Über 16.000 Münchner radeln durch die Sommernacht

Pressemitteilung
10/7/2016

Bei sommerlichen Temperaturen nutzten am gestrigen Samstag, 9. Juli über 16.000 Radlfans die Gelegenheit, auf autofreien Straßen durch München zu radeln. Die Radlhauptstadt München lud zur Radlnacht – präsentiert von M-net. In diesem Jahr war zum ersten Mal der Königsplatz Start- und Zielort des großen Radlcorsos.

Die Rundfahrt startete um 20:30 Uhr auf dem Königsplatz, viele Teilnehmende waren jedoch schon am Nachmittag dort und genossen bei schönstem Wetter das Bühnenprogramm mit Live-Musik der Bands El Rancho und Palo Santo. Großen Zuspruch fanden außerdem die kostenlose Fahrrad-Waschanlage und die Beach-Area des Telekommunikationsdienstleisters M-Net, der sich bereits zum zweiten Mal auf der Radlnacht engagierte. Auf einer „Social Media Wall“, die live Tweets und Postings mit dem Hashtag #Radlnacht auf einer Leinwand veröffentlichte, konnten die Radlerinnen und Radler ihre Schnappschüsse und Kommentare zur Radlnacht mit allen teilen.

Bei der Radlnacht feierte außerdem eine weitere Radl-Aktion ihren Auftakt: Das Stadtradeln München. Ziel der Aktion ist es, die Münchnerinnen und Münchner zu motivieren, innerhalb des Aktionszeitraums vom 9. bis 29. Juli 2016 möglichst viele Radlkilometer zu sammeln und auf www.stadtradeln-muenchen.de einzutragen. Mit im Gepäck hatte das Stadtradel-Team auf dem Königsplatz neben einem Infostand außerdem eine spannende Attraktion für besonders mutige Radlfans: einen Fahrrad-Looping, in dem schwindelfreie Besucher hoch hinaus um die eigene Achse radeln konnten.

Um 20:30 Uhr gab Schirmherr Oberbürgermeister Dieter Reiter das Startsignal und der Radl-Corso setzte sich in Bewegung. Vom Königsplatz fuhr der Zug zunächst über Stiglmaierplatz und Nymphenburger Straße bis zur Hackerbrücke. Von hier führte die Route weiter über die Theresienwiese, Kapuzinerstraße, entlang der Isar und über die Prinzregentenstraße zum Highlight der Route: dem Altstadtringtunnel. Über den Odeonsplatz ging es dann durch Schwabing zurück zum Ausgangspunkt. Im Anschluss versammelten sich ab ca. 22:00 Uhr viele Radlerinnen und Radler auf dem Königsplatz, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Die rund 12 Kilometer lange Strecke musste während des Veranstaltungszeitraums teilweise gesperrt werden. Die Green City Projekt GmbH, die die Radlnacht im Auftrag der Radlhauptstadt München durchführte, dankt der Münchner Polizei, dem Bayerischen Roten Kreuz und den vielen Ehrenamtlichen. Nur mit Hilfe ihres großen Einsatzes war ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung möglich.

Die nächste Radlhauptstadt-Veranstaltung folgt am 26. bis 28. August: Beim 1. Münchner RadlKULT – dem Radkulturfestival der Radlhaupstadt feiern verschiedene lokale Fahrradakteure gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern, was sie verbindet: Die Liebe zum Radl. Weitere Informationen gibt es schon jetzt auf www.radlhauptstadt.de.

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Katja Sorg
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CITY eTAXI – fertig entwickeltes eLeichtfahrzeug in München vorgestellt Adaptive City Mobility (ACM) eröffnet neue Wege für wettbewerbsfähige Elektromobilität

+++Pressemitteilung+++
02. Juni 2016

München – ACM präsentiert am 02. Juni 2016 mit dem fertig entwickelten eFahrzeug im Maßstab 1:1 das finale Design des CITY eTAXI. Mit dem neu konzipierten Fahrzeugtypus positioniert sich das CITY eTAXI als Gegenpol zu den heutigen Entwicklungen im Bereich der Automobilwelt. Entgegen dem Trend, immer größere, schnellere und für den Innenstadtbereich überdimensionierte Fahrzeuge wie beispielsweise SUVs zu bauen, hat ACM ein einfaches Elektrofahrzeug auf vier Rädern für den urbanen Bereich entwickelt, das nicht nur als innerstädtisches eTAXI, sondern auch für viele andere gewerbliche Anwendungen wie eSHARING, eLOGISTIK und eTOURISMUS eingesetzt werden kann.

