Die neue Generation steckt voller Ideen! – ECOVIN.Jungwinzertagung geht in die 2. Runde

PRESSEMITTEILUNG

49 begeisterte Jungwinzerinnen und Jungwinzer auf der 2. ECOVIN.Jungwinzertagung auf der Schönburg in Oberwesel

49 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur 2.ECOVIN.Jungwinzertagung auf die Schönburg am Mittelrhein. Die Organisatoren knüpften mit einem spannenden Tagungsprogramm an den riesen Erfolg von 2015 an. In diesem Jahr trug die Tagung das Motto: *Wissen.Visionen.Wege*. Neues Wissen gewinnen und teilen. Visionen entwickeln und diskutieren. Andere Wege finden und gehen. Darum ging es an diesem Wochenende. Andere Wege wurden am Beispiel der Weinbereitung, im Weinbau oder bei der Vermarktung des Weines aufgezeigt.

Das beeindruckende Panorama der Burg Schönburg am Mittelrhein und die gute Gruppendynamik erleichterten die anregenden Diskussionen und die Entwicklung von neuen Visionen.

Charis Braun, von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, berichtete über das Konzept der solidarischen Landwirtschaft und die Möglichkeit der Umsetzung im Weinbau. Ronald Linder vom Weingut Linder sprach über die Integration von Tieren in einen Weinbaubetrieb. Die Chancen und Risiken von autochthonen Rebsorten brachte Andreas Jung vom Büro der Rebsortenkunde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern näher. Parallel dazu zeigten zwei Mitarbeiter der Firma Wilhelm Eder den Vorgang der Holzfassrekonditionierung. Am Samstagnachmittag berichtete Johannes Burkert von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau über Orange Wines und seine Erfahrungen mit dem Ausbau der maischevergorenen Weißweine. Bei einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema *Naturweine: was steckt wirklich dahinter, Nische für gelangweilte Weinfreaks oder echter Megatrend?*, konnten die Jungwinzerinnen und Jungwinzer gemeinsam mit Nico Espenschied | Weingut Espenhof, Rudolf Trossen | Ökoweingut Trossen, Surk-ki Schrade | La vincaillerie | sowie Benjamin Herzog und Dominik Vombach | Herzog & Vombach über das Thema diskutieren. Es folgte eine ausführliche Themenweinprobe zum Thema Naturweine. Dabei wurden die Weine kontrovers diskutiert.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Vermarktung von Wein und der Neugründung sowie dem Generationswechsel in der Weinbranche. Frank Kayser | Weingut Hirth, Timo Dienhart | Weingut Zur Römerkelter und die Gründer der Agentur Herzog&Vombach stellten in kurzen Erfahrungsberichten ihre Betriebe und Konzepte vor. In der anschließenden Diskussion *Wein vermarkten – brauchen wir andere Wege und echte Visionen* wurden Kommunikationswege wie Soziale Medien, die Homepage und Kundenmailings besprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Susanne Sommer von ECOVIN leitete die Diskussion. Den Abschluss der 2.ECOVIN Jungwinzertagung bildete Wolfgang Pfeifer von der Hochschule Geisenheim mit seinem Vortrag über Alternative Hölzer in der Weinbereitung.

Alles in Allem ziehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowie die Organisatoren ein positives Fazit der ECOVIN.Jungwinzertagung und alle sind sich einig, dass im nächsten Jahr eine Fortsetzung folgt.

Die Jungwinzertagung wurde gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft, BÖLN.

Die Meldung im pdf-Format und Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.

Susanne Sommer
Kommunikation und Projekte
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ECOVIN
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ECOVIN erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

PRESSEMITTEILUNG

Nürnberg, 10.02.2016. Das Projekt „Biologische Vielfalt im Ökologischen Weinbau“ von Global Nature Fund, Bodensee-Stiftung und dem Bundesverband für Ökologischen Weinbau ECOVIN e.V. wurde heute als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wurde von Nina Ruge, Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt und Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Umweltministerium Rheinland-Pfalz im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade auf der Biofach in Nürnberg übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Das Projekt untersucht mit einem Biodiversitäts-Check Auswirkungen des Weinbaus auf die biologische Vielfalt und liefert Winzern eine Systematik, positiv für die biologische Vielfalt zu arbeiten. Im Projekt wurden Bodenbearbeitung, Begrünung der Zeilen und ökologische Strukturen ebenso untersucht wie indirekte Auswirkungen durch den Ausbau in Holzfässern, Abfüllung in Flaschen, Verpackung, Verschluss und Versand. Mit diesem vorbildlichen Projekt wurden Grundlagen für ein gesteigertes Engagement für die biologisches Vielfalt in Deutschland erarbeitet. Winzer haben mit dem Maßnahmenplan die Möglichkeit selbst festzustellen was sie bereits umsetzen und sich ein eigenes Umsetzungsprogramm für die biologische Vielfalt im Betrieb zu erstellen. Das wertschätzt bisher Erreichtes und fördert die Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen. Außerdem erleichtert es den Winzern die Kommunikation, denn so wissen sie, was sie machen und können dies Kunden vermitteln. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. „Mit Hilfe des Biodiversitäts-Checks können Weinbauern erkennen, dass Lesesteinhaufen als Rückzugsraum für Tiere im Weinberg wichtig sind und dass auch Weinfässer aus nachhaltiger Forstwirtschaft die biologische Vielfalt unterstützen. Der Biodiversitäts-Check hilft Bio-Weinbauern selbstverantwortlich über geeignete Maßnahmen im Feld zu entscheiden“, hebt Nina Ruge, Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt hervor.

Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz betont, „Beim Klimawandel, der Boden- und Gewässerbelastung sowie dem Verlust an Biologischer Vielfalt nimmt die Landwirtschaft eine Schlüsselrolle ein. Hier greift das Biodiversitätsprogramm von ECOVIN aktiv positiv ein. Blühende Begrünungsbestände, Biotopvernetzung durch ökologischen Weinbau, Schaffung von Lebensraum für Kriechtiere, Vögel oder Insekten sind nur einige der Maßnahmen für mehr Biologische Vielfalt. Dafür hat ECOVIN die Auszeichnung hoch verdient erhalten“.

Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält ECOVIN stellvertretend für viele Biowinzer, die sich für die biologische Vielfalt einsetzen einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung „Biologische Vielfalt im Ökologischen Weinbau“ einen wertvollen Beitrag leistet.

Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite
unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden.

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, ihre Wechselwirkungen untereinander und zur Umwelt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Lebensräume. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen, die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet etwa halbjährlich über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und offiziell vorgestellt. Eine entsprechende Bewerbung als UN-Dekade-Projekt kann ausschließlich online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter http://www.undekade-biologischevielfalt.de eingereicht werden.

Ansprechpartner bei Fragen zum Projekt
Ralph Dejas (Geschäftsführer ECOVIN)
Telefon: 06133-1640
Telefax: 06133-1609
Email: r.dejas@ecovin.de
Internet: www.ecovin.de

Ansprechpartner bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt:
Arno Todt (Projektleitung)
Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt
nova-Institut GmbH
Industriestraße 300
50354 Hürth
Telefon: 02233-481452
geschaeftsstelle@undekade-biologischevielfalt.de
www.undekade-biologischevielfalt.de

Weitere Infos zu dem Wettbewerb zur UN-Dekade unter:
www.undekade-biologischevielfalt.de

ECOVIN Bundesverband ökologischer Weinbau
Der ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau wurde 1985 als größter Zusammenschluss ökologisch arbeitender Weingüter in Deutschland gegründet. Derzeit hat ECOVIN 235 Mitglieder aus 12 Anbaugebieten. Sie bewirtschaften 2.091 ha Rebfläche (Stand: Dezember 2015). Die Produkte der Mitglieder, die das Warenzeichen ECOVIN tragen, garantieren durch strenge, ständig aktualisierte und über die EU Vorgaben hinausgehende Verbandsrichtlinien, besondere Qualität und ökologische Konsequenz. Dies wird jedes Jahr von autorisierten Kontrollstellen geprüft und von ECOVIN zertifiziert. Sichtbares Zeichen für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die EG- Kontrollnummer und das ECOVIN Warenzeichen auf dem Etikett.
www.ecovin.de

Bodensee-Stiftung
Die Bodensee-Stiftung ist eine projektorientierte Naturschutzorganisation und setzt sich für nachhaltige Wirtschaftsweisen in der internationalen Bodenseeregion und darüber hinaus ein. Die aktuellen Handlungsfelder sind u.a. kommunales Nachhaltigkeitsmanagement, klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft, Bioenergie und regionaler Klimaschutz, Unternehmen und Biologische Vielfalt. Die Bodensee-Stiftung ist Partner der Europäischen Business and Biodiversity Kampagne. Internet: www.bodensee-stiftung.org/

Global Nature Fund
Der Global Nature Fund (GNF) wurde 1998 als internationale Stiftung für Umwelt und Natur gegründet. Schwerpunkte sind der Schutz der Wasserressourcen und speziell der Seen und Feuchtgebiete, die Förderung einer umweltfreundlichen und sozialverträglichen Entwicklung in Seenregionen, erneuerbare Energien, Schutz von Natur- und Kulturlandschaften sowie Unternehmen und Biologische Vielfalt. GNF ist Koordinator der Europäischen Business and Biodiversity Kampagne. Internet: www.globalnature.org.

Die Meldung im pdf-Format, sowie Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage
http://ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-erhält-auszeichnung-als-projekt-der-un-dekade-biologische-vielfalt

Kontakt

Susanne Sommer
Kommunikation und Projekte

Sie erreichen mich üblicherweise Mo.-Do. 8 – 16 Uhr & Fr. 8 – 14 Uhr

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ECOVIN erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

PRESSEMITTEILUNG

Das Biodiversitätsprogramm von ECOVIN wird im Rahmen der Biofach in Nürnberg als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.
Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement von ECOVIN und seinen Projektpartnern Global Nature Fund und Bodenseestiftung für mehr Artenvielfalt im ökologischen Weinbau gewürdigt.
Das Biodiversitätsprogramm beinhaltet über 80 kleine und große Maßnahmen, welche auf den Weingütern umgesetzt werden können, um die biologische Vielfalt zu steigern und die Betriebe in ihren Nachhaltigkeitsbemühungen weiter voran zu bringen.

Wir laden Sie ein zur Auszeichnung des Projekts

am Mittwoch, 10. Februar 2016,

um 14:00 Uhr

auf der BIOFACH in Nürnberg

Halle 7 à Erlebniswelt Wein

An diesem Tag wird dem Biodiversitätsprogramm von ECOVIN der Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ durch Nina Ruge (Botschafterin der UN Dekade Biologische Vielfalt)

und Dr. Thomas Griese (Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz) verliehen.

