G7 muss Klarheit schaffen beim Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas sowie schnellem Ausbau der Erneuerbaren Energien

Vor G7-Treffen der Energie-, Umwelt- und Klimaminister:innen: Germanwatch fordert Einigung auf konkrete Ziele bei Dekarbonisierung und deutlich mehr Investitionen in Erneuerbare Energien

Bonn/Berlin (24. Mai 2022). Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch fordert von den von morgen bis Freitag tagenden Energie-, Umwelt- und Klimaminister:innen der G7 ein klares Bekenntnis zur Dekarbonisierung der Stromsysteme, mehr Energieeffizienz und eine massive Beschleunigung beim Ausbau der Erneuerbaren Energien – auch als Antwort auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. „Klimaschutz ist eng verwoben mit Sicherheitspolitik. Die Antwort auf den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine darf nicht allein lauten ‚schneller raus aus Russlands fossilen Energien‘. Sie muss lauten ‚viel schneller raus aus fossilen Energien insgesamt‘“, sagt Lutz Weischer, Leiter der Berliner Büros von Germanwatch.

Der jüngste Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC zeigt, dass allein die bereits bestehenden und aktuell geplanten Projekte für fossile Brennstoffe viel zu hohe Emissionen freisetzen würden, um das 1,5 Grad-Limit noch einzuhalten. „Das bedeutet: Die aktuelle zusätzliche Nachfrage nach fossilen Energien aus nicht-russischen Quellen darf auf keinen Fall dazu führen, dass jetzt dauerhaft fossile Infrastruktur aus- oder neu aufgebaut wird“, betont David Ryfisch, Leiter des Teams Internationale Klimapolitik bei Germanwatch.

Konkret müssten sich die G7-Staaten insbesondere auf drei Ziele einigen: Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030, Ausstieg auch aus Öl und Gas im Stromsektor bis 2035 und Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bis 2035. „Das Erreichen dieser Ziele ist eine zentrale Messlatte, an der wir den Erfolg der deutschen G7-Präsidentschaft messen werden. Wir wissen, dass dies mit Blick auf einige G7-Staaten sehr viel Verhandlungsgeschick erfordert. Aber dies ist die große Aufgabe, vor der nun insbesondere Klimaschutzminister Habeck und Umweltministerin Lemke sowie am Ende natürlich auch Bundeskanzler Scholz stehen“, so Ryfisch.

Gas-Pläne im Senegal: Bundesregierung handelt gegen eigene Zusage

Fossile Subventionen sind ein weiterer Verhandlungsknackpunkt. „Steuergelder, die in fossile Energien fließen, konterkarieren alle Anstrengungen das 1,5 Grad-Limit einzuhalten. Deswegen müssen die G7 endlich Fortschritte beim Abbau von fossilen Subventionen machen. Das bereits vereinbarte Ziel ist, diese bis 2025 abgebaut zu haben. Wir erwarten dieses Jahr ein Bekenntnis zu gemeinsamer Inventur und jährlicher Berichterstattung“, sagt Alexandra Goritz, Referentin für G7, Klimaschutz und Finanzierung.

Öffentliche Investitionen in fossile Energien im Ausland müssen bereits dieses Jahr beendet werden. Deutschland hat sich auf der letzten Klimakonferenz dazu verpflichtet. „Nun aber Erdgas im Senegal zu fördern, wie es die Bundesregierung plant, wäre das genaue Gegenteil. Öffentliche Mittel werden stattdessen dringend benötigt, um Investitionen in Billionenhöhe zu mobilisieren, die die Lücke zum 1,5-Grad-Pfad schließen können. Allein bis 2030 ist ein siebenfacher Anstieg der Investitionen für Erneuerbare Energien notwendig“, so Goritz weiter. Nachdem sich die Entwicklungsminister:innen letzte Woche nicht dazu bekannt haben, müssten die Klimaminister:innen das diese Woche unbedingt nachholen.

Hinweis für Redaktionen: Germanwatch beobachtet intensiv die G7 unter deutscher Präsidentschaft und wird auch beim Gipfel Ende Juni vor Ort sein.

