Sind grüne Geldanlagen in Corona-Zeiten sicher?

Bremen, 23.04.2020.

„Ist mein Geld sicher, das ich in Solar und Wind investiert habe?“ Ja und nein lautet die Antwort. Es hängt davon ab, ob man sein Geld in laufende oder neu zu errichtende Wind- und Solarparks angelegt oder verliehen hat. Grüne Sachwerte gibt auch Tipps, worauf man bei ökologischen Geldanlagen in Corona-Zeiten achten sollte.

Zuerst das Fazit:

Für alle Gelder, die Anleger in produzierende Wind- und Solarparks investiert haben, besteht aus unserer Sicht kein Grund zur Sorge. Anders kann es sein, wenn die Kraftwerke erst noch errichtet werden, oder Sie Gelder jenen Unternehmen direkt geliehen haben, die projektieren und bauen – hier müsste man auf jedes einzelne Unternehmen bzw. Projekt und dessen Entwicklung in den nächsten Monaten schauen. Wichtig zu sehen: Erneuerbare Energien werden auch nach der Corona-Krise gebraucht, und natürlich die Unternehmen, die hier projektieren, bauen und betreiben. Denn die nächsten Krisen werden mit großer Wahrscheinlichkeit immer mehr den Klimawandel als Ursache haben.

 Produzierende Wind- und Solarparks stabil

In nahezu allen Ländern weltweit, in denen Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke errichtet werden, gibt es langfristige gesetzliche Einspeisevergütungen oder ähnliche Förderungen. Deutschland ist hier in der Vergangenheit mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorbildlich gewesen, davon profitieren alle der heute im Inland bereits laufenden Projekte: Die Vergütung der Kraftwerke pro produzierter Kilowattstunde Ökostrom ist über 20 Jahre fest geregelt, und Ökostrom hat darüber hinaus einen Vorrang gegenüber fossilen Kraftwerken. Sollte aufgrund der Krise weniger Strom benötigt werden, müssen Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke zuerst ihre Leistung reduzieren.

Verzögerungen bei neuen Wind- und Solarprojekten möglich

Festzustellen ist, dass es aktuell teilweise zu Lieferverzögerungen sowie daraus resultierenden Preissteigerungen bei Solarmodulen kommt – manches Lager von Solarmodulproduzenten ist bereits leer. Ähnliches könnte vermutlich auch für neue Windkraftanlagen demnächst gelten, da auch hier vermehrt Komponenten aus dem außereuropäischen Ausland importiert werden. Ob es für im Bau befindliche Projekte und dazugehörige Genehmigungsverfahren im Solar- und Windsektor zu wesentlichen Verzögerungen kommt, wird sich bald zeigen. Investitionen in neue Kraftwerksprojekte sollten dahingehend geprüft werden, um individuelle Risiken einschätzen zu können. Sind alle Genehmigungen erteilt, sind die Anlagen bereits geliefert, und haben die Baufirmen für Corona-bedingte Ausfälle personell vorgesorgt?




ABO Wind mit Service und Betriebsführung von Fuhrländer-Anlagen beauftragt

· evm-Gruppe betraut ABO Wind mit technischer Betreuung eines Windparks im Hohen Westerwald
· Service und Betriebsführung aus einer Hand reduziert Kosten
· ABO Wind bietet nach Übernahme von FWT-Mitarbeitern Service für Fuhrländer-Anlagen an

(Wiesbaden, 6. Februar 2018) ABO Wind verstärkt das Windkraft-Servicegeschäft: Die evm-Gruppe hat ABO Wind mit dem Service für den Windpark Waigandshain/Homberg im Hohen Westerwald beauftragt. Zusätzlich übernimmt ABO Wind die technische Betriebsführung der Anlagen. Der Auftraggeber, die Windpark Westerwald GmbH, ist ein Beteiligungsunternehmen der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) aus Koblenz sowie kommunaler Stadtwerke aus Haiger, Herborn und Koblenz.

Der Auftrag spiegelt einen neuen Trend wider: Betreiber sind zunehmend an Service und Betriebsführung aus einer Hand interessiert. Denn das spart Kosten. „Unser modernes, kosteneffizientes Konzept hat den Kunden überzeugt“, sagt Dörte Nölting, kaufmännische Leiterin des Windpark-Managements bei ABO Wind. „Sowohl Service als auch Betriebsführung greifen auf die Daten unserer Leitwarte zu. So bündeln wir Kompetenzen, schaffen Synergien und vermeiden unnötige Redundanzen“, so Nölting.

„Mit ABO Wind haben wir einen verlässlichen Vertragspartner gefunden, dessen Servicepersonal besonders viel Erfahrung mitbringt“, sagt Stefan Dietz, Windpark-Geschäftsführer der evm.
Kürzlich hat ABO Wind zwölf bestens qualifizierte Mitarbeiter vom insolventen Unternehmen FWT Service übernommen. „Damit haben wir unsere hauseigene Expertise erweitert. Ab sofort bieten wir vollumfänglichen Service für die gesamte Fuhrländer- und FWT-Produktpalette sowie die herstellerübergreifende MD-Plattform an“, so Nölting.

Der Windpark Waigandshain besteht aus zwölf Fuhrländer-Anlagen vom Typ FL MD77 mit je 1,5 Megawatt Leistung, die 2004/2005 ans Netz gingen. Zudem überwacht die ABO Wind-Leitwarte ab sofort 60 weitere Windenergieanlagen, die zuvor der FWT Service betreute. Die FWT Service DE GmbH, ein herstellerunabhängiges Unternehmen für Windkraft-Service und -Wartung, war aus dem insolventen Windenergie-Pionier Fuhrländer hervorgegangen und hatte im Herbst vergangenen Jahres ebenfalls Insolvenz angemeldet. Das Fachwissen der übernommenen Mitarbeiter kommt nun bei ABO Wind zum Einsatz.

