Grüne Wasserstoff-Tankstellen für emissionsfreien Verkehr in ganz Deutschland

• Erneuerbare Energien und Brennstoffzellenfahrzeuge ermöglichen Mobilität der Zukunft
• Potenziale für grüne Wasserstoff-Tankstellen analysiert
• ABO Wind präsentiert Ergebnisse auf Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES)

(Wiesbaden, 14. März 2016) Entlang der deutschen Autobahnen ließe sich ein flächendeckendes Netz an Wasserstoff-Tankstellen aufbauen, das zu 100 Prozent mit grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien versorgt wird. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Wiesbadener Projektentwicklers ABO Wind. Die Abteilung Zukunftsenergien präsentiert die Ergebnisse auf der 10. Internationalen Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES), die vom 15. bis 17. März in Düsseldorf stattfindet.

Für den Erfolg der Energiewende muss insbesondere im Automobilsektor ein Paradigmenwechsel hin zu einem emissionsfreien Verkehr stattfinden. Brennstoffzellen und Batterien sind die aussichtsreichsten Technologien für die Mobilität der Zukunft, sofern sie aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Schon heute sind auf Deutschlands Straßen einzelne Brennstoffzellenautos unterwegs, die ausschließlich mit Wasserstoff angetrieben werden. Die Hersteller Hyundai und Toyota bieten bereits Brennstoffzellenautos an. Allerdings mangelt es noch an einer flächendeckenden Versorgung mit Wasserstoff-Tankstellen.

Die vom Bund und der Industrie ins Leben gerufene Initiative „Clean Energy Partnership“ (CEP) hat sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland bis Ende 2016 insgesamt 50 Wasserstoff-Tankstellen einzurichten. Darüber hinaus will der Zusammenschluss „H2 MOBILITY“ bis zum Jahr 2023 eine flächendeckende Infrastruktur mit bis zu 400 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland aufbauen.

In diesem Kontext hat ABO Wind nun Standorte analysiert, um das Potenzial eines aus erneuerbaren Energien gespeisten Wasserstoff-Tankstellennetzes entlang deutscher Autobahnen aufzuzeigen. Mit Hilfe von Geographischen Informationssystemen (GIS) wurden Standorte identifiziert, an denen – im Idealfall an bestehenden Tankstellen – mit Windenergie-, Fotovoltaik- oder Wasserkraftanlagen per Elektrolyse grüner Wasserstoff erzeugt werden kann. Ein Elektrolyseur nutzt elektrischen Strom, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Treibt grüner Wasserstoff ein Brennstoffzellenfahrzeug an, so fährt das Fahrzeug emissionsfrei und klimaneutral.

Die Standortanalyse hat mittels einer so genannten Weißflächenkartierung ermittelt, wo in Deutschland aus rechtlicher und naturschutzfachlicher Sicht Erneuerbare-Energien-Anlagen errichtet werden dürfen. Im nächsten Schritt wurden Anforderungen wie der maximale Abstand zur Autobahnabfahrt sowie der Abstand zwischen zwei Tankstellen definiert. Nun wurden entsprechende Mindestanforderungen an die Potenzialflächen – darunter Flächengröße, Abstand zur Tankstelle, Windgeschwindigkeit – festgelegt, um die am besten geeigneten Standorte herauszufiltern.

„Die Untersuchung zeigt, dass in Deutschland ein ausreichend großes Potenzial geeigneter Flächen und natürlicher Ressourcen vorhanden ist, um grünen Wasserstoff mittels Windenergie-, Fotovoltaik- und Wasserkraftanlagen an existierenden und geplanten Autobahninfrastrukturen flächendeckend bereitzustellen“, sagt Jörg Wirtz, Projektleiter in der Abteilung Zukunftsenergien. „Insgesamt hat ABO Wind deutschlandweit 191 Standorte identifiziert, die ein Wasserstoff-Tankstellennetz entlang der Haupt-Verkehrskorridore zwischen den deutschen Ballungszentren bilden könnten“, so Wirtz.

Zusammen mit den in den Ballungszentren bereits existierenden sowie in Bau befindlichen Wasserstoff-Tankstellen ergäbe sich so ein umfassendes Netzwerk, das eine hundertprozentige Versorgung mit grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ermöglicht.