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Osterpaket: Befreiungsschlag für Erneuerbare Energien – doch für echten Klima-Aufbruch müssen noch Schritte folgen

Germanwatch sieht gute Basis für deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren – doch umfassendes Paket im Mai und Sommer muss noch Hürden beseitigen und Problemsektoren Gebäude und Verkehr angehen

Berlin (06. April 2022). Als Befreiungsschlag für die Erneuerbaren Energien bewertet Germanwatch das heute vorgestellte Osterpaket der Bundesregierung – schränkt aber ein, dass für einen echten Klima-Aufbruch noch weitere Schritte folgen müssen. Dies betrifft insbesondere die Energieeffizienz und das Energiesparen. „Das Osterpaket ist trotz einiger Schwächen ein Befreiungsschlag, um das Tempo für den Ausbau Erneuerbarer Energien massiv zu erhöhen“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. „Für das gleichzeitige Erreichen der Ziele beim Klimaschutz und beim schnelleren Ausstieg aus der Gas-Abhängigkeit von Russland und anderen autoritär geführten Staaten benötigen wir allerdings einen ähnlichen Durchbruch bei Energiesparen und Energieeffizienz.“

Germanwatch begrüßt, dass mit dem Osterpaket die Treibhausgasneutralität stärker Eingang in die Stromnetzplanung findet und das deutsche Stromsystem bis 2030 auf 80 bzw. bis 2035 auf fast 100 Prozent Erneuerbare Energien umgestellt wird. Bals: „Die Klimaziele müssen jedoch auch bei der Gasnetzplanung berücksichtigt werden. Das ist derzeit noch nicht gesetzlich geregelt. Für einen noch schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien sind außerdem weitere Maßnahmen wie eine Solardachpflicht für alle geeigneten Gebäude und eine Regelung für Energy Sharing notwendig. Nicht zuletzt gilt es, den Ausbau der Windenergie auf See mit einem naturschutzfachlichen Monitoring zu begleiten, um bei Bedarf den Ausbau anzupassen.“ Überdies sollte die Planung sowie die Anbindung von Windparks auf See künftig stärker europäisch geplant werden. „Ergänzt werden muss das Paket noch um eine klare und ambitionierte europäische Einbettung“, so Bals. „Die Umsetzung des derzeit verhandelten Fit-For-55-Pakets der EU bietet dazu die Gelegenheit.“

Um Deutschland mit dem notwendigen Dreiklang – Energie und Rohstoffe sparen, Effizienz, Erneuerbare – auf einen Kurs zu einem 1,5 Grad-Pfad zu bringen, sollte die Bundesregierung jetzt mit einem umfangreichen Paket – zum großen Teil schon im Mai – nachlegen. „Im Folgepaket müssen für die Problemsektoren Gebäude und Verkehr stringente Klimaschutzinstrumente gesetzlich fixiert werden und die letzten Hürden für den Erneuerbaren-Turbo aus dem Weg geräumt werden. „Energieverbrauch reduzieren und auf Erneuerbare umstellen“ lautet auch hier die Devise. Im Verkehrsbereich bedeutet dies vor allem eine massive Verlagerung von PKW-Verkehr und Kurzstreckenflügen auf die Schiene. Bei Gebäuden sollte das Prinzip „Worst First“ gelten: Um eine beschleunigte Wärmewende weg von fossilen Brennstoffen zu organisieren, muss der älteste Gebäudebestand in Deutschland in Serie saniert und mit Wärmepumpen ausgestattet werden. Dafür brauchen wir auch eine konsequente Ausbildungs-Offensive im Handwerk“, betont Christoph Bals.

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Ist Energieautarkie heute noch utopisch oder das nächste Ziel?

Ist Energieautarkie heute noch utopisch oder das nächste Ziel?

Der Aspekt der Energieautarkie hat mein Interesse an diesem Projekt geweckt. Früher war es völlig utopisch und heute können wir, auch im Alltag, der Autarkie sehr nahe kommen. Heute werden immer mehr Plusenergiehäuser gebaut, die KfW fördert das Effizienzhaus 40 Plus und das Niedrigstenergiehaus wird in fünf Jahren zum europaweiten Standard erhoben. Doch völlig autark zu leben ist auch damit nur schwer vorstellbar.

