EcoWinner 2023: Experten küren am 27. Juni die besten Bioweine

TERMINHINWEIS

Wie jedes Jahr im Frühsommer verwandelt sich das DLR Oppenheim am 27. Juni 2023 zur großen Biowein-Verkostungszone: Mehr als 550 Bioweine und -sekte bewerben sich in diesem Jahr um die Auszeichnung als EcoWinner. Rund 50 Prüferinnen und Prüfer werden die Weine unter der Leitung der Gastrojournalistin Dagmar Ehrlich verkosten und die besten mit der goldenen Medaille auszeichnen. Schon zum 28. Mal organisiert ECOVIN, der Bundesverband ökologischer Weinbau, den ältesten und vielfältigsten deutschen Biowein-Wettbewerb.

Verkostet wird in 14 verschiedenen Kategorien – Schaumweine, Weine aus PIWI-Rebsorten, naturbelassene Weine oder Weine mit Holznoten sind nur einige davon. Die jeweils oberen 20 Prozent einer Weinkategorie mit einer Mindestpunktzahl von 85 (von 100, nach dem Reglement der OIV, der Internationalen Organisation für Rebe und Wein) erhalten die EcoWinner-Medaille.

„Wir freuen uns über einen Wettbewerb im Aufwind. Sowohl bei der Zahl der angemeldeten Weine als auch bei der Jurygröße haben wir im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Das zeigt uns ein wachsendes Interesse in der gesamten Weinbranche“, sagte ECOVIN Geschäftsführerin Petra Neuber im Vorfeld der Verkostung.

Die unabhängigen Jurymitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Weinhandel, Weinjournalismus, Gastronomie, Forschung, Weinlaboren, selbst Weinmajestäten verkosten mit. Auch wenn die besten Bioweine bereits am Abend des 27. Juni erschmeckt sind, bekannt gegeben werden sie erst, nach einer internen Kontrolle, am 4. Juli 2023.

Für Vertreter*innen der Medien, die über den Wettbewerb berichten wollen, organisiert ECOVIN gerne einen Besuch bei der Verkostung und Gesprächspartner*innen am 27. Juni von 10 bis 15 Uhr. Um Anmeldung vorab ist bis spätestens 22. Juni 2023 unter info@ecovin.de wird gebeten. Weitere Informationen auf www.ecovin.de/ecowinner

ECOVIN, Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V., ist der Weinbauverband unter den Bioverbänden. 1985 gegründet, bewirtschaften derzeit 235 Mitgliedsbetriebe knapp ein Viertel der deutschen Bio-Rebfläche. Neben der Zertifizierung nach ECOVIN Richtlinie sieht der Verband seine Aufgaben in Beratung, Bildung und politischer Interessenvertretung.

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ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau e. V.
Petra Neuber | Geschäftsführerin
Wormser Straße 162
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Weinbau der Zukunft – Quo vadis?

Neue Rebsorten sind der Schlüssel für den ökologischen Weinbau.

Klimawandel, schädliche Pflanzenschutzmittel, schrumpfende Biodiversität und hoher CO2-Abdruck: Der Weinbau weltweit steht in den nächsten Jahren vor riesigen ökologischen Herausforderungen. Die Frage ist, wie Winzerinnen und Winzer diese am besten meistern können und wie sie sich am besten auf die Zukunft vorbereiten, um in Zukunft ein nachhaltiges Naturprodukt erzeugen zu können. Und die Antwort zeichnet sich immer deutlicher ab: Neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorten (=PIWI-Sorten) sind die Lösung auf die meisten Probleme und werden eine immer grössere Rolle spielen (mehr dazu hier: Langfristiger Trend_Neue Rebsorten).

Der Videoblog www.weinbau-der-zukunft.com soll nachhaltige Lösungsansätze für die oben genannten Herausforderungen bieten. Dabei spielen die pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWIs) eine grosse Rolle. Denn das Potenzial dieser neuen Sorten steht erst am Anfang. Es deutet jedoch alles daraufhin, dass die Nachfrage und Anbauflächen von PIWIs in den nächsten Jahren signifikant steigen wird, da es in vielen Weinbauregionen die einzige Möglichkeit ist, wirklich ökologisch und nachhaltig Wein zu produzieren.

Der Videoblog wurde ins Leben gerufen, um die ökologischen Rebsorten bei Winzern, Weinfreunden und Weinbau-Interessierten bekannter und beliebter zu machen. Es sollen Wissen und Erfahrungen geteilt werden. Dazu gehört der Kontakt mit Forschern, Rebenzüchtern, Rebschulen und PIWI-Winzern in ganz Europa, um ihre Arbeit zu dokumentieren. Er soll auch für Journalisten, die zu diesem Thema recherchieren, als Übersicht und Inspiration dienen.




95 Bioweine sind die EcoWinner 2022

Die besten deutschen Bioweine des Jahres sind gekürt! Beim 27. EcoWinner-Wettbewerb von ECOVIN haben 95 Weine in 14 Kategorien eine Medaille gewonnen. Eine unabhängige Fachjury hatte am 21. Juni in Oppenheim 442 Bioweine verkostet und bewertet.

