Notfallpädagogische Hilfe für Freiwillige in Paris

Pressemeldung

Karlsruhe, 16. November 2015
Nach den entsetzlichen Anschlägen ist ein notfallpädagogisches Team am Montag 16. November nach Paris aufgebrochen. Im Zentrum der notfallpädagogischen Intervention steht die Erstbetreuung der Freiwilligen, die über die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners in der Region Paris ihren Freiwilligendienst leisten und die Anschläge miterleben mussten.

Seit September 2015 leisten sieben junge Menschen aus Deutschland einen Freiwilligendienst über die Freunde der Erziehungskunst in anthroposophischen Einrichtungen in Paris und Umgebung. Zum Zeitpunkt der Attentate waren alle sieben Freiwilligen im Stade de France und mussten die Anschläge und die folgende Panik aus nächster Nähe erleben. Um sie in der Bewältigung dieser Erfahrung zu unterstützen, ist ein pädagogisch-therapeutisches Team bereits am Montag nach Paris gereist. Mit notfallpädagogischen Methoden sollen die Freiwilligen stabilisiert und gestützt werden.

Darüber hinaus wird das deutsche Expertenteam die Freie Waldorfschule Ecole Perceval Chatou im Umgang mit traumatisierten Schülern beraten. Dazu wird ein Seminar für Lehrer angeboten, in dem die Grundlagen der Psychotraumatologie und geeignete pädagogische Antworten vermittelt werden. Beratungen für Eltern, deren Kinder in Folge der Anschläge traumatische Reaktionen zeigen, ergänzen den Einsatz.

Kontakt Presse:

Clara Krug
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183
Fax: 0721-354806 180
E-Mail: c.krug@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 7.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich rund 600 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.
Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Gaza (2009 – 2014), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011) und Kenia (2012 – 2013), Philippinen (2013-2015) Kurdistan-Irak (2013-2015), Nepal (2015), Griechenland (2015) und Slowenien (2015).

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