Der Schritt zu einer vollständigen Autarkie ist ein großer Schritt von den vielleicht im Alltag erreichbaren 70 Prozent, doch er zeigt auch was machbar ist. Wir haben in diesem Bereich immer Vorreiter, heute ist es noch das Passivhaus, das Aktivhaus, Sonnenhaus oder das Plusenergiehaus. Morgen sind diese vielleicht schon der Standard. Kilian Rüfer hat die Argumente für und wider einer Energieautarkie in seinem Blog diskutiert. Beispiele für existierende energieautarke Häuser hat Patrick Jüttemann aufgezeigt, wie auch einkomplett autarkes System für Pflanzenanbau, Energie und Bewässerung.

Der Energiewagon soll eine autarke Energieversorgung für 4-5 Wohnwagons am Wildnis Kulturhof sicherstellen. Wie sollen diese Wohnwagons genutzt werden?

‚Wohnwagon‘ als Begriff kommt vom Wohnwagon – deshalb sagen wir Wohnwagen oder Tiny House. Der EnergieWAGON hat das ‚Wagon‘ hinten dran, weil er vom Wohnwagon entwickelt wird. Unser Wohnwagen (Wagen-Manufaktur aus Üttingen) und das geplante Tiny House inkl. der weiteren geplanten, autarken Einheiten sollen vielen Menschen zur Verfügung stehen.

Ein Energie-autarker Platz zur Selbstversorgung, als Lehrpfad ′WildnisKultur′ und als Bildungseinrichtung.

  • Wie lebt es sich auf begrenztem Raum mit bewusstem Energieverbrauch?
  • Muss das wirklich ′Verzicht′ bedeuten oder stellt es nicht auch eine gewisse Freiheit dar?
  • Bedeutet ′auszusteigen′ einen Verzicht von Genuss? Oder gewinnen wir durch bewusst nachhaltigen Umgang wieder Lebensqualität?
  • Wie schmecken Lebensmittel wirklich?
  • Wie kann ich mich auf kleinstem Raum selbst versorgen?

Bei uns findest du die Antworten auf viele Fragen und kannst es auch gleich ausprobieren!

In Anbetracht der derzeitigen Situation bzgl. Klimawandel, Umweltschäden und Verschmutzung, Monokulturen und landwirtschaftlichen Schäden müssen wir jetzt umkehren und ändern!

Bildungstourismus ist uns ein Anliegen – ganz viele Menschen aus der Stadt sind auf der Suche nach Ursprünglichkeit, Verbindung mit der Erde und der Natur. Das alles findet man am WildnisKulturHof. Hier kann man Selbstversorgung ausprobieren. Wir zeigen, wie es funktioniert, in ganz kleinen Schritten. Bei uns kannst du eine Auszeit nehmen, dich wieder rückbesinnen auf das Wesentliche. Du kannst Pflanzen entdecken, Gemüse anbauen und kosten und selbst kochen, Fische in unseren Rückhaltebecken beobachten, die Sonne genießen und das einfach gute Leben wieder entdecken.

Weiter lesen und noch mehr erfahren kannst du hier …




Energiegeschichten ergänzen Hängeseilbrücke

Pressemitteilung


• ABO Wind eröffnet Rundweg und Ausstellung im Mörsdorfer Heimatmuseum
• Einnahmen aus der Windkraft ermöglichen Hängeseilbrücke

(Mörsdorf/Wiesbaden, 3. Oktober 2015) Die Hunsrücker Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg weihen an diesem Wochenende die „Geierlay“ ein, die längste Hängeseilbrücke Deutschlands. ABO Wind trägt mit „Energiegeschichten“ zu dem touristischen Großprojekt bei: ein Rundweg mit Infoschildern zur Windkraft sowie eine Ausstellung im neu eröffneten Mörsdorfer Heimatmuseum. Beim Geierlay-Eröffnungsfest am 3. und 4. Oktober ist ABO Wind mit einer Spielstation für Kinder vertreten und informiert interessierte Besucher über die Windenergie.

