Nur wenige Ökostromlabels garantieren sehr guten Ökostrom

ÖKO-TEST bewertet Tarifeigenschaften von Ökostromprodukten mit Grüner Strom-Label durchweg mit ‚sehr gut‘ / Weitere unabhängige Tests bestätigen die Qualitätsansprüche des Gütesiegels Grüner Strom

Bonn, 13. Oktober 2016. Gütesiegel versprechen Orientierung beim Einkauf. Verbraucher mit hohen Ansprüchen, zum Beispiel an die ökologische Qualität, sollen glaubwürdige Produkte leichter erkennen. Doch längst nicht jedes Label erfüllt diesen Anspruch. Das Magazin ÖKO-TEST hat im aktuellen ‚Spezial Umwelt und Energie‘ das Grüner Strom-Label wiederholt als einen der wenigen Nachweise für sehr gute Ökostromtarife akzeptiert.

ÖKO-TEST reiht sich ein in eine Liste von unabhängigen Marktwächtern, die die hohen Qualitätskriterien des Ökostromlabels Grüner Strom bestätigen. So zum Beispiel die Verbraucherzentrale Niedersachsen, die in einem detaillierten Marktcheck zwölf Ökostromlabels untersuchte. Nur das Grüner Strom-Label erhielt die Bestnote sehr empfehlenswert. Oder die anerkannten Einkaufsratgeber Nachhaltiger Warenkorb und EcoTopTen, in deren Auswahl es nur sehr wenige Labels schaffen.

„Im Labelmarkt mangelt es oft schon an elementaren Grundlagen wie Transparenz und Unabhängigkeit eines Gütesiegels. Gesetzliche Mindestanforderungen gibt es nicht“, so Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Es ist deshalb gut, dass unabhängige Marktwächter die Spreu vom Weizen trennen.“

Bei ÖKO-TEST weicht das Gesamturteil einzelner Grüner Strom-zertifizierter Produkte von den ‚sehr gut‘ bewerteten Tarifeigenschaften ab. Grund dafür ist, dass in die Gesamtbewertung Kriterien eingeflossen sind, die nicht Gegenstand der Grüner Strom-Zertifizierung sind. Die Autoren weisen zudem darauf hin, dass es auch sehr gute Tarife gibt, die nur regional angeboten werden und nicht getestet werden konnten. Wer regionale Produkte unterstützen will, solle sich die Qualität ihrer Tarifeigenschaften zum Beispiel anhand des Labels Grüner Strom nachweisen lassen. Über eine PLZ-Produktsuche auf www.gruenerstrom.info finden interessierte Kunden alle Grüner Strom-zertifizierten Produkte, die an ihrem Wohnort verfügbar sind.

Der ÖKO-TEST-Bericht ist abrufbar unter www.oekotest.de.

Der Ökostrom-Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen ist verfügbar unter www.marktwaechter-energie.de/oekostrom-grosse-unterschiede-bei-labels.

Über den Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.

Ansprechpartner
Daniel Craffonara, 0228 9266713, d.craffonara@gruenerstromlabel.de




Innovationskonferenz in Düsseldorf: Fachleute und Praktiker diskutieren die Zukunft der Energiewende

Akteure aus verschiedenen Branchen tauschen sich zu innovativen Projekten zum Ausbau erneuerbarer Energien aus / Konferenzprogramm von Bürgerenergie bis Mieterstrommodell

Düsseldorf, 15. September 2016. Wie geht es weiter mit der Energiewende? Rund 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft suchen heute und morgen in Düsseldorf nach Antworten und tauschen sich zu neuen Ideen und Projekten der erneuerbaren Energien aus. Die 3. Innovationskonferenz ‚Energie Erneuerbar Gestalten‘ des Grüner Strom Label e.V. (GSL) findet in Kooperation mit der NATURSTROM AG und der EnergieAgentur.NRW statt. In diesem Jahr stehen die Themen Mieterstrommodelle, praxisnahe Netzintegration und Bürgerenergie im Mittelpunkt.