Ansprechpartner bei Fragen zum Projekt
Ralph Dejas (Geschäftsführer ECOVIN)
Telefon: 06133-1640
Telefax: 06133-1609
Email: r.dejas@ecovin.de
Internet: www.ecovin.de

Informationen zur UN-Dekade Biologische Vielfalt und dem Wettbewerb:

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Der Begriff „biologische Vielfalt“ bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Damit sind die Vielzahl aller Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb dieser Arten gemeint. Aber auch ihre verschiedenen Lebensräume und die komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Seit Jahrzehnten ist ein Rückgang dieser Vielfalt zu beobachten. Damit schwindet auch für uns Menschen die wertvolle Lebensgrundlage. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es daher, mehr Menschen für die Natur zu begeistern und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu motivieren. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte kann dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt vorgestellt. Neue Projekte sind eingeladen, sich noch bis zum Ende der Dekade im Jahr 2020 zu bewerben. Jeder, der sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzt, kann seine Bewerbung online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.undekade-biologischenvielfalt einreichen.

Die Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt hat seit Dezember 2014 seinen Sitz im nova-Institut, Hürth.

Ansprechpartner
bei der Geschäftsstelle
UN-Dekade Biologische Vielfalt:

Arno Todt (Projektleitung)
nova-Institut GmbH
Industriestraße 300
50354 Hürth
Telefon: 02233-481452
geschaeftsstelle@undekade-biologischevielfalt.de
www.undekade-biologischevielfalt.de




ECOVIN Einführungskurs Ökologischer Weinbau – mehr als eine Hilfe bei der Umstellung

PRESSEMITTEILUNG

Bad Münster am Stein, 29.01.2016. Der einwöchige Einführungskurs von ECOVIN fand in diesem Jahr vom 25. bis 29. Januar 2016 auf der Ebernburg in Bad Münster am Stein an der Nahe statt.

28 interessierte Winzerinnen und Winzer hörten zahlreiche aufschlussreiche Vorträge z.B. zu den Themen Ökosystem Weinberg und Boden bzw. Düngung im ökologischen Weinbau von Dr. Uwe Hofmann (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten | Mainz). Ausführlich und anschaulich informierte Frederik Heller (Berater Ökologischer Weinbau RLP im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück | Oppenheim) zum Thema Begrünung im ökologischen Weinbau. Ulrich Hamm (Fachgruppe Oenologie am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück) sprach über Besonderheiten der Öko-Weinbereitung und Andreas Hattemer vom Weingut Kronenhof ergänzte mit seinen praktischen Erfahrungen. Beate Fader (Beraterin Ökologischer Weinbau RLP im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück | Oppenheim) hielt zwei Vorträge zur Pflanzengesundheit im ökologischen Weinbau. Dr. Karl Josef Schirra (DLR Rheinpfalz | Neustadt, Fachgebiete: Phytomedizin, Entomologie im Weinbau) referierte in gewohnt kurzweiliger Form über tierische Schädlinge mit Schwerpunkt Kirschessigfliege. Christian Deppisch von der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim berichtete über die Unterstockbearbeitung in Flach- und Steillagen und diskutierte den Einsatz von Herbiziden im Weinbau aus verschiedenen Blickrichtungen. Viele Informationen über Richtlinien, Kontrolle und zu Deklarationsfragen bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Matthias Stein (Kontrollverein Ökologischer Landbau | Karlsruhe). Die Teilnehmenden erhielten außerdem eine Einführung in den biodynamischen Weinbau. Matthias Wolff (Berater beim Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg) überzeugte durch seine Einführung zum Thema. Dr. Jürgen Fritz (Universität Kassel | Witzenhausen) hielt einen Vortrag zum Thema *Bedeutung der Präparate und deren Einsatz in der Praxis*. Johanna Döring (Hochschule Geisenheim) berichtete über den Langzeitversuch INBIODYN der Hochschule Geisenheim.

Unter dem Titel *Neue Reben braucht das Land –Pilzwiderstandsfähige Rebsorten* erzählte Klaus Rummel – ECOVIN Winzer der ersten Stunde- lebhaft von seinen Erfahrungen mit PIWI Rebsorten. Von der Qualität der PIWI Weine konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Verkostung der Weine überzeugen.
Auch die Praxis kam in der Woche nicht zu Kurz. Der Besuch bei ECOVIN Winzer Georg Forster aus Rümmelsheim zeigte die praktische Umsetzung des ökologischen Weinbaus. Georg Forster vermittelte den ganzheitlichen Ansatz des Handelns in seinem Familienbetrieb. Im Rahmen des Besuches beim Weingut Forster referierte ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas über die Arbeit des ECOVIN Bundesverbandes und das Thema Nachhaltigkeit. Eine zweite Exkursion führte die Gruppe nach Volxheim zum ECOVIN Weingut Brühler Hof, welches bereits seit knapp 30 Jahren ökologisch bewirtschaftet wird. Hans-Peter und Sebastian Müller berichteten anschaulich von den Abläufen im Weingut und der Arbeit mit Freiwilligen des weltweiten Programms WWOOF. Einen Abschluss des Seminars bildete der Workshop an meist eigenen Betriebsbeispielen. Die Teilnehmenden ermittelten die Chancen die sich durch eine Umstellung ergeben und betrachten die hauptsächlichen Aspekte einer Umstellung.

Das Resümee des Einführungskurses fiel bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aus. Sie konnten mit vielen neuen Eindrücken, gefestigtem Wissen und vielen Tipps zu einer erfolgreichen Umstellung zurück in ihre Betriebe gehen.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Die Nachricht im pdf-Format und Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.