Auf dem Fußweg von Mörsdorf zur Hängeseilbrücke bietet ein Lehrpfad Einblick in die Technik der Windkraftanlagen, die Energiewende sowie die Entstehung der örtlichen Windparks. Für Kinder erklärt die Figur Erni Wind auf einer Infotafel, wie aus Wind Strom entsteht. Im Heimatmuseum, das ABO Wind gemeinsam mit der Gemeinde neu gestaltet hat, erfahren Besucher vom Leben in Mörsdorf damals und heute. Die Ausstellung mit Haushaltsgeräten aus verschiedenen Jahrzehnten verdeutlicht, wie die Nutzung von Energie das Leben der Menschen von Grund auf veränderte.

Die Windenergie trägt nicht nur zur modernen und klimafreundlichen Stromversorgung der Region bei, sie war auch ein wichtiger Baustein bei der Verwirklichung der Hängeseilbrücke. Bürgermeister Marcus Kirchhoff erklärt: „Wir haben etwa fünf Jahre gebraucht, um das Projekt umzusetzen. Entscheidend war, dass die Gemeinde das Projekt mit den Einnahmen aus der Windkraft dauerhaft tragen kann. Kurz gesagt: Ohne Windkraft keine Brücke.“

Die letzten drei der insgesamt elf Windkraftanlagen des Typs Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 141 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern werden aktuell fertiggestellt und gehen im November 2015 in Betrieb. Dann werden die elf Anlagen im Durchschnitt jährlich 74 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen – so viel verbrauchen 62.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. Die Windparks reduzieren den Kohlendioxidausstoß um jährlich 56.000 Tonnen.

Vor Baubeginn beauftragte ABO Wind in beiden Windparks archäologische Grabungen, die eine Vielzahl an Fundstücken zu Tage förderten. In Mörsdorf Nord fanden die Archäologen beispielsweise Reste eines eisenzeitlichen Grabhügels und mehrere frührömische Grabgärten mit Urnen. In Mörsdorf Süd wurden ebenfalls Grabgärten mit Keramikgefäßen sowie Mühlsteinfragmente gefunden.

ABO Wind-Abteilungsleiter Dr. Thomas Treiling, zuständig für die Planung in Rheinland-Pfalz und im Saarland, erläutert das zusätzliche Engagement des Unternehmens in Mörsdorf: „Mit den Energiegeschichten bedanken wir uns für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mörsdorf. Besonders freut uns, dass die Einnahmen aus unseren Windparks Projekte wie die Hängeseilbrücke ermöglichen, da sie den Hunsrück als Tourismusregion stärken.“

Unter www.windpark-moersdorf.de informiert das Unternehmen über die Entstehung der Windparks und dokumentiert den Bau mit einer Bilderserie. Auch die ABO Wind-Energiegeschichten werden nach der Einweihung an diesem Wochenende auf der Internetseite vorgestellt.

Lena Fritsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

ABO Wind AG

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Tel: (0611) 267 65-617; Fax: -599
Mobil: 0152 567 11 617
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Vorstand Dr. Jochen Ahn, Matthias Bockholt, Andreas Höllinger
Aufsichtsratsvorsitzender RA Jörg Lukowsky
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Regierungspräsidium genehmigt Windpark Hofbieber Traisbach

• Bürgermeister Markus Röder begrüßt Entscheidung
• ABO Wind will drei Anlagen noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen
• Keine Beeinträchtigungen durch Schall und Schatten im Wohngebiet

(Hofbieber, 20. Februar 2015) Rund zwei Jahre nachdem der Projektentwickler ABO Wind die Errichtung eines Windparks im Wald nördlich des Hofbieberer Ortsteils Traisbach beantragt hatte, genehmigte das Regierungspräsidium Kassel nun den Bau und Betrieb dreier Anlagen. Insbesondere Anliegen des Naturschutzes zogen das Genehmigungsverfahren in die Länge. Wegen der in dem Gebiet lebenden geschützten Arten (unter anderem Schwarzstörche) können vier der zunächst sieben geplanten Windkraftanlagen nicht gebaut werden. Den Antrag für diese Anlagen hat ABO Wind zwischenzeitlich zurückgezogen.