Bürgerenergiegenossenschaften müssen sich vielerorts neu aufstellen um weiterhin ein wichtiger Bestandteil der dezentralen Energiewende zu bleiben. Neue Geschäftsmodelle und Kooperationen werden hierzu bei der Innovationskonferenz vorgestellt.

In seiner Rede zum Thema Naturverträgliche Energiewende betonte Nordrhein-Westfalens Klima- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel: „Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir mehr erneuerbare Energien und nicht weniger. Bei notwendigen Eingriffen in Natur und Landschaft darf aber die biologische Vielfalt nicht gefährdet werden. Die verschiedenen Interessen müssen sauber abgewogen und im Dialog mit den Betroffenen entschieden werden. Wer gute Argumente hat, braucht die Debatte nicht zu scheuen.“

Die GSL-Vorsitzende Rosa Hemmers eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW und Oliver Hummel, Vorstand der NATURSTROM AG. Die drei Konferenzpartner waren sich einig, dass verschiedene Akteure miteinander kooperieren müssen, um die Energiewende als Gemeinschaftsprojekt von Bürgern, Energieversorgern, Unternehmen und Kommunen fortzuführen. Gerade vor dem Hintergrund der sich ändernden politischen Rahmenbedingungen sei dies wichtig.

NATURSTROM ist in diesem Jahr Gastgeber und treibt als bundesweiter Ökostromversorger seit Jahren den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv voran. „Die Innovationskonferenz greift Themen wie Bürgerenergie und Mieterstrom auf, die für den Erfolg der dezentralen, bürgernahen Energiewende wichtig sind. Wir sind daher sehr gerne Gastgeber der Konferenz und freuen uns auf bereichernde Gespräche und den Austausch mit anderen Akteuren der Energiewende“, so Oliver Hummel, Vorstand der NATURSTROM AG.

Pressefotos finden Sie auf www.gruenerstromlabel.de/presse/service-und-logo/.

Mehr zur Innovationskonferenz erfahren Sie auf www.innovationskonferenz.net.

Aktuelle Informationen erhalten Sie auf Twitter unter dem Hashtag #IVK2016.




Branchentag der Brandenburger Windenergie in Potsdam – Vereinbarung mit der Landesregierung gibt Antworten auf drängende Fragen zum Ausbau / Branche beschäftigt in Brandenburg 6.863 Mitarbeiter und erwirtschaftet 1 Mrd. Euro Umsatz

Pressemitteilung

Potsdam / Berlin, den 26. Mai 2016

Mit einer bundesweit wegweisenden Vereinbarung gehen die Landesregierung Brandenburgs und die regional tätigen Windenergie-Unternehmen einen gemeinsamen Schritt, um zentrale Fragen zum Ausbau der Windenergie zu beantworten. Eine aktuelle Studie von DIW Econ belegt, dass in Brandenburg 6.863 Erwerbstätige von der Windkraft leben und die Branche eine Wertschöpfung von mehr als einer Milliarde Euro erreicht. Die Windbranche wird mehr und mehr zum Stabilitätsanker der Brandenburger Wirtschaft.

Wenige Tage vor der mit Spannung erwarteten Abstimmung der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin zur Zukunft des Erneuerbaren Energien Gesetzes EEG, haben sich in Potsdam 340 Akteure zum ersten Windbranchentag Berlin-Brandenburg getroffen. „Aus der aktuellen politischen Gemengelage heraus droht die von der Gesellschaft gewünschte und getragene Energiewende abgebremst zu werden. Tausende zukunftsfähige Arbeitsplätze in Brandenburg stehen auf dem Spiel. Dabei braucht dieses Bundesland eine Kontinuität beim Umbau der Energieversorgung, um die energiepolitischen Ziele zu erreichen und die sozialen Auswirkungen durch die sinkende Bedeutung der Kohleverstromung zu kompensieren“, erklärte Jan Hinrich Glahr, Vizepräsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) und Landesvorsitzender des BWE in Brandenburg.

