Saatgut-Hilfe für Haiti | Landwirtschaft nach Hurrikan wieder aufbauen – BNN und Naturland richten Spendenkonto ein

Spendenaufruf, 18.10.2016

Hurrikan Matthew hat das Land Haiti, das zu den ärmsten der Welt gehört, schwer getroffen. Noch hat die reine Katastrophenhilfe oberste Priorität, um die Menschen mit dem unmittelbar Notwendigsten zu versorgen. Zugleich muss aber in der Landwirtschaft jetzt schon an die nächste Aussaat gedacht werden, damit die haitianischen Bauern nicht langfristig auf Lebensmittelhilfen angewiesen bleiben.

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und Naturland haben deshalb ein Spendenkonto eingerichtet, damit Haiti und seine Menschen auch über die unmittelbare Nothilfe hinaus die Unterstützung bekommen, die das gebeutelte Land nun dringend benötigt. Denn mit den Ernten, die der Hurrikan vernichtet hat, ist auch das Saatgut verloren gegangen, das die Bauern traditionell nach der Ernte für die neue Aussaat zurücklegen. Wenn im Januar nicht Mais, Hirse und Bohnen in den Boden kommen, ist eine weitere Anbausaison verloren.

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, BÖLW-Vorsitzender und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied, hat seit Jahrzehnten enge Kontakte in das Land. Als Entwicklungshelfer hat er drei Jahre lang im jetzt am stärksten betroffenen Südwesten Haitis gearbeitet. Löwenstein ist vertraut mit der Situation im Land und mit der Arbeit vieler dort tätiger Entwicklungsorganisationen.

Eine davon ist die Nichtregierungs-Organisation ORE (Organization for the Rehabilitation of the Environment; www.oreworld.org). Ihr Tätigkeitsradius umfasst genau die Gegend, über die das Zentrum des Sturmes gezogen ist. ORE züchtet seit über 30 Jahren Saatgut zusammen mit den Bauern. Schon jetzt besorgt und verteilt ORE Gemüsesaatgut, das unmittelbar ausgesät werden kann. Aber auch für die Januar-Aussaat muss jetzt mit der Beschaffung begonnen werden. „Mit nachbaufähigem Saatgut soll den Bauern zudem eine Alternative geboten werden, damit sie nicht von gentechnisch verändertem Saatgut abhängig werden, das sie für jede Aussaat neu kaufen müssen“, sagte Löwenstein.

Unter dem Stichwort „Saatgut-Hilfe für Haiti“ haben der BNN und Naturland deshalb ein Spendenkonto eingerichtet, um ORE dabei zu unterstützen, dass die haitianischen Bauern schnell mit passendem Saatgut versorgt werden. Der BNN und Naturland werden als Grundstock 1.000 Euro in den Fonds einzahlen. Jede weitere Unterstützung ist willkommen – ob von Erzeugern, Verarbeitern, Handelsunternehmen oder Verbraucherinnen und Verbrauchern. Jede Spende zählt!

Spenden bitte auf folgendes Konto überweisen:

Kontoinhaber: Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Bank: Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
IBAN: DE72 7025 0150 0028 5993 97
BIC: BYLADEM1KMS
Verwendungszweck: Saatgut-Hilfe für Haiti
Bei Spenden bis zu 200 Euro erkennt das Finanzamt Ihren Überweisungsbeleg als Spendenbeleg an. Für höhere Spenden bitte vollständige Adresse auf dem Überweisungsformular angeben.

Kontakt:
Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Markus Fadl | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/89 80 82 31 | Email: m.fadl@naturland.de

Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V.
Michaelkirchstraße 17/18, 10179 Berlin
Marcel-Philipp Werdier | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030/847 12 24 56 | Email: werdier@n-bnn.de




Die genetische Grundlage unserer Ernährung ist in Gefahr – Naturland zum Welternährungstag am 16. Oktober

Pressemitteilung am 13. Oktober 2016

Gräfelfing – Zum Tag der Welternährung am 16. Oktober macht Naturland auf die Bedeutung der Kleinbauern zur Ernährungssicherung aufmerksam. Auch der gerade erschienene Welthunger-Index 2016 setzt auf die nachhaltige Steigerung der Produktivität von Kleinbauern. Der freie Zugang zu Saatgut und Sortenvielfalt ist dabei eine Voraussetzung – was aber jetzt mit der Übernahme von Monsanto durch Bayer passiert, ist genau das Gegenteil.

„Die Macht der Saatgut- und Pestizidkonzerne bedroht schon heute die genetische Grundlage unsere Ernährung“, warnt der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester anlässlich des Welternährungstags. Eine große genetische Bandbreite ist jedoch wichtig, damit sich Kulturpflanzen an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen können. Genau das fordern auch die Nachhaltigkeitsziele, denen sich Deutschland verpflichtet hat.

