Coronakrise: Sofortige Liquiditätshilfen für Selbständige und KMU – mittelfristig Mega-Investitionen in grüne Märkte

Berlin, 18.3.2020: Die Selbständigen in Deutschland und zahlreiche der kleinen und mittleren Unternehmen leiden stark unter der Corona-Wirtschaftskrise. UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, fordert sofortige Liquiditätshilfen für Selbständige und KMU und mittelfristig Mega-Investitionen in grüne Märkte.

„Kleine und mittlere Unternehmen benötigen wegen der Corona-Krise sehr kurzfristig und unbürokratisch möglichst schnell Liquiditätshilfen über örtliche und regionale Banken. Wenn es Bund und Ländern nicht gelingt, sofort Liquiditätshilfen zur Verfügung zu stellen, muss mit Zehntausenden von Pleiten gerechnet werden. Viele kleine und mittlere Unternehmen verfügen nur über wenige Wochen an Liquidität – daher ist Zeit hier der entscheidende Faktor“, erklärt UnternehmensGrün-Vorstand Mathias Kollmann, Geschäftsführer Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG.

Kredite vs. Transfer-Leistungen

Für viele Selbständige und kleine Unternehmen reichen in der jetzigen Lage Kredite oder Instrumente wie Kurzarbeitergeld nicht aus. „Dort, wo es auf die Arbeitskraft der Chefin und des Chefs ganz wesentlich ankommt, Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitenden, Solo-Selbstständige, z. B. auch Kunstschaffende, helfen meist kein Kurzarbeitergeld, sondern nur direkte Finanzhilfen“, betont UnternehmensGrün-Vorstand Jan-Karsten Meier, Interimsgeschäftsführer.

Helikoptergeld / Grundeinkommen

„Schnell und unbürokratisch würde jetzt ein Grundeinkommen helfen. Wir können das zeitlich begrenzen, auf 6 Monate zum Beispiel – und so die schlimmsten ökonomischen Auswirkungen der Krise abfedern“, ist UnternehmensGrün-Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter überzeugt. Zuletzt hatten Akteure wie der Deutsche Musikrat eine solche Forderung erhoben. Experten wie DIW-Leiter Fratzscher weisen darauf hin, dass über weitergehende Instrumente wie die negative Einkommenssteuer nachgedacht werden müsse. Dazu Reuter: „Ob Grundeinkommen, negative Einkommenssteuer oder Helikoptergeld – wir brauchen jetzt Maßnahmen, die sofort wirken und in dieser Sondersituation Notleidende spezifisch erreichen.“

Mega-Investitionen in grüne Märkte

Um die Wirtschaft nach der Krise nachhaltig anzukurbeln, empfiehlt UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, Milliardeninvestitionen in grüne Märkte. „Wir brauchen Investitionen in einen dezentralen Nahrungsmittelmarkt, der die Grundversorgung auf Dauer gewährleistet“, erläutert UnternehmensGrün-Vorstand Klaus Stähle, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Ebenso sorgen Investitionen in den öffentlichen Nah-, Regional- und Fernverkehr, in die Ausweitung des grünen Energiemarkts und in den grünen Umbau der Industrie für eine zukunftsgerichtete Prosperität unserer Wirtschaft“, so Stähle weiter.

Pressekontakt:

UnternehmensGrün e.V.
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin
reuter@unternehmensgruen.de
Fon: +49-178 4481991

Agentur Ahnen&Enkel
Kai Weller
Email: weller@ahnenenkel.com
Fon: 030-391 05 133




GRÜNE HELDEN 2018 GESUCHT! – Jetzt online bewerben.

Der Grüne Helden Award, ein Förderformat für junge öko-soziale Unternehmungen und non-profit Projekte engagierter Initiativen, startet in eine weitere Runde. Bewerbungen sind noch bis zum 31.05.2018 möglich.

Rondeshagen/Berlin/Freiburg, 14.05.2018: Grüne Helden 2018 gesucht – mit diesem Aufruf starten FairGoods, Ecocrowd/Deutsche Umweltstiftung und die Agentur „Grüne Helden“ zum zweiten Mal den Award zur Förderung des jungen öko-sozialen Unternehmertums sowie von non-profit Projekten engagierter Initiativen. Ziel des Award Formates ist es, jungen Unternehmern und non-profit Initiativen Netzwerk, Öffentlichkeit und Austausch in der Konzept- und Startphase und darüber hinaus zu bieten. Als Gewinne winken Patenschaften für Marketing, Bedarfsanalysen, Beratungen zur Finanzierung, Messeauftritte für die B2C Kommunikation; alles in Form eines Gesamtpaketes. Bewerbungen können noch bis zum 31.05.2018 unter GRÜNE HELDEN 2018 GESUCHT! eingereicht werden.

Die Mehrwerte für den Förderpreis decken namhafte Partner wie ecocrowd, fairgoods, Triodos Bank, UnternehmensGrün, hakopaxan, BIOHOST, meinwoody, cloudsters und greencalling ab. Sie stellen sowohl ihr Wissen als auch Sachwerte und Vergünstigungen zur Verfügung. Die Mediepartner sind global, grünvoll.de, EcoPressBlog und greenup. Mit dem neuen “Grüne Helden Forum” zum Austausch und der Wissensbeschaffung für junge grüne Unternehmer veranstalten die Partner Ecocrowd, ECOVENTA und Grüne Helden erstmalig auf der FairGoods am 22. September 2018 in Hamburg das HeldenCamp mit fünf bedarfsorientierten Schwerpunktthemen.

Die Initiatoren des Awards sind alle seit vielen Jahren mit nachhaltig ausgerichteten Unternehmen wirtschaftlich aktiv. Ihr Ziel ist, den nachkommenden Unternehmensgeneration mit jeder Menge Fachwissen und Erfahrungen zur Seite zu stehen. Junges öko-soziales Unternehmertum in Deutschland und der gesamten EU soll hier seine gleichgesinnten, erfahrenen und kompetenten Ansprechpartner Nummer 1 finden.