Auf dem Branchentag haben das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg (MWE) und der Landesverband des BWE eine wegweisende „Vereinbarung zur besseren Information und Transparenz beim Ausbau der Windenergie“ unterzeichnet. „Die Vereinbarung ist ein erster wichtiger, gemeinsamer Schritt, um zentrale Unsicherheiten und Fragen bei Bürgern und Politikern aufzunehmen und Lösungen anzubieten. Wir haben uns in der Vereinbarung selbst verpflichtet, mit einem Abstand von 1.000 Metern zur Wohnbebauung zu planen, wenn die Steuerungswirkung durch die Regionalplanung oder kommunale Bauleitplanung nicht gegeben ist“, erklärt Jan Hinrich Glahr.

Ebenso sollen Windparks nicht in Eichen- oder Buchenwäldern gebaut werden. Bei Planung, Bau und Betrieb der Anlagen sollen regionale Firmen profitieren und die Wertschöpfung vor Ort halten. Um den Informationsaustausch zu verbessern, wollen die Vorhabenträger freiwillig und vor der Genehmigung in den Dialog mit den Anwohnern geplanter Windparks treten.

Eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Econ bestätigt, dass sich die Windenergie für das Land auch wirtschaftlich lohnt. Laut DIW Econ hat die Windenergie in Brandenburg im Jahr 2014 eine Bruttowertschöpfung von gut einer Milliarde Euro (1.080 Millionen Euro) erzeugt. Durch Investitionen in neue WEA wurden 303 Millionen Euro an Bruttowertschöpfung generiert. „Das Land profitiert nicht nur von der Energieerzeugung aus Wind; die Windenergie sichert und schafft auch immer mehr Arbeitsplätze“, erläutert Glahr die Zahlen. Die Anzahl der Beschäftigten lag 2014 bei 6.863. Dabei werden die Stellen hier überwiegend beim Bau der Windräder geschaffen (4.741 Arbeitsplätze).

„Die Windenergie und die Energiewende werden so für Brandenburg immer stärker zu einer wirtschaft- und industriepolitischen Kraft und schaffen Arbeitsplätze. Unsere Branche wächst zu einem echten Stabilitätsanker der Brandenburger Wirtschaft heran“, so Glahr weiter.

Kontakt:

Jan Hinrich Glahr
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Landesverband Berlin-Brandenburg
Gregor-Mendel-Straße 36
14469 Potsdam

Tel: 0331 27342-884
Fax: 0331 27342-886
be-bb@bwe-regional.de
www.wind-energie.de

Ansprechpartner für die Presse:

Kai Weller
Mobil: 0176 245 690 84
weller@ahnenenkel.com
Agentur Ahnen&Enkel
www.ahnenenkel.com




Start der Crowdfunding-Kampagne „solarheld“ – Neuer Schwung für die Bürgerenergie

„Die Sonne scheint für jeden“ – doch nicht jeder kann sie nutzen. Speziell Mieter und Hausbewohner ohne
eigene Dachfläche haben bislang wenig Möglichkeiten von der Kraft der Sonne zu profitieren und sie zur
Stromerzeugung zu nutzen.
Für diese Bürger hat das Kölner Unternehmen Infinitum Energie GmbH eine kompakte Mini-Solaranlage
entwickelt, die den Wunsch nach solarer Selbstversorgung erfüllt. Das „solarheld“ getaufte Sonnenkraftwerk
produziert auf kleinem Raum sauberen und emissionsfreien Strom für den eigenen Haushalt.

Solarhelden erobern die Städte

Solaranlagen prägen zwar inzwischen große Teile der Landschaft zwischen Nordsee und Alpen. Aber eben
auch nur die Landschaft. Auf urbanem Raum in den Städten sind Häuserfassaden und Dächer nach wie vor
blank: die Sonne strahlt auf kahle Mauern und Garagen, auf Balkone und Dachterrassen. Das ist reichlich
Sonnenenergie, die ungenutzt verpufft. Dieses Potenzial können Bürger mit dem solarheld zur Energiegewinnung
nutzen und das Ende des fossil-nuklearen Zeitalters beschleunigen: „Wir wollen die Menschen
hierzulande wieder für die Energiewende begeistern und ihnen mit dem solarheld ermöglichen, aktiv zu
werden und sich direkt zu beteiligen. Ein solarheld allein stoppt noch keinen Kohlemeiler. Aber gemeinsam
mit der Crowd ist es möglich!“ beschreibt Alexander Knebel (Technik) seine Vision.
Auch Denis Bartelt, Gründer und Geschäftsführer der Plattform Startnext ist von der gemeinschaftlichen
Umsetzung der Idee per Crowdfunding überzeugt: „Der solarheld ermöglicht es allen Menschen den Strom
einfach selbst zu produzieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Hier ist es
nur konsequent, die Menschen auch bei der Finanzierung dieser Innovation auf Startnext einzubinden, um
die Idee gemeinsam möglich zu machen und die solarhelden in unsere Städte zu bringen.“

