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Öko-Landbau stärken als Antwort auf Krise der Landwirtschaft – Naturland zu den Beratungen des Bundestags zum Agrarhaushalt 2017

Pressemitteilung, 06.09.2016

Gräfelfing/Berlin – Naturland fordert die Bundestagsabgeordneten auf, den zaghaften Entwurf der Bundesregierung zum Agrarhaushalt 2017 zu korrigieren. „Mit seinem völlig mutlosen Haushaltsentwurf verschenkt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Chance, einen Weg aus der aktuellen Krise der konventionellen Landwirtschaft zu weisen“ sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester am Dienstag in Gräfelfing: „Wir brauchen aber keine Politik des Durchwursteln, sondern ein klares Signal für mehr Öko-Landbau als Antwort auf die Krise. Jetzt ist es an den Abgeordneten, durch Korrekturen am Entwurf des Bundesministeriums in den anstehenden Beratungen dieses positive Signal doch noch zu setzen“, sagte Hohenester.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt wird am Donnerstag den vom Kabinett beschlossenen Haushaltsentwurf für sein Ressort erstmals im Bundestag vorstellen. Schmidt hatte sich in der Vergangenheit zwar immer wieder zum Ziel der Bunderegierung bekannt, den Öko-Landbau auf 20 Prozent auszuweiten. Im Haushaltsentwurf ist von diesem ambitionierten Ziel allerdings nichts zu sehen.

So verharrt ausgerechnet das zentrale Instrument für eine Ausweitung des Öko-Landbaus, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), auf der Stelle. „Wir fordern eine Aufstockung des BÖLN von derzeit 17 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro, um einen wirklichen Durchbruch in der Fläche zu erreichen“, sagte Hohenester.

Zukunftsstrategie droht zum Papiertiger zu werden

Dank der starken Nachfrage nach Bio-Produkten stellt die ökologische Lebensmittelwirtschaft für immer mehr Bauern eine echte Alternative zur konventionellen Massen-Produktion dar. Darüber hinaus ist der Öko-Landbau die Form der Landwirtschaft, die Umwelt und Klima schont. Dies hat eigentlich auch Bundesminister Schmidt erkannt und im Sommer 2015 mit der „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ ein Programm zur Beschleunigung der Ausweitung des Öko-Landbaus angekündigt.

„Allerdings zieht Minister Schmidt daraus keinerlei finanzielle Konsequenzen“, kritisierte Hohenester. „Und ohne ausreichend finanzielle Ausstattung droht die Zukunftsstrategie zum Papiertiger zu werden“, warnte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

„Jetzt müssen die Abgeordneten des Bundestags ein klares Signal für mehr Öko und für eine echte Veränderung im Agrarbereich geben. Nur durch eine signifikante Aufstockung des BÖLN kann die Bundesregierung ihre eigenen ehrgeizigen Ziele zur Ausweitung des Öko-Landbaus erreichen“, unterstrich Hohenester abschließend.

Pressekontakt

Markus Fadl
Pressesprecher

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.

Kleinhaderner Weg 1, 82166 Gräfelfing
Tel. +49 (0) 89 – 89 80 82 31, Mobil: +49 (0) 172 – 65 98 389
www.naturland.de, www.oekobauer-gesucht.de

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