Energiegründern ein Gesicht geben – das neue RKW-Projekt „Energiegründer“

Pressemitteilung
Eschborn, 25. September 2014

Energiegründern ein Gesicht geben – das neue RKW-Projekt
„Energiegründer“

Das RKW Kompetenzzentrum startet ab September 2014 ein neues Projekt zur Förderung der Gründerkultur in Deutschland. Das Projekt „Energiegründer“ macht mit der Website www.energiegruender.de auf Gründungen im Energiesektor aufmerksam. Ziel des Projekts ist es, ein stärkeres Bewusstsein für Energiegründer zu schaffen und die Gründeraktivitäten nachhaltig zu steigern. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Viele Energiegründer in Deutschland sind sehr erfolgreich – doch ihre Geschichten weitgehend unbekannt. Dabei gründeten nach einer vom ZEW im Frühjahr 2014 veröffentlichten Studie in den Jahren 2009 bis 2011 jährlich rund 3.000 Unternehmen alleine im Marktsektor „eEnergie-Erzeugung“. Von 2000 bis 2012 hat sich der Bestand an Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien insgesamt von rund 26.000 auf ca. 60.000 mehr als verdoppelt. Die fehlende Wahrnehmung über Energiegründer hat zur Folge, dass viele potenzielle Gründer nicht wissen, dass sie im Bereich Energieerzeugung gute Karrierechancen haben. Das liegt daran, dass der Begriff „Energiegründer“ noch nicht weit genug verbreitet ist und die Gründer vorwiegend im Hintergrund arbeiten.

Um zukünftig Gründer für den Energiesektor zu begeistern, möchte das RKW Kompetenzzentrum die Energiegründer und ihre Innovationen als Vorbilder darstellen. Dabei stehen vor allem die persönlichen Geschichten und Visionen der Gründer im Vordergrund. Diese persönliche Darstellung zeigt nicht nur, was Energiegründer machen, sondern auch,
wer dahinter steckt – sie bekommen ein Gesicht.

Die Website www.energiegruender.de ist in zwei Bereiche unterteilt: Zum einen werden die einzelnen Energiegründer wöchentlich vorgestellt. Im Laufe des Projektes entsteht so eine umfassende Sammlung von und mit Energiegründern. Zum anderen gibt es einen Blog zur Vernetzung der Akteure untereinander. Dieser informiert über aktuelle Themen aus der Energiegründerszene und liefert Informationen sowie Fortschreibungen über die Lebenszyklen der Gründungen. Im weiteren Verlauf des Projektes sind verschiedene Veranstaltungen und im Herbst 2015 ein Wettbewerb zwischen den teilnehmenden Energiegründern geplant.

Die Energiegründungen umfassen unter anderem Unternehmensgründungen, Spin-Offs von Universitäten oder die Etablierung von Vereinen, die mit ihren innovativen Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Anmeldungen erfolgen unter energiegruender@rkw.de

Mitmachen darf jeder, dessen Projekt oder Idee bereits heute in ökologischer Dimension etwas verbessert oder verändert, die Vernetzung und den Wissenstransfer zum Thema Energie unterstützt oder den Dialog über Lösungen im Energiebereich fördert. Im Energiesektor werden die Bereiche Energieversorgung, Gasversorgung, Kälte- und Wärmeversorgung sowie Dienstleistungen und Investitionsgüterproduktion erfasst. Die Energiewende lässt sich jedoch nicht ausschließlich auf den Energiesektor reduzieren, sondern zusätzlich leisten Unternehmen aus einem breiten Spektrum an Sektoren und Wirtschaftszweigen Beiträge zur Energiewende.

Das Projekt Energiegründer wurde in enger Zusammenarbeit mit dem BMWi und in Abstimmung mit Partnern geplant und umgesetzt. Mit Borderstep, Bettervest und Climate-KIC Centre Hessen konnten bereits wichtige Partner für die Entwicklung der Online-Plattform gewonnen werden.

Über das RKW Kompetenzzentrum:
Das RKW Kompetenzzentrum unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zu halten. In der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden praxisnahe Empfehlungen und Lösungen zu den Themen Fachkräftesicherung, Innovation und Gründung entwickelt. Das RKW Kompetenzzentrum ist eine bundesweit aktive, gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e. V.

Pressekontakt:
Bruno Pusch
Kommunikation
RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
Tel: +49 6196 495-2818
presse@rkw.de

Fachkontakt:
Alexandra Koch
Projektleiterin
RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
Tel: +49 6196 495-3241
energiegruender@rkw.de




WE CARE! zum Tag der Nachhaltigkeit in Frankfurt am Main

PRESSEMITTEILUNG

Am 17. September 2014 findet hessenweit der 3. Tag der Nachhaltigkeit statt. In diesem Zuge veranstaltet Lust auf besser leben in Frankfurt eine WE CARE-Kampagne: Im Bockenheimer Kino Orfeos Erben wird ab 19 Uhr der Film „Who cares? Du machst den Unterschied“ gezeigt, im Anschluss bieten sechs Themeninseln eine Plattform für Frankfurter Sozialunternehmen und Nachhaltigkeitsinitiativen, um sich in lockerer Atmosphäre mit den Gästen und interessierten Frankfurtern bei einem Glas Wein auszutauschen.

