Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. präsentiert auf der boot 2017 ihr Konzept gegen ‚Marine Littering’

München-Garching / Düsseldorf, 10. Januar 2017 – Die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) aus München ist in diesem Jahr auf der boot 2017, der weltweit größten Wassersportmesse in Düsseldorf, vertreten. Vom 21. bis 29. Januar präsentiert OEOO auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ (H04/C03) seine Strategie der maritimen Sammlung, Analyse und Verwertung von Plastikmüll. Vor Ort zu sehen ist der SEEHAMSTER, der kleinste Müllsammelkatamaran des Vereins und Vertreter des Konzepts der Maritimen Müllabfuhr.

Ende letzten Jahres wurde der 12 x 10 Meter große und knapp sechs Tonnen schwere Spezialkatamaran SEEKUH, das für den küstennahen Einsatz konzipierte Müllsammelschiff von OEOO, aus über 350 Einreichungen für den Bundespreis ecodesign 2016 des Bundesumweltministeriums nominiert. Der von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verliehene Preis ist die höchste Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland.

Nicht ganz so groß ist dagegen der für Binnengewässer gebaute SEEHAMSTER, der in Düsseldorf auf dem Gemeinschaftstand ‘Love Your Ocean’ zu sehen sein wird. Aber auch er arbeitet wie die große Schwester nach dem Prinzip der “maritimen Müllabfuhr”. Entwickelt hat das Konzept Günther Bonin, der Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V.. Dabei wird Plastikmüll von Spezialschiffen wie der SEEKUH aus den Gewässern gefischt und wiederverwertet.

Immer mehr Menschen erkennen in Plastikmüll eines der drängendsten Umweltprobleme der weltweiten Ozeane. Bereits heute befinden sich mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren und jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu. Bis zum Jahre 2050 werden mehr Plastikteile als Fische in den weltweiten Meeren schwimmen. Plastikmüll hat eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren und gelangt letztlich als Mikroplastik (kleinste Teilchen) durch die Nahrungsaufnahme der Fische auch in unsere Nahrungskette. Damit schadet Plastik in den Ozeanen nicht nur dem fragilen Ökosystem, sondern insbesondere auch uns Menschen.

Die SEEKUH ist das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff und wurde als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen (dem TÜV für Schiffe). Neben dem Müllsammeln sind Wasseranalysen an Bord ein weiterer wichtiger Aspekt. Mit der Sammlung und Analyse der Verschmutzungsdaten baut die Organisation eine Meeresmüll-Seekarte auf. Dazu werden Wasserproben auf Mikroplastik hin untersucht. Mit einem mobilen Spektrometer an Bord kann nicht nur der Verschmutzungsgrad durch Mikroplastik gemessen werden, sondern es lassen sich auch die Kunststoffarten analysieren.

Mitarbeiter des Vereines werden auf der boot 2017 die Analyse von Wasserproben auf Mikroplastik demonstrieren. Besucher können auch Wasserproben zur Analyse abgeben. Diese werden vor Ort analysiert (jeweils 21. – 23.1. und 28.-29.1). Optimal ist dabei eine Menge von etwa 20 Litern mit Angabe der GPS Position sowie des Probenahme Datums.

“Gerade Wassersportler bemerken die laufende Zunahme der Meeresverschmutzung mit Plastikmüll als erste. Umso mehr sollten all jene besonders daran interessiert sein, Lösungen gegen das drängende Umweltproblem des Plastikmülls und des Marine Littering zu finden und Konzepte wie unsere maritime Müllabfuhr zu unterstützen“, meint Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. „Natürlich können ein paar SEEKÜHE nicht die Welt retten, aber je mehr Menschen sich mit dem Problem auseinandersetzen, umso mehr kommt hoffentlich in Bewegung. Für uns bietet die boot 2017 eine attraktive Plattform, öffentliche Aufmerksamkeit für unser Müllsammelkonzept zu bekommen und Nachahmer und Unterstützer zu gewinnen.“

 

One Earth – One Ocean e. V.

Die Umweltorganisation One Earth – OneOcean mit Sitz in München Garching hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch Öl und Schadstoffen zu befreien. Bereits heute schwimmen auf den Weltmeeren riesige Teppiche aus Plastikmüll, der größte davon im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, d.h. wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. Schreitet die Verschmutzung im derzeitigen Tempo weiter voran, werden die Meere in wenigen Jahren vollständig vermüllt sein.

Gründer von One Earth – One Ocean (OEOO) ist Günther Bonin, 60, ehemals Inhaber einer IT-Firma und passionierter Segler. Seine Vision der „maritimen Müllabfuhr“ gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziell von ihm entwickelten Geräten auf den Meeren eingesammelt, sortiert und zerkleinert. Trennung und Recycling des Mülls erfolgt an Land. In einer späteren Phase soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Tankern in Öl rückverwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 900 Liter Öl rückgewinnen. Seit 2015 hat Bonin sein IT-Unternehmen umgewidmet in eine AG zur Reinigung von Gewässern, um den Verein administrativ zu unterstützen.

Was wie die Utopie eines Idealisten klingt, nimmt mittlerweile konkrete Formen an. Mehr als 100 Unternehmen und Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung und die Deutsche Telekom AG, unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Weise. Auch Thomas Hahn, der bei BMW Oracle das Siegerschiff des America’s Cup mitkonstruierte, unterstützt OEOO bei der Entwicklung der Müllschlucker-Schiffe. Im Frühjahr 2017 wird die erste SEEKUH ihre Arbeit aufnehmen.

2013 wurde One Earth – One Ocean e.V. für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award 2013, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte die Nominierung für den Bundespreis ecodesign, der höchsten Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/pages/One-Earth-One-Ocean/163573257046660

 

 

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Müllsammelschiff SEEKUH von One Earth – One Ocean e.V. für den Bundespreis ecodesign 2016 nominiert

München-Garching / Berlin, 12. Oktober 2016 – Die SEEKUH; das Mitte September fertiggestellte Müllsammelschiff der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., wurde für den diesjährigen Bundespreis ecodesign nominiert. Aus mehr als 160 Einreichungen wählte die Jury aus Design- und Umweltexperten auf der gestrigen Jurysitzung im Kunstgewerbe-museum in Berlin 26 Projekte als Nominierte aus, darunter auch die SEEKUH. Der Preis, der jährlich vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt verliehen wird, zeichnet innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus, die sich durch eine herausragende ökologische Qualität, einen innovativen Ansatz und durch eine hohe Designqualität auszeichnen.

 

Der Bundespreis ecodesign ist die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland und wird jährlich in vier Kategorien vergeben. Rund 50 Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Fachabteilungen des Umweltbundesamtes bewerten die ökologische Qualität der Einreichungen und entscheiden zusammen mit einem Projektbeirat über die Zulassung zur Jurysitzung. Eine interdisziplinäre Jury namhafter Designerinnen und Designer sowie Umweltexpertinnen und -experten bestimmte dann auf der Jurysitzung im Kunstgewerbemuseum am 10. Oktober 2016 in Berlin die Nominierten und Preisträger. Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt stehen als Auslobende für Glaubwürdigkeit, Qualität und eine fundierte Bewertung.

Die feierliche Preisverleihung findet schließlich am 28. November 2016 im Bundesumweltministerium statt, dort werden die diesjährigen Gewinner in der jeweiligen Kategorie bekannt gegeben und erhalten ihre Auszeichnung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sowie der UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Alle nominierten und prämierten Arbeiten werden dann 2017 in einer deutschlandweiten Wanderausstellung präsentiert.

Der Spezialkatamaran SEEKUH zum Sammeln von Plastikmüll ist eines von vier nominierten Projekten in der Kategorie Konzept. Das Müllsammelschiff wurde von Günther Bonin, dem Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., entwickelt, hat eine Größe von etwa 12 x 10 Metern (L x B) und wiegt knapp sechs Tonnen. Das Schiff ist zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden. Für den vollständig durch Spenden finanzierten Bau der SEEKUH, einem Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff, wurden Mittel in Höhe von etwa einer viertel Million Euro gesammelt. Hauptsponsor ist die Mannheimer Röchlingstiftung.

Von der Idee zum fertigen Schiff

Immer mehr Menschen erkennen in Plastikmüll eines der drängendsten Umweltprobleme der weltweiten Ozeane. Bereits heute befinden sich mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren und jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu. Bis zum Jahre 2050 werden mehr Plastikteile als Fische in den weltweiten Meeren schwimmen. Plastikmüll hat eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren und gelangt letztlich als Mikroplastik (kleinste Teilchen) durch die Nahrungsaufnahme der Fische auch in unsere Nahrungskette. Damit schadet Plastik in den Ozeanen nicht nur dem fragilen Ökosystem, sondern insbesondere auch uns Menschen.

Für ihr Konzept der „maritimen Müllabfuhr“, bei der Plastikmüll von Spezialschiffen wie der SEEKUH aus dem Meer gefischt und wiederverwertet wird, wurde die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V nun für den Bundespreis ecodesign 2016 nominiert. Die SEEKUH, die für den Einsatz in küstennahen Regionen und Flussmündungen konzipiert ist, ist das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff des Konzepts. Der auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaute Katamaran wurde als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen (dem TÜV für Schiffe) und kann neben dem Müllsammeln auch Wasseranalysen vornehmen.

Die Katamaranform ermöglicht es bei einem Tiefgang von nur 60 Zentimetern, zwischen den beiden Rümpfen eine Netztkonstruktion ins Wasser abzusenken, mit der der Plastikmüll bis in eine Tiefe von zwei Metern herausgefischt wird. Damit sich keine Lebewesen in den Netzen verfangen, fährt die SEEKUH in Schrittgeschwindigkeit. In Gegenden mit hohem Müllaufkommen im Wasser kann sie mit ihren Netzen täglich mehrmals 2-3 Tonnen sammeln oder bei hohen Verunreinigungen am Strand den Müll nach dem Baggerprinzip direkt an Land schieben. Später sollen HOCHSEEKÜHE – autark durch Wind- und Sonnenenergie angetrieben – auf hoher See selbständig Plastikmüll sammeln.

“Wir freuen uns sehr, dass nach dem Stapellauf und der Schiffstaufe der SEEKUH im September nun mit der Nominierung zum Bundespreis ecodesign ein weiteres Highlight für öffentliche Aufmerksamkeit für unser Müllsammelkonzept sorgt“, erklärt Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. „Natürlich kann eine SEEKUH nicht die Welt retten, aber je mehr Menschen sich mit dem drängenden Problem des Plastikmülls und des Marine Littering unserer Gewässer auseinandersetzen, umso mehr kommt hoffentlich in Bewegung.“


One Earth – One Ocean e. V.

Die Umweltorganisation One Earth – OneOcean mit Sitz in München Garching hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch Öl und Schadstoffen zu befreien. Bereits heute schwimmen auf den Weltmeeren riesige Teppiche aus Plastikmüll, der größte davon im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, d.h. wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. Schreitet die Verschmutzung im derzeitigen Tempo weiter voran, werden die Meere in wenigen Jahren vollständig vermüllt sein.

Gründer von One Earth – One Ocean (OEOO) ist Günther Bonin, 60, ehemals Inhaber einer IT-Firma und passionierter Segler. Seine Vision der „maritimen Müllabfuhr“ gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziell von ihm entwickelten Geräten auf den Meeren eingesammelt, sortiert und zerkleinert. Trennung und Recycling des Mülls erfolgt an Land. In einer späteren Phase soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Tankern in Öl rückverwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 900 Liter Öl rückgewinnen. Seit 2015 hat Bonin sein IT-Unternehmen umgewidmet in eine AG zur Reinigung von Gewässern, um den Verein administrativ zu unterstützen.

Was wie die Utopie eines Idealisten klingt, nimmt mittlerweile konkrete Formen an. Mehr als 100 Unternehmen und Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung und die Deutsche Telekom AG, unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Weise. Auch Thomas Hahn, der bei BMW Oracle das Siegerschiff des America’s Cup mitkonstruierte, unterstützt OEOO bei der Entwicklung der Müllschlucker-Schiffe. Im September 2016 wird die erste SEKUH ihre Arbeit aufnehmen. 2013 wurde One Earth – One Ocean e.V. für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award 2013, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte die Nominierung für den Bundespreis ecodesign in der Kategorie Konzept.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/pages/One-Earth-One-Ocean/163573257046660

 

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Gründer und Vorstand

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Schiffstaufe der SEEKUH von One Earth – One Ocean e.V. in Kiel – erstes zertifiziertes Müllsammelschiff weltweit

München-Garching / Kiel, 26. September 2016 – Am Sonntag, den 25. September 2016 wurde das erste zertifizierte Müllsammelschiff weltweit im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages feierlich auf den Namen SEEKUH getauft. Der Spezialkatamaran zum Sammeln von Plastikmüll wurde von Günther Bonin, dem Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., entwickelt, hat eine Größe von etwa 12 x 10 Metern (L x B) und wiegt knapp sechs Tonnen. Das Schiff ist zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden. Für den vollständig durch Spenden finanzierten Bau der SEEKUH, einem Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff, wurden Mittel in Höhe von etwa einer viertel Million Euro gesammelt. Hauptsponsor ist die Mannheimer Röchlingstiftung.

Mit der klassischen Formel “Allzeit gute Fahrt und stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!” wurde die SEEKUH gestern im Rahmen des 35. Deutschen Seeschifffahrtstages in Kiel feierlich mit einer Flasche Champagner von seiner Schiffspatin, Annuntiata Gräfin Hoensbroech von der Röchlingstiftung, getauft. Zahlreiche Medienvertreter waren ebenso anwesend wie die vielen Besucher des “Fests am Meer” im Kieler Hafen.

Die Schiffstaufe des weltweit einmaligen Spezialschiffs ist ein ganz besonderes Ereignis für Günther Bonin und sein Team, auf das alle sehr stolz sind, ist sie doch Endpunkt eines dreijährigen Projekts. Drei Jahre hat es gedauert, die SEEKUH von einer visionären Idee Günther Bonins zur Wirklichkeit werden zu lassen. Von der Konzeption der „Maritimen Müllabfuhr“ mit ihren Spezialschiffen über die konkrete Planung der ersten SEEKUH und deren langwierigen Finanzierung durch Spenden und der Genehmigung durch die entsprechenden Verwaltungsorgane und die Schiffsklassifikationsgesellschaft DNV GL bis hin zum Bau auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH zogen die Monate ins Land. Doch auch Rückschläge und Zeitverzögerungen entmutigten Bonin und sein Team nicht, alle glaubten fest an die Idee der SEEKUH. Neben unzähligen Kleinspenden ermöglichten vor allem die Röchlingstiftung und die Deutsche Telekom den Bau des Schiffes.

Von der Idee zum fertigen Schiff

Immer mehr Menschen erkennen in Plastikmüll eines der drängendsten Umweltprobleme der weltweiten Ozeane. Bereits heute befinden sich mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in den Meeren und jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu. Bis zum Jahre 2050 werden mehr Plastikteile als Fische in den weltweiten Meeren schwimmen. Plastikmüll hat eine Lebensdauer von bis zu 450 Jahren und gelangt letztlich als Mikroplastik (kleinste Teilchen) durch die Nahrungsaufnahme der Fische auch in unsere Nahrungskette. Damit schadet Plastik in den Ozeanen nicht nur dem fragilen Ökosystem, sondern insbesondere auch uns Menschen.

Mit ihrem Konzept der „maritimen Müllabfuhr“, bei der Plastikmüll von Spezialschiffen aus dem Meer gefischt und wiederverwertet wird, will die Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V Menschen dazu aufrufen, dieses drängende Menschheitsproblem aktiv zu bekämpfen. Die SEEKUH, die für den Einsatz in küstennahen Regionen und Flussmündungen konzipiert ist, ist nun das erste seetaugliche Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff des Konzepts. Der auf der Werft von Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH gebaute Katamaran wurde als Arbeitsschiff DNV/GL-zugelassen (praktisch dem TÜV für Schiffe) und kann neben dem Müllsammeln auch Wasseranalysen vornehmen. In 2017 soll die SEEKUH einige Monate in Hong Kong eingesetzt werden, ehe sie im Sommer 2017 an der deutschen Ostseeküste Wasserproben analysiert und Müll einsammelt.