Veranstaltungen und Mitgliederservice
Sigrid Großmann

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ECOVIN mit 10 Weingütern auf der Biofach in Nürnberg

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 27.01.2016. ECOVIN präsentiert sich vom 10. -13. Februar 2016 wieder mit 10 Mitgliedsbetrieben auf der Weltleitmesse für Biolebensmittel Biofach. Als Partner der Messe gestaltet ECOVIN das Veranstaltungsprogramm innerhalb der *Erlebniswelt Wein* mit.

Mehr als 2.000 Aussteller zeigen vom 10.-13. Februar 2016 auf der BioFach in Nürnberg ihre Produkte. ECOVIN ist seit mehr als 25 Jahren mit dabei. In diesem Jahr freut sich der ökologische Weinbauverband wieder mit 10 ECOVIN Betrieben auf der Sonderfläche der Biofach vertreten zu sein. In der *Erlebniswelt Wein* in Halle 7 präsentieren sich insgesamt über 40 nationale und internationale Weingüter, zudem findet an allen Tagen ein spannendes Programm rund um Wein statt. Der Besucher kann sich hier über aktuelle Themen der Weinbranche informieren. Trends im Bioweinmarkt, die Zertifizierung von Gastronomie und Fachhandel sowie Einsatz sozialer Medien in der Weinbranche sind nur einige Vorträge, die stattfinden werden. Von Donnerstag bis Samstag können am Nachmittag die Gewinnerweine des Mundus Vini Biofach verkostet werden. Einen genauen zeitlichen Ablauf finden Sie kurz vor der Biofach auf unserer Homepage und natürlich vor Ort auf der Messe.

Folgende ECOVIN Weingüter sind in Halle 7 rund um den ECOVIN Stand 731 vertreten:
Bioweingut Franz Braun | Ransbach
Ökologisches Weingut Wedekind | Nierstein
Weingut Castel Peter | Bad Dürkheim
Ökologisches Weingut Schäfer-Heinrich | Heilbronn
Weingut Glöckner | Bretzenheim
Weingut Halter | Neckarsulm
Weingut Eugen Schönhals | Biebelnheim
Weingut Zähringer | Heitersheim
Weingut Forster | Rümmelsheim
Weingut Weinreuter | Leingarten

Die Meldung im pdf-Format sowie Bilder finden Sie auf unserer Homepage.
http://www.ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-mit-10-weingütern-auf-der-biofach-nürnberg

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ECOVIN erhält Nachhaltigkeitspreis für Biodiversitätsprogramm

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 18.01.2016. ECOVIN Biodiversitätsprogramm- ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt wird vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, dem Verein ehemaliger Rheinhessischer Fachschüler Oppenheim und Rheinhessenwein e.V. mit dem Preis für Nachhaltigkeit 2016 ausgezeichnet. Der Wettbewerb um den Preis für Nachhaltigkeit steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Ulrike Höfken. Preisverleihung im Rahmen der Eröffnung der Agrartage am 20.Januar 2016 in Nieder-Olm.

In der offenen Kategorie wurde von der Jury das Biodiversitätsprogramm ausgewählt, das von ECOVIN zusammen mit der Bodenseestiftung und dem Global Nature Fund entwickelt wurde. Das Biodiversitätsprogramm wird allen interessierten Betrieben zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt. Es untersucht den Einfluss der verschiedenen Unternehmensbereiche Management, Anbau und Produktion im Weinberg, Kellerwirtschaft, Einkauf, Verkauf, Transport und Kommunikation / Marketing im Hinblick auf Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, eines der zentralen Themen im Kontext des nachhaltigen Wirtschaftens. Das ECOVIN Biodiversitätsprogramm beinhaltet über 80 kleine und große Maßnahmen, für die je ein konkretes Ziel sowie ein Indikator / eine Kennzahl definiert wurde. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine Wertschätzung unserer Bemühungen für einen nachhaltigen, ökologischen Weinbau in den letzten 30 Jahren”, sagt ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas über den Preis.
Bislang haben rund 40 Betriebe am Biodiversitätsprogramm teilgenommen und erarbeiten Schritt für Schritt die Teilbereiche des umfangreichen Checks. Das Biodiversitätsprogramm steht allen Weinbaubetrieben zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung, so dass jeder schrittweise einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten kann.

„Wir sind stolz mit diesem Programm nun auch einen Zugang für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) zum Thema Biologische Vielfalt gefunden zu haben“ betont Dr. Thomas Schaefer, Leiter Naturschutz beim GNF. „Konkret, praxisnah, pragmatisch – eine solche Lösung biete sich bei vielen anderen Branchen an, deren Betriebe traditionell KMU sind“.
„Landwirtschaftliche Betriebe sind für Maßnahmen zur Förderung der Biologischen Vielfalt prädestiniert – das ergibt sich schon aus dem großen Flächenbedarf“ erläutert Dr. Kerstin Fröhle, Projektleiterin bei der Bodensee Stiftung.