WE CARE! Unter diesem Motto findet in Frankfurt der 3. Tag der Nachhaltigkeit statt. Lust auf besser leben lädt am 17. September 2014 interessierte Frankfurter nach Bockenheim ein. Um 19 Uhr beginnt der Abend mit einer Filmvorstellung im Programmkino Orfeos Erben. „Who cares? Du machst den Unterschied“ ist ein inspirierender Film über Sozialunternehmer auf der ganzen Welt. Doch was ist ein Sozialunternehmer? Was zeichnet ihn aus? Und wie kann ich selber Sozialunternehmer werden?
Diese Fragen werden im Anschluss 2 Stockwerke tiefer in den Räumen des Gallitheaters beantwortet. Dort können die Gäste in gemütlicher Atmosphäre bei einem Glas Wein 6 Frankfurter Nachhaltigkeitsinitiativen und Sozialunternehmer kennenlernen.

Für das Frankfurter Netzwerk nachhaltiger Kleinstbetriebe Labl.FRANKFURT (von Lust auf besser leben initiiert) werden Wollke 7, Fourier, das Glück ist jetzt und Daniela Damm vor Ort die erste Themeninsel bespielen. Für den kleinen Hunger gibt es leckere bio-Rohkostcracker von RAWDIES.

Die zweite Themeninsel wird bespielt von Transition Town zusammen mit der Solidarischen Landwirtschaft und der Bürger AG wie auch dem Dottenfelderhof. Hier dreht sich alles um die Stadt im Wandel und regionale Bio-Lebensmittel.

Am dritten Tisch wird der Designer Kai Rosenstein seine Agentur und das neueste Projekt FUTURE FRANKFURT vorstellen.

Es folgt Gudrun Jung von Gudwork mit einer Themeninsel über Wildkräuter, Essbarem aus Unkraut und die Neuentdeckung des Tauschhandels.

Den fünften Tisch bespielt das Sozialunternehmen bettervest gefolgt vom Sartup monagoo, das Online-Kaufhaus für nachhaltige Produkte.

Den Filmtrailer gibt es auf YouTube. Die Tickets à 9/7 Euro im Orfeos Erben, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt am Main, oder unter 069 707 691 00.

WE CARE! Wir haben Lust auf besser leben in Frankfurt! Sie auch?

Dann freuen wir uns auf Ihr Kommen und eine Veröffentlichung.
Ihr Kontakt für Rückfragen

Lust auf besser leben / Labl.FRANKFURT
Marlene Haas
Tel. 0178 523 97 89
presse@lustaufbesserleben.de




Mit Hochdruck zur Energiewende – Bürger finanzieren Effizienzmaßnahmen in oberbayrischer Traditionsdruckerei

Frankfurt am Main, 28. August 2014 – Die Traditionsdruckerei Kastner & Callwey Medien GmbH (KCM) in Forstinning bei München hat mit der Crowdfunding-Plattform bettervest.de ein Energieeffizienz-Projekt gestartet. Nach rund einem Monat ist bereits knapp die Hälfte der benötigten Summe von 385.150 Euro per Bürgerfinanzierung erreicht. Private Kleinanleger haben bislang 186.100 Euro für den Bau einer Photovoltaik-Anlage sowie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung auf dem Werksgelände investiert.

Teile der Photovoltaik-Anlage konnten bereits vor Abschluss der Finanzierung und vor der jüngsten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erfolgreich in Betrieb genommen werden. „Allein in den ersten neun Tagen konnten wir trotz Teilbetriebs der Anlage 13.200 kWh Energie selbst erzeugen, was einer Ersparnis von ca. 3.250 Litern Heizöl und rund 7,4 Tonnen CO2 entspricht“, erklärt KCM-Gesellschafter und Geschäftsführer Bernhard Schretzmaier. Der generierte Strom wird künftig zu 95 Prozent im Eigenverbrauch für die High-Tech-Druckmaschinen des Unternehmens verwendet, die durchgängig im Drei-Schicht-Betrieb produzieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierung sollen die kompletten Betriebsgebäude (Produktion, Büros, etc.) von hocheffizienten LED-Lampen beleuchtet werden, wodurch KCM weitere 110.000 kWh Energieverbrauch pro Jahr einsparen kann. Zusätzliche flankierende Effizienzmaßnahmen im Bereich der Heizungspumpen sind in Planung.
Das Modell der Crowdfunding-Finanzierung funktioniert so: An den resultierenden Energiekosteneinsparungen in Höhe von über 72.000 Euro pro Jahr wird KCM die beteiligten Bürgerinvestoren zukünftig über das Energiewende-Darlehen von bettervest teilhaben lassen. Dabei handelt es sich um ein qualifiziert nachrangiges Darlehen. Bei jährlicher Teilrückzahlung des investierten Kapitals sollen die Anleger so über sieben Jahre eine fixe Rendite von 7,4 Prozent erhalten. Diese wird aus den Energiekosteneinsparungen generiert. „Natürlich wäre auch eine Bankenfinanzierung infrage gekommen, aber ein so innovatives Konzept, bei dem Mitarbeiter, Kunden und Menschen aus dem Umfeld partizipieren können, passt einfach besser zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit“, betont KCM-Gesellschafter Thomas Heininger.
Bis spätestens zum 23. Oktober 2014 können sich interessierte Bürger noch an dem Projekt auf der Crowdfunding-Plattform bettervest.de beteiligen. „Wir freuen uns über den guten Start und gehen angesichts der bereits erreichten Investitionssumme von einem vorzeitigen Funding-Erfolg aus“, erklärt bettervest-Geschäftsführer Patrick Mijnals nach Ablauf des ersten Monats der dreimonatigen Finanzierungsphase.