Einigung bei den Sondierungen von Jamaika zum Klima – CO2-Preis in Höhe von 40 €/ Tonne für Alle kommt in dieser Legislaturperiode.

Eilmeldung

Freiburg, den 13.11.2017
So könnte die Pressemitteilung von Jamaika in Sachen Klima aussehen:
Die Verhandlungsführer einigten sich beim Arbeitsfeld Klimaschutz auf die
Einführung eines CO2-Preises in Höhe von 40 € pro Tonne(t) noch in dieser
Legislaturperiode.
Es gibt damit keine neue Steuer, sondern die Abgabe wird aufkommensneutral auf
alle fossile Energieträger wie Kohle, Öl & Erdgas erhoben und mit den Erlösen wird
die EEG-Umlage, die KWKG-Umlage, die Stromsteuer sowie die Steuern auf Erdgas
und Heizöl gegenfinanziert. Um etwa 3 € pro Tonne und Jahr muss der CO2-Preis
steigen, um die bestehenden Umlagen und Steuern zu finanzieren.
Erstmalig werden damit einheitlich die CO2-Emissionen aus den verschiedenen
Sektoren wie Strom, Wärme und Verkehr erfasst und mit einem Preis versehen.

Die CO2-Bepreisung ist:

Die vorliegenden rechtlichen Bewertungen zeigen, dass auch eine nationale CO2-
Bepreisung im nationalen, europäischen und Welthandelsrecht gesetzeskonform
umgesetzt werden kann. Auch für die Fragen nach dem möglichen Import von Atomund/
oder Kohlestrom nach Deutschland und der Verlagerung von stromintensiver
Industrie ins Ausland (Carbon leakage) liegen konkrete Lösungsansätze vor.

Jamaika lässt dabei für die Koalitionsverhandlungen noch offen, ob der CO2-Preis
von mindestens 40 €/Tonne international, als europäische Initiative oder national
aufbauend auf dem Emissionshandel kommt. „Die weiteren Verhandlungen werden
zeigen“, so die Verhandlungsführer „ob wir die CO2-Bepreisung für Alle zunächst
national einführen müssen oder ob wir gleich entsprechende internationale
Vereinbarungen durchsetzen können“.
Die Sondierungsgesprächen folgen damit dem Votum der drei südbadischen MdB,
die sich in dieser Frage bereits zu einer Jamaikakoalition zusammengefunden
hatten: Kerstin Andreae, Bündnis 90/Die Grünen, Christoph Hoffmann, FDP und
Armin Schuster, CDU.

Der Beschluss von Jamaika zu einer verursacher-, marktgerechten,
technologieneutralen und sozial austariert CO2-Bepreisung ist ein entscheidend
positives Signal für die aktuellen Klimaschutzverhandlung in Bonn.

Ausführliche Informationen unter: www.co2abgabe.de

Medienkontakt
Dr. Jörg Lange, CO2 Abgabe e.V., +49 (0)761-45893277,
joerg.lange@co2abgabe.de

Mit der Vereinbarung eines wirksamen CO2-Preises für Alle zur Finanzierung
bisheriger Steuern & Umlagen befolgen die Jamaikakoalitionäre nicht nur den Rat
namhafter Experten wie z.B. der Expertenkomission der Bundesregierung zur
Energiewende1, sondern setzen damit die Forderungen sowohl der Allianz2 aus 11
Wirtschaftsverbänden, Verbraucherschützern und Gewerkschaftsbund nach einer
Reform der Ökostromumlage zu Lasten anderer staatlicher Einnahmen um, als auch
der zahlreichen Unternehmen, Verbände und Energieversorger, wie EON3 und
EnBW, die sich für eine deutlich stärkere CO2-Bepreisung in ähnlicher
Größenordnung als bisher zum Schutz des Klimas ausgesprochen haben.

