Naturland zur UN-Klimakonferenz in Paris – Potenzial des Öko-Landbaus für den weltweiten Klimaschutz nutzen

Pressemitteilung, 24.11.2015

Gräfelfing – Der ökologische Umbau der Landwirtschaft muss ein zentraler Bestandteil der Strategie im Kampf gegen den Klimawandel werden. „Konventionelle Landwirtschaft und exzessiver Fleischkonsum sind für mehr als ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dass es auch anders geht, macht der Öko-Landbau seit Jahrzehnten erfolgreich vor“, sagte Hans Hohenester, Öko-Landwirt und Naturland Präsidiumsvorsitzender, am Dienstag in Gräfelfing mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Paris.

„Wenn wir dieses Potenzial endlich konsequent nutzen, kann die Landwirtschaft einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen“, unterstrich Hohenester. Er forderte die Bundesregierung auf, das seit Jahren in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verankerte Ziel von mindestens 20 Prozent Öko-Landbau endlich aktiv und mit Nachdruck zu verfolgen.

„Wir brauchen eine klare Festlegung, bis wann dieses Ziel erreicht werden soll. Und wir brauchen ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Öko-Landbau als Leitbild einer nachhaltigen, umwelt- und klimaschonenden Landwirtschaft“, forderte der Naturland Präsidiumsvorsitzende. Dann könne die von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt geplante „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ zu einem wichtigen Baustein der Klimapolitik des Bundes werden.

Zum Hintergrund:

Die Landwirtschaft produziert laut Weltagrarbericht durch Tierhaltung, Düngung und Energieverbrauch 14 Prozent der weltweiten Treibhausgase. Rechnet man die Rodungen von Urwäldern für den Futtermittelanbau hinzu, sind es sogar 30 Prozent. Der Öko-Landbau schneidet hierbei deutlich besser ab als die konventionelle Landwirtschaft, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen.

Öko-Bauern verzichten auf mineralische Stickstoffdünger, deren Herstellung große Mengen fossiler Energie verschlingt und dabei Treibhausgase freisetzt. Stattdessen wird die Bodenfruchtbarkeit durch den Anbau so genannter Leguminosen gefördert, die Stickstoff aus der Luft im Boden anreichern. Durch gezielten Humusaufbau können ökologisch bewirtschaftete Ackerflächen überdies CO2 langfristig im Boden binden. Gesunde Böden sind weniger betroffen von Erosion, können Wasser besser speichern und sind so besser geeignet, Herausforderungen des Klimawandels wie extremen Trockenheiten zu trotzen.

Die Tierhaltung ist im Öko-Landbau direkt an die zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche gebunden. Öko-Bauern halten weniger Tiere, was eine Überdüngung der Böden verhindert und zugleich weniger Treibhausgase verursacht. Funktionieren kann das aber nur, wenn die Verbraucher weniger Fleisch essen, dafür aber in besserer, ökologischer Qualität.

Naturland Presse Info
Steffen Reese

Naturland
Verband für ökologischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 30
naturland@naturland.de
www.naturland.de




Münchner Gipfelmob sendet Handlungsaufruf für verbindliche Klimaschutzziele nach Paris

Pressemitteilung
München, den 12. November 2015

Ein breites Münchner Aktionsbündnis ruft am 29. November zum Gipfelmob auf. Ab 12:00 Uhr erklimmen die BürgerInnen der Stadt gemeinsam den Olympiaberg und färben den Gipfelbereich weiß. Der Gipfelmob fordert die EntscheiderInnen in Paris, Berlin und München auf, beim Klimaschutz endlich in Gang zu kommen.

Am 30. November beginnt in Paris die 21. UN-Klimakonferenz. Die Delegierten verhandeln eine der dringlichsten Herausforderungen der Menschheit – ein völkerrechtlich verbindliches Klimarahmenabkommen zur Begrenzung der Kohlendioxidemissionen. Warum aber haben zwei Jahrzehnte internationaler Verhandlungen keine verbindlichen Reduktionsziele hervorgebracht? #dasistderGipfel!

Breites Münchner-Aktionsbündnis fordert verbindliche Klimaschutz-Vereinbarung
Die Zeit für einen Paradigmenwechsel in der Klimapolitik ist jetzt gekommen! Das breite Münchner Aktionsbündnis von Green City, den Münchner GRÜNEN, den Münchner Kammerspielen, dem Rachel-Carson Center, dem Netzwerk Klimaherbst, der Münchner ÖDP, der GLS Bank, ETEPETETE, Polarstern und rehab republic fordert die Entscheider der Klimakonferenz in Paris auf, sich endlich auf verbindliche Ziele und wirksame Umsetzungsstrategien der Emissionsreduktion zu einigen und eine Trendwende beim Klimaschutz einzuleiten. Das Zwei-Grad-Ziel ist noch erreichbar, erfordert aber eine globale Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien und die konsequente Abkehr von fossilen Energien. Zudem muss eine ausreichende finanzielle Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen, ärmeren Länder vereinbart werden.

Gipfelmob symbolisiert: Mit Klimaschutz muss es jetzt losgehen
Mit dem Gipfelmob #dasistderGipfel am 29. November setzt das Aktionsbündnis ein Zeichen für konsequenten Klimaschutz. Alle Münchnerinnen und Münchner sind aufgerufen, gemeinsam als Menschenmasse den Gipfel des Olympiabergs weiß zu färben. Die Aktion startet um 12:00 Uhr am Fuß des Nordhangs, direkt am Ufer des Olympiasees. Von dort erstürmt der Mob den Gipfel des Olympiabergs und stellt die Fahne der COP21 auf.

Mitmachen! Zeichen für den Klimaschutz setzen!
Das Aktionsbündnis ruft alle Münchner Bürgerinnen und Bürger auf, mitzumachen und Teil des Videoclips zu werden. Beim Gipfelmob und dem anschließenden Global Climate March auf der Leopoldstraße setzen die Akteure ein Zeichen dafür, dass die globale Erderwärmung aufgehalten werden muss, und fordern die Entscheider in Paris, Berlin und München auf, endlich in Gang zu kommen.

Termin: Sonntag, 29. November 2015, 12:00 bis 13:30 Uhr
Ort: Nordhang des Münchner Olympiabergs
Treffpunkt am Ufer des Olympiasees, unterhalb des Martin-Luther-King-Wegs
Kleidung: Weiße Oberkleidung

Ihre AnsprechpartnerInnen:
Judith Fahrentholz, Kommunikation Green City e.V.
Mail: judith.fahrentholz@greencity.de, Tel: (089) 890 668 313

Daniel Reitmeier, Politischer Referent Green City e.V.
Mail: daniel.reitmeier@greencity.de, Tel: (089) 890 668 324

Anna Zipse, Pressekontakt Polarstern GmbH
Mail: presse@polarstern-energie.de, Tel: (089) 309 042 911

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