Bundesregierung muss Zukunftschancen durch Umschichtung der EU-Agrargelder nutzen

Pressemitteilung vom 17.08.2016

Mainz/Darmstadt/Gräfelfing, 17. August 2016. Bioland, Demeter und Naturland fordern die Bundesregierung auf, jetzt 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen der 1. Säule zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutzmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. Dieser Spielraum der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) muss genutzt werden, um die nationalen Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Einkommen nachhaltig wirtschaftender Betriebe langfristig zu sichern.

Für eine Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit ermöglicht es die EU, 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen aus der 1. Säule für gezielte Agrarumweltmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. In Deutschland werden bisher nur 4,5 Prozent umgewidmet. So verpasst die Bundesregierung bislang die Chance, wichtige Ziele ihrer Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen.
„Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Ziele im Umweltschutz und zur Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der Agrarfläche erreichen will, muss sie die EU-Agrargelder entsprechend umwidmen“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. „Mit der Umschichtung von weiteren 10,5 Prozent stünden den Bundesländern ab 2019 jährlich rund 500 Mio. Euro für eine Honorierung der Betriebe für Mehrleistungen im Umwelt-, Klima-, und Tierschutz zur Verfügung. Die Bezahlung dieser öffentlichen Güter sichert so einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen Einkommen.“

In einigen Bundesländern sind schon jetzt, im ersten Drittel der Förderperiode, wichtige Agrarumweltmaßnahmen und die Ökolandbauförderung wegen Unterfinanzierung gestrichen worden. So werden im Saarland keine neuen Anträge für die Förderung des Ökolandbaus angenommen. In Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden weitere wichtige Agrarumweltmaßnahmen gestoppt. „Hier werden echte Rückschritte bei der Ökologisierung der Landwirtschaft riskiert“, warnt Demeter Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schmid, und weiter: „Landwirte brauchen Planungssicherheit, um auf ökologischen Landbau umzustellen, gerade in der derzeitigen Preiskrise. Deshalb muss die Bundesregierung jetzt eine zukunftsweisende Entscheidung treffen, die den Ländern erlaubt, diese Planungssicherheit wiederherzustellen und Landwirte bei der Entscheidung für den Ökolandbau zu unterstützen.“

Rund 40 Prozent der Agrar-Direktzahlungen landen bei den Verpächtern und tragen somit wesentlich zur Steigerung der Pachtpreise bei. Dies schmälert die Einkommenswirkung für die Landwirte. Die erste Säule bleibt ineffizient. Auch die Umweltleistungen, die mit der 1. Säule über das Greening erbracht werden, leisten keinen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele. „Die Agrar-Direktzahlungen haben trotz des 2014 eingeführten Greening´s keinen bedeutenden positiven ökologischen Effekt. Im Gegenteil, in der derzeitigen Höhe zementieren sie die Verhältnisse und schwächen das Budget für effektive Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahme der 2. Säule“, sagt Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland. „Entscheidend ist daher, dass so viele Mittel wie möglich umgeschichtet werden. Es muss zweckgebunden in landwirtschaftliche Betriebe investiert zu werden: für Öko-Landbau, Arbeitsplätze, Klima-, Tier- und Gewässerschutz“, betont Hohenester.

Zum Positionspapier der Verbände „Zukunftschancen der Gemeinsamen Agrarpolitik für Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz nutzen“
http://www.naturland.de/images/Pressemitteilungen/PMs2016/160728-Verbndepapier-GAP-Zukunftschancen-nutzen.pdf

Ansprechpartner:

• Bioland:
Geschäftsleiter Agrarpolitik und Kommunikation: Gerald Wehde
Tel.: 06131/239 79 20
E-Mail: gerald.wehde[at]bioland.de

• Demeter:
Politik und Öffentlichkeitsarbeit: Antje Kölling
Tel.: 030/54 86 08 84
E-Mail: antje.koelling[at]demeter.de

• Naturland:
Referent Agrarpolitik Sebastian Mittermaier
Tel.: 089/89 80 82 27
E-Mail: s.mittermaier[at]naturland.de




Bioland, Demeter und ECOVIN mit gemeinsamer „Organic Lounge“ auf der ProWein 2016

PRESSEMITTEILUNG

Mainz, Darmstadt, Oppenheim, 13.11.2015. Der ökologische Weinbau wächst nicht nur in der Fläche, er wächst auch zusammen.