„Wir freuen uns, dass nun zumindest drei Anlagen auf Flächen der Gemeinde errichtet werden können“, sagte Bürgermeister Markus Röder. Windkraft sei die Technologie der Stunde, um klimafreundlich und preisgünstig Strom zu erzeugen. Der Bürgermeister verweist beispielhaft auf einen Bericht der Deutschen Welle (http://bit.ly/1JeKrYX) über aktuelle Studien, die belegen, dass die Kosten für Strom aus neuen Kraftwerken auf Basis von Erdgas, Kohle oder Braunkohle deutlich höher sind als für Windstrom. „Kein Wunder, dass fast die Hälfte der im Vorjahr in Europa zugebauten Kraftwerke Windkraftwerke waren und ein weiteres knappes Drittel Photovoltaik“, berichtet der Bürgermeister. „Hofbieber setzt eine etablierte Technologie ein und befindet sich energiepolitisch in bester Gesellschaft.“ Erfreulich sei, dass gemeindeeigene Grundstücke genutzt würden. Dank der Einnahmen komme ein großer Teil der Wertschöpfung dem Gemeinwesen zu Gute.

Moritz Messerschmidt, Projektleiter bei ABO Wind, berichtete, dass mit den vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Windkraftanlagen nun kurzfristig begonnen werde. „Wir wollen noch in diesem Jahr die drei Anlagen des Typs Nordex N117 mit 2,4 Megawatt Leistung in Betrieb nehmen.“ Der Windpark wird jährlich rund 20 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Haushaltsverbrauch von mehr als 15.000 Menschen. Um jährlich 15.000 Tonnen Kohlendioxid entlastet der Windpark die Umwelt und leistet damit einen Beitrag zum globalen Klimaschutz. Zum Ortsteil Traisbach ist die nächstgelegene der drei Anlagen rund 1.300 Meter entfernt. Zwischen Dammersbach, einem Stadtteil von Hünfeld, und der nächsten Anlage liegen sogar 1.500 Meter. „Damit sind in den Wohngebieten keinerlei Belästigungen durch Schall oder Schattenwurf zu erwarten“, sagt Messerschmidt.

ABO Wind hat bereits mehr als 100 Windkraftanlagen in Waldgebieten errichtet (http://www.abo-wind.com/de/windenergie/referenzliste.html). „Wir werden auch in Hofbieber mit Sorgfalt und Sensibilität ans Werk gehen, um den Eingriff so gering wie möglich zu halten“, verspricht Planer Moritz Messerschmidt. Rund 15.000 Quadratmeter müssen dauerhaft gerodet werden. Das entspricht etwa zwei Fußballfeldern. Während der Betriebsdauer des Windparks freizuhalten sind neben den eigentlichen Standorten insbesondere Wege und Kranstellflächen. Schließlich müssen die Anlagen notfalls repariert werden können. Als Ausgleich für die Rodungen zahlt ABO Wind eine sogenannte Walderhaltungsabgabe, die eine ökologische Aufwertung an anderer Stelle ermöglicht, die den Eingriff mindestens kompensiert. Zudem ist sichergestellt, dass die Anlagen nach der Betriebszeit in voraussichtlich 25 Jahren vollständig abgebaut werden.

Alexander Koffka
Mitglied der Geschäftsleitung
ABO Wind AG

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Projektleiter informiert Bürger über Windpark Uckley

Pressemitteilung

– 13 Anlagen der 5 Megawatt-Klasse bei Königs Wusterhausen geplant
– Park produziert genug Strom, um 80.000 Bürger zu Hause zu versorgen
– Waldflächen erfordern sensible Planung