Anlagen:
Rechtliche Machbarkeit CO2-Bepreisung
https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2017/10/Machbarkeitsstudie-CO2-Abgabe-W2K-Oktober-2017.pdf
Diskussionsbeitrag zu verursacher- und sozialgerechten CO2-Preisen
https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2017/10/Diskussionsbeitrag-zu-verursacher-und-sozialgerechten_CO2-Preisen_Okt_2017.pdf




Mit dem CO2-Preis im Koalitionsvertrag kommt auch der Kohleausstieg

Medieninfo

Berlin/ Freiburg, 9.11.2017: In die finale Phase der Sondierungsgespräche bringt der CO2
Abgabe Verein gemeinsam mit UnternehmensGrün und 83 weiteren Unternehmen und
Verbänden erneut einen konkreten Lösungsvorschlag für die wirksame CO2-Bepreisung mit
Rückbau aller anderen Umweltabgaben auf Energie ins Spiel.

Die bisherige Verständigung der möglichen Jamaika-Koalition auf die Einhaltung des
Pariser Klimaabkommen ist der völlig unzureichende, kleinstmögliche Nenner.
Der aktuelle Appell von 52 deutschen Unternehmen für mehr Klimaschutz vom
7.11.2017 hat dies deutlich gemacht. Auch er hält für die neue Legislaturperiode
„einen verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad bei der Kohleverstromung
für unverzichtbar und fordert dazu und „einen investitionsrelevanten CO2-Preis“.

Die Sondierungsgespräche für Jamaika müssen darüberhinaus aber Antworten auf
die Frage finden: „Wie kommt man zu wirksamen CO2 Preisen?“

Die Mitgliedsunternehmen des CO2 Abgabe e.V. und UnternehmensGrün gehen hier
einen entscheidenden Schritt weiter auf die Politik zu und zeigen auf, wie
Kohleausstieg und Klimaschutz durch eine CO2-Bepreisung über den
Emissionshandel hinaus gelingen können.

Die unterzeichnenden Unternehmen und Verbände unterstützen hierzu den offenen
Brief (vgl. Anhang) vom 7.11.2017 des CO2 Abgabe e.V. an die Koalitionäre, der u.a.
folgende Leitplanken für einen Passus im Koalitionsvertrag formuliert:

  • Die Ausrichtung der Besteuerung der fossilen Energieträger
    (Mineralölprodukte, Erdgas und Kohle usw.) an ihrem Treibhausgaspotenzial
    statt wie bisher an ihrem Energiegehalt.
  • Eine Konkretisierung und Ausweitung einer CO2-Bepreisung auf alle Sektoren
    (Strom, Wärme, Verkehr), die konform zum Europäischen Emissionshandel ist.
  • Die Verwendung der Einnahmen aus einer CO2-Bepreisung zur Entlastung
    der Bürger und Unternehmen, u.a. zur Reduktion der EEG-Umlage und
    Neuorientierung der energiebezogenen Steuern und Umlagen am Klimaschutz.
  • Aufbauend auf dem EU-ETS und nationalen CO2-Bepreisungen eine Initiative
    zu beschließen, die wirksame CO2-Preise in allen Sektoren auf europäischer
    Ebene einführt.

Anlagen:
Offener Brief des CO2 Abgabe e.V. unter:
https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2017/11/Offener_Brief_Jamaika_2017_11_07.pdf
Rechtliche Machbarkeit CO2-Bepreisung
https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2017/10/Machbarkeitsstudie-CO2-Abgabe-W2K-Oktober-2017.pdf

Medienkontakt
Dr. Jörg Lange, CO2 Abgabe e.V., +49 (0)761-45893277,
joerg.lange@co2abgabe.de
Dr. Katharina Reuter, UnternehmensGrün e.V., Mobil: +49 (0) 178 44 81991
reuter@unternehmensgruen.de




BKK advita spart 16.000 Kilogramm CO2

Mit 37 Teilnehmern hat die BKK advita seit 01. Januar 2016 rd. 7300 Kilometer mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt und dabei fast 16.000 Kilogramm CO2 eingespart. Pro 100 km pflanzt die BKK advita einen Baum mit I Plant A Tree. Bislang wurden bereits 49 Bäume gepflanzt.