Grüne Helden Award 2018
Der Grüne Helden Award wird 2018 zu zweiten Mal ausgelobt. Beim Start 2017 wurden über 30 Bewerbungen für die beiden Kategorien Profit und Non-Profit eingereicht. Die Gewinner des ersten Förderpreises sind “Gartenpaten” (Kategorie Profit) und “Kipepeo Clothing” (Kategorie Non-Profit).

Für 2018 werden 100 Bewerbungen für die Kategorien Profit und Non-Profit angestrebt. Erstmalig vergeben die Initiatoren in diesem Jahr auch einen Publikumspreis, über den die Online-Community sowie die Besucher der FairGoods Messen abstimmen werden. Bewerbungen können bis 31.05. ausschließlich über ein Online-Formular, sowohl für Projekte in der Konzeptionsphase wie auch für Unternehmungen, die nachweislich nicht länger als 5 Jahre aktiv handeln, eingereicht werden. Welche Kriterien zu erfüllen sind erfahren die Bewerber ebenfalls unter: award.gruenehelden.de

Die Verleihung des Grüne Helden Awards findet am 22. September 2018, wie bereits im Vorjahr, auf der FairGoods Messe in Hamburg statt.

Pressekontakt
Andreas Sauer | Grüne Helden
Mobil: 0172-9760880 | award@gruenehelden.de
Auf dem Sandberg 7 | 23929 Rondeshagen

Medien | Soziale Netzwerke
Internetseite: award.gruenehelden.de
Facebook: www.facebook.com/grueneheldenaward
Twitter: www.twitter.com/gruenehelden #grueneheldenaward #gruenehelden
Instagram: www.instagram.com/gruenehelden

Hintergrund und weitere Kontakte

FairGoods
FairGoods ist Plattform, Arena, Festival: Ein Raum, in dem die besten grünen Produkte und Ideen für einen nachhaltigen Lebensstil zu finden sind. Hinter der FairGoods steht die Agentur für ökologische Veranstaltungen, ECOVENTA. Aus eigener Überzeugung sowie durch Information und Aufklärung arbeitet sie daran, die Idee einer nachhaltigeren Lebensweise Realität werden zu lassen. Die Projekte sind daher ausschließlich dem Ziel untergeordnet, nachhaltiges Handeln im privaten, beruflichen und geschäftlichen Bereich zu unterstützen. Dabei verstehe ECOVENTA als Wirtschaftsfördernde im klassischen Sinne insbesondere noch unbekannte Initiativen, Projekte und Produktideen.
Website: www.fairgoods.info

EcoCrowd
EcoCrowd ist die nachhaltige Crowdfunding – Plattform der Deutschen Umweltstiftung
www.deutscheumweltstiftung.de.
Auf den Internetseiten werden nachhaltige Projekte und Startups vorgestellt, die Starthilfe benötigen. Hier kommt die Gemeinschaft („Crowd“) ins Spiel. Nach dem Motto „Zusammen mehr erreichen“ können alle einen Beitrag zur Finanzierung leisten, Netzwerke bilden und Ideen verbreiten.
Website: www.ecocrowd.de

Grüne Helden – für die guten Dinge
Grüne Helden, Agentur für Transformation, öko-soziales Marketing und GreenDesign.
In den sich ständig verändernden Situationen in unserem nahen Umfeld aber auch weltweit brauchen wir Lösungsansätze mit Weitblick. Wenn wir die über Jahrhunderte gewachsene Kulturen und Ökosysteme in ihrer Einzigartigkeit für die Zukunft erhalten wollen, müssen wir noch intelligenter und besser werden und auch den Mut haben, weniger populäre Wege zu gehen. Wir können nur gewinnen. Grüne Helden steht für ein ganzheitliches, mit positiven Werten besetztes, Denken und entwickelt die Konzepte ganz im Sinne eines Nachhaltigkeitsgedankens. Agentur und Netzwerk wurden von Andreas Sauer gegründet. Er arbeitet seit jetzt 30 Jahren ausschließlich mit grünen und sozial engagierte Unternehmen und Initiativen in D-A-CH.

Website: www.gruenehelden.de




Mit dem CO2-Preis im Koalitionsvertrag kommt auch der Kohleausstieg

Medieninfo

Berlin/ Freiburg, 9.11.2017: In die finale Phase der Sondierungsgespräche bringt der CO2
Abgabe Verein gemeinsam mit UnternehmensGrün und 83 weiteren Unternehmen und
Verbänden erneut einen konkreten Lösungsvorschlag für die wirksame CO2-Bepreisung mit
Rückbau aller anderen Umweltabgaben auf Energie ins Spiel.

Die bisherige Verständigung der möglichen Jamaika-Koalition auf die Einhaltung des
Pariser Klimaabkommen ist der völlig unzureichende, kleinstmögliche Nenner.
Der aktuelle Appell von 52 deutschen Unternehmen für mehr Klimaschutz vom
7.11.2017 hat dies deutlich gemacht. Auch er hält für die neue Legislaturperiode
„einen verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad bei der Kohleverstromung
für unverzichtbar und fordert dazu und „einen investitionsrelevanten CO2-Preis“.

Die Sondierungsgespräche für Jamaika müssen darüberhinaus aber Antworten auf
die Frage finden: „Wie kommt man zu wirksamen CO2 Preisen?“

Die Mitgliedsunternehmen des CO2 Abgabe e.V. und UnternehmensGrün gehen hier
einen entscheidenden Schritt weiter auf die Politik zu und zeigen auf, wie
Kohleausstieg und Klimaschutz durch eine CO2-Bepreisung über den
Emissionshandel hinaus gelingen können.