Der Preis für Nachhaltigkeit 2016 wurde zum fünften Mal in Folge ausgeschrieben. Die Intention dieses Wettbewerbs ist es, Produkte, Systeme und Dienstleistungen auszuzeichnen, die das nachhaltige Wirtschaften für Unternehmen der Weinwirtschaft fördern. Die Jury bewertet dabei sowohl Kriterien der ökologischen und sozialen Verträglichkeit, als auch ökonomische Aspekte. Der Wettbewerb ist eine Initiative des Vereins Ehemaliger Oppenheimer Fachschüler (VEO) und dem DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück als Veranstalter der Agrartage in Nieder-Olm zusammen mit Rheinhessenwein e.V.
Die Jury, die über die eingereichten Bewerbungen entscheidet, setzt sich zusammen aus WissenschaftlerInnen, BeraterInnenn und PraktikerInnen und prüft die Bewerbungen auf die Anforderungen in den Nachhaltigkeitsbereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie, aber auch auf Praxistauglichkeit.

Die Meldung im pdf-Format sowie Bilder finden Sie auf unserer Homepage.
www.ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-erhält-nachhaltigkeitspreis-für-biodiversitätsprogramm

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Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz für Lotte Pfeffer-Müller

PRESSEMITTEILUNG

Die ECOVIN Winzerin und ehemalige Vorstandsvorsitzende Lotte Pfeffer-Müller erhielt am Mittwoch 2.Dezember 2015 in Mainz den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Feierliche Ehrung durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Oppenheim, 07.12.2015. Die höchste rheinland-pfälzische Auszeichnung ist der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer verlieh ihn auch in diesem Jahr an Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz, die Außergewöhnliches und Überdurchschnittliches für das Land geleistet haben.

Lotte Pfeffer-Müller wurde für Ihr Engagement im ökologischen Weinbau ausgezeichnet. Sie führt gemeinsam mit Ihrem Mann Hans Müller das Weingut Brüder Dr. Becker in Ludwigshöhe. Das Weingut ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau ECOVIN im Jahr 1985 und gehört zu den Pionieren des biologischen Weinbaus. Zudem ist das Weingut Brüder Dr. Becker Mitglied im VDP.Die Prädikatsweingüter und im Demeter Verband. Von 1993 bis 1995 war Lotte Pfeffer-Müller Vorstandssprecherin im ECOVIN Bundesvorstand, von 2008 bis 2015 bekleidete sie das Amt der Vorstandsvorsitzenden. In dieser Funktion war sie aktiv im Vorstand des Deutschen Weinbauverbands und im erweiterten Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (B.Ö.L.W.). Seit 1989 ist sie Mitglied im Kuratorium bzw. Stiftungsrat der Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL).

Lotte Pfeffer-Müllers’ unermüdlicher Einsatz für die Bedürfnisse der ökologisch wirtschaftenden Winzerinnen und Winzer trug maßgeblich dazu bei, dass die Branche entscheidend nach vorne gebracht wurde. Sie setzte sich besonders stark auf europäischer Ebene für die Belange der Biowinzerinnen und -winzer in Deutschland ein und brachte ihre Expertise in die Diskussion um die Verarbeitungsrichtlinien mit ein.

Die Verleihung des Verdienstordens deckt die gesamte Bandbreite gesellschaftlichen Engagements ab und umfasst alle Bevölkerungskreise. Insbesondere sollen Leistungen derjenigen gewürdigt werden, die sich im Stillen und ohne öffentliches Aufsehen engagieren. Die Zahl der Ordensträger ist auf 800 begrenzt. Der Präsident des Landes sowie Mitglieder der Landesregierung können die Ordensträger vorschlagen.

Lesen Sie auch die offizielle Pressemitteilung des Landes Rheinland-Pfalz.

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Bioland, Demeter und ECOVIN mit gemeinsamer „Organic Lounge“ auf der ProWein 2016

PRESSEMITTEILUNG

Mainz, Darmstadt, Oppenheim, 13.11.2015. Der ökologische Weinbau wächst nicht nur in der Fläche, er wächst auch zusammen.

Auf der internationalen Fachmesse ProWein von 13. bis 15. März 2016 in Düsseldorf wird es erstmals eine gemeinsame „Organic Lounge“ von Bioland, Demeter und ECOVIN geben. Auf 88 m² Standfläche präsentieren sich die drei führenden Verbände für ökologischen Weinbau mit ihren Mitgliedern dem Fachpublikum. Für das Catering am Stand sorgt Karsten Bessai mit seiner „organic kitchen“. Neben hochkarätigen Bio-Weinen, leckerem Bio-Essen und spannendem fachlichen Austausch wird es auch Vorträge zu biologisch-organischem und biologisch-dynamischem Weinbau geben. Gleichsam hat sich prominente Unterstützung aus der Food Szene angekündigt, seien Sie gespannt.

„Wir sehen die Stärke des ökologischen Weinbaus auch in einer guten Zusammenarbeit der betreffenden Bioverbände und freuen uns über die gemeinsame Verbändefläche auf der führenden Weinmesse ProWein“, sagt Sigrid Großmann von ECOVIN. Nina Weis, Fachberaterin für Weinbau bei Demeter, ergänzt: „Alle unsere Winzer zeichnet eine gewisse Kompromisslosigkeit aus und der unbedingte Wille, über das Hinschauen, die Achtsamkeit gegenüber natürlichen Prozessen, Sorgfalt, Erfahrung und Geduld außergewöhnliche Weine zu erzeugen. Ihnen wollen wir mit der „Organic Lounge“ ein Gesicht in Halle 13 geben.“ „Ökologischer Weinbau und Spitzenweine gehören längst zusammen“, weiß Veronica Ullrich, Fachberaterin für Weinbau bei Bioland. „Das gilt verbandsübergreifend, was wir mit der „Organic Lounge“ sehr schön demonstrieren können.“

Weitere Informationen zu den Verbänden finden Sie unter:
www.bioland.de
www.demeter.de
www.ecovin.de

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Weinjahr 2015: Bioreben trotzen den Wetterextremen im Land

PRESSEMITTEILUNG

Hohe Mostgewichte, überwiegend gesunde und kleinbeerige Trauben. Hitzewelle im Sommer lässt kaum Pilzerkrankungen und andere Schädlinge aufkommen. Ökologisch bewirtschaftete Weinberge kommen sehr gut mit Trockenheit zurecht. Trend zu früheren und kürzeren Weinlese bestätigt sich auch im Jahr 2015.