Den Windpark Waigandshain betreut ABO Wind vom Service-Standort in Hadamar aus. Dort befindet sich das neue, rund 1.000 Quadratmeter große Service-Zentrallager, an dem zunächst neun Mitarbeiter und neun Servicetechniker beschäftigt sind – weiteres Wachstum ist geplant.

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Kathrin Dorscheid
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ABO Wind eröffnet Büro in Dortmund

• Zweite Niederlassung stärkt das Engagement in NRW
• ABO Wind sieht großes Potenzial für den Windkraftausbau des Landes
• 16 Mitarbeiter kümmern sich nun um das Bundesland

(Wiesbaden/Dortmund, 18. August 2016) ABO Wind hat Mitte August eine Dependance in Dortmund eröffnet und damit das Engagement in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Die vier Vollzeit-Mitarbeiter kümmern sich vor allem um die Regionen Ostwestfalen, Ruhrgebiet, Sauerland und Rheinland. Das bereits 2014 eröffnete Büro in Rheine hat sich sehr gut etabliert. Vier Kollegen betreuen von diesem Standort aus schwerpunktmäßig Projekte im Münsterland, in der Grenzregion zu Niedersachen sowie in Ostwestfalen-Lippe. Unterstützt werden die Planer in Nordrhein-Westfalen von acht Mitarbeitern am Wiesbadener Firmensitz.
„Das zweite Regionalbüro ermöglicht es uns, den Ausbau der Windkraft in Nordrhein-Westfalen noch besser mitzugestalten“, sagt Teamleiterin Ute Schulmeister. Der im vergangenen Jahr überarbeitete Windenergieerlass NRW dokumentiert das Potenzial: Im Jahr 2020 sollen 15 Prozent des in NRW produzierten Stroms aus Windkraft stammen. 2013 waren es knapp drei Prozent. „Wir sehen gute Chancen, uns als Projektentwickler mit mehr als 20-jähriger Erfahrung einzubringen und die Energiewende des Landes weiter voranzutreiben“, sagt Schulmeister. Laut einer Studie des Umweltministeriums könnten unter den aktuellen Rahmenbedingungen auf Freiflächen und in ausgewählten Waldarealen des Bundeslandes jährlich rund 71 Terawattstunden Windstrom erzeugt werden. Das entspricht in etwa der Strommenge, die jährlich alle Braunkohlewerke in NRW produzieren.

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Dr. Daniel Duben
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Ausbau der Windkraft in Brandenburg in den ersten drei Monaten 2016 stark rückläufig

Potsdam / Berlin, den 9. Juni 2016: Die Zahl der in Brandenburg neu in Betrieb genommenen Windräder ging in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich um 33,3 % zurück. Das steht im Gegensatz zum Bundestrend. Hier legte die Zahl der neu installierten Anlagen um 40 % zu.
In Brandenburg war der Ausbau der Windkraft schon 2015 stark zurückgegangen. „Die
politische Debatte um zu viel Windenergie passt nicht zur Realität des Zubaus“, so Jan Hinrich Glahr, Landesvorsitzender des BWE Berlin-Brandenburg.

In Brandenburg wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 lediglich 28 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 73,2 Megawatt neu in Betrieb genommen. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch 42 Windräder mit einer Leistung von 114,6 Megawatt. Der Rückgang betrug bei der Zahl der Anlagen damit 33,3 %, bei der installierten Leistung sogar 36 %.

Diese Zahlen gehen aus einer Analyse der amtlichen Angaben der Bundesnetzagentur durch die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) hervor.

Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen damit auch, dass die Windenergie in Brandenburg sich gegen den Bundestrend entwickelt. In ganz Deutschland wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2016 genau 315 Windräder in Betrieb genommen, knapp 40 % mehr als im Vorjahreszeitraum (226 Anlagen). Die installierte Leistung legte bundesweit um 43,8 % zu.

In Brandenburg folgt die Entwicklung im ersten Quartal dem negativen Trend des vergangenen Jahres. Bereits 2015 wurden in Brandenburg ein Viertel weniger Windräder aufgestellt als im Jahr 2014 (148 Anlagen gegenüber 196 Anlagen).

„Der Rückgang beim Ausbau der Windenergie setzt sich damit fort. Es ist noch zu früh um genau zu sagen, wie viele Anlagen in 2016 insgesamt gebaut werden. Aber wir müssen aufpassen, dass die Windkraft und damit die gesamte Energiewende nicht den Schwung verliert. Das hätte Auswirkungen auf Innovation, Investition und Arbeitsplätze in der Mark“, warnt Jan Hinrich Glahr, Landesvorsitzender des BWE Berlin-Brandenburg und Vizepräsident des Bundesverbandes.

Auch die Zahl der im ersten Quartal neu erteilten Genehmigungen verspricht hier keine Besserung. Sie liegt nach der Analyse der FA Wind bei 30 Anlagen. „Das ist eine geringe Anzahl und etwa auf dem Niveau der Vorjahre“, so Glahr. Außerdem befürchtet Glahr, dass die von der Bundesregierung vorgeschlagene Sonderkürzung bei der Vergütung von Windstrom (Einmaldegression) viele der jetzt genehmigten Projekte unwirtschaftlich macht. „Der Bund bremst damit die Energiewende in Brandenburg zusätzlich aus. Das wird die Wachstumschancen des Landes hemmen.“

Um die energiepolitischen Ziele der Landesregierung bis 2030 zu erreichen, ist ein Zubau von Windrädern mit einer Leistung von 350 Megawatt pro Jahr in Brandenburg notwendig. „Wenn der Ausbau weiter so eingebremst wird, wird Brandenburg seine selbst gesetzten Klima- und energiepolitischen Ziele verfehlen“, warnt Glahr.

