Von Karlsruhe in die ganze Welt | Viel zu tun für die Notfallpädagogik

Jedes Jahr durchleben Millionen von Kindern und Jugendlichen traumatische Erlebnisse und werden dabei oft alleine gelassen. Nicht verarbeitete Traumata können jedoch auch noch nach Jahren zu schweren Symptombildungen führen und die Entwicklung nachhaltig stören.

Die Karlsruher Organisation Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners – Notfallpädagogik unterstützt diese Kinder und Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen. So können mit pädagogischen Maßnahmen eventuelle Traumafolgestörungen abgemildert oder vermieden werden. Zu diesen gehören u.a. Elemente der Mal- und Zeichentherapie, Erlebnis- und Zirkuspädagogik, plastisch-therapeutisches Gestalten mit Ton oder Bienenwachsknete u.v.m.

Gleich im Januar und Februar finden vier Einsätze in Kriegs- und Katastrophengebieten statt.

KENIA:
Am Samstag, den 13. Januar bricht ein acht-köpfiges Team nach Kenia auf. In den Flüchtlingslagern Kakuma und Kalobeyei werden sie täglich mit den Kindern in den Reception-Centern arbeiten. In diesen Aufnahmestellen müssen die Menschen bis zu drei Monate verbringen, bis sie eine feste Unterkunft im Camp zugewiesen bekommen. Vor Ort ist inzwischen ein großes Team lokaler Mitarbeiter für das Waldorf-Kakuma-Project tätig. Sie werden bei diesem Einsatz weiter geschult und in ihrer Arbeit unterstützt.

NEPAL:
In Nepal liegt der Fokus des zehn-köpfigen Notfallpädagogik-Teams, das von 27. Januar bis 01. Februar vor Ort ist, auf der Katastrophenvorsorge und der (Aus-)Bildung. Als eines der ärmsten Länder der Welt, hat Nepal viele Probleme, die nicht ausschließlich durch die Erdbeben 2015 verursacht sind, durch diese jedoch weiter verschärft wurden. Der Wiederaufbau kommt nur langsam voran. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH) soll eine mittel- bis langfristig angelegte Unterstützung und Stärkung der Menschen gesichert werden.

BANGLADESCH:
In Kooperation mit der lokalen Hilfsorganisation brac werden am 01. Februar sieben Notfallpädagogen nach Bangladesch reisen. Neben der Arbeit mit traumatisierten Kindern steht die Entlastung der lokalen Helfer im Fokus. In Workshops und Coachings werden ihnen Methoden aus der Notfall- und Traumapädagogik an die Hand gegeben, um besser mit der enormen Belastung umzugehen.

KURDISTAN-IRAK:
Nach dem Referendum und den folgenden Unruhen im vergangenen Jahr wird nun die Arbeit im Langzeitprojekt weitergeführt. Die lokalen Mitarbeiter, die auch in den vergangen Monaten täglich mit den Kindern arbeiteten, werden beim Einsatz ab dem 06. Februar weitergebildet und das Ausbildungsprogramm fortgesetzt. Zudem wird das Team aus zwei internationalen Koordinatorinnen, die dauerhaft vor Ort sind, wieder vervollständigt.

Unsere Arbeit ist nur möglich mit Ihrer Unterstützung – jeder Beitrag hilft – vielen Dank!

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BIC GENODEM1GLS Stichwort „Notfallpädagogik“

Kontakt Presse:
Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Ecuador (2016), Philippinen (2013-2016), Haiti (2016), Gaza (seit 2009), Nepal (seit 2015), Kenia (2012 – 2013 und 2017) und Kurdistan-Irak (seit 2013).




Hunderte Tote nach Schlammlawinen in Kolumbien – „Menschen, Häuser, Bäume und Autos wurden einfach weggerissen. Ganze Viertel sind ausradiert“ (José Antonio Castro , Bürgermeister von Mocoa)

Innerhalb weniger Tage hat es in diesem Frühjahr in der Grenzregion zwischen Ecuador und Kolumbien so viel geregnet wie sonst innerhalb eines Monats. Anfang April hält der aufgeweichte Boden nicht mehr stand – schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verwüsten den Südwesten Kolumbiens.

Besonders hart getroffen wurde die Region um die Stadt Mocoa. Von den 70.000 Einwohnern hatten viele keine Chance, sie wurden im Schlaf von der Schlammlawine überrascht. Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf über 300 gestiegen, darunter sind 92 Kinder. Noch immer gelten hunderte Menschen als vermisst.
Mehr als die Hälfte der Stadtbevölkerung ist von den Erdrutschen und den Folgen betroffen. Am schlimmsten ist die Situation in den zahlreichen Armenvierteln. Viele der dort lebenden Binnenflüchtlinge sind vor den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierung, Guerilla und rechtsextremen Paramilitärs geflüchtet. Die meisten haben bereits schlimme Erlebnisse hinter sich, oft gar nicht oder nur unzureichend aufgearbeitet, und wurden nun durch die Naturkatastrophe erneut traumatisiert.