Alzey, 20.05.2016

Ganz gleich, ob Radfahren, Laufen oder Nordic Walking, wenn sich die BKK advita Mitarbeiter dafür entscheiden, das Auto stehen zu lassen, und sich zu Fuß oder mit dem Rad fortbewegen, nehmen Sie an der BKK advita CO2-Challenge teil und sparen damit kräftig CO2 ein. Die aktuell 37 Teilnehmer der Challenge haben bislang rd. 16.000 Kilogramm CO2 eingespart und dafür gesorgt, dass bereits 49 Bäume in Deutschland gepflanzt werden konnten.

Das Ziel in diesem Jahr sind 500 Bäume. Dafür nutzen die Mitarbeiter eine App, die die zurückgelegten Kilometer misst und die CO2-Auswirkungen errechnet. Jedes Quartal wird neu gestartet, so dass der Neueinstieg für alle Mitarbeiter immer wieder möglich ist und der interne Wettlauf für das Klima auch für alle ein Anreiz ist. Damit das Ganze noch mehr Spaß macht, treffen sich die Mitarbeiter der BKK advita seit April einmal wöchentlich, um sich mit Nordic-Walking fit zu halten.

„Dass so viele dieser Idee gefolgt sind, ist fantastisch“, konstatiert Norbert Pasternack, Vorstand der BKK advita. „Und wann hat man schon mal Gelegenheit, sich auch mal etwas ausführlicher unter Kollegen zu unterhalten und gleichzeitig dabei etwas für seine Gesundheit zu tun“?, so Pasternack weiter. Der Sport wirkt sich schon nach wenigen Trainingseinheiten positiv auf das Herz-Kreislauf-System, die Knochen, die Organe und sogar die Hormone aus.

Das passt ins Konzept der ersten umweltzertifizierten Krankenkasse, die als einzige Krankenkasse bundesweit auf eine Verbindung zwischen Umwelt und Gesundheit achtet und damit den Menschen mit einem weitreichenden Angebot an alternativen Heilmethoden als Ganzes in den Mittelpunkt stellt.

Von den Inhalten der einzigartigen, nachhaltigen Ausrichtung können sich Interessenten beim Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey am Stand der BKK advita mit der Standnummer 14 im Gesundheitsdorf informieren. Neben Geldgewinnen in Gesamtwert von 300 Euro gibt es auch einen Rauschbrillen-Parcours sowie ein Angebot für Kinder, die ihre selbst bepflanzten Kressetöpfe mit nach Hause nehmen können.

Über das Bild:
Aufgenommen vor der BKK advita Hauptverwaltung in Alzey, darunter der Vorstand Norbert Pasternack (5. Von links)
20150520_NordicWalkinggruppe_BKKadvita

Über die BKK advita
Die BKK advita ist die erste umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands. Im Fokus stehen die Verbindung zwischen Umwelt und Gesundheit sowie der Gedanke der Nachhaltigkeit. So werden schulmedizinische Leistungen durch eine Vielzahl natürlicher und auf Nachhaltigkeit ausgelegter Behandlungsangebote, wie beispielsweise Homöopathie, Osteopathie, Biofeedback oder Leistungen der Naturheilzahnkunde ergänzt. Langfristig angelegte Vorsorge- und Präventionsleistungen dienen dem persönlichen Gesundheitsmanagement der Versicherten. Werber können Ihre Prämie für Baumpatenschaften spenden und die Zusammenarbeit im Finanzsektor erfolgt mit nachhaltig orientierten Banken. Der Ökostrombezug sowie die Reduktion von Verbrauchsgütern runden die Klimaschutzaktivitäten ab. Jährlich schreibt die BKK advita für kleine und mittlere Unternehmen den alternativen Gesundheitspreis aus.