Rund 80 Öko-Weingüter hatten sich mit ihren Weinen um eine Auszeichnung beworben. Gewinnen konnten die EcoWinner-Medaille aber nur die besten 20 Prozent einer Weinkategorie – sofern sie in der Blindverkostung mindestens 85 von 100 mögliche Punkten erreicht hatten.
Der EcoWinner-Jury 2022 mit 37 Verkoster*innen stand erneut die Önologin und Weinjournalistin Dagmar Ehrlich vor. „Die Säure ist natürlich in den Weinen des Jahrgangs 2021 präsenter als in den Vorjahren. Insgesamt schmecke ich im Wettbewerb die junge Weinszene, die sich international weiterbildet, Dinge ausprobiert, die Weine nicht mehr in ein standardisiertes Korsett presst. Ich sehe Biowein immer freier“, so resümiert Dagmar Ehrlich die diesjährige Verkostung.

Die größte Verkostungsgruppe bildeten beim EcoWinner 2022 trockene und halbtrockene Weißweine aus klassischen Rebsorten. Mit insgesamt 171 angestellten Weinen machten sie mehr als ein Drittel des Wettbewerbs aus. Aber auch Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten waren mit 58 Wettbewerbern (mehr als 13 Prozent) überproportional vertreten. PIWI-Weine wachsen derzeit nur auf drei Prozent der deutschen Rebfläche.

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ECOVIN mit 11 Weingütern auf der BIOFACH 2017

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 08.02.2017. ECOVIN mit Infostand in Halle 7 Stand 841 auf der BIOFACH vom 15.-18. Februar 2017. 11 ECOVIN Mitglieder präsentieren ihre Weine. Interessante Vorträge in der Erlebniswelt Wein.
Von 15.-18. Februar 2017 findet auf der Messe Nürnberg die BIOFACH statt. Seit vielen Jahren ist ECOVIN mit seinen Mitgliedsbetrieben fester Bestandteil der Weltleitmesse für Biolebensmittel. Als Partner der Nürnberg Messe zeichnet sich ECOVIN außerdem für das Programm in der Erlebniswelt Wein verantwortlich.
Mit folgenden Weingütern ist ECOVIN in Halle 7 Stand 841 zu finden:
Weingut Baldauf | Franken
Weingut Philipp Wedekind | Rheinhessen
Weingut Weinreuter | Württemberg
Weingut Dr. Frey | Mosel
Weingut Forster | Nahe
Weingut Glöckner | Nahe
Weingut Jakob Christ | Rheingau
Weingut Riffel | Rheinhessen
Weingut Schäfer-Heinrich | Württemberg
Weingut Schönhals | Rheinhessen
Weingut Zähringer | Baden
Erleben Sie neben den Weinen unserer ECOVIN Mitglieder die vielfältigen Vorträge auf der Bühne der Erlebniswelt Wein.
Mittwoch, 15. Februar 2017
14 Uhr | Welcher Wein zu welchem Essen? Referent Jörg Hurrle | Riegel Biowein
17 Uhr | Feierabendschoppen, Referent Ralph Dejas | ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau
Donnerstag, 16. Februar 2017
14 Uhr | Ökozertifizierung bei Fachhandel und Gastronomie, Referentin Brigitte Dierkes | Gesellschaft für Ressourcenschutz mbH
15 Uhr | Biowein und Klimaschutz, Referenten Dr. Kerstin Fröhle | Bodenseestiftung und Ralph Dejas | ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau
16 Uhr | Preisverleihung MUNDUS VINI BIOFACH, Referent Christian Wolf | Meininger Verlag GmbH
17 Uhr | Vorstellung der Siegerweine MUNDUS VINI BIOFACH, Referent Wolfram Römmelt | Meininger Verlag GmbH
18 Uhr | Open Bottle Party
Freitag, 17.Februar 2017
13 Uhr | Demeter im Dialog, Referenten Nina Weis | Demeter e.V. und Hartmut Heintz | Weingut im Zwölberich
14 Uhr | Pflanzenschutz in der Sonderkultur Wein, Referent Hermann Pilz | Meininger Verlag
15 Uhr | Pilzresistente starke Reben – Alternative zu traditionellen Rebsorten?! Referent Martin Darting | Sensorik International
16 Uhr | Vorstellung Siegerweine MUNDUS VINI BIOFACH, Referent Wolfram Römmelt | Meininger Verlag
Samstag, 18. Februar 2017
12 Uhr | Vorstellung der Siegerweine MUNDUS VINI BIOFACH, Referent Wolfram Römmelt | Meininger Verlag
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der BIOFACH. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Pressekontakt

Susanne Sommer
Kommunikation und Projekte

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Kölner Premiere der Bioweinverkostung Stadt | Land | WEIN ein voller Erfolg

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 16.11.2016. Bioweinverkostung Stadt | Land | WEIN am 13.11.2016 mit 29 Weingütern in der Rheinloft Cologne in Köln. 350 Besucherinnen und Besucher kamen, um über 200 Bioweine zu verkosten. Winzervesper am 12.11.2016 in der TEMMA Filiale in Köln-Braunsfeld begeisterte 31 Weininteressierte.

Das vergangene Wochenende stand in Köln ganz im Zeichen des ökologischen Weinbaus. Zum ersten Mal initiierte ECOVIN, der Bundesverband Ökologischer Weinbau, die Bioweinmesse Stadt | Land | WEIN und das Winzervesper in Köln.

Winzervesper- Essen und Verkosten zwischen Verkaufsregalen

Am Abend des 12.11.2016 lud ECOVIN gemeinsam mit TEMMA zu einem Vesper der besonderen Art. Die 31 Gäste hatten umringt von Weinregalen die Gelegenheit Weine der vier Weingüter Castel Peter (Pfalz), Forster (Nahe), Melsheimer (Mosel) und Riffel (Rheinhessen) in einer gemütlichen Atmosphäre zu verkosten. Dazu servierte das Team von TEMMA Wurst- und Käsespezialitäten.

Stadt | Land | WEIN – stimmungsvolle Weinverkostung

Etwa 350 Besucher, unter ihnen auch Gastronomen und Fachhändler, folgten der Einladung des ECOVIN Verbandes in die Rheinloft Cologne an der Frankenwerft in Köln. Inmitten der beeindruckenden Kulisse konnten die Besucherinnen und Besucher über 200 Bioweine von 29 Weingütern aus 7 deutschen Weinbaugebieten verkosten und die Winzerinnen und Winzer persönlich kennenlernen. „Ein Wahnsinn, wir sind mehr als zufrieden mit unserer Stadt | Land | WEIN Premiere hier in Köln. Wir konnten in der ersten halben Stunde bereits über 100 Besucherinnen und Besucher in dieser tollen Location empfangen. Ein super Publikum!“ bestätigt ECOVIN Bundesvorsitzender Andreas Hattemer.

Während der Verkostung fanden zwei Vorträge zum Thema Ökologischer Weinbau statt. „Die Seminare waren gut besucht, wir merkten, dass das Kölner Publikum nicht nur gerne Biowein trinkt, sondern auch erfahren will wie er an-und ausgebaut wird“ resümiert Sonja Kanthak, Fachreferentin bei ECOVIN und Dozentin der Seminare.

Die Begeisterung der Kölnerinnen und Kölner freute die teilnehmenden Winzerinnen und Winzer: „Wir werden auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder in Köln bei Stadt | Land | WEIN dabei sein, wir haben heute viele Stammkunden wiedergetroffen, aber auch neue Kontakte geknüpft“ sagt Simone Gutting vom Weingut Mohr-Gutting.

Glückliche Teilnehmer, glückliche Winzer- Stadt | Land | WEIN Köln, ein Erfolg auf ganzer Linie.

Teilnehmende Weingüter:

Ahr
Bäcker

Baden
Dr. Benz Kirchberghof
Reblandhof
Philipp Rieger

Mosel
Arns und Sohn
Brohl
Christoph Koenen
Dr. Frey
Melsheimer
Scholtes
Staffelter Hof
Karl Weber
Roman Herzog

Nahe
Forster

Pfalz
Bergdolt Klostergut St. Lamprecht
Castel Peter
Mohr-Gutting

Rheinhessen
Goldschmidt
Hemer
Hothum
Kronenhof
Riffel
Seck
Schönhals
Wedekind
Marc Weinreich

Württemberg
Halter
Lauffener Weingärtner
Klopfer

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Die Meldung im pdf-Format sowie Bildmaterial gibt es auf unserer Homepage.

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Susanne Sommer
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ECOVIN Einführungskurs Ökologischer Weinbau – mehr als eine Hilfe bei der Umstellung

PRESSEMITTEILUNG

Bad Münster am Stein, 29.01.2016. Der einwöchige Einführungskurs von ECOVIN fand in diesem Jahr vom 25. bis 29. Januar 2016 auf der Ebernburg in Bad Münster am Stein an der Nahe statt.

28 interessierte Winzerinnen und Winzer hörten zahlreiche aufschlussreiche Vorträge z.B. zu den Themen Ökosystem Weinberg und Boden bzw. Düngung im ökologischen Weinbau von Dr. Uwe Hofmann (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten | Mainz). Ausführlich und anschaulich informierte Frederik Heller (Berater Ökologischer Weinbau RLP im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück | Oppenheim) zum Thema Begrünung im ökologischen Weinbau. Ulrich Hamm (Fachgruppe Oenologie am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück) sprach über Besonderheiten der Öko-Weinbereitung und Andreas Hattemer vom Weingut Kronenhof ergänzte mit seinen praktischen Erfahrungen. Beate Fader (Beraterin Ökologischer Weinbau RLP im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück | Oppenheim) hielt zwei Vorträge zur Pflanzengesundheit im ökologischen Weinbau. Dr. Karl Josef Schirra (DLR Rheinpfalz | Neustadt, Fachgebiete: Phytomedizin, Entomologie im Weinbau) referierte in gewohnt kurzweiliger Form über tierische Schädlinge mit Schwerpunkt Kirschessigfliege. Christian Deppisch von der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim berichtete über die Unterstockbearbeitung in Flach- und Steillagen und diskutierte den Einsatz von Herbiziden im Weinbau aus verschiedenen Blickrichtungen. Viele Informationen über Richtlinien, Kontrolle und zu Deklarationsfragen bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Matthias Stein (Kontrollverein Ökologischer Landbau | Karlsruhe). Die Teilnehmenden erhielten außerdem eine Einführung in den biodynamischen Weinbau. Matthias Wolff (Berater beim Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg) überzeugte durch seine Einführung zum Thema. Dr. Jürgen Fritz (Universität Kassel | Witzenhausen) hielt einen Vortrag zum Thema *Bedeutung der Präparate und deren Einsatz in der Praxis*. Johanna Döring (Hochschule Geisenheim) berichtete über den Langzeitversuch INBIODYN der Hochschule Geisenheim.

Unter dem Titel *Neue Reben braucht das Land –Pilzwiderstandsfähige Rebsorten* erzählte Klaus Rummel – ECOVIN Winzer der ersten Stunde- lebhaft von seinen Erfahrungen mit PIWI Rebsorten. Von der Qualität der PIWI Weine konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Verkostung der Weine überzeugen.
Auch die Praxis kam in der Woche nicht zu Kurz. Der Besuch bei ECOVIN Winzer Georg Forster aus Rümmelsheim zeigte die praktische Umsetzung des ökologischen Weinbaus. Georg Forster vermittelte den ganzheitlichen Ansatz des Handelns in seinem Familienbetrieb. Im Rahmen des Besuches beim Weingut Forster referierte ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas über die Arbeit des ECOVIN Bundesverbandes und das Thema Nachhaltigkeit. Eine zweite Exkursion führte die Gruppe nach Volxheim zum ECOVIN Weingut Brühler Hof, welches bereits seit knapp 30 Jahren ökologisch bewirtschaftet wird. Hans-Peter und Sebastian Müller berichteten anschaulich von den Abläufen im Weingut und der Arbeit mit Freiwilligen des weltweiten Programms WWOOF. Einen Abschluss des Seminars bildete der Workshop an meist eigenen Betriebsbeispielen. Die Teilnehmenden ermittelten die Chancen die sich durch eine Umstellung ergeben und betrachten die hauptsächlichen Aspekte einer Umstellung.

Das Resümee des Einführungskurses fiel bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aus. Sie konnten mit vielen neuen Eindrücken, gefestigtem Wissen und vielen Tipps zu einer erfolgreichen Umstellung zurück in ihre Betriebe gehen.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Die Nachricht im pdf-Format und Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage.

Veranstaltungen und Mitgliederservice
Sigrid Großmann

Di – Do 8 – 15 Uhr

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ECOVIN erhält Nachhaltigkeitspreis für Biodiversitätsprogramm

PRESSEMITTEILUNG

Oppenheim, 18.01.2016. ECOVIN Biodiversitätsprogramm- ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt wird vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, dem Verein ehemaliger Rheinhessischer Fachschüler Oppenheim und Rheinhessenwein e.V. mit dem Preis für Nachhaltigkeit 2016 ausgezeichnet. Der Wettbewerb um den Preis für Nachhaltigkeit steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Ulrike Höfken. Preisverleihung im Rahmen der Eröffnung der Agrartage am 20.Januar 2016 in Nieder-Olm.

In der offenen Kategorie wurde von der Jury das Biodiversitätsprogramm ausgewählt, das von ECOVIN zusammen mit der Bodenseestiftung und dem Global Nature Fund entwickelt wurde. Das Biodiversitätsprogramm wird allen interessierten Betrieben zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt. Es untersucht den Einfluss der verschiedenen Unternehmensbereiche Management, Anbau und Produktion im Weinberg, Kellerwirtschaft, Einkauf, Verkauf, Transport und Kommunikation / Marketing im Hinblick auf Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, eines der zentralen Themen im Kontext des nachhaltigen Wirtschaftens. Das ECOVIN Biodiversitätsprogramm beinhaltet über 80 kleine und große Maßnahmen, für die je ein konkretes Ziel sowie ein Indikator / eine Kennzahl definiert wurde. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine Wertschätzung unserer Bemühungen für einen nachhaltigen, ökologischen Weinbau in den letzten 30 Jahren”, sagt ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas über den Preis.
Bislang haben rund 40 Betriebe am Biodiversitätsprogramm teilgenommen und erarbeiten Schritt für Schritt die Teilbereiche des umfangreichen Checks. Das Biodiversitätsprogramm steht allen Weinbaubetrieben zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung, so dass jeder schrittweise einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten kann.

„Wir sind stolz mit diesem Programm nun auch einen Zugang für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) zum Thema Biologische Vielfalt gefunden zu haben“ betont Dr. Thomas Schaefer, Leiter Naturschutz beim GNF. „Konkret, praxisnah, pragmatisch – eine solche Lösung biete sich bei vielen anderen Branchen an, deren Betriebe traditionell KMU sind“.
„Landwirtschaftliche Betriebe sind für Maßnahmen zur Förderung der Biologischen Vielfalt prädestiniert – das ergibt sich schon aus dem großen Flächenbedarf“ erläutert Dr. Kerstin Fröhle, Projektleiterin bei der Bodensee Stiftung.

Der Preis für Nachhaltigkeit 2016 wurde zum fünften Mal in Folge ausgeschrieben. Die Intention dieses Wettbewerbs ist es, Produkte, Systeme und Dienstleistungen auszuzeichnen, die das nachhaltige Wirtschaften für Unternehmen der Weinwirtschaft fördern. Die Jury bewertet dabei sowohl Kriterien der ökologischen und sozialen Verträglichkeit, als auch ökonomische Aspekte. Der Wettbewerb ist eine Initiative des Vereins Ehemaliger Oppenheimer Fachschüler (VEO) und dem DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück als Veranstalter der Agrartage in Nieder-Olm zusammen mit Rheinhessenwein e.V.
Die Jury, die über die eingereichten Bewerbungen entscheidet, setzt sich zusammen aus WissenschaftlerInnen, BeraterInnenn und PraktikerInnen und prüft die Bewerbungen auf die Anforderungen in den Nachhaltigkeitsbereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie, aber auch auf Praxistauglichkeit.

Die Meldung im pdf-Format sowie Bilder finden Sie auf unserer Homepage.
www.ecovin.de/entdecken/nachrichten/ecovin-erhält-nachhaltigkeitspreis-für-biodiversitätsprogramm

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Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz für Lotte Pfeffer-Müller

PRESSEMITTEILUNG

Die ECOVIN Winzerin und ehemalige Vorstandsvorsitzende Lotte Pfeffer-Müller erhielt am Mittwoch 2.Dezember 2015 in Mainz den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Feierliche Ehrung durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Oppenheim, 07.12.2015. Die höchste rheinland-pfälzische Auszeichnung ist der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer verlieh ihn auch in diesem Jahr an Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz, die Außergewöhnliches und Überdurchschnittliches für das Land geleistet haben.

Lotte Pfeffer-Müller wurde für Ihr Engagement im ökologischen Weinbau ausgezeichnet. Sie führt gemeinsam mit Ihrem Mann Hans Müller das Weingut Brüder Dr. Becker in Ludwigshöhe. Das Weingut ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau ECOVIN im Jahr 1985 und gehört zu den Pionieren des biologischen Weinbaus. Zudem ist das Weingut Brüder Dr. Becker Mitglied im VDP.Die Prädikatsweingüter und im Demeter Verband. Von 1993 bis 1995 war Lotte Pfeffer-Müller Vorstandssprecherin im ECOVIN Bundesvorstand, von 2008 bis 2015 bekleidete sie das Amt der Vorstandsvorsitzenden. In dieser Funktion war sie aktiv im Vorstand des Deutschen Weinbauverbands und im erweiterten Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (B.Ö.L.W.). Seit 1989 ist sie Mitglied im Kuratorium bzw. Stiftungsrat der Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL).

Lotte Pfeffer-Müllers’ unermüdlicher Einsatz für die Bedürfnisse der ökologisch wirtschaftenden Winzerinnen und Winzer trug maßgeblich dazu bei, dass die Branche entscheidend nach vorne gebracht wurde. Sie setzte sich besonders stark auf europäischer Ebene für die Belange der Biowinzerinnen und -winzer in Deutschland ein und brachte ihre Expertise in die Diskussion um die Verarbeitungsrichtlinien mit ein.

Die Verleihung des Verdienstordens deckt die gesamte Bandbreite gesellschaftlichen Engagements ab und umfasst alle Bevölkerungskreise. Insbesondere sollen Leistungen derjenigen gewürdigt werden, die sich im Stillen und ohne öffentliches Aufsehen engagieren. Die Zahl der Ordensträger ist auf 800 begrenzt. Der Präsident des Landes sowie Mitglieder der Landesregierung können die Ordensträger vorschlagen.

Lesen Sie auch die offizielle Pressemitteilung des Landes Rheinland-Pfalz.

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Bioland, Demeter und ECOVIN mit gemeinsamer „Organic Lounge“ auf der ProWein 2016

PRESSEMITTEILUNG

Mainz, Darmstadt, Oppenheim, 13.11.2015. Der ökologische Weinbau wächst nicht nur in der Fläche, er wächst auch zusammen.

Auf der internationalen Fachmesse ProWein von 13. bis 15. März 2016 in Düsseldorf wird es erstmals eine gemeinsame „Organic Lounge“ von Bioland, Demeter und ECOVIN geben. Auf 88 m² Standfläche präsentieren sich die drei führenden Verbände für ökologischen Weinbau mit ihren Mitgliedern dem Fachpublikum. Für das Catering am Stand sorgt Karsten Bessai mit seiner „organic kitchen“. Neben hochkarätigen Bio-Weinen, leckerem Bio-Essen und spannendem fachlichen Austausch wird es auch Vorträge zu biologisch-organischem und biologisch-dynamischem Weinbau geben. Gleichsam hat sich prominente Unterstützung aus der Food Szene angekündigt, seien Sie gespannt.

„Wir sehen die Stärke des ökologischen Weinbaus auch in einer guten Zusammenarbeit der betreffenden Bioverbände und freuen uns über die gemeinsame Verbändefläche auf der führenden Weinmesse ProWein“, sagt Sigrid Großmann von ECOVIN. Nina Weis, Fachberaterin für Weinbau bei Demeter, ergänzt: „Alle unsere Winzer zeichnet eine gewisse Kompromisslosigkeit aus und der unbedingte Wille, über das Hinschauen, die Achtsamkeit gegenüber natürlichen Prozessen, Sorgfalt, Erfahrung und Geduld außergewöhnliche Weine zu erzeugen. Ihnen wollen wir mit der „Organic Lounge“ ein Gesicht in Halle 13 geben.“ „Ökologischer Weinbau und Spitzenweine gehören längst zusammen“, weiß Veronica Ullrich, Fachberaterin für Weinbau bei Bioland. „Das gilt verbandsübergreifend, was wir mit der „Organic Lounge“ sehr schön demonstrieren können.“

Weitere Informationen zu den Verbänden finden Sie unter:
www.bioland.de
www.demeter.de
www.ecovin.de

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Weinjahr 2015: Bioreben trotzen den Wetterextremen im Land

PRESSEMITTEILUNG

Hohe Mostgewichte, überwiegend gesunde und kleinbeerige Trauben. Hitzewelle im Sommer lässt kaum Pilzerkrankungen und andere Schädlinge aufkommen. Ökologisch bewirtschaftete Weinberge kommen sehr gut mit Trockenheit zurecht. Trend zu früheren und kürzeren Weinlese bestätigt sich auch im Jahr 2015.

„Im Gegensatz zur Lese 2014 habe ich bis jetzt nur zufriedene und vor allem entspannte ECOVIN Winzerinnen und Winzer gesprochen, obwohl dieses Jahr manche Dinge doch etwas anders waren, als in den Jahren zuvor.“ so beschreibt Andreas Hattemer, ECOVIN Vorstandsvorsitzender, die Gemütslage seiner ECOVIN Kolleginnen und Kollegen.
Ende April startete der Austrieb in den meisten deutschen Anbaugebieten, nur wenige Tage früher als der Durchschnitt der letzten Jahre. Genug Regen im Winter sorgte für einen guten Wasservorrat für die neue Vegetationsperiode. In den meisten Lagen begann die Rebblüte früher als üblich. Die warme Witterung sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Blüte.
Anders war in diesem Jahr sicherlich der Sommer. Im letzten Jahr hatten die ECOVIN Mitglieder mit viel Regen, der Kirschessigfliege und Fäulnis zu kämpfen. Dieses Jahr war es ein Jahrhundertsommer mit so wenig Niederschlag wie lange nicht mehr.
Bereits im Frühsommer hatten manche Junganlagen in den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten mit Trockenheit zu kämpfen. Im Juli und August wurden nicht selten Temperaturen über 35°C erreicht. Teilweise fiel über Wochen kein Regen. Vielerorts wurde es nötig vor allem die jungen Anlagen zu bewässern. Ökologisch bewirtschaftete Weinberge, ältere tiefwurzelnde Reben und spätreife Rebsorten sind die Gewinner des Jahrgangs 2015. Sie konnten mit der tropischen Hitze und den warmen Sommernächten gut umgehen. Die Wärme war jedoch auch sehr positiv, zum einen für einen guten Reifeverlauf der Trauben, den Zuckergehalt der Trauben und zum anderen hatten so die meisten Rebkrankheiten und Parasiten keinen Nährboden.
Bereits Anfang September ernteten die ersten ECOVIN Betriebe die Trauben für den Sektgrundwein. Anders war in diesem Jahr teilweise die Reihenfolge der Lese bei den Rebsorten. So ernteten die Württemberger ihre Lemberger-Trauben teilweise vor dem Riesling. Auch der Spätburgunder wurde an der Ahr teilweise früher gelesen als das Wort „Spät-„ in seinem Namen vermuten lässt.
Etwas niedriger ist in diesem Jahr wiederrum die Erntemenge und auch die Säurewerte der meisten Trauben lagen niedriger als der Durchschnitt.

Kurze Mitteilungen aus den einzelnen Regionen:

Ahr
Die frühen Sorten, wie Frühburgunder und Müller-Thurgau, wurden in den ersten Septemberwochen geerntet. Die Hauptlese startete bei den ECOVIN Winzerinnen und Winzern von der Ahr Mitte September. Bis Ende Juli war das Weinjahr 2015 eher unproblematisch. Große Regenmengen im August und September drohten die Traubengesundheit und den Reifeverlauf zu beeinträchtigen. Jedoch schadete der Regen den Trauben kaum, die Quantität und vor allem die Qualität sind 2015 sehr gut. „Insgesamt sehe ich das Weinjahr 2015 als unkompliziert an. Es macht jetzt schon Spaß durch den Keller zu gehen und die ersten vergorenen Weine zu probieren. Der Jahrgang 2015 wird von sich reden machen“ so resümiert ECOVIN Regionalgruppenvorsitzender Christoph Bäcker. „Die Jungweine zeigen viel Frucht, eine harmonische Säure und kräftige Farbe beim Rotwein“, resümiert er zufrieden.

Baden
Die meisten ECOVIN Winzerinnen und Winzer ernteten die ersten Trauben bereits Anfang September, ungefähr zehn Tage früher als im Vorjahr. Die ECOVIN Winzerinnen und Winzer in Baden erlebten, wie in vielen anderen Anbaugebieten, einen außergewöhnlichen Sommer. „Die Hitze und die Trockenheit haben unseren Reben fast nirgendwo geschadet“, erklärt Paulin Köpfer von ECOVIN Baden die Situation bei den ökologisch wirtschaftenden Winzern. Die anhaltend gute Wetterlage hat dazu geführt, dass die Reben in ihrem Entwicklungsstand durchschnittlich zwei Wochen früher waren als in den vergangenen Jahren. Die geringen Reifeunterschiede zwischen den einzelnen Rebsorten hatte eine zügige und dicht aufeinanderfolgende Lese der verschiedenen Rebsorten zur Folge. Im September erlebten die ECOVIN Winzerinnen und Winzer mit Sonne, Wind und kühlen Temperaturen fast Wunschbedingungen für ihre Trauben. „Das könnte in diesem Jahr ganz große Weine geben“, resümiert ECOVIN Winzer Johannes Hügle.

Franken
Die Weinlese 2015 begann wie in den meisten anderen Anbaugebieten Mitte September und zog sich bis in den frühen Oktober. Diese Zeit war durch sehr gutes sonniges Wetter mit günstigen Temperaturen geprägt. Die geernteten Trauben waren im Allgemeinen sehr gesund, die Beerenhäute zeigten kaum Risse und waren somit nicht anfällig für Fäulnis.
Die Voraussetzung für die gesunden Trauben haben wir durch eine luftige Laubwand geschaffen. Insgesamt sind wir mit der Ernte 2015 sehr zufrieden. Die Mostgewichte lagen zwischen 95 -124° Oechsle“, resümiert Anton Hell, von ECOVIN in Franken, das Weinjahr. Zufrieden fügt er hinzu: “Unsere Kunden können sich auf sehr gute gehaltvolle Weine mit mineralischem Charakter und wundervoller Aromatik freuen.“

Mosel
ECOVIN Winzerinnen und Winzer an der Mosel erlebten diesen Sommer auch eine extreme Trockensituation bis Anfang September die ersten ergiebigen Niederschläge fielen. In der Folge platzten einzelne Beeren auf und Fäulnis breitete sich mehr oder minder aus, besonders kompakte, gut verblühte Trauben waren betroffen. Es deutete auf eine Wiederholung der 2014er Ernte hin, die besonders von Fäulnis betroffen war.
Hochdruckwetter mit kühleren Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit sorgte jedoch dafür, dass diese Fäulnis sauber eintrocknete, ohne dass weitere Schadpilze zum Zuge kamen. Positiv resümiert ECOVIN Winzer Harald Steffens das Ende der Weinlese 2015 an der Mosel: „Die Qualitätsentwicklung ist als überaus positiv zu sehen. Das Wetter im Oktober war sehr gut, die gemeldeten Nachtfröste sind ausgeblieben. Es werden sehr hohe Weinqualitäten erwartet“.

Nahe
„Die Weinlese 2015 war für uns ECOVIN Winzerinnen und Winzer mit mehr Zeit für wohlüberlegte Schritte verbunden. Wir konnten die Trauben ernten, wenn sie für uns die optimale Reife erreicht hatten“, erklärt Sebastian Müller von ECOVIN Nahe. Er beurteilt die Trockenheit im Sommer als positiv für die Traubengesundheit und die physiologische Reife der Trauben. Die Mostgewichte an der Nahe waren in diesem Jahr sehr gut. Zum Beispiel konnte Sebastian Müller seinen Spätburgunder mit 95° Oechsle ernten. Der Müller-Thurgau lag mit 80°Oechsle in einem sehr guten Durchschnitt. Von einfachen Qualitäten bis hin zu Auslesen und Trockenbeerenauslesen war 2015 an der Nahe alles möglich. “ Wir erwarten schöne, leichte, fruchtige Weißweine und eher schwere Rotweine. 2015 ist ein Jahrgang, der sich sehen lassen kann“, sagt Sebastian Müller.