Um ihnen zu helfen, wird nach Ostern ein Team der Notfallpädagogik in die zerstörte Region reisen. Der Krisen-Einsatz wird erstmals durch ein rein südamerikanisches Team durchgeführt, unter deutscher Leitung und mit Unterstützung der Freunde der Erziehungskunst. Die vornehmlich kolumbianischen Notfallpädagogen werden für zwei Wochen vor Ort sein.
Bereits seit Jahren bildet die Fort- und Weiterbildung in Südamerika einen wichtigen Schwerpunkt in der internationalen Seminartätigkeit der Freunde. So wurden die lokalen Einsatzgruppen gestärkt und sind nun im Katastrophenfall in der Lage, schnell zu helfen. Zudem tragen die fehlende Sprachbarriere und die persönliche Verbundenheit dazu bei, Nähe zu den Traumatisierten aufzubauen und ihnen so besser Beistand leisten zu können.

Einsätze wie dieser sind nur durch Spenden möglich – Wir sind für jede Unterstützung dankbar!

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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Haiti (2016), Nepal (seit 2015) und Kurdistan-Irak (seit 2013).




Mehr sichere Orte für traumatisierte Kinder – 12. Notfallpädagogik-Einsatz im Nordirak

Im vergangenen Jahr wurde das Langezeitprojekt im Nordirak in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) weiter ausgebaut. Bereits seit Winter 2013/14 sind die Helfer in der Autonomen Region Kurdistan in Flüchtlingslagern traumapädagogisch aktiv.
In mittlerweile drei Flüchtlingslagern konnten Kinderschutzzentren und Projekte mit jeweils bis zu zehn Kindergruppen implementiert werden. Die täglichen Angebote werden von den fünfundzwanzig lokalen Pädagoginnen und Pädagogen durchgeführt – die meisten von ihnen sind selbst Flüchtlinge und leben in den Lagern. Nach vier Einsätzen in 2016 wird von 20. Januar bis 03. Februar erneut in Team der Notfallpädagogik in die Region Dohuk reisen.

Während dieses Einsatzes werden die lokalen Mitarbeiter, die seit 2015 kontinuierlich ausgebildet werden, weiter geschult. Dieses Mal werden Workshops in Kunst, Musik und Bewegung stattfinden.
Zudem werden erneut Beratungen für die Eltern und Fortbildungen für das Lehrpersonal in den Camps sowie Seminare für die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer an der Universität Dohuk angeboten. In den Vorträgen und Schulungen werden neben einer theoretischen und praktischen Einführung in die Traumapädagogik ebenfalls die psychischen und physischen Aspekte der Gesundheit von Kindern behandelt.
Auch die Lage im nahegelegenen Mossul wird ein Thema bei diesem und den nächsten Einsätzen sein. Mittlerweile sind über 100.000 Menschen auf der Flucht aus der umkämpften und zerstörten Stadt und den umliegenden Dörfern. Insgesamt werden zwischen 700.000 und 1 Mio. Flüchtlinge erwartet. Durch die kontinuierliche Betrachtung und Bewertung der Situation will die Notfallpädagogik in der Lage sein, effektive Hilfe für betroffene Kinder, Schulen und andere Einrichtungen leisten zu können. Gemeinsam mit Vertretern des Erziehungsministeriums und anderen Hilfsorganisationen, die im Bereich Bildung aktiv sind, wird geplant, wie Schulen und das Bildungssystem nach der Vertreibung des IS wieder aufgebaut werden können. Die Berücksichtigung psychologischer Aspekte ist vor dem Hintergrund, dass viele Kinder und Jugendliche Gefangenschaft, Folter und Zwangsrekrutierungen erfahren haben, besonders wichtig.

Bei der Ausbildung der lokalen Teamer spielt das Thema ebenfalls eine Rolle. Die Seminare sind so ausgerichtet, dass die Mitarbeiter bei einem Notfalleinsatz in „Mossul-Lagern“ selbst notfallpädagogisch aktiv werden könnten.

Aufbauend auf der bisherigen Arbeit werden die existierenden Projekte erweitert und so notfall- und traumapädagogische Angebote für noch mehr betroffene Kinder und das Gemeinwesen möglich gemacht. Zudem wird durch die kontinuierliche Netzwerkarbeit und Kooperation mit Einrichtungen und Pädagogen vor Ort lokales Wissen für die Helfer zugänglich.

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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Haiti (2016) und Kurdistan-Irak (seit 2013).




Notfallpädagogik auf den Philippinen Abschlusseinsatz nach Taifun Haiyan und Unterstützung des Friedensprozesses

Die Philippinen sind immer wieder von Naturkatastrophen betroffen. Taifun „Haiyan“ jedoch, der den Inselstaat im November 2013 traf, richtete schlimmere Schäden als je zuvor an, tausende Menschen kamen ums Leben. In bisher 5 Einsätzen unterstützten die internationalen Einsatzteams der Freunde der Erziehungskunst die Menschen in der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse. Zudem wurden Mitarbeiter vor Ort in den Methoden der Notfallpädagogik geschult und in regelmäßigen Monitoring-Besuchen weitergebildet.