Strom kommt aus der Steckdose

Mit einer Crowdfunding-Kampagne möchte das Team auch zu einem bewussteren Umgang mit den vorhandenen
Ressourcen anregen: „Solange der Blick der Bevölkerung nur bis zur Steckdose reicht und nicht
darüber hinaus zur eigentlichen Stromquelle, wird sich im Verhalten kaum etwas ändern. In vielen Bereichen
des täglichen Konsums findet bereits ein Umdenken statt – z.B. der Trend zum Bezug regionaler
Lebensmittel, das Teilen privater Güter, oder der bewusste Verzicht auf das Auto. Der Strom kommt für die
meisten aber immer noch aus der Steckdose. Hier wollen wir aufklären“, erklärt Initiator der Kampagne,
Christoph Körner, die Mission der solarhelden. Der gesellschaftliche Trend zu mehr Nachhaltigkeit und
Eigenverantwortung dürfe am Energiesektor nicht vorbeigehen.

Der solarheld ermöglicht Bürgern den Einstieg in die Photovoltaik und damit eine Partizipation an der
Stromproduktion, die bisher überwiegend Großkonzernen vorbehalten war. Mit wenigen Handgriffen und
einer Investitionssumme von etwa 500 EUR kann jeder auf weniger als zwei sonnigen Quadratmetern
einen Teil seines Strombedarfs selbst herstellen. Die Technologie ist ausgereift und wirtschaftlich: bis zu
250 kWh im Jahr produzieren die hochwertigen Solarmodule im schwarzen Design je nach Standort und
Ausrichtung. Das entspricht der benötigten Strommenge für ca. 500 Waschgänge bei 40°. Während die
Strompreise für die Verbraucher weiter steigen, wandelt der solarheld noch mindestens 20 Jahre lang
kostenlose Sonnenenergie in sauberen Strom. Neben den Stromkosten spart der solarheld durch die Verdrängung
klimaschädlichen Kohlestroms jährlich auch bis zu 150Kg CO2 ein – so viel wie ein Kleinwagen
auf 1.000 gefahrenen Kilometern ausstößt.

Strom geht in die Steckdose

Was in vielen europäischen Ländern mittlerweile ganz selbstverständlich ist, wird in Deutschland von
Lobbyisten und Bedenkenträgern torpediert: PV-Kleinanlagen mit Steckdoseneinspeisung. Der einfache
Anschluss per Steckerkabel ist für den Verbraucher bei weitem die bequemste und kostengünstigste Installationslösung –
einigen Energieversorgern und Industrieverbänden allerdings ein Dorn im Auge. Auch
wenn Experten den Steckeranschluss bei Kleinanlagen als ungefährlich einstufen, muss die Installation
gemäß der Energieversorger durch einen konzessionierten Elektroinstallateur erfolgen. Bei den technischen
Anschlussbedingungen und Auflagen wird zudem nicht zwischen PV-Kleinanlagen und Großanlagen
unterschieden, d.h. auch die Mikro-Wechselrichtertechnik muss die Spezifikationen und Normen großer
PV-Anlagen erfüllen. Dies sind nur einige bürokratische und technische Hürden, die zu einer sogenannten
Guerilla-PV-Bewegung geführt haben.