Gerade in Brandenburg setzt die Windbranche beim Ausbau der erneuerbaren Energie auf Bürgernähe und Transparenz. Ende Mai hatte der Landesverband mit der Landesregierung eine viel beachtete Vereinbarung unterzeichnet. Die Windenergie-Betreiber haben sich damit verpflichtet, Anlagen zukünftig nur mit mindestens 1000 Metern Abstand von der Wohnbebauung zu planen, nicht in Buchen- und Eichenwäldern zu planen und die Bürgerinnen und Bürger in Anwohnergemeinden frühzeitig über Vorhaben zu informieren.

Die Windbranche leistet in Brandenburg nicht nur viel für den Klimaschutz, sondern gehört hier inzwischen auch zu den wichtigsten Arbeitgebern. Die Branche beschäftigt laut aktueller Studie von DIW Econ in Brandenburg 6.863 Mitarbeiter und erwirtschaftet 1 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr.

Kontakt:

Jan Hinrich Glahr

Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE),
Landesverband Berlin-Brandenburg
Gregor-Mendel-Straße 36
14469 Potsdam

Tel: 0331 27342-884
Fax: 0331 27342-886
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Ansprechpartner für die Presse:

Kai Weller
Agentur Ahnen&Enkel

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EEG-Reform 2016 – aktuelle Ratschläge für Windkraft-Anleger

PRESSEMITTEILUNG 26. Mai 2016

Die Sorgen vieler ökologisch orientierter Menschen in Deutschland scheinen sich zu bewahrheiten: Die geplante Reform des in Deutschland bislang so erfolgreichen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes EEG könnte dieses Mal insbesondere für die Bürgerwindkraft drastische Einschnitte mit sich bringen. Auch private Kapitalanleger müssen sich darauf einstellen – ein ökologischer Anlageberater gibt Tipps für den Moment und für die nahe Zukunft.

Trotz UN-Klimaabkommens – Bundesregierung bremst Windkraft aus

Viele Anhänger der Erneuerbaren Energien glauben dieser Tage in Deutschland, ein Déjà-vu zu haben: Nachdem bereits die einst so erfolgreiche Photovoltaik hierzulande ab 2013 ausgebremst wurde, könnten aktuell auch die von der Regierung geplanten Änderungen für die Windkraft fatale Auswirkungen haben. Fest geplant ist nicht weniger als der Paradigmenwechsel von einer festen Vergütung hin zu einem verbindlichen Ausschreibungsmodell – dazu noch mit konsequenter Deckelung des Zubaus. Schlechte Aussichten gerade für kleine und mittelständische Unternehmen oder auch grüne Emissionshäuser, die aus Windparks nachhaltige Geldanlagen für Bürger gestalten, denn Ausschreibungen sind erfahrungsgemäß Modelle, die eher von Energiekonzernen und großen Investoren gewonnen werden. Zudem soll die Vergütung für Windstrom nochmals stark reduziert werden.

Auswirkungen der EEG-Reform auf ökologische Kapitalanleger

Viele Privatanleger haben im letzten Jahrzehnt durch ihre Investitionen in neue Wind- und Solarparks in Deutschland die Bürgerenergiewende finanziert und vorangetrieben. Für sie wird es zunehmend anspruchsvoller, vernünftige Beteiligungen an Erneuerbaren Energien zu finden, wie der Gründer der ökologischen Anlageberatung Grüne Sachwerte, Michael Horling, feststellt: „Durch die bewusst in das EEG aufgenommene enorme rechtliche Komplexität sowie die verschlechterten Rahmenbedingungen für Erneuerbare wird es deutlich weniger neue Angebote für Privatanleger in Deutschland geben. Denn einerseits können Bürger und mittelständische Unternehmen weniger neue Projekte realisieren, und andererseits erwerben Großkonzerne und institutionelle Investoren, von den niedrigen Zinsen getrieben, komplette Wind-und Solarparks.“ Doch welche Konsequenzen sollten Menschen, die einen Teil ihres Vermögens auch in die Energiewende investieren wollen, daraus ziehen?

Verstärkt im Fokus: Bestandsprojekte und neue Märkte für neue Energie

Eine Möglichkeit, die sich zwangsläufig ergibt, und für unternehmerisch interessierte Investoren nicht nachteilig ist, sieht Horling in der Investition in bereits laufende Projekte.

„Windparks, die bereits in Betrieb sind, haben ihre guten alten Rahmenbedingungen über 20 Jahre gesichert und bergen zudem keine Genehmigungs- oder Baurisiken mehr.“ Das grüne Finanzhaus aus der Hansestadt Bremen bietet daher seinen Anlegern aktuell einen laufenden Windpark, der schon 2015 in Betrieb genommen wurde, sowie einen sogenannten Zweitmarktfonds, der in eine Vielzahl bereits älterer Wind- und Solarparks in Deutschland investiert.

Für die nahe Zukunft richte sein Unternehmen den Fokus dann aber zunehmend in die Ferne, da auch viele Projektierer und Emissionshäuser sich sicherheitshalber neue Märkte erschließen: „Weder der Klimawandel noch die Energiewende machen an der Grenze halt. Wenn die aktuelle Bundesregierung, trotz der kürzlich getroffenen Pariser Abkommen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland behindert und verlangsamt, werden wir vernünftige Projekte eben verstärkt im Ausland anbieten,“ zeigt sich Horling optimistisch. Politisch und wirtschaftlich stabile Volkswirtschaften bieten sich hier für deutsche Investoren bereits heute an – Kunden von Grüne Sachwerte konnten zuletzt bereits in regenerative Kraftwerke in Frankreich, England, Finnland und Kanada investieren.