Adaptive City Mobility ist ein gemeinschaftliches Projekt des Förderprogramms IKT für Elektromobilität III und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Elektromobilität wettbewerbsfähig, ressourcenschonend und umweltfreundlich zu gestalten und wurde im Sommer 2015 zum Leuchtturmprojekt der Bundesregierung gekürt. Ab 2017 geht ACM mit seinen drei technologischen Innovationen Fahrzeug, Akkuwechsel und IKT-Vernetzung in den Praxistest. Schauplatz des Feldtests ist die bayerische Landeshauptstadt München.

Dabei basiert ACM auf einem völlig neuen Grundgedanken, wie wir zukünftig unsere Mobilität gestalten: Unter dem Motto „Less is More“ verlässt es die etablierten Pfade der Automobilindustrie. Das CITY eTAXI spielt in der Fahrzeugklasse der Leichtgewichte (L7e) und zielt auf die weltweit neu entstehende Nische urbaner und elektromobiler Leichtbaufahrzeuge im Feld zwischen Pkw und Zweiradfahrzeugen. Dazu macht das unverwechselbare Design mit drei Sitzen, dem sogenannten „Backpack“ als Kofferraum und durchgängigen Plexi-Glastüren das Vehikel zu einem wahren Raumwunder und schafft ein neues und einzigartiges Fahrerlebnis.

Adaptive City Mobility darf dabei keinesfalls nur auf die Entwicklung eines neuen Fahrzeugkonzepts reduziert werden. Das CITY eTAXI ist viel mehr als das – es ist elementarer Baustein einer völlig neuen Systemlösung im Feld der Elektromobilität. In diesem System bilden die Fahrzeuge mit manuell bedienbarem Batteriewechselsystem, die dazugehörigen Akkuwechselstationen, Betreiber, Energieversorger und Endnutzer zusammen ein eigenständig funktionierendes elektromobiles Gesamtnetzwerk, das über moderne Informations- und Kommunikationstechnologien verknüpft ist und durch die Integration von erneuerbaren Energien emissionsfreie Mobilität ermöglicht.
Das dahinterstehende Geschäftsmodell basiert dazu auf vielen verschiedenen Einnahmenquellen wie Fahrtenvermittlung, Energieverkauf, digitaler Werbesteuerung und Batterieleasing. Zusammen mit den technologischen Innovationen schlägt das Projekt zugleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Die Gesamtbetriebskosten, auch Total Cost of Ownership (TCO) genannt, können stark reduziert werden, sodass Elektromobilität nicht mehr länger teuer und exklusiv sein muss. Dabei können die Fahrzeuge maximal ausgelastet werden, da unwirtschaftliche und unkomfortable Ladezeiten entfallen. Dies freut nicht nur Flottenbetreiber, sondern auch Städte, denen der sogenannte ruhende Verkehr wertvollen Platz wegnimmt.

Als autarkes eMobility-Gesamtsystem bietet ACM schließlich Kommunen, Unternehmen und Bürgern eine einfach umsetzbare Möglichkeit, elektromobil unterwegs zu sein und dies unabhängig von Ladesäuleninfrastrukturen und öffentlichen Subventionen. So erläutert Paul Leibold, der Initiator des Projekts: „Man kann ACM auch als einen Ansatz zur Lösung des Henne-Ei-Problems bezeichnen: Derzeit heißt es immer seitens der Kommunen, wir investieren noch nicht großflächig in Infrastrukturen, da ja noch niemand Elektrofahrzeuge fährt. Auf der anderen Seite heißt es von den Anwendern, nein, wir kaufen uns noch kein Elektroauto, da a) zu teuer und vor allem b) es gibt ja noch keine Infrastruktur. Das ACM-Projekt bringt nun seine eigene Infrastruktur mit und funktioniert damit losgelöst von Diskussionen zu den hohen Investitionskosten der Elektromobilität – eben als autarkes System.“