Es geht los! Am 13.Mai 2016 auf der Crowdfunding Plattform startnext

Das Team benötigt zur Umsetzung seiner Idee, die Kleinstphotovoltaik in den Städten zu etablieren. eine
Fundingsumme von 100.000 Euro. Der Großteil dieser Summe wird dabei für die Beschaffung und Anpassung
der Komponenten an die technischen Auflagen in Deutschland benötigt. Unterstützer können sich ab
10,- EUR an der Kampagne beteiligen und dafür als „Dankeschön“ etwa Sticker und Samenbomben oder
auch den solarheld selbst für 495,- EUR erwerben. Beginnend vom 13.05. bis zum 27.06.2016 wirbt das
Team auf startnext.com/solarheld um Unterstützung und neuen Schwung für die Bürgerenergie.

Wer steckt dahinter?

Die Infinitum Energie GmbH steht seit 2008 für die Nutzung der unerschöpflichen Sonnenenergie. Basierend
auf fünf Jahren Erfahrung mit großen Photovoltaikanlagen bietet das Unternehmen seit 2012 kleine
Solaranlagen zum Selbstaufbau an.

Unter folgenden Links gelangen Sie zur Kampagne:
startnext.com/solarheld
solarheld.de

Frei verwendbares Pressematerial:
solarheld.de/presse

Ihr Ansprechpartner:
Daniel Wagner
Tel. 0221 / 99 55 96 90
E-Mail: daniel@solarheld.de




Deutscher Caritasverband und Grüner Strom Label starten Kooperation

Empfehlung für Caritas-Einrichtungen bei Ökostrom und Biogas auf Gütesiegel Grüner Strom und Grünes Gas zu achten

Berlin/Bonn, 25. April 2016. Der Deutsche Caritasverband e.V. und der Grüner Strom Label e.V. arbeiten ab sofort gemeinsam daran, in den Einrichtungen und Diensten der Caritas ein Bewusstsein für die Qualitätsunterschiede von Ökostrom- und Biogasprodukten zu schaffen. Beide Seiten unterzeichneten eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

„Kirchliche Einrichtungen sind wichtige Botschafter für eine nachhaltige Beschaffung. Zum einen können sie selbst große Mengen an Strom und Gas ökologisch beziehen, zum anderen nehmen sie für viele Menschen eine Vorbildfunktion ein“ so Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. (GSL). „Gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband wollen wir sie darüber informieren, woran sie glaubwürdige grüne Energieprodukte erkennen und dass sie mit ihrer Entscheidung nachweislich zu einer ökologischen Energieversorgung beitragen können.“

Im Rahmen der Kooperation empfiehlt der Deutsche Caritasverband seinen über 8.250 Rechtsträgern, bei der Wahl von Ökostrom- und Biogasprodukten auf die Gütesiegel Grüner Strom und Grünes Gas zu achten.

„Die Bewahrung der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen der katholischen Kirche und ihrer Caritas. Beim Thema Energie können Einrichtungen der Caritas durch gezielte Beschaffung einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit leisten“, betont Hans Jörg Millies, Finanz- und Personalvorstand des Deutschen Caritasverbandes.

Darüber hinaus soll ein Förderprogramm entwickelt werden, mit dem zertifizierte Energieanbieter und Caritasverbände auf lokaler Ebene gemeinsame Energiewendeprojekte umsetzen können.

Die Caritas bettet die Kooperation in ihr Projekt „Förderung der ökologische Nachhaltigkeit in Einrichtungen und Diensten der Caritas“ ein, in dessen Rahmen unter anderem in fünf Pilot-Standorten ein systematisches Umweltmanagement eingeführt wird.

 

Über den Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden. www.gruenerstromlabel.de

Über die Caritas in Deutschland
Der Deutsche Caritasverband  (DCV)  ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche. Rund 590.000 Menschen arbeiten in 24.248 Einrichtungen und Diensten. Zudem engagieren sich rund eine halbe Million Ehrenamtliche und Freiwillige. Der DCV wurde 1897 Köln gegründet. Die Zentrale des DCV  ist in Freiburg im Breisgau, die Hauptvertretungen in Berlin und Brüssel.  Der DCV  koordiniert die Verbandsarbeit sowie die politische Vertretung und engagiert sich für eine gerechte und solidarische Gesellschaft. www.caritas.de

Ansprechpartner
Christian Knops, Grüner Strom Label e.V., 0228 9266714, c.knops@gruenerstromlabel.de
Anke Becker, Deutscher Caritasverband e.V., 0761 200-324, anke.becker@caritas.de




Windbranche steht bereit, den Ausstieg aus der Kohle mitzugestalten

Pressemitteilung

Potsdam, 16.12.2015
Brandenburg darf sich durch ein Festhalten an der Braunkohle nicht zum Verlierer der globalen Energiewende machen. Durch die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris kommt der Abschied von der Braunkohle womöglich schneller als bisher gedacht.