Pfalz
Mit allen Wetterlagen von Sonne über Regen bis hin zu sehr kalten Temperaturen hatten es die Winzerinnen und Winzer diesen Herbst in der Pfalz zu tun. So war die Weinlese 2015 vergleichsweise kurz und intensiv. Die Hitze im Sommer machte den meisten ökologisch bewirtschafteten Weinbergen wenige Probleme.“ Die ökologisch bewirtschafteten Weinberge können mit diesen extremen Temperaturen gut umgehen. Der höhere Humusanteil im Boden hilft die Feuchtigkeit im Boden zu halten“, erzählt Christine Bernhard, ECOVIN Regionalgruppenvorsitzende aus der Pfalz. Das Jahr 2015 machte es den ECOVIN Winzerinnen und Winzern möglich ein breites Spektrum an Qualitäten in die Weingüter zu bringen. Von der Basis bis hin zu Beerenauslese und Trockenbeerenauslese war alles dabei.“ Die Jungweine präsentieren bereits jetzt eine seidige, abgepufferte Säure und eine tolle Fruchtaromatik“, so beschreibt Christine Bernhard die ersten Kostproben des neuen Jahrgangs.

Rheinhessen
„Nach einem sehr hektischen Jahr 2014 hatten wir wieder mehr Entspannung im Jahr 2015“, stellt Erik Riffel, von ECOVIN Rheinhessen am Ende der Lese zufrieden fest. Mitte September führte die Regenmenge von teilweise 30 l/m bei den ECOVIN Winzerinnen und Winzern zu Befürchtungen, dass die Weinlese gleich zu Beginn hektisch und problematisch wird. Ein kühler Nordwind führte dazu, dass die Reben schnell wieder abtrockneten und an den aufgeplatzen Beeren war keine schnelle Fäule zu befürchten. Die Traubenreife verlief dann bei sonnigem kühlem Wetter weiter auf Hochtouren, so dass Reife und Mostgewichte in Rheinhessen überdurchschnittlich hoch waren. Erik Riffel erntete seine goldgelben, hochreifen Rieslingtrauben mit 90 -95° Oechsle und auch die Säure war mit Werten zwischen 7-8,5 g/l perfekt. In Rheinhessen konnten die Winzerinnen und Winzer in diesem Jahr sogar die eine oder andere Beerenauslese und Trockenbeerenauslese in den Keller bringen.“ Auf diese Spezialitäten können sich die Kunden besonders freuen. Auch die anderen Weine werden super aromatisch, wunderschön harmonisch und ausgereift sein“, prophezeit Erik Riffel.

Rheingau
Im Rheingau begann die Hauptlese teilweise erst Anfang Oktober. Dies liegt unter anderem am Sortenspiegel des hessischen Anbaugebietes, hier wird vorwiegend der spätreifende Riesling angebaut. Die Diva unter den Rebsorten präsentiert sich im Jahr 2015 im Rheingau bester Gesundheit, was den ECOVIN Winzerinnen und Winzer möglich macht, sogar auf einen Eiswein zu hoffen. Im Vergleich zum Jahrgang 2014 sind die Qualitäten 2015 sehr gut. Wobei die Quantität durch den Wassermangel in den Sommermonaten etwas niedriger ausfällt als im Durchschnitt. “Im Juni zur Rebblüte hatten wir eine optimale Witterung, dies war die Grundlage für einen guten Jahrgang 2015. Am Ende betrachte ich den Vegetationsverlauf als unproblematisch und entspannt. Die Weine des Jahrgangs 2015 sind sehr vielversprechend für uns Winzer und natürlich am meisten für unsere Kunden“, sagt Michael Albrecht, ECOVIN Regionalgruppensprecher aus dem Rheingau.

Württemberg
Die meisten ECOVIN Winzerinnen und Winzer haben die Weinlese 2015 um den 16. Oktober 2015 beendet. Es war ein spannendes Jahr mit idealen Wachstumsphasen, die sich mit niederschlagsarmen Perioden abwechselten. Während in den Jungfeldern eine Bewässerung erforderlich war, kamen die älteren Weinberge mit der Trockenheit gut zurecht.
Pilzkrankheiten traten bei guter Laubarbeit und angepasstem Pflanzenschutz kaum auf.
Eine geringe Population der Kirschessigfliege fand sich Anfang Oktober vereinzelt in Trollinger- und Lemberger-Trauben. Wegen den hohen Temperaturen im Sommer und der recht frühen Reife sind die Württemberger Wengerter dem Insekt mit der zügigen Lese wohl zuvorgekommen.
Die Jungweine des Jahrgangs 2015 präsentieren sich sehr gut. Insbesondere die ersten durchgegorenen Weine aus Frühsorten wie Solaris, Müller-Thurgau und Frühburgunder zeigen tolle Frucht und eine angenehme Fülle.
„Der Ertrag ist, wenn man die trockenstehenden Weinberge im Sommer gesehen hat, zufriedenstellend. Wir, in Württemberg, freuen uns auf einen guten Jahrgang 2015, “ sagt Reinhard Schäfer, von ECOVIN Württemberg.

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Susanne Sommer
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