„Im Gegensatz zur Lese 2014 habe ich bis jetzt nur zufriedene und vor allem entspannte ECOVIN Winzerinnen und Winzer gesprochen, obwohl dieses Jahr manche Dinge doch etwas anders waren, als in den Jahren zuvor.“ so beschreibt Andreas Hattemer, ECOVIN Vorstandsvorsitzender, die Gemütslage seiner ECOVIN Kolleginnen und Kollegen.
Ende April startete der Austrieb in den meisten deutschen Anbaugebieten, nur wenige Tage früher als der Durchschnitt der letzten Jahre. Genug Regen im Winter sorgte für einen guten Wasservorrat für die neue Vegetationsperiode. In den meisten Lagen begann die Rebblüte früher als üblich. Die warme Witterung sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Blüte.
Anders war in diesem Jahr sicherlich der Sommer. Im letzten Jahr hatten die ECOVIN Mitglieder mit viel Regen, der Kirschessigfliege und Fäulnis zu kämpfen. Dieses Jahr war es ein Jahrhundertsommer mit so wenig Niederschlag wie lange nicht mehr.
Bereits im Frühsommer hatten manche Junganlagen in den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten mit Trockenheit zu kämpfen. Im Juli und August wurden nicht selten Temperaturen über 35°C erreicht. Teilweise fiel über Wochen kein Regen. Vielerorts wurde es nötig vor allem die jungen Anlagen zu bewässern. Ökologisch bewirtschaftete Weinberge, ältere tiefwurzelnde Reben und spätreife Rebsorten sind die Gewinner des Jahrgangs 2015. Sie konnten mit der tropischen Hitze und den warmen Sommernächten gut umgehen. Die Wärme war jedoch auch sehr positiv, zum einen für einen guten Reifeverlauf der Trauben, den Zuckergehalt der Trauben und zum anderen hatten so die meisten Rebkrankheiten und Parasiten keinen Nährboden.
Bereits Anfang September ernteten die ersten ECOVIN Betriebe die Trauben für den Sektgrundwein. Anders war in diesem Jahr teilweise die Reihenfolge der Lese bei den Rebsorten. So ernteten die Württemberger ihre Lemberger-Trauben teilweise vor dem Riesling. Auch der Spätburgunder wurde an der Ahr teilweise früher gelesen als das Wort „Spät-„ in seinem Namen vermuten lässt.
Etwas niedriger ist in diesem Jahr wiederrum die Erntemenge und auch die Säurewerte der meisten Trauben lagen niedriger als der Durchschnitt.

Kurze Mitteilungen aus den einzelnen Regionen:

Ahr
Die frühen Sorten, wie Frühburgunder und Müller-Thurgau, wurden in den ersten Septemberwochen geerntet. Die Hauptlese startete bei den ECOVIN Winzerinnen und Winzern von der Ahr Mitte September. Bis Ende Juli war das Weinjahr 2015 eher unproblematisch. Große Regenmengen im August und September drohten die Traubengesundheit und den Reifeverlauf zu beeinträchtigen. Jedoch schadete der Regen den Trauben kaum, die Quantität und vor allem die Qualität sind 2015 sehr gut. „Insgesamt sehe ich das Weinjahr 2015 als unkompliziert an. Es macht jetzt schon Spaß durch den Keller zu gehen und die ersten vergorenen Weine zu probieren. Der Jahrgang 2015 wird von sich reden machen“ so resümiert ECOVIN Regionalgruppenvorsitzender Christoph Bäcker. „Die Jungweine zeigen viel Frucht, eine harmonische Säure und kräftige Farbe beim Rotwein“, resümiert er zufrieden.

Baden
Die meisten ECOVIN Winzerinnen und Winzer ernteten die ersten Trauben bereits Anfang September, ungefähr zehn Tage früher als im Vorjahr. Die ECOVIN Winzerinnen und Winzer in Baden erlebten, wie in vielen anderen Anbaugebieten, einen außergewöhnlichen Sommer. „Die Hitze und die Trockenheit haben unseren Reben fast nirgendwo geschadet“, erklärt Paulin Köpfer von ECOVIN Baden die Situation bei den ökologisch wirtschaftenden Winzern. Die anhaltend gute Wetterlage hat dazu geführt, dass die Reben in ihrem Entwicklungsstand durchschnittlich zwei Wochen früher waren als in den vergangenen Jahren. Die geringen Reifeunterschiede zwischen den einzelnen Rebsorten hatte eine zügige und dicht aufeinanderfolgende Lese der verschiedenen Rebsorten zur Folge. Im September erlebten die ECOVIN Winzerinnen und Winzer mit Sonne, Wind und kühlen Temperaturen fast Wunschbedingungen für ihre Trauben. „Das könnte in diesem Jahr ganz große Weine geben“, resümiert ECOVIN Winzer Johannes Hügle.