Der nun stattfindende, sechste Einsatz und Projektbesuch in der Region Leyte bildet gleichzeitig den Abschlusseinsatz und die Übergabe des Projekts in die Hände der 9 lokalen Fachkräfte. Marlon Moscare, der seit dem ersten Einsatz unser Ansprechpartner vor Ort ist, hat gemeinsam mit seiner Frau für den Aufbau des ersten Child Friendly Space gesorgt und das Projekt maßgeblich mitgestaltet. Mittlerweile konnten 3 Child Friendly Spaces in Tacloban aufgebaut werden, wo täglich pädagogische Maßnahmen für ca. 200 Kinder stattfinden. Auch ein Musik-Austausch-Programm mit der Acacia-School Manila konnte im Februar 2016 stattfinden.

Neben dem abschließenden Projektbesuch werden die Notfallpädagogen erstmals auch in die Region Cotabato/Mindanao reisen, um dort Seminare zu geben. Die Einladung hierfür wurde bereits 2014 ausgesprochen. Die Menschen in Cotabato leiden neben Naturkatastrophen – die Provinz wird immer wieder von Erdbeben erschüttert – vor allem unter den schwierigen sozialen Bedingungen und ethnischen Auseinandersetzungen. Seit Jahrzehnten kommt es zu Konflikten zwischen Regierungsanhängern und der Unabhängigkeitsbewegung. Der Bürgerkrieg kostete bisher über 100.000 Menschen das Leben und hat mehr als zwei Millionen Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht. Viele fühlen sich ihrer Chancen beraubt und besonders Kinder sind durch die Situation belastet. Ihnen mit notfallpädagogischen Angeboten zu helfen und die lokalen Mitarbeiter über Traumapädagogik und hilfreiche Methoden zu informieren, ist ein Anliegen unserer Ehrenamtlichen. Zudem soll der Einsatz den Friedensprozess in der Region unterstützen. Unsere lokale Partnerin von der Kids for Peace Foundation, die das Seminar vor Ort organisiert, berichtet, dass sich bereits Mitarbeiter die den Präsidenten im Friedensprozess beraten sowie Mitarbeiter von Catholic Relief, Save The Children, BRAC (Bangladesh Rural Advancement Committee), Non-Violent Peace Force, The Asia Foundation, ChildFund, zweier Schulen und lokaler NGOs angemeldet haben. Auch die Teilnahme von Repräsentanten der Nationalen und der Islamischen Befreiungsfront der Moros (Moro National Liberation Front und Moro Islamic Liberation Front), die für einen eigenständigen muslimischen Staat namens Bangsamoro kämpfen, wird erwartet.

So besteht in diesem Treffen aller gegenüberstehenden Parteien und des gemeinsamen Einsatzes für die Kinder, unabhängig davon welcher Religion oder Gruppierung sie angehören, die Chance auch den Friedensprozess zu gestalten und weiter voran zu bringen.

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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten. Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Kurdistan-Irak (2013-2016).




Notfallpädagogik gegen die Verzweiflung – Unvorstellbare Zerstörung nach dem stärksten Hurrikan seit 9 Jahren

Karlsruhe, 19.11.2016
Wenige Wochen nach dem verheerenden Hurrikan Matthew reiste am 29. Oktober ein Team der Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners nach Haiti. Maximale Windgeschwindigkeiten und sintflutartige Starkregen hatten ganze Landstriche des bitterarmen Landes verwüstet, Bäume wurden entwurzelt und Häuser zerstört. Mit Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft, weiteren Spendern und in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen konnte ein zehnköpfiges Team zwei Wochen vor Ort mit Lehrern und Kindern arbeiten.

Bereits am 12. Januar 2010 wurde der verarmte Inselstaat durch ein Erdbeben der Stufe 7 getroffen. Viele haben die Erinnerungen an diese Katastrophe auch nach 6 Jahren nur unzureichend verarbeitet und leiden immer noch unter den Folgen. Nun wurden die seelischen Wunden durch den Sturm erneut aufgerissen, die Menschen wurden retraumatisiert. Hinzu kommen weitere Probleme durch die Zerstörung der Landwirtschaft und der Natur für die Menschen. Viele Bauern haben ihre Ernte und somit die einzige Einkommensquelle verloren und wissen nun nicht, wie es weitergehen soll. Zur Bewältigung dieser Erlebnisse und zur Stabilisierung der Betroffenen ist die psycho-soziale Unterstützung unerlässlich.

