GLS Treuhand erhält Qualitätssiegel für gute Treuhandsstiftungsverwaltung

+++ Pressemitteilung +++

GLS Treuhand erhält Qualitätssiegel für gute Treuhandsstiftungsverwaltung

Bochum, 01. April 2015. Die GLS Treuhand e.V. erhält erstmals das Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung. Ein vom Bundesverband Deutscher Stiftungen berufener Vergabeausschuss bescheinigt der GLS Treuhand damit die gute Qualität in der Verwaltung von Treuhandstiftungen. Ziel des im vergangenen Jahr neu installierten Siegels ist es, gute Treuhänder von Stiftungen herauszustellen und damit Stifterinnen und Stiftern eine Orientierung bei der Auswahl eines Treuhänders zu bieten. Insgesamt wurden in diesem Jahr fünf Organisationen mit dem Siegel ausgezeichnet.

Dr. Christian Sundermann, Geschäftsführender Direktor des Vergabeausschusses, gratuliert: „Professionalität, Transparenz und Integrität – all das zeichnet die Träger des Qualitätssiegels aus. Ich beglückwünsche die neuen Siegelträger. Sie konnten dem Vergabeausschuss ihre Kompetenz unter Beweis stellen. Ich wünsche mir, dass viele weitere Organisationen es diesen Siegelträgern nachmachen und ebenfalls ihre Arbeit prüfen und zertifizieren lassen. Denn dann wird sich das Siegel als Qualitätsmarke weiter etablieren und davon profitieren Stifterinnen und Stifter.“

Lukas Beckmann, Vorstand der GLS Treuhand nahm die Urkunde in Berlin persönlich entgegen: „Das Qualitätssiegel bietet Stiftern eine wichtige Orientierung. Das ist hilfreich, weil es die Sensibilität erhöht gegenüber Banken und Beratern, die Kunden eigennützig beeinflussen und dadurch dem Zweck und der Wirkungsgeschichte der Stiftung schaden.“

Über die GLS Treuhand
Die GLS Treuhand e.V. fördert seit über 50 Jahren mit Ideen und Geld ausschließlich gemeinnützige Vorhaben für eine offene, aktive Bürgergesellschaft. Sie gründet und verwaltet treuhänderische und selbständige Stiftungen und ist mit eigenen Zukunftsstiftungen in biologischer Landwirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, Bildung und erneuerbaren Energien tätig. In Zusammenarbeit mit der GLS Gemeinschaftsbank eG werden Stiftungsgelder ethisch-ökologisch angelegt. Durch Spenden, Schenkungen und Erbschaften fördern die Stiftungen unter dem Dach der GLS Treuhand insgesamt derzeit jährlich knapp 500 Projekte mit durchschnittlich 6,5 Mio. Euro. Weitere Informationen: www.gls-treuhand.de

Über die GLS Bank
Die 1974 in Bochum gegründete GLS Bank setzt als sozial-ökologische Bank konsequent auf Transparenz und Nachhaltigkeit. Sie ist die einzige Bank, die werteorientierte Geldanlagen, alle Leistungen einer Hausbank, Finanzierungen, Beteiligungskapital, Stiftungen und Schenkungen aus einer Hand anbietet. Dazu arbeitet sie u.a. eng mit der GLS Treuhand zusammen. Mit zielgerichtet sozial-ökologischen Investitionen bietet die GLS Bank ihren Mitgliedern und Kunden einen dreifachen Gewinn: menschlich, zukunftsweisend, ökonomisch.

Bildhinweis
Bilder von der Verleihung des Qualitätssiegels für gute Treuhandstiftungs-
verwaltung an die GLS Treuhand finden Sie unter:
www.stiftungen.org/presse

Weiterführende Informationen
Zum Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungsverwaltung unter:
www.stiftungstreuhaender.org

Zu den Grundsätzen guter Treuhandstiftungsverwaltung unter:
www.stiftungen.org/ggt

Pressekontakt:
GLS Treuhand
Dr. Antje Tönnis
Leiterin Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0234) 5797 5352
antje.toennis@gls-treuhand.de

GLS Bank
Christof Lützel
Pressesprecher und
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0234) 5797 5340
christof.luetzel@gls.de




Stiftungskapital nachhaltig einsetzen: GLS Bank veranstaltet das dritte Mission Investing Forum

PRESSEMITTEILUNGEN 2014

Bochum, 06. November 2014. Das Thema wirkungsorientierter Geldanlagen gerät immer mehr in den Fokus. Gerade für Stiftungen bietet sich dadurch die Möglichkeit, ihren Kapitalstock dem eigentlichen Stiftungszweck gemäß anzulegen. Hier liefert das dritte Mission Investing Forum am 12. November 2014 Anregung und Unterstützung.

„Das Forum bietet uns und den Stiftungen die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und so die Arbeit in Richtung des sinnstiftenden Investierens zu vertiefen“, freut sich Thomas Goldfuß, Leiter des GLS Vermögensmanagements, auf die in der GLS Bank stattfindende Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen bietet die sozial-ökologische Bank damit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmen aus dem Stiftungsumfeld eine Plattform.

So spielt für Stiftungen etwa die Renditeerwartung eine große Rolle: Was ist dabei realistisch? Welcher Einfluss kann nachhaltig investiertem Geld tatsächlich zugemessen werden? Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit haben, in Arbeitsgruppen ihre eigenen Themenschwerpunkte voranzutreiben und ihr Netzwerk zu stärken. Die Tagung wirft auch den Blick auf die aktuelle internationale Debatte zu dem Thema. So stellt die G8 Social Impact Investing Taskforce die Ergebnisse Ihrer Arbeit vor.

„Wir merken, dass ein großes Interesse seitens der Stiftungen an zweckfördernden Geldanlagen besteht. Oft fehlt aber der letzte Schritt, diesen Bereich anzugehen“, so Thomas Goldfuß. Das dritte Mission Investing Forum soll helfen, Hemmschwellen zu senken und den Weg von den stiftungseigenen Werten zum werteorientieren Investieren zu gehen. Denn Stiftungen können mit ihrer Geldanlage nicht nur dafür sorgen, dass diese nicht im Widerspruch zu ihren eigenen Zielen steht, sondern diese aktiv befördern.

KONTAKT
GLS Bank
Vermögensmanagement
Rebecca Weber
44774 Bochum
Telefon +49 234 5797 5492
Fax +49 234 5797 5140
E-Mail rebecca.weber@gls.de




Trendbericht zur FAIR TRADE & FRIENDS 2014 Fairer Handel und Nachhaltigkeit: Wo geht die Reise hin?

Die FAIR TRADE & FRIENDS (5.-7. September 2014) wird einen Überblick über den Wachstumsmarkt Fairer Handel und verwandte Wirtschaftszweige geben. Deutschlands Leitmesse für den Fairen Handel präsentiert Trendprodukte und -themen wie Fair-Fashion, Gemeinschaftskonsum, Re- und Upcycling, Ethische Geldanlagen sowie Nachhaltiger Tourismus. Zahlreiche Fachforen, Aktionsflächen und Workshops lassen Raum, mit Experten die aktuelle Marktsituation zu diskutieren und neue Impulse zu erhalten. Wohin entwickelt sich derzeit der Markt für Faire Produkte? Eines ist klar: Der Faire Handel allein wird die drängenden Probleme der heutigen Zeit wie Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung und Ausbeutung von Menschen nicht lösen können. Deshalb muss ein Dialog entstehen, der weitere Ansätze nachhaltigen Wirtschaftens miteinbezieht.

Die Zukunft denkt nachhaltig

Die Zeiten, in denen Fairer Handel eher Nischengängern bekannt war und man fair gehandelte Produkte fast ausschließlich in Weltläden kaufen konnte, sind längst vorbei. Nachhaltigkeit, Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards, transparente Herstellungsprozesse – diese Schlagworte sind derzeit in aller Munde. Wer früher noch als „Müsli“ oder „Öko“ verschrien war, gehört heute zur anerkannten LOHAS-Zielgruppe und bildet einen neuen kritischen Konsumententypus aus. Produzenten und Händler, die faire Rohstoffe verarbeiten respektive fair gehandelte, nachhaltige, regionale und ökologische Produkte in ihrem Sortiment führen und die Herkunft der Waren lückenlos dokumentieren können, stoßen bei ihm auf offene Ohren. Unternehmen, die mit der Zeit gehen wollen, kommen am Thema Nachhaltigkeit nicht mehr vorbei. Auf den meisten Internetseiten bekannter Marken und renommierter Unternehmen gehört es heute zum „guten Ton“, einen Button zur „Nachhaltigkeit“, „Corporate Social Responsibility (CSR)“ oder wenigstens zur “Unternehmerischen Verantwortung bzw. “Integrität” einzurichten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Agenturen, die sich auf das Thema CSR und Nachhaltigkeit spezialisiert haben und Firmen darin beraten, wie sie ihre Unternehmensstrategie sinnvoll am Thema Nachhaltigkeit ausrichten. Heute basiert der Erfolg von Märkten mehr denn je auf Verkaufskonzepten, die den Austausch zwischen Nutzern, Konsumenten und Produzenten zur Grundvoraussetzung haben. Und nachhaltige Produkte und nachhaltiges Engagement können ungleich stärker als andere von diesem Dialogprinzip profitieren. Voraussetzung dafür ist natürlich Glaubwürdigkeit. Die heutigen Konsumenten wünschen Transparenz, Authentizität und Ehrlichkeit. Das sind die weichen Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg langfristig steigern können. Demgegenüber steht allerdings: Unklare Kommunikation und unglaubwürdige Statements treffen bei heutigen mündigen und sensiblen Verbrauchern auf Gegenwehr. Und über die Social Media-Kanäle kann sich dies binnen kürzester Zeit zu einem „Buschfeuer“ entwickeln, das nicht mehr zu stoppen ist.

Absatz mit fair gehandelten Produkten weiter steigend

Wie das Forum Fairer Handel kürzlich meldete, wächst der Absatz mit fair gehandelten Produkten Jahr für Jahr. Die Wachstumsraten lägen seit einigen Jahren im zweistelligen Bereich. Im Geschäftsjahr 2013 seien gut 784 Millionen Euro erwirtschaften worden, eine Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und eine Verdopplung innerhalb der letzten vier Jahre. In absoluten Zahlen sei ein Plus von zirka 134 Millionen Euro erreicht worden. Inzwischen kaufe fast jeder zweite Deutsche fair gehandelte Produkte und gäbe pro Kopf zirka 25 Euro jährlich allein für fair gehandelte Produkte aus. Zudem sei eine Steigerung der Unternehmen zu verzeichnen, die Produkte aus Fairem Handel anbieten. Von den insgesamt 57 anerkannten Fair-Handels-Importeuren seien 13 im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 hinzugekommen, die insgesamt mehr als 780 Handelspartnerschaften weltweit unterhielten – eine erstaunliche Entwicklung. Der größte Absatz seitens der Deutschen Alternative Handelsorganisationen wie GEPA, EL PUENTE, dwp etc. mit Produktkategorien wie Kaffee, Kunsthandwerk und Kakao/ Schokolade wird übrigens nach wie vor in den rund 800 Weltläden generiert. Mit einem Anteil von 42 Prozent am Gesamtabsatz fair gehandelter Waren zu Endverbraucherpreisen blieben sie der bedeutendste Vertriebsweg für diese Fair-Händler. Ein ebenfalls kontinuierliches Wachstum, mit einer Steigerung von 40 Prozent allein in 2013 gegenüber dem Vorjahr, verzeichne außerdem der Bereich Gastronomie. 20,7 Millionen Euro wurden auf diesem Vertriebsweg mit fair gehandelten Waren umgesetzt. Und auch der Online-Handel wächst stetig. 2013 habe sich der dortige Absatz mit fair gehandelten Produkten auf rund vier Millionen Euro verdoppelt. Als der bedeutendste Vertriebsweg für Fair gehandelte Produkte insgesamt gilt allerdings der konventionelle Einzelhandel mit dem wachsenden Angebot an Fairtrade zertifizierten Produkten: 2013 setzten Lebensmitteleinzelhandel und Discounter rund 436 Millionen Euro um und erwirtschafteten damit mehr als die Hälfte (55,6 %) des Gesamtumsatzes fair gehandelter Produkte.

Karolin Heinrigs
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