Beteiligte Partner des Projekts sind Ametras rentconcept, das Batteriemontagezentrum BMZ, Eurodesign, Fraunhofer ESK, Green City Projekt, PEM/RWTH Aachen, Roding Automobile, Siemens, Streetscooter und Weiss Plastik. Zur Entwicklung beigetragen haben zudem namenhafte Persönlichkeiten mit führenden Positionen im Projekt wie Prof. Dipl.-Ing. Johann Tomforde, Ex-CEO von Smart, Prof. Peter Naumann, Fahrzeugdesigner von der Hochschule München, Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker, Produktionsexperte im Bereich der Elektromobilität, Rauno Andreas Fuchs, Experte für urbane und klimafreundliche Mobilität und Paul Leibold als Initiator und Macher des Projekts.

Am 06. und 07. Juni 2016 wandert der am 02. Juni in München erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte Design-Prototyp nach Berlin zur Elektromobilitätskonferenz der Bundesregierung (www.konferenz-elektromobilitaet.de). Danach geht es wieder zurück in den Süden, wo das CITY eTAXI in München für Schauzwecke und Besuche von Delegationsgruppen bereitstehen wird.

Pressekontakt:
Paul Leibold
0172-7616342
info@adaptive-city-mobility.de
www.adaptive-city-mobility.de

Weitere Pressefotos und Informationen:
online unter www.adaptive-city-mobility.de/presse/




E-Bike ersetzt Auto – Green City e.V. und der Schweizer E-Bike-Spezialist Stromer laden zur Pressefahrt in München

PRESSEEINLADUNG

Immer mehr BerufspendlerInnen steigen vom Auto aufs E-Bike um – doch Städte und Kommunen hängen mit dem Ausbau der Infrastruktur hinterher. Dabei könnten rund 25 Millionen Pendler das Auto stehen lassen und die Strecke zur Arbeitsstelle mit dem E-Bike bewältigen – ökologisch, ökonomisch sinnvoller und meist schneller als mit Auto oder ÖPNV. Hinzu kommt der Sport- und Fitness-Aspekt.

Und natürlich die Begeisterung für den Komfort der neusten E-Bikes: Eingebauter Diebstahlschutz und volle Vernetzung mit dem Smartphone, flink zum Ziel mit bis zu 45 km/h oder auch das schicke Design, das längst nicht mehr dem monströsen Elektroboliden der Anfangszeit entspricht. Die E-Bikes des Herstellers Stromer aus der Schweiz haben das Potential zum grünen SUV auf zwei Rädern.

Doch welchen Herausforderungen müssen sich Großstädte, Verkehrspolitiker und auch die Hersteller von E-Bikes und Pedelecs stellen? Sind Schnellradwege, wie auch in München geplant, eine Lösung, wenn sie Platz einfordern, den derzeit PKWs für sich beanspruchen? Welchen Vorteil bietet das Pendeln mit einem E-Bike und wie sieht es mit dem Thema Sicherheit im Straßenverkehr aus?

In Kooperation mit der Umweltorganisation Green City e.V. und dem Schweizer E-Bike-Hersteller Stromer möchten wir Sie einladen, um diese und mehr Aspekte zum Thema E-Mobility bei einer akzentreichen Presserundfahrt mit dem E-Bike anzusprechen. Mit von der Partie ist auch die Stadträtin Bettina Messinger, Fahrradbeauftragte der SPD Stadtratsfraktion, die den spannenden Diskurs um die neue Fahrzeugklasse der Elektrofahrräder aus politischer Sicht bereichern wird.

Wann: Mittwoch, 18. Mai 2016, 11.00 Uhr
Wo: Start am Wittelsbacher Platz, Stopps an verkehrsrelevanten Punkten
Für Ihre Sicherheit ist gesorgt, Helme, die dazu noch kleidsam sind, stehen von Rockwell bereit.

Unsere ca. 60-minütige Rundfahrt endet mit Snacks sowie einem kleinen Get-together mit den Veranstaltern am Milchhäusl im Englischen Garten. Da nur eine begrenzte Anzahl an Stromer E-Bikes zur Verfügung steht, bitten wir bis zum 17.05. um eine verbindliche Zusage unter jung@kernpunktpr.de.