Auf zum Teil abenteuerlichen Routen erreichten unsere Ehrenamtlichen Mitarbeiter auch jene entlegenen Gebiete, die besonders hart vom Wirbelsturm getroffen wurden. Notfallpädagogische Seminare in Schulen, die momentan als Notunterkünfte fungieren, vermittelten den Lehrern traumapädagogisches Grundwissen und notfallpädagogische Methoden. Die Angebote für Kinder und Jugendliche geben diesen Sicherheit, Struktur und Kontinuität und ermöglichen ihnen den Aufbau neuen Vertrauens in sich und die Umwelt. Auch den Lehrern hilft die Arbeit; sie berichten von wiedererlangter Energie und frischen Ideen für den Schulalltag als auch im Umgang mit traumatisierten Kindern.

Neben pädagogischer Erster Hilfe brachte das Team auch medizinische Versorgung nach Haiti: Kontrolluntersuchungen, Wundversorgung und chronische Schmerzen mussten behandelt werden. Auch Einzelbetreuungen für auffallend stark Betroffene wurden durch den Einsatz möglich. Eines dieser besonders traumatisierten Kinder ist der 13-jährige Ed: Sein Sehvermögen beträgt lediglich 5%, er hat eine Kieferfehlstellung und eine operierte Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Beim Erdbeben 2010 verlor er seine Mutter. Er lebt nun notgedrungen bei Verwandten, die mit der Betreuung des behinderten Jungen überfordert sind und ihn mehr schlecht als recht versorgen. Ed spricht kaum, mit Erwachsenen hat er seit dem Hurrikan kein Wort mehr gewechselt. Zudem konnte er durch den traumatischen Stress kaum mehr schlafen. Nach einer Massage durch unsere Notfallpädagogin konnte er endlich Entspannung finden und anschließend einige Stunden schlafen. Durch die Zuwendung und notfallpädagogische Übungen sprach er nach 5 Tagen erstmals seit dem Sturm wieder.

Manchmal reichen aber auch einfach Aufmerksamkeit oder kleine Beschäftigungen, die die Kinder Selbstwirksamkeit erleben lassen. So kann bereits die Initialzündung zur Aktivierung ihrer Selbstheilungskräfte gegeben werden.

Kontakt
Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Neisser Str. 10
D-76139 Karlsruhe
www.freunde-waldorf.de
Tel: +49 (0)721 354806-144
Fax: +49 (0)721 354806-180
notfallpaedagogik@freunde-waldorf.de
Um Einsätze wie diesen finanzieren zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Jeder Beitrag hilft uns, Kinder in Not zu unterstützen.

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„Schlimme Erlebnisse haben sie alle hinter sich“ – Elfter Notfallpädagogischer Einsatz im Nordirak

Karlsruhe, 04.11.2016

Von 04. Bis 18. November reisen erneut ehrenamtliche Notfallpädagogen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners in den Nordirak. Bereits seit drei Jahren arbeiten die Helfer in der Region; seit einigen Monaten wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) weitergeführt. Inzwischen konnten in drei Flüchtlingslagern Child Friendly Spaces eröffnet werden.

Die Kinder und Jugendlichen, meist Jesiden, haben Unvorstellbares hinter sich. Viele haben gesehen, wie Verwandte und Freunde vom IS getötet wurden oder die Flucht in den heißen Sommermonaten nicht überlebten. Besonders für Kinder sind Erlebnisse wie diese schwer zu verstehen und einzuordnen. Sie benötigen sichere Orte und Unterstützung, um das Geschehene zu verarbeiten und Traumafolgestörungen zu vermeiden.
Die Child Friendly Spaces sind solche Orte. Sie bieten den Kindern Verlässlichkeit und Ordnung und die Möglichkeit, zu spielen und Freude zu empfinden. Zudem werden durch die notfallpädagogischen Methoden die Selbstheilungskräfte angestoßen.

Regelmäßigkeit ist hierbei ein wichtiger Faktor. Inzwischen sind bereits 19 lokale Mitarbeiter in den drei Lagern beschäftigt, die tägliche Angebote für die Kinder möglich machen. Sie arbeiten jeden Tag morgens und nachmittags für 2 Stunden mit Kindern bis ca. 14 Jahre. Die Weiterbildung dieser Pädagogen ist erneut einer der Schwerpunkte des Einsatzes. In allen Camps wird es mehrtägige Fortbildungen geben, wobei sich auf die Altersgruppe 6 bis 9 Jahre konzentriert wird. Die Schulungen werden zu den Themen Rhythmus, Salutogenese und Interventionsmöglichkeiten bei auffälligem Verhalten (z.B. bei ängstlichen, unruhigen, traurigen oder aggressiven Kindern) sein. In dem Camp, wo erst seit diesem Sommer gearbeitet wird, liegt der Fokus zudem auf der Einführung in die Traumpädagogik, Elternberatung, Hospitation und Nachbesprechungen sowie der Vermittlung neuer Methoden bzw. der Entwicklung eigener Methoden durch die lokalen Mitarbeiter.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Einsatzes wird das gemeinsame Projekt mit der Universität in Dohuk sein. In Kooperation mit der Fakultät für Psychologie und Sonderpädagogik werden Kurse zur Notfallpädagogik angeboten. Sie bestehen zum einen aus einer theoretische Einführung in die Notfallpädagogik durch die internationalen Helfer im Zuge des Einsatzes. Zum anderen geben die lokalen Mitarbeiter praktische Workshops, worauf sie im Vorfeld vom Einsatz-Team vorbereitet werden.