Die Katamaranform ermöglicht es bei einem Tiefgang von nur 60 Zentimetern, zwischen den beiden Rümpfen eine Netztkonstruktion ins Wasser abzusenken, mit der der Plastikmüll bis in eine Tiefe von zwei Metern herausgefischt wird. Damit sich keine Lebewesen in den Netzen verfangen, fährt die durch zwei Außenbordmotore à 63 PS angetriebene SEEKUH in Schrittgeschwindigkeit. In Gegenden mit hohem Müllaufkommen im Wasser kann sie mit ihren Netzen täglich mehrmals 2-3 Tonnen sammeln oder bei hohen Verunreinigungen am Strand den Müll nach dem Baggerprinzip direkt an Land schieben. Später sollen HOCHSEEKÜHE – autark durch Wind- und Sonnenenergie angetrieben – auf hoher See selbständig Plastikmüll sammeln.

“Ich bin sehr stolz, nach fünf Jahren der Überzeugungsarbeit nun endlich die SEEKUH fertig und im Wasser zu haben, um die Öffentlichkeit auf das dringende Problem des Plastikmülls und des Marine Littering hinzuweisen”, erklärt Günther Bonin, Gründer und Entrepreneur des Vereins One Earth – One Ocean e.V.. “Mein großer Dank gilt all jenen, die mich und meine Idee über Jahre begeitet, unermüdlich geholfen und nicht zuletzt Geld bezahlt haben, um diese Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.”

Die Familie Röchling, die auf eine beinahe 200-jährige unternehmerische Tradition zurückblickt, hat ihre unternehmerische Verantwortung schon früh auch als soziale Verantwortung verstanden und bereits im 19. Jahrhundert wohltätige Einrichtungen für ihre Mitarbeiter, aber auch für die Bevölkerung insgesamt errichtet. Mit der Röchling Stiftung setzt die Familie heute ihr soziales Engagement fort. Nachdem das Familienunternehmen heute ein führender Anbieter innovativer Produkte aus Hochleistungs-Kunststoffen ist, kann die Stiftung auf eine hohe Kompetenz im Bereich Kunststoff zugreifen und diese wirkungsvoll zum Schutze der Umwelt einsetzen – wie in der Kooperation mit OEOO. So hat die Stiftung nun auch einen Großteil der Baukosten für die SEEKUH finanziert.

 

One Earth – One Ocean e. V.

Die Umweltorganisation One Earth – OneOcean mit Sitz in München Garching hat das Ziel, Gewässer vom Plastikmüll, aber auch Öl und Schadstoffen zu befreien. Bereits heute schwimmen auf den Weltmeeren riesige Teppiche aus Plastikmüll, der größte davon im Pazifik ist so groß wie Mitteleuropa, d.h. wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg, Ungarn und Tschechien zusammen. Schreitet die Verschmutzung im derzeitigen Tempo weiter voran, werden die Meere in wenigen Jahren vollständig vermüllt sein.

 

Gründer von One Earth – One Ocean (OEOO) ist Günther Bonin, 60, ehemals Inhaber einer IT-Firma und passionierter Segler. Seine Vision der „maritimen Müllabfuhr“ gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikmüll mit speziell von ihm entwickelten Geräten auf den Meeren eingesammelt, sortiert und zerkleinert. Trennung und Recycling des Mülls erfolgt an Land. In einer späteren Phase soll das gesammelte Plastik direkt an Bord von Tankern in Öl rückverwandelt werden. Aus einer Tonne Plastik lassen sich ca. 900 Liter Öl rückgewinnen. Seit 2015 hat Bonin sein IT-Unternehmen umgewidmet in eine AG zur Reinigung von Gewässern, um den Verein administrativ zu unterstützen.

Was wie die Utopie eines Idealisten klingt, nimmt mittlerweile konkrete Formen an. Mehr als 100 Unternehmen und Privatpersonen, darunter die Röchling Stiftung und die Deutsche Telekom AG, unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Weise. Auch Thomas Hahn, der bei BMW Oracle das Siegerschiff des America’s Cup mitkonstruierte, unterstützt OEOO bei der Entwicklung der Müllschlucker-Schiffe. Im September 2016 wird die erste SEKUH ihre Arbeit aufnehmen. 2013 wurde One Earth – One Ocean e.V. für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award 2013, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.oneearth-oneocean.com oder auf der Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/pages/One-Earth-One-Ocean/163573257046660

 

 

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