VKU-Innovationspreis für zwei Grüner Strom-geförderte Projekte

Aktiv-Stadthaus in Frankfurt und Mieterstrommodell in Konstanz mit dem VKU-Innovationspreis 2017 prämiert / Beide Projekte mit Hilfe des Grüner Strom-Labels realisiert

Bonn, 16. März 2017. Mit dem Aktiv-Stadthaus in Frankfurt und dem Konstanzer Mieterstrommodell sind zwei Grüner Strom-geförderte Projekte mit dem Innovationspreis 2017 des Verbandes für kommunale Unternehmen e.V. (VKU) ausgezeichnet worden. Durch den Bezug von Grüner Strom-zertifiziertem Ökostrom generieren Kunden Fördergelder, mit denen Energiewende-Projekte wie Wind- und Sonnenkraftwerke verwirklicht werden. So konnten die Frankfurter Mainova und die Stadtwerke Konstanz mit Hilfe ihrer zertifizierten Ökostromprodukte insgesamt rund 480.000 Euro in die beiden Projekte investieren.

Beide Projekte setzten sich gegen 40 Mitbewerber durch. Die fünf Preisträger wurden am 14. März 2017 im Rahmen der VKU-Verbandstagung in Berlin ausgezeichnet.

„Wir freuen uns, dass zwei Grüner Strom-geförderte Projekte mit dem VKU-Innovationspreis 2017 ausgezeichnet wurden. Dies bestätigt einmal mehr, dass unsere Förderlogik die Energiewende voran bringt“, erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Bisher konnten so schon über 1.000 Projekte verwirklicht werden, 300 weitere befinden sich aktuell in der Umsetzung.“ Kernkriterium des Ökostromlabels Grüner Strom ist, dass die Stromanbieter einen festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde Ökostrom in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren.

Das mitten in der Frankfurter City gelegene Aktiv-Stadthaus erhält den Preis in der Kategorie ‚Kommunale Energiewirtschaft‘. Über das Jahr gesehen wird in dem 74-Parteien-Miethaus mehr Strom durch Sonnenenergie produziert als die Bewohner verbrauchen. Dazu wurden Photovoltaik-Module nicht nur auf dem Dach verbaut, sondern auch in die Fassade integriert. Zudem verfügt das Gebäude über Stromspeicher, die nicht verbrauchten Solarstrom dem hauseigenen E-Car-Sharing zur Verfügung stellen. Etwa 330.000 Euro der Projektkosten stammen aus der Grüner Strom-Förderung.

Das Konzept des direkten Energieverbrauchs am Erzeugungsort setzen auch die Stadtwerke Konstanz in ihrem ‚Konstanzer Mieterstrommodell‘ um: Die Stadtwerke verkaufen Strom und Wärme aus einem Blockheizkraftwerk im Gebäude und einer Photovoltaik-Dachanlage direkt an die Mieter. Das Besondere an diesem Mieterstrommodell ist die Differenzierung nach tatsächlicher Stromnutzung und Stromerzeugung. So können die Mieter ihr Verbrauchsverhalten an die Stromerzeugung anpassen und davon auch finanziell profitieren. Rund 150.000 Euro wurden im Sinne der Grüner Strom-Kriterien zur Verwirklichung des Projekts genutzt. Das ‚Konstanzer Mieterstrommodell‘ erhielt den Sonderpreis ‚Regionale Energiewende‘.

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten im Rahmen der Grüner Strom-Zertifizierung finden Sie unter: http://www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/garantierte-investitionen/foerderprojekte/

Zu den Preisträgern des VKU-Innovationspreises 2017 gelangen Sie über folgenden Link: http://www.vku.de/veranstaltungen/innovationspreis.html

Über den Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.
Ansprechpartner
Christian Knops, 0228 92667 14, c.knops@gruenerstromlabel.de




Grüner Strom-Label: Höchste Qualitätsstandards im europäischen Vergleich für Ökostromlabels bestätigt

Viele Ökostromprodukte erfüllen laut einer Untersuchung der europäischen Verbraucherorganisation BEUC die Kundenerwartungen nicht / Grüner Strom-Label erzielt bestes Ergebnis in Deutschland

Bonn, 08. März 2017. Eine Studie des Dachverbandes europäischer Verbraucherorganisationen BEUC zu den Ökostrommärkten in Europa ergab, dass über 15 Millionen Haushalte inzwischen Ökostrom beziehen. Doch viele vermeintlich „grüne“ Tarife liefern weder echten Ökostrom noch führen sie zu einem Ausbau erneuerbarer Energien. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich somit auch nur auf wenige Ökostromlabels verlassen. In Deutschland erzielt das Grüner Strom-Label laut BEUC das beste Ergebnis.

„Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung ist, dass es eklatante Qualitätsunterschiede bei Gütesiegeln für Ökostrom gibt“, erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Ein Ökostromlabel kann Verbraucherinnen und Verbrauchern nur dann eine Orientierungshilfe bieten, wenn es anspruchsvolle und auf den nationalen Markt abgestimmte Prüfstandards anlegt.“

In der im Januar 2017 veröffentlichten Studie untersuchte BEUC zwölf Ökostromlabels in Europa anhand von fünf Kriterien:

  • Transparenz sicherstellen: Ein Ökostromlabel sowie seine Kriterien und Entscheidungsprozesse sollen unabhängig, transparent und verständlich sein.
  • Kopplung von Strommenge und -herkunft: Herkunftsnachweise und Strommengen sollen aus demselben Ökokraftwerk stammen.
  • Umweltanforderungen an Ökokraftwerke etablieren: Bestehende Energieerzeugung und der Bau neuer Erneuerbarer-Energien-Anlagen sollen möglichst umweltverträglich sein.
  • Fossile Energieerzeugung ausschließen: Auch die Gesamtaktivitäten der Anbieter in Bezug auf die Stromproduktion aus fossilen Energien sollen mit betrachtet werden.
  • Zusatznutzen garantieren: Ein Ökostromlabel soll nicht nur die Herkunft von Ökostrom betrachten, sondern auch den Ausbau erneuerbarer Energien nachweislich fördern.

Die Untersuchung hat ergeben: Das Grüner Strom-Label erfüllt als einziges Ökostromlabel auf dem deutschen Strommarkt alle fünf Kriterien zur vollsten Zufriedenheit. Kern des Grüner Strom-Zertifizierungsmodells ist, dass pro verbrauchter Kilowattstunde Ökostrom ein fester Förderbetrag in naturverträgliche Erneuerbare-Energien-Anlagen wie Wind- oder Solarkraftwerke investiert wird.

Die europäische Verbraucherorganisation reiht sich damit in die Liste unabhängiger Marktbeobachter ein, die die hohen Qualitätsstandards des Gütesiegels Grüner Strom immer wieder bestätigen. So zum Beispiel die Verbraucherzentrale Niedersachsen, die in einem detaillierten Marktcheck nur das Grüner Strom-Label mit der Bestnote ‚sehr empfehlenswert‘ bewertete. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch die anerkannten Einkaufsratgeber ÖKO-TEST und Nachhaltiger Warenkorb.

Weitere Informationen zur Untersuchung ‚A ‘Green Electricity’ Market That Works For Consumers’ finden Sie hier: http://www.beuc.eu/press-media/news-events/need-fix-%E2%80%98green-electricity%E2%80%99-markets-consumers

Über den Grüner Strom Label e.V.

Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.




Grüner Strom: Ökostromlabel passt Fördersystem für Energiewende-Projekte an

Ökostromlabel der Umweltverbände garantiert Investitionen in den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien / Förderbeträge pro zertifizierter Kilowattstunde für Privat- und Großkunden zum 1.1.2017 neu festgesetzt

Bonn, 31. Januar 2016. Das Grüner Strom-Label garantiert pro zertifizierter Kilowattstunde Ökostrom feste Förderbeträge, die in Erneuerbare-Energien-Anlagen wie Wind- oder Solarkraftwerke investiert werden. Zum 1. Januar 2017 hat das von Umweltverbänden wie BUND und NABU getragene Ökostrom-Gütesiegel den Mindestförderbetrag für Privatkunden auf 0,5 Cent reduziert und mit 0,1 Cent eine neue Förderkomponente für Großkunden eingeführt. Damit schließt der Grüner Strom Label e.V. ein wichtiges Kapitel in seinem Zukunftsprozess ‚Naturverträgliche Energiewende‘ ab und reagiert auf die aktuellen Marktgegebenheiten.

„Das Grüner Strom-Label ist das einzige Ökostrom-Gütesiegel bundesweit, das an geförderte Erneuerbare-Energien-Anlagen naturschutzfachliche Anforderungen stellt, die über das gesetzliche Maß hinausgehen“, erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. „Nur durch substanzielle und fest definierte Mindestförderbeträge je verbrauchter Kilowattstunde Ökostrom lässt sich der naturverträgliche Ausbau erneuerbarer Energien durch ein Ökostrom-Label forcieren und nachweisen.“

Deshalb haben der Grüner Strom Label e.V. (GSL) und seine Trägerverbände, unter anderem BUND, NABU, Deutscher Naturschutz-Ring und EUROSOLAR, bereits 2014 das Projekt ‚Naturverträgliche Energiewende‘ ins Leben gerufen. Ziel dieses Zukunftsprozesses ist die Transformation des Energiesektors hin zu einer ökologisch, wie auch ökonomisch nachhaltigen Energieversorgung. Das Grüner Strom-Label dient dabei als Schnittstelle zwischen Umweltverbänden und Energiewirtschaft.

In der ersten Projektphase wurde ein Stakeholder-Prozess initiiert, an dem sich 24 Umwelt- und Verbraucherverbände, Energieanbieter sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft beteiligten. Resultat war der 2015 in Kraft getretene neue Kriterienkatalog für das Grüner Strom-Label, in dem die Umweltanforderungen an neue Ökokraftwerke präzisiert und teils verschärft wurden.

In einem nächsten Schritt erfolgt nun nach Beratungen mit über 15 Stakeholdern die Anpassung der Förderbeträge. Damit wird es Energieanbietern ermöglicht, im Privatkunden- und Großkundensegment neue Ökostromprodukte aufzusetzen. Für Kunden, die weniger als zehntausend Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, wird der Mindestförderbetrag von 1,0 auf 0,5 Cent je Kilowattstunde reduziert. Für preissensible Großkunden mit einem Jahresverbrauch ab drei Millionen Kilowattstunden können nun Ökostromprodukte mit einem Förderbetrag von 0,1 Cent je Kilowattstunde konzipiert werden.

„Gerade den Haushalten und Kleinbetrieben wird die EEG-Umlage zugunsten der Großindustrie einseitig aufgebürdet, obwohl die Volkswirtschaft und der Klimaschutz insgesamt profitieren. Deshalb wollen wir es den Energieanbietern ermöglichen, für ihre Angebote an hochwertigem Ökostrom eine breitere Kundenbasis zu finden“, erläutert Dr. Werner Neumann, GSL-Vorstandsmitglied und Sprecher Arbeitskreis Energie beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). „Durch ihren Strombezug können nun auch Mittelstand und Industrie sowie öffentliche Verwaltungen naturverträgliche Energiewende-Projekte nachweislich fördern, anstelle von Schein-Ökostrom der außer für das eigene Marketing keinen Zusatznutzen bringt.“

Der aktualisierte Kriterienkatalog tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft.

2017 wird der GSL den begonnenen Dialogprozess zum Thema Naturverträgliche Energiewende fortsetzen. Alle interessierten Gruppen sind dazu eingeladen, sich am Austausch zu beteiligen.

Den aktuellen Kriterienkatalog des Grüner Strom-Labels finden Sie unter: http://www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/unabhaengige-zertifizierung/




Steigende Strompreise: Hochwertige Ökostromtarife oft günstiger als die Grundversorgung

VerbraucherInnen haben bei außervertraglicher Strompreisanpassung oft Sonderkündigungsrecht / Ökostrom mit Grüner Strom-Label spart Geld und fördert die Energiewende

Bonn, 19. Dezember 2016. Viele Energieversorger kündigen derzeit Preiserhöhungen bei ihren Stromprodukten an. Dies gilt meist auch für Bestandsverträge. In solchen Fällen besteht oft ein Sonderkündigungsrecht. Insbesondere Kunden von Grundversorgungstarifen können selbst bei hochwertigen Ökostromtarifen mit Grüner Strom-Label Geld sparen.

„Fast 60 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher haben ihren Energieanbieter noch nie gewechselt, ohne dass der Umzug der Hauptgrund war“, erklärt Christoph-Daniel Teusch, Referent im Fachbereich Nachhaltigkeit bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. „Sie bleiben oft in ihrem teuren Grundversorgungstarif, obwohl man durch einen Anbieterwechsel nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schützen könnte.“

Daher empfiehlt die VERBRAUCHER INITIATIVE gemeinsam mit mehreren Umweltverbänden wie BUND, DNR, EUROSOLAR und NABU den Wechsel zu Ökostrom-Produkten mit Grüner Strom-Label.

„Was Ökostrom ist und welche Eigenschaften er haben muss, ist gesetzlich nicht festgelegt. Wer also Ökostrom beziehen will muss aufpassen, am Ende nicht nur für leere Werbeversprechen zu zahlen“, so Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V., der das Gütesiegel vergibt. „Konsens aller sieben Trägerverbände des Grüner Strom-Labels ist, dass Ökostrom nachweislich Investitionen in den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien auslösen muss. Damit ist es das einzige Ökostromlabel, das solche Investitionen garantiert und somit für echten Ökostrom steht, der die Energiewende voranbringt.“

Unabhängige Marktbeobachter wie ÖKO-TEST bestätigen die strengen Qualitätsansprüche des Grüner Strom-Labels. In einer breit angelegten Untersuchung der Verbraucherzentrale Niedersachsen hat das Grüner Strom-Label als einziges von zwölf untersuchten Ökostromlabels die Bestnote sehr empfehlenswert erhalten.

Über 70 Ökostromprodukte sind mit dem Umweltsiegel ausgezeichnet, zehn davon sind bundesweit verfügbar. Viele Tarife werden von regionalen Stadt- und Gemeindewerken angeboten. Wer aus der Grundversorgung zu Ökostrom wechseln will, kann sich also auch bei seinem Anbieter nach einem Grüner Strom-zertifizierten Tarif erkundigen. Über eine PLZ-Produktsuche finden Verbraucher schnell und einfach das richtige Ökostromprodukt.

Weitere Informationen zum Wechsel des Stromanbieters sind abrufbar unter: http://www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/oekostrom-beziehen/

Eine Untersuchung zu Wechselportalen mit entsprechenden Verbrauchertipps hat die VERBRAUCHER INITAITIVE bereitgestellt: http://verbraucher.org/ueber-uns/projekte/vergleichsportale

Über den Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.

Ansprechpartner
Daniel Craffonara, 0228 9266713, d.craffonara@gruenerstromlabel.de