Neue Studie belegt: Indische ArbeiterInnen leiden unter katastrophalen Bedingungen in der Schuh- und Lederproduktion

Pressemitteilung

Bonn/Berlin, 05.10.2016 – Löhne weit unter dem Existenzniveau, gravierende Mängel in Sachen Gesundheitsschutz und Sicherheit sowie Diskriminierung und Ausbeutung aufgrund traditioneller Geschlechter- und Kastennormen – die Arbeitsbedingungen in der indischen Schuh- und Lederproduktion sind katastrophal. Das belegt die neue Studie der Kampagne Change Your Shoes, die SÜDWIND und INKOTA heute veröffentlichen. Die Organisationen fordern Markenunternehmen weltweit dazu auf, Profite nicht weiterhin auf Kosten der ArbeiterInnen zu erzielen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Europa.

„Die Beschäftigten der Zulieferfabriken europäischer Marken berichten von Löhnen weit unter existenzsicherndem Niveau, von verpflichtenden Überstunden, unzureichendem Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, Verbot von Gewerkschaften und Diskriminierung sowie Ausbeutung aufgrund traditioneller Geschlechter- und Kastennormen“, erklärt Mitautor Anton Pieper von SÜDWIND. Auf Grundlage einer Befragung von Beschäftigten aus mehreren Schuh- und Lederfabriken in Ambur in Südindien und Agra in Nordindien zeichnet die Studie unter dem Titel „Auf der Stelle (ge)treten“ ein erschreckendes Bild der indischen Schuh- und Lederproduktion.

„Internationale Markenunternehmen, die ihre Waren von indischen Zulieferern produzieren lassen, müssen ihrer Verantwortung endlich gerecht werden“, fordert Lena Janda von INKOTA. „Sie müssen dringend Maßnahmen ergreifen, die sicherstellen, dass sie ihre Profite nicht weiterhin auf Kosten der Menschen erzielen, die am unteren Ende der Wertschöpfungskette stehen“, so Janda weiter.

Die ArbeiterInnen in Indiens Schuh- und Lederindustrie leiden unter den internationalen Marktschwankungen sowie den Auswirkungen einer zunehmenden Liberalisierung. Sie geht einher mit einer schrittweisen Aufweichung der Rechte von ArbeiterInnen, einem Rückgang von Gewerkschaftsaktivitäten und fehlenden Beschäftigungsalternativen.

Indien ist nach China das Land mit der größten Schuhproduktion weltweit. Allein im Jahr 2015 kamen mehr als 2,2 Mrd. Paar Schuhe vom südasiatischen Subkontinent. Die meisten Exporte gehen nach Europa, vor allem nach Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich.
Mehr als eine Million Menschen sind in der indischen Schuhindustrie beschäftigt, in der Lederindustrie insgesamt über 2,5 Millionen. Lederschuhe sind das bei weitem bedeutendste Produkt der indischen Schuhindustrie, sowohl in der Produktion als auch im Export.

Die Befragung wurde vom Change Your Shoes-Partner Society for Labour and Development Ende 2015 durchgeführt.
Studie und FactSheet stehen gedruckt und zum Download (Studie | FactSheet) zur Verfügung.

Kontakt:

Lena Janda, INKOTA-netzwerk, Tel.: 030-420 8202-53, E-Mail: janda@inkota.de

Anton Pieper, SÜDWIND, Tel.: +49 (0)1575-0478929 E-Mail: pieper@suedwind-institut.de

„Change Your Shoes“ ist eine Initiative von 18 Menschenrechts- und Arbeitsrechtsorganisationen, die sich für eine nachhaltige und ethische Schuhlieferkette einsetzen. Indem die Kampagne KonsumentInnen für einen nachhaltigen Lebensstil sensibilisiert, Lobbyarbeit bei PolitikerInnen und Labelorganisationen leistet und Unternehmen drängt, ihre Sorgfaltspflichten wahrzunehmen, zielt sie darauf ab, soziale und ökologische Bedingungen in der Schuh- und Lederindustrie zu verbessern.

Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt sowie von Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt und von Engagement Global im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt sind die Herausgebenden allein verantwortlich.




CETA-Gutachten unter Verschluss oder seitenweise geschwärzt: foodwatch kritisiert Intransparenz der EU-Kommission in Debatte um Freihandelsabkommen

Pressemitteilung – Thema: Freihandel

So sieht die Transparenz-Initiative der EU-Kommission aus: Ausschnitt aus den geschwärzten Unterlagen der EU-Kommission

Berlin, 28. September 2016. Die Europäische Kommission hat auf Anfrage der Verbraucherorganisation foodwatch Teile einer umstrittenen Rechtsanalyse zum Freihandelsabkommen CETA veröffentlicht – die entscheidenden Passagen sind allerdings seitenlang geschwärzt oder komplett gelöscht. foodwatch kritisierte am heutigen „Tag der Informationsfreiheit“ die Intransparenz der EU in der Debatte um die Freihandelsabkommen CETA und TTIP.

„Was für ein Schildbürgerstreich aus Brüssel: Die Europäische Kommission rückt Teile der Rechtsgutachten zwar heraus – schwärzt und löscht aber alle entscheidenden Textstellen. Liebe EU-Beamte, warum habt ihr nicht gleich das ganze Papier in schwarze Tinte getaucht?“, so Lena Blanken, Volkswirtin bei der Verbraucherorganisation foodwatch. „Die vermeintliche EU-Transparenzinitiative zu TTIP und CETA wird ad absurdum geführt. Die Europäische Kommission hat aus den Bürgerprotesten gegen die Freihandelsabkommen offenbar nichts gelernt.“

Bei den Rechtsgutachten geht es um die Frage, ob der geplante europäisch-kanadische CETA-Vertrag als sogenanntes EU-only-Abkommen eingestuft wird – ein entscheidender Punkt. Denn die Europäische Kommission hatte stets die Position vertreten, CETA falle unter die alleinige Zuständigkeit der EU. Damit hätte das Handelsabkommen in Kraft treten können, ohne dass nationale Parlamente darüber abstimmen. Auf Grundlage der von foodwatch angefragten Gutachten hatte die Kommission außerdem gefordert, dass das gesamte Abkommen bereits „vorläufig“ angewendet wird. Die Bundesregierung hingegen hatte CETA immer als „gemischtes Abkommen“ betrachtet, da es sowohl nationale als auch europäische Zuständigkeiten berührt, und ein entsprechendes Rechtsgutachten dazu öffentlich gemacht. Auf politischen Druck hin hatte die Kommission erst kürzlich zugestimmt, CETA doch als gemischtes Abkommen zu verabschieden.

foodwatch hatte bei der Kommission angefragt, auf welcher juristischen Grundlage CETA als „EU only“ eingestuft wurde. Wochen später und nach mehrfachem Nachfragen veröffentlichte die Kommission zwar Teile der Gutachten, nahezu alle Stellen waren aber geschwärzt oder gelöscht.