Wir freuen uns auf Sie und dynamische Gespräche und verbleiben mit den besten Grüßen

Green City e.V.
Andreas Schuster

…kernpunkt.PR
Gabriele Jung & Alexander Richter-Vrtič

Katja Sorg
Kommunikation/
Mitgliederbetreuung
Lindwurmstraße 88
2. Aufgang, 5. Stock
80337 München

Tel (089) 890 668 – 312
Fax (089) 890 668 – 66
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„PARK(ing) DAY“ 2015 – Grünoasen statt Blechwüsten

Rollrasen statt Asphalt heißt es am 18. September auf Münchens Straßen. An diesem Tag verwandelt die Umweltorganisation Green City e.V. gemeinsam mit anderen Organisationen, BürgerInnen und KünstlerInnen zwischen 15:00 und 19:00 Uhr Parkplätze in PARKs. Mitmach- oder Entspannungs-Oasen laden zum Verweilen ein und zeigen alternative Nutzungsformen des öffentlichen Raums. Anlass ist der weltweite Aktionstag „PARK(ing) DAY“ im Rahmen des Autofreien Tages.

Mit dabei sind vielfältige Angebote, die die Straßen beleben und sie so den Menschen als Lebensraum erschließen. Mit dem „PARK(ing) DAY“ untermauert Green City e.V. seine Forderung nach einer radikalen Reduktion der KFZ-Stellplätze innerhalb des Mittleren Rings. Die Umweltschutzorganisation kritisiert damit die Tatsache, dass dem Autoverkehr über 70 Prozent des öffentlichen Raumes zur Verfügung stehen. Der PARK(ing) DAY ist außerdem Teil der Kampagne #MucOhneMief, mit der Green City e.V. zeigt, wie lebenswert München mit weniger Lärm und Abgasen sein kann. Wo genau sich die PARKs befinden, steht in Kürze auf www.greencity.de. Zurzeit sucht Green City e.V. noch MitmacherInnen. Wer Interesse hat, einen eigenen PARK zu gestalten, kann sich bis 17. August melden: stadtgestaltung@greencity.de, (089) 890 668 -336.

Termin: Freitag, 18. September 2015, 15:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Parkplätze in ganz München
Veranstalter: Green City e.V.
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Pressekontakt
Judith Fahrentholz
089 / 890 668-313

presse@greencity.de




Eine Woche Radl-Shuttle in der Lindwurmstraße: Green City e.V. zieht positive Zwischenbilanz

Pressemitteilung
München, den 18. Juni 2015

Seit einer Woche radeln die Akteure der Umweltorganisation Green City e.V. in einem Radl-Shuttle gemeinsam mit PendlerInnen täglich um 8:30 Uhr auf der Münchner Lindwurmstraße. 30 bis 40 RadlerInnen nehmen jeden Morgen die Chance war, sicher und entspannt an ihre Arbeitsplätze in der Innenstadt zu kommen. Denn sie fahren gemeinsam auf einer der zwei Fahrspuren – statt sich auf dem engen Radweg zu drängen. Die AutofahrerInnen reagieren gelassen.

Für Andreas Schuster, Mobilitäts-Experte bei Green City e.V., ist es jeden Morgen auf’s Neue spannend, ob genügend PendlerInnen zum Startpunkt an den Stemmerhof kommen. 16 müssen es mindestens sein, um nach den Paragraphen 27 und 2(4) der Straßenverkehrsordnung als „geschlossener Verband“ auf der Fahrbahn fahren zu dürfen. Bis jetzt konnte er jeden Morgen um 8:30 Uhr das Startsignal geben, denn es nehmen in der Regel 30 bis 40 RadlerInnen teil, um gemeinsam Richtung Innenstadt zum Sendlinger Tor zu fahren. Schuster erklärt: „Laufend stoßen neue Münchnerinnen und Münchner dazu. Andere nutzen täglich die Möglichkeit und man kennt sich mittlerweile.“ Alle eint die Begeisterung, sich nicht mehr mit FußgängerInnen einen viel zu schmalen Raum zu teilen und an den Einmündungen auf abbiegende Autofahrer achten zu müssen. Besonders freut Schuster, dass auch die AutofahrerInnen das Radl-Shuttle gelassen aufnehmen: „Da wir auf der rechten Spur fahren, können Autos problemlos überholen. Damit haben wir eines unserer Ziele erreicht: Keine anderen Verkehrsteilnehmer zu blockieren, sondern Teil des fließenden Verkehrs zu sein.“