Nachhaltigkeitsziele fordern genetische Vielfalt im Kampf gegen Hunger

Vor gut einem Jahr sind auf dem Sondergipfel der Vereinten Nationen die „Sustainable Development Goals“ (SDGs) verabschiedet worden. Im Nachhaltigkeitsziel 2 geht es darum, den Hunger zu beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung zu erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Explizit wird darin gefordert, die genetische Vielfalt von Saatgut und Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustieren zu bewahren und auch den Zugang dazu zu sichern. Mit der Fusion von Bayer und Monsanto entsteht dagegen ein Megakonzern, der weltweit fast ein Drittel des Saatgutes kontrollieren wird.

Kleinbauern bei der ökologischen Intensivierung unterstützen

Der Öko-Landbau setzt auf autarke, standortgerechte Anbausysteme. Angepasste Lösungen sind vielfältig und leben von einer Vielfalt an lokalen Sorten, die an Klima und Umwelt angepasst sind und Kleinbauern gute Erträge sichern. Ein gutes Beispiel dafür findet man in Peru, auf über 3.500 Metern Höhe. Die Naturland Kleinbauernkooperative Agropia kultiviert über 400 verschiedene Kartoffelsorten, die gute und sichere Erträge trotz der schwierigen lokalen Bedingungen bringen.

Das Modell Bayer-Monsanto hingegen setzt auf patentiertes Hochleistungssaatgut im Kombipaket mit Kunstdünger und Pestiziden, für das nicht nur die Bauern teuer bezahlen. „Wenn Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf Bayer setzt, dann macht er den Bock zum Gärtner“, kommentiert Hohenester. Schmidt hatte die Übernahme begrüßt und die feste Erwartung geäußert, dass Bayer seine Nachhaltigkeitsstrategie auch auf die neuen Unternehmensteile übertragen werde.

Kontakt:
Andreas Ziermann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
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Klimaschutz braucht wirksame Ziele – Naturland fordert erhebliche Nachbesserungen am Klimaschutzplan der Bundesregierung

Pressemitteilung, 30.09.2016

Gräfelfing – Naturland fordert in einer Stellungnahme zum Klimaschutzplan 2050 erhebliche Nachbesserungen am Entwurf der Bundesregierung. „Ohne die Festschreibung wirksamer und verbindlicher Etappenziele zur CO2-Reduktion wird Deutschland die Klimaziele von Paris nicht erreichen können. Die Bundesregierung muss jetzt ihren eigenen Ankündigungen zum Klimaschutz Taten folgen lassen und den Klimaschutzplan 2050 ambitioniert nachbessern“, sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Freitag in Gräfelfing. Andernfalls drohe der ganze Plan zur Farce zu werden, warnte er.

Anfang September hatte das Bundesumweltministerium den Klimaschutzplan 2050 zur nationalen Umsetzung des Klimaabkommens von Paris vorgelegt. Im Abstimmungsprozesses zwischen Kanzleramt, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium wurde das Papier dann immer weiter zusammengestrichen. So fehlen im fertigen Entwurf wirksame Ziele zur CO2-Reduktion für alle wesentlichen Sektoren, vom Verkehr über die Landwirtschaft bis zum Energiesektor.

Potenzial des Öko-Landbaus für den Klimaschutz nutzen

Dabei ist allein die Landwirtschaft für rund zwölf Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Klimaziele können deshalb nur erreicht werden, wenn die Emissionen aus der Landwirtschaft wie geplant bis 2050 halbiert werden. Doch dafür braucht es einen grundlegenden Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft hin zu mehr Ökologie und Nachhaltigkeit, forderte Hohenester: „Wir müssen mehrere Hebel gleichzeitig bedienen. Die Nutztierhaltung muss an die Fläche angepasst werden, der Konsum tierischer Lebensmittel muss sinken und das Dauergrünland muss geschützt werden“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Wie die Landwirtschaft vom Mitverursacher des Klimawandels zu einem entscheidenden Teil der Lösung des Problems werden kann, zeigt seit Jahrzehnten der Öko-Landbau. So können humusreiche Öko-Böden mehr CO2 aufnehmen und speichern als sie abgeben. Durch die Flächenbindung in der Tierhaltung wiederum haben Öko-Betriebe geringere Tierzahlen und einen geringeren Futtermittelbedarf, wodurch die Treibhausgasemissionen – insbesondere der Methan-Ausstoß – deutlich reduziert werden.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass Umweltministerin Barbara Hendricks die Ausweitung des Öko-Landbaus auf 20 Prozent bis 2030 als Maßnahme gegen den Klimawandel im Klimaschutzplan verankert hat“, betonte Hohenester. Um dieses Ziel zu erreichen, muss allerdings das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) deutlich aufgestockt werden. Darüber hinaus müssen die Forschungsmittel für den Öko-Landbau signifikant erhöht werden, forderte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Kontakt
Markus Fadl
Pressesprecher

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
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Auch bei Öko-Kaffee gibt es Unterschiede – Naturland zum Welttag des Kaffees am 1. Oktober

Pressemitteilung, 29.09.2016

Gräfelfing – Am 1. Oktober ist Weltkaffeetag. Kaffee ist das mit Abstand meist getrunkene Getränk in Deutschland. Der Pro-Kopf-Konsum lag im vergangenen Jahr bei 162 Litern. Die Verbraucher sind anspruchsvoll was seine Zubereitung betrifft, aber auch ein Blick auf den Anbau lohnt. Kaffee wird auf über zehn Millionen Hektar in 70 Ländern rund um den Globus angebaut, wobei die Anbauweisen sehr verschieden sind. „Naturland-Kaffee wird in standortgerechten Anbausystemen mit Schattenbäumen kultiviert und leistet dadurch einen echten Beitrag für Umwelt und Klima“, betont der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester anlässlich des Weltkaffeetages.