Über das Unternehmen
Grüne Sachwerte e.K. ist spezialisierter und unabhängiger Ansprechpartner für ökologische Geldanlagen. Neben dem Schwerpunkt der unternehmerischen Sachwertbeteiligung, wie Investitionen in Windparks oder Solaranlagen, bietet Grüne Sachwerte auch Geldanlagen mit fester Verzinsung an. Weitere Informationen zu Grüne Sachwerte e.K. und die aktuellen Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie unter www.gruene-sachwerte.de.

Pressekontakt:
Für weitere Fragen steht Ihnen gerne unsere Pressereferentin Sandra Horling zur Verfügung.
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Grüne Sachwerte GS e.K.
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ABO Wind steigert Überschuss im Jubiläumsjahr um 50 Prozent

Pressemitteilung

· Rund 7,8 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet

· Guter Start ins Jahr 2016

· Abteilung sondiert weitere Länder für Expansion

· Dividendensteigerung auf 0,25 Euro je Aktie vorgeschlagen

(Wiesbaden, 17. Mai 2016) Das zwanzigste Jahr der Unternehmensgeschichte war das bislang erfolgreichste: 2015 hat der ABO Wind-Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 7,8 Millionen Euro erwirtschaftet und das Ergebnis des Vorjahres (5,3 Millionen Euro) um nahezu 50 Prozent gesteigert.

Ein Jahr bevor sich die Bedingungen für die Windkraftplanung in Deutschland fundamental verändern, steht das Unternehmen hervorragend da. „Wir sind gerüstet, um unter den Bedingungen des ab 2017 geltenden Ausschreibungssystems gut im Markt zu bestehen“, sagt Matthias Bockholt, Vorstand und Mitbegründer der ABO Wind. „Wir freuen uns, im Jahr des Firmenjubiläums einen so guten Jahresabschluss vorzulegen.“

Die Gesamtleistung (Umsatz und Bestandsveränderung) übertraf 2015 mit 101,1 Millionen Euro (Vorjahr: 107,6 Millionen Euro) zum zweiten Mal die 100-Millionen-Euro-Schwelle. ABO Wind entwickelt aktuell in sechs europäischen Ländern sowie in Argentinien und im Iran Windparks. Rund 70 Prozent des Umsatzes erlöste das Unternehmen im Heimatmarkt Deutschland. In Frankreich erwirtschaftete ABO Wind 20 Prozent der Einnahmen und in Finnland zehn Prozent. Erst 2014 hatte die Tochtergesellschaft ABO Wind Oy ein Büro in Helsinki eröffnet. Bereits 2015 brachte ABO Wind einen ersten finnischen Windpark in Haapajärvi ans Netz. Der zweite Windpark Siluovori ist aktuell im Bau. Weitere Projekte sind genehmigt, warten allerdings darauf, dass der finnische Gesetzgeber die Vergütung neu regelt.

Windparks mit 175 Megawatt sind aktuell im Bau

Auch das Geschäftsjahr 2016 hat erfreulich begonnen. 175 Megawatt Nennleistung sind aktuell im Bau. „Wir erwarten, dass im Jahresverlauf weitere Projekte in Deutschland, Frankreich und Finnland Baureife erlangen – bei besonders günstiger Entwicklung auch im Vereinigten Königreich und in der Republik Irland“, sagt Vorstand Bockholt. Insgesamt erwartet er 2016 ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2015.

Aktuell beschäftigt ABO Wind 356 festangestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 305) – davon 250 in Deutschland. Am Hauptsitz in Wiesbaden sind 150 Kollegen tätig und weitere 80 in Heidesheim bei Mainz. Kleinere Planungsbüros befinden sich in Berlin, Hannover, Nürnberg, Rheine und Saarbrücken.

Eine Gruppe erfahrener Windkraftplaner und -finanzierer sondiert seit knapp einem Jahr international Länder, in denen ABO Wind tätig werden könnte. Die ersten konkreten Ergebnisse der Aktivitäten sind im Iran zu vermelden. In Teheran hat ABO Wind Anfang 2016 ein Büro eröffnet und Kooperationsverträge mit regionalen Partnern geschlossen. „Iran hat ambitionierte Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Nach der Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen bietet das Land für uns gute Perspektiven“, berichtet Vorstand Bockholt.

Positive Signale aus Argentinien

In Argentinien ist ABO Wind schon seit vielen Jahren aktiv. Lange waren die Erfolgsaussichten für Windkraftprojekte wegen mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten vage. Der 2015 neu gewählten Regierung ist es nun gelungen, eine Einigung mit den Gläubigern zu erreichen. Das hat eine Rückkehr des Landes an die internationalen Finanzmärkte ermöglicht. Der Effekt auf die Windkraft ist im Frühjahr 2016 deutlich spürbar. Das Interesse an Projekten hat zugenommen. So hat ABO Wind in den ersten Monaten bereits mehrere hunderttausend Euro für Reservierungszahlungen auf Projekte erhalten. Die Chance, in absehbarer Zeit Windparks zu errichten, ist gewachsen.