Die unterzeichnenden Unternehmen und Verbände unterstützen hierzu den offenen
Brief (vgl. Anhang) vom 7.11.2017 des CO2 Abgabe e.V. an die Koalitionäre, der u.a.
folgende Leitplanken für einen Passus im Koalitionsvertrag formuliert:

  • Die Ausrichtung der Besteuerung der fossilen Energieträger
    (Mineralölprodukte, Erdgas und Kohle usw.) an ihrem Treibhausgaspotenzial
    statt wie bisher an ihrem Energiegehalt.
  • Eine Konkretisierung und Ausweitung einer CO2-Bepreisung auf alle Sektoren
    (Strom, Wärme, Verkehr), die konform zum Europäischen Emissionshandel ist.
  • Die Verwendung der Einnahmen aus einer CO2-Bepreisung zur Entlastung
    der Bürger und Unternehmen, u.a. zur Reduktion der EEG-Umlage und
    Neuorientierung der energiebezogenen Steuern und Umlagen am Klimaschutz.
  • Aufbauend auf dem EU-ETS und nationalen CO2-Bepreisungen eine Initiative
    zu beschließen, die wirksame CO2-Preise in allen Sektoren auf europäischer
    Ebene einführt.

Anlagen:
Offener Brief des CO2 Abgabe e.V. unter:
https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2017/11/Offener_Brief_Jamaika_2017_11_07.pdf
Rechtliche Machbarkeit CO2-Bepreisung
https://co2abgabe.de/wp-content/uploads/2017/10/Machbarkeitsstudie-CO2-Abgabe-W2K-Oktober-2017.pdf

Medienkontakt
Dr. Jörg Lange, CO2 Abgabe e.V., +49 (0)761-45893277,
joerg.lange@co2abgabe.de
Dr. Katharina Reuter, UnternehmensGrün e.V., Mobil: +49 (0) 178 44 81991
reuter@unternehmensgruen.de




Ein fester Platz für den Dialog zwischen Wirtschaft und grüner Politik

Gemeinsame Pressemitteilung von MdB Dr. Thomas Gambke und UnternehmensGrün e.V.

Berlin, 20.6.2017: Ein fester Platz für den Dialog zwischen Wirtschaft und Grünen: Der bisher von der Grünen Fraktion im Bundestag organisierte ‚Gesprächskreis Nachhaltige Unternehmen‘ soll intensi-viert werden – künftig wird UnternehmensGrün den organisatorischen Rahmen bieten.

Damit wird die Zusammenarbeit zwischen Bundespartei, Landesverbänden und insbesondere auch den Grünen Regierungsmitgliedern in den Ländern fortgeführt und verstetigt. Der frühere SCHOTT-Manager und Unternehmer Dr. Thomas Gambke, MdB, wird den Kreis auch nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag im Herbst leiten. UnternehmensGrün wird als parteipolitisch unabhängiger Bundesverband der nachhaltig orientierten Wirtschaft den organisatorischen Rahmen für den Gesprächskreis bieten. Diese Initiative wurde von Vertretern der im Gesprächskreis vertretenen Unternehmen ausdrücklich unterstützt – eine intensive weitere Zusammenarbeit wurde vereinbart.

Das Netzwerk funktioniert in zwei Richtungen: Einerseits nutzen die Unternehmen regelmäßig die Möglichkeit, ihre Anliegen an grüne Politik heranzutragen. Andererseits können Ideen aus der grünen Bundestagsfraktion im Kreis von Unternehmerinnen und Unternehmern auf Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit geprüft werden.

Dr. Thomas Gambke (MdB Bündnis 90/ Die Grünen und Mittelstandsbeauftragter): „In den zurück-liegenden Jahren habe ich in vielen Unternehmen eine breite Unterstützung für eine nachhaltige und damit ökologische und soziale Ausrichtung erlebt. Zugleich aber auch viel Gesprächsbedarf zu Rah-menbedingungen, die – langfristig geltend – eine solche Ausrichtung oft erst möglich machen. Den notwendigen Austausch zu Ideen und Konzepten und Umsetzung in einem rechtlichen Rahmen will ich mit dem Gesprächskreis Nachhaltige Unternehmen intensivieren und verbreitern – vor allem auch mit den Kompetenzen grüner Regierungsbeteiligung in den Ländern.“

Kerstin Andreae,die stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion begrüßt die Zusammenarbeit und sichert ihre Unterstützung zu. „Der Austausch zwischen grüner Wirtschaft und grü-ner Politik ist wichtiger denn je. Gerade das Thema Gründungen sowie Forschungs- und Entwicklungs-förderung ist dabei für eine zielgerichtete Wirtschaftspolitik essenziell.“

Anlässlich der Staffelstabübergabe erklärt Martina Merz, Inhaberin einer Agentur und Vorständin von UnternehmensGrün: „Die ökologische Transformation kann nur gemeinsam mit Wirtschaftsak-teuren und Politik umgesetzt werden. Wirtschaft und Politik müssen sich ständig dazu austauschen, wo die Hemmnisse für eine ökologisch und sozial ausgerichtete Wirtschaft liegen.“

Gottfried Härle, Brauereiunternehmer und Vorstand von UnternehmensGrün, ergänzt: „Die Politik kann von den Erfahrungen unserer Pionierunternehmen lernen und auf das breite Know-how bauen, das bei unseren Mitgliedsunternehmen vorhanden ist. Hierbei kommt auch unser branchenübergrei-fender Ansatz zum Tragen.“

Das nächste Treffen findet im November 2017 statt. Mit der Teilnahme des hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie und Verkehr, Tarek Al-Wazir, wird dabei ein erster wichtiger Schritt zur Einbindung der Länder unternommen werden. Dabei werden die relevanten aktuellen Themen: Ressourcen- und Energieeffizienz, Digitalisierung und Mobilität sowie Recycling als inhaltliche Schwerpunkte die nächs-ten Treffen bestimmen. Daneben stehen auch die Weiterentwicklung von Organisationsformen (z.B. Genossenschaften, Sozialunternehmen) sowie Gründungen und Forschungs- und Entwicklungsförde-rung vor allem für kleine und mittlere Unternehmen auf der Agenda des Gesprächskreises.