Durch die Schulungen in den Flüchtlingscamps und die Integration notfallpädagogischer Inhalte an der Universität wird die Hilfe nachhaltig und fortdauernd sichergestellt. Die Mitarbeiter vor Ort werden befähigt, selbst aktiv zu werden. Neben der Hilfe für die Kinder und Jugendlichen, die sie so leisten, erleben sie auch ihre eigene Selbstwirksamkeit. Diese Stärkung und Selbstfürsorge ist wichtig, um Kraft für die Arbeit mit den Kindern zu haben und der Perspektivlosigkeit entgegen zu wirken.

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Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Kurdistan-Irak (2013-2016).




Kindergarten-Gründung in Gaza – Nachhaltige Unterstützung in der Krisenregion

Karlsruhe, 06.10.2016

Von 23. bis 30. Oktober 2016 wird erneut ein Notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners in den Gaza-Streifen reisen, um kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Der Einsatz wurde unter anderem möglich durch zahlreiche Einzelspenden an die ehrenamtlichen Teammitglieder.

Seit vielen Jahren beruhigen sich die Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen kaum, die Bevölkerung ist permanenten Spannungen ausgesetzt. Der letzte notfallpädagogische Einsatz fand 2014 statt. Damals endete der bisher schlimmste Gazakrieg. Die Bilanz waren über 2200 getötete Palästinenser, darunter allein 500 Kinder. Tausende Menschen wurden verletzt, rund 20.000 Häuser zerstört oder beschädigt. Seit dem hat sich an der Situation vor Ort trotzdem kaum etwas verändert. Viele Familien sind über mehrere Generationen traumatisiert und werden durch die ständige Bedrohung und die wiederholt aufflammenden Konflikte immer wieder aufs Neue belastet. Besonders schlimm ist die Situation für die vielen Kinder und Jugendlichen.

Bereits 2009 kam es zu einem ersten notfallpädagogischen Einsatz im Gaza-Streifen, der aus Sicherheitsgründen jedoch nach wenigen Tagen abgebrochen werden musste. In der Zwischenzeit folgten zahlreiche Einsätze in den Gaza-Streifen, durch die Freundschaften und dauerhafte Kooperationen entstanden. Unser langjähriger Projektpartner trägt seit Jahren zum Wiederaufbau bei, wo ganze Straßenzüge dem Erdboden gleichgemacht wurden. Es entstand bereits ein Jugendzentrum und ein Child Friendly Space. Nun baut Reem Abu Jaber mit weitern Helfern einen Kindergarten und ein Bildungszentrum. Die Einrichtungen erschließen in Gaza ein pädagogisch neues Feld, bei dem die Erziehung des ganzen Menschen im Zentrum steht, betont Peter Elsen, Eurythmist und Mitglied des Notfallpädagogischen Teams. Der Bau des neuen Kindergartens ist schon weit fortgeschritten und kann nun mit Spendengeldern aus einem Sponsorenlauf im Rahmen des WOW-Day fertiggestellt werden. Die Einweihung wird dann noch in diesem Jahr stattfinden. Aus diesem Grund steht beim aktuellen Einsatz im Oktober neben der direkten pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die fachliche Schulung palästinensischer Pädagogen im Vordergrund. Die neuen und alten lokalen Mitarbeiter, die die Notfallpädagogen zum Teil schon aus vergangenen Einsätzen kennen, sollen weiter geschult und beraten werden. Kurze Fortbildungseinheiten und Praxisbeispiele sollen sie unterstützen und ihnen eine Hilfe beim Aufbau des Kindergartens und des Bildungszentrums sein.

Das vierköpfige Team besteht aus zwei Waldorf-Pädagogen, einem Sozial- & Erlebnispädagogen, einer Kunsttherapeutin und einem Eurythmisten. Sie alle sind erfahrene Notfallpädagogen und haben bereits mehrfach an Einsätzen im Gaza-Streifen teilgenommen.

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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Kurdistan-Irak (2013-2016).

Pressekontakt
Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
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Hurrikan «Matthew» hat Verwüstung und Tod gebracht – die Traumatisierung der Menschen ist groß

Karlsruhe, 11. Oktober 2016

Sechs Jahre nach dem schweren Erdbeben auf Haiti hat erneut eine Katastrophe den Inselstaat heimgesucht. Der Hurrikan Matthew fegte am Dienstag, den 4. Oktober 2016 mit bis zu 230 Kilometern pro Stunde über die Insel hinweg und brachte erneut Leid und Tod nach Haiti. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf rund 1000.

