem Sockel verehren. Dann nämlich zählt vielmehr (auch), „ob die Menschen sich in ihrem Land wohlfühlen, ob sie angstfrei in die Zukunft blicken und ob sie genug Zeit für sich und ihre Familien und ihre Mitmenschen haben“.

Ein anregendes Buch, das – hoffentlich – viele Leser findet, die anschließend Thos Gedanken in Worten und Taten mit Leben erfüllen.

Dr. Ha Vinh Tho
Grundrecht auf Glück
Bhutans Vorbild für ein gelingendes Miteinander
Nymphenburger, München 2014
208 Seiten
19,99 Euro