Nach dem Klimagipfel in Paris fordert der Bundesverband WindEnergie die Brandenburger Landesregierung auf, sich schneller und besser auf den Ausstieg aus der Braunkohle-Wirtschaft vorzubereiten. „Durch die Beschlüsse der Weltgemeinschaft wird die globale Energiewende schneller kommen als gedacht. Für Vorreiter bei den Erneuerbaren werden sich hier Märkte beim Einsatz regenerativer Kraftwerke, Stromspeicher und intelligenter Stromnetze eröffnen. Das Land hat gute Ansätze, hier könnte tatsächlich ein Silicon Valley der globalen Energiewende entstehen“, so Jan Hinrich Glahr, Landesvorsitzender des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) in Berlin und Brandenburg.

„Die Brandenburger Windenergieunternehmen stehen bereit, diese Chance gemeinsam mit der Landesregierung zu nutzen und in den Wandel zu investieren“, so Glahr weiter. „Wir respektieren, dass der Ausstieg aus der Braunkohle dem Land und besonders der Region Lausitz schwerfällt. Mit dem Festhalten an der Braunkohle läuft das Land aber Gefahr, den Strukturwandel zu verschlafen. Wir müssen aufpassen, dass es Brandenburg nicht so geht wie den großen Energiekonzernen E.on, RWE, Vattenfall und Co.: Vor Jahren waren das wirtschaftliche und politische Riesen. Aber sie haben sich der Energiewende zu lange verweigert, sie finden sich heute in der Welt der Erneuerbaren kaum zurecht. Wenn Brandenburg nicht ebenso zu den Verlierern der globalen Energiewende gehören will, muss die Landesregierung jetzt konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Umbau der Energiestruktur setzen.“

Das betrifft technische Innovationen wie „virtuelle Kraftwerke“ oder die zunehmende Verschränkung der Stromwirtschaft mit der Mobilität etwa über Wasserstoffspeicher, die auch in Brandenburg entwickelt werden.

„Wir werden alles dafür tun, dass Brandenburg auch im Zeitalter nach der Kohleverstromung „Energieland“ bleibt. Die Branche der Erneuerbaren will Verantwortung übernehmen und durch Investitionen die sozialen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen des Strukturwandels auffangen. Wir sind überzeugt, dass in der Energiewende mehr Chancen als Risiken für Brandenburg stecken“, so Glahr.

Schon heute arbeiten in Brandenburg gut 6.700 Beschäftigte in der Windenergie. Die Branche erzielt in Brandenburg eine jährliche Wertschöpfung von rund 1 Milliarde Euro.

In der Anlage senden wir Ihnen unsere Pressemitteilung als PDF.

Kontakt:

Jan Hinrich Glahr
Landesvorstand BWE Berlin-Brandenburg
Gregor-Mendel-Str. 36-37
14469 Potsdam
Tel: 0331 27342-884
Mobil: 0179-4890713




ABO Wind steigert Jahresüberschuss um 30 Prozent

Pressemitteilung

· Rund 5,3 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet
· Gesamtleistung übersteigt erstmals 100-Millionen-Euro-Schwelle
· Finnland trägt als neuer Markt bereits zum guten Ergebnis bei
· Hohe Abschreibungen in Spanien und Schottland vorgenommen
· Gute Perspektiven für Energiewende und ABO Wind