Der Sitz der BKK advita befindet sich in Mainz, die Hauptverwaltung befindet sich im rheinhessischen Alzey. Ursprünglich war sie eine Betriebskrankenkasse nur für die Mitarbeiter von drei Unternehmen (Schott AG, Carl Zeiss AG und KSB AG). Seit Ende 2010 ist die BKK advita nachhaltig ausgerichtet und bietet ihre Leistungen als geöffnete Krankenkasse bundesweit an. Weitere Informationen finden Sie unter www.bkk-advita.de.

Kontakt:
Dr. Gabriele Ackermann / Leiterin Kunden und Marketing
Mainzer Str. 5
55232 Alzey
T: 06731 9474-140
F: 06731 9474-190
Mobil: 0174 329 9658
E-Mail: gabriele.ackermann@bkk-advita.de




Mit Hochdruck zur Energiewende – Bürger finanzieren Effizienzmaßnahmen in oberbayrischer Traditionsdruckerei

Frankfurt am Main, 28. August 2014 – Die Traditionsdruckerei Kastner & Callwey Medien GmbH (KCM) in Forstinning bei München hat mit der Crowdfunding-Plattform bettervest.de ein Energieeffizienz-Projekt gestartet. Nach rund einem Monat ist bereits knapp die Hälfte der benötigten Summe von 385.150 Euro per Bürgerfinanzierung erreicht. Private Kleinanleger haben bislang 186.100 Euro für den Bau einer Photovoltaik-Anlage sowie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung auf dem Werksgelände investiert.

Teile der Photovoltaik-Anlage konnten bereits vor Abschluss der Finanzierung und vor der jüngsten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erfolgreich in Betrieb genommen werden. „Allein in den ersten neun Tagen konnten wir trotz Teilbetriebs der Anlage 13.200 kWh Energie selbst erzeugen, was einer Ersparnis von ca. 3.250 Litern Heizöl und rund 7,4 Tonnen CO2 entspricht“, erklärt KCM-Gesellschafter und Geschäftsführer Bernhard Schretzmaier. Der generierte Strom wird künftig zu 95 Prozent im Eigenverbrauch für die High-Tech-Druckmaschinen des Unternehmens verwendet, die durchgängig im Drei-Schicht-Betrieb produzieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierung sollen die kompletten Betriebsgebäude (Produktion, Büros, etc.) von hocheffizienten LED-Lampen beleuchtet werden, wodurch KCM weitere 110.000 kWh Energieverbrauch pro Jahr einsparen kann. Zusätzliche flankierende Effizienzmaßnahmen im Bereich der Heizungspumpen sind in Planung.
Das Modell der Crowdfunding-Finanzierung funktioniert so: An den resultierenden Energiekosteneinsparungen in Höhe von über 72.000 Euro pro Jahr wird KCM die beteiligten Bürgerinvestoren zukünftig über das Energiewende-Darlehen von bettervest teilhaben lassen. Dabei handelt es sich um ein qualifiziert nachrangiges Darlehen. Bei jährlicher Teilrückzahlung des investierten Kapitals sollen die Anleger so über sieben Jahre eine fixe Rendite von 7,4 Prozent erhalten. Diese wird aus den Energiekosteneinsparungen generiert. „Natürlich wäre auch eine Bankenfinanzierung infrage gekommen, aber ein so innovatives Konzept, bei dem Mitarbeiter, Kunden und Menschen aus dem Umfeld partizipieren können, passt einfach besser zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit“, betont KCM-Gesellschafter Thomas Heininger.
Bis spätestens zum 23. Oktober 2014 können sich interessierte Bürger noch an dem Projekt auf der Crowdfunding-Plattform bettervest.de beteiligen. „Wir freuen uns über den guten Start und gehen angesichts der bereits erreichten Investitionssumme von einem vorzeitigen Funding-Erfolg aus“, erklärt bettervest-Geschäftsführer Patrick Mijnals nach Ablauf des ersten Monats der dreimonatigen Finanzierungsphase.