Nach UN-Angaben sind mindestens 350.000 Menschen obdachlos und benötigen schnelle Hilfe. Auch die Angst vor Seuchen steigt, erste Cholerafälle wurden gemeldet. Viele Länder und Hilfsorganisationen sagten Soforthilfe zu und entsandten Rettungskräfte auf die Karibikinsel. Auch die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners planen einen Einsatz auf Haiti, um die traumatisierten Menschen zu unterstützen.

Neben dem Wirbelsturm sorgen extreme Regenfälle für die Gefahr von Überflutung und Erdrutschen und richten damit besonders viel Zerstörung an. Es fehlt an allem: Trinkwasser, Nahrung, Zelten und medizinischer Versorgung. Die Menschen sind fassungslos, vor allem Kinder und Jugendliche sind akut gefährdet. Viele der jüngsten Opfer des Wirbelsturms sind traumatisiert, orientierungslos und auf sich gestellt.

Bereits nach dem Erdbeben 2010 bauten die Freunde gemeinsam mit der „Kindernothilfe“ und der lokalen Nichtregierungsorganisation Acrederp einen Child Friendly Space in Leogane auf. Mit dem Verein „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ arbeiteten sie in deren Waisenhäusern. Dieser deutsche Verein ist Teil des international tätigen Kinderhilfswerks nph -“Nuestros Pequeños Hermanos” und operiert wie die Freunde von Karlsruhe aus.. Diese Kontakte werden nun genutzt, um den Kindern vor Ort erneut helfen zu können. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden hauptsächlich in der Nähe von Les Cayes im Einsatz sein. Schon vor sechs Jahren wurde hier mit Lehrern der waldorfpädagogisch orientierten Schule zusammengearbeitet. Les Cayes liegt im Südwesten der Insel und ist besonders stark betroffen, die Region ist weitestgehend vom Rest des Landes abgeschnitten. Häuser wurden überflutet und zerstört, Bäume entwurzelt und Straßen überschwemmt. Viele haben erneut alles verloren, was sie besitzen, sie sind (re-)traumatisiert und brauchen Unterstützung, um mit dem Erlebten umzugehen.

Die Notfallpädagogen helfen den Kindern und Jugendlichen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und ihre traumabedingten Erstarrungen zu lösen. Die Einführung einer rhythmisierten Tagesstruktur mit festen Essenszeiten und abwechselnden Bewegungs- und Ruhephasen innerhalb des geschaffenen Schutzraumes gibt ihnen Halt und Sicherheit. Im Malen und Zeichnen können Erlebnisse ohne Worte ausgedrückt werden, in erlebnispädagogischen Übungen wird das Vertrauen in sich und andere gestärkt. Bewegungsspiele helfen, Erstarrungen und Bewegungsstörungen zu lösen. Diese Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und Selbstkontrolle können die Selbstheilungskräfte aktivieren und stärken. Zudem sollen so eventuelle Traumafolgestörungen abgewendet werden.
Um schnell und unbürokratisch helfen zu können und traumatisierte Kinder und Jugendliche in ihrer Verzweiflung und Not zu begleiten, sind wir immer auch auf Spenden angewiesen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende bei unserer Arbeit in Haiti und anderen Ländern.

Spendenkonto
GLS Bank Bochum BLZ 430 609 67 Konto 800 800 700
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS Stichwort „Notfallpädagogik“

Kontakt Presse:

Reta Lüscher-Rieger
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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Nepal (2015-2016), Ecuador (2016), Gaza (2009 – 2016), Philippinen (2013-2016), Kurdistan-Irak (2013-2016).




Eurythmie mit Feuerwehrleuten Notfallpädagogischer Einsatz in Ecuador

Karlsruhe, 03. Juni 2016

Die Erde bebt in Ecuador – immer wieder seit dem 16.04.2016 wird das Land aufs Neue erschüttert. Die Menschen sind sichtbar gezeichnet, die vielen Nachbeben versetzen sie abermals in Angst und Schrecken. Das notfallpädagogische Interventionsteam der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. half vor allem den Kindern und Jugendlichen neuen Halt, Orientierung und Sicherheit zu finden. In Zusammenarbeit mit den Stadtverwaltungen, der deutschen Honorarkonsulin und mehrerer Schulen wurden in Seminaren zudem lokale Hilfskräfte und Pädagogen geschult, um den Betroffenen auch nach der Abreise des Teams helfen zu können.

Zu den wichtigsten Aufgaben notfallpädagogischer Krisenintervention gehört es, neben der direkten Akutversorgung von Kindern, auch Pädagogen und Helfer über die Entstehung, den Verlauf und die möglichen Folgen einer Psychotraumatisierung zu informieren und notfallpädagogische Methoden für den Umgang mit traumatischem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen.
Insgesamt nahmen ca. 500 Lehrer, Pädagogen und Hilfskräfte an den Seminaren in Bahía de Caraquez, Guayaquil, San Vicente und Pedernales teil.