ABO Wind arbeitet bereits an konkreten Windenergieprojekten, die sich als Standort für Deutschlands erste Wind-Wasserstoff-Tankstelle eignen. So hat ABO Wind beispielsweise einen Genehmigungsantrag für drei Windenergieanlagen im hessischen Kirchheim eingereicht, die sich durch ihre Lage an einem Verkehrsknotenpunkt bestens für eine angeschlossene Wasserstoff-Tankstelle anbieten.

Über ABO Wind:
Das 1996 gegründete Unternehmen initiiert Windparkprojekte, akquiriert Standorte, führt alle technischen und kaufmännischen Planungen durch, bereitet international Bankfinanzierungen vor und errichtet die Anlagen schlüsselfertig. ABO Wind hat bereits 544 Windenergieanlagen und sieben Biogasanlagen mit einer Nennleistung von mehr als 1.100 Megawatt ans Netz gebracht. Rund 350 Mitarbeiter realisieren jährlich Projekte mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro.

Kontakt:
Kathrin Dorscheid
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ABO Wind AG

Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden
Tel: (0611) 267 65-531; Fax: -599
Mobil: 0152 567 11 531
kathrin.dorscheid@abo-wind.de
www.abo-wind.de




ABO Wind baut technischen Service aus

Pressemitteilung

ABO Wind baut technischen Service aus

  • Wartungen für 1,5 Megawatt-Klasse neu im Angebot
  • Kooperationsvertrag mit Hersteller GE geschlossen
  • Vertriebserfolge mit Sicherheitsprüfungen

(Wiesbaden, 10. Dezember 2014) ABO Wind erweitert das Dienstleistungsangebot um Wartungen und Störfallservice für Windkraftanlagen. „Wir konzentrieren uns zunächst auf Anlagen der 1,5 Megawatt-Klasse“, erläutert Markus Wetter, der in der Geschäftsleitung für Betriebsführung und Service verantwortlich zeichnet. Seit 18 Jahren kümmert sich das Unternehmen um die technische Betriebsführung insbesondere der selbst entwickelten Projekte und hat aktuell europaweit 381 Anlagen unter Vertrag. 2012 hat die in Heidesheim bei Mainz beheimatete Abteilung begonnen, zusätzliche Serviceleistungen wie Sicherheitsprüfungen, Triebstranginspektionen, Getriebeservice oder Modernisierungen der Flughindernisbefeuerung anzubieten. „Damit erzielen wir sehr gute Vertriebserfolge auch bei Kunden, die noch keinen Betriebsführungsvertrag mit uns geschlossen haben“, berichtet Wetter. Im laufenden Jahr machen die noch jungen Serviceprodukte bereits 17 Prozent des Dienstleistungsgeschäfts in Deutschland aus.

Künftig hat ABO Wind den Kunden noch mehr zu bieten und übernimmt auch Wartungsarbeiten. „Die Anlagenbetreiber wünschen sich möglichst viele Leistungen aus einer Hand“, begründet Wetter die Erweiterung. Ein mit dem Anlagenhersteller geschlossener Kooperationsvertrag sieht vor, dass ABO Wind im Auftrag von GE zunächst im Südwesten Deutschlands Wartungsarbeiten übernimmt und Störfälle beseitigt. „Zudem sind wir in Gesprächen mit weiteren Herstellern und Servicefirmen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten“, sagt Wetter. Für viele Anlagen, die nach dem Jahr 2008 in Betrieb genommen worden sind, laufen aktuell die Vollwartungsverträge aus. In dem Bemühen, Kosten einzusparen, ohne Einbußen an der Qualität der Wartung zu erleiden, suchen Kunden nach Alternativen. Als von Herstellern unabhängiger und erfahrener Windkraftspezialist sieht sich ABO Wind in einer guten Position, Marktanteile beim Service hinzuzugewinnen.

Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung:
ABO Wind, Alexander Koffka, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden, Tel.: (0611) 267 65-515, presse@abo-wind.de

Über ABO Wind:
Das 1996 gegründete Unternehmen initiiert Windparkprojekte, akquiriert Standorte, führt alle technischen und kaufmännischen Planungen durch, bereitet international Bankfinanzierungen vor, errichtet die Anlagen schlüsselfertig und kümmert sich um die kaufmännische und technische Betriebsführung. ABO Wind hat bereits 473 Windenergieanlagen und sieben Biogasanlagen mit einer Nennleistung von rund 1.000 Megawatt ans Netz gebracht. Rund 300 Mitarbeiter realisieren jährlich Projekte mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen Euro. Die Aktie (WKN 576002) notiert im Freiverkehr der Börse Düsseldorf.