Franken
Die Weinlese 2015 begann wie in den meisten anderen Anbaugebieten Mitte September und zog sich bis in den frühen Oktober. Diese Zeit war durch sehr gutes sonniges Wetter mit günstigen Temperaturen geprägt. Die geernteten Trauben waren im Allgemeinen sehr gesund, die Beerenhäute zeigten kaum Risse und waren somit nicht anfällig für Fäulnis.
Die Voraussetzung für die gesunden Trauben haben wir durch eine luftige Laubwand geschaffen. Insgesamt sind wir mit der Ernte 2015 sehr zufrieden. Die Mostgewichte lagen zwischen 95 -124° Oechsle“, resümiert Anton Hell, von ECOVIN in Franken, das Weinjahr. Zufrieden fügt er hinzu: “Unsere Kunden können sich auf sehr gute gehaltvolle Weine mit mineralischem Charakter und wundervoller Aromatik freuen.“

Mosel
ECOVIN Winzerinnen und Winzer an der Mosel erlebten diesen Sommer auch eine extreme Trockensituation bis Anfang September die ersten ergiebigen Niederschläge fielen. In der Folge platzten einzelne Beeren auf und Fäulnis breitete sich mehr oder minder aus, besonders kompakte, gut verblühte Trauben waren betroffen. Es deutete auf eine Wiederholung der 2014er Ernte hin, die besonders von Fäulnis betroffen war.
Hochdruckwetter mit kühleren Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit sorgte jedoch dafür, dass diese Fäulnis sauber eintrocknete, ohne dass weitere Schadpilze zum Zuge kamen. Positiv resümiert ECOVIN Winzer Harald Steffens das Ende der Weinlese 2015 an der Mosel: „Die Qualitätsentwicklung ist als überaus positiv zu sehen. Das Wetter im Oktober war sehr gut, die gemeldeten Nachtfröste sind ausgeblieben. Es werden sehr hohe Weinqualitäten erwartet“.

Nahe
„Die Weinlese 2015 war für uns ECOVIN Winzerinnen und Winzer mit mehr Zeit für wohlüberlegte Schritte verbunden. Wir konnten die Trauben ernten, wenn sie für uns die optimale Reife erreicht hatten“, erklärt Sebastian Müller von ECOVIN Nahe. Er beurteilt die Trockenheit im Sommer als positiv für die Traubengesundheit und die physiologische Reife der Trauben. Die Mostgewichte an der Nahe waren in diesem Jahr sehr gut. Zum Beispiel konnte Sebastian Müller seinen Spätburgunder mit 95° Oechsle ernten. Der Müller-Thurgau lag mit 80°Oechsle in einem sehr guten Durchschnitt. Von einfachen Qualitäten bis hin zu Auslesen und Trockenbeerenauslesen war 2015 an der Nahe alles möglich. “ Wir erwarten schöne, leichte, fruchtige Weißweine und eher schwere Rotweine. 2015 ist ein Jahrgang, der sich sehen lassen kann“, sagt Sebastian Müller.

Pfalz
Mit allen Wetterlagen von Sonne über Regen bis hin zu sehr kalten Temperaturen hatten es die Winzerinnen und Winzer diesen Herbst in der Pfalz zu tun. So war die Weinlese 2015 vergleichsweise kurz und intensiv. Die Hitze im Sommer machte den meisten ökologisch bewirtschafteten Weinbergen wenige Probleme.“ Die ökologisch bewirtschafteten Weinberge können mit diesen extremen Temperaturen gut umgehen. Der höhere Humusanteil im Boden hilft die Feuchtigkeit im Boden zu halten“, erzählt Christine Bernhard, ECOVIN Regionalgruppenvorsitzende aus der Pfalz. Das Jahr 2015 machte es den ECOVIN Winzerinnen und Winzern möglich ein breites Spektrum an Qualitäten in die Weingüter zu bringen. Von der Basis bis hin zu Beerenauslese und Trockenbeerenauslese war alles dabei.“ Die Jungweine präsentieren bereits jetzt eine seidige, abgepufferte Säure und eine tolle Fruchtaromatik“, so beschreibt Christine Bernhard die ersten Kostproben des neuen Jahrgangs.

Rheinhessen
„Nach einem sehr hektischen Jahr 2014 hatten wir wieder mehr Entspannung im Jahr 2015“, stellt Erik Riffel, von ECOVIN Rheinhessen am Ende der Lese zufrieden fest. Mitte September führte die Regenmenge von teilweise 30 l/m bei den ECOVIN Winzerinnen und Winzern zu Befürchtungen, dass die Weinlese gleich zu Beginn hektisch und problematisch wird. Ein kühler Nordwind führte dazu, dass die Reben schnell wieder abtrockneten und an den aufgeplatzen Beeren war keine schnelle Fäule zu befürchten. Die Traubenreife verlief dann bei sonnigem kühlem Wetter weiter auf Hochtouren, so dass Reife und Mostgewichte in Rheinhessen überdurchschnittlich hoch waren. Erik Riffel erntete seine goldgelben, hochreifen Rieslingtrauben mit 90 -95° Oechsle und auch die Säure war mit Werten zwischen 7-8,5 g/l perfekt. In Rheinhessen konnten die Winzerinnen und Winzer in diesem Jahr sogar die eine oder andere Beerenauslese und Trockenbeerenauslese in den Keller bringen.“ Auf diese Spezialitäten können sich die Kunden besonders freuen. Auch die anderen Weine werden super aromatisch, wunderschön harmonisch und ausgereift sein“, prophezeit Erik Riffel.