Ein weiteres Ziel von Green City e.V. ist es, den Platzverbrauch zu verdeutlichen und damit eine Diskussion anzuregen, welchem Verkehrsteilnehmer wie viel Raum zur Verfügung steht. Die Erfahrung der letzten Woche zeigt: Das Radl-Shuttle mit seinen 30 bis 40 Teilnehmenden benötigt ungefähr so viel Platz wie sechs bis acht Autos, in denen in der Regel nur je eine Person sitzt. Es müssten allerdings fünf Personen in jedem Pkw sitzen, um auf gleichem Raum so viele PendlerInnen wie im Radl-Shuttle zu befördern.

Green City e.V. würde sich freuen, wenn das Beispiel Schule macht und sich auf allen gefährlichen Straßenabschnitten RadlerInnen zu einem Radl-Shuttle zusammenschließen. Tipps zur Organisation gibt die Organisation auf ihrer Homepage unter www.greencity.de/themen/mobilitaet/radl-shuttle-sicher-an-den-arbeitsplatz. Der „Radl-Shuttle“ ist eine Aktion der Kampagne #MucOhneMief, mit der sich Green City e.V. für eine neue Verkehrskultur in München einsetzt.

Über Green City e.V.
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltorganisation für ein lebenswerteres München aktiv. 20 MitarbeiterInnen setzen sich zusammen mit rund 1.000 Ehrenamtlichen und Mitgliedern für stadtverträgliche Mobilität, verantwortungsvollen Umgang mit Energie, nachhaltige Stadtgestaltung, und Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. 150 Projekte und Veranstaltungen pro Jahr bieten Umweltschutz zum Anfassen und Mitmachen. Weitere Informationen unter www.greencity.de

Ihre Ansprechpartner bei Green City e.V.:
Judith Fahrentholz, Kommunikation
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -313
Andreas Schuster, Mobilität
Mail: andreas.schuster@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -317

Hochauflösende Pressefotos können Sie hier herunterladen:
https://www.greencity.de/wp-content/uploads/2015/06/GreenCity_Radlshuttle.zip
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Mit dem Green City-Radlshuttle täglich sicher in die Stadt

Pressemitteilung

München, den 11. Juni 2015
Sicher zum Arbeitsplatz! Unter diesem Motto organisierte die Umweltorganisation Green City e.V. am 11. Juni um 8:30 Uhr stadteinwärts auf der Lindwurmstraße zum ersten Mal einen „Radlshuttle“ für BerufspendlerInnen. Interessierte RadlerInnen sammelten sich dafür an der Ampel vor dem Stemmerhof in der Plinganser Straße, um gemeinsam auf einer der zwei Fahrspuren sicher und entspannt auf der Lindwurmstraße Richtung Innenstadt zu fahren – statt sich auf dem engen Radweg zu drängen. Am Sendlinger Tor löste sich der „Radlshuttle“ auf. Fortan möchte Green City e.V. diesen Service allmorgendlich werktags in der Lindwurmstraße anbieten und hofft, dass er sich dort und anderswo in München etabliert.