ABO Wind etabliert sich als Serviceanbieter

Neben der Projektentwicklung baut ABO Wind den technischen Service für laufende Windparks zu einem weiteren wichtigen Geschäftsfeld aus. 2015 erwirtschaftete das Unternehmen 5,6 Millionen Euro mit Betriebsführung und Service (Vorjahr: 4,6 Millionen Euro). „Wir sehen noch deutliches Wachstumspotenzial für uns – in Deutschland wie in anderen Märkten“, betont Vorstand Bockholt. Ende September wird ABO Wind erstmals an der internationalen Fachmesse WindEnergy Hamburg teilnehmen, um neue Serviceprodukte vorzustellen, die das Unternehmen derzeit entwickelt. Bei speziellen Leistungen wie der Sicherheitsprüfung „DGUV-V3“ (vormals „BGV A3“) zählt ABO Wind bereits zu den Marktführern. Als von Herstellern unabhängiger und erfahrener Windkraftspezialist sieht sich ABO Wind in einer guten Position, weitere Marktanteile beim Service hinzuzugewinnen. Auch beim Kerngeschäft der Windkraftprojektierung rechnet das Unternehmen für die nächsten Jahre mit weiterem Wachstum. ABO Wind hat im Jahr 2015 Flächen für neue Windparks mit einer Gesamtleistung von 600 Megawatt gesichert und damit die Voraussetzung für weitere erfolgreiche Jahre geschaffen.

Attraktive Dividende

Bei der Hauptversammlung am 30. Juni wird der Vorstand den Aktionären vorschlagen, 0,25 Euro Dividende je Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,22 Euro). Auf Basis des aktuellen Aktienkurses von rund 5,50 Euro steigt die Dividendenrendite damit auf 4,5 Prozent. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 5,4 attraktiv. Der Geschäftsbericht 2015 wie auch die Berichte der Vorjahre stehen im Internet zum Herunterladen zur Verfügung: http://www.abo-wind.com/de/unternehmen/ueber-abo-wind/geschaeftsberichte.html

Die Hauptversammlung der ABO Wind AG findet am Donnerstag, 30. Juni, ab 14 Uhr im Museum Wiesbaden statt. Die Tagesordnung und alle auszulegenden Unterlagen stehen im Internet zur Verfügung: http://www.abo-wind.com/de/unternehmen/ueber-abo-wind/hauptversammlung.html Aktionäre werden gebeten, sich über ihre depotführende Bank zur Hauptversammlung anzumelden.

Alexander Koffka
Mitglied der Geschäftsleitung

ABO Wind AG
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Dialog auf Augenhöhe bei den Windkraft-Infomessen in Meschede

Pressemitteilung

• Zwei Windparks mit insgesamt neun Anlagen geplant
• Gute Rahmenbedingungen für die Produktion von sauberen Strom
• Experten beantworten viele Fragen zur Windkraft

(Wiesbaden, 18. März 2016) Bei zwei Windkraft-Informationsmessen kamen am Mittwoch und Donnerstag über 200 Bürger aus Meschede und Umgebung mit unabhängigen Experten sowie Mitarbeitern von ABO Wind ins Gespräch. Die Fachleute beantworteten in den Schützenhallen von Freienohl und Remblinghausen Fragen zu den Planungen zweier Windparks auf den Potenzialflächen Freienohl West und Remblinghausen Süd. „Wir halten nichts von Geheimniskrämerei. Deswegen erklären wir interessierten Bürgern gerne, was wir vorhaben“, sagt ABO Wind-Mitarbeiter Andreas Schwetasch, Projektleiter der Planungen für Freienohl. Neben den Informationsmessen bieten die Internetseiten www.remblinghausen-sued.de und www.windpark-freienohl.de Einblicke in den aktuellen Planungsstand.

ABO Wind zeigte bei den Informationsveranstaltungen unter anderem so genannte Visualisierungen der geplanten Windparks in Freienohl und Remblinghausen. „Das sind Fotomontagen, die von verschiedenen Standorten in der Umgebung aus perspektivisch korrekt verdeutlichen, wie der Windpark aussehen würde“, erklärt Carolina Kock, die zuständige Projektleiterin für Remblinghausen. Aber auch andere Themen waren für die Gäste von großer Bedeutung: Mit der promovierten Umweltwissenschaftlerin Dr. Sandra Hook diskutierten viele Bürger über die Chancen und Hindernisse der Energiewende. Schallschutz- und Schattenwurfexpertin Elisabeth Beyer erklärte anhand von anschaulichen Emissionskarten, dass die Windräder sowohl in Freienohl als auch in Remblinghausen alle gesetzlichen Anforderungen zum Schutz der Anwohner einhalten. Der unabhängige Natur- und Artenschutzgutachter Bertram Mestermann führte unter anderem aus, warum in Remblinghausen Süd drei der ursprünglich sieben geplanten Windräder wegen brütender Uhus aus den Planungen gestrichen wurden.

„Natürlich gab es viele Fragen und auch einige Befürchtungen. Aber ich habe den Eindruck, dass wir vielen Bürgern unbegründete Ängste nehmen konnten“, resümiert Amaya Hilpert, Teamleiterin NRW bei ABO Wind: „Transparenz ist dafür der Schlüssel.“ Daher suche ihre Firma das offene Gespräch – sowohl mit Kritikern als auch mit Befürwortern der Projekte. Das kam bei den Besuchern der Windkraft-Messen in Meschede augenscheinlich gut an. „Ich finde die Veranstaltung sehr informativ. Hier kann ich Fragen stellen und mit den Fachleuten sprechen“, lobt Karl Keßler aus Oeventrop, der zur Projektmesse nach Freienohl gekommen ist.

