Umweltverbände fordern naturverträgliche Energiewende

DNR, BUND und EUROSOLAR fordern auf dem vierten Energiewendeforum zum naturverträglichen Erneuerbare Energien- Ausbau auf / Ökoenergielabels Grüner Strom und Grünes Gas haben sich als Schnittstelle zwischen Umweltschutz und Energiewirtschaft bewährt

Bonn/Frankfurt, 08. November 2017. Deutscher Naturschutzring, BUND und EUROSOLAR fordern den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien. Belange von Klima- und Umweltschutz, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Energiewirtschaft müssen konstruktiv miteinander abgewogen werden, erklären die Trägerverbände des Grüner Strom Label e.V.

„Die Energiewende ist eine Notwendigkeit für den globalen Klimaschutz und ein wesentlicher Schritt zur Transformation. Sie ist zwingend für ein nachhaltiges Gesellschaftsmodell und eine Antwort auf zahlreiche Krisen“,
so Florian Schöne, Generalsekretär des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR), bei seiner Key-Note zum 4. Energiewendeforum des Grüner Strom Label e.V. „Neben einem Klimaschutzgesetz fordern wir die Halbierung der Energieerzeugung durch Kohle und Öl. ‚Efficiency First‘ muss zudem als Leitprinzip verankert werden, sei es bei Energieerzeugung und -verbrauch oder im Gebäudesektor. Auch im Verkehrssektor muss enorm viel für eine Dekarbonisierung passieren – Stichwort saubere Elektrifizierung“, erläuterte er einige Kernforderungen
des DNR.

Das Thema ‚Naturverträgliche Energiewende‘ ist auch vor dem Hintergrund der laufenden Koalitionsverhandlungen und der UN-Weltklimakonferenz COP 23, die zwischen dem 6. und 17. November in Bonn stattfindet, aktueller denn je.

„Unser Ziel ist eine ökologisch verträgliche und sozial gerechte Energiewende“, erklärte auch Dr. Werner Neumann, Sprecher Arbeitskreis Energie des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). „Bei der Ausgestaltung der Energiewende spielen Naturverträglichkeit und Bürgernähe eine entscheidende Rolle. Vertrauen in umfassende Prüfung und Minimierung der Auswirkungen auf den Naturschutz schafft Akzeptanz. Eigene Beteiligung und Mitwirkung schafft Vorteile durch Teilhabe. Damit kann der umweltverträgliche, bürgernahe und gerechte Ausbau erneuerbarer Energien vorangehen.“

„Umwelt- und Verbraucherverbände sowie die Akteure der Energiewirtschaft müssen auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten und nicht gegeneinander“, stimmte Rosa Hemmers von EUROSOLAR, der europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, zu. „Dass dies funktioniert, zeigen die Ökoenergie-Labels Grüner Strom und Grünes Gas: Die Gütesiegel stellen sicher, dass den hohen Ansprüchen der Umweltverbände Rechnung getragen wird. Gleichzeitig zeigen sie Energieversorgern praxisnahe Wege auf, wie man in eine nachhaltige Energiezukunft investieren kann, ohne dabei ökonomische Aspekte außer Acht zu lassen“, erläuterte Hemmers weiter.

Im Rahmen des 4. Energiewendeforums, der Jahrestagung des Grüner Strom Label e.V., äußerten sich die drei Umweltverbände zu Risiken und Chancen der zukünftigen Energiewende. Am 19. und 20. Oktober kamen in Frankfurt am Main rund 70 Teilnehmer zusammen, aus Energiewirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, öffentlichen Institutionen sowie Forschung und Entwicklung. Das Energiewendeforum fand bei der Mainova AG statt, langjähriger Anbieter von Ökostrom mit Grüner Strom-Label, unterstützt durch die Deutsche Kreditbank und das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main.

Eine Rückschau zum 4. Energiewendeforum ist zu finden unter: www.energiewendeforum.de

Über den Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert und das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Friedensorganisationen. Die Labels Grüner Strom und Grünes Gas sind in Deutschland die einzigen Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden getragen werden.

Ansprechpartner
Christian Knops, 0228 92667 14, c.knops@gruenerstromlabel.de




Klimawandel treibt Menschen in die Flucht – Oxfam-Bericht: Risiko in armen Ländern fünfmal höher als in reichen

[Presse-Info]

Berlin, 2. November 2017. Menschen in ärmeren Ländern tragen ein fünffach höheres Risiko, wegen extremen Unwettern, Stürmen oder Überschwemmungen zur plötzlichen Flucht gezwungen zu werden als Menschen in den reichen Ländern. Das geht aus dem Bericht „Uprooted by Climate Change“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld der Bonner Weltklimakonferenz COP23 vorgestellt hat. Oxfam fordert von den Regierungen, ihre Klimaschutzbemühungen auszuweiten, aus den fossilen Energien auszusteigen und ärmere Länder stärker bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Oxfams Datenanalyse für die Jahre 2008-2016 zeigt, dass in den ärmeren Ländern im Durchschnitt pro Jahr 14 Millionen Menschen (0,42 Prozent der Bevölkerung) ihre Wohnorte fluchtartig verlassen mussten, um Schutz vor Unwetterkatastrophen zu suchen – verglichen mit knapp einer Million Menschen in den reichen Ländern (0,08 Prozent der Bevölkerung). 2016 zwangen plötzlich auftretende Unwetter insgesamt 23,5 Millionen Menschen in die Flucht. Menschen, die wegen längerfristig entwickelnden Extremwetterlagen, etwa infolge schwerer Dürren, ihre Wohnorte aufgeben mussten, sind dabei noch nicht berücksichtigt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 betraf dies nach Oxfam-Schätzungen mindestens 1,9 Millionen Menschen.

Fidschi: Nach Zyklon Winston 55.000 Menschen obdachlos

Der Report “Uprooted by Climate Change” schildert, wie Menschen der drohenden Vertreibung durch den Klimawandel begegnen – so auch im Pazifikstaat Fidschi, der den Vorsitz der am 6. November beginnenden UN-Weltklimakonferenz innehat. Dort waren wegen des Zyklons Winston rund 55000 Einwohner/innen obdachlos geworden; die ökonomischen Schäden summierten sich auf ein Fünftel der Wirtschaftsleistung des Landes. Auch im Inselstaat Kiribati zieht die Regierung Umsiedelungen in Betracht – als letzte Möglichkeit, denn trotz steigender Ozeane und heftigerer Stürme möchten die Menschen in ihrer Heimat bleiben:

„Ich hoffe für unser Land, dass die Verhältnisse so bleiben wie sie sind und dass wir hierbleiben können, in dem Land, mit dem wir vertraut sind und wo unsere Vorfahren begraben sind“, sagt Claire Anterea, Umweltaktivistin des Climate Action Network von Kiribati.

Oxfam betont, dass Unwetter zwar nicht per se auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Vielerorts wird aber ihr Auftreten infolge des menschengemachten Klimawandels wahrscheinlicher und heftiger. Der steigende Meeresspiegel erodiert flache Küstenstreifen und bedroht die kleinen Inselstaaten, Dürren lassen die Pflanzen vertrocknen, sintflutartige Regenfälle schwemmen die Ernte von den Feldern.

Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam: „Der Klimawandel verschärft Hunger und Armut und zwingt mehr und mehr Menschen zur fluchtartigen Aufgabe ihrer Heimat. Dabei tragen die Betroffenen zum Klimawandel so gut wie gar nichts bei, stehen aber nach Katastrophen nicht selten vor dem Ruin.“

Deutsche Kohlekraftwerke zerstören Lebensgrundlagen in armen Ländern

Mit Blick auf die laufenden Sonderungsgespräche zur Bildung einer Jamaika-Koalition für eine neue Bundesregierung ergänzt Jan Kowalzig: „Eine Obergrenze für Flüchtlinge zu fordern, ist ohnehin ein Akt wider die Menschenwürde und verhöhnt die Werte unserer Gesellschaft. Solch eine Forderung wird noch um ein vielfaches zynischer, solange Deutschland mit seinen Kohlekraftwerken den Klimawandel weiter anheizt und dadurch die Lebensgrundlagen der Menschen in den armen Ländern zerstört.“

Von den Regierungen fordert Oxfam deutlich mehr Ehrgeiz im Klimaschutz und insbesondere eine Abkehr von den fossilen Energien. Gerade die reichen Länder müssen die ärmeren Länder deutlich stärker als bisher bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen und für Zerstörungen infolge des Klimawandels aufkommen. Zudem muss der Schutz für Menschen auf der Flucht vor den Folgen des Klimawandels international abgesichert werden, etwa im Global Compact zu Flucht und Migration, der nächstes Jahr beschlossen werden soll.

Pressekontakt:

Nikolai Link, Tel.: 030-45 30 69 712, E-Mail: nlink@oxfam.de

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 20 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern.

Mehr unter www.oxfam.de

Oxfam Deutschland e.V.
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland




#MakeOurPlanetGreatAgain: Rapunzel setzt Licht-Zeichen für Klimaschutz

Bio-Pionier beleuchtet sein Gebäude in Legau grün – Aktion vom 2. bis 9. Juni 2017

 

Legau, 2. Juni 2017 / Der von US-Präsident Trump angekündigte Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen geht in die falsche Richtung für unsere Welt – von der es nur eine gibt und die wir gemeinsam schützen sollten. So reagierten viele Menschen weltweit und auch im Allgäu beim Bio-Pionier Rapunzel Naturkost auf die Nachricht aus den USA. „Wir wollen sichtbar zeigen, dass wir anderer Meinung sind, an einen anderen Weg für eine grüne und gesunde Zukunft für Mensch, Tier und Natur glauben und uns mit denen solidarisieren, die ähnlich denken“, erklärte Firmengründer Joseph Wilhelm als Reaktion darauf. Daher beteiligt sich Rapunzel mit einer grünen Beleuchtung des Firmengeländes an der spontanen, weltweiten Bewegung #MakeOurPlanetGreatAgain.

Von Freitag, 2. Juni 2017, bis Freitag, 9. Juni 2017, leuchtet es nach Sonnenuntergang zwischen 21 und 22 Uhr in Legau im Unterallgäu noch grüner als sonst. Auch im Oberallgäu grünt es zur gleichen Zeit noch mehr: Das Bio-Unternehmen Primavera in Oy-Mittelberg ist ebenfalls dabei.

„Wir machen Bio aus Liebe.“ Der Leitspruch von Rapunzel drückt dem Geschäftsführer zufolge aus, „warum wir uns seit über 40 Jahren für Bio-Lebensmittel und ökologischen, genfreien Landbau einsetzen: Weil wir einen Teil dazu beitragen wollen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Das, was wir mit der aktuellen Politik in den USA beobachten müssen, führt aus unserer Sicht keineswegs zu einer besseren Welt“, betonte Joseph Wilhelm.

UNTERNEHMEN
Die Rapunzel Naturkost GmbH, Legau/Allgäu, ist mit etwa 350 Mitarbeitern ein führender Erzeuger, Hersteller und Vertreiber von biologischen Lebensmitteln. Etwa 600 Rapunzel Produkte findet man bundesweit in über 6.000 Naturkostläden, Bio-Supermärkten und Reformhäusern sowie weltweit in über 30 Ländern. Rapunzel ist bei seinen Lieferbeziehungen sowohl die Qualität der Lebensmittel als auch die Lebensqualität der anbauenden Bauern wichtig.

Pressekontakt
für die Aktion #MakeOurPlanetGreatAgain bei Rapunzel Naturkost:
Katja Egli – Rapunzel Naturkost GmbH, Rapunzelstraße 1, 87764 Legau, www.rapunzel.de
Mobil: 0170 / 7818424 | E-Mail: katja.egli@rapunzel.de




Klimaappell an Bundesumweltministerin Hendricks übergeben

Passau, 26.11.2015

Sehr geehrte Redakteure und Redakteurinnen,

gestern überreichten die Bauernverbände Biokreis, Naturland, Bioland, Demeter, Ecovin, Biokreis und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in Berlin einen eindringlichen Appell an die Bundesregierung. Im Vorfeld der 21. Internationalen UN-Klimakonferenz in Paris fordern Bäuerinnen und Bauern wirksame Maßnahmen zum Schutz des bedrohten Weltklimas. Denn der Klimawandel gefährdet die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit weltweit existentiell.

„Industrieländer wie Deutschland müssen mit dem Ziel vorangehen, die Erderwärmung unter 2 Grad zu stoppen“, so die Bäuerinnen und Bauern in ihrem Appell. Kanzlerin Merkel selbst hat vor schwersten verheerenden Nebenwirkungen für die Menschheit und die Ökosysteme gewarnt, wenn die globale Mitteltemperatur um mehr als 2 Grad steigt. Die Bauernverbände fordern von der deutschen Verhandlungsdelegation bei der UN-Klimakonferenz eine konsequente Haltung und den Beschluss von konkreten und wirksamen Gegenmaßnahmen. Das Gemeingut Klima muss endlich wirkungsvoll geschützt werden. Nur so lassen sich humanitäre Katastrophen sowie soziale und wirtschaftliche Verwerfungen verhindern. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind insbesondere für die Bäuerinnen und Bauern, hier und weltweit, eine existentielle Bedrohung“, appellieren sie gemeinsam an die Verantwortlichen.

Den Appell finden Sie hier: www.klimaappell-bauernverbaende.de

Ansprechpartner der Verbände:
AbL e.V.
Henrik Maaß, Heiligengeiststraße 28, 21335 Lüneburg
Telefon: 0160 8217015 maas@abl-ev.de www.abl-ev.de

Biokreis e.V.
Josef Brunnbauer, Stelzlhof 1, 94034 Passau
Tel: 0851/5650-0 brunnbauer@biokreis.de www.biokreis.de

Bioland e.V.
Gerald Wehde, Kaiserstraße 18, 55116 Mainz
Tel. 06131/23979-20 gerald.wehde@bioland.de www.bioland.de

Demeter e.V.
Antje Kölling, Brandschneise 1, 64295 Darmstadt
Tel. 0157/5824 9201 antje.koelling@demeter.de www.demeter.de

Ecovin e.V.
Ralph Dejas, Wormser Straße 162, 55276 Oppenheim
Tel. 06133/1640 dejas@ecovin.de www.ecovin.de

Naturland e.V.
Sebastian Mittermaier, Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. 0172/65 98 387 s.mittermaier@naturland.de www.naturland.de

Initiator:
Ulf Allhoff-Cramer, Bioland und AbL Bauer, Barntruper Str. 260, 32758 Detmold
0172/5226232 bergwiesenhof.u@web.de

Pressekontakt

Heidi Kelbetz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Biokreis e.V.
Stelzlhof 1
94034 Passau

T: 0851 / 756 50-23
F: 0851 / 756 50-25
kelbetz@biokreis.de
www.biokreis.de




9. Münchner Klimaherbst 2015

Über 60 Veranstaltungen zu den Themen Klimapolitik, Kapitalismus und Klimadiplomatie

München bietet im Oktober einen Vorgeschmack auf Paris! Mit Blick auf die im November startende UN-Klimakonferenz widmet sich der diesjährige Münchner Klimaherbst unter anderem den Themen Klimapolitik, Kapitalismus und Klimadiplomatie.

„Politik. Macht. Klima. – und wir?“ Dieser Frage geht der neu gegründete Verein Netzwerk Klimaherbst e.V. zwischen dem 12. und 29. Oktober nach: Wie viel Macht besitzt die Politik im Hinblick auf den Klimawandel wirklich? Welchen Einfluss haben Bürgerinnen und Bürger darauf?

Ein breites Bündnis aus Initiativen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und Unternehmen bringt unter der Trägerschaft des Netzwerk Klimaherbst e.V. mit rund 60 Veranstaltungen Bayerns größte Veranstaltungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit auf den Weg. Das komplette Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Filmen, Kunstaktionen und -ausstellungen, Kinderprogramm und vielem mehr finden Sie ab sofort auf www.klimaherbst.de. Auf einige Highlights möchten wir Sie aufmerksam machen:

Klima und Städte im Wandel – Auftakt mit Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber

12. Oktober, 18:00 bis 21:00 Uhr, Alter Rathaussaal, Marienplatz 15, München

Nach der feierlichen Eröffnung des Klimaherbstes durch Münchens neue Referentin für Gesundheit und Umwelt, Stephanie Jacobs, übernimmt Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber das Wort. Laut ihm sollten sich die 194 Regierungen beim Weltklimagipfel Ende des Jahre in Paris auf die Minimierung von Klimarisiken einigen, denn ein Großteil an Ressourcen wie Kohle, Öl, Erdgas müssen im Boden bleiben und dürfen nicht abgebaut und zu Treibhausgasen verbrannt werden. In seinem Vortrag liefert er mittels physikalischer Grundlagen Antworten auf Klimafragen und erklärt was Städte zu einer klimaverträglichen Gesellschaft beitragen können. Sebastian Copeland, Fotograf und Umweltaktivist, liefert zum Abschluss Impressionen bereits sichtbarer Auswirkungen der Klimaänderung.

Münchner Konzerne für den Klimaschutz – Podiumsdiskussion mit BMW, Munich Re und Siemens

20. Oktober, 19:00 bis 21:00 Uhr, Munich Re, Princeton N6, Berliner Straße 95, München

Beim Klimaschutz sind alle gefragt! Die Politik fordert zunehmend die Beteiligung des Privatsektors, wenn es um Lösungen geht. München ist die Heimatstadt von führenden, global wirtschaftenden Dax-30-Unternehmen; Konzerne, die Verantwortung übernehmen. Die Münchner Rück Stiftung stellt BMW, Munich Re sowie Siemens auf das Podium und fragt, welche Bedeutung der Klimawandel für sie hat.

Niemand flieht ohne Grund – Auf der Flucht vor dem Klima
21. Oktober, 19:00 bis 21:00 Uhr, Gasteig, Rosenheimer Straße 5, München

Die Folgen der globalen Erwärmung zerstören weltweit Lebensgrundlagen. Durch den Anstieg der Meere gehen dicht besiedelte Küstengebiete verloren, Böden erodieren, langdauernde Dürrezeiten zerstören Ackerflächen. Den betroffenen Menschen bleibt nur die Flucht – regional und international. Gleichwohl gelten sie im Sinne des Völkerrechts nicht als Flüchtlinge. Was kann, was muss geschehen, um all jene zu unterstützen, die durch den Klimawandel ihrer Existenz beraubt sind?

Coole Klimapolitik für München? – Feierlicher Abschluss
29. Oktober, 18:00 bis 21:00 Uhr, Amerikahaus, Karolinenplatz 3, München

Nach über zwei spannenden Veranstaltungswochen stehen Münchner Stadträte Rede und Antwort: Die Umweltorganisation Green City e. V. diskutiert, was auf lokaler Ebenen passieren muss, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Zuschauerinnen und Zuschauer können ihre Fragen mitbringen und mit Münchens Politikerinnen und Politikern nach Lösungswegen suchen.

Über den Münchner Klimaherbst
Der Münchner Klimaherbst findet 2015 bereits zum neunten Mal statt. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, einmal im Jahr möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Münchens, Jung wie Alt, für das Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ zu sensibilisieren. Initiiert im Jahr 2007 von einem Team der Münchner Volkshochschule, hat sich der Münchner Klimaherbst zu einer der wichtigsten und am meisten beachteten Veranstaltungsplattformen für Nachhaltigkeitsthemen in München entwickelt. Seit Februar 2015 wird er vom Netzwerk Klimaherbst e.V. getragen und zusammen mit der Umweltorganisation Green City e.V. organisiert. Ein umfangreiches Netzwerk an Initiativen und Vereinen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen und auch einigen Unternehmen trägt Veranstaltungen bei. Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München fördert den Klimaherbst. In jedem Jahr hat der Münchner Klimaherbst einen thematischen Schwerpunkt, der sich an den Themen der UN-Bildungsdekade für eine nachhaltige Entwicklung orientiert. Im Jahr 2015 ist es das Thema „Politik. Macht. Klima. – und wir?“.

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner und Kontakte zu den einzelnen Veranstaltern. Bildmaterial können Sie hier herunterladen www.klimaherbst.de/downloads. Auf www.klimaherbst.de finden Sie außerdem Texte mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themenbereichen und eine Dokumentation der letzten acht Klimaherbste.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Stuiber
presse@klimaherbst.de
Fon: (089) 890 668 -338




RESET Spezial: Tipps für den Schnellstart in einen klimafreundlichen Alltag

Berlin, 22. Dezember 2014. In den Jahresanfang starten viele mit guten Vorsätzen. Wie wäre es denn, sich für 2015 einen klimafreundlicheren Lebensstil vorzunehmen? Wo aber damit anfangen? RESET.org hat dazu ein Spezial veröffentlicht, in dem die Redaktion jeden Tag einfache Tipps für kleine Veränderungen mit großer Wirkung gibt.

Wie kann Plastik vermieden, der Energieverbrauch reduziert, Wege von A nach B emissionsarm zurückgelegt werden und wo kommen eigentlich die korrekten Geschenke her? Unsere top Tipps zu diesen Themen gab es eine Woche lang auf RESET. Denn: Gemeinsam können wir einiges bewegen!

Als Einzelpersonen hat man meistens nicht den Eindruck, dass kleine Einsparungen wirklich einen großen Unterschied machen. Aber genau das tun sie! Nehmen wir unsere Fortbewegung als Beispiel. Oft genug hören wir, dass es eine gute Sache ist, das Auto stehen zu lassen und sich stattdessen aufs Rad zu Schwingen. Aber, abgesehen davon, dass uns das an die frische Luft bringt, was für einen Einfluss kann eine fahrradfahrende Person wirklichen auf die Umwelt haben? Eine 2011 veröffentlichte Studie der European Cycling Federation hat die Emissionen verschiedener Verkehrsmittel miteinander verglichen und herausgefunden, dass für jeden mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer 21 Gramm Co2 ausgestoßen werden (Herstellung miteinbezogen). Demgegenüber stehen 271 Gramm für jeden mit dem Auto gefahrenen Kilometer und 101 Gramm bei Busreisenden. (Quelle: http://www.theguardian.com/environment/2011/dec/12/cycle-like-danes-cut-emissions)

Anna Rees, verantwortlich für die internationale Redaktion von RESET, hat diese Zahlen auf sich selbst übertragen: „Wenn ich meinen acht Kilometer langen Weg zur Arbeit jeden Morgen mit dem Fahrrad zurücklege verbrauche ich jeden Tag 2000 Gramm Co2 weniger, als würde ich die Strecke mit dem Auto fahren. In einer Woche macht das schon 20 eingesparte Kilo Co2 und im Verlauf eines Monats ca. 80 Kilo. Und wenn ich diese Zahlen nun auf mehr und mehr Menschen hochrechne … macht das einen sehr großen Unterschied!“

Mehr Infos zum Spezial: http://reset.org/blog/reset-spezial-kleine-schritte-grosse-wirkung-fuenf-schnelle-tipps-fuer-einen-klimafreundlichen-

Alle Tipps sind unter http://reset.org/tags/kleine-schritte-grosse-wirkung zu finden.

 

Über RESET: RESET wurde 2007 von den beiden Unternehmern Uta Mühleis und Bodo Kräter als Not-For-Profit Organisation ins Leben gerufen und hat sich mit über 500.000 Besuchern jährlich erfolgreich im deutschsprachigen Netz etabliert. Im Mai 2010 ging die international aufgestellte englischsprachige Schwesternseite online. RESET.org wurde mehrmals von der UNESCO zum offiziellen Projekt der UN-Dekade ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ erklärt; weitere Auszeichnungen, unter anderem ‚365 Orte im Land der Ideen‘ folgten.

Pressekontakt: Indra Jungblut, indra.jungblut@reset.org