Pressekontakt:

Kai Weller
Agentur Ahnen&Enkel
0176 24569084




Für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft – 25 Jahre UnternehmensGrün

Pressemitteilung: 25 Jahre UnternehmensGrün

Seit der Gründung am 19.6.1992 setzt sich UnternehmensGrün für verantwortungsvolles Wirtschaften
ein. Ob wahre Preise, nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft, erneuerbare Energien oder
Ausbildung für Green Jobs: Die ökologisch-soziale Wende ist Programm.

„Wir haben viel geschafft und wollen noch mehr erreichen“ erklärt Gottfried Härle,
Gründungsmitglied und Vorstand von UnternehmensGrün, dem Bundesverband der grünen
Wirtschaft, zum heutigen 25-jährigen Bestehen des Verbandes. UnternehmensGrün wurde 1992 in
Stuttgart ins Leben gerufen und engagiert sich heute von Berlin aus im Namen seiner über 220
Mitgliedsunternehmen für eine ambitionierte Umwelt- und Wirtschaftspolitik jenseits der engen
Branchenzuschreibungen.

„Unsere Mitglieder zeigen in ihren Unternehmen, dass Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch
sein müssen. Wir legen überall dort den Finger in die Wunde, wo die politischen
Rahmenbedingungen ein nachhaltiges Wirtschaften nicht zulassen“, so Dr. Katharina Reuter,
Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, über die Aufgaben des Verbandes. „Praxisrelevante
Forderungen aus der unternehmerischen Wirklichkeit sind das, was den Verband ausmacht – und
diese Funktion ist im politischen System von heute immer noch genauso wichtig wie im
Gründungsjahr.“

In seiner 25-jährigen Geschichte hat UnternehmensGrün aktiv die Ausgestaltung richtungsweisender
Regelungen wie dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die ökologische Steuerreform,
Erleichterungen für Selbständige oder die Agro-Gentechniknovelle begleitet. UnternehmensGrün
nimmt regelmäßig zu den Vorhaben der Regierung Stellung. Darüber hinaus sorgt der Verband mit
seinen Positionen, Studien und Befragungen für eine ökologisch-soziale Folgenabschätzung von
politischen Entscheidungen – etwa zur Agrarreform, dem Greening der Arbeitswelt (Berufliche
Bildung) oder den sektorspezifischen Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf kleine und
mittlere Unternehmen.

„Die Fortsetzung der Energiewende im Mobilitäts- und Wärmebereich, eine gerechte Globalisierung
sowie die Agrarwende und wahre Preise, diese Themen zählen heute zu den Schwerpunkten unserer
Arbeit. Deutschland kann und muss hier weltweit Vorreiter sein“, so Reuter.
Aus Anlass des Gründungsjubiläums findet am 23. November 2017 der Kongress „25 Jahre
UnternehmensGrün – Nachhaltigkeit Weiterdenken“ in Berlin statt. In der Landesvertretung Baden-
Württemberg wird Muhterem Aras, UnternehmensGrün-Vorständin und Präsidentin des Landtages
Baden-Württemberg die Gäste begrüßen. Die Keynote hält der baden-württembergische
Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

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Dr. Katharina Reuter
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Kai Weller
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„Grüne Transformation nicht nur in Grünen Berufen“

PM: Studie „Greening Berufe / Nachhaltige Arbeitswelt“
Berlin, 13.02.2017: Eine UnternehmensGrün-Studie zeigt bei Unternehmen wie der Deutschen Bahn AG und Schneider Electric, welche neuen Anforderungen die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit für Mitarbeitende mit sich bringt. „Greening“ geht längst weit über den Kreis von klassischen Bio-Anbietern und Umwelttechnik-Firmen hinaus. Die notwendigen Kenntnisse müssten viel stärker in Berufsbildung und -orientierung verankert werden, fordern die Firmen.

Das so genannte „Greening“ der Wirtschaft geht weit über klassische Unternehmen in der Umweltbranche hinaus. „Nicht nur Anbieter von Biolebensmitteln oder umweltorientierte Tourismusanbieter fragen Kenntnisse über allgemeine und berufsspezifische ökologische Zusammenhänge nach“, erklärt Dr. Katharina Reuter, Mitautorin der Studie und Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, dem Bundesverband der grünen Wirtschaft. Auch im verarbeitenden Gewerbe (Baubranche, Elektroausrüster, Logistik) seien diese Qualifikationen inzwischen hoch gefragt.

Reuter stützt sich dabei auf das Ergebnis der Studie „Greening der Berufe und nachhaltige Arbeitswelt: Auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen und ressourceneffizienten Wirtschaft“ von UnternehmensGrün im Rahmen des Projektes „mach Grün! Berufe entdecken und gestalten“. Für die qualitative Erhebung dieser Studie“ wurden 20 mittlere und Großunternehmen ab Abteilungsleitungs-Ebene befragt. Unter den Großunternehmen sind die Deutsche Bahn (300.000 Mitarbeitende), Schneider Electric (rund 170.000 Mitarbeitende weltweit), die dm-Drogeriemärkte (55.000 Mitarbeitende), die ebm-papst-Gruppe (13.000 Mitarbeitende) und die Berliner Wasserbetriebe (4.430 Mitarbeitende). Mittlere Unternehmen sind etwa die Hauser Exkursionen, Ulrich Walter GmbH und das Ökodorf Brodowin.

Key Points:
– Zunehmend mehr Unternehmen betreiben „Greening“ von innen heraus – auch in konventionellen Branchen
– Treiber sind oft junge Mitarbeitende und engagierte Chef*innen
– Grünes Wissen ist zu wenig in den (berufsbildenden) Lehrplänen vertreten
– Mathematisch-technische Qualifikationen sind auch rund um Nachhaltigkeit stark gefragt
– Für die Berufsorientierung bietet das „Greening“ neue Ansätze zur Nachwuchsgewinnung

Sowohl die Entscheider*innen in Unternehmen, die umweltrelevante Dienstleistungen anbieten, als auch die übrigen Unternehmen geben dabei an, dass ein grünes Bewusstsein (green awareness) zentral für die Gestaltung von Prozessen und Produkten ist.

