Scharf: Umweltpakt-Betriebe sind Keimzelle für Innovationen – Nachhaltigkeit in Bayern wird weiter gestärkt

Pressemitteilung
München, 17. Oktober 2016

PM 184/16

Die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) unterstützen gemeinsam den systematischen Dialog von kleinen und mittleren Unternehmen mit ihren Stakeholdern. Das bekräftigten die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und BIHK-Präsident Dr. Eberhard Sasse heute in München. Scharf: “Die Erwartungen an Unternehmen werden heute immer größer. Zukunftsfähige Unternehmen müssen heute sicher erkennen, wessen Interessen und welchen Ansprüchen sie begegnen. Deshalb ist es entscheidend, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Verbände rechtzeitig einzubinden. Diese Anspruchsgruppen spielen bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.” Gerade das Konzept der Nachhaltigkeit zielt darauf ab, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft aufzugreifen, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Um den Austausch zwischen Wirtschaft und Anspruchsgruppen zu fördern, hat das Landesamt für Umwelt im Auftrag des Umweltministeriums gemeinsam mit dem BIHK den neuen Leitfaden für Unternehmen “Anspruchsgruppenanalyse und -dialog in der Praxis” entwickelt. An der Erstellung waren zehn bayerische Betriebe und ein externer Partner beteiligt. “Die Frage Wer will eigentlich was von meinem Unternehmen? sollte sich jeder Unternehmer stellen, der im Sinne des Ehrbaren Kaufmanns wirtschaftet. Denn eine systematische Analyse und ein Dialog mit den Stakeholdern ermöglicht es, Konflikte und Konfrontationen im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden. Wer Anspruchsgruppen als Partner begreift und einbezieht, kann nur gewinnen”, so Dr. Sasse. Das Umweltministerium hat das Projekt mit rund 25.000 Euro gefördert.

Das gemeinsame Projekt ist eine Zusage im Rahmen des 5. Umweltpakts Bayern. Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Beide Partner erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Der Umweltpakt gilt jeweils für fünf Jahre. Seit 1995 wurden durch ihn insgesamt über 700 Projekte gemeinsam realisiert. Derzeit beteiligen sich rund 1.400 Betriebe mit freiwilligen Leistungen für den Umwelt- und Ressourcenschutz.

Weitere Informationen zum Umweltpakt Bayern unter www.umweltpakt.bayern.de. Der Leitfaden steht beim Infozentrum UmweltWirtschaft unter www.izu.bayern.de zum kostenfreien Download bereit.

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· Pressemitteilung
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· Umweltpakt Bayern – Informationen mit Fotos (Gruppenfotos und Einzelfotos) werden in Kürze dort veröffentlicht
https://www.umweltpakt.bayern.de/

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Kontakt
Dagmar Schmitt

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Referat 15
Nachhaltigkeit, Indikatoren und medienübergreifender Umweltschutz
86177 Augsburg
Tel.: ++49 (0)821/90 71 – 5509
Fax: ++49 (0)821/90 71 – 5760
mailto:dagmar.schmitt@lfu.bayern.de
http://www.lfu.bayern.de

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Öko und Fair wirkt – vielfältig und vielerorts | Naturland Fair auf der Fair Handels Messe Bayern in Augsburg

Pressemitteilung, 11.07.2016

Gräfelfing – Immer mehr Label weisen Produkte als nachhaltig aus. Echte Nachhaltigkeit entsteht aber nur dann, wenn Produkte ökologisch erzeugt und fair gehandelt wurden. Beides vereint Naturland Fair seit 2010 in einem Zeichen. Wie das konkret wirkt, von Lateinamerika über die Türkei bis ins Voralpenland, macht Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli in Augsburg erlebbar.

Wie Nord und Süd zusammenkommen und welchen konkreten Nutzen die Erzeuger davon haben, zeigt sich an einem Produkt wie den Naturland Fair zertifizierten schokolierten Haselnüssen der Fair-Handelsgenossenschaft dwp eG. Die öko-fairen Rohstoffe stammen aus dem Süden und dem Norden: Haselnüsse aus der Türkei, Kakao von der Dominikanischen Republik, Zucker aus Paraguay und Milch aus dem Berchtesgadener Land. Der Öko- als auch der Fair-Anteil betragen 100 Prozent. Diese Beispiele beleuchtet Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern und zeigt die ganze Vielfalt öko-fairer Produkte aus Nord und Süd.

Vielfältige Regionen – vielfältige Wirkungen

Die Haselnüsse, die dwp mit Schokoglasur in deutsche Läden bringt, stammen von bäuerlichen Kleinbetrieben an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Preise, die das Fairhandelsunternehmen Isik dafür zahlt, kommen auch den Erntehelfern der Bauern zu Gute: Neben einem angemessenen Lohn erhalten sie feste Unterkünfte sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Schulausbildung und der medizinischen Versorgung. Den Kakao wiederum liefert die Kooperative Cooproagro in der Dominikanischen Republik. Die Kooperative konnte dank der Fair-Prämie wichtige Infrastruktur wie Straßen und Brücken sowie Gemeindezentren errichten. Und in Paraguay ist es der Kauf einer Zuckermühle – finanziert durch Mehreinnahmen aus dem Fairen Handel – der den Zuckerrohrbauern mehr Unabhängigkeit und bessere Auszahlungspreise ermöglicht.

Doch Naturland Fair wirkt auch in Deutschland: Überdurchschnittliche Milchpreise und eine verlässliche Handelsbeziehung geben den Bauern im Berchtesgadener Land die notwendige Perspektive, um ihre Betriebe auch in der nächsten Generation weiterzuführen. Damit tragen die Milchwerke Berchtesgadener Land zum Erhalt einer bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft und der Bewahrung der alpinen Kulturlandschaft bei.

Naturland Fair setzt höchsten Standard

Dass nur die Verbindung von Öko und Fair wirklich nachhaltig ist, hat auch die Stiftung Warentest unlängst einmal mehr bestätigt. Die Tester bewerteten sechs verschiedene Nachhaltigkeitssiegel und kamen dabei zu dem klaren Ergebnis: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“ Rainforest Alliance und UTZ Certified, die im Handel am häufigsten anzutreffen sind, wurden dagegen als die Siegel mit den „geringsten Ansprüchen“ bzw. „wenig anspruchsvollen Kriterien“ bewertet.

Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli im Kongress am Park in Augsburg

Naturland Stand im Foyer „Klassik Radio“
Vortrag „Fairer Handel wirkt: 5 Jahre Naturland Fair Zertifizierung“, Freitag, 17.00 – 17.45 Uhr, Raum „Mercedes Benz“
Öffnungszeiten: Freitag, 13.30 bis 19.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Naturland Presse Info
Verantwortlich: Steffen Reese
Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel.: 089-898082-31
Fax: 089-898082-90
naturland@naturland.de
www.naturland.de