Weitere Infos zu den Planungen der Windparks in Freienohl und Remblinghausen gibt es im Internet unter www.windpark-freienohl.de und www.remblinghausen-sued.de

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Lena Fritsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Neue Betreibergesellschaft wächst zügig


· ABO Kraft & Wärme hat bereits eine Abfallvergärungs- und eine Biogasanlage erworben
· Energie-Contracting zur effizienten Nahwärmeversorgung ergänzt Geschäftsmodell
· 50 Aktionäre sind beteiligt
· Weitere Kapitalerhöhung steht bevor

(Wiesbaden, 2. Dezember 2015) Die im Jahr 2014 von ABO Wind gegründete ABO Kraft & Wärme AG befindet sich auf Wachstumskurs. Im Zuge von Privatplatzierungen haben sich bislang 50 Aktionäre an der jungen Gesellschaft beteiligt und sieben Millionen Euro Eigenkapital aufgebracht. Das Geld hat die ABO Kraft & Wärme AG in drei Projekte investiert. Eine Abfallvergärungsanlage hat ABO Kraft & Wärme aus einer Insolvenz erworben. Eine Biogasanlage wurde von einem Wettbewerber übernommen, der das Geschäftsfeld aufgibt. Beide Anlagen erhalten die auskömmliche Vergütung, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bis zur 2014 in Kraft getretenen Novellierung gewährte. Zudem versorgt
ABO Kraft & Wärme seit wenigen Wochen einen Wiesbadener Bürokomplex mittels neu errichteter Blockheizkraftwerke effizient mit Wärme und Strom (Contracting). Die neue Internetseite www.abo-kuw.de stellt alle drei Projekte im Detail vor.

Aktuell bietet die Gesellschaft einem begrenzten Kreis der ihr bekannten Investoren bis zu vier Millionen neue Aktien zur Zeichnung an. Der angestrebte Emissionserlös in Höhe von 4,2 Millionen Euro ermöglicht es, im nächsten Jahr ein weiteres Projekt zu erwerben. „Biogasanlagen in Deutschland bleiben aufgrund planerischer Mängel sowie unzureichender Kompetenz der Betriebsführung oft weit unter ihren Möglichkeiten“, berichtet Dr. Jochen Ahn, Vorstand der Gesellschaft. „Viele Anlagen produzieren zu wenig Gas. Zudem mindern zu hohe Kosten beim Substrateinkauf vielfach die Wirtschaftlichkeit. In der Folge landen immer mehr Anlagen in Insolvenzverfahren.“

Aufgrund langjähriger Erfahrungen mit der Planung und der Betriebsführung von Biogasanlagen ist
ABO Wind in der Lage, brachliegendes Potenzial zu erkennen, Schwachstellen zu beheben und aus vormals kriselnden Anlagen renditestarke Projekte zu machen. Im Auftrag der ABO Kraft & Wärme AG identifiziert ABO Wind solche Projekte und baut sie um. Ziel der Betreibergesellschaft
ABO Kraft & Wärme ist es, eine Projektrendite von durchschnittlich mehr als 8 Prozent zu erwirtschaften. Angesichts der erfolgreichen Geschäftsentwicklung geht Vorstand Dr. Ahn davon aus, dass die Gesellschaft bereits im Jahr 2017 eine nennenswerte Dividende wird ausschütten können.

Weitere Informationen: ABO Kraft & Wärme AG, Alexander Koffka, Telefon: (0611) 26765-515, info@abo-kuw.de, www.abo-kuw.de

Alexander Koffka
Mitglied der Geschäftsleitung
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ABO Kraft & Wärme AG saniert Abfallvergärungsanlage

• 4,5 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung vollständig gezeichnet
• Anlage im Westerwald wird umgebaut und erweitert
• Energie-Contracting als neues Geschäftsfeld begonnen

(Wiesbaden, 19. Mai 2015) Mit einer privat platzierten Kapitalerhöhung hat die ABO Kraft & Wärme AG bei rund 50 Anlegern 4,5 Millionen Euro Kapital eingesammelt. ABO Wind hatte die Gesellschaft 2014 gegründet, um Anlagen zur Biomasse- und Abfallvergärung, Kraft-Wärme-Kopplung sowie Nahwärmeversorgung zu erwerben und zu betreiben. Nach der Erweiterung des Aktionärskreises hält ABO Wind nunmehr zehn Prozent der Aktien.

Vor einem guten halben Jahr hatte die ABO Kraft & Wärme AG als erstes Projekt eine Abfallvergärungsanlage (AVA) im Westerwald erworben, die 2008 errichtet und 2012 wegen Insolvenz stillgelegt worden war. „Aufgrund der technischen und wirtschaftlichen Probleme war es möglich, die AVA Ettinghausen günstig zu erwerben“, berichtet Dr. Jochen Ahn, der als Vorstand sowohl für die ABO Wind AG wie auch für die ABO Kraft & Wärme AG verantwortlich zeichnet. Als Dienstleister plant und steuert ABO Wind nun Umbau und Erweiterung der Abfallvergärungsanlage und wird sich dauerhaft um die technische und kaufmännische Betriebsführung kümmern.

Die Vergärung von Biomasse und Abfällen mit dem Ziel der energetischen Nutzung ist ein technisch wie wirtschaftlich komplexes Geschäft. Viele Akteure haben die Herausforderungen offenbar unterschätzt und befinden sich aktuell in Schwierigkeiten. ABO Wind verfügt über langjährige Erfahrung mit der Planung und Betriebsführung solcher Anlagen. „Um dem großen Bedarf an kompetenter Betriebsführung gerecht zu werden, werden wir dieses Geschäftsfeld ausweiten und uns künftig verstärkt auch solcher Anlagen annehmen, die nicht von uns geplant worden sind“, sagt Dr. Ahn. Dazu hat ABO Wind die Betriebsführung für Biogasanlagen am Standort Barleben in Sachsen-Anhalt verstärkt. Zudem ist mittelfristig der Ankauf weiterer Anlagen im Auftrag der ABO Kraft & Wärme AG vorgesehen.