Lena Blanken von foodwatch: „Die EU fabuliert gerne von Transparenz und Bürgerdialog – aber wenn es darauf ankommt, bleibt davon nicht viel übrig. Wir brauchen endlich eine ehrliche und offene Debatte über die geplanten Freihandelsabkommen – dafür müssen die entscheidenden Dokumente und Positionen aber der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Bürgerinnen und Bürger sind zu Recht skeptisch gegenüber Mauscheleien hinter verschlossenen Türen.“

Quellen und weiterführende Informationen:
– Gutachten der EU-Kommission mit geschwärzten und gelöschten Seiten: tinyurl.com/gw6joaw
– Antwort der EU-Kommission an foodwatch: tinyurl.com/z4u6rca

Pressekontakt:
Andreas Winkler
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 – 2 90




Neubürgerradltouren – so schön war die Saison 2016

Presseveröffentlichung
27/9/2016

Zum letzten Mal in diesem Jahr lädt die Radlhauptstadt München Neubürgerinnen und Neubürger zu kostenfreien Radltouren ein. Erfahrene Tourguides zeigen am 8. Oktober auf der Ringroute und am 20. Oktober auf der Feierabendroute die schönsten Orte der Landeshauptstadt. Dabei vermitteln sie Wissenswertes rund ums Radeln in München. Damit beschließt die Radlhauptstadt die erfolgreichste Neubürgerradl-Saison seit Projektstart.

Wer neu nach München gezogen ist, findet sich anfangs in der Stadt nicht immer leicht zurecht. Deshalb bietet die Radlhauptstadt München für alle „Zuagroasten“ gegen Ende der Radlsaison im Oktober nochmal zwei Rundfahrten mit dem Rad an. So haben Neumünchnerinnen und Neumünchner die Möglichkeit, die Radlhauptstadt im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren. Die Touren waren in diesem Jahr so beliebt wie noch nie. Bis zu 40 Teilnehmer pro Tour haben das kostenfreie Angebot der Radlhauptstadt genutzt und dabei an 12 Terminen eine Strecke von insgesamt über 2.900 Radlkilometer zurückgelegt, länger als der Donauradweg. Ausnahmslos alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert und wollen ihr Rad künftig für noch mehr Wege in der Stadt nutzen.

Mit diesen beiden Touren schließt die Saison 2016:

Die Ringroute startet am 8. Oktober um 15:30 Uhr am Verkehrszentrum des Deutschen Museums und umrundet auf 27 Kilometern einmal Münchens Mitte. Auf einer abwechslungsreichen Strecke durch den Westpark nach Sendling, entlang der Isar und weiter über Obergiesing, fährt die Gruppe bis zum Ostbahnhof. Durch beliebte Stadtviertel wie Haidhausen, Schwabing und Neuhausen geht es zurück zum Verkehrszentrum, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich bei einer Brotzeit im Biergarten an der Alten Messe stärken können.

Die Feierabendroute beginnt am 20. Oktober um 18:30 Uhr am Verkehrszentrum und führt auf 15 Kilometern Länge vorbei an einigen der schönsten Sehenswürdigkeiten Münchens. Von der Alten Messe geht es durch das Westend, über die Hackerbrücke bis in die Maxvorstadt und den von der Universität geprägten Teil Schwabings. Anschließend durchqueren die Radlerinnen und Radler den belebten Englischen Garten und halten Kurs auf den Friedensengel. Vom Prinzregentenplatz geht es weiter durch Haidhausen bis zum Kulturzentrum Gasteig und von dort entlang der Isar zurück nach Süden bis zum Sendlinger Tor, wo die Rundfahrt endet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im Anschluss die Möglichkeit, bei einem Rundblick über München die Tour auf der Dachterrasse des Hotels Deutsche Eiche ausklingen zu lassen.

Die Neubürgerradltouren sind kostenfrei, Voraussetzung ist eine verbindliche Anmeldung.

Hochaufgelöste Pressefotos können Sie hier herunterladen:
https://www.flickr.com/photos/49743195@N03/albums/72157664279386080/with/26057135022/

Treffpunkt: Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Am Bavariapark 5, Schwanthalerhöhe, 80339 München
Veranstalter: Green City e.V. im Auftrag der Radlhauptstadt München
Anmeldung: Verbindliche Anmeldung an Andreas Schuster, neubuergerradtouren@radlhauptstadt.de, (089) 890 668 -319

Die Initiative „Radlhauptstadt München“ fördert den Fahrradverkehr in München. Sie wird im Auftrag der Landeshauptstadt München von der Bietergemeinschaft Green City e.V. / Green City Projekt GmbH und helios durchgeführt. Weitere Informationen unter www.radlhauptstadt.de.

Kontakt

Katja Sorg
Telefon: (089) 890 668 -312
Telefax: (089) 890 668 -66
E-Mail: presse@radlhauptstadt.de




Schiffstaufe des ersten Müllsammelschiffs weltweit – Die SEEKUH von One Earth – One Ocean e.V.

München-Garching, 19. September 2016 – Am Sonntag, den 25. September 2016 um 14.00 Uhr ist es endlich soweit: Das erste spezialisierte und DNV/GL-zertifizierte Müllsammelschiff der Welt, die SEEKUH der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., feiert im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages in Kiel ihre Schiffstaufe. Der von Günther Bonin, dem Gründer der Organisation, entwickelte Spezialkatamaran hat eine Größe von etwa 12 x 10 Metern (L x B) und wiegt knapp sechs Tonnen. Das Schiff ist zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden. Für den vollständig durch Spenden finanzierten Bau der SEEKUH, die vielen bereits aus der umfangreichen Medienberichterstattung im Laufe des Jahres bekannt sein dürfte, wurden Mittel in Höhe von etwa einer viertel Million Euro gesammelt. Hauptsponsor ist die Mannheimer Röchling Stiftung. Das Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff, das auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaut wurde und als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen ist (praktisch der TÜV für Schiffe), wird nach einem Stop am Ausrüstungskai in Lübeck in den nächsten 12 Monaten an der Ostseeküste und in Hong Kong eingesetzt, wo es neben dem Müllsammeln auch Wasseranalysen vornimmt.

 

Nach einer aktuellen Studie der MacArthur Foundation sollen bis zum Jahre 2050 mehr Plastikteile als Fische in den weltweiten Meeren schwimmen. Bereits heute befinden sich mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen und jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu. Plastikmüll hat eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren und gelangt letztlich als Mikroplastik (kleinste Teilchen) durch die Nahrungsaufnahme der Fische auch in unsere Nahrungskette. Damit schadet Plastik in den Ozeanen nicht nur dem fragilen Ökosystem, sondern insbesondere auch uns Menschen.

 

Um dieses drängende Menschheitsproblem zumindest ansatzweise zu bekämpfen, hat Günther Bonin vor fünf Jahren das Konzept der „maritimen Müllabfuhr“, entwickelt, bei dem der Plastikmüll von Spezialschiffen aus dem Meer gefischt und wiederverwertet wird. Die SEEKUH, die für den Einsatz in küstennahen Regionen und Flussmündungen konzipiert ist, ist nun das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff des Konzepts.

 

 

 

Von der Idee zum fertigen Schiff

 

Mehr als – oder sollte man eher sagen, nur – drei Jahre hat es gedauert, die SEEKUH von einer visionären Idee Günther Bonins zur Wirklichkeit werden zu lassen. Von der Konzeption der „Maritimen Müllabfuhr“ mit ihren Spezialschiffen über die konkrete Planung der ersten SEEKUH und deren langwierigen Finanzierung durch Spenden und der Genehmigung durch die entsprechenden Verwaltungsorgane und die Schiffsklassifikationsgesellschaft DNV GL bis hin zum Bau auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH zogen die Monate ins Land. Doch Günther Bonin glaubte fest an seine Idee, leistete geduldig Überzeugungsarbeit an allen Fronten und ließ sich auch von Rückschlägen und Zeitverzögerungen nicht entmutigen. Deshalb kann er in Kürze gemeinsam mit seinem Team stolz die Schiffstaufe seines Babys feiern.

 

Das Spezialschiff ist weltweit einmalig. Seine kürzlich in der ARD-Show „Die große Show der Naturwunder“ von Ranga Yogeshwar und Frank Elstner vorgestellte Funktionsweise war als Animation deutschlandweit zu sehen. Die Katamaranform ermöglicht es bei einem Tiefgang von nur 60 Zentimetern, zwischen den beiden Rümpfen eine Netztkonstruktion ins Wasser abzusenken, mit der der Plastikmüll bis in eine Tiefe von zwei Metern herausgefischt wird. Damit sich keine Lebewesen in den Netzen verfangen, fährt die durch zwei Außenbordmotore à 63 PS angetriebene SEEKUH in Schrittgeschwindigkeit. So können Fische rechtzeitig ausweichen. Die zwei Außenborder ermöglichen aber auch eine gute Manövrierfähigkeit des bei voller Beladung mit Müll bis zu 11 Tonnen schweren Schiffs in Häfen. Die erste SEEKUH ist für küstennahe Regionen und Flussmündungen konzipiert und hat alle nötigen Zertifikationen als Arbeitschiff wie DNV GL, Berufsgenossenschaft See, BSH etc..

 

In Ländern mit hohem Müllaufkommen im Wasser kann sie mit ihren Netzen täglich mehrmals 2-3 Tonnen sammeln oder bei hohen Verunreinigungen am Strand den Müll nach dem Baggerprinzip direkt an Land schieben. Später sollen HOCHSEEKÜHE – autark durch Wind- und Sonnenenergie angetrieben – auf hoher See selbständig Plastikmüll einsammeln.

 

Neben unzähligen Kleinspenden ermöglichten vor allem die Röchlingstiftung und die Deutsche Telekom den Bau des Schiffes. Während die Deutsche Telekom die Konstruktionsplanung, Projektleitung und die Zulassungskosten für den DNV GL übernahm, finanzierte die Röchling Stiftung aus Mannheim zu einem Großteil den Rohbau der SEEKUH. Von Herrn Röchling stammt auch die Idee, überall dort, wo der Verschmutzungsgrad besonders hoch ist, Fischern kostenlos Spezialnetze, die keine Tiere fangen, zum Abfischen des Plastikmülls zur Verfügung zu stellen. So könnten zwei Trawler mit einem dazwischen gezogenen Netzt bis zu 200 Tonnen Plastikmüll am Tag einsammeln.

 

Während die Verarbeitung des Kunststoffes derzeit noch an Land passiert, sieht das ZIM-Projekt vor, später große Energieschiffe mit ihren HOCHSEEKUH-Begleitschiffen auf See zu positionieren, die das Plastik mit Hilfe von Satellitenortung erkennen, einsammeln und direkt an Bord des großen Schiffes in leichtes, schwefelfreies Heizöl, Gas und Strom weiterverarbeiten („Waste to Energy“). Eine Tonne Kunststoff kann so in 900 Liter Erdöl zurückverwandelt werden. Mit der Energie könnte zudem Salz- in Trinkwasser umgewandelt werden. Zudem können die Energieschiffe auch große Häfen in Schwellen- und Entwicklungsländern anlaufen und den Menschen dort ihren Plastikmüll abkaufen und im Gegenzug Öl, Gas, Wasser etc. liefern.

 

Mit der Taufe der SEEKUH am 25. September 2016 in Kiel wird der erste wichtige Schritt getan, doch das System wird in Zukunft weiter ausgebaut und perfektioniert. Erstmals zu besichtigen ist die SEEKUH wie gesagt in Kiel im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages auf dem diesjährigen „Fest am Meer“ am 24. und 25.9.2016. Informationen unter http://www.deutscher-seeschifffahrtstag-kiel.de/de/programm.html. Interessierte sind herzlich eingeladen, wenn die Taufe am Sonntag um 14.00 Uhr an der Campusbühne stattfindet. Im Anschluss kehrt die Seekuh wieder zum Ausrüstungskai nach Lübeck zurück, um die elektronischen Geräte zu installieren und den Ausbau fertig zu stellen. In 2017 soll die SK einige Monate in Honk Kong eingesetzt werden, ehe sie im Sommer 2017 an der deutschen Ostsee Wasserproben analysiert und Müll sammelt.

 

“Ich bin sehr stolz, nach fünf Jahren der Überzeugungsarbeit nun endlich die SEEKUH fertig und im Wasser zu haben, um die Öffentlichkeit auf das dringende Problem des Plastikmülls und des Marine Littering hinzuweisen”, erklärt Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. “Mein großer Dank gilt all jenen, die mich und meine Idee über Jahre begeitet, unermüdlich geholfen und nicht zuletzt Geld bezahlt haben, um diese Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.”

 

Die Familie Röchling, die auf eine beinahe 200-jährige unternehmerische Tradition zurückblickt, hat ihre unternehmerische Verantwortung schon früh auch als soziale Verantwortung verstanden und bereits im 19. Jahrhundert wohltätige Einrichtungen für ihre Mitarbeiter, aber auch für die Bevölkerung insgesamt errichtet. Mit der Röchling Stiftung setzt die Familie heute ihr soziales Engagement fort. Nachdem das Familienunternehmen heute ein führender Anbieter innovativer Produkte aus Hochleistungs-Kunststoffen ist, kann die Stiftung auf eine hohe Kompetenz im Bereich Kunststoff zugreifen und diese wirkungsvoll zum Schutze der Umwelt einsetzen – wie in der Kooperation mit OEOO. So hat die Stiftung nun auch einen Großteil der Baukosten für die SEEKUH finanziert.

 

One Earth – One Ocean e. V.

Die Umweltorganisation One Earth – OneOcean mit Sitz in München Garching hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch Öl und Schadstoffen zu befreien. Bereits heute schwimmen auf den Weltmeeren riesige Teppiche aus Plastikmüll, der größte davon im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, d.h. wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. Schreitet die Verschmutzung im derzeitigen Tempo weiter voran, werden die Meere in wenigen Jahren vollständig vermüllt sein.

 

Gründer von One Earth – One Ocean (OEOO) ist Günther Bonin, 60, ehemals Inhaber einer IT-Firma und passionierter Segler. Seine Vision der „maritimen Müllabfuhr“ gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziell von ihm entwickelten Geräten auf den Meeren eingesammelt, sortiert und zerkleinert. Trennung und Recycling des Mülls erfolgt an Land. In einer späteren Phase soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Tankern in Öl rückverwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 900 Liter Öl rückgewinnen. Seit 2015 hat Bonin sein IT-Unternehmen umgewidmet in eine AG zur Reinigung von Gewässern, um den Verein administrativ zu unterstützen.

 

Was wie die Utopie eines Idealisten klingt, nimmt mittlerweile konkrete Formen an. Mehr als 100 Unternehmen und Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung und die Deutsche Telekom AG, unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Weise. Auch Thomas Hahn, der bei BMW Oracle das Siegerschiff des America’s Cup mitkonstruierte, unterstützt OEOO bei der Entwicklung der Müllschlucker-Schiffe. Im September 2016 wird die erste SEKUH ihre Arbeit aufnehmen. 2013 wurde One Earth – One Ocean e.V. für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award 2013, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/pages/One-Earth-One-Ocean/163573257046660

 

 

One Earth – One Ocean e. V.

Günther Bonin

Gründer und Vorstand

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Grüne Welle Kommunikation

Frank Brodmerkel

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Die Radlhauptstadt lädt zur Münchner Radlrallye – dem großen Kinder-Radlparcours

Die Radlhauptstadt lädt zur Münchner Radlrallye – dem großen Kinder-Radlparcours

Spaß, Bewegung und unabhängige Mobilität ­– all das bietet Kindern und Jugendlichen ihr Fahrrad. Deshalb findet am 17. September 2016 für alle radlbegeisterten Kinder und Jugendlichen im Alter von vier bis 14 Jahren und deren Familien die Münchner Radlrallye – der große Kinder-Radlparcours der Radlhauptstadt im Riemer Park statt. Von 12:00 bis 18:00 Uhr können sie auf ihrem eigenen Radl bis zu 25 verschiedene Stationen abfahren und Radl-Punkte sammeln. Dabei lernen sie Verkehrsregeln, trainieren bei Geschicklichkeitsübungen ihre Balance auf dem Fahrrad, bekommen wertvolle Radl-Tipps und treffen an den Stationen auf interessante Einrichtungen, wie Sportvereine, Feuerwehr oder Bayerisches Rotes Kreuz.

 

Die Münchner Radlrallye der Radlhaupstadt findet dieses Jahr zum ersten Mal statt und führt damit das erfolgreiche Konzept des vorherigen Fahrradparcours TruRieRad fort.

Diese und weitere abwechslungsreiche Checkpoints freuen sich auf den Besuch der jungen Radlerinnen und Radler:

Los geht die Münchner Radlrallye beim Online-Museum des Flughafen Riem mit einem fliegenden Rückblick in die Vergangenheit. Beim Bikepolo ist Geschicklichkeit gefragt, wenn die vier- bis 14-Jährigen mit Radl und einer Art Hockeyschläger ausgerüstet dem Ball hinterherjagen. Die Slackline-Station fordert Balance und Körpergefühl. „Wasser Marsch“ heißt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Riem. Hier schlüpfen die Kinder und Jugendlichen in Feuerwehruniformen und dürfen ein echtes Feuer löschen. An der TruRieRad-Station bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Eindruck von den Ursprüngen der Veranstaltung und paddeln in Kajaks um eine überdimensionale Piraten-Figur auf dem Riemer See. Spaß an einem fairen Umgang miteinander und Tipps zur Selbstverteidigung zeigt Horst Wodarz von WingRevolution. An der Station „Cornholes“ braucht es Geschick, wenn mit Maissäckchen um die Wette geworfen wird. Dass es gar nicht so leicht ist, beim Radfahren immer die Balance zu halten, zeigt die Station „Stop and Balance“, bei der die Kinder und Jugendlichen mit dem Radl über einen Baumstamm rollen. Von der Münchner Polizei erfahren sie, was der tote Winkel ist und wie sie sich im Straßenverkehr am besten verhalten, um nicht übersehen zu werden. Beim Feldhockey mit dem ASV München heißt es ran an die Feldhockeyschläger. Rund um die Welt geht es an der Station „Erdball“, wenn die Kinder aufblasbare Globen mit zwei Metern Durchmesser vor sich her rollen. Wie man seinen Freunden und Freundinnen bei kleineren Blessuren helfen kann, zeigt die Jugendabteilung des Bayerischen Roten Kreuzes. In der Grünwerkstatt von ECHO e.V. werden Plastikflaschen zu kleinen Kunstwerken. Kitzelnde Steinchen, pieksendes Gras und weiche Holzspäne – auf dem Barfußpfad können die Kinder mit ihren Füßen verschiedene Bodenbeläge erfühlen. Ein ganz besonderes Fahrerlebnis verspricht eine Radtour auf dem Lastenrad mit den Freien Lastenradlern. Bei Transpedal unterstützen die Kinder und Jugendlichen mit jedem erstrampelten Kilometer das Projekt „Bellevue di Monaco“ & „Fahrradpatenschaftsprojekt der Jugendhilfe Ostafrika“.