Die Idee reifte aus dem Bedürfnis vieler RadfahrerInnen, sicher zu Arbeit zu gelangen. Andreas Schuster, Mobilitäts-Experte bei Green City e.V. erklärt: „Auf den schmalen Radwegen und angrenzenden Gehwegen herrscht jeden Morgen aufgrund der großen Anzahl von PendlerInnen gefährliche Enge. Der zur Verfügung stehende Platz reicht bei weitem nicht aus. Wie soll das erst werden, wenn der Radverkehr nach dem erklärten Ziel der Landeshauptstadt München in den nächsten Jahren zunimmt?“ Seit Green City e.V. sein Büro in der Lindwurmstraße bezogen hat, sehen und erleben die Umweltschützer selbst täglich brenzlige Situationen. Sie wissen, dass im Rathaus die Problematik bekannt ist, aber auch dass die derzeitige Stadtregierung aus CSU und SPD bislang keine Lösung vorgelegt hat. Deshalb hat Green City sich nun selbst um eine Lösung gekümmert und möchte mit dem „Radlshuttle“ die Sicherheit für RadfahrerInnen und FußgängerInnen erhöhen. Dafür macht sich die Umweltorganisation Paragraph 27 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu nutze. Er sieht vor, dass 15 oder mehr RadfahrerInnen einen sogenannten „geschlossenen Verband“ bilden, der sinngemäß gleiche Rechte wie ein Fahrzeug genießt. Dies bedeutet beispielsweise, dass der komplette Radlerzug über eine rote Ampel fahren darf, wenn die/der Erste der Gruppe sie noch bei Grün passiert. Zudem ist die Radwegbenutzungspflicht nach Paragraph 2 (4) StVO aufgehoben und die RadlerInnen dürfen auf der Fahrbahn zu zweit nebeneinander fahren. Schuster ist wichtig, dass die Umweltschutzakteure mit ihrer Aktion nicht die AutofahrerInnen provozieren wollen: „Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind Teil des Verkehrs!“ Er zieht ein zufriedenes Resümee: „Es haben fast doppelt so viele RadlerInnen teilgenommen, wie erwartet. Sie haben heute morgen davon erfahren und sich spontan angeschlossen. Unsere wichtigste Erkenntnis: Alle AutofahrerInnen haben gelassen auf uns reagiert. Da sind die BürgerInnen weiter als Politik und Planer. Sie teilen sich die vorhandene Fläche und respektieren einander. Manchmal muss man Dinge eben einfach nur machen!“ Er würde sich freuen, wenn das Beispiel Schule macht und sich auf allen gefährlichen Straßenabschnitten RadlerInnen zu einem „Shuttle“ zusammenschließen. Interessenten können sich dafür gerne bei Green City e.V. melden: andreas.schuster@greencity.de, (089) 890 668 -319. Der „Radlshuttle“ ist eine Aktion der Kampagne #MucOhneMief, mit der sich Green City e.V. für eine neue Verkehrskultur in München einsetzt.

Über Green City e.V.
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltorganisation für ein lebenswerteres München aktiv. 20 MitarbeiterInnen setzen sich zusammen mit rund 1.000 Ehrenamtlichen und Mitgliedern für stadtverträgliche Mobilität, verantwortungsvollen Umgang mit Energie, nachhaltige Stadtgestaltung, und Umweltbildung für alle Altersgruppen ein. 150 Projekte und Veranstaltungen pro Jahr bieten Umweltschutz zum Anfassen und Mitmachen. Weitere Informationen unter www.greencity.de.

Ihre Ansprechpartner bei Green City e.V.:
Judith Fahrentholz, Kommunikation
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -313
Andreas Schuster, Mobilität
Mail: andreas.schuster@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -317

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e-Bike – die Alternative zum Dienstwagen in einer nachhaltigen und innovativen Firmenkultur

Pressemitteilung

25. November 2014 // „Bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf unseren Straßen“ – dieses ambitionierte Ziel formulierte Bundeskanzlerin Merkel im Jahr 2011 neben der Forderung, dass Deutschland sich zum Leitanbieter und zum Leitmarkt für Elektromobilität entwickeln soll. Die die Elektromobilität gilt aktuell als eine Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Energie- und Verkehrspolitik. Bei der Umsetzung dieser Ziele hapert es jedoch noch gewaltig. Verkehrsminister Dobrindt sagte diesbezüglich im Mai 2014 in einem Interview mit dem Tagesspiegel: „Die Million [Elektroautos] ist eine große Herausforderung und niemand kann heute sagen, ob man sie zielgenau erreicht.“ Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) hält es für realistischer, dass bis 2020 lediglich 400.000 Elektroautos auf deutschen Straßen zu finden sein werden.

Ganz anders sieht es dagegen bei einer weiteren tragenden Säule der Elektromobilität aus – den Elektrofahrrädern. Der e-Bike-Boom seit einigen Jahren nicht mehr aufzuhalten. Waren es Anfang 2011 noch circa 600.000 solcher Räder, so sind mittlerweile rund 1,6 Millionen Elektrofahrräder auf deutschen Straßen zu finden.