Im Wesentlichen wird Kaffee in zwei verschiedenen Anbauverfahren erzeugt, in Monokultur oder als Mischkultur in Agroforstsystemen. Naturland geht im Kaffeeanbau weit über die EU-Öko-Verordnung hinaus und schreibt in seinen Richtlinien standortgerechten Kaffeeanbau in Agroforstsystemen mit Schattenbäumen vor. Dieses besonders nachhaltige Anbausystem geht mit vielen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen einher.

Vielfältige Umweltleistungen und Klimaschutz

Kaffee-Agroforstsysteme erbringen vielfältige Umweltleistungen: Sie schützen den Boden vor Erosion, tragen zum Schutz von Wassereinzugsgebieten bei und dienen als Puffer gegen Klimaextreme. Auch liegen die meisten Kaffeeanbaugebiete in Gebieten mit hoher Artenvielfalt, weshalb ihnen eine überragende Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität zukommt. Viele Studien belegen eine wesentlich höhere Zahl von Tier- und Pflanzenarten in Kaffee-Agroforstsystemen als in Sonnenkaffee-Plantagen.

20 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus der Vernichtung von Tropenwäldern. Naturnahe Agroforstsysteme mit Kaffee leisten dagegen einen Beitrag zur Erhaltung des tropischen Waldgürtels. Studien belegen zudem, dass ökologische Schattenkaffeepflanzungen mindestens eine Tonne mehr Kohlenstoff pro Hektar binden als Kaffeeplantagen ohne Schattenbäume, weil mehr Biomasse erzeugt wird, die im Boden zu Humus aufgebaut wird. Das entspricht 3,7 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr.

Nachhaltig und multifunktional – ein Plus für die Bauern

Ein diversifiziertes Anbausystem, wie es Naturland Kaffee-Bauern pflegen, ist resilient, das bedeutet, es kann sich besser an Klimaveränderungen anpassen, was zunehmend wichtiger wird. Darüber hinaus bringen die vielen nutzbaren Bäume insbesondere für Kleinbauern auch wirtschaftliche Vorteile. Für die Selbstversorgung ernten sie Bananen, Avocados, Mangos, Heilpflanzen, Brennholz, Bauholz und viele weitere Produkte. Diese zusätzlichen Einkommensquellen tragen zu einer größeren wirtschaftlichen Sicherheit und Unabhängigkeit der Landwirte bei.

Dass nur die Verbindung von Öko und Fair wirklich nachhaltig ist, hat unlängst auch die Stiftung Warentest (05/2016) bestätigt. In einem Vergleich von sechs verschiedenen Zertifizierungen kamen die Prüfer zu dem klaren Urteil: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“

Pressesprecher
Markus Fadl

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
www.naturland.de, www.oekobauer-gesucht.de




Die ganze Vielfalt bei Naturland – Naturland & Partner auf BioSüd (25.09.) in Augsburg und BioNord (09.10.) in Hannover

Pressemitteilung, 19.09.2016

Die ganze Vielfalt bei Naturland

Augsburg/Hannover – „Naturland Qualität. Regional und weltweit“: Unter diesem Motto präsentiert Naturland auf der BioSüd in Augsburg und der BioNord in Hannover wieder eine einzigartige Produktvielfalt in Öko und Fair. Insgesamt 20 Naturland Partner nehmen an den Gemeinschaftsständen auf den Messen teil.

In der Vielfalt ihrer Produkte sind all diese Unternehmen miteinander verbunden durch das Naturland Qualitätsverständnis. Denn ob Säfte und Sirups vom heimischen Holunder, Feinkost aus der Toskana, Schokolade mit fairem Kakao aus Lateinamerika oder öko-faire Milch aus Brandenburg oder Oberbayern: Alle Lebensmittel mit Naturland oder Naturland Fair Zeichen werden nach den gleichen strengen Richtlinien hergestellt: Öko, Sozial und Fair.

Auf den beiden Bio-Regionalmessen können Sie die ganze Vielfalt in Naturland Qualität erleben. Auf der BioSüd nehmen 18 Naturland Partner am Gemeinschafsstand teil, sieben davon mit Naturland Fair Zertifizierung. 39 weitere Naturland Partner finden sich mit ihren Ständen auf der übrigen Messe verteilt. Auf der BioNord sind 15 Naturland Partner am Gemeinschaftsstand vertreten, sechs davon mit Naturland Fair Zertifizierung. Zusätzlich präsentieren 28 weitere Naturland Partner ihre vielfältigen Produkte in der Messehalle.

Holundersirup vom Naturland Geflügelhof

Erstmals mit dabei auf der BioSüd ist der Naturlandhof Heinzler aus dem Linzgau (Baden-Württemberg) mit Produkten aus seiner neuen Holunderlinie. Familie Heinzler führt einen Geflügelbetrieb, auf dem Bio-Puten im Freiland unter Holunderbüschen geradezu ideale Lebensbedingungen finden. Aus den Blüten werden dann der Holundersirup „Heinzler’s Holly“ und der Holundermuttersaft „Heinzler’s Holder“ gewonnen. Dafür haben die Heinzlers direkt vor Ort einen Verarbeiter gefunden. Was als artgerechte Gestaltung des Freilandgeheges begann, ist so inzwischen zum zweiten Standbein des Betriebs geworden.

Auf der BioNord ist die HerbaPack GmbH erstmals mit dabei am Naturland Gemeinschaftsstand. Das Unternehmen aus Thüringen ist spezialisiert auf Bio-Tee sowie exotische und einheimische Bio-Gewürze. HerbaPack pflegt enge Beziehungen und eine langfristige Zusammenarbeit mit seinen bäuerlichen Erzeugern in aller Welt und engagiert sich als Partner des Naturland Projekts www.oekobauer-gesucht.de auch für die Weiterentwicklung des heimischen Öko-Landbaus.

Hintergründe zur Entwicklung des Öko-Landbaus in Europa

Neben den innovativen Produkten unserer Partner finden Sie bei Naturland auch hilfreiche Materialien zur Verbraucherkommunikation über Öko sowie Hintergrundinformationen zur Entwicklung des Öko-Landbaus. So liefert die jüngste Ausgabe des Handbuchs „Ökologischer Landbau in Europa – Perspektiven und Entwicklungen“ genaue und umfassende Daten zur aktuellen Lage der Öko-Branche nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Naturland hat die deutsche Ausgabe des von der IFOAM EU-Gruppe herausgegebenen Handbuchs betreut.

Das Handbuch wird auf beiden Regionalmessen am Naturland Stand erhältlich sein – ebenso wie eine aktuelle FiBL-Studie zur Frage, wie die gemeinsame Agrarpolitik der EU den Öko-Landbau voranbringen könnte. Die Studie, die von Naturland gemeinsam mit dem Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der IFOAM EU-Gruppe herausgegeben wird, wurde durch die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Union kofinanziert.

Naturland auf der BioSüd, 25. September 2016, Augsburger Schwabenhallen:

Besuchen Sie den Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 5, Stand 5-F06, von 09.00 bis 17.30 Uhr. Sie finden dort folgende Naturland Partner:

Biopilzhof GmbH
followfood GmbH / followfish
Friedrich Bläuel & Co. GmbH / Mani Bläuel
GEPA – The Fair Trade Company
Gläserne Molkerei GmbH
Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH
Isana Naturfeinkost GmbH & Co. KG / bio-verde
Käserebellen GmbH
LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs-GmbH
Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG
Merchant & Friends – The Coffee Roasters
Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG
Naturlandhof Heinzler
Ökofrost GmbH / Biopolar
Pichler Biofleisch Vertriebs-GmbH & Co. KG
Sanatur GmbH
Schlossbrauerei Stein Wiskott GmbH & Co. KG
Wechsler Feinfisch GmbH / BioMare

Naturland auf der BioNord, 09. Oktober 2016, Deutsche Messe Hannover:

Besuchen Sie den Naturland Gemeinschaftsstand in Halle 4, Stand 4-G10, von 09.00 bis 17.30 Uhr. Sie finden dort folgende Naturland Partner:

Biopilzhof GmbH
Friedrich Bläuel & Co. GmbH / Mani Bläuel
followfood GmbH / followfish
GEPA – The Fair Trade Company
Gläserne Molkerei GmbH
HerbaPack GmbH
Lobetaler Bio-Molkerei, Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH
Isana Naturfeinkost GmbH & Co. KG / bio-verde
Käserebellen GmbH
LaSelva Toskana Feinkost Vertriebs GmbH
Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG
Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG
Ökofrost GmbH / Biopolar
Sanatur GmbH
Wechsler Feinfisch GmbH / BioMare

Kontakt:
Martina Romanski
Marketing/PR

Naturland Zeichen GmbH
Kleinhaderner Weg 6
82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 73
Fax: +49 (0) 89 – 89 80 82 973
www.naturland.de
www.oekobauer-gesucht.de




Faire Woche 2016: Vertreterinnen peruanischer Naturland Kooperative auf Rundreise – Öko-faire Kartoffelchips aus den Anden

Gräfelfing – Öko-Landbau und Fairer Handel verbinden Bäuerinnen und Bauern in aller Welt. Die Naturland Fair Zertifizierung vereint beides – Öko und Fair – in einem Zeichen. Während der diesjährigen Fairen Woche (16. bis 30. September), der bundesweiten Aktionswoche zum Fairen Handel, werden zwei Naturland Bäuerinnen aus Peru im Rahmen einer Rundreise durch ganz Deutschland davon berichten, wie Öko-Landbau und Fairer Handel zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen.

Auf dem Besuchsprogramm steht dabei auch die Begegnung mit einem bayerischen Naturland Bauern, der wie die peruanische Kleinbauern-Kooperative Agropia Kartoffeln erzeugt. Und so unterschiedlich die Voraussetzung natürlich sind – in manchem steht unser heimischer Öko-Bauer dann doch auch vor durchaus ähnlichen Herausforderungen wie seine Berufskolleginnen aus Peru.

Ziel der seit 2015 Naturland Fair zertifizierten Kleinbauern-Kooperative Agropia ist es, die Lebensqualität ihrer Mitglieder und deren Familien durch den Anbau traditioneller Kartoffelsorten – den sogenannten „papas nativas“ – dauerhaft zu verbessern. In den peruanischen Anden, bekannt als „Wiege der Ur-Kartoffeln“, bauen die 75 Kleinbauern von Agropia in 4.000 Metern Höhe fast ausgestorbene Sorten mit klingenden Namen wie Pumapamaquin („Puma-Pfote“) oder Sumac Soncco („schönes Herz“) an. Sie tragen so auch zur Bewahrung der einzigartigen Sortenvielfalt bei, die zum kulturellen Erbe Perus zählt.

Naturland verbindet: Peruanische Kartoffelbäuerin begegnet bayerischem Kartoffelbauern

Dank der Mittel aus der Fair-Prämie können die Kartoffeln seit diesem Jahr zudem in einer eigenen Fabrik zu Chips verarbeitet werden. So bleibt ein größerer Teil der Wertschöpfung bei den Erzeugern. Die Fairhandelsgenossenschaft dwp, auf deren Einladung Agropia-Geschäftsführerin Yanet Giovana Garay Flores und Kleinbäuerin Espirita Guerrero Romero in Deutschland zu Gast sind, vertreibt die Naturland Fair zertifizierten Chips aus roten und blauen Kartoffeln in den deutschen Weltläden.

Eigene Vermarktung ist auch ein Thema für Arthur Stein, Naturland Bauer im oberbayerischen Röhrmoos, den die beiden Peruanerinnen im Rahmen ihrer Deutschland-Rundreise besuchen werden (26. September). Stein vermarktet seine Kartoffeln teils direkt an Endverbraucher, zum Teil aber auch an den Lebensmitteleinzelhandel. Letzteres geht dank einer Kooperation mit anderen Öko-Bauern in der Region, um so die notwendigen Mengen vorhalten und die nötige Infrastruktur finanzieren zu können.

Eröffnung der Fairen Woche in Berlin: Naturland Fair im Norden mit Projekt „ei care“

Offiziell eröffnet wird die Faire Woche am 16. September in Berlin in der Kreuzberger Markthalle IX durch den Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Thomas Silberhorn. Dort wird unter anderem ein Vertreter der ebenfalls Naturland zertifizierten Kleinbauern-Kooperative Green Net aus Thailand zu Gast sein. Als Vertreterin von Fair im Norden wird Naturland Bäuerin Anne Reinsberg aus Brandenburg das Naturland Fair zertifizierte Projekt „ei care“ vorstellen.

Fair zu Mensch und Tier – das ist der zentrale Gedanke von „ei care“. Das Projekt der Naturland Marktgesellschaft und des Berliner Bio-Großhändlers Terra Naturkost bietet eine Alternative zur heutigen Hühnerhaltung, die sich entweder auf Ei- oder auf Fleischhochleistung spezialisiert hat. Der Aufbau einer fairen, regionalen Wertschöpfungskette durch die „ei care“-Projektpartner hingegen ermöglicht den teilnehmenden Naturland Familienbetrieben rund um Berlin, Hühner und Hähne der Zweinutzungsrasse „Les Bleues“ aufzuziehen, die dann Eier und Fleisch liefern.

Regionale Fair-Akteure vernetzen: Faires Frühstück bei Naturland in Gräfelfing

Global denken, lokal handeln – das ist eines der Grundprinzipien des Fairen Handels, der auch von der engen Verflechtung von Produzentinnen, Handel, Konsumenten sowie Politik und Zivilgesellschaft lebt. In diesem Sinne wird Naturland als international tätiger Verband, der am Stadtrand von München beheimatet ist, die Faire Woche auch zum Anlass nehmen, interessierte Akteure in der Region München miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen.

Den Rahmen hierfür bildet die Einladung zu einem Fairen Frühstück am 27. September in der Geschäftsstelle des Naturland e.V. in Gräfelfing. Mit dabei sind auch die beiden Vertreterinnen der peruanischen Naturland Kooperative Agropia, die aus ihrer Sicht als Produzentinnen berichten werden, wie der Faire Handel wirkt.

Veranstalter der Fairen Woche, die in diesem Jahr Unter dem Motto „Fairer Handel wirkt“ steht, ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband. Die Planung und Umsetzung der rund 2.000 bis 2.500 Aktionen übernehmen lokale Gruppen und Organisationen. Naturland ist Mitglied im Forum Fairer Handel, das sich als die politische Stimme der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland versteht.

Erfahren Sie mehr über Naturland Fair auf den folgenden Veranstaltungen:

16. September: Zentrale Auftaktveranstaltung zur Fairen Woche, u.a. mit Thomas Silberhorn, STS im BMZ, und Naturland Bäuerin Anne Reinsberg vom Projekt „ei Care“. Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, Berlin-Kreuzberg (11.30 Uhr)
26. September: Naturland Kartoffelanbau in Peru und Oberbayern: Vertreterinnen der Kooperative Agropia begegnen deutschem Kollegen. Scharlhof, 85244 Röhrmoos (10.00 Uhr)
27. September: Faires Frühstück unter dem Motto „Öko & Fair, da geht noch mehr – auch regional!“ Naturland Geschäftsstelle, Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing (Teilnahme nur auf Einladung)
Dass nur die Verbindung von Öko und Fair wirklich nachhaltig ist, hat unlängst auch die Stiftung Warentest (05/2016) bestätigt. In einem Vergleich von sechs verschiedenen Zertifizierungen kamen die Prüfer zu dem klaren Urteil: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“

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Öko-Landbau stärken als Antwort auf Krise der Landwirtschaft – Naturland zu den Beratungen des Bundestags zum Agrarhaushalt 2017

Pressemitteilung, 06.09.2016

Gräfelfing/Berlin – Naturland fordert die Bundestagsabgeordneten auf, den zaghaften Entwurf der Bundesregierung zum Agrarhaushalt 2017 zu korrigieren. „Mit seinem völlig mutlosen Haushaltsentwurf verschenkt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Chance, einen Weg aus der aktuellen Krise der konventionellen Landwirtschaft zu weisen“ sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Dienstag in Gräfelfing: „Wir brauchen aber keine Politik des Durchwursteln, sondern ein klares Signal für mehr Öko-Landbau als Antwort auf die Krise. Jetzt ist es an den Abgeordneten, durch Korrekturen am Entwurf des Bundesministeriums in den anstehenden Beratungen dieses positive Signal doch noch zu setzen“, sagte Hohenester.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt wird am Donnerstag den vom Kabinett beschlossenen Haushaltsentwurf für sein Ressort erstmals im Bundestag vorstellen. Schmidt hatte sich in der Vergangenheit zwar immer wieder zum Ziel der Bunderegierung bekannt, den Öko-Landbau auf 20 Prozent auszuweiten. Im Haushaltsentwurf ist von diesem ambitionierten Ziel allerdings nichts zu sehen.

So verharrt ausgerechnet das zentrale Instrument für eine Ausweitung des Öko-Landbaus, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), auf der Stelle. „Wir fordern eine Aufstockung des BÖLN von derzeit 17 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro, um einen wirklichen Durchbruch in der Fläche zu erreichen“, sagte Hohenester.

Zukunftsstrategie droht zum Papiertiger zu werden

Dank der starken Nachfrage nach Bio-Produkten stellt die ökologische Lebensmittelwirtschaft für immer mehr Bauern eine echte Alternative zur konventionellen Massen-Produktion dar. Darüber hinaus ist der Öko-Landbau die Form der Landwirtschaft, die Umwelt und Klima schont. Dies hat eigentlich auch Bundesminister Schmidt erkannt und im Sommer 2015 mit der „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ ein Programm zur Beschleunigung der Ausweitung des Öko-Landbaus angekündigt.

„Allerdings zieht Minister Schmidt daraus keinerlei finanzielle Konsequenzen“, kritisierte Hohenester. „Und ohne ausreichend finanzielle Ausstattung droht die Zukunftsstrategie zum Papiertiger zu werden“, warnte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

„Jetzt müssen die Abgeordneten des Bundestags ein klares Signal für mehr Öko und für eine echte Veränderung im Agrarbereich geben. Nur durch eine signifikante Aufstockung des BÖLN kann die Bundesregierung ihre eigenen ehrgeizigen Ziele zur Ausweitung des Öko-Landbaus erreichen“, unterstrich Hohenester abschließend.

Pressekontakt

Markus Fadl
Pressesprecher

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.

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Bundesregierung muss Zukunftschancen durch Umschichtung der EU-Agrargelder nutzen

Pressemitteilung vom 17.08.2016

Mainz/Darmstadt/Gräfelfing, 17. August 2016. Bioland, Demeter und Naturland fordern die Bundesregierung auf, jetzt 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen der 1. Säule zugunsten von Umwelt, Tier- und Klimaschutzmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. Dieser Spielraum der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) muss genutzt werden, um die nationalen Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Einkommen nachhaltig wirtschaftender Betriebe langfristig zu sichern.

Für eine Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit ermöglicht es die EU, 15 Prozent der Agrar-Direktzahlungen aus der 1. Säule für gezielte Agrarumweltmaßnahmen in die 2. Säule umzuschichten. In Deutschland werden bisher nur 4,5 Prozent umgewidmet. So verpasst die Bundesregierung bislang die Chance, wichtige Ziele ihrer Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen.
„Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Ziele im Umweltschutz und zur Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der Agrarfläche erreichen will, muss sie die EU-Agrargelder entsprechend umwidmen“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. „Mit der Umschichtung von weiteren 10,5 Prozent stünden den Bundesländern ab 2019 jährlich rund 500 Mio. Euro für eine Honorierung der Betriebe für Mehrleistungen im Umwelt-, Klima-, und Tierschutz zur Verfügung. Die Bezahlung dieser öffentlichen Güter sichert so einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen Einkommen.“

In einigen Bundesländern sind schon jetzt, im ersten Drittel der Förderperiode, wichtige Agrarumweltmaßnahmen und die Ökolandbauförderung wegen Unterfinanzierung gestrichen worden. So werden im Saarland keine neuen Anträge für die Förderung des Ökolandbaus angenommen. In Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden weitere wichtige Agrarumweltmaßnahmen gestoppt. „Hier werden echte Rückschritte bei der Ökologisierung der Landwirtschaft riskiert“, warnt Demeter Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schmid, und weiter: „Landwirte brauchen Planungssicherheit, um auf ökologischen Landbau umzustellen, gerade in der derzeitigen Preiskrise. Deshalb muss die Bundesregierung jetzt eine zukunftsweisende Entscheidung treffen, die den Ländern erlaubt, diese Planungssicherheit wiederherzustellen und Landwirte bei der Entscheidung für den Ökolandbau zu unterstützen.“

Rund 40 Prozent der Agrar-Direktzahlungen landen bei den Verpächtern und tragen somit wesentlich zur Steigerung der Pachtpreise bei. Dies schmälert die Einkommenswirkung für die Landwirte. Die erste Säule bleibt ineffizient. Auch die Umweltleistungen, die mit der 1. Säule über das Greening erbracht werden, leisten keinen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele. „Die Agrar-Direktzahlungen haben trotz des 2014 eingeführten Greening´s keinen bedeutenden positiven ökologischen Effekt. Im Gegenteil, in der derzeitigen Höhe zementieren sie die Verhältnisse und schwächen das Budget für effektive Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahme der 2. Säule“, sagt Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland. „Entscheidend ist daher, dass so viele Mittel wie möglich umgeschichtet werden. Es muss zweckgebunden in landwirtschaftliche Betriebe investiert zu werden: für Öko-Landbau, Arbeitsplätze, Klima-, Tier- und Gewässerschutz“, betont Hohenester.

Zum Positionspapier der Verbände „Zukunftschancen der Gemeinsamen Agrarpolitik für Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz nutzen“
http://www.naturland.de/images/Pressemitteilungen/PMs2016/160728-Verbndepapier-GAP-Zukunftschancen-nutzen.pdf

Ansprechpartner:

• Bioland:
Geschäftsleiter Agrarpolitik und Kommunikation: Gerald Wehde
Tel.: 06131/239 79 20
E-Mail: gerald.wehde[at]bioland.de

• Demeter:
Politik und Öffentlichkeitsarbeit: Antje Kölling
Tel.: 030/54 86 08 84
E-Mail: antje.koelling[at]demeter.de

• Naturland:
Referent Agrarpolitik Sebastian Mittermaier
Tel.: 089/89 80 82 27
E-Mail: s.mittermaier[at]naturland.de




Öko und Fair wirkt – vielfältig und vielerorts | Naturland Fair auf der Fair Handels Messe Bayern in Augsburg

Pressemitteilung, 11.07.2016

Gräfelfing – Immer mehr Label weisen Produkte als nachhaltig aus. Echte Nachhaltigkeit entsteht aber nur dann, wenn Produkte ökologisch erzeugt und fair gehandelt wurden. Beides vereint Naturland Fair seit 2010 in einem Zeichen. Wie das konkret wirkt, von Lateinamerika über die Türkei bis ins Voralpenland, macht Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli in Augsburg erlebbar.

Wie Nord und Süd zusammenkommen und welchen konkreten Nutzen die Erzeuger davon haben, zeigt sich an einem Produkt wie den Naturland Fair zertifizierten schokolierten Haselnüssen der Fair-Handelsgenossenschaft dwp eG. Die öko-fairen Rohstoffe stammen aus dem Süden und dem Norden: Haselnüsse aus der Türkei, Kakao von der Dominikanischen Republik, Zucker aus Paraguay und Milch aus dem Berchtesgadener Land. Der Öko- als auch der Fair-Anteil betragen 100 Prozent. Diese Beispiele beleuchtet Naturland auf der Fair Handels Messe Bayern und zeigt die ganze Vielfalt öko-fairer Produkte aus Nord und Süd.

Vielfältige Regionen – vielfältige Wirkungen

Die Haselnüsse, die dwp mit Schokoglasur in deutsche Läden bringt, stammen von bäuerlichen Kleinbetrieben an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Preise, die das Fairhandelsunternehmen Isik dafür zahlt, kommen auch den Erntehelfern der Bauern zu Gute: Neben einem angemessenen Lohn erhalten sie feste Unterkünfte sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Schulausbildung und der medizinischen Versorgung. Den Kakao wiederum liefert die Kooperative Cooproagro in der Dominikanischen Republik. Die Kooperative konnte dank der Fair-Prämie wichtige Infrastruktur wie Straßen und Brücken sowie Gemeindezentren errichten. Und in Paraguay ist es der Kauf einer Zuckermühle – finanziert durch Mehreinnahmen aus dem Fairen Handel – der den Zuckerrohrbauern mehr Unabhängigkeit und bessere Auszahlungspreise ermöglicht.

Doch Naturland Fair wirkt auch in Deutschland: Überdurchschnittliche Milchpreise und eine verlässliche Handelsbeziehung geben den Bauern im Berchtesgadener Land die notwendige Perspektive, um ihre Betriebe auch in der nächsten Generation weiterzuführen. Damit tragen die Milchwerke Berchtesgadener Land zum Erhalt einer bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft und der Bewahrung der alpinen Kulturlandschaft bei.

Naturland Fair setzt höchsten Standard

Dass nur die Verbindung von Öko und Fair wirklich nachhaltig ist, hat auch die Stiftung Warentest unlängst einmal mehr bestätigt. Die Tester bewerteten sechs verschiedene Nachhaltigkeitssiegel und kamen dabei zu dem klaren Ergebnis: „Den höchsten Standard setzt das Siegel Naturland Fair.“ Rainforest Alliance und UTZ Certified, die im Handel am häufigsten anzutreffen sind, wurden dagegen als die Siegel mit den „geringsten Ansprüchen“ bzw. „wenig anspruchsvollen Kriterien“ bewertet.

Fair Handels Messe Bayern am 15. und 16. Juli im Kongress am Park in Augsburg

Naturland Stand im Foyer „Klassik Radio“
Vortrag „Fairer Handel wirkt: 5 Jahre Naturland Fair Zertifizierung“, Freitag, 17.00 – 17.45 Uhr, Raum „Mercedes Benz“
Öffnungszeiten: Freitag, 13.30 bis 19.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Naturland Presse Info
Verantwortlich: Steffen Reese
Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel.: 089-898082-31
Fax: 089-898082-90
naturland@naturland.de
www.naturland.de




Naturland Winzer räumen Preise ab – Internationalen Bioweinpreis: 51 Naturland Weine ausgezeichnet – Vier Mal Großes Gold

Pressemitteilung, 01.07.2016

Naturland Winzer räumen Preise ab

Internationalen Bioweinpreis: 51 Naturland Weine ausgezeichnet – Vier Mal Großes Gold

Gräfelfing – Die hohe Qualität von Naturland Weinen ist beim 7. Internationalen Bioweinpreis eindrucksvoll bestätigt worden. Gleich neun Naturland Weingüter waren in diesem Jahr ganz vorne mit dabei. Für ihre Weine konnten sie insgesamt 51 der begehrten Auszeichnungen einstreichen, darunter auch vier Mal die Spitzenprämierung Großes Gold. „Dieser große Erfolg bei einem der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe für Öko-Wein ist Ausdruck des generell hohen Qualitätsniveaus der Naturland-Winzer“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester in Gräfelfing.

Besonders erfolgreich waren erneut das „Schloßgut Hohenbeilstein“ der Familie Dippon in Württemberg und das Würzburger „Weingut am Stein“ von Sandra und Ludwig Knoll. Sie gewannen je zwei Mal die Spitzenprämierung Großes Gold – ein Prädikat, das insgesamt nur 49 Mal vergeben wurde, bei über 1.000 Weinen im Wettbewerb. Die „2015er Randersacker Pfülben Riesling Auslese“ des „Weinguts am Stein“ bekam dabei mit 99 von 100 möglichen Punkten sogar die höchste überhaupt vergebene Wertung! Vier weitere Weine der Knolls sowie sechs Weine des „Schlossguts Hohenbeilstein“ bekamen zudem Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze („Empfehlung“).

Gleich zwölf Auszeichnungen – elf Mal Silber und eine Empfehlung – gingen an das „Weingut Forsthof“ im württembergischen Kleinbottwar. Damit räumte Familie Roth die meisten Preise aller Naturland Winzer ab. Außerdem gab es insgesamt sieben Mal Gold, neun Mal Silber und drei Mal eine „Empfehlung“ für die Naturland Weingüter Roth, Bausewein und Rainer Zang in Franken, das Weingut Wittmann in Rheinhessen sowie für die Genossenschaft „Weingärtner Cleebronn-Güglingen eG“ in Württemberg.

Auch bei den internationalen Weinen war ein Naturland Betrieb zum wiederholten Mal erfolgreich. Das Toskanische Landgut und Feinkost-Unternehmen LaSelva von Naturland Mitbegründer Karl Egger bekam insgesamt sechs Auszeichnungen: zwei Mal Gold, drei Mal Silber und eine „Empfehlung“.

Der Internationale Bioweinpreis wird seit 2009 von der Wine Systems AG in Frasdorf ausgerichtet. In diesem Jahr bewertete die Jury aus professionellen Verkostern 1.063 Bio-Weine aus 23 Ländern der Erde. Davon kamen 465 Weine aus Deutschland. Prämiert wurde in den vier Abstufungen „Empfehlung“, „Silber“, „Gold“ und „Großes Gold“.

Alle Ergebnisse des Wettbewerbs finden Sie unter http://www.bioweinpreis.de

Pressekontakt
Markus Fadl

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing

Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31
Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389

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