(Wiesbaden, 22. Mai 2015) Der ABO Wind-Konzern hat 2014 einen erfreulichen Jahresüberschuss in Höhe von rund 5,3 Millionen Euro erzielt und damit das solide Ergebnis des Vorjahres (4 Millionen Euro) um 30 Prozent gesteigert. Die Gesamtleistung (Umsatz und Bestandsveränderung) stieg um 14 Prozent auf 107,6 Millionen Euro und übertraf erstmals die 100-Millionen-Euro-Schwelle.
ABO Wind entwickelt aktuell in sechs europäischen Ländern sowie in Südamerika Windparks. Knapp 64 Prozent des Umsatzes erlöste das Unternehmen 2014 im Heimatmarkt Deutschland. „Unser mit Abstand wichtigster Markt präsentierte sich wiederum turbulent“, fasst Vorstand Matthias Bockholt zusammen. Das vorgezogene Inkrafttreten des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. August 2014 beeinträchtigte die Wirtschaftlichkeit einiger im vierten Quartal in Betrieb genommener Windparks. „Das Ergebnis wäre sonst noch besser ausgefallen“, berichtet Bockholt. Erfreulich sei jedoch, dass das Gesetz einen stabilen Rahmen für den weiteren Ausbau der Windkraft in Deutschland schaffe. Ab 2017 soll die Vergütung für Windstrom in Deutschland dann mittels Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. „Wir sind zuversichtlich, dass die Bundesregierung die Regeln so gestalten wird, dass das neue Vergütungssystem den Erfolg der Energiewende nicht gefährdet“, sagt Bockholt.

1.000 Megawatt ans Netz gebracht – mehr als 300 feste Mitarbeiter
ABO Wind hat vor wenigen Monaten das tausendste Megawatt Windkraftleistung ans Netz gebracht und zählt damit zur Handvoll besonders erfahrener Projektentwickler in Deutschland. „Eine gute Marktposition, hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeiter sowie effiziente Unternehmensstrukturen sind gute Voraussetzungen, damit wir auch unter den Bedingungen des Ausschreibungssystems erfolgreich sein werden“, stellt Bockholt fest. Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter in der ABO Wind-Gruppe ist weiter gestiegen auf aktuell 305 (Vorjahr: 285). 219 Mitarbeiter sind in Deutschland tätig, 86 im Ausland. Die größten Standorte sind der Firmensitz in Wiesbaden sowie Heidesheim bei Mainz.

Geschäft in Frankreich ausgebaut
Gute Voraussetzungen sieht Bockholt auch in Frankreich, dem zweitwichtigsten Markt der ABO Wind-Gruppe. 29 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete das Unternehmen 2014 im westlichen Nachbarland, das die starke Abhängigkeit von der Atomkraft reduzieren möchte und daher den Ausbau der Windkraft forciert. Über die übliche Akquise neuer Flächen hinaus hat ABO Wind im vergangenen Jahr noch einige in Entwicklung befindliche Projekte von einem Wettbewerber übernommen, der sich aus Frankreich zurückgezogen hat. „Die Chancen stehen gut, dass Frankreich auch langfristig einen substantiellen Beitrag zu unserem unternehmerischen Erfolg leisten wird“, sagt Bockholt.

Erster finnischer Windpark ist bereits im Bau
Während ABO Wind sich in den vergangenen Jahren aus Bulgarien und Belgien zurückgezogen hat, trägt der Markteintritt in Finnland bereits erste Früchte. Anfang 2014 eröffnete ABO Wind ein Büro in Helsinki, in dem aktuell sechs Kollegen arbeiten. Der erste Windpark (Haapajärvi in der Landschaft Nordösterbotten) erhielt im vergangenen Sommer eine Genehmigung. Schon vor Beginn des langen finnischen Winters hat ABO Wind Wege, Kabeltrassen und Fundamente errichtet, so dass im August 2015 mit der Inbetriebnahme der zwei Anlagen mit jeweils 3,3 Megawatt Leistung zu rechnen ist. Zwischenzeitlich erwirkte die Tochtergesellschaft ABO Wind Oy bereits die nächste Baugenehmigung für ein 27,6 Megawatt-Projekt.