Diese Entwicklung haben auch drei junge VWL-Studenten der Freien Universität Berlin erkannt und im Rahmen des Funpreneur-Gründungswettbewerbs die Kampagne „e-bike erfahren“ ins Leben gerufen. Mit Hilfe dieser Kampagne möchten die drei Freunde vor allem Unternehmen und Arbeitnehmer auf die Vorzüge des E-Bikes aufmerksam machen. Ziel ist es, das Elektrofahrrad als Alternative zum Dienstwagen und festen Bestandteil einer nachhaltigen und innovativen Firmenkultur zu etablieren.

Tim Hinrichsen ist mit 25 Jahren der Älteste im Team und handelt neben dem Studium seit Jahren erfolgreich mit Fahrrädern. „Die Nachfrage nach Elektrofahrrädern ist riesig und somit war für mich klar, dass ich mir diesen Markt einmal genauer angucken wollte“ so der Jungunternehmer. Der erste gemeinsame Sonntagsausflug, mit seinen Freunden und heutigen Teammitgliedern Magnus Buggenhagen und Niklas Kahmann, auf den frisch eigetroffenen Pedelecs wurde dabei zum Aha-Erlebnis und war der Startschuss für das gemeinsame Uniprojekt.

Das Pedelec, ist eine spezielle Ausführung des E-bikes, bei dem der Fahrer von einem Elektroantrieb unterstützt wird, wenn er pedaliert. Die pedalierabhängige Motorunterstützung ist in Deutschland auf 25 km/h begrenzt.

„Diesen künstlichen Rückenwind auf dem Pedelec muss man einmal selbst erlebt haben – wir waren alle sofort begeistert. Man fährt locker und ohne jede Anstrengung in einem Tempo, bei dem man normalerweise ordentlich ins Schwitzen kommen würde. Wir haben uns dann überlegt, dass dies doch für Arbeitnehmer attraktiv ist, die aus diesem Grund davon absehen, das Auto stehen zu lassen und morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Mit einem E-bike kommt man zudem direkt, gesund, umweltschonend und günstig zur Arbeit!“

Der Funpreneur-Gründungswettbewerb bot den drei VWLern dann den geeigneten Rahmen um ihre Idee umzusetzen. Der Wettbewerb wird von der Gründungsförderung profund der Freien Universität Berlins veranstaltet. Funpreneure gründen ein Unternehmen auf Zeit, erhalten fünf Euro Startkapital und bringen ihre Produkte oder Dienstleistungen in fünf Wochen auf den Markt. Zum Schluss schreiben sie einen Abschlussbericht und präsentieren ihre Ergebnisse mit einem Messestand und einer Bühnenpräsentation auf der Abschlussveranstaltung vor der Jury und dem Publikum. Die drei besten Teams gewinnen Preisgelder von insgesamt 2.500 Euro.

Das Team von „e-bike erfahren“ fungiert als Schnittstelle zwischen Händlern und Unternehmen. Wesentlichster Teil der Kampagne sind Besuche bei Unternehmen vor Ort, wobei sich Interessenten durch Testfahrten selbst ein Bild vom potentiellen Dienstrad machen können. Zudem informiert das Team gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Elektromobilitätsbranche wie greenfinder und umwelthauptstadt über alles Wissenswerte rund um das E-bike – von Möglichkeiten der Steuerersparnis über Sicherheitsfragen bis hin zur optimalen Modellwahl und erläutern die Motivation hinter der Kampagne.

„Im Optimalfall überzeugen wir die Arbeitnehmer von der Innovaton E-bike, bringen mehr Zweiräder auf die Straßen und leisten somit einen Beitrag zu einer grüneren und nachhaltigeren Stadt“.