„Nicht nachhaltige Produkte und Dienstleistungen haben in Unternehmen langfristig einfach keine Chance mehr. Umweltthemen und Gerechtigkeitsfragen müssen hier von Anfang an bedacht werden“, so Reuter. Dabei spielt die Größe des Unternehmens keine Rolle. Im Rahmen der Umsetzung einer grünen Transformation setzen die Betriebe auf Maßnahmen, die sehr stark in der Unternehmensstruktur verankert sind. Die Unternehmen streben an, dass sich die Mitarbeiterinnen aktiv in den Transformationsprozess einbringen und ihn mitgestalten.

Neben einer umweltorientierten Haltung ist dabei aber auch konkretes Wissen um ökologische Prozesse gefragt: „Hier kommen auch naturwissenschaftliche Kenntnisse und grüne (nachhaltige) Schlüsselkompetenzen zum Tragen“, erklärt Reuter. Solche Qualifikationen würden in den herkömmlichen Berufsausbildungen meist nicht vermittelt. Die Ausbildungspläne der berufsbildenden Schulen sind Ländersache. Die Kultusministerkonferenz hat bereits gefordert, dass Nachhaltigkeitsthemen in den Lehrplänen berücksichtigt werden sollten.

Doch es sollte schon vorher angesetzt werden. Vielen Jugendlichen vor der Ausbildungsentscheidung, aber auch Lehrpersonal, Berufsberatende oder Eltern, die die Berufswahl mitbeeinflussen, ist das „Greening der Berufe“ nicht bewusst. Die Studie ermöglicht auch ihnen, sich über die veränderten Anforderungen und Chancen, Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt mitzugestalten, zu informieren.

Einordnung der interviewten Unternehmen

Unter „Greening“ fasst die Studie die Umstellung von Produkten und Prozessen Richtung Nachhaltigkeit. Mit leitfadengestützten Interviews wurden 20 Unternehmen auf Leitungsebene befragt. Neun der einbezogenen Unternehmen sind Großbetriebe mit mehr als 250 Mitarbeitenden, neun Unternehmen haben zwischen 11 bis 249
Mitarbeitende (mittelgroße und kleine Unternehmen) und zwei Unternehmen gehören der Kategorie Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitenden an. Die Interview-Partner*innen waren Geschäftsführer*innen und bei den größeren Unternehmen Entscheider*innen im Bereich Personal oder Kommunikation.

Nachhaltigkeit aus Sicht der Unternehmen

Die Auswertung der Interviews unterstreicht, dass sich die Unternehmen auf den Weg zu einer emissionsärmeren und ressourceneffizienteren Wirtschaftsweise gemacht haben. Die befragten Unternehmen betonen überwiegend, dass auch ein schrittweises Greening auf Unternehmensebene ein ganzheitliches Herangehen erfordert. Der Transformationsprozess im Unternehmen wird durch eine Ausweitung umwelt-, klimaund ressourcenschonender Produkte, Technologien und Dienstleistungen charakterisiert. Dies erfolgt sowohl bei der Umgestaltung des Produktportfolios durch Verbesserung der Produktionsverfahren und -technologien sowie durch Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz als auch durch Einsetzen von Recyclingverfahren, Forschung bzw. durch Wechsel auf nachhaltige Alternativen. Optimierungspotenziale sehen die Unternehmen im Bereich der Energieeffizienz mit Blick auf die Kernprozesse (Produktionsprozesse) und Support-Prozesse sowie Gebäude.

Wichtige Eckpunkte auf dem Weg zu einer Green Economy sind Forschung und Entwicklung in den Unternehmen. Insbesondere Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe investierten in den letzten Jahren sehr stark in innovative Zukunftstechnologien und Produkte.

Schwerpunkte der Unternehmen im Rahmen des Greening-Prozesses

Die Unternehmen setzen beim Greening überwiegend auf die Verbesserung der internen Prozesse sowie die Energie- und Materialbereitstellung. „Hier haben sie unmittelbaren Einfluss, ohne ihre Produkte oder Services verändern zu müssen“, erläutert Susanne Graf, Projektleiterin und Mitautorin der Studie. Außerdem sind diese Einflussnahmen oft kosteneffizient. „Es ist zwar nicht so, dass sich beispielsweise eine neue Energieversorgung für die Unternehmen direkt rechnet. In der Industrie werden Investitionen oft an Amortisationszeiten deutlich unter fünf Jahren gemessen. Das leisten viele Umweltinvestitionen nicht. Aber wenn die Mitarbeitenden es einfordern und das Management offen ist, dann nehmen Unternehmen die notwendigen Investitionen dennoch vor. Denn sie wissen: Mittelfristig amortisieren sich die Investitionen doch und sie helfen, das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen“, so Graf.

Energieeffizienz
– Erhöhung der Energieversorgung aus regenerativen Energien
– Wärmeübertragung
– Wärmerückgewinnung
– Produktionstechnologie und -logistik
Materialeffizienz
– Werkstoffe
– Bearbeitungstechnologien
Ressourceneffizienz
Emissionsreduzierung
– Kreislaufwirtschaft/ Abfallmanagement/ Recycling
– Reduzierung des Verbrauchs der Umweltmedien, wie Wasser
– Nachhaltige Mobilität
Prozesseffizienz
– Digitalisierung der Produktion/ Industrie 4.0
– Automatisierte Produktion
– Neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren
– Ressourcen- und energieeffiziente Prozesse
– Qualitätsmanagement

Hindernisse der Transformation
Die Unternehmen wurden auch dazu befragt, welche Hindernisse einer weitergehenden Transformation im Wege stehen.

Dabei werden oft genannt:
– Kostenfaktoren
– Lobbyeinflüsse und Marktgestaltung durch Lobbys
– Fehlendes Wissen der Mitarbeitenden und Unternehmen

Welche Kenntnisse sind gefragt?

Neben den fachlichen Qualifikationen suchen die Unternehmen vor allem Mitarbeitende, die auch ökologisch motiviert sind. Gefragt sind auch Auszubildende, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, die über den eigenen Tellerrand hinausschauen, und mit anderen Menschen, sei es mit dem Kollegium oder der Kundschaft, zusammenarbeiten und gut kommunizieren können.