Besonders bei diesem Einsatz war, dass das notfallpädagogische erstmalig hauptsächlich aus lokalen Mitarbeitern bestand. Acht der zwölf Teammitglieder leben und arbeiten in Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Chile. Hier zeigt sich, wie wichtig und hilfreich ein funktionierendes Netzwerk vor Ort ist. Der Einsatz funktionierte nicht zuletzt aufgrund der Professionalität und Verlässlichkeit der südamerikanischen Kollegen so reibungslos und gut.

In der ersten Woche ist das Team in Bahía de Caraquez tätig. Ein Großteil der Gebäude hier ist zerstört, die so wichtige Tourismusbranche liegt völlig brach, zum Teil gleicht die Stadt einer Geisterstadt. Bereits in ersten Gesprächen mit den Lehrern wird deutlich, was die Menschen dort erleben mussten. Direkt vor ihren Augen wurden Familienmitglieder verschüttet, Freunde wurden aus den Trümmern gezogen. Fast alle hier und auch in Guayaquil zeigen typische Traumasymptome wie Schlafstörungen, Bauch- und Kopfschmerzen bis hin zu Dissoziationen und Flashbacks.
Viele fühlen sich ohnmächtig oder sogar schuldig angesichts der Ereignisse. In Vorträgen und Workshops zeigen ihnen die Notfallpädagogen Wege, mit dem Erlebten umzugehen und so Traumafolgestörungen zu vermeiden. Ein tieferes Verständnis für die posttraumatischen Reaktionen kann den Menschen einen neuen Zugang zu ihrem Innenleben zeigen. Psychoedukation und Methodentraining bieten ihnen zudem die Möglichkeit, sich selbst zu stabilisieren und diese Ruhe anschließend auf die Betroffenen zu übertragen.
Besonders die Feuerwehrleute zeigen sich zunächst skeptisch, sind jedoch nach kurzer Zeit begeistert dabei. In Guayaquil beispielsweise bietet sich das eindrückliche Bild von 30-40 Feuerwehrleuten, die Eurythmie machen, kneten und sich mit viel Freude ganz auf die ungewohnten Methoden einlassen.

Je weiter man nach Norden kommt, umso verheerender sind die Folgen des Erdbebens. Pedernales, wo das Team in der zweiten Woche tätig ist, gleicht einem Trümmerfeld. Da die Gebäude völlig unbewohnbar sind, wurde eine provisorische Zeltstätte als Schule errichtet. Hier nehmen die Notfallpädagogen ihre Arbeit mit insgesamt rund 500 Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren auf. Es zeigen sich deutliche Schock- und Traumasymptome. Kleinkinder, die nicht aufhören zu schreien und über Schmerzen klagen; Erwachsene, die entweder völlig erstarrt sind oder eine übermäßige und zwanghafte Beschäftigung zeigen.
Auch sogenannte sekundäre Traumatisierungen sind häufig zu beobachten. Wie bei Stefania, deren Mutter von Schlafstörungen und dem seltsamen Verhalten ihrer Tochter berichtet. In Gesprächen stellt sich heraus, dass das Kind sich gar nicht direkt in der Erdbebenregion befand. Nicht das Erdbeben selbst löste den traumatischen Schock aus, sondern vielmehr die panische Angst der Mutter und die anschließenden Medienberichte, die sie verfolgte.

Das Trauma äußert sich als schockartige Erstarrung. So lange sich diese Schockstarre nicht löst, kann die seelische Wunde nicht heilen. Besonders Bewegungsspiele wirken der lähmenden Bewegungsunlust entgegen. Beim Malen und Plastizieren kann bildhaft zum Ausdruck gebracht werden, was sprachlich nicht ausgedrückt werden kann. Die auf der Waldorfpädagogik beruhenden Stabilisierungsmethoden sind auch in der akuten Schockphase des Traumaprozesses effektiv und wirksam.

Um ihren Einsatz finanzieren zu können, sind die Freunde der Erziehungskunst auf die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender angewiesen.

Spendenkonto:
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IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
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Stichwort „Notfallpädagogik Ecuador“

Kontakt Presse:

Reta Lüscher-Rieger
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Christoph Herrmann
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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Bosnien und Herzegowina (2014), Nepal (2015), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Kurdistan-Irak (2013-2016), Deutschland (2014-2016) und Ecuador (2016).




Rückblick auf die 5. Notfallpädagogische Jahrestagung der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners zum 10-jährigen Jubiläum

Karlsruhe, 01. Juni 2015

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, fand vom 26.-29. Mai 2016 in Karlsruhe die fünfte notfallpädagogische Jahrestagung der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. statt. Die Tagung wurde in Kooperation mit der Medizinischen Sektion am Goetheanum, der Mahle-Stiftung und der IONA-Stiftung und mit der Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft durchgeführt. Im Rahmen der Tagung wurde zudem das 10-jährige Bestehen der Notfallpädagogik mit einem Festakt begangen.