Wer interessiert daran ist das Team kennen zu lernen und selbst einmal auf dem Fahrrad der Zukunft eine Runde zu drehen ist herzlich eingeladen am Mittwoch den 26.11.2013 auf dem Wissenschaftscampus Adlershof (Rudower Chaussee 24) vorbeizuschauen – mehr Informationen finden Sie unter www.ebike-erfahren.com oder unter www.facebook.com/ebikeerfahren

E-bike erfahren
Reichenberger Str. 85
10999 Berlin
E-Mail: ebike-erfahren@mail.de

Pressekontakt/Öffentlichkeitsarbeit
Niklas Kahmann
Mobilfunk: +49 17670663776
Mail: n-kahmann@ebike-erfahren.com




Es läuft nicht rund in München: Umwelt- und Verkehrsverbände fordern 10-Punkte-Plan für nachhaltige und soziale Mobilität

Die Umweltschutzorganisation Green City e.V., der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club München e.V., der Bund Naturschutz München e.V., der Verkehrsclub Deutschland München e.V., der FUSS e.V. und der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr fordern Oberbürgermeister Dieter Reiter und den Münchner Stadtrat auf, nachhaltige und soziale Mobilität intensiv zu fördern.

München wächst. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln ziehen bis 2030
400.000 Personen in das Stadtgebiet und die verdichteten Umlandkreise. München ist bereits heute die am dichtesten besiedelte Stadt Deutschlands. „Wir fordern deshalb, Straßenräume als letzte große Flächenreserven der Stadt platzsparend für Öffentlichen Nahverkehr, Fuß- und Radverkehr zu nutzen“, sagt der Initiator des 10-Punkte-Plans, der Geograph Dr. Michael Droß. Diese Umnutzung schafft Raum für mehr Grün und vielerlei Aktivitäten im Straßenraum.

Wolfram Liebscher vom Verkehrsclub Deutschland will das Angebot der Stadt mit einer bezahlbaren Mobilitätskarte verbessern. Vorbild ist Wien, wo die Jahreskarte nur einen Euro pro Tag kostet. Für einen weiteren Euro pro Monat erhalten die Wienerinnen und Wiener freie Parkhausstellplätze, kostenlosen Strom für Elektromobilität und Zugang zum Fahrradverleihsystem der Stadt.

Andreas Schuster von Green City fordert die Stadt auf, KFZ-Stellplätze radikal um jährlich fünf Prozent zu reduzieren und damit auf öffentlichem Grund Platz für die Münchner Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Tokio macht vor, wie es funktioniert: Dort bekommen nur die Einwohnerinnen und Einwohner ein Auto, die auch einen Stellplatz auf privatem Grund nachweisen können.
Auch im Fußverkehr hat München Nachholbedarf. Der Stadt fehlt ein Fußgängerleitsystem. Paul Bickelbacher vom Fuss e.V. möchte für die Fußgängerinnen und Fußgänger gut lesbare Schilder einrichten, die sich in das Münchner Stadtbild einfügen und die Orientierung erleichtern. London macht es vor, München hinkt hinterher.

Mit Radschnellwegen und Vorrangrouten will Martin Glas vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Bewegung in den Umweltverbund bringen. Schnell, kostengünstig und gesund: Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger und sozialer Mobilität in München. Kopenhagen fährt hier vorneweg. In der dänischen Hauptstadt befinden sich sechsundzwanzig Rad-Highways mit einer Gesamtlänge von 300 Kilometern in Betrieb, Bau oder Planung.

Dominik Lypp vom Bund Naturschutz München fordert den Stadtrat und den Oberbürgermeister auf, unkonventionelle und unbürokratische Wege für eine umwelt- und menschenfreundliche Mobilität zu gehen. New York macht es vor: Dort hat man sich getraut und den Times Square erst versuchsweise und dann dauerhaft zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Wie der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg könnte sich auch Dieter Reiter viel nationale und internationale Anerkennung für ein autofreies Stadtzentrum sichern.

Über 300.000 Pendler verstopfen täglich die Straßen in München und dem Umland. Um diese Pendlerströme umweltfreundlich und platzsparend abzuwickeln, fordert Berthold Maier vom Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr eine Stadt-Umland-Bahn. Diese soll an das bestehende Trambahnnetz angeschlossen werden.
Damit diese Schritte gelingen können, fordern die Verbände die Einrichtung einer Stabsstelle Umweltverbund im Büro des Oberbürgermeisters, die den Öffentlichen Nahverkehr, Fuß- und Radverkehr koordiniert und fördert.

Ihre Ansprechpartnerin:
Judith Müller, Kommunikation Green City e.V.
Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -313