Eurythmie mit Feuerwehrleuten Notfallpädagogischer Einsatz in Ecuador

Karlsruhe, 03. Juni 2016

Die Erde bebt in Ecuador – immer wieder seit dem 16.04.2016 wird das Land aufs Neue erschüttert. Die Menschen sind sichtbar gezeichnet, die vielen Nachbeben versetzen sie abermals in Angst und Schrecken. Das notfallpädagogische Interventionsteam der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. half vor allem den Kindern und Jugendlichen neuen Halt, Orientierung und Sicherheit zu finden. In Zusammenarbeit mit den Stadtverwaltungen, der deutschen Honorarkonsulin und mehrerer Schulen wurden in Seminaren zudem lokale Hilfskräfte und Pädagogen geschult, um den Betroffenen auch nach der Abreise des Teams helfen zu können.

Zu den wichtigsten Aufgaben notfallpädagogischer Krisenintervention gehört es, neben der direkten Akutversorgung von Kindern, auch Pädagogen und Helfer über die Entstehung, den Verlauf und die möglichen Folgen einer Psychotraumatisierung zu informieren und notfallpädagogische Methoden für den Umgang mit traumatischem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen.
Insgesamt nahmen ca. 500 Lehrer, Pädagogen und Hilfskräfte an den Seminaren in Bahía de Caraquez, Guayaquil, San Vicente und Pedernales teil.

Besonders bei diesem Einsatz war, dass das notfallpädagogische erstmalig hauptsächlich aus lokalen Mitarbeitern bestand. Acht der zwölf Teammitglieder leben und arbeiten in Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Chile. Hier zeigt sich, wie wichtig und hilfreich ein funktionierendes Netzwerk vor Ort ist. Der Einsatz funktionierte nicht zuletzt aufgrund der Professionalität und Verlässlichkeit der südamerikanischen Kollegen so reibungslos und gut.

In der ersten Woche ist das Team in Bahía de Caraquez tätig. Ein Großteil der Gebäude hier ist zerstört, die so wichtige Tourismusbranche liegt völlig brach, zum Teil gleicht die Stadt einer Geisterstadt. Bereits in ersten Gesprächen mit den Lehrern wird deutlich, was die Menschen dort erleben mussten. Direkt vor ihren Augen wurden Familienmitglieder verschüttet, Freunde wurden aus den Trümmern gezogen. Fast alle hier und auch in Guayaquil zeigen typische Traumasymptome wie Schlafstörungen, Bauch- und Kopfschmerzen bis hin zu Dissoziationen und Flashbacks.
Viele fühlen sich ohnmächtig oder sogar schuldig angesichts der Ereignisse. In Vorträgen und Workshops zeigen ihnen die Notfallpädagogen Wege, mit dem Erlebten umzugehen und so Traumafolgestörungen zu vermeiden. Ein tieferes Verständnis für die posttraumatischen Reaktionen kann den Menschen einen neuen Zugang zu ihrem Innenleben zeigen. Psychoedukation und Methodentraining bieten ihnen zudem die Möglichkeit, sich selbst zu stabilisieren und diese Ruhe anschließend auf die Betroffenen zu übertragen.
Besonders die Feuerwehrleute zeigen sich zunächst skeptisch, sind jedoch nach kurzer Zeit begeistert dabei. In Guayaquil beispielsweise bietet sich das eindrückliche Bild von 30-40 Feuerwehrleuten, die Eurythmie machen, kneten und sich mit viel Freude ganz auf die ungewohnten Methoden einlassen.

Je weiter man nach Norden kommt, umso verheerender sind die Folgen des Erdbebens. Pedernales, wo das Team in der zweiten Woche tätig ist, gleicht einem Trümmerfeld. Da die Gebäude völlig unbewohnbar sind, wurde eine provisorische Zeltstätte als Schule errichtet. Hier nehmen die Notfallpädagogen ihre Arbeit mit insgesamt rund 500 Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren auf. Es zeigen sich deutliche Schock- und Traumasymptome. Kleinkinder, die nicht aufhören zu schreien und über Schmerzen klagen; Erwachsene, die entweder völlig erstarrt sind oder eine übermäßige und zwanghafte Beschäftigung zeigen.
Auch sogenannte sekundäre Traumatisierungen sind häufig zu beobachten. Wie bei Stefania, deren Mutter von Schlafstörungen und dem seltsamen Verhalten ihrer Tochter berichtet. In Gesprächen stellt sich heraus, dass das Kind sich gar nicht direkt in der Erdbebenregion befand. Nicht das Erdbeben selbst löste den traumatischen Schock aus, sondern vielmehr die panische Angst der Mutter und die anschließenden Medienberichte, die sie verfolgte.

Das Trauma äußert sich als schockartige Erstarrung. So lange sich diese Schockstarre nicht löst, kann die seelische Wunde nicht heilen. Besonders Bewegungsspiele wirken der lähmenden Bewegungsunlust entgegen. Beim Malen und Plastizieren kann bildhaft zum Ausdruck gebracht werden, was sprachlich nicht ausgedrückt werden kann. Die auf der Waldorfpädagogik beruhenden Stabilisierungsmethoden sind auch in der akuten Schockphase des Traumaprozesses effektiv und wirksam.

Um ihren Einsatz finanzieren zu können, sind die Freunde der Erziehungskunst auf die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender angewiesen.

Spendenkonto:
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS
Stichwort “Notfallpädagogik Ecuador”

Kontakt Presse:

Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Christoph Herrmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 140
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.herrmann@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Bosnien und Herzegowina (2014), Nepal (2015), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Kurdistan-Irak (2013-2016), Deutschland (2014-2016) und Ecuador (2016).




Rückblick auf die 5. Notfallpädagogische Jahrestagung der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners zum 10-jährigen Jubiläum

Karlsruhe, 01. Juni 2015

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, fand vom 26.-29. Mai 2016 in Karlsruhe die fünfte notfallpädagogische Jahrestagung der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. statt. Die Tagung wurde in Kooperation mit der Medizinischen Sektion am Goetheanum, der Mahle-Stiftung und der IONA-Stiftung und mit der Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft durchgeführt. Im Rahmen der Tagung wurde zudem das 10-jährige Bestehen der Notfallpädagogik mit einem Festakt begangen.

Rund 150 TeilnehmerInnen kamen in den Räumlichkeiten des Parzival Zentrums zusammen, um sich unter dem Motto „Krieg – Flucht – Trauma: Traumata durch Krieg und Zwangsmigration und hilfreiche notfallpädagogische Interventionsansätze“ damit zu beschäftigen, wie fluchtbedingte Traumata entstehen und wie sie Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nehmen können. Spannende Vorträge vermittelten wissenschaftliche Hintergründe und theoretische Grundlagen, in Workshops wurden praktische Methoden und Tipps für die tägliche Arbeit weiter gegeben.
Wie auch bei notfallpädagogischen Einsätzen üblich, wurde jeder Tag mit einem Morgenkreis eröffnet und mit einem Abschlusskreis gemeinsam beendet.

Festakt und Tagungseröffnung:

Den Auftakt zur Tagung bildete der Festakt am Donnerstag. Nach einer musikalischen Einleitung begrüßte Bernd Ruf, Vorstand bei den Freunden der Erziehungskunst, die Anwesenden und ließ mit einem bewegenden Bildvortrag auf die vergangenen 10 Jahre Notfallpädagogik zurückblicken. Anschließend hieß Melanie Reveriego, Schulleiterin des Parzival-Zentrums, die Gäste in der Schule willkommen und es wurden Grußworte von Dr. Martin Lenz, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Claus Peter Röh, Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum und Nasreen Bawari, Landesrepräsentantin Kurdistan-Irak, an die Zuhörer gerichtet.
Mit Liedern aus Pakistan und Afghanistan, die von Jugendlichen der Parzival-Jugendhilfe vorgetragen wurden, ging es weiter. Nach einem berührenden Solo kam Stimmung auf, es wurde geklatscht und getanzt und dem Festakt ein würdiger Abschluss gegeben.
Mit seinem Vortrag „Krieg – Fluchttrauma – Notfallpädagogik“ eröffnete Bernd Ruf am Nachmittag den fachlichen Teil der Tagung. Am Abend berichteten lokale Kollegen von ihrer Arbeit und den Projekten im Nordirak und in Kenia.

Hintergründe und Grundlagen: Vorträge

Der Freitag wurde durch den bereits von vielen gespannt erwarteten Vortrag von Kilian Kleinschmidt begonnen. Der internationale Networker und humanitäre Experte sprach über „Menschenwürde, Individualismus und Gemeinschaft auf der Flucht“. Am Nachmittag behandelte Prof. Dr. Harald Karutz, Leiter des Notfallpädagogischen Instituts in Essen, die wissenschaftlichen Aspekte von notfallpädagogischer Hilfe für „Kinder in Notfällen“. Der Abend stand wieder ganz im Zeichen der Arbeit im Ausland, mit Berichten von den Philippinen und aus Ecuador.
Mit seinem Vortrag „Zwischen Chaos und Takt“ erläuterte Dr. Martin Straube am Samstagvormittag, wie wichtig der Rhythmus im menschlichen Organismus ist, was passiert, wenn dieser durch ein Trauma gestört wird und wie er bei der Bewältigung eines Traumas helfen kann. Am Abend sprach Dr. Christian Schopper in „Posttraumatic Growth“ über das Trauma als Chance für inneres Wachstum.
Nach dem Abschlussvortrag über spirituelle Aspekte der Notfallpädagogik in Bernd Rufs „Vom Roten Kreuz zum Rosenkreuz“ berichteten am Sonntag weitere internationale Kollegen von ihrer Arbeit in Kolumbien und Chile.

Notfallpädagogik umsetzen: Workshops & Worldcafé

In vielseitigen Workshops hatten die TeilnehmerInnen am Freitag und Samstag die Gelegenheit, das erarbeitete Wissen in die Praxis umzusetzen und verschiedene notfallpädagogische Methoden selbst auszuprobieren und zu erlernen. Die Bandbreite der Angebote reichte von Bewegungsformen wie Erlebnispädagogik und Eurythmie über therapeutische Methoden wie Formenzeichnen und Plastizieren bis hin zu heilsamem Erzählen, Kleinkindpädagogik und tiergestützter Therapie. Auch Gesprächsgruppen zu Psychohygiene, Jugendhilfe und Traumaverständnis boten die Möglichkeit, tiefer in bereits Gehörtes einzusteigen.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Worldcafé am Samstagnachmittag veranstaltet. Hier hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen, Unterstützung und neue Ideen zu finden, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Hier fand sich auch die Möglichkeit, mit MitarbeiterInnen der Notfallpädagogik zu sprechen und sich konkret über die Möglichkeiten einer Einsatzteilnahme mit den Freunden der Erziehungskunst zu informieren.
Die Pausen und gemeinsamen Mahlzeiten boten eine weitere Chance, sich kennenzulernen.

Kontakt Presse:

Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Bosnien und Herzegowina (2014), Nepal (2015), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Kurdistan-Irak (2013-2016, Deutschland (2014-2016)und Ecuador (2016).




Neue SÜDWIND-Fact-Sheets zu „Migration, Flucht und Entwicklung“ erschienen

Pressemitteilung

Bonn, 17.05.2016: 2015 war ein Jahr, in dem man in Deutschland den Eindruck bekommen konnte, alle MigrantInnen und Flüchtlinge weltweit – oder zumindest aus der näheren Umgebung Europas – wollten nach Deutschland. Überhaupt schien die ganze Welt in Bewegung geraten zu sein. Auf die Politik der offenen Grenzen der deutschen Regierung seit August 2015 folgte zunehmend ein Angst- und Sicherheitsdiskurs, der sich mit Beginn des Jahres 2016 zuspitzte. Politik, Behörden und Polizei wirkten oft überfordert. Ausländerfeindliche Parolen werden lauter artikuliert.

SÜDWIND knüpft mit den vier Fact-Sheets an die ‚näher gerückten‘ Migrations- und Fluchtbewegungen an und weist auf die vielfältigen Aspekte der Migrationsproblematik hin: Greift das erste Fact-Sheet die gängige Unterscheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Flüchtlingen auf und bettet sie in Mythen und Fakten zu Migration und Flucht ein, liefert das zweite Fact-Sheet einige grundlegende Information zu globalen Migrationsbewegungen und erläutert diese in Anknüpfung an den Migrationsforscher Joachim Oltmer als ein „zentrales Element der Anpassung des Menschen an Umweltbedingungen und gesellschaftliche Herausforderungen“.

Die beiden anderen Fact-Sheets widmen sich spezielleren, aber nicht weniger aktuellen Aspekten der Migrations- und Fluchtthematik: Unter dem Titel „Hilfe auf dem Weg“ berichtet ein freiwilliger Helfer von der Situation der Flüchtlinge auf der Balkanroute und reflektiert zugleich die unverzichtbare Rolle der HelferInnen, ohne die die Lage der Flüchtlinge noch verzweifelter wäre. Dass nicht alle Flüchtlinge nach Europa wollen, macht auch das vierte Fact-Sheet deutlich. Es bündelt unter dem Titel „Arbeit ohne Papiere“ die verfügbaren Informationen zur Beschäftigung syrischer Flüchtlinge in der türkischen Textilindustrie. Zu welchen Bedingungen arbeiten sie? Wie reagieren die (europäischen) AuftraggeberInnen auf deren Situation?

Die vier Fact-Sheets sind die ersten Publikationen, die im Rahmen des neuen SÜDWIND-Projekts „Migration, Flucht und Entwicklung“ erscheinen. Weitere vier Studien, drei Fact-Sheets sowie monatliche Blogbeiträge werden bis Ende 2018 veröffentlicht werden.

Das Projekt wird aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region sowie die Evangelische Kirche im Rheinland gefördert.
Gefördert durch image002.jpg

Die Fact-Sheets können über www.suedwind-institut.de/publikationen/2016/ bestellt werden und stehen ab sofort zum Download bereit:
„Guter Flüchtling“ – „schlechter Flüchtling“. Mythen und Fakten zu Migration und Flucht
Migration global
Hilfe auf dem Weg. Die Balkanroute und der Einsatz freiwilliger HelferInnen
Arbeit ohne Papiere. Syrische Flüchtlinge in der türkischen Textilindustrie

Kontakt: Dr. Sabine Ferenschild, Telefon: 0228- 763698-16, E-Mail: ferenschild@suedwind-institut.de

Sandra Grigentin-Krämer

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising /
Public Relations and Fundraising
SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene
Kaiserstraße 201
53113 Bonn

Tel.: +49 (0)228-763698-14
Fax: +49 (0)228-763698-22

E-Mail: grigentin-kraemer@suedwind-institut.de
Website: www.suedwind-institut.de




Notfallpädagogische Hilfe für Freiwillige in Paris

Pressemeldung

Karlsruhe, 16. November 2015
Nach den entsetzlichen Anschlägen ist ein notfallpädagogisches Team am Montag 16. November nach Paris aufgebrochen. Im Zentrum der notfallpädagogischen Intervention steht die Erstbetreuung der Freiwilligen, die über die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners in der Region Paris ihren Freiwilligendienst leisten und die Anschläge miterleben mussten.

Seit September 2015 leisten sieben junge Menschen aus Deutschland einen Freiwilligendienst über die Freunde der Erziehungskunst in anthroposophischen Einrichtungen in Paris und Umgebung. Zum Zeitpunkt der Attentate waren alle sieben Freiwilligen im Stade de France und mussten die Anschläge und die folgende Panik aus nächster Nähe erleben. Um sie in der Bewältigung dieser Erfahrung zu unterstützen, ist ein pädagogisch-therapeutisches Team bereits am Montag nach Paris gereist. Mit notfallpädagogischen Methoden sollen die Freiwilligen stabilisiert und gestützt werden.

Darüber hinaus wird das deutsche Expertenteam die Freie Waldorfschule Ecole Perceval Chatou im Umgang mit traumatisierten Schülern beraten. Dazu wird ein Seminar für Lehrer angeboten, in dem die Grundlagen der Psychotraumatologie und geeignete pädagogische Antworten vermittelt werden. Beratungen für Eltern, deren Kinder in Folge der Anschläge traumatische Reaktionen zeigen, ergänzen den Einsatz.

Kontakt Presse:

Clara Krug
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.krug@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015) Kurdistan-Irak (2013-2015), Nepal (2015), Griechenland (2015) und Slowenien (2015).




damado auf der „Langen Nacht der Startups“ in Berlin

Der Online Marktplatz für Bio-Lebensmittel damado wird auf dem Berliner Startup Event „Lange Nacht der Startups“ mit einem Stand vertreten sein. Dort werden einige der Produzenten des Marktplatzes vorgestellt. Außerdem wird die zeitgleich startende Crowdfuning Kamapgne, mit dem Ziel ein Mitgliedssystem auf damado einzuführen, vorgestellt.

Nauen, 01.09.2015. Das Startup damado wird mit einem Stand auf der „Langen Nacht der Startups“ am 05. September 2015 in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG (Französische Str. 33a-c, 10117 Berlin) vertreten sein. Dort präsentiert der Online-Marktplatz für Bio-Lebensmittel sein innovatives Konzept und stellt einige Manufakturen der Plattform vor. Ausgestellt werden unter anderem Bio-Produkte der Brandenburger Essigmanufaktur „Essigart“, der Ingwersaft „GingerVerde“ und Meersalz aus Portugal von „PortuSal“.

„Mit damado möchten wir vor allem kleine Produzenten und Manufakturen von hochwertigen Bio-Lebensmitteln und Naturkosmetik unterstützen. Diesen Produzenten geben wir die Möglichkeit, sich einem großen Publikum zu präsentieren und sich so am Markt zu behaupten.“, sagt Mareike Kriesten, Gründerin und Geschäftsführerin von damado.

Neben der Präsentation von Anbietern und deren Produkten wird auch die Crowdfunding-Kampagne vorgestellt, die parallel zur Langen Nacht der Startups beginnt. Mit Hilfe der Kampagne wird ein innovatives Mitgliedssystem eingeführt, bei dem Kunden für einen geringen monatlichen Beitrag einen attraktiven Rabatt auf alle Bio-Produkte erhalten.

Mit damado soll die Verfügbarkeit von Bio-Lebensmitteln und Naturkosmetik deutschlandweit verbessert werden. Auf dem Online-Marktplatz haben Produzenten die Möglichkeit ihre Produkte zu inserieren und direkt an Verbraucher zu verkaufen. damado übernimmt den Versand der Ware und verschickt die Produkte in einem Paket. So finden Kunden ein einzigartiges, stetig wachsendes Sortiment und zahlen dabei nur einmal Versandkosten, egal bei wie vielen Herstellern sie einkaufen.

Pressekontakt
Mareike Kriesten
E-Mail: hallo@damado.de
Telefon: +49 (0) 33232 22 90 13
Website: www.damado.de




Nordirak: Kindheit im Flüchtlingslager

Karlsruhe, 16. Juni 2015

Sherin*, 9 Jahre, drängt sich an die Notfallpädagogin. Seit das ehrenamtliche deutsche Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. im Flüchtlingslager arbeitet, weicht sie der Einsatzleiterin kaum von der Seite. Was das jesidische Mädchen, das mit ihrer Familie aus dem Sindjar-Gebirge geflohen ist, alles durchmachen musste können die Notfallpädagogen nur erahnen. Sie spricht nicht darüber.

Um Kinder wie Sherin dauerhaft bei der Verarbeitung ihrer schrecklichen Erlebnisse zu helfen, haben die Freunde der Erziehungskunst in Kooperation mit UNICEF im Nordirak neun lokale Pädagogen eingestellt und ein Büro eingerichtet. Zur Ausbildung des lokalen Teams befand sich von 29. Mai bis 12. Juni ein ehrenamtliches deutsches Team vor Ort. Das notfallpädagogische Team bestand aus erfahrenen Erlebnispädagogen, Kunsttherapeuten, Waldorferziehern sowie einem Heilpädagogen.

Gemeinsam mit den lokalen Kollegen konnte das notfallpädagogische Team in vier UNICEF-Schulen vormittags mit ca. 770 traumatisierten Kindern arbeiten. Die Arbeit mit den Kindern war gleichzeitig Teil der praktischen Ausbildung der lokalen Pädagogen. In Vor- und Nachgesprächen wurden die Workshops besprochen und analysiert. Nach und nach wurde die Leitung der pädagogischen und therapeutischen Angebote in die Hände der irakischen Kollegen übergeben. Nachmittags wurde die Fortbildung des lokalen Teams in Workshops zum Methodenverständnis weitergeführt. Auch die Traumatisierungen der Teammitglieder wurden thematisiert und notfallpädagogisch begleitet.

Nach den schrecklichen Erfahrungen der Flucht sind die Lebensumstände im Flüchtlingslager für alle Bewohner zusätzlich belastend, bei Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius wird die Hitze in den Zelten schon früh morgens unerträglich. Doch es gibt keinen Ort wohin die Menschen gehen könnten, keine Kühlung. Wasser und Strom sind nur unregelmäßig verfügbar. Ohne Perspektiven können die Flüchtlinge ihrer Opferrolle nicht entkommen. Auch die Lehrer, die in den UNICEF-Schulen unterrichten, fühlen sich machtlos. Deshalb wurden auch für sie Fortbildungen zu den Methoden der Notfallpädagogik angeboten. Hier konnte auf das Grundlagenwissen aufgebaut werden, dass den Lehrern bereits während des letzten Einsatzes im März dieses Jahres vermittelt werden konnte. Für viele der Lehrer stand die Frage nach dem Umgang mit aggressivem und destruktivem Verhalten der Kinder im Vordergrund. In den Workshops wurden Ihnen Erklärungen für die traumabedingten Verhaltensänderungen der Kinder gegeben und mögliche pädagogische Antworten diskutiert. So sollen die Lehrer selbst gestärkt werden und ein stabilisierender Unterricht erreicht werden.

Auch für Eltern wurden Beratungen angeboten. Über 100 Mütter und Väter informierten sich über die Auswirkungen von Traumatisierungen auf ihre Kinder, über mögliche Belastungsreaktionen und einen stützenden und stabilisierenden Umgang.

Nach Ende des notfallpädagogischen Einsatzes des deutschen Teams wird die Arbeit nun von den lokalen Pädagogen übernommen. Unterstützt werden sie dabei weiterhin von einer Projektleiterin, die Arbeit vor Ort koordinieren wird.

*Name geändert

Notfallpädagogik: Pädagogische Erste Hilfe
In gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen zu den äußeren Schäden seelische Verletzungen, die meistens sehr schwer wiegen. Viele Betroffene verlieren ihr inneres Gleichgewicht und erkranken an Trauma-Folgestörungen. Die Freunde der Erziehungskunst arbeiten mit waldorfpädagogischen Methoden und verwandten Therapieformen, um bei der Verarbeitung des Erlebten zu unterstützen. Gleichzeitig sollen die Selbstheilungskräfte der Betroffenen angeregt werden. So helfen bspw. erlebnispädagogische Übungen dabei, das Vertrauen in sich selbst und seine Mitmenschen zu stärken. Bewegungsspiele dienen dazu, schockartige Erstarrungen zu lösen. Maltherapeutische Übungen schaffen non-verbale Ausdrucksmöglichkeiten, durch die Distanz zum Erlebten hergestellt werden kann.
Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst ist bereits seit 2013 in der autonomen Region Kurdistan im Irak tätig. Im Rahmen zahlreicher Einsätze konnte bereits vielen Kindern weltweit geholfen werden ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und sogenannte Trauma-Folgestörungen abzumildern.

Kontakt Presse:

Clara Krug
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.krug@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Spendenkonto
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Konto 800 800 700
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS
Stichwort “Notfallpädagogik”

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Kurdistan-Irak (2013-2015) Bosnien und Herzegowina (2014) und Nepal (2015).

Bewegungsspiele

Erlebnispädagogik

Balanceübung




Seminare zum Nachhaltigkeitsberater im Oktober 2015

Das GCB German Convention Bureau e.V. bietet vom 6. bis 7. beziehungsweise vom 8. bis 9. Oktober 2015 in Darmstadt erneut die Weiterbildungsseminare zum „Nachhaltigkeitsberater in der Veranstaltungsbranche“ sowie „Nachhaltigkeitsberater 2.0“ an. Informationen und Registrierung unter http://www.gcb.de/de/green-neu/seminare
Frankfurt am Main, 23. März 2015. Im Oktober 2015 haben Mitarbeiter der deutschen Tagungs- und Kongressbranche erneut die Möglichkeit, Wissen über nachhaltige Veranstaltungsorganisation zu erwerben oder zu erweitern. Das GCB German Convention Bureau e.V. bietet hierfür jeweils ein Einsteiger- sowie ein Aufbauseminar im darmstadtium Wissenschafts- und Kongresszentrum an, das mehrfach für seine nachhaltige Wirtschaftsweise ausgezeichnet worden ist.
Das Einsteigerseminar zum „Nachhaltigkeitsberater in der Veranstaltungsbranche“ ist vom 6. bis zum 7. Oktober 2015 in Darmstadt buchbar. Der Referent Dirk Walterspacher, Geschäftsführer von CO2OL, dem europäischen Marktführer im Bereich Beratung und Betreuung von „Green Meetings“, wird in bewährter Weise die Grundlagen der Nachhaltigkeit vermitteln. Die Teilnehmer werden nach dem Seminar in der Lage sein, eine nachhaltige Veranstaltung zu erkennen, zu organisieren und durchzuführen. Die Kosten betragen 540 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Teilnehmer.
Direkt im Anschluss besteht die Möglichkeit, beim aufbauenden Seminar „Nachhaltigkeitsberater 2.0“ vom 8. bis zum 9. Oktober 2015 die erworbenen Grundkenntnisse zu vertiefen und ein nachhaltiges Managementsystem für den eigenen Betrieb zu erarbeiten. Die Kosten hierfür betragen je Teilnehmer 1.250 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Als Referenten geben wie im Vorjahr Dirk Walterspacher und Jürgen May ihr umfangreiches Wissen an die Teilnehmer weiter. Jürgen May ist Geschäftsführer von 2bdifferent, hat das erste Umweltmanagementsystem für Messen und Events entwickelt und ist Lehrbeauftragter „Sustainable Event Design“ an der
Dualen Hochschule Baden-Württemberg.
Interessierte können sich ab sofort unter http://www.gcb.de/de/green-neu/seminare für die Teilnahme an den Seminaren registrieren. Für Firmen, die mehrere Mitarbeiter oder Partner zum Nachhaltigkeitsberater weiterbilden möchten, besteht die Möglichkeit von individuellen Inhouseschulungen.
Erfolgreiche Seminarreihe hat schon 320 Nachhaltigkeitsberater ausgebildet
Mit den Terminen im Oktober 2015 setzt das GCB seine erfolgreiche Seminarreihe fort:
Im Zeitraum von 2012 bis 2014 hat das GCB in Zusammenarbeit mit der DBU
Deutschen Bundesstiftung Umwelt bereits rund 320 Mitarbeiter der Branche zu
Nachhaltigkeitsberatern in der Veranstaltungsbranche ausgebildet. Das von der DBU
geförderte Projekt ist ein wichtiger Beitrag innerhalb des gemeinsamen
Nachhaltigkeits-Engagement vom GCB und EVVC Europäischer Verband der
Veranstaltungs-Centren e.V.
Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB: „Die Seminarreihe hat sich als
erfolgreiches Instrument erwiesen, um den Transfer von Wissen in alle Bereiche der
deutschen Tagungs- und Kongressbranche sowie auf allen Mitarbeiterebenen zu
ermöglichen.“ Das von der DBU geförderte Projekt ist ein weiterer Beitrag innerhalb
des gemeinsamen Nachhaltigkeits-Engagement vom GCB und dem EVVC. Einen
weiteren Schwerpunkt bildet die greenmeetings und events Konferenz vom 9. bis 10.
Februar 2015 im Kap Europa in Frankfurt.
Die bisherigen Teilnehmer bewerteten beide Seminarformen in Bezug auf Inhalt und
Organisation überwiegend gut und sehr gut. Darüber hinaus wurden die vom GCB
organisierten Seminare zum Nachhaltigkeitsberater in der Veranstaltungsbranche von
der Deutschen UNESCO-Kommission im Frühjahr 2014 als Projekt der UN-Dekade
„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

 

GCB German Convention Bureau e.V.
Aufgabe des GCB German Convention Bureau e.V. ist es, die Positionierung Deutschlands als eine weltweit führende und nachhaltige Kongress- und Tagungsdestination zu sichern und weiter auszubauen. Als Impulsgeber für Innovationsthemen in der Tagungs- und Kongressbranche bietet das GCB seinen Mitgliedern hochwertige Marktforschungsdaten. Durch die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Marketingaktivitäten ist das GCB in den internationalen Märkten sowie national präsent und fördert die Mitglieder und Partner bei der Vermarktung ihres Angebotes.
Rund 200 Mitglieder repräsentieren über 450 Betriebe und zählen zu den führenden Hotels, Kongresszentren, Locations, städtische Marketingorganisationen, Veranstaltungsagenturen sowie Dienstleister aus der deutschen Tagungs- und Kongressbranche. Preferred Partner des GCB sind das Hamburg Convention Bureau sowie die KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig – Partner der Kongressinitiative do-it-at-leipzig. Als Strategische Partner unterstützen die Deutsche Lufthansa, Deutsche Bahn und die DZT Deutsche Zentrale für Tourismus die Arbeit des GCB.
Online-Suche nach Tagungskapazitäten, Newsletter, Deutschland-Guide, Informationen zu Green Meetings, einen CO2-Rechner für Veranstaltungen und vieles mehr unter www.gcb.de.
GCB German Convention Bureau e.V.
Kaiserstr. 53
60329 Frankfurt/Main Germany
Tel: +49 (0)69 – 24 29 30 0
Fax: +49 (0)69 – 24 29 30 26
E-Mail: info@gcb.de
Internet: www.gcb.de
Twitter: http://twitter.com/GCB_Deutschland

Pressekontakt: Ute Stegmann
Tel: 069 – 24 29 30 13
E-Mail: stegmann@gcb.de

Schlagworte: Green Meetings, Seminare zum Nachhaltigkeitsberater, nachhaltige Veranstaltungsplanung

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Release der Onlineplattform nearBees. Social Start-up aus München bringt Honigliebhaber mit lokalen Imkern zusammen.

Social Start-up aus München bringt Honigliebhaber mit lokalen Imkern zusammen

Das Onlineportal nearBees bringt Bienenhalter und Honigkäufer auf bequeme Weise zusammen. Dank einem neuartigen Verpackungskonzept bekommen Kunden den “Honig von Nebenan” direkt vom Imker in ihren Briefkasten geliefert. Dabei unterstützt das Geschäftsmodell von nearBees wichtige gesellschaftliche Anliegen.

Denn woher kommt eigentlich unser Honig? Mit ziemlicher Sicherheit nicht aus Deutschland, denn über 80 Prozent des Honigbedarfs wird aktuell importiert. Und dass obwohl hierzulande über 90.000 Imker mit fast 700.000 Bienenvölkern für die Bestäubung der heimischen Nutz- und Gartenpflanzen sorgen. Für die meist hobbymäßigen Bienenhalter ist die Vermarktung des Honigs oftmals aus zeitlichen und aus Kosten-Gründen eine große Herausforderung. Auf der anderen Seite haben es Kunden mit Interesse an regionalem Konsum und transparenter Herkunft trotz der hohen Imkerdichte in Deutschland schwer, lokalen Honig zu erwerben.

Auf der Onlineplattform können zunächst (Hobby)Imker des Großraums München ihren Honig bequem und zeitsparend vermarkten. Liebhaber des süßen Blütennektars finden auf dem Portal präzise Honig aus ihrer Nachbarschaft, quasi von den Bienen die ihnen täglich auf ihrem Balkon begegnen.

Um den Onlinehandel für Imker wie Honigliebhaber interessant zu gestalten, setzt nearBees auf eine designtechnische Innovation: “Bisher wird Honig kaum über das Internet vermarktet, denn hohe Versandkosten für die schweren und zerbrechlichen Honiggläser machen den Online-Honigkauf unattraktiv. Das flache und leichte Packmaß der nearBees-Honigverpackung erlaubt einen kostengünstigen Versand und kann ohne Aufwand für den Empfänger über den Briefkasten zugestellt werden. So wird der ansonsten unrentable Onlinekauf von Honig wirtschaftlich sinnvoll”, so Mitgründerin und Imkerin Viktoria Schmidt. “Unser Ziel ist, durch den lokalen Honigkonsum ortsansässige Bienenhalter zu unterstützen und somit indirekt für eine artenreiche Natur zu sorgen”.

Ab Ende 2014 wird der Online-Verkauf schrittweise auf ganz Bayern und Deutschland ausgeweitet. Imker aus allen Regionen Deutschlands können sich aber bereits heute selbst auf www.nearBees.de eintragen und aktiv werden.

nearBees - Honig von Nebenan
So vielfältig wie die Pflanzen der Nachbarschaft schmeckt auch der lokale Honig von Nebenan © nearBees

Über nearBees:
nearBees will den Honigkonsum wieder re-regionalisieren und somit lokale Honigproduzenten stärken und eine lebenswerte, grüne Nachbarschaft erhalten. Das junge Team um die Gründer Viktoria Schmidt, Michael Gelhaus, Kristian Knobloch und Dominik Krebs bringt über eine Onlineplattform Honigliebhaber mit lokalen (Hobby-)Imkern zusammen. Eine neu entwickelte Honigverpackung macht den bisher unrentablen Honigversand dabei wirtschaftlich attraktiv.

Kontakt:
nearBees – Honig von Nebenan
Michael Gelhaus
Heßstr. 89
80797 München
Telefon: 089.38153514
E-Mail: info@nearbees.de
www.nearbees.de




entia ist Preisträger im Wettbewerb „Land der Ideen” der Bundesregierung

Das Online-Versandhaus ENTIA, Spezialist für sozial nachhaltig produzierte Dinge aus Deutschland, ist Preisträger als „Ausgezeichneter Ort 2014/2015“.  Das verkündete jetzt die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ der Bundesregierung. Eine hochkarätige Jury wählte aus über 1000 Einsendungen die 100 Leuchtturmprojekte aus.

„Wir wollen aus Deutschland wieder ein erfolgreiches Land machen, ein Land, in dem Menschen gerne leben, vor allen Dingen ein Land, in dem Menschen Arbeit finden und ihre Ideen entfalten können, ein zuversichtliches Land, ein zupackendes Land, ein Land der Ideen.“ Dieser Satz in der Antrittsrede des Bundespräsidenten Horst Köhler vor zehn Jahren war die Initialzündung für eine Initiatve der Bundesregierung zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), herausragende Ideen in Deutschland zu suchen und herauszustellen.
Die Jury aus Wissenschaftlern, Unternehmern, Kulturmanagern, Politikern und Bildungsexperten wählte die vorbildlichsten Konzepte aus. Die Juryvorsitzenden sind Martin Roth, Direktor des Victoria and Albert Museum in London, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. Weitere Mitglieder sind unter anderem Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Ansgar Burghof, Intendant der Deutschen Welle sowie Tagesschau-Sprecherein Judith Rakers.
Zu den Projekten, die als herausragend betrachtet werden, wählte die Jury Ende Juni nun auch ENTIA. Mit seinem riesigen Sortiment ist ENTIA ein Art „show room“ für die Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland geworden. Im Internet-Shop des Versandhauses ENTIA lässt sich leicht erkennen, wie vielfältig die Produkte sind. Hochwertige Dekoration findet sich hier ebenso wie ausgefallene Büro-Accessoires und liebevoll bearbeitete Spielwaren. Über 80 anerkannte Werkstätten aus ganz Deutschland präsentieren hier ihre Produkte.
„Wir sind sehr froh und auch ein wenig stolz“, freut sich ENTIA-Gründer Michael Ziegert über die Ehrung. „Wieder zeigt sich: Soziale Produktion ist ein Mega-Trend, der zunehmend Anerkennung findet.“
www.land-der-ideen.de/ausgezeichnete-orte/preistraeger/entia-gute-dinge-l-cheln
Über entia:
„entia – Gute Dinge, die lächeln“ Das bedeutet: das Online-Versandhaus ENTIA bietet Produkte an, die unter Berücksichtigung der Prinzipien sozialer Nachhaltigkeit hergestellt werden. Aus hiesigem Material, in hoher Qualität, mit Präzision und Liebe zum Detail in häufig kleinen Auflagen angefertigt. Und das bedeutet konkret: Sie werden in Deutschland in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) angefertigt, oft von Hand, von Fachleuten vorbereitet und nicht selten von Profi-Designern entworfen. Das Angebot von ENTIA ergänzt den Bereich der sozialen Nachhaltigkeit neben Bio-Produkten und Fair-Trade-Waren in „Eine-Welt“-Shops. Über 1200 unterschiedliche Produkte von über 80 Werkstätten hat das 2010 gegründete Unternehmen ENTIA schon jetzt auf Lager. Und die Zahl der sozialen Unternehmen, die bei ENTIA mitmachen, wächst rapide. Gründer Michael Ziegert: „Die Zeit ist reif für sozial nachhaltige Produkte von hoher Qualität, made in Germany.“ Das sieht auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung so, der entia 2013 mit dem Qualitätssiegel „werkstatt n“ auszeichnete.
„Gute Dinge, die lächeln“ gibt es bei http://www.entia.de
entia auf Facebook: http://www.facebook.com/entia.de