Die bereits erworbene Anlage in Ettinghausen wird grundlegend umgebaut und erweitert. Ab 2016 soll sie über eine eigene Abfallaufbereitung und Hygienisierung verfügen. Damit wird es möglich, jährlich rund 24.000 Tonnen Speisereste sowie Abfallprodukte aus der Lebensmittelindustrie zu verwerten. Einnahmen erzielt die Anlage zum einen aus dem gewonnenen Biogas, das in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt wird. Den größten Teil des Umsatzes wird die Anlage aus Entgelten für die sachgerechte Verwertung organischer Abfälle erwirtschaften. „Der Gesetzgeber hat die Anforderungen an die Abfallverwertung in den vergangenen Jahren erhöht. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, so dass Anlagen wie jene in Ettinghausen an Bedeutung gewinnen werden“, berichtet Hans-Werner Greß, der das Geschäftsfeld bei ABO Wind verantwortet. Informationen und Fotos zur Anlage Ettinghausen sind im Internet veröffentlicht unter http://www.ava-ettinghausen.de

Ein weiteres Geschäftsfeld der ABO Kraft & Wärme AG ist der Betrieb von Heizungsanlagen auf Basis
der Kraft-Wärme-Kopplung. ABO Wind akquiriert und plant die sogenannten Contracting-Projekte. Die ABO Kraft & Wärme AG wird dann Eigentümerin der Blockheizkraftwerke und vermarktet Strom und Wärme. Die parallele Erzeugung von Strom und Wärme nutzt den eingesetzten Brennstoff effizienter und reduziert damit den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids. Das erste Contracting-Projekt der Gesellschaft ist der Wiesbadener Bürostandort Unter den Eichen 7 – Unternehmenssitz unter anderem der ABO Wind AG.

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Hart aber fair: Informationsabend zur Windkraft in Kranenburg

• Bürgermeister diskutiert mit mehr als 200 Teilnehmern
• Gemeinde am Niederrhein will mit gutem Beispiel vorangehen

(Kranenburg/Wiesbaden, 26. Februar 2015) Das Angebot, sich über die Windkraftplanung im Reichswald auszutauschen, nahmen am Montagabend mehr als 200 Menschen an: Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins begrüßte im voll besetzten Bürgerhaus deutsche wie niederländische Besucher. Die Gemeinde Kranenburg und der Projektentwickler ABO Wind hatten eingeladen, einen ersten Überblick über die Planungen zu geben und Fragen zu beantworten. Gut drei Stunden lang tauschten Bürger, Kommunalpolitiker und Planer Argumente und Informationen aus. Als „hart in der Sache, aber fair im Ton“, beschrieb Günter Steins die Diskussion.

Es ist ein besonderes Projekt, das Gemeinde und Landesbetrieb Wald und Holz ermöglichen wollen: Entlang des Kartenspielerwegs im Reichswald, unweit der niederländischen Grenze, will ABO Wind zwölf Windenergieanlagen errichten. Der Windpark wird so viel klimafreundlichen Strom erzeugen wie 88.000 Menschen zuhause verbrauchen. Mit einer Windgeschwindigkeit von 6,4 Metern pro Sekunde ist der Standort besonders attraktiv. Planungsleiter Georg von Aretin zeigte in einer Präsentation, nach welchen Kriterien die Standpunkte für die Anlagen ausgesucht wurden und wie die weitere Planung abläuft. Als nächstes wird ABO Wind einen Messmast errichten, um noch genauere Daten über die Windverhältnisse zu erlangen. Die Messung verringert das unternehmerische Risiko für den künftigen Betreiber des Windparks und ist damit auch im Interesse jener Bürger, die sich finanziell beteiligen möchten. Außerdem ermöglicht der Mast Untersuchungen darüber, welche Fledermäuse über den Baumwipfeln des Reichswalds unterwegs sind und möglicherweise in Konflikt mit den Windkraftanlagen geraten könnten. Sofern alles nach Plan läuft, würden sich die Rotoren im vierten Quartal 2017 drehen.

Die Veranstaltung zeigte auch, dass einige Bürger – insbesondere aus dem niederländischen Grenzgebiet – dieses Projekt lieber nicht verwirklicht sähen. „Keine Windkraft-Industriezone im Reichswald“ war auf einigen Plakaten zu lesen. „Warum hier?“, wurde Günter Steins gefragt, der den Entstehungsprozess zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde ausführlich erläuterte. Im Verlauf der Diskussion verdeutlichte Bürgermeister Steins, dass der Standort des Windparks nicht aus einer willkürlichen Entscheidung resultiere, sondern das Ergebnis einer ausführlichen Untersuchung der gesamten Gemeindefläche unter Beachtung der einschlägigen Kriterien sei. Überwiegend Einigkeit bestand in der Auffassung, dass die noch offenen Fragen des Artenschutzes und der Umweltverträglichkeit durch entsprechende Gutachten objektiv zu beantworten sein werden. Kontroverser stellten sich die Meinungen zu der Thematik der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und des Erholungswertes dar. Trotz recht unterschiedlicher Auffassungen verlief die Diskussion auch zu diesen Themen sachlich und offen. Die von einigen Teilnehmern geäußerten Bedenken sollten in weiteren Gesprächsrunden durch entsprechende Fachbeiträge und Exkursionen vertiefend aufgearbeitet werden, so Bürgermeister Steins.