Rund 150 TeilnehmerInnen kamen in den Räumlichkeiten des Parzival Zentrums zusammen, um sich unter dem Motto „Krieg – Flucht – Trauma: Traumata durch Krieg und Zwangsmigration und hilfreiche notfallpädagogische Interventionsansätze“ damit zu beschäftigen, wie fluchtbedingte Traumata entstehen und wie sie Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nehmen können. Spannende Vorträge vermittelten wissenschaftliche Hintergründe und theoretische Grundlagen, in Workshops wurden praktische Methoden und Tipps für die tägliche Arbeit weiter gegeben.
Wie auch bei notfallpädagogischen Einsätzen üblich, wurde jeder Tag mit einem Morgenkreis eröffnet und mit einem Abschlusskreis gemeinsam beendet.

Festakt und Tagungseröffnung:

Den Auftakt zur Tagung bildete der Festakt am Donnerstag. Nach einer musikalischen Einleitung begrüßte Bernd Ruf, Vorstand bei den Freunden der Erziehungskunst, die Anwesenden und ließ mit einem bewegenden Bildvortrag auf die vergangenen 10 Jahre Notfallpädagogik zurückblicken. Anschließend hieß Melanie Reveriego, Schulleiterin des Parzival-Zentrums, die Gäste in der Schule willkommen und es wurden Grußworte von Dr. Martin Lenz, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Claus Peter Röh, Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum und Nasreen Bawari, Landesrepräsentantin Kurdistan-Irak, an die Zuhörer gerichtet.
Mit Liedern aus Pakistan und Afghanistan, die von Jugendlichen der Parzival-Jugendhilfe vorgetragen wurden, ging es weiter. Nach einem berührenden Solo kam Stimmung auf, es wurde geklatscht und getanzt und dem Festakt ein würdiger Abschluss gegeben.
Mit seinem Vortrag „Krieg – Fluchttrauma – Notfallpädagogik“ eröffnete Bernd Ruf am Nachmittag den fachlichen Teil der Tagung. Am Abend berichteten lokale Kollegen von ihrer Arbeit und den Projekten im Nordirak und in Kenia.

Hintergründe und Grundlagen: Vorträge

Der Freitag wurde durch den bereits von vielen gespannt erwarteten Vortrag von Kilian Kleinschmidt begonnen. Der internationale Networker und humanitäre Experte sprach über „Menschenwürde, Individualismus und Gemeinschaft auf der Flucht“. Am Nachmittag behandelte Prof. Dr. Harald Karutz, Leiter des Notfallpädagogischen Instituts in Essen, die wissenschaftlichen Aspekte von notfallpädagogischer Hilfe für „Kinder in Notfällen“. Der Abend stand wieder ganz im Zeichen der Arbeit im Ausland, mit Berichten von den Philippinen und aus Ecuador.
Mit seinem Vortrag „Zwischen Chaos und Takt“ erläuterte Dr. Martin Straube am Samstagvormittag, wie wichtig der Rhythmus im menschlichen Organismus ist, was passiert, wenn dieser durch ein Trauma gestört wird und wie er bei der Bewältigung eines Traumas helfen kann. Am Abend sprach Dr. Christian Schopper in „Posttraumatic Growth“ über das Trauma als Chance für inneres Wachstum.
Nach dem Abschlussvortrag über spirituelle Aspekte der Notfallpädagogik in Bernd Rufs „Vom Roten Kreuz zum Rosenkreuz“ berichteten am Sonntag weitere internationale Kollegen von ihrer Arbeit in Kolumbien und Chile.

Notfallpädagogik umsetzen: Workshops & Worldcafé

In vielseitigen Workshops hatten die TeilnehmerInnen am Freitag und Samstag die Gelegenheit, das erarbeitete Wissen in die Praxis umzusetzen und verschiedene notfallpädagogische Methoden selbst auszuprobieren und zu erlernen. Die Bandbreite der Angebote reichte von Bewegungsformen wie Erlebnispädagogik und Eurythmie über therapeutische Methoden wie Formenzeichnen und Plastizieren bis hin zu heilsamem Erzählen, Kleinkindpädagogik und tiergestützter Therapie. Auch Gesprächsgruppen zu Psychohygiene, Jugendhilfe und Traumaverständnis boten die Möglichkeit, tiefer in bereits Gehörtes einzusteigen.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein Worldcafé am Samstagnachmittag veranstaltet. Hier hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen, Unterstützung und neue Ideen zu finden, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Hier fand sich auch die Möglichkeit, mit MitarbeiterInnen der Notfallpädagogik zu sprechen und sich konkret über die Möglichkeiten einer Einsatzteilnahme mit den Freunden der Erziehungskunst zu informieren.
Die Pausen und gemeinsamen Mahlzeiten boten eine weitere Chance, sich kennenzulernen.

Kontakt Presse:

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Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015), Bosnien und Herzegowina (2014), Nepal (2015), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Kurdistan-Irak (2013-2016, Deutschland (2014-2016)und Ecuador (2016).