(Königs-Wusterhausen, 18. Februar 2015) Bei zwei Bürgerversammlungen informiert ABO Wind in der kommenden Woche über die Planungen für den Windpark Uckley bei Königs Wusterhausen. ABO Wind hat beantragt, auf Waldflächen, die im Regionalplan als Eignungsgebiet für die Windkraftnutzung vorgesehen sind, 13 Anlagen des Typs Gamesa G132–5MW zu errichten. Der Genehmigungsantrag sowie die dazugehörigen Unterlagen werden vom 18. Februar bis zum 17. März öffentlich ausgelegt – unter anderem im Bürgerservice der Stadt Königs Wusterhausen. Am Dienstag, 24. Februar, um 18.30 Uhr in Wernsdorf (Gaststätte Zur Linde, Dorfstraße 45) sowie am Dienstag, 3. März, um 18.30 Uhr voraussichtlich in der Turnhalle Zernsdorf (Alte Trift 3) stellt Projektleiter Zacharias Hahn die Planungen interessierten Bürgern vor und beantwortet Fragen.

Den Ertragsprognosen zufolge wird der Windpark jährlich mehr als 100 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Das entspricht dem Haushaltsbedarf von mehr als 80.000 Bürgern. Gegenüber der konventionellen Stromerzeugung erspart der Windpark der Umwelt die Emission von jährlich gut 75.000 Tonnen Kohlendioxid und trägt damit wesentlich zum Klimaschutz bei.
Der Windpark ist auf Waldflächen geplant, die an das geschützte Müggelspree-Löcknitzer Wald- und Seengebiet angrenzen. „ABO Wind hat bundesweit bereits rund 100 Windkraftanlagen in Wäldern gebaut“, berichtet Projektleiter Hahn. Dabei sei eine besonders sensible Planung und Bauausführung gefragt. „Unsere Erfahrung hilft uns, den Eingriff in das Ökosystem Wald so weit wie möglich zu minimieren.“ Mit einem hydrologischen Gutachten hat ABO Wind im Vorfeld zudem untersuchen lassen, wie sich der Windpark auf den Wasserhaushalt in dem Areal auswirken wird. „Die Gutachten haben ergeben, dass kein messbarer Einfluss auf die Grundwasserneubildung zu erwarten ist“, berichtet Hahn. Auch die Auswirkungen auf die Anwohner sind gering. Die zum Windpark nächstgelegene Siedlung Uckley ist mehr als 1.000 Meter entfernt, so dass Schall und Schattenwurf keine Probleme bereiten werden.

Pressekontakt

Alexander Koffka
Mitglied der Geschäftsleitung
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ABO Invest bleibt auf Wachstumspfad

· Kapitalerhöhung bringt gut 7,5 Millionen Euro in die Kasse
· Neue Aktien für 1,37 Euro knapp über Börsenkurs platziert
· Marktkapitalisierung überschreitet erstmals 50 Millionen Euro

(Wiesbaden, 19. November 2014) ABO Invest hat 5,5 Millionen neue Aktien zum Preis von 1,37 Euro emittiert und damit die Liquidität des Unternehmens um gut 7,5 Millionen Euro erhöht. Die Kosten der prospektfreien Platzierung unterschreiten 0,1 Prozent des Emissionsvolumens. Der Ausgabepreis der neuen Aktien lag geringfügig oberhalb des aktuellen Börsenkurses. Die Hauptversammlung hatte eine ordentliche Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts um bis zu 20 Millionen Euro beschlossen, die bis Ende Februar 2015 in Etappen umgesetzt werden kann.

Mit der bereits im Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung steigt die Zahl der ausgegebenen ABO Invest-Aktien auf 37,5 Millionen. Beim aktuellen Börsenkurs von rund 1,37 Euro überschreitet die Marktkapitalisierung des Unternehmens nun erstmals die Schwelle von 50 Millionen Euro. Im August 2011, als der Handel der Aktie im Freiverkehr der Börse Düsseldorf begann, hatte das Unternehmen einen Marktwert von gut 10 Millionen Euro. Ein stetig steigender Kurs und regelmäßige Kapitalerhöhungen haben zu einer Verfünffachung der Marktkapitalisierung binnen drei Jahren geführt.