Rheingau
Im Rheingau begann die Hauptlese teilweise erst Anfang Oktober. Dies liegt unter anderem am Sortenspiegel des hessischen Anbaugebietes, hier wird vorwiegend der spätreifende Riesling angebaut. Die Diva unter den Rebsorten präsentiert sich im Jahr 2015 im Rheingau bester Gesundheit, was den ECOVIN Winzerinnen und Winzer möglich macht, sogar auf einen Eiswein zu hoffen. Im Vergleich zum Jahrgang 2014 sind die Qualitäten 2015 sehr gut. Wobei die Quantität durch den Wassermangel in den Sommermonaten etwas niedriger ausfällt als im Durchschnitt. “Im Juni zur Rebblüte hatten wir eine optimale Witterung, dies war die Grundlage für einen guten Jahrgang 2015. Am Ende betrachte ich den Vegetationsverlauf als unproblematisch und entspannt. Die Weine des Jahrgangs 2015 sind sehr vielversprechend für uns Winzer und natürlich am meisten für unsere Kunden“, sagt Michael Albrecht, ECOVIN Regionalgruppensprecher aus dem Rheingau.

Württemberg
Die meisten ECOVIN Winzerinnen und Winzer haben die Weinlese 2015 um den 16. Oktober 2015 beendet. Es war ein spannendes Jahr mit idealen Wachstumsphasen, die sich mit niederschlagsarmen Perioden abwechselten. Während in den Jungfeldern eine Bewässerung erforderlich war, kamen die älteren Weinberge mit der Trockenheit gut zurecht.
Pilzkrankheiten traten bei guter Laubarbeit und angepasstem Pflanzenschutz kaum auf.
Eine geringe Population der Kirschessigfliege fand sich Anfang Oktober vereinzelt in Trollinger- und Lemberger-Trauben. Wegen den hohen Temperaturen im Sommer und der recht frühen Reife sind die Württemberger Wengerter dem Insekt mit der zügigen Lese wohl zuvorgekommen.
Die Jungweine des Jahrgangs 2015 präsentieren sich sehr gut. Insbesondere die ersten durchgegorenen Weine aus Frühsorten wie Solaris, Müller-Thurgau und Frühburgunder zeigen tolle Frucht und eine angenehme Fülle.
„Der Ertrag ist, wenn man die trockenstehenden Weinberge im Sommer gesehen hat, zufriedenstellend. Wir, in Württemberg, freuen uns auf einen guten Jahrgang 2015, “ sagt Reinhard Schäfer, von ECOVIN Württemberg.

Die Meldung im pdf-Format sowie Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.
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Susanne Sommer
Kommunikation und Projekte

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*Öko.logisch schlemmen*- Kochkunst trifft Weingenuss

PRESSEMITTEILUNG

ECOVIN mit Genussmenü *4 Gänge – 8 Weine* am 24. Oktober 2015 in der Hansestadt Hamburg, moderiert von der Önologin Dagmar Ehrlich.
Die Gäste des Abends waren beeindruckt von der Diversität der präsentierten ECOVIN Weine und deren Harmonie mit den Speisen, serviert vom Restaurant Nil.

Am Abend des 24. Oktober 2015 verwandelte sich das Kochstudio des Restaurant Nil in Hamburg St. Pauli in eine Genusshochburg. 24 Weininteressierte hatten die Gelegenheit neun ausgewählte ECOVIN Weine zu einem korrespondierenden Menü zu verkosten.
„Mit solchen besonderen Genussmenüs, die in diesem Jahr bereits in Berlin und Stuttgart stattfanden, wollen wir nicht nur Weingenießern den ökologischen Weinbau erklären, sondern die Weine vor allem schmeckbar machen“, erklärte ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas.

Weinexpertin Dagmar Ehrlich führte professionell durch den Abend. „Es war schon lange überfällig, dass ECOVIN nach Hamburg kommt“, kommentierte Dagmar Ehrlich. Wichtig war ihr den Gästen zu erklären, welchen Beitrag ökologischer Weinbau im Hinblick auf Umweltschutz, Erhaltung eines gesunden Bodens und Biodiversität leistet. Zum anderen sprach Dagmar Ehrlich sehr bildhaft von der perfekten Kombination der ECOVIN Weine mit den gereichten Speisen.
Zum Empfang gab es einen Weißburgunder Sekt vom Weingut Dr. Frey von der Saar und einen Sauvignon Blanc vom Weingut Wick in der Pfalz.
Zu den weiteren Gängen wurden jeweils zwei Weine gereicht, von den Weingütern Kirchengut Wolf | Mosel, Schaffner | Baden, Hirschhof | Rheinhessen, Rummel | Pfalz, Mohr-Gutting | Pfalz, Zähringer | Baden, Brüder Dr. Becker | Rheinhessen.
„Wir hatten den Eindruck, dass wir die Gäste aus Hamburg für ökologisch erzeugte Weine richtig begeistern konnten. Deshalb freuen wir uns sehr über den Erfolg und die Resonanz in Hamburg“, meinte Ralph Dejas am Ende des Abends.

Im Jahr 2016 sind weitere Genussmenüs geplant, Termine und Locations werden wir rechtzeitig bekanntgeben.

Die Veranstaltungsreihe *Ökologisch schulen* ist ein Projekt von ECOVIN und wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, aufgrund eines Beschlusses des Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Die Meldung im pdf-Format sowie Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.

Susanne Sommer
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