Neben diesen generellen Skills setzen aber gerade die technischen Unternehmen bei der Auswahl vor allem auf branchenspezifische Fachkenntnisse. „Nur Umwelt reicht natürlich nicht“, erklärt Reuter.

Hintergrund

Die Studie „Greening der Berufe und nachhaltige Arbeitswelt: Auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen und ressourceneffizienten Wirtschaft“ wurde von UnternehmensGrün im Rahmen von „mach Grün! Berufe entdecken und gestalten“ erstellt. In diesem Projekt werden Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren mit innovativen außerschulischen Angeboten unterstützt, ihre persönliche grüne Berufsperspektive zu entwickeln. Die Studie liefert dafür hilfreiche Systematiken und konkrete Praxisbeispiele. Im Zentrum dieses Verbundprojektes stehen mehrtägige, lebensweltnahe Berufsorientierungs-Camps in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, die Arbeitsbereiche wie z.B. Mobilität und Stadtentwicklung, Wald- und Forstwirtschaft, Erneuerbare Energien, Hausbau und Kunststoffindustrie zum Thema haben.

„mach Grün!“ wird gemeinsam umgesetzt von LIFE Bildung-Umwelt-Chancengleichheit e.V.; Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V.; VSB gGmbH und UnternehmensGrün e.V., der Bundesverband der grünen Wirtschaft. Es wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf – BBNE” durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Die vollständige Studie finden Sie unter: http://machgruen.de/wpcontent/ uploads/2017/02/Studie_Greening-der-Berufe.pdf

Kontakt zu den Autorinnen:
UnternehmensGrün e.V., Bundesverband der grünen Wirtschaft
www.unternehmensgruen.de

Unterbaumstr. 4, 10117 Berlin, +49 (0) 30 325 99 683
Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin, reuter@unternehmensgruen.de
Susanne Graf, Projektleitung, graf@unternehmensgruen.de

Pressekontakt:
Kai Weller
Agentur Ahnen&Enkel
+49 (0) 176-24569084
weller@ahnenenkel.com




Vor EU-Entscheidung zu CETA: Neue Studie zur europäischen Freihandelspolitik

Menschenrechte in EU-Handelsabkommen bleiben leeres Versprechen

Berlin, 7. Februar 2017. Beim CETA-Vertrag hat die EU es versäumt, dringend notwendige Reformen
vorzunehmen, die eine menschenrechtsbasierte und sozial-ökologisch nachhaltige Handelspolitik
gewährleisten. Dass eine solche Reform dringend notwendig ist, zeigt die heute (7.2.) vorgestellte
Studie, die von Brot für die Welt, Forum Umwelt und Entwicklung, UnternehmensGrün und ver.di in
Auftrag gegeben wurde. Sie weist auf Unzulänglichkeiten bei den Arbeits- und Sozialstandards sowie
gravierende Defizite bei der Gestaltung einer menschenrechtsgeleiteten Handelspolitik hin. Demnach
sind die gegenwärtigen Instrumente sowohl in ihrem Regelumfang als auch in ihrer praktischen
Anwendung unzureichend. Der CETA-Vertrag mit Kanada ist damit kein zukunftsfähiges Abkommen.

Die EU wendet ihre eigene Menschenrechtsklausel nur selektiv an. Bisher waren in der Regel nur ökonomisch wenig bedeutende Staaten betroffen. Bei wichtigen Handelspartnern wie etwa Mexiko drückt die EU hingegen ein Auge zu, selbst wenn es zu systematischen Menschenrechtsverletzungen kommt“, kritisiert Sven Hilbig, Welthandelsexperte von Brot für die Welt. Bei CETA hat die EU versäumt, ihre Menschenrechtspolitik gemäß ihrer eigenen gesetzlichen Vorgaben zu reformieren. Es bestehe die Gefahr, dass gegenwärtige und zukünftige Verhandlungen über Handelsabkommen etwa mit Mexiko nach der Blaupause CETA ausgehandelt werden.

Michael Fischer, Leiter Politik und Planung bei ver.di kritisiert, dass bisherige EU-Handelsabkommen einer einseitigen Freihandelsdoktrin folgen und so weder zur Durchsetzung von Arbeits- und Sozialstandards bei den Handelspartnern beitragen, noch sie hierzulande und in Europa schützen. Trotz einiger oberflächlicher Verbesserungen bilde CETA keine Ausnahme. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Interessen transnationaler Konzerne und Investoren gegenüber dem Schutz von Arbeits- und Sozialstandards privilegiert werden. Arbeits- und Sozialstandards erhalten zwar inzwischen sogar eigene Kapitel, aber es mangelt weiterhin an Mechanismen, die verhindern, dass sie durch Liberalisierungsverpflichtungen direkt oder indirekt unter Druck geraten.“

„Der CETA-Vertragstext macht deutlich, dass Umweltstandards für die EU zweitrangig sind“, moniert Jürgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung. „Unverbindliche Umwelt- und Sozialkapitel, aber harte neue Klagerechte für Investoren – nichts zeigt deutlicher, wo die Prioritäten der EU-Handelspolitik liegen und warum so viele Menschen sie ablehnen.“

Aber auch die Unternehmen, die bereits hohe Umwelt- und Sozialstandards umsetzen, fordern stärkere Verpflichtungen und Sanktionsmöglichkeiten ein. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, konstatiert: „Die Nachhaltigkeitskapitel sind zahnlose Tiger – denn sie sind nicht sanktionsbewehrt und generieren keine zusätzlichen Verpflichtungen. Die wenigen verbindlichen Verpflichtungen, etwa die Nichtabsenkungsklausel, können unterlaufen werden, etwa wenn ökonomische Sparzwänge angeführt werden. Wir sehen nicht, wie die vorgesehenen Monitoringsysteme durch die Zivilgesellschaft – das eigentliche Novum – die sonstigen Schwächen der Nachhaltigkeitskapitel und der Handelsverträge kompensieren könnten.“

Seit dem Lissabon-Vertrag von 2009 ist die EU grundsätzlich verpflichtet, Handelsabkommen menschenrechtskonform auszurichten. Dem vereinbarten Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) kommt eine besondere Rolle zu, weil es als Blaupause für zukünftige bilaterale Abkommen mit Entwicklungs- und Industrieländern gilt. Die Studie „Menschenrechte als uneingelöstes Versprechen. Nachhaltigkeit, Umwelt- und Sozialstandards in EU-Handelsabkommen“ untersucht bilaterale Handelsabkommen der EU aus den letzten 25 Jahren.

Die Studie „Menschenrechte als uneingelöstes Versprechen. Nachhaltigkeit, Umwelt- und
Sozialstandards in EU-Handelsabkommen“ finden Sie unter: http://bfdw.de/menschenrechte

Für Rückfragen stehen Ihnen folgende Experten zur Verfügung:

Dr. Katharina Reuter, reuter@unternehmensgruen.de, 0178-4481991
Sven Hilbig, sven.hilbig@brot-fuer-die-welt.de, 0170-29 18 161
Michael Fischer, michael.fischer@verdi.de; 030-69561030
Jürgen Maier, chef@forumue.de, 030-6781 775 88 oder 0171-383 6135

Pressekontakt:
Brot für die Welt
Anne Dreyer
Tel.: 030-65211-4430
presse@brot-fuer-die-welt.de
ver.di
Tel.: 030-6956-1011/1012
pressestelle@verdi.de




Für einen ambitionierten Klimaschutzplan 2050

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 7. November 2016

UnternehmensGrün e.V. zeichnet gemeinsam mit 40 Unternehmen und
Branchenverbänden Erklärung

UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, beteiligt sich an der heute veröffentlichten Unternehmenserklärung zum Entwurf des Klimaschutzplans 2050. Damit setzt UnternehmensGrün ein starkes Signal für einen ambitionierten und konkreten Klimaschutzplan, der ausreichend Planungssicherheit für die Unternehmen bietet und mit den Zielen des Paris-Abkommens im Einklang steht. Die Erklärung wird von der Stiftung 2°, BAUM e.V. und Germanwatch koordiniert.

Der Klimaschutzplan 2050 als zentrale Rahmensetzung für Deutschlands Beitrag zur Umsetzung der globalen Klimaziele muss sich am Paris-Abkommen messen lassen. Das erklärt UnternehmensGrün gemeinsam mit weiteren führenden deutschen Unternehmen aus einer großen Bandbreite von Branchen in einer heute veröffentlichten Stellungnahme. Für die Unternehmen sei es von großer Bedeutung, dass vom Klimaschutzplan das eindeutige Signal ausgehe, Deutschland werde die in Paris gemachten Zusagen umsetzen. Die von 41 Unternehmen und Branchenverbänden unterstützte Erklärung erscheint zum Start des UN-Klimagipfels in Marrakesch und mit Blick auf den möglichen Kabinettsbeschluss zum Klimaschutzplan am 9. November.

Dazu sagt Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün: „Wir müssen endlich anfangen, die Unternehmen zu belohnen, die schon heute die Grundlage für die nachhaltige Wirtschaftswende schaffen. Denn mit Mogelpackungen, wie sie uns die Autobauer gerade vorführen, werden wir die Arbeitsplätze der Zukunft nicht sichern.“

UnternehmensGrün erklärt daher gemeinsam mit den Unterstützern und Mitzeichnern der Erklärung, dass Unternehmen Planungssicherheit benötigten, um bei Klimaschutz und Energiewende vorangehen zu können. Darum sei es wichtig, dass sich der Klimaschutzplan mit einem eindeutigen Klimaziel am oberen Rand des derzeitigen Zielkorridors von 80 bis 95 Prozent Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2050 ausrichtet. Zudem sollten Sektorziele für 2030 vorgegeben werden, um die Entwicklung konkreter Pläne zur Dekarbonisierung sowie neuer Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Darüber hinaus heißt es in der Erklärung, dass der Klimaschutzplan den Weg zu deutlich mehr Energieeffizienz und zum zügigen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien aufzeigen solle. Nicht zuletzt sei dabei eine Debatte über Wege zur Beendigung der Kohleverstromung sowie dem damit verbundenen notwendigen Strukturwandel zu eröffnen.

Der Klimaschutzplan solle Unternehmen eine Handlungsgrundlage dafür geben, mit nachhaltigen Innovationen international führend zu sein und die wirtschaftlichen Chancen des Klimaschutzes dadurch optimal nutzen zu können. Unternehmerischer Klimaschutz schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärke auch die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

41 Zeichner der Erklärung:

50Hertz | adidas Group | AIDA Cruises | Alfred Ritter GmbH & Co. KG | Alnatura | Baufritz | Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) | Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) | CEWE | Commerzbank | DAIKIN Airconditioning Germany | Deutsche Energie-Agentur (dena) | Deutsche ROCKWOOL | Deutsche Telekom | elobau | EnBW | ENTEGA | Gegenbauer Holding | hanseWasser Bremen | HOCHTIEF Aktiengesellschaft | IKEA Deutschland | IWAN BUDNIKOWSKY GmbH & Co. KG | LR Facility Services | METRO GROUP | MVV Energie | OTTO FUCHS | Otto Group | PUMA | REETEC | Schneider Schreibgeräte | Schüco International KG | Schwäbisch Hall-Stifung | Sparda-Bank München | Stadtwerke München | Stadtwerke Tübingen | UnternehmensGrün e.V. – Bundesverband der grünen Wirtschaft | VAUDE | Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) | Viebrockhaus | WALA | Wilkhahn

Koordiniert wurde die Erklärung von der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, dem Unternehmensnetzwerk B.A.U.M. e.V. und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

Unternehmenserklärung zum Download: www.germanwatch.org/de/13001

Pressekontakt:

Kai Weller
Ahnen&Enkel
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0176 24569084
weller@ahnenenkel.com




Ecopreneurs for the Climate 2016 in Berlin

Press release
Germany, Berlin | 29.09.2016

In the lead-up to the COP22 Climate Change Summit in Marrakech, Ecopreneurs for the Climate 2016 (#ECO4CLIM16), the 2016 Global Week of Green Business and the Climate Movement, is happening in cities, towns and communities around the world, on the week of October 24-30. ecopreneurs4climate.org

In Berlin, an ECO4CLIM16 event will take place on Tuesday, October 25, 2016, 5 – 9pm, at Betahaus, Prinzessinnenstraße 19-20, 10969 Berlin, in partnership with Unternehmensgrün e.V.