„ABO Invest befindet sich aktuell in aussichtsreichen Verhandlungen über den Ankauf eines Windparks in Deutschland“, erläutert Vorstand Dr. Jochen Ahn den Bedarf für die jüngste Kapitalerhöhung. „Die Emission versetzt uns in die Lage, eine sich bietende Gelegenheit kurzfristig zu nutzen.“ Zudem sind weitere Zahlungen für den bereits gesicherten und im Bau befindlichen Windpark Haapajärvi zu leisten, das erste finnische Projekt der ABO Invest.

Aktuell besitzt ABO Invest 54 Windenergieanlagen und eine Biogasanlage mit 112,2 Megawatt Leistung.

Alexander Koffka
ABO Invest AG

Die Bürgerwindaktie

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Energiegründern ein Gesicht geben – das neue RKW-Projekt „Energiegründer“

Pressemitteilung
Eschborn, 25. September 2014

Energiegründern ein Gesicht geben – das neue RKW-Projekt
„Energiegründer“

Das RKW Kompetenzzentrum startet ab September 2014 ein neues Projekt zur Förderung der Gründerkultur in Deutschland. Das Projekt „Energiegründer“ macht mit der Website www.energiegruender.de auf Gründungen im Energiesektor aufmerksam. Ziel des Projekts ist es, ein stärkeres Bewusstsein für Energiegründer zu schaffen und die Gründeraktivitäten nachhaltig zu steigern. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Viele Energiegründer in Deutschland sind sehr erfolgreich – doch ihre Geschichten weitgehend unbekannt. Dabei gründeten nach einer vom ZEW im Frühjahr 2014 veröffentlichten Studie in den Jahren 2009 bis 2011 jährlich rund 3.000 Unternehmen alleine im Marktsektor „eEnergie-Erzeugung“. Von 2000 bis 2012 hat sich der Bestand an Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien insgesamt von rund 26.000 auf ca. 60.000 mehr als verdoppelt. Die fehlende Wahrnehmung über Energiegründer hat zur Folge, dass viele potenzielle Gründer nicht wissen, dass sie im Bereich Energieerzeugung gute Karrierechancen haben. Das liegt daran, dass der Begriff „Energiegründer“ noch nicht weit genug verbreitet ist und die Gründer vorwiegend im Hintergrund arbeiten.

Um zukünftig Gründer für den Energiesektor zu begeistern, möchte das RKW Kompetenzzentrum die Energiegründer und ihre Innovationen als Vorbilder darstellen. Dabei stehen vor allem die persönlichen Geschichten und Visionen der Gründer im Vordergrund. Diese persönliche Darstellung zeigt nicht nur, was Energiegründer machen, sondern auch,
wer dahinter steckt – sie bekommen ein Gesicht.

Die Website www.energiegruender.de ist in zwei Bereiche unterteilt: Zum einen werden die einzelnen Energiegründer wöchentlich vorgestellt. Im Laufe des Projektes entsteht so eine umfassende Sammlung von und mit Energiegründern. Zum anderen gibt es einen Blog zur Vernetzung der Akteure untereinander. Dieser informiert über aktuelle Themen aus der Energiegründerszene und liefert Informationen sowie Fortschreibungen über die Lebenszyklen der Gründungen. Im weiteren Verlauf des Projektes sind verschiedene Veranstaltungen und im Herbst 2015 ein Wettbewerb zwischen den teilnehmenden Energiegründern geplant.

Die Energiegründungen umfassen unter anderem Unternehmensgründungen, Spin-Offs von Universitäten oder die Etablierung von Vereinen, die mit ihren innovativen Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Anmeldungen erfolgen unter energiegruender@rkw.de

Mitmachen darf jeder, dessen Projekt oder Idee bereits heute in ökologischer Dimension etwas verbessert oder verändert, die Vernetzung und den Wissenstransfer zum Thema Energie unterstützt oder den Dialog über Lösungen im Energiebereich fördert. Im Energiesektor werden die Bereiche Energieversorgung, Gasversorgung, Kälte- und Wärmeversorgung sowie Dienstleistungen und Investitionsgüterproduktion erfasst. Die Energiewende lässt sich jedoch nicht ausschließlich auf den Energiesektor reduzieren, sondern zusätzlich leisten Unternehmen aus einem breiten Spektrum an Sektoren und Wirtschaftszweigen Beiträge zur Energiewende.