Die Sorgen der Bürger nimmt er, wie auch das Team von ABO Wind, sehr ernst. „Das wird ein totes Gebiet. Da kommt kein Wanderer mehr und auch kein Tier!“, befürchtete ein Teilnehmer. Bürgermeister Steins, um Fairness und Sachlichkeit bemüht, wollte dieses Szenario so nicht stehen lassen und verwies auf die vielfältigen Erfahrungen mit bereits seit Jahren betriebenen Windparks. Planungsleiter von Aretin erklärte: „Es gibt strenge gesetzliche Richtwerte, die sicher stellen, dass die Gesundheit nicht gefährdet wird. Das ist die Grundlage unserer Planung, daran halten wir uns.“ Sorgen bereitet einigen Bürgern beispielsweise der sogenannte Infraschall. Das sind Geräusche unterhalb der Frequenz von 20 Hertz, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. Aretin verwies auf eine neue Studie der Landesanstalt für Umwelt und Naturschutz Baden-Württemberg, derzufolge der von Windkraftanlagen ausgehende Infraschall keinen Anlass zur Beunruhigung liefert. Schon in 700 Metern Abstand von einer Anlage geht von ihr keine messbare Infraschallbelastung mehr aus.

Nicht alle Sorgen konnten bei diesem ersten Treffen zerstreut werden: Die zwölf Visualisierungen, die das Team von ABO Wind nach den Vorgaben der Anwohner und Mitgliedern der Bürgerinitiative erstellt hatte, waren vielen Betrachtern zu wenig aussagekräftig. Die Fotos waren bei bedecktem Himmel aufgenommen worden und die Anlagen deshalb nicht deutlich zu sehen. „Wir haben diese Fotomontagen maßstabsgetreu und technisch einwandfrei erstellt, nehmen uns diese Kritik aber zu Herzen“, sagte von Aretin. Er schlug vor, sich mit einer Gruppe Interessierter zu treffen und zwei neue Fotopunkte zu besprechen, von denen aus ABO Wind bei Sonnenschein und klarer Sicht den Blick auf die Anlagen aufnimmt.

Der Planungsleiter ermutigte alle Teilnehmer weiterhin zum Austausch – auch über den Abend hinaus: „Die Kommunikation in der Planungsphase ist am wichtigsten. Je mehr wir gemeinsam über Bedenken sprechen, desto mehr kann man verändern. Das ist nach der Genehmigung durch das Landratsamt nicht mehr so einfach.“ Er versicherte, die Bürger weiter auf dem Laufenden zu halten und Transparenz zu schaffen: „Eine Umweltverträglichkeitsprüfung im förmlichen Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung muss erst ab 20 Anlagen stattfinden. Wir werden sie trotzdem auch für unsere zwölf Anlagen durchführen.“ Denn: „Wir wollen, dass das Projekt hier akzeptiert wird und in der Gemeinde verankert ist.“ Um das zu erreichen, wird unter anderem ein Bautagebuch eingerichtet, mit dem die Planer Interessierte auf der Homepage unter www.windpark-kranenburg.de auf dem Laufenden halten.

Im Gespräch mit den Bürgern warb Bürgermeister Steins um Verständnis: „Die Landschaft wird durch die Anlagen nicht schöner. Und dieser eine Windpark alleine wird auch das globale Problem des Klimawandels nicht lösen. Aber wir alle können einen Beitrag zur CO2-freien Stromversorgung leisten.“ Er schlug vor, gemeinsam mit Interessierten einen Windpark zu besuchen, damit jeder mit eigenen Ohren hören kann, wie laut die Anlagen wirklich sind. Dafür bekam er von vielen Anwesenden Applaus.

Die letzte Wortmeldung des Abends kam von einem Kranenburger Bürger, der „alle Sorgen rund um die Windkraftanlagen teilt“, wie er sagte. Er habe mit seiner Familie jüngst einen Ausflug ins Rheinische Braunkohlerevier und dabei ganz andere Dimensionen erlebt: „Leute, diese Windkraftanlagen sind so klein im Vergleich zu den Braunkohlehalden. Da werden ganze Dörfer verschluckt! Und genau dort kommt unser Strom jetzt her!“ Er appellierte an die Anwesenden: „Seid nicht zu ängstlich, sondern fragt euch lieber, wo der Strom sonst herkommt.“

Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung:
ABO Wind, Jutta Koch, Unter den Eichen 7, 65195 Wiesbaden, Tel.: (0611) 267 65 – 577 , Fax: (06 11) 267 65 – 599, presse@abo-wind.de Über ABO Wind: Das 1996 gegründete Unternehmen initiiert Windparkprojekte, akquiriert Standorte, führt alle technischen und kaufmännischen Planungen durch, bereitet international Bankfinanzierungen vor und errichtet die Anlagen schlüsselfertig. ABO Wind hat bereits rund 500 Windenergieanlagen und sieben Biogasanlagen mit einer Nennleistung von 1.000 Megawatt ans Netz gebracht. Rund 300 Mitarbeiter realisieren jährlich Projekte mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro. Die Aktie (WKN 576002) notiert im Freiverkehr der Börse Düsseldorf.

Im Internet gibt es mehrere Möglichkeiten, sich über das Projekt im Reichswald zu informieren: Auf der Homepage der Gemeinde Kranenburg, www.kranenburg.de, finden Interessierte die bisherigen Untersuchungen zur Windkraft. Das Team von ABO Wind berichtet auf der Homepage www.windpark-kranenburg.de regelmäßig über den neusten Stand der Planung. Die Bürger sind außerdem herzlich eingeladen, ihre Fragen zum Windkraftprojekt Kranenburg an die E-Mailadresse windkraft@kranenburg.de zu senden.

Lena Fritsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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