Auf der internationalen Fachmesse ProWein von 13. bis 15. März 2016 in Düsseldorf wird es erstmals eine gemeinsame „Organic Lounge“ von Bioland, Demeter und ECOVIN geben. Auf 88 m² Standfläche präsentieren sich die drei führenden Verbände für ökologischen Weinbau mit ihren Mitgliedern dem Fachpublikum. Für das Catering am Stand sorgt Karsten Bessai mit seiner „organic kitchen“. Neben hochkarätigen Bio-Weinen, leckerem Bio-Essen und spannendem fachlichen Austausch wird es auch Vorträge zu biologisch-organischem und biologisch-dynamischem Weinbau geben. Gleichsam hat sich prominente Unterstützung aus der Food Szene angekündigt, seien Sie gespannt.

„Wir sehen die Stärke des ökologischen Weinbaus auch in einer guten Zusammenarbeit der betreffenden Bioverbände und freuen uns über die gemeinsame Verbändefläche auf der führenden Weinmesse ProWein“, sagt Sigrid Großmann von ECOVIN. Nina Weis, Fachberaterin für Weinbau bei Demeter, ergänzt: „Alle unsere Winzer zeichnet eine gewisse Kompromisslosigkeit aus und der unbedingte Wille, über das Hinschauen, die Achtsamkeit gegenüber natürlichen Prozessen, Sorgfalt, Erfahrung und Geduld außergewöhnliche Weine zu erzeugen. Ihnen wollen wir mit der „Organic Lounge“ ein Gesicht in Halle 13 geben.“ „Ökologischer Weinbau und Spitzenweine gehören längst zusammen“, weiß Veronica Ullrich, Fachberaterin für Weinbau bei Bioland. „Das gilt verbandsübergreifend, was wir mit der „Organic Lounge“ sehr schön demonstrieren können.“

Weitere Informationen zu den Verbänden finden Sie unter:
www.bioland.de
www.demeter.de
www.ecovin.de

Kontakt
ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau e. V.
Ralph Dejas | Geschäftsführer
Wormser Straße 162
D-55276 Oppenheim
T +49 (61 33) 16 40 | F +49 (61 33) 16 09
r.dejas@ecovin.de




Gerhard Schwarztrauber rockt die Bio-Weinszene

Presseinformation

Double perfekt.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Bio-Winzer des Jahres gekürt

Neustadt-Mußbach/Weinstraße, 1. September 2015
Er wollte es erst gar nicht glauben als er informiert wurde und hat erst mal gefragt ob das nun aus der Serie „Verstehen Sie Spaß“ sein soll. Aber es ist wahr.

Nachdem Schwarztrauber Anfang des Jahres bei Mundus Vini BioFach (ein internationaler Wettbewerb des Meininger Verlags) zum besten Bio-Erzeuger national 2015 gekürt wurde, setzte sich Gerhard Schwarztrauber aus Mußbach auch beim Genuss-Magazin Selection als bestes Bio-Weingut national und international 2015 an die Spitze.

Schwarztrauber meinte, dass sie im Weingut nach Bekanntgabe des Ergebnisses schon einige Sektkorken haben fliegen lassen. Schwarztrauber sieht es als Bestätigung für die gute Arbeit des jungen Teams und als weiteren Ansporn in Richtung: Bio-Weine auf höchstem Niveau.
Gerhard Schwarztrauber möchte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Als einer der ersten Bio-Winzer in der Pfalz hat er noch viel vor.

Aktuell habe man den Verkaufsraum im Weingut renoviert. Er präsentiere sich jetzt viel heller und freundlicher. Am 7. November werden bei illuminiertem Weinkeller die neuen Rotweine vorgestellt. Und im Juni 2016 lässt er es beim 30-jährigen Bioland-Jubiläum so richtig krachen.

Kontakt
Bioland-Weingut
Schwarztrauber

Gerhard Schwarztrauber
Geschäftsleitung
Dipl. Betriebswirt – Weinbautechniker

Lauterbachstraße 20
D-67435 Neustadt-Mußbach/Weinstraße
Tel. 0 63 21 – 96 85 61
Fax. 0 63 21 – 96 85 62
gerhard@schwarztrauber.com
www.schwarztrauber.com