Das Projekt Energiegründer wurde in enger Zusammenarbeit mit dem BMWi und in Abstimmung mit Partnern geplant und umgesetzt. Mit Borderstep, Bettervest und Climate-KIC Centre Hessen konnten bereits wichtige Partner für die Entwicklung der Online-Plattform gewonnen werden.

Über das RKW Kompetenzzentrum:
Das RKW Kompetenzzentrum unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zu halten. In der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden praxisnahe Empfehlungen und Lösungen zu den Themen Fachkräftesicherung, Innovation und Gründung entwickelt. Das RKW Kompetenzzentrum ist eine bundesweit aktive, gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e. V.

Pressekontakt:
Bruno Pusch
Kommunikation
RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
Tel: +49 6196 495-2818
presse@rkw.de

Fachkontakt:
Alexandra Koch
Projektleiterin
RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
Tel: +49 6196 495-3241
energiegruender@rkw.de




Mit Hochdruck zur Energiewende – Bürger finanzieren Effizienzmaßnahmen in oberbayrischer Traditionsdruckerei

Frankfurt am Main, 28. August 2014 – Die Traditionsdruckerei Kastner & Callwey Medien GmbH (KCM) in Forstinning bei München hat mit der Crowdfunding-Plattform bettervest.de ein Energieeffizienz-Projekt gestartet. Nach rund einem Monat ist bereits knapp die Hälfte der benötigten Summe von 385.150 Euro per Bürgerfinanzierung erreicht. Private Kleinanleger haben bislang 186.100 Euro für den Bau einer Photovoltaik-Anlage sowie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung auf dem Werksgelände investiert.

Teile der Photovoltaik-Anlage konnten bereits vor Abschluss der Finanzierung und vor der jüngsten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erfolgreich in Betrieb genommen werden. „Allein in den ersten neun Tagen konnten wir trotz Teilbetriebs der Anlage 13.200 kWh Energie selbst erzeugen, was einer Ersparnis von ca. 3.250 Litern Heizöl und rund 7,4 Tonnen CO2 entspricht“, erklärt KCM-Gesellschafter und Geschäftsführer Bernhard Schretzmaier. Der generierte Strom wird künftig zu 95 Prozent im Eigenverbrauch für die High-Tech-Druckmaschinen des Unternehmens verwendet, die durchgängig im Drei-Schicht-Betrieb produzieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierung sollen die kompletten Betriebsgebäude (Produktion, Büros, etc.) von hocheffizienten LED-Lampen beleuchtet werden, wodurch KCM weitere 110.000 kWh Energieverbrauch pro Jahr einsparen kann. Zusätzliche flankierende Effizienzmaßnahmen im Bereich der Heizungspumpen sind in Planung.
Das Modell der Crowdfunding-Finanzierung funktioniert so: An den resultierenden Energiekosteneinsparungen in Höhe von über 72.000 Euro pro Jahr wird KCM die beteiligten Bürgerinvestoren zukünftig über das Energiewende-Darlehen von bettervest teilhaben lassen. Dabei handelt es sich um ein qualifiziert nachrangiges Darlehen. Bei jährlicher Teilrückzahlung des investierten Kapitals sollen die Anleger so über sieben Jahre eine fixe Rendite von 7,4 Prozent erhalten. Diese wird aus den Energiekosteneinsparungen generiert. „Natürlich wäre auch eine Bankenfinanzierung infrage gekommen, aber ein so innovatives Konzept, bei dem Mitarbeiter, Kunden und Menschen aus dem Umfeld partizipieren können, passt einfach besser zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit“, betont KCM-Gesellschafter Thomas Heininger.
Bis spätestens zum 23. Oktober 2014 können sich interessierte Bürger noch an dem Projekt auf der Crowdfunding-Plattform bettervest.de beteiligen. „Wir freuen uns über den guten Start und gehen angesichts der bereits erreichten Investitionssumme von einem vorzeitigen Funding-Erfolg aus“, erklärt bettervest-Geschäftsführer Patrick Mijnals nach Ablauf des ersten Monats der dreimonatigen Finanzierungsphase.