Abschreibungen reduzieren bilanzielle Risiken
Aus kaufmännischer Vorsicht hat ABO Wind hohe bilanzielle Abschreibungen vorgenommen. So wurden unter anderem Windkraftprojekte in Spanien wertberichtigt, deren Umsetzung unter den aktuellen Bedingungen unwahrscheinlich scheint. Die früher als erwartet in Kraft getretene EEG-Novelle führte zu Abschreibungsbedarf in Deutschland. Zudem hatten sich insbesondere in Schottland die wirtschaftlichen Bedingungen für einzelne in Planung befindliche Windparks negativ verändert. „Die vorgenommenen Abschreibungen reduzieren die Risiken in unserer Bilanz und tragen dazu bei, langfristig gute Ergebnisse zu erzielen“, erläutert Bockholt.
Der vollständige Geschäftsbericht steht im Internet zum Herunterladen zur Verfügung: http://www.abowind.com/de/unternehmen/geschaeftsberichte.html

Hauptversammlung auf 2. Juli terminiert
Die Hauptversammlung der ABO Wind AG findet am Donnerstag, 2. Juli, ab 16.30 Uhr im Museum Wiesbaden statt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, eine Dividende in Höhe von 0,22 Euro je Aktie auszuschütten – zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Grundlage des aktuellen Börsenkurses von rund 7 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von 3,1 Prozent. Die Tagesordnung und alle auszulegenden Unterlagen stehen im Internet zur Verfügung: www.abo-wind.de/hauptversammlung Aktionäre werden gebeten, sich über ihre depotführende Bank zur Hauptversammlung anzumelden.

ABO Wind arbeitet in vielfältiger Weise mit an der Energiewende
Das neue kleinere Geschäftsfeld Energie-Contracting sowie die Abteilung Zukunftsenergien mit Fokus auf Speicherprojekten sind für das Unternehmen wirtschaftlich weniger bedeutsam, stellen inhaltlich aber eine wichtige Ergänzung dar. „Wir wollen umfassend zum Erfolg der Energiewende beitragen“, sagt Bockholt. Dazu gehört für ABO Wind weiterhin auch die Biogasnutzung. Da der Entwicklung neuer Projekte mit der Novellierung des EEG die wirtschaftliche Grundlage entzogen worden ist, konzentriert ABO Wind sich nun darauf, in Betrieb befindliche Anlagen zu optimieren. „Angesichts der technischen Komplexität gibt es viele Möglichkeiten, das Fachwissen der Kollegen zu nutzen.“ Im letzten Quartal 2014 hat ABO Wind außerdem das Dienstleistungsangebot um Wartungen und Störfallservice für Windkraftanlagen erweitert. Bereits seit 2012 bietet das Unternehmen neben Betriebsführung mit Erfolg Serviceleistungen wie Sicherheitsprüfungen („BGV A3“), Triebstranginspektionen oder Getriebeservice an. Diese Angebote nutzen auch viele Kunden, die noch keinen Betriebsführungsvertrag mit ABO Wind geschlossen haben. Rund 4,6 Millionen Euro Umsatz erlösten die technischen Dienstleistungen im vergangenen Jahr. Deren Anteil am Konzernumsatz wuchs um zehn Prozent. Als von Herstellern unabhängiger und erfahrener Windkraftspezialist sieht sich ABO Wind in einer guten Position, weitere Marktanteile beim Service hinzuzugewinnen.
Auch beim Kerngeschäft der Windkraftprojektierung rechnet das Unternehmen für die nächsten Jahre mit weiterem Wachstum. ABO Wind hat im Jahr 2014 Flächen für neue Windparks mit einer Gesamtleistung von 830 Megawatt gesichert und damit die Voraussetzung für weitere erfolgreiche Jahre geschaffen. „Wir wollen vor allem mit unserem Kerngeschäft Windkraft an Land weiterhin daran mitwirken, die Energieversorgung zukunftsfähig zu machen“, betont Bockholt.

Alexander Koffka
Mitglied der Geschäftsleitung
ABO Wind AG

Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 267 65 – 515; Fax: -599
Mobil: +49 (0)151 – 148 693 68
alexander.koffka@abo-wind.de
www.abo-wind.de