As Marrakech initiates the work to effectively implement the Paris Agreement, via a combination of sustainable innovation and international cooperation; ECO4CLIM16 contributes by empowering ecopreneurs to provide communities with sound business solutions to mitigation and adaptation challenges; and strengthening green economy ecosystems and business networks around them.

• First, the Climate Innovation Lab, where ecopreneurs, green companies, civil society organizations, and other key stakeholders, will come together to identify local climate challenges and outline inspiring sustainable business solutions to address them.
• Second, the Climate Champion Awards, where pre-selected ecopreneurs and green SMEs will pitch their projects, products, or services, to an expert jury and a diverse audience. Prizes include interviews by international media, mentoring by sponsors, and participation in the COP22 Summit for one global winner.

Adding local flavor, the climate innovation lab in Berlin will tackle local challenges such as clean water, a sustainable traffic infrastructure / lifestyle and alike in several workshop sessions, where sustainable organizations will solve real world problems with interdisciplinary participants. The goal is to empower ecopreneurs and scale up green business solutions that tackle climate change.

Building on the event’s energy, ECO4CLIM’s local chapter in Berlin will potentially evolve into a permanent climate innovation lab, where multi-stakeholder co-creation sessions, coupled with online crowdsourcing, will mainstream climate-championing sustainable businesses; and import, export, and replicate high-impact models from across this expanding global climate movement.

To register for the event and participate in the Climate Innovation Labs please click here. To pitch at the Awards to become the Climate Champion, apply here.

For further information, go to the website or contact ECO4CLIM’s climate organizer in Berlin:
Ulrike Hinz
GreenBuzz Berlin e.V.
Co-Founder and Board Member
M: +49 176 3151 2111
E: ulrike.hinz@greenbuzzberlin.de
Organisers Partners




Brücke zur geregelten Einwanderung bauen / Punktesystem für ein dauerhaftes Bleiberecht

Pressemeldung

Berlin, 9.6.2016: Verstärkte Anstrengungen zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und die rasche Verabschiedung eines Einwanderungsgesetzes fordert UnternehmensGrün, der Bundesverband der Grünen Wirtschaft. Der Verband schlägt in seinem aktuellen Positionspapier ein Punktesystem vor, mit dem der Anspruch auf ein dauerhaftes Bleiberecht erworben werden kann.

„Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten Jahren das Rentenalter erreichen, fehlt jährlich eine sechsstellige Zahl an Arbeitskräften. In zahlreichen Berufen ist es bereits heute schwierig, Nachwuchskräfte zu finden“, so Gottfried Härle, Inhaber einer mittelständischen Brauerei und Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün. Allein aufgrund der demographischen Entwicklung kann die deutsche Wirtschaft langfristig von der gestiegenen Zuwanderung nur profitieren. Härle weiter: „Wenn die Aufnahme von Arbeit einer der wesentlichen Schlüssel zur Integration der Geflüchteten in unsere Gesellschaft darstellt, so sind in erster Linie die Unternehmen gefordert, diese Arbeitsplätze zu schaffen und Zuwanderern anzubieten. Sie werden Zeit und Geld in die Aus- und Weiterbildung von Migranten investieren müssen, jenseits allen kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Kalküls.“

Neben der Wirtschaft sieht UnternehmensGrün aber vor allem die Politik in der Pflicht. Der Verband fordert die möglichst rasche Verabschiedung eines Einwanderungsgesetzes, um Migrantinnen und Migranten eine Brücke vom Asyl zur geregelten Einwanderung zu bauen. „Wer es innerhalb eines bestimmten Zeitraums schafft, sich ausreichende Sprachkenntnisse anzueignen, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden und erfolgreich an einem Integrationskurs teilgenommen hat, sollte Anspruch auf ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland haben. Die entsprechenden Qualifikationen und Voraussetzungen könnten über ein Punktesystem nachgewiesen werden, in das auch noch ehrenamtliches oder soziales Engagement einfließen könnte. Über ein derartiges Punktesystem wäre es auch möglich, den Familiennachzug zu regeln“, so UnternehmensGrün-Vorstand Gottfried Härle.

Daneben fordert der Verband die Einführung eines weiteren, vierjährigen dualen Ausbildungsganges speziell für Geflüchtete, bei der im ersten Berufsschuljahr der Schwerpunkt auf der Sprachausbildung der Migranten liegt. Geflüchtete, die einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle gefunden haben, sollten ihren Wohnsitz frei wählen können. Die Schaffung von Anreizen für die Arbeitsaufnahme, etwa in Form von Sprachkursen, speziellen Praktika und staatlichen Eingliederungshilfen sollte die Integration in den Arbeitsmarkt beschleunigen. Für Geflüchtete, die den Weg in die Selbständigkeit suchen, fordert UnternehmensGrün spezielle Beratungsangebote und staatlich geförderte Mikrokredite für die Existenzgründung.

Das Positionspapier von UnternehmensGrün finden Sie im Internet unter: www.unternehmensgruen.org/wp-content/uploads/2016/06/Positionspapier2016_Gefl%C3%BCchtete_Arbeitsmarkt.pdf

Ansprechpartner UnternehmensGrün:

Gottfried Härle ist langjähriges Vorstandsmitglied von UnternehmensGrün, des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft. Als Geschäftsführer der Brauerei Clemens Härle in Leutkirch im Allgäu beschäftigt er mehrere Geflüchtete. Er ist Autor des Positionspapiers von UnternehmensGrün.

Kontakt:
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