Und auch die Radlhauptstadt München ist mit zwei eigenen Stationen dabei: Was Katzenaugen mit Fahrradfahren zu tun haben und weshalb sie an keinem Radl fehlen dürfen, zeigt der Dunkeltunnel. Der zweite Checkpoint bleibt bis zum Veranstaltungstag eine Überraschung.

Privatpersonen, die Lust haben, die Münchner Radlrallye als ehrenamtliche Stations-Betreuer zu unterstützen, sind herzlich eingeladen. Interessierte melden sich bitte vorab beim Veranstalter Green City Projekt GmbH per Email an mensing@greencity-projekt.de.

Die Initiative „Radlhauptstadt München“ fördert den Fahrradverkehr in München. Sie wird im Auftrag der Landeshauptstadt München von der Bietergemeinschaft Green City e.V./Green City Projekt GmbH und helios organisiert. Weitere Informationen unter www.radlhauptstadt.de.

Pressefotos finden Sie kostenlos als Download unter: https://www.flickr.com/photos/49743195@N03/albums/72157664279386080

 

Kontakt

Bastian Mensing

Green City Projekt GmbH

(089) 890 668 620

E-Mail: mensing@greencity-projekt.de

 

Kerstin Stuiber

Telefon: (089) 890 668 -312

Telefax: (089) 890 668 –66

E-Mail: presse@radlhauptstadt.de




Umweltbildung auf dem Streetlife Festival erleben: Der Marktplatz Umweltbildung.Bayern

Am 10. und 11. September erleben BesucherInnen auf dem Streetlife Festival in München die Vielfalt der oberbayerischen Umweltbildungsangebote. 14 ausgezeichnete Organisationen präsentieren beim Marktplatz ein vielfältiges Mitmachangebot für alle Altersgruppen. Auf der Ludwigstraße erfahren Groß und Klein, wie anschaulich Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.

Nach einem Tag auf dem Streetlife Festival stoßen manche Smartphoneakkus an ihre Grenzen. Gut, dass am Markplatz Umweltbildung.Bayern Energieräder bereit stehen. FestivalbesucherInnen können sich direkt auf eines der Fahrräder schwingen und den Akku mit eigener Muskelkraft aufladen.  So erleben sie aus erster Hand, wie viel Energie elektronische Geräte verbrauchen. Kleine EntdeckerInnen dürfen winzige Bodenlebewesen aus nächster Nähe unter die Lupe nehmen oder sich im ausgestellten Energiespardorf als nachhaltiger StadtplanerIn ausprobieren. Kreative Köpfe können sich im Upcycling versuchen oder beim Quiz zu Bienen und Mooren ihre grauen Zellen anstrengen. Weil Umweltbildung lebenslanges Lernen bedeutet, wartet auf dem Marktplatz ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen.

 

Am Samstag, 10. September, besucht auch der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) die bunte Umweltbildungslandschaft. Dr. Christian Barth eröffnet um 18:45 Uhr das Streetlife Festival und  kommt anschließend zum Marktplatz Umweltbildung.Bayern. Alle teilnehmenden Umweltbildungseinrichtungen sind Träger des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern, das für eine fachlich hochwertige und professionelle Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern steht. Im Jahr 2016 feiert das Qualitätssiegel sein zehnjähriges Jubiläum. Das StMUV fördert den Marktplatz Umweltbildung, um die Verbreitung und Vernetzung der Umweltbildungsangebote zu stärken.

 

Der Marktplatz Umweltbildung.Bayern verspricht allen BesucherInnen eine kurzweilige Zeit beim Ausprobieren der Mitmachangebote. Wer alle vierzehn Organisationen besucht und deren Stempel sammelt, darf sich am Stand des StMUV eine kleine Überraschung für den heimischen Balkon oder den bevorstehenden Schulstart abholen.

Hochaufgelöste Pressefotos können Sie hier kostenlos herunterladen: http://goo.gl/fexpcc

Ihre AnsprechpartnerInnen bei Green City e.V.:

Daniel Reitmeier, Kommunikation

Mail: presse@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -324

Julia Hoffmann, Projektleitung

Mail: julia.hoffmann@greencity.de, Tel: (089) 890 668 -339




125.047 Menschen gegen CETA: Campact, foodwatch und Mehr Demokratie reichen größte Verfassungsbeschwerde der Geschichte ein

Pressemitteilung – Freihandel:

– Handelsabkommen mit Kanada verstößt in vier Punkten gegen das Grundgesetz
– Einstweilige Anordnung soll „vorläufige Anwendung“ von CETA verhindern
– Bild-Aktionen heute in Erfurt und morgen in Karlsruhe

Erfurt/Karlsruhe/Berlin, 30. August 2016. Die Organisationen Campact, foodwatch und Mehr Demokratie haben heute beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das Handelsabkommen CETA eingereicht. 125.047 Menschen haben sich der Beschwerde „Nein zu CETA“ angeschlossen – es ist damit die größte Bürgerklage in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Verteilt auf mehr als 70 Kartons, wurden die Vollmachten am heutigen Dienstag in Erfurt in einen Laster geladen und auf den Weg nach Karlsruhe gebracht. Das in Erfurt ansässige gemeinnützige Christophoruswerk hatte die Vollmachten erfasst und sortiert. – Morgen (Mittwoch) Vormittag sollen die Vollmachten, mit denen sich die Bürgerinnen und Bürger der CETA-Beschwerde anschließen, an das Bundesverfassungsgericht übergeben werden.

+++ ACHTUNG REDAKTIONEN: BILD-TERMIN IN KARLSRUHE AM MITTWOCH, 31. 8., 10.45 UHR IM SCHLOSSPARK NEBEN DEM BUNDESVERFASSUNGSGERICHT +++

Nach Einschätzung der Organisationen verstößt das geplante Abkommen zwischen der EU und Kanada gleich in vier Punkten gegen das Grundgesetz. Das Bündnis hat beim Bundesverfassungsgericht zudem eine einstweilige Anordnung beantragt: Damit würde das Gericht den deutschen Vertreter im Handelsministerrat – nach dem Stand der Dinge Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel – auffordern, gegen die geplante „vorläufige Anwendung“ von CETA zu stimmen, mit der das Abkommen bereits vor einer Abstimmung im Bundestag in Kraft gesetzt werden soll. Eine solche „vorläufige Anwendung“ soll in diesem Herbst vom Ministerrat beschlossen werden.

„Die vorläufige Anwendung von CETA ist brandgefährlich, denn damit werden Fakten geschaffen. Demokratisch nicht legitimierte Gremien und investorenfreundliche Schiedsgerichte würden bereits anfangen zu arbeiten, das Vorsorgeprinzip könnte ausgehebelt werden – das alles ohne Zustimmung des Bundestages“, erklärte Roman Huber, geschäftsführender Bundesvorstand der Vereins Mehr Demokratie.

„Es steht außer Frage, dass CETA schädlich ist für die Demokratie und deshalb abgelehnt werden muss. Vor dem Bundesverfassungsgericht wollen wir klären lassen, ob das Abkommen zusätzlich noch gegen das Grundgesetz verstößt“, ergänzte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode.

Jörg Haas von Campact sagte: „Über 125.000 Bürger stehen hinter dieser Verfassungsbeschwerde. Sie senden ein klares Signal: Wir kämpfen für unsere Demokratie – bis vor das Verfassungsgericht! Angesichts wachsender Politikverdrossenheit täten Bundesregierung und Parteien gut daran, dieses Signal sehr ernst zu nehmen.”

Ansatzpunkt für die Verfassungsbeschwerde ist, dass CETA den Einfluss von Parlamenten schwächen würde, wodurch auch die Stimmen von Wählerinnen und Wählern weniger wert wären. Prof. Dr. jur. Bernhard Kempen, Direktor des Instituts für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht an der Universität Köln, hat als Prozessvertreter des Bündnisses in seinem Schriftsatz an das Verfassungsgericht vier Punkte aufgeführt, die nach Auffassung der Beschwerdeführer nicht vereinbar mit dem Grundgesetz sind:

– Durch CETA sollen europäisch-kanadische Ausschüsse weitreichende Befugnisse erhalten. Sie können den Vertrag unter Umgehung der Parlamente auslegen und sogar verändern. Das oberste CETA-Gremium, der „gemischten Ausschuss“, soll allein mit Vertretern der Exekutive besetzt werden, Parlamentarier und deutsche Vertreter sind nicht vorgesehen.

– Die geplanten Investitionsgerichte würden eine unzulässige Paralleljustiz mit Sonderrechten für kanadische Investoren einrichten. Dies wäre eine Diskriminierung europäischer Investoren, denen dieser Weg verschlossen bliebe. Allein die Möglichkeit, dass ein Schiedsgericht den deutschen Staat zu hohen Schadenersatzzahlungen verpflichten könnte, hätte erheblichen Einfluss auf Regulierung und Gesetzgebung.

– Das Vorsorgeprinzip – ein Kernelement der europäischen Regulierungspolitik – ist im CETA-Vertrag nicht hinreichend abgesichert. Damit wären viele Verbesserungen beim Umwelt- oder Gesundheitsschutz praktisch ausgeschlossen.

– Vorläufige Anwendung: Noch bevor die nationalen Parlamente in den EU-Staaten über CETA abgestimmt haben, soll der Vertrag „vorläufig“ angewandt werden – womöglich über Jahre hinweg. Damit würde die „vorläufige“ Anwendung endgültige Fakten schaffen: Denn den negativen Folgen des Abkommens wären die Bürgerinnen und Bürger voll und ganz ausgesetzt, lange vor einem Votum des Bundestages.

Redaktioneller Hinweis:

– Bild-Termin in Karlsruhe am Mittwoch, 31.8., um 10.45 Uhr im Schlosspark am Bundesverfassungsgericht

Links:

– Hintergrundpapier zur Verfassungsbeschwerde: tinyurl.com/ceta-verfassungsbeschwerde
– Der Schriftsatz der Verfassungsbeschwerde sowie eine Zusammenfassung des Prozessvertreters Prof. Dr. jur. Kempen stehen ab 31.8., 0.00 Uhr zum Download bereit unter: www.freihandel-material.foodwatch.de

Pressekontakte:

– Campact: Svenja Koch, koch@campact.de, 0 42 31 / 95 75 90
– Mehr Demokratie: Anne Dänner, presse@mehr-demokratie.de, 030 / 42 08 23 70
– foodwatch: Martin Rücker, presse@foodwatch.de, 0 30 / 2 40 47 62 90
– Vor Ort in Erfurt (30.8.): Ralf-Uwe Beck, Mehr Demokratie, 01 72 / 7 96 29 82
– Vor Ort in Karlsruhe (31.8.): Jörg Haas, Campact, 01 52 / 22 88 87 99




München liebt das Radl: So bunt war der 1. Münchner Radl-KULT der Radlhauptstadt München

Wie kreativ und vielfältig die Münchner Radlszene ist, erlebten Fahrrad-Fans beim 1. Münchner RadlKULT vom 26. bis 28. August 2016 im Kreativquartier am Leonrodplatz. Von Freitag- bis Sonntagabend feierten verschiedene lokale Fahrradakteure auf Einla-dung der Radlhauptstadt gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern, was sie verbindet: Die Liebe zum Radl. Von Miniradrennbahn, Bikepolo-Turnier und Lastenrad-Parcours über Do-it-Yourself-Workshops und Rikscha-Kaffee-Lounge bis zu Radl-Disko, dem International Cycling Film Festival und vielem mehr war für alle Radlfans etwas geboten. 

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Münchnerinnen und Münchner unserer Einladung gefolgt sind. Sie bewiesen mal wieder, wie groß die Begeisterung für das Radl in unserer Stadt ist. Außerdem bedanken wir uns bei allen Akteuren der Fahrradszene, die den 1. Münchner RadlKULT zu einer gelungenen Veranstaltung dieses Radlsommers gemacht haben. Sie alle leisten einen unschätzbaren Beitrag für München auf dem Weg zur Radlhauptstadt.“, erklärt Wigand von Sassen, Projektleiter der Initiative Radlhauptstadt München.

So drehte sich von Freitag bis Sonntagabend im Kreativquartier am Leonrodplatz alles rund ums Radl. Folgendes Programm erwartete die Besucherinnen und Besucher:

Freitag, 26. August, ab 21:00 Uhr
Los ging es am Freitagabend mit dem Screening des Dokumentarfilms „Cyclique“ in Koopera-tion mit dem DOK.fest, bei dem die Besucherinnen und Besucher in die Welt der Fahrradku-riere in Lausanne eintauchen konnten.

Samstag, 27. August, 14:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag, 28. August, 11:00 bis 18:00 Uhr 
An beiden Tagen erlebten die Besucherinnen und Besucher ein sportliches Programm.  Auf einer Miniradrennbahn konnten sie ihre Rennradfähigkeiten testen oder im Parcours Einräder, Lastenräder (www.freie-lastenradler.de), Hochräder und Räder mit invertierter Len-kung (beides Bikekitchen Augsburg) ausprobieren. Beim zweitägigen Bikepolo-Turnier der Vereine aus München, Nürnberg, Ulm, Ingolstadt, Regensburg und Augsburg zeigten die Pro-fis, was sie können. Wer den ausgefallenen Sport selbst einmal ausprobieren wollte, hatte hierzu am Sonntag die Gelegenheit.
Beim Schnell-Klapp-Cup konnten Falträder (Transpedal) nicht nur um die Wette gefaltet, sondern auch getestet werden. Die Akteure der Bikekitchen München luden zum Lanzen-kampf auf dem Rad, auf der Transpedal-Rallye konnten Radlfans München aus der Perspektive eines Radlkuriers entdecken und natürlich war auch für die kleinsten Radler etwas gebo-ten: Sie konnten auf dem Lauf- und Kinderradparcours von TrailXperience üben.

Wie künstlerisch und kreativ das Thema Fahrrad interpretiert werden kann, bewiesen fol-gende Aktionen: Der Radlbazi schweißte Kunst aus Schrott, Detlef Schmitz (Werkbox3) baute mit Kindern Windräder aus alten Fahrradteilen, Samstag Rad gestaltete ein Vintage-Rad neu, BAM Original baute ein Rad aus Bambus, die Clean-Your-Bike-Radwaschanlage reinigte mit-gebrachte Räder und die Bikekitchens aus München und Augsburg halfen bei kleinen Rad-Reparaturen und boten Plattenflickkurse an. In der Kaffee-Rikscha-Lounge konnten sich die Besucherinnen und Besucher entspannen oder in der Waldperlacher Tauschrikscha ihre mit-gebrachten Bücher tauschen. Außerdem gab es eine Lesung aus der Welt der Kuriere, Shows von Biketrial Munich und ein Tattoo-Studio für Fahrräder.
Im Waschraum erwartete die Besucherinnen und Besucher eine Ausstellung mit Rädern des Künstlers Christopher Lewis (Samstag Rad) und Fotografien von Colin Stewart sowie Kurzfil-me unterschiedlicher Künstler.

Abendprogramm am Samstag, 27. August, ab 19:00 Uhr
Abends läutete ein Empfang in der Ausstellung mit Fotograf Colin Stewart und Christopher Lewis (Samstag Rad) das Abendprogramm ein. Im Anschluss folgte das Kurzfilmspecial des International Cycling Film Festival in der Mucca-Halle. Ab 22:30 Uhr startete die Morgen-welt-Fahrraddisco mit DJ Amré Ibrahim aka FOLLOW THE WHITE RABBIT im Import Export.

Zusatzprogramm am Sonntag, 28. August, 11:00 bis 18:00 Uhr
Im Dirtpark des Tretlager e.V. in der Fideliostraße 153 zeigten BMXer und Dirtbiker ihr Können.

Der Besuch auf dem Radkulturfestival der Radlhauptstadt München ist kostenlos.
Weitere Informationen zum Programm stehen auf www.radlhauptstadt.de/radlkult




Im Dschungel der Naturfarben

Das Braunschweiger Unternehmen AURO zeigt wichtige Kriterien, die eine „echte“ Naturfarbe ausmachen

Braunschweig, Juni 2016 – Für Mensch und Umwelt unbedenklich – auf der Suche nach hochwertigen Farben suggerieren Verpackungslabel oder Produktnamen im Handel oft unbedenkliche Farben. Jedoch sind bei genauer Betrachtung die meisten Naturfarben gar nicht so natürlich wie zunächst angedeutet. Das Braunschweiger Unternehmen, dessen Produkte halten, was die Bezeichnung Naturfarben verspricht, ist AURO. Der Marktführer im Bereich Naturfarben kann aufgrund seiner über 30-jährigen Erfahrung und dank einer fundierten Forschungsarbeit verlässliche Kriterien für die Auswahl ökologischer Produkte liefern. Schon heute zeigt der Hersteller, wie die Farbchemie der Zukunft aussehen kann: Produkte, die aus Rohstoffen pflanzlichen und mineralischen Ursprungs stammen, so schonend wie möglich herzustellen. „Eine wirkliche Naturfarbe zeichnet sich dadurch aus, dass die Rohstoffe aus nachwachsenden oder mineralischen Quellen stammen. Höchstmögliche Transparenz dem Kunden gegenüber ist für uns das A und O. Dies garantieren wir durch die vollständige Deklaration aller Inhaltsstoffe“, erklärt Dr. Hermann Fischer, AURO-Firmengründer. „Hersteller, die ihre Farben trotz großer Anteile petrochemischer Inhaltsstoffe als „Naturfarben“ bezeichnen, erkennt man oft schon am Einsatz von Isoaliphaten oder an der verschleierten Deklaration der Inhaltsstoffe“. Neben der sauberen Auswahl der Rohstoffe gehört bei AURO eine ständige Qualitätskontrolle und Optimierung der Produktionsprozesse selbstverständlich dazu.

Die Kriterien zu kennen, die eine Naturfarbe ausmachen, davor kapitulieren vielfach Kunden, aber auch die Berater im Handel. Begriffe wie „Natur“ oder „Bio“ sind heute so positiv besetzt, das sie sehr oft genutzt werden. Nicht allein das Angebot, sondern auch die Vielfalt der Sicherheit suggerierenden Label auf Wandfarben, Lacken, Lasuren, Ölen oder Wachsen ist groß. Kaufinteressenten sollten auf bestimmte Reizworte achten. Tauchen beispielsweise die Worte Isoaliphate oder Isoparaffine in der Zusammensetzung auf, handelt es sich nicht um eine Naturfarbe. Petrochemische Bestandteile lassen sich nicht wieder in den natürlichen Kreislauf zurückführen und werden überdies in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar sein. AURO setzt hingegen auf Pflanzen als Lieferant von stets erneuerbaren Rohstoffen. Sie lassen sich vielfältig nutzen. Aus Stängeln wird Zellulose gewonnen, aus Blättern Farbstoffe, Wachse von Blattoberflächen, Fette und Eiweiße aus Früchten und Duftstoffe genauso wie Harze aus Blüten. Tausende von Pflanzenarten bilden die Basis für die Erzeugung von Hunderttausenden verschiedener Stoffe.

Eine Pflanze stellt ihre „Produkte“ völlig abfallfrei her. Umwelt- und Gesundheitsrisiken, hohe Kosten sowie Lagerprobleme existieren bei der Entsorgung von Naturfarben nicht. Pflanzliche und mineralische Grundstoffe sind vollständig biologisch abbaubar. Nach Gebrauch können alle AURO-Produkte ohne Belastung für die Umwelt eingetrocknet und in den Kompost gegeben werden. So kehren Sie in den Stoffkreislauf zurück.

„Die klassische Chemie muss sich ebenso wie der Energie- und Verkehrssektor umstellen. Die Erkenntnis, dass die Erdölvorräte in absehbarer Zeit zur Neige gehen, kommt bei den Menschen immer mehr an“, erläutert Hermann Fischer. „AURO setzt sich aktiv dafür ein, das Öl zu verlassen, bevor es uns verlässt“, so Fischer.

Es lohnt sich genau hinzuschauen, denn die Zusammensetzung entscheidet über Umwelt- und Gesundheitsaspekte eines Produkts von der Herstellung über die Gebrauchsphase bis zur Entsorgung. Ein wirkliches Naturprodukt bewahrt eine intakte, lebendige Umwelt und nützt den Verbrauchern durch verlässliche, natürliche Inhaltsstoffe. Es ist am Ende seines Lebenszyklus kein Sondermüll, wie das bei konventionellen Produkten oft der Fall ist, sondern kann einfach kompostiert werden.

Interessenten, die einen Weg durch den Dschungel der Ökosiegel, Zertifizierungen und Label suchen, sollten sich nicht von den Versprechungen der Hersteller blenden lassen, sondern sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen.

NEU: AURO Video zum Thema: Was macht eine „echte“ Naturfarbe aus?

Link zum Video: http://bit.ly/1UjaiXU

Mehr Informationen zum AURO Sortiment und zu Fachhändlern in Ihrer Nähe unter www.auro.de

 

Über   AURO
Das Unternehmen AURO wurde 1983 als GmbH gegründet und 1998 in die AURO Pflanzenchemie AG umgewandelt. Der Hauptsitz der Aktiengesellschaft ist Braunschweig. AURO ist konsequenter Vorreiter im Bereich ökologische Naturfarben, Holzpflege und Reinigungsprodukte. Die aus Naturstoffen hergestellten Farben, Lacke, Lasuren, Öle, Wachse, Reinigungs- und Pflegemittel sind leistungsstark und nachhaltiger als nahezu alle konventionellen Produkte am Markt. Alle Inhaltsstoffe werden für den Verbraucher lückenlos deklariert. Produziert wird am Standort Deutschland. Alle Produkte sind im Inland in über 700 Fachgeschäften erhältlich. Der Export erfolgt ins europäische Ausland sowie nach Nordamerika, Asien und Australien. Zahlreiche Auszeichnungen und Umweltpreise sowie die Zertifizierung „CO2-neutrales Unternehmen“ als erster Farbenhersteller durch die Climate Neutral Group bestätigen das Engagement der Firma AURO.




Mit Engel, ohne Plastik

oekom verlag legt erstes Druckerzeugnis mit neuem Blauen Engel vor und verzichtet künftig auf Einschweißfolien für Bücher.

Ressourcen schonen, Klima und Artenvielfalt schützen, Müll vermeiden – diese Prinzipien haben für den oekom verlag herausragende Bedeutung. Bei der Herstellung seiner Publikationen orientiert sich oekom daher an den Kriterien des Blauen Engels für umweltschonende Druckerzeugnisse (RAL-UZ 195). An der Entwicklung dieses anspruchsvollen Umweltzeichens war der Verlag federführend beteiligt und hat damit dazu beigetragen, einen hohen Standard in die Verlagsbranche zu tragen. Nun gilt es, Druckereien dafür zu gewinnen, sich mit dem Umweltzeichen zertifizieren zu lassen, Verlage zu motivieren, sich diesem Prozess anzuschließen, und schließlich die Leserinnen und Leser vom Mehrwert solcher Druckerzeugnisse zu überzeugen.

Mit dem Buch »FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen« > von Frank Herrmann (ET 25.7.16) macht oekom den nächsten Schritt in Sachen nachhaltiges Publizieren und erfüllt alle Kriterien des Blauen Engels für Druckerzeugnisse: hoher Altpapieranteil, Einsatz nachwachsender Rohstoffe, Farben, Lacke und Klebstoffe, die eine hochwertige Wiederverwertbarkeit ermöglichen, Verzicht auf umwelt- und gesundheitsbelastende Einsatzstoffe und Materialien, verminderter Energieeinsatz sowie weniger umweltbelastende Emissionen. Dem ersten oekom-Buch mit diesem Siegel werden weitere folgen.

Auch bei der Verpackung bleibt oekom seinen Prinzipien treu und verzichtet ab Herbst 2016 auf das Einschweißen seiner Paperback-Ausgaben in Plastikfolie. »Mit unserem Frühjahrs-Bestseller ´Besser leben ohne Plastik` > haben wir bereits einen ersten Versuch gestartet und bislang ausschließlich positives Feedback von KundInnen und Handel bekommen«, berichtet Verleger Jacob Radloff. Sollte dieses Vorgehen auch langfristig akzeptiert werden, wird es im oekom verlag ab dem nächsten Jahr auch keine Hardcover-Bücher mit einer derartigen Schutzhülle mehr geben.

Frank Herrmann, »FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen«, 328 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-808-9, 19,95 Euro / 20,60 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Anneliese Bunk & Nadine Schubert, »Besser leben ohne Plastik«, 112 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-784-6, 12,95 Euro /13,30 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Kontakt
Anke Oxenfarth
oekom verlag GmbH
Leiterin Stabsstelle Nachhaltigkeit
Waltherstraße 29, 80337 München
Fon 089/54 41 84-43
Fax 089/54 41 84-49
Email oxenfarth@oekom.de
www.oekom.de

Informationen zum nachhaltigen Publizieren: www